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OSR Smalltalk
Settembrini:
--- Zitat von: Mr. Ohnesorge am 5.01.2025 | 18:43 ---Sehe ich auch so. Er kommt rüber wie eine Mischung aus Klischee-Grognard und gefrusteter Mitbewerber. Interessante Argumente oder zumindest Denkanstöße liefert er so gut wie gar nicht.
--- Ende Zitat ---
Daß Seth Pay for Play betreibt fand ich schonmal spannend.
Prisma:
Sein Hauptpunkt ist, soweit ich ihn richtig verstanden habe, dass Shadowdark und Mörk Borg "nur so tun" als wären sie "dark", während LotFP "dark" ist. LotFP sei also das echte Ding in Sachen finsteres D&D, während die anderen nur so tun, und dann die Aufmerksamkeit bekommen, die ihnen nicht wirklich zusteht.
Schauen wir uns das doch mal an:
Shadowdark ist eigentlich nicht so wirklich "dark". Das ist einfach eine schöne 5E-Light Variante. Bis auf das Artwork hält sich die "Darkness" in Grenzen. Die Fackelregel ist leider nicht soooo inovativ und wie er im Video zurecht sagt auch nicht so sinnvoll, wie sie sich liest. Das man dann gleich den fiesesten Monstern begegnet ist auch nicht so sinnvoll. Aber ansonsten ist das einfach hübsch verpacktes generisches 5E-D&D in leicht. Shadowdark ist nicht "dark", würde ich sagen.
Mörk Borg wirkt wie das Booklet einer Death Metal Band und ist ein Grafikdesign Overkill, worauf es den Autoren auch ankommt. Ich habe es zwar nicht ganz gelesen, aber wenn ich das so durchblättere ist es schon ziemlich "dark". Die Hauptlast trägt das Artwork/Layout. Keine Ahnung ob die Mechaniken taugen und wie die Abenteuer sind. Vielleicht kann hier jemand ergänzen?
Lamentations of the Flame Princess ist von den Regeln her traditioneller. Das Artwork ist - wie bei den anderen zwei - sehr gut, es ist aber vom Layout her kein Grafik Overkill wie Mörk Borg. Die Texte gehen schon in Richtung Dark Fantasy und das Artwork erst recht. Allein von den Bildern her ist LotFP schon "dark", das teilt es sich mit Mörk Borg, so richtig fies wird das Spiel in seinen Zaubern und den offiziellen Abenteuern und Publikationen.
Ich würde sagen, wer an Dark Fantasy interessiert ist kommt mit Mörk Borg und mit LotFP weit. Ich sehe auch keinen Grund, warum man nicht Synergien nutzen sollte, z.B. LotFP Abenteuer mit Mörk Borg zu spielen. Oder umgekehrt, wenn einem das gefällt. Mit Shadowdark würde ich das nicht machen, das ist zu sehr auf "helle" Fantasy zentriert.
Was bleibt von Jim Raggis These?
- Tut Shadowdark so als wäre es "dark"? Ja, irgendwie schon. Gerechtfertigt? Nein, dazu sind die "darken" Inhalte mMn zu gering. Mörk Borg und LotFP haben da noch textliche und spielmechanische Elemente die "darker" sind.
- Tut Mörk Borg so als wäre es "dark"? Ja. Gerechtfertigt? Finde ich schon. Auch wenn man nun sagt, die Verpackung trägt die Hauptlast. Das gilt für LotFP zum Teil auch.
- Ist LotFP "darker" als die anderen zwei? Das kommt halt darauf an. Mehr als Shadowdark? Ja. Mehr als Mörk Borg? Je nachdem.
tldr: Nein, ja, hm...
Radulf St. Germain:
Ich finde ShadowDark kann man schon ziehmlich dark spielen. Ich meine, Du bist tief unter der Erde und plötzlich geht die Fackel aus? Wenn man sich überlegt, was das heisst, dann ist schon krass. Ein Darkmantle macht automatisch alle Lichter aus - im Kampf?
Aber ich glaube Flame Princess und Mörg Borg sind düsterer in Richtung übertriebenes Gore. Ich finde es eher ekelig als düster. (Auch hier gilt - es gibt Fans und es ist schön, dass die was haben.)
Einen Vergleich finde ich nicht wirklich wichtig, ist doch schön dass es Auswahl gibt. ShadowDark zu bashen, weil es von einer Frau gemacht wurde und daher Dinge enthält "auf die nur eine Frau kommen würde" finde ich ehrlich gesagt traurig und unnötig.
Prisma:
--- Zitat von: Radulf St. Germain am 5.01.2025 | 19:56 ---Ich finde ShadowDark kann man schon ziehmlich dark spielen. Ich meine, Du bist tief unter der Erde und plötzlich geht die Fackel aus? Wenn man sich überlegt, was das heisst, dann ist schon krass. Ein Darkmantle macht automatisch alle Lichter aus - im Kampf?
--- Ende Zitat ---
Das hat man aber in absolut jedem Fantasyspiel. In den D&D-artigen schon immer. Nicht nur in Shadowdark.
Antariuk:
Ich hab nur 20 Minuten ausgehalten von dem Geweine - bisschen rumgeklickt zwischen den Kapiteln, er widerspricht sich selbst und weiß glaube ich gar nicht ganz genau, was das eigentliche Problem (für ihn) ist. Ich meine, auf der einen Seite abkotzen über Social Media und Review Channels, dann zugeben, dass er gar nicht weiß, was es alles gibt (gut, wer tut das schon, aber die Grundeinstellung ist hier klar), dann der Call to Action an alle, die was von den LotFP Sachen reviewen wollen... 8] Oder die Kritik an Shadowdark, dass Spells Tiers und keine Level haben, gibts echt jemanden der OSR/D&D mit Neulingen gespielt hat und die Verwirrung ob des Level-Begriffs dabei nicht mehrmals klären musste?! Das ist irgendwie so random als Aufreger.
LotFP wird immer ein Eckpfeiler der OSR sein und ich finde, die Szene ist besser dadurch, dass es das Spiel und vor allem die vielen schrägen Abenteuer gibt. Es ist aber weder die einzig valide noch zwingend beste Art zu spielen, da LotFP z.B. nur sehr wenig für Leute bietet, die statt episodenhafter Abenteurer - oft mit Grenzerfahrung oder Ekelfaktor - eine Sandbox aufbauen und bespielen wollen und dafür notwendige Tools brauchen. Und klar, mittlerweile gibts fast alle alten Sachen als PoD irgendwo, das war zur initialen Blütezeit von LotFP aber nicht so, und es wundert mich bis heute etwas, dass das Raggis Katalog dahingehend so geblieben ist.
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