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[Coriolis] Fragen & Antworten

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Antariuk:
Die Situation hatte ich jetzt auch, weil meine Runde gerade neu mit Coriolis gestartet ist.

Die Absprache mit meinen Spielern war, dass sie sich beim Bau ihres Schiffes verschulden und dass diese Schulden auch nicht einfach zu ignorieren sind (erst recht nicht beim Gruppenkonzept Freihändler). Die Gruppe hat dann so richtig reingehauen und glaube 1,7 Mio. Birr ausgegeben für die "Talu". Das abzubezahlen, ohne von Anfang an super-lukrative Aufträge zur Hand zu haben, ist jetzt Motivation für das Tun und Handeln der Crew. Führte bislang auch schon zu tollen Szenen wo SCs aneinandergeraten sind wenn die eigene Gier einem gemeinnützigen Verhalten gegenüberstand.

Wie genau der/die Gläubiger sind oder heißen, kam bisher nur am Rande vor. Wir tasten uns gemeinsam in System und Setting rein, deshalb war das auch nicht wichtig. Mein Eindruck ist, dass die Gruppe einen ordentlichen Batzen auf einmal abzahlen will, spätestens dann werden wir den Aspekt näher beleuchten.

Spielen tun wir das ohne konkrete Regeln.

Xemides:
Bei Star Wars Edge of the Empire ist die selbe Situation ja fst geschrieben, das die Spieler immer in Geldschwierigkeiten sein müssen, damit sie Grund zum Abenteuern haben.

Finde ich aber ziemlich blöde.

Antariuk:
Das ließe sich, zumindest in Coriolis, auch sicher abwandeln in Schwierigkeiten mit einer Fraktion, der das Schiff eigentlich gehört, oder jemandem der glaubt dass die Crew des Schiffes (vielleicht bevor die SCs ins Spiel kamen) irgendwas getan hat. Als Antriebsmotor finde ich die finanziellen Probleme aber echt nicht verkehrt, weil das bringt eine Notwendigkeit ins Spiel, die bei ganz offenem Rumgeplänkel nur existiert, wenn wirklich alle Lust haben ihre SCs aus eigenen Stücken in die Patsche zu reiten.

aikar:

--- Zitat von: YY am 23.05.2019 | 16:28 ---Ich habe das (ketzerischerweise auch bei Traveller, wo es solche Regeln gibt) immer als fluffig-abstrakte Grundmotivation betrachtet.

Man tut gefährliche und teils illegale Dinge für Geld und dafür fliegt die Mühle weiter und man kann sich einreden, frei bzw. sein eigener Herr zu sein.
In Ausnahmefällen wird da die Schraube in erzählerischer Weise etwas stärker angezogen, das wars dann aber auch schon.

Den Mehrwert einer "korrekten" Simulation habe ich nie gesehen, weil dann entweder die genannte Motivation verloren geht, das ganze Ding krachend scheitert oder man mit etwas Zahlenschieberei und Austarieren genau da landet, wo man ohne die Simulation auch war... :P
--- Ende Zitat ---
Das habe ich in verschiedenen Systemen auch schon probiert, aber das Ergebnis waren dann immer die Fragen: Wieviel Cash bleibt uns nach einem Auftrag noch für Ausrüstung etc.?
Und natürlich: Wann haben wir das Schiff abbezahlt?

d.h. das funktioniert evtl. in Systemen wie Fate, wo Ausrüstung keine Rolle spielt, aber überall sonst macht es Probleme.

Sgirra:
Wir tasten uns da auch ganz langsam heran. Bei der letzten Sitzung haben wir schon einmal durchgerechnet, was die Crew so pro Segment braucht – und das ist happig.
• 1/9 von 5% der Gesamtschuld
• Ausgaben für Lebensstil
• dann kamen letztes Mal noch die Waffenlizenzen für die Coriolis dazu
• Wartung des Schiffes (war auch letztes Mal fällig)
Da sind die Birr schnell weg.

Als Richtlinie für Belohnung greife ich übrigens auf den Missionsgenerator im Atlas-Kompendium (S. 38f.) zurück. Eine Routinemission innerhalb des Systems ohne Komplikationen bringt 1W6 x 1.000 Birr. Die ›normale‹ Mission innerhalb eines System mit einer Komplikation sollte schon bei 3W6 x 1.000 Birr liegen.

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