Autor Thema: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos  (Gelesen 11290 mal)

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Offline Vandal Savage

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H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« am: 3.05.2004 | 21:58 »
Jeder kennt den Namen, alle schreien "fhtagn", doch was hat es damit wirklich auf sich?
Nach der Lektüre einiger Webcomics über Cthulhu (die jetzt wo ich mich mehr auskenne doch deutlich witziger sind  ;D) hab ich mich ein bißchen in das Thema reingelesen, und bin doch sehr fasziniert.

Hier ist die Stelle um über die Bücher Lovecrafts selber bzw. seiner Freunde und nachfolger zu reden. Könnt ihr bestimmte Werke empfehlen?
Oder wer sich nicht auskennt kann fragen, was es mit Hastur, Yog-Sothoth, Shub Niggurath und der ganzen Bande auf sich hat (oder weiß das hier in einem Rollenspielforum tatsächlich jeder?).


Und beginnen wollen wir den Thread mit unserem Abendgebet:

Iä!

Yog-Sothoth kennt den Weg.

Yog-Sothoth IST der Weg.

Yog-Sothoth ist der Schlüssel.

Iä!


"I planned and fought and won battles you have only read about in your history books, boy. You're no tactician. There's too much need in you. Too much to prove to everyone. It's like a craving. That's your weakness. That's your undoing."

Offline Doc Letterwood

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #1 am: 3.05.2004 | 22:04 »
Das ist nicht tot was ewig liegt - auf das der Tod die Zeit besiegt!

Wenn ich nicht lernen müsste, würde ich jetzt "Hüter der Pforten" lesen, "Geschichten aus dem Cthulhu-Mythos, von Lovecraft selbst und seinen Mit-Fantasten Clark Ashton Smith,  Robert E. Howard, Frank B. Long,  August Derleth, Robert Bloch, Ramsey Campbell u.a. ...ein neuer Sammelband von BasteiLübbe.
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Preacher

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #2 am: 3.05.2004 | 22:06 »
Wobei zusagen ist, daß Lovecraft selbst sich da eher in Andeutungen ergangen hat; "Struktur" wurde in diesen Mythos erst von Derleth gebracht.

Zu empfehlen sind besonders "Die Berge des Wahnsinns" und "Der Fall Charles Dexter Ward", an Kurzgeschichten find ich "Ratten im Gemäuer" und "Musik des Erich Zann" und vor allem "Pickmans Modell" SEHR gut.
« Letzte Änderung: 3.05.2004 | 22:09 von Preacher »

Ludovico

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #3 am: 3.05.2004 | 22:08 »
Hat einer von euch "Die Traumsuche nach dem unbekannten Kadath" gelesen?
Ich fand es grausam und konnte es nicht ganz durchackern.
Es war irgendwie so... Ich hab Grusel erwartet und dann liest man da... Was war das überhaupt?  :q

Offline Lord Verminaard

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #4 am: 3.05.2004 | 22:09 »
Zunächst mal sollte man von Lovecraft nichts falsches erwarten. Mann nannte ihn den "Meister des Makabren", er ist kein Dramaturg, kein geschliffener Erzähler. Seine Erzählungen leben von den bizarren Ideen und dem Horror, der der Erschütterung des Realitätsgefüges innewohnt.

Von den Romanen und Novellen haben mir die meisten gefallen, vor allem "Der Fall Charles Dexter Ward", "Schatten über Innsmouth", "Berge des Wahnsinns" und "Der Schatten aus der Zeit". Von den Kurzgeschichten kann ich besonders "Träume im Hexenhaus" empfehlen, mit das beste von Lovecraft, wie ich finde.

Iä! Nyarlathotep fthagn!
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Preacher

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #5 am: 3.05.2004 | 22:12 »
@Vermi:
Oh ja, "Der Schatten aus der Zeit" ist Spitze - auch wenn die Großen Alten nur am Rande erwähnt werden. Das Konzept mit dem Körpertausch in verschiedenen Zeitaltern zu Forschungszwecken ist ein Hammer.

@Ludovico:
Hab ich noch nicht gelesen, aber ich hab schon durchaus positives davon gehört.

Offline Rauthorim

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #6 am: 3.05.2004 | 22:12 »
Der Fall Charles Dexter Ward kann ich auch empfehlen!
Das ist keine Signatur.

Offline Vandal Savage

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #7 am: 3.05.2004 | 22:15 »
Bis jetzt kenne ich nur Geschichten von Lovecraft selber und von August Derleth.
Welcher andere Mythosautor ist denn noch Pflicht?

Auch recht gut fand ich "Der Horror von Dunwich", einfach wegen der Vostellung, brrrr

Aber Ludovico hat insofern recht, dass die Geschichten meist nicht in dem Sinne gruslig sind. Den zum Einen kennt man viele Motive schon von irgendwoher (auch wenn Lovecraft selbst sie erfunden haben mag), und zum Andern ähneln sich viele Geschichten doch schon stark vom Aufbau. Aber zum Glück gibt es auch Ausnahmen von der Regel, und das sind die wirklich guten imho.
Er ist wikrlich ein Meister der Andeutungen, obwohl er auch mal richtig reinhauen kann (Sanity Loss ... ;D)

« Letzte Änderung: 3.05.2004 | 22:18 von SoulReaver »
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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #8 am: 3.05.2004 | 22:19 »
Lies mal "Pickmans Modell".
Das is von Lovecraft selbst, und wirklich nicht gruselig - das ist der blanke Horror. Lovecraft benutzt eben nicht den Oberflächlichen Horror à la King (der auch spannend zu lesen ist) - der Horror liegt mehr darion, daß die Überzeugungen seiner Protagonisten in ihren Grundfesten erschüttert werden, und alle zutiefst verändert und traumatisiert daraus hervorgehen und (so sie denn überleben) die Welt nie wieder sehen können, wie zuvor...

Offline Doc Letterwood

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #9 am: 3.05.2004 | 22:23 »
@SoulReaver

Psychologischer chaotischer Horror, das ist es, was Lovecraft ausmacht. Viele haben als Zeitzeugen quasi seine Idee aufgegriffen wie die schon anfangs erwähnten Leute. Der "Mythos" um Cthulhu und Co. ist eine neue Erfindung von August Derleth und denjenigen, die Struktur in Lovecrafts Gedanken bringen wollten. Dabei war das nie Lovecrafts Absicht. Das Universum ist weit und grenzenlos, wird dagegen sind beschränkt. Und die Nachfolger versuchten eben, dieses Chaos, das ja in Azathot als dem Ursprung selbst schon begründet liegt, in Schubladen zu stecken, zu katalogisieren und zu kategorisieren, obwohl das dem Sinn des Lovecraftianischen Horrors zuwiderläuft.
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Offline Vandal Savage

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #10 am: 3.05.2004 | 22:31 »
@Preacher, morebytes

Hab ich gelesen, eine der sehr gelungenen Ausnahmen. Und das Konzept und das Lovecraft selber den Mythos t.B. auch nie so genannt hat, ist mir klar.
Und wenn mir Lovecraft nicht gefallen würde, würde ich seine Werke ja auch nicht verschlingen, obwohl ich fürs Abitur lernen müsste.  ::)

Aber man muss auch sehen, dass sich einige der Stories (vielleicht liegt das auch an Derleth, bei ihm ist mir das wirklich stark aufgefallen) ähneln.
Z.B. der junge Mann, der festellen muss, dass einer seiner Vorfahren ein Hexenmeister oder von einer anderen Rasse war/ist. http://www.macguff.fr/goomi/unspeakable/vvlast.html
Oder der einzelgängerische Akademiker, der ein altes Haus bezieht und irgendetwas Schreckliches herausfindet.

« Letzte Änderung: 3.05.2004 | 22:33 von SoulReaver »
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Preacher

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #11 am: 3.05.2004 | 22:37 »
Naja, ist wie bei den Aufhängern für ein Rollenspiel-Abenteuer - es gibt nur ne begrenzte Anzahl von Möglichkeiten, die Chars zu motivieren ;)
Die Geschichten selbst sind m. Mn. allerdings individuell genug.

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #12 am: 3.05.2004 | 22:45 »
Ich habe versucht "Der Fall Charles Dexter Ward" zu lesen, wurde mir als eines der besseren empfohlen.
Das war langweilig, schlecht bis unfreiwillig komisch geschrieben (diese Adjektive!) und so etwas wie einen Spanungsbogen suchte ich vergebens.
Lovecraft gehört zu den wenigen Autoren, die die Ehre haben, dass ich ihren Schrieb vorzeitig abbrach.
Und wenn das eine der besseren Arbein von ihm sein soll ... dann pfui Teufel war der schlecht.
Ich finde seine theorien interessant, den Mann als Autor bisher eine katastrophe.
Und nein, ich werde ihm keine zweite Chance geben, da lese ich in meiner knappen Freizeit lieber Sachen von Autoren die mir bereits gefallen oder versuche neue bevor ich mir einen schlechten Autor ein zweites Mal antue.

Offline Doc Letterwood

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #13 am: 3.05.2004 | 22:48 »
@ SoulReaver

Ich denke, die bekanntesten Geschichten von Lovecraft laufen nach einem ähnlichen Grundmuster, auf das dann die Geschichte gesetzt wird: das Unerklärliche bricht in die 20er Jahre-Welt des Protagonisten ein, er ist neugierig und entdeckt schreckliche Geheimnisse. Dennoch sind die Ausprägungen der Geschichten so faszinierend detailreich gehalten, dass es nie langweilig wird.
Ich kann sagen, ich habe eine sehr umfangreiche Lovecraft-Bibliothek (auch natürlich Bücher von Nachfolgern bis auf Holbein, diesen Hol-Kopf...der "Hexer von Salem" ist ein dermaßen dahingeschluderter Schund...), aber darunter sind auch Notizen und weniger bekannte Kurzgeschichten von Lovecraft, die allesamt neue Facetten des Unfassbaren zeigen.

Da würde ich empfehlen (fast alles von Suhrkamp): Die Sammlung "In der Gruft".

An eigenständigen längeren Geschichten:
Schatten über Innsmouth
Der Schatten aus der Zeit
Traumsuche nach dem unbekannten Kadath (wenn Du es Dir richtig "besorgen" willst...das ist eine der abgefahrensten Geschichten. Was "abgefahren" anbelangt, empfehle ich auch den "König in Gelb" von Robert Chambers, vor dem sogar Lovecraft Hochachtung hatte ;))


@ Marcel
Vergiss nicht, der Mann hat das vor siebzig Jahren geschrieben...klar ist die Sprache merkwürdig gestelzt und vieles wirkt auf uns heute unfreiwillig komisch. Ist nicht jedermanns Geschmack.
« Letzte Änderung: 3.05.2004 | 22:50 von morebytes »
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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #14 am: 3.05.2004 | 22:53 »
@morebyte
Das vergesse ich schon nicht, habe ich berücksichtig.
Kafka finde ich zum Beispiel sehr genial und das war in etwa dieselbe Zeit und auch andere Autoren damals konnten besser schreiben als Howie.
Es hat schon seine Gründe, dass ihn damals niemand wirklich verlegen wollte ;-)

Offline Le Rat

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #15 am: 3.05.2004 | 22:54 »
Eher augenzwinkernde Anspielungen auf den CHtuhlu-Mythos gibt es auch in der Illuminatus-Trilogie.
Auch eher augenzwinkernd und eigentlich nur durch sogenannte "Große Alte" und Gaslich-Atmosphäre mit HPs-Werk verbunden: "Der Clan der Magier" von Robert Zelazny

Und dann gibt es auch noch die Hexer von Salem-Bücher, die ich garnicht so schlecht finde.

Offline Doc Letterwood

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #16 am: 3.05.2004 | 22:57 »
@morebyte
Das vergesse ich schon nicht, habe ich berücksichtig.
Kafka finde ich zum Beispiel sehr genial und das war in etwa dieselbe Zeit und auch andere Autoren damals konnten besser schreiben als Howie.
Es hat schon seine Gründe, dass ihn damals niemand wirklich verlegen wollte ;-)

Jeder nach seiner Facon ;)
Jedenfalls hielt damals fast jeder Verleger sein Werk für haarsträubenden Unsinn. Ich hingegen finde ihn heute gerade wegen seines wirklich "reichhaltigen" Sprachstils für sehr interessant und ich finde, er schafft es, das "Unausgesprochene" (er erzählt ja nie direkt, welche Wesen die Leute sehen) sehr eindringlich rüberzubringen. So, dass ich denke "Nee, okay, ich will es gar nicht wissen..." :)
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Offline duke

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #17 am: 24.05.2004 | 15:19 »
Wer sich mal 'reinlesen will:

http://www.dagonbytes.com

Die ham auch Literatur von Poe, Mary Shelly und Bram Stoker. :)

Achja, die gruseligste Geschichte von Lovecraft für mich ist "Cool Air".

"At the Mountains of Madness" und "The Dreamsearch of unknown Kadath" sind eher Fantasygeschichten für mich. Was jetzt nicht heissen soll, dass das schlecht wäre. ;)
« Letzte Änderung: 24.05.2004 | 15:25 von Arnold Rimmer »
http://www.technotrouser.de - Roleplaying-Bereich: User: [das spielsystem] Pass: [die raumstation] (alles klein- und zusammenschreiben)

Noch heute sind seine elektrifizierten buddhistischen Gebetsmühlen bekannt, vor allem die Modelle mit hoher Umdrehungszahl, die 18 000 Gebete in der Minute erreichen.
 Stanisław Lem - Sterntagebücher, 28. Reise

Offline Felixino

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #18 am: 17.06.2004 | 22:34 »
Charles Dexter War habe ich auch gelesen und kann ihn nur weiterepmpfehlen, nur ne frage, was heißt dieses

fthagn?
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Feanor

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #19 am: 21.06.2004 | 11:39 »
Ich habe gerade ein Werk gelesen das sich ebenfalls mit dem Cthulu-Mythos beschäftigt und nicht von H.P. verfasst worden ist: Die Opferung von Graham Masterton

Meines erachtens kann Masterton um einiges spannender schreiben als Lovecraft und hält den Spannungsbogen über das ganze Buch hinweg.

Wer mal in den Mythos Cthulu hineinschnuppern möchte sollte sich unbedingt mal dieses Buch ausleihen/kaufen.

Ganz dicke empfehlung!  :d

Offline Doc Letterwood

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #20 am: 21.06.2004 | 11:47 »
@Feanor

Graham Masterton und Lovecraft würde ich nicht vergleichen. Masterton schrieb seine ersten Bücher in den Siebzigern, Lovecraft in den Zwanzigern und Dreißigern - beiden unterstelle ich mal eine ganz andere Intension, eine ganz unterschiedliche Atmosphäre, auch wenn sie über ähnliche Themen schrieben/schreiben. Also, ich finde beide Autoren auf ihre eigene Weise spannend - obwohl ich DIE OPFERUNG noch nicht gelesen habe, aber viele andere Geschichten von Masterton kenne.
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Offline Althalus

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #21 am: 21.07.2004 | 09:12 »
@Emperors Knight: fthagn dürfte wohl liegen bedeuten "Cthulhu R´lyeh fthagn" wird als "In R´lyeh liegt Cthulhu" übersetzt. Obwohl ich den Eindruck gewonnen habe, dass dieser Satz von Derleth stammt (zumindest kommt er in jeder seiner Stories vor, bei Lovecraft könnt ich mich jetzt nicht erinnern).

Generell muss man sagen, dass viel von dem, was z.B. im RPG vorkommt, auf Derleths Mist gewachsen ist. So ist Cthugha seine Erfindung ("Auf Cthulhus Spur"). In einigen Stories ("Die Ziegenmelker in den Bergen") kommt er auch mit echten "Fehldarstellungen" daher. Da werden die Älteren Götter plötzlich zu der "guten" Seite der Großen Alten, die Großen Alten sind bei ihm immer Elementarmächte (Cthulhu Wasser, Cthugha Feuer, Hastur Luft, etc.), usw. Viele der Verbotenen Bücher entstammen ebenfalls seiner Feder (Cthaat Aquadingen).

Wesentliche Unterschiede finden sich aber vor allem in der Sichtweise. Lovecrafts Stories beinhalten immer den vergeblichen Versuch, sich gegen Mächte aufzulehnen, gegen die der Mensch völlig hilflos ist. Derleth geht das Ganze direkter an. "Auf Cthulhus Spur" endet z.B. damit, dass eine Atombombe auf R´lyeh geworfen wird.  ;)
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Offline Vandal Savage

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #22 am: 21.07.2004 | 12:39 »
@Emperors Knight: fthagn dürfte wohl liegen bedeuten "Cthulhu R´lyeh fthagn" wird als "In R´lyeh liegt Cthulhu" übersetzt. Obwohl ich den Eindruck gewonnen habe, dass dieser Satz von Derleth stammt (zumindest kommt er in jeder seiner Stories vor, bei Lovecraft könnt ich mich jetzt nicht erinnern).

Doch doch, bei Lovecraft kommt er auch vor, Beispiel "Cthulhus Ruf" usw.
H.P. hat den Spruch schon selber erfunden.

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wjassula

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #23 am: 24.07.2004 | 02:04 »
"Die Traumfahrt zum unbekannten Kadath" ist für mich sein Bestes. Insgesamt würde ich Lovecraft als ein ganz eigenes Gewächs im Garten von amerikanischer Schauerromantik gepaart mit den Strömungen seiner Zeit (Sozialdarwinismus,Psychoanalyse, Globalisierung/Xenophobie - Modernismus halt) sehen, mit vielen Gemeinsamkeiten zu Robert Howard, dem Conan-Erfinder.Ironischerweise sehr amerikanisch, obwohl er doch immer gerne Europäer gewesen wäre. Was aber auch wiederum genau ins Bild passt. Ausserdem ist er ein grosser Wortmagier, der aus einem ganz eigenen Wortrepertoire hypnotische Effekte schaffen kann (wiederum ähnlich wie Howard), wenn's gut läuft. Wenn's schlecht läuft, gähnt man beim hundertsten "ghastly" oder "unholy" nur noch, weshalb die Kritik - jedenfalls lange Zeit, und vor allem im deutschen Sprachraum diese sehr artifizielle Sprache dann oft auch unerträglich, überladen, beschränkt usw. fand. Hat einen Haufen Schrott geschrieben, aber auch ein paar wirklich grosse Sachen.

Offline Ralf

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #24 am: 24.07.2004 | 04:10 »
Ich hab mal ein paar Kurzgeschichten von Lovecraft gelesen und die gefielen mir ganz gut.
Wenn ich jetzt im "grossen Stil" bei Cthulhu einsteigen wollte, welche Werke würdet ihr Kenner mir denn zum Einstieg empfehlen. Gibts da ne chronologische Ordnung?
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wjassula

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #25 am: 25.07.2004 | 23:42 »
Eine chronologische Reihenfolge würde ich Dir nicht empfehlen. Die Geschichten hängen inhaltlich nur lose zusammen, lediglich durch den "Mythos" - eine fiktive Geschichte des Universums und ein immer wiederkehrendes Personal ausserirdischen Rassen/Göttern.

Neben "Die Traumfahrt zum unbekannten Kadath" haben mir noch besonders gut "Berge des Wahnsinns", "Die Farbe aus dem All" und  "Das Ding auf der Schwelle" gefallen. In der Phantastischen Bibliothek des Fischer-Verlags sind einige Sammlungen von Lovecraft-Geschichten erschienen. Ich würde da einfach mal in einer Buchhandlung reinschauen, und dann die nehmen, die Dich spontan am meisten anspricht.

psycho-dad

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #26 am: 25.07.2004 | 23:52 »
Ich liebe von Lovecraft ganz besonders die Kurzgeschichten:

Der Flüsterer im dunkeln
Dagon (<-- wurde sogar verfilmt)
Grauen in Red Hook
Cthulhus Ruf
Der Schatten aus der Zeit

Was ich bei Lovecraft so extrem geil finde ist, das sich die Geschichten zwar gut lesen lassen, aber eigentlich kein echtes "Gänsehaut-feeling" aufkommt... das kommt dann immer abends, wenn man im bett liegt und sich die Storry's nochmal durch den kopf gehen lässt... und dann lieg ich meistens mit suppentellergroßen augen die ganze nacht lang wach und mach mir gedanken  ;D

was ich auserdem in diesem zusammenhang empfehlen kann ist das "Simon Spellbock", eine kurzfassung des Vielzitierten "Nercomonicon". Das Nette an dieser kurzfassung ist, das hier nur die "Alten", also die großen Götter behandelt werden, von denen Lovecraft so gerne schrieb. Auch die Komplettfassung ist nicht zu verachten, aber meines erachtens ein bischen zu langahtmig...

Offline Ralf

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #27 am: 26.07.2004 | 02:33 »
Danke erst mal. Dann werd ich wohl mal schauen obs hier in der Buchhandlung Irgendwelche von den Genannten gibt.

"Dagon" hab ich übrigens gesehen. Der war gar nicht mal soooo schlecht für nen miesen B-Horrorfilm ;D. Aber ich steh ja auch auf so was.
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wjassula

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #28 am: 26.07.2004 | 10:01 »
Zitat
Auch die Komplettfassung ist nicht zu verachten, aber meines erachtens ein bischen zu langahtmig...

Absolut. Abdul Alhazred war ja ein genialer Mystiker, aber schriftstellerisch hatte er es leider nicht so drauf. Das Kapitel über die Fungi vom Yuggoth - viel lzu langatmig. Diese endlosen Abschweifungen und Hasstiraden gegen die muslimische Intelligentsija - gähn. Aber sonst cooler Stoff. Wenn Dir das gefällt, kann ich Dir auch Jesus' Autobiographie (mit dem Anhang über sein Leben nach dem Täuschungsmanöver mit der"Kreuzigung") empfehlen, oder auch Eisenhowers geheime Tagebücher, mit dem Abschnitt, in dem er Aliens auf der Area 51 trifft.


Preacher

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #29 am: 26.07.2004 | 10:53 »
@Wjassula:
*LOL*   ;D

Abe da sieht man, wie diese Frage die Leser beschäftigt: Gibt es das Necronomicon oder nicht? Ich für meinen Teil dachte auch lange, es gäbe etwas derartiges, und Lovecraft habe es eben in seinen Geschichten verwurstet. Daß es nur eine Erfindung ist konnte ich auch lange nicht glauben - andere der Bücher (z.B. das Book of Eibon) gibt es ja in der Tat auch außerhalb von Lovecrafts Fiktion..

Und die Versionen des Necronomicons die im Umlauf sind (von wem auch immer sie geschrieben wurden) sind in der Tat gut aufgemacht und geben zumindest ein paar nette Handouts und Abenteuerideen her, wenn auch sonst nicht viel:
Guckstu hier oder hier. Beim letzteren Link dürfte vor allem die Sektion "Myth or reality?" interessant sein.

wjassula

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #30 am: 26.07.2004 | 11:33 »
Bei mir war's genau anders rum - ich war mir immer absolut sicher, dass das eine Erfindung ist. Und dann bin auch über diese fakes gestopert, und die waren so professionell gemacht, dass ich dacht: Vielleicht doch? Nee! Oder doch? Ach was...

Aber das Necronomicon gibt''s halt echt nicht. Leider?

Offline Alrik aus Beilunk

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #31 am: 27.07.2004 | 23:09 »
Wie, die Zeugen Jehovas haben nicht recht ?
Sag blos die D&D Zaubersprüche funktionieren in Wahrheit auch gar nicht ?  >:D

Back to topic:
Ich bevorzuge Lovecrafts Kurzgeschichten, seine längeren Werke sind oft langweilig, während er in den Short Storys schnell zum Punkt kommt.
Quote: Ambrose Bierce  
Cynic, n: a blackguard whose faulty vision sees things as they are, not as they ought to be.

Offline Chaos

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #32 am: 1.08.2004 | 21:04 »
Hat einer von euch die Kurzgeschichte "Der Liebe uralt´ Götterblut" von Esther Friesner gelesen (erschienen in der Sammlung "Spur der Schatten")?

Man erwartet das ja eigentlich nicht in einer Horrorgeschichtensammlung, aber diese Kurzgeschichte hier ist echt zum Kringeln :)

Der beste Teil (Achtung Spoiler):

(Eine junge Autorin aus Arkham kommt zum ersten Mal in ihrem Leben in die Großstadt - nach New York, um mit ihrem Verleger die Veröffentlichung ihres Romans zu besprechen. Ein paar der Großen Alten kommen mit, um auf sie aufzupassen.
Ihr Lektor (der in sie verknallt ist) schickt ihr einen Brief ins Hotel, sie setzt sich auf ihr Bett, um ihn zu lesen...)

"Aaah," seufzte der Große Cthulhu, und streckte sich in der Badewanne aus. "Genau wie zu Hause."
"Schschsch!" Sarah legte einen Finger auf die Lippen. "Ich versuche zu lesen."
"Lies es laut," meldete sich eine Stimme aus dem Wandschrank. "Und zwar richtig laut. Diese verdammten Schoggothen machen solch einen Radau, dass ich fast mein eigenes Schnattern nicht mehr hören kann."

...

(Etwas später, sie liest den Großen Alten gerade aus dem Brief vor. Es wird recht intim.)

"Bist Du sicher, dass Du das laut vorlesen willst?" Sämtliche Handtücher und ein Bettlaken um die Hüften geschlungen, kam der Große Cthulhu aus dem Badezimmer.
"Nein, nein, sie solll weiterlesen!" rief Nyarlathotep aus dem Wandschrank. "Gerade wird es interessant."
"Es wird gerade persönlich!" Dem sehr auf seine Würde bedachten Großen Alten stieg ein rosiges Rot in die Spitzen seiner Tentakel.
"Hah! Cthulhu prüde, Cthulhu ist prüde!" Nyarlathoteps spöttischer Singsang wurde von einem gemischten Chor von Schoggothen aufgegriffen, in den einige Dhole einstimmten, um den Bass zu singen.


 ;D
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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #33 am: 29.08.2004 | 15:46 »
nee, oder? ~;D klingt richtig witzig :d

das buch das mich auf den chtulhu-mythos aufmerksam gemacht hat war: die herrschaft der monster von... ähm.... der hat auch necroskope geschrieben.... ha ja, Brian Lumley! :) Das Büchlein birgt eine höllisch dichte Stimmung wenn man mich fragt!

Vor kurzem hab Ich dann den Hexer-Zyklus von Hohlbein gelesen ::) :P naaaaaja.... :(

Schatten über Innsmouth hab ich als Hörbuch, ehr genial gelesen, ebenso Pickmanns Model. Gänsehautig, sag ich nur :d

Offline Tom

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #34 am: 29.08.2004 | 15:49 »
Aaaah, niemals den Hexer Zyklus von Hohlbein lesen. Es gibt wohl nichts schlimmeres das den Cthulhu Mythos so verhunzt wie selbige Romane.  :o
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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #35 am: 29.08.2004 | 15:53 »
um sich ein bild davon machen zu können kann man sich nicht auf das urteil anderer verlassen ::)

Offline Tom

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #36 am: 29.08.2004 | 19:27 »
um sich ein bild davon machen zu können kann man sich nicht auf das urteil anderer verlassen ::)
Auf meines schon.  ;D
Jedenfalls in Sachen Lovecraft und Cthulhu.  >;D
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Catweazle

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #37 am: 26.09.2004 | 14:11 »
Lovecraft ... Hmmmm....

da habe ich ganz unterschiedliche Meinungen. Manche Kurzgeschichten von ihm wie z.B. Polaris finde ich sehr gut, andere Geschichten jedoch unterirdisch schlecht. Und Sprüche wie Iä fhtagn arrrgl grmpfl  (frei interpretiert) gar Stimmungstötend.

Die Hexer von Salem Romane (nicht die zusammengefassten Bücher), die den Mythos in den Hintergrund übernahmen fand ich super. Aber da war ich auch noch jünger ;)

Offline Enkidi Li Halan (N.A.)

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #38 am: 26.09.2004 | 14:17 »
Also ich bin grad wieder voll im Lovecraft-Fiber, ausgelöst von den Hörbüchern von LPL Records (Gänsehaut für die Ohren). Sehr schön gelesen von Lutz Riedel, wirklich zu empfehlen.

Offline Boba Fett

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #39 am: 26.09.2004 | 14:20 »
Ich muss ehrlich gestehen, alle Geschichten von ihm sind stark vorhersehbar.
Und viele auch nicht so spannend, deswegen kann ich nicht ganz so viel mit ihm anfangen.
(ich finde aber beispielsweise auch Stephen King nicht so spannend)
Ein paar wenige sind aber auch sehr gut.
"Der Fall Charles Dexter Ward" ist noch man Favorit
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Offline Enkidi Li Halan (N.A.)

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #40 am: 26.09.2004 | 14:27 »
Das stimmt, seine Geschichten folgen oft einem gewissen Schema- nichts desto trotz finde ich seine Sprache faszinierend, obwohl sich diese erst nach mehrfachem lesen so richtig entfaltet- finde ich.

Offline Boba Fett

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #41 am: 26.09.2004 | 14:29 »
Beim Hörbuch Cthulu Mythos schlaf ich regelmäßig ein. Was nicht schlimm ist.
Bizarr ist nur, dass ich nie merke, ob eine andere Geschichte angefangen hat.
Geht mir bei Poe aber auch so.
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Offline Enkidi Li Halan (N.A.)

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #42 am: 26.09.2004 | 14:47 »
Banause ;-) Nein, Quatsch, kann ich verstehen. Ist nicht unanstrengend, das Hörbuch. Aber wie gesagt, nach dem zweiten, dritten Hören kann man es voll genießen ;-)

Offline Ralf

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #43 am: 27.09.2004 | 03:32 »
Ich muss ehrlich gestehen, alle Geschichten von ihm sind stark vorhersehbar.

Ich könnte mich ja auch irren, aber bisher empfand ich das so als sei das der "Trick" an den Geschichten, dass man lange (laaaaaaange!) vor dem Protagonisten merkt, bzw. sich eingesteht, was Sache ist und quasi dabei zuschaut wie alles ins Verderben läuft.
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NiceGuyEddie

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #44 am: 28.09.2004 | 20:02 »
Ich könnte mich ja auch irren, aber bisher empfand ich das so als sei das der "Trick" an den Geschichten, dass man lange (laaaaaaange!) vor dem Protagonisten merkt, bzw. sich eingesteht, was Sache ist und quasi dabei zuschaut wie alles ins Verderben läuft.

Na, klar. Vor allem, wenn man schon das Rollenspiel kennt  ;) . Andererseits ist das allerdings auch eindeutig so gewollt. Ich finde es spannend, wenn eine Geschichte anfängt mit den Worten:"Was ich dort erlebte...BLA...und doch wird mir niemand glauben schenken...BLI...Inseln der Unwissenheit auf einem Meer des Wahnsinns...BLUB...und doch muss ich jetzt in diesen letzten Stunden mit zittrigen Händen unter blakenden Fackeln zu Papier bringen, was mir damals begegnete, als ich...und doch wird mir niemand glauben schenken..."   :D

Übrigens: Der Fall Charles Dexter Ward ist auch mein Favorit! Es war eine verdammt lange Sommernacht und schließlich vier Uhr morgens, als ich zu diesem genialen Finale in den katakomben kam. *schwärm*

Offline Doc Letterwood

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #45 am: 6.11.2004 | 15:24 »
Mal eine andere Frage: Zu Lovecrafts Cthulhu-Mythosbüchern gehört ja auch das sagenumwobene "The King in Yellow".

Dass das gar nicht so sagenumwoben ist, sondern sein Kollege Robert W. Chambers geschrieben hat, habe ich auch erst später erfahren. Hat das mal jemand versucht zu lesen? Ich glaube, etwas Verrückteres habe ich bis dato noch nie gelesen und kann verstehen, warum es zu den Mythosbüchern gehört - das zu lesen macht wirklich wahnsinnig  :D

http://www.epilog.de/PersData/C/Misc/Chambers_Robert_W_Koenig_in_Gelb_kAC.htm
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NiceGuyEddie

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #46 am: 6.11.2004 | 17:13 »
Na,klar habe ich das gelesen. Und ich liebe es. Der Gelbe König ist echt was feines...

Mein Lieblings-cthulhu-Abenteuer ist übrigens Narrenball...Da gehts auch nur um den gelben König.

Offline Tom

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #47 am: 8.11.2004 | 14:24 »
Die Idee für das Necronomicon hat Lovecraft auch Chambers König in Gelb entliehen...  :o  ;D
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Offline Urias

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #48 am: 15.12.2004 | 18:06 »
hach...
ich liebe die geschichten von lovecraft. einfach mein absoluter lieblingsautor.
die ganze sache kann man aber erst bei der richtigen atmosphäre wirklich genießen. kerzenlicht und sonst dunkel (die tatsache dass ich mir dadurch meine augen schrotte verdränge ich teilweise)
hab auch zur firmung die gesammelten werke von lovecraft bekommen und bin noch immer am lesen... ist recht witzig, da da auch eine der geschichten aus seiner kindheit und seine nicht-horror-storys drin sind. wenn man das geld hat sollte man sich die sammlung kaufen.
peace!
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Offline Jestocost

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #49 am: 15.12.2004 | 18:12 »
Und was sehr empfehlenswert ist, ist der alternative Hastur-Mythos aus Delta Green... Empfehlenswert.

"When I became a man, I put away childish things, including the fear of being childish, and the desire to be very grown up."
--C.S. Lewis, 1947

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Offline Lyonesse

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Gol-Goroth, von Junzt und die unaussprechlichen Kulte
« Antwort #50 am: 7.03.2005 | 19:10 »
Ich mag die, von Lovecrafts Geschichten inspirierten, Horrorgeschichten von Robert E. Howard. Der Zungenschlag ist zwar ein anderer als bei Lovecraft, aber Howard war einfach der bessere Autor.

gez. Lyonesse
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Dr.West

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Re: H.P.Lovecraft und der Cthulhu-Mythos
« Antwort #51 am: 19.03.2008 | 20:53 »
Ich glaube, ich habe noch nie Horrorgeschichten gelesen , in denen die Protagonisten desorientierter und hilfloser waren, als bei Lovecraft. Die Personen , denen die merkwürdigsten Dinge wiederfahren haben nie den vollen Überblick über die Lage der Dinge, das was vor oder nach ihnen oder anderen geschah. Gerade das macht für mich einen teil des Realismus aus, den man selber hat ja auch nie die volle Kontrolle über alles was einem passiert - auch wenn man sich das oft versucht einzureden. Und genau das, die unmöglichkeit alles unter Kontrolle zu haben , macht Lovecraft einem so deutlich. Ich glaube dfer Schrecken in seinen Geschichten liegt weniger darin, daß Mächte auftreten , die furchtbar sind und den Menschen zerstören können, sondern eher darin, daß man sie weder voll erfassen noch verstehen oder irgendwie kontrollieren kann.