Pen & Paper - Spielsysteme > Savage Worlds Regelsystem
Swanosaurus liest SWADE
schneeland:
Ich kann den Eindruck schon nachvollziehen, weil ich bei der Lektüre der SWADE auch nie das Gefühl hatte: oh, das ist aber ungewöhnlich! Ich würde aber vielleicht eher "bodenständig" statt "langweilig" als Beschreibung verwenden. Beim Lesen hatte ich häufiger mal den Eindruck eines aufgeräumten D&D3, unter anderem weil Savage Worlds doch letztlich relativ viele Situationen mit Regeln abdeckt.
Und nach mittlerweile ungefähr 2 Jahren mit Savage Worlds und Sprawlrunners hat sich das auch weitgehend bestätigt. Die Regeln funktionieren solide und wenn man kürzere Sitzungen spielt (in unserem Fall normalerweise so 2.5h - 3h Spielzeit), braucht man sich auch um die Bennies nicht SO viele Gedanken machen. Man muss fairerweise ergänzen, dass Sprawlrunners an ein paar Stellen (m.E. sinnvolle) Abstraktionen für Sachen wie Hacking hat, so dass diese nicht endlos ausarten.
Das Vorteil/Nachteil-System ist übrigens auch bei mir tendenziell der Teil mit dem ich konzeptionell am meisten fremdele. Aber in der Praxis hat es sich doch als relativ unproblematisch und die Nachteile kommen situativ, aber nicht übermäßig zum Einsatz.
Ansonsten schließe ich mich den Anderen an und wünsche viel Spaß mit SW!
Swanosaurus:
--- Zitat von: schneeland am 7.09.2023 | 15:34 --- Beim Lesen hatte ich häufiger mal den Eindruck eines aufgeräumten D&D3, unter anderem weil Savage Worlds doch letztlich relativ viele Situationen mit Regeln abdeckt.
--- Ende Zitat ---
Ich denke beim Lesen immer: GURPS für Luschen (also für mich).
aikar:
--- Zitat von: schneeland am 7.09.2023 | 15:34 ---Ich kann den Eindruck schon nachvollziehen, weil ich bei der Lektüre der SWADE auch nie das Gefühl hatte: oh, das ist aber ungewöhnlich! Ich würde aber vielleicht eher "bodenständig" statt "langweilig" als Beschreibung verwenden.
--- Ende Zitat ---
Man sollte halt auch sagen, dass Savage Worlds inzwischen auch schon 20 Jahre auf dem Buckel hat. Vieles für das es damals vielleicht revolutionär gewesen ist, ist für uns heute halt nichts neues mehr und hat auch in andere Systeme Eingang gefunden. Und die neueren Versionen sind jetzt im Gegensatz z.B. zu den D&D-Editionen keine Revolutionen, sondern nur sanfte Überarbeitungen.
Radulf St. Germain:
Spannend zu sehen, wie jemand neues SWADE wahrnimmt. Eines meiner Lieblingssysteme aber es hat lange gedauert, bis ich mich als SL in ein paar Sachen eingegrooved habe.
Swanosaurus:
Kleine Zwischenbemerkung: Die Leadership Edges lesen sich ja echt cool, scheint ein tragfähiges Charakterkonzept bei SaWo zu sein (wobei man leider für vieles warten muss, bis man Seasoned ist).
Bei der Lektüre der Edges denke ich insgesamt ans AGE-System, der Aufbau ist ähnlich, nur bei SaWo freier. Etwas unsicher bin ich mir, ob ich die Mindest-Traits für Edges so eine richtig tolle Idee finde. Ich nehme an, die sind so eine Art Ersatz für Klassen, indem sie die freien Kombinationsmöglichkeiten dann doch ein bisschen beschränken und die Spieler:innen zwingen, sich ein Stück weit auf in dieser Hinsicht kompatible Edges zu konzentrieren. Evtl. wären dafür "softe" Klassenrichtlinien in den Regeln hiflreich, im Sinne von: "Willst du einen Commander spielen, steigere auf jeden Fall diese beiden Characteristics und nimm für den Anfang jene Edge."
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