Das macht mich tatsächlich traurig.
Er war - soweit man das von außen beurteilen kann, was ja immer ein nicht unwichtiges Caveat ist - ein grundlegend anständiger Mensch, ein Humanist, Musiker, Maler, ein sehr humorvoller Mensch, ein wirklich großer Filmemacher, und jemand, der seine Schauspieler und insbesondere seine Schauspielerinnen - genauso wie seine Zuschauer (m/w/d) - zutiefst respektierte.
- Und das in einem Milieu, dass hochgradig korrumpierend ist, und oft genug das schlimmste aus den Menschen hervorholt und Menschen brutal behandelt.
Er hat seine Ehen und Kinder aber auch oft seiner Kunst hinten angestellt und damit einiges Leid produziert, wie er selbst öffentlich zugab.
Viele seiner Filme haben mich nachhaltig geprägt und mich dazu bewegt, mich mit meinem Verhalten, Rollen- und Machtstrukturen und der "Tyrannei des Kleinhirns" auseinanderzusetzen.
Hier ein schöner Artikel über die
(trügerische) "Nicht-Politik" in David Lynchs Werk.