Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E

Mit Tieren und Pflanzen sprechen - Tipps sammeln [D&D5 und neuer]

(1/4) > >>

Fillus:
Moin, wir alle kennen die Zauber/Fähigkeiten "Mit Tieren sprechen" und "Mit Pflanzen sprechen". Ein Thema das ich auch mit viel Erfahrung nicht so leicht für die Spielleitung finde.

Da schoss es mir eben durch den Kopf, wir könnten hier doch mal Tipps und weiteres sammeln.

Ich muss mich selbst erstmal sammeln, bevor ich was dazu schreiben kann. Während man einen Hund oder Katze vielleicht instiktiv noch gut hinbekommt, muss man bei einem Käfer, einer Ameise oder Blume ehct schon überlegen. Was tut man als Spielleitung? Einfach alles ausspielen als wäre es klugt genug um normal zu kommunizieren? Alles im Rahmen ihren Wahrnehmungsbereiches?

Johann:

--- Zitat von: Fillus am  1.03.2025 | 17:09 ---Was tut man als Spielleitung? Einfach alles ausspielen als wäre es klugt genug um normal zu kommunizieren? Alles im Rahmen ihren Wahrnehmungsbereiches?
--- Ende Zitat ---

Beides. Alles im Wahrnehmungsbereich der jeweiligen Sinne & klug genug, das zu kommunizieren.

Ergo könnte ein Käfer sagen, ob eine Gruppe Reiter an seinem Baum vorbeigekommen ist (wegen der Erschütterungen), aber nicht, ob ein Mensch - geschweige denn was für einer - den Weg entlanggegangen ist.

Ein Eichhörnchen kann wahrscheinlich Jäger (mit Bogen oder Schleuder, egal ob Kind oder nicht) und Nicht-Jäger unterscheiden, sowie einer, mehrere und viele. Und so weiter.

Aedin Madasohn:
in welcher Fragerichtung (an Tier oder Pflanze) stellst du dir das den vor?

werter Fuchs, ist hier gestern Räuber Hotzenplotz mit einer Kaffeemühle unter dem Arm durchgekommen?
- dazu muss der Fuchs jetzt den Hotzenplotz als Person (er)kennen und auch wissen, was eine Kaffeemühle ist.
  sobald eine SL damit anfängt, dass alle Tier perse so schlau sind, dann kann das jeden folgenden Plot verändern,
   weil dann wird das (Aus)fragen der Umgebungsflora und Fauna zur universellen Informationsbeschaffung

werte Eiche, spürst du eine dämonische Verseuchung des Waldes? seit wie vielen Sommern?
- das kann man jetzt als atmosphärisch passende Szene nutzen, wenn die Party sich einer wachsenden Zone der Verseuchung nähert und "scoutet"
- es substituiert ja den Hellsichtszauber auf die Verseuchung
- die SL kann solche Bestimmungen ja nur in die Hände Äste einer ausgesucht alten und knorrigen Eiche legen,
   damit so was auch nicht zum Allerweltsgeheimdienst für die Party wird.

wenn es darum ginge, Einschränkungen der Sicht zu umgehen (dichter Nebel, finstere Nacht, Büsche und Ranke...)
werter Baum, wo sitzen die Goblins? bitte so genau, dass ich sie auch "blind" mit dem Bogen treffe
hängt stark von eurem gewünschten Spilstil ab
es gibt garantiert Gruppen, die würden so etwas für ihren Elfen-Schützen stimmig finden

nobody@home:
Beim Sprechen mit Tieren und Pflanzen kommt mir unwillkürlich immer wieder die klassische Märchenperspektive in den Sinn. Da wird dann nicht lange danach gefragt, ob die einzelne Ameise überhaupt versteht, was man will, sondern natürlich ist die ein kompetenter Gesprächspartner wie ein beliebiger Mensch auch -- nicht unbedingt allwissend ("Ist Herzog Ludwig der Schröckliche hier vorbeigekommen?" "Also, vorgestellt hat sich mir mit dem Namen niemand..."), aber dazu, daß man ihr "Ritter" nicht erst in "Großer glänzender aufrechtgehender Vierbeiner mit scharfer Metallklaue" übersetzen muß, reicht's allemal.

Fillus:
Nehmen wir mal einen Fuchs.
Aus seiner Sicht sehen Menschen eh vielleicht alle gleich aus. Vielleicht weiß er nichtmal was Menschen sind, wenn er noch nie welche vorher gesehen hat. Auch Zeit würde er vermutlich anders definieren. Auf die Frage wann hier Menschen vorbeigekommen sind, würde er da Morgens oder Mittags sagen können? Oder würde er die Begriffe überhaupt nicht kennen.

Beim Beiuspiel Blume tue ich mich schon schwerer. Ja, bei mir ist es auch meist so das die wegen des Zaubers sie halbwegs kommunzieren können. Dennoch versuche ic hes aus Sicht der Blume zu schilden. "Als der letzte Morgentau vom Blatt tropfe und die siebte Biene vorbei kann, erschüttere die Wiese und etwas unheimlich großes in blases Farben trammelte fast auf mich."

Wie soll eine Ameise die befragt wird irgendwas sinnvolles beitragen. Ihr Sichtfeld und Lebensruam ist vergleichsweise winzig und als Drohne denkt sie vermutlich nur an ihre Aufgabe.

Davon ab, muss ja auch nicht jedes Tier, jede Pflanze auskunfswillig sein oder gar dem Zauberwesen einen Gefallen tun wollen. Es kann auch sehr abweisend reagiert werden, oder etwas verlangt werden.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

Zur normalen Ansicht wechseln