Autor Thema: [erklärt mir ...] PlotPointKampagnen  (Gelesen 751 mal)

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Offline Streunendes Monster

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[erklärt mir ...] PlotPointKampagnen
« am: Gestern um 13:02 »
Moin zusammen!

Erklärt mir mal bitte Aufbau und Struktur von PlotPointKampagnen.

Was sind die sich (für Euch!) daraus ergebenen Vorteile?
Was die Nachteile?
Welcher SL-Stil wird gefördert?
Gibt es gute/empfehlenswerte Kampagnen?

Wissenshungrig fragt das Streunende Monster nach Input  ;D
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Offline Agaton

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Re: [erklärt mir ...] PlotPointKampagnen
« Antwort #1 am: Gestern um 14:13 »
Bin ein Fan, aber erfolglos.
Ich habe 2 angefangen und keine über den zweiten Plot Point gebracht.

Vorteile:
- Ich habe einen Metaplot mit Epischem Ausgang. Guter Start für mich.
- Ich habe Abenteuer die schnell vorzubereiten sind (in der Regel)

Nachteile....
- Für mich keine

SL Stiel:
- Kurze vorbereitung
- Fördert Improvisation. Wie Passen die Helden hier rein, welche infos für weitergehende Abenteuer will ich einstreuen, wie binde ich die vorgeschichte ein.

Gute Kampagnen.
Nur vom Lesen:
- Würde ich gerne noch die Ripper Kampagne (Ripper II habe ich nicht gelesen) nochmal angehen.
- 50 Fathom fand ich auch gut.
- Nekropolis 2300 würde ich auch gerne spielen obwohl die Plotpoint Kampagne nur ein Feldzug von aufeinanderfolgenden Schlachten ist.
- Die Sundered Skies ist eigentlich "nur" eine Fetchquest aber da waren echt Coole sachen drin!
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Offline Streunendes Monster

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Re: [erklärt mir ...] PlotPointKampagnen
« Antwort #2 am: Gestern um 14:48 »
Danke Dir, Agaton!

Wie ist eine PlotPointKampagne denn aufgebaut?
Das erschließt sich mir noch nicht.

Ist es eher Sandbox mit den places to be für das Abenteuer?

Eher eine Perlenschnur mit etwas Luft zwischen den Abenteuerperlen?
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Offline Agaton

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Re: [erklärt mir ...] PlotPointKampagnen
« Antwort #3 am: Gestern um 15:32 »
Ohh, hatte die Frage missverstanden.
Ging also sehr Grundsätzlich um die Funktion.

Ich nehme mal als Beispiel 50Fathoms. Da sind 89 (Wenn ich mich nicht verzählt habe) Savage Tales drin.
Ich kopiere jetzt mal dreist text aus dem Buch:
Zitat
Die verschiedenen Abenteuer, auf die an vielen
Stellen dieses Buches verwiesen wird, werden
als „Savage Tales“ bezeichnet. Einige sind nicht
mehr als ein paar zusammengeworfene Ideen,
die du noch ausgestalten musst, während andere deutlich detailreicher sind.
Den Verweis auf eine Savage Tale erkennst
du an diesem Symbol: , gefolgt vom Titel des
Abenteuers und der Seite, auf der du die Geschichte findest. Begibt sich deine Gruppe in
eine Umgebung mit einem solchen Verweis, so
kannst du dir die Kurzbeschreibung durchlesen und entscheiden, ob du deinen Spielern die
Savage Tale präsentieren möchtest. Es ist dann
allein deiner Gruppe überlassen, ob sie in die
Geschichte einsteigen oder nicht.

So sieht dann die übersicht über die Plotpoint kampagne mit ihren 9 Abenteuern aus (Stark gekürzt):

Zitat
Der Kampf gegen die Seehexen
Um Caribdus zu retten, müssen die Helden zunächst das dunkle Geheimnis der Seehexen lüften..... Diese untoten Kreaturen sind dafür verantwortlich, ...
•Jungfernfahrt (Seite 124):
Dieses Abenteuer schmiedet die Gruppe zusammen und verhilft ihnen zu ihrem ersten Schiff ...
Am Ende der Geschichte machen sie außerdem die Bekanntschaft ...
•Tressa die Rote (Seite 128): Der Gruppe
wird geraten, Tressa die Rote aufzusuchen
sollten, da diese einen Weg kennen könnte... Tressa berichtet ihnen von den...
Der Feuermagier (Seite 132): ...Die Gruppe reist nach Kiera und unternimmt einen Überfall auf das Gefängnis in Paltos, um
...
Wasserfalle (Seite 136): Die Mannschaft
benötigt ein Glas Wasser aus einer anderen
Welt.......dass sie das verlorene Schwert des Königs
Amemnus benötigen sowie das Herz eines
Erzmagiers und ... um .. zu besiegen.
• Der Geschworene (Seite 137): Die Träne der
Lys offenbart, ... Die Helden reisen zu der Stadt, die seinen Namen
trägt, um die begehrte Information in einem Tauschhandel von ihm zu ergattern.
Der Prinz (Seite 138): Sobald die Helden den
Rang Veteran erreichen, erfahren sie, dass der Schreckenspirat L’Ollonais das Schwert
des Königs Amemnus besitzt. ...
•Eines Königs würdig (Seite 139): Die Helden müssen einen Weg finden, den Piratenkönig
zu besiegen und die Klinge des alten Herrschers von xxx an sich zu bringen.
• Das Herz des Erzmagiers (Seite 142): Tressa wurde von der Inquisition verschleppt....
• Das Teufelskreuz (Seite 144): Mit ... und allen weiteren Dingen,
die sie in der Zwischenzeit an sich bringen konnten, segelt die Mannschaft zur finalen
Konfrontation ...

Die Fortsetzung der Kampagne
Der Sieg über die Seehexen muss nicht das Ende der Kampagne bedeuten. Caribdus bleibt
eine Welt der Gefahren und der Magie, und es gibt viel zu erforschen. Das Kieranische Kaiserreich arbeitet weiter an seinen Eroberungsplänen der Freien Städte, das Rotvolk betet noch
immer zu seinen wilden Gottheiten und die Zombies und anderen Schrecken hausen noch immer im Treibgutmeer.

Dann gibt es noch eine zweite Plotpoint Kampagne in dem Buch die auch nochmal über 9 Abenteuer geht.

In der Zwischenzeit segeln die Helden durch Caribdus und erleben weitere Abenteuer.

Gibt das einen Überblick?

Wenn da steht: einige der Savage Tails sind nicht Dateiliert ausgearbeitet. Mir hat es meist gereicht.
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Re: [erklärt mir ...] PlotPointKampagnen
« Antwort #4 am: Gestern um 15:39 »
Es gibt Plot-Points und die ergeben zusammen die Kampagne. Was dazwischen passiert und oft auch die Reihenfolge der Plot-Points, ist frei. Meist streut man da die verschiedenen Savage Tales oder eben eigene Abenteuer ein. Das macht die Plot-Point-Kampagnen sehr flexibel. Aber man hat eben nur ein Grundgerüst und sollte selbst noch Fleisch draufpacken.
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Offline chad vader

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Re: [erklärt mir ...] PlotPointKampagnen
« Antwort #5 am: Gestern um 15:49 »
Wir haben den 50-Fathoms-Hauptstrang einmal bis zum Finale durchgespielt, wobei die Gruppe auch sehr viel in den Sidequests rumgeschippert ist, die alle speziellen Orten oder Gebieten auf der Karte zugeordnet sind, welche die Gruppe ansteuern kann, oder auch Zufallsbegegnungen.

Theoretisch kann man sich ach auf diese Questen beschränken und kann die Hauptkampagne weitestgehend ignorieren.
« Letzte Änderung: Gestern um 15:52 von chad vader »

Online Zed

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Re: [erklärt mir ...] PlotPointKampagnen
« Antwort #6 am: Gestern um 16:17 »
PlotPointKampagnen sind für Dich längere Kampagnen mit Akteinteilung (zB Exposition, Konfrontation und Finale) und entsprechenden Wendepunkten? Hier die Plot-Point-Definition aus dem Lexikon der Filmbegriffe der Uni Kiel:

Zitat
Filme mit einer geschlossenen, zeitlich abgesteckten Erzählstruktur, die sich an der normativen Konvention des Dreiakters orientieren – wie z.B. Mainstream-Filme –, enthalten jedoch i.d.R. insgesamt am Ende des ersten und des zweiten Aktes nur zwei konfliktrelevante plot points, die einen Handlungsabschnitt als Ergebnis einer durch die Aktivität des Protagonisten verursachten Ereigniskette begrenzen.


Ich weiß, dass es berühmte, lange Kampagnen im DSA- und Pathfinder-Universum gibt, ich kenne aber nur unsere Homebrew-Kampagne, darum antworte ich nur für unsere Kampagne.

Erklärt mir mal bitte Aufbau und Struktur von PlotPointKampagnen.

Was sind die sich (für Euch!) daraus ergebenen Vorteile?
Was die Nachteile?
Welcher SL-Stil wird gefördert?

Aufbau und Struktur
• Ein Grundprinzip nutze ich als SL bei fast jedem Abenteuer und auch bei der Konzeption der Kampagne: Es gibt eine Verbindung zwischen Geheimnissen aus der Vergangenheit und der Bedrohungen in der Gegenwart. Fast immer lohnt es sich für die Gruppe, die Geheimnisse der Vergangenheit zu ergründen, um die Motivation und/oder Fähigkeiten der Antagonisten und geeignete Maßnahmen gegen ihre Pläne und Ziele herauszufinden. Dann hat die Gruppe alles zusammen, um die Bedrohung in der Gegenwart zu bekämpfen.

• Die Enthüllung wichtiger Geheimnisse und die Offenbarung der Pläne und Ziele bestimmter Antagonistengruppen sind bei mir die Kampagnen-Plot-Points. Der erste Akt war für mich dadurch abgeschlossen, dass die Gruppe die meisten Antagonisten überhaupt identifiziert hatte, teils schon mit ihren Plänen und Zielen. Das Finale wurde dadurch eingeläutet, dass die letzte mächtige Gruppe der Aranti auf den Plan trat, um den Kampf um die Vorherrschaft um die Welt einzuläuten. Wer diesen Kampf gewinnen wird, das weiß ich auch nicht - und die Gruppe steckt mittendrin.

In Spielfilmen sind Plot Points nicht selten der Ausgang von wichtigen Konflikten/Kämpfen. Bei mir sind es ganz bewusst "Aufklärungsmomente" - und das liegt an folgender Gefahr:

Mögliche Gefahren
• Als SL zu sehr in einer fortschreitenden Geschichte zu denken führt zu dem Risiko, dass ich als SL die Geschichte zu sehr lenken möchte. Ich meine zwar nicht, dass Railroading immer und überall zu vermeiden sei, aber mir ist wichtig, dass die Gruppe den Fortgang der Geschichte wirklich beeinflussen kann. Wenn die Geschichte beginnt, zu sehr an dem Ausgang eines Konfliktes zu hängen, dann könnte ich als SL den Ausgang dieses Konflikts zu sehr vom Ende her denken.

• Eine weitere Gefahr ist, dass ich als SL das Fortschreiten der Story zu sehr pushen will. Meine Lösung ist, dass ich der Gruppe und mir bis hierher wenig Zeitvorgaben gegeben habe. Wenn die Gruppe als nächstes schlicht eine neue Ecke der Welt erkunden wollte, dann habe ich ihr keine Knüppel zwischen die Beine geworfen, und weil unsere Kampagne recht umfangreich ist, konnte ich so einfach einen neuen Schauplatz eines noch unbekannten Teils der Großkonflikte vorstellen.

• Ich lese hier manchmal: "Meine Gruppe interessiert sich für die ganzen Hintergründe aber nicht." Das wäre natürlich eine Gefahr. Ich meine aber, dass das nicht der Fall sein kann, wenn die Bedrohung in der Gegenwart gut mit dem Geheimnis aus der Vergangenheit verknüpft ist, siehe oben.

• Die letzte Gefahr, die mir einfällt ist, dass das Ganze zu komplex wird. Vielleicht auch für die SL zu komplex, als eher, dass die Gruppe den Überblick verliert. Das hat bei uns bis hierher gut geklappt, ich habe da wohl einfach Glück mit der Gruppe.

Die Chancen
• Insbesondere durch die Einbindung der SCs in die Offenbarungen der Geheimnisse ist die persönliche Betroffenheit, ihr Involvement, sehr hoch. Die Gruppe fühlt sich für das Schicksal der Welt verantwortlich, und das hat weitaus mehr positive als negative Effekte (Ich glaube, die Vier fühlen sich jedoch manchmal auch alleine und überfordert mit ihrer selbstgewählten Aufgabe, die Welt zu retten.)

• Ich als SL muss mir nie etwas ausdenken, das in der Luft hängt. Irgendeinen schwelenden Konflikt gibt es immer, auf den ich zurückgreifen kann. Das hilft auch beim Improvisieren.

Spielleitungsstil, der so gefördert werden
• Keine Dramaturgie aus dem Zufall geboren: Abenteuer aus der Würfeldose - Abenteuer, die aufgrund von Zufallstabellen entstehen - sind möglich, aber unnötig. In einer breit angelegten Kampagne kann alles mit allem irgendwie zusammenhängen. Dadurch kann man sich immer eine neue Schleife zu den antagonistischen Kräften ausdenken. Aber: Was am Ende eine Bedeutung erlangt, muss nicht von vorn herein feststehen, aber kann im Nachhinein Bedeutung erlangen.

• Improvisieren geht ja immer dann am besten, wenn man eine Grundlage hat. Und weil eine derartige Kampagne eine gute Grundlage ist, fällt das Improvisieren leicht.

Die genannten Punkte hängen zusammen mit der Herausforderung, Geheimnisse zu wichtigen Teilen von Abenteuern und Kampagnen zu machen, das haben wir hier besprochen. Hier ist ein Beispiel von schrittweiser Aufklärung von Geheimnissen in meiner langjährigen Kampagne.

Offline Namo

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Re: [erklärt mir ...] PlotPointKampagnen
« Antwort #7 am: Gestern um 18:59 »
Puh, das muss ich mir nochmal ganz in Ruhe durchlesen. Den Begriff hatte ich vorher noch nicht gehört und frage mich ob das was neueres oder doch ganz altes ist. Fehlt mir gerade ein wenig die Vorstellung was ich damit anfangen soll.

Aktuell nehme ich da eine Sandbox mit in der ein Plot verborgen ist. Klingt mir gerade zu sehr nach Skyrim und Computerrollenspiel.

Online Alter Weißer Pottwal

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Re: [erklärt mir ...] PlotPointKampagnen
« Antwort #8 am: Gestern um 19:41 »
Hat nur nichts mit einer Plot-Point-Kampagne von Savage Worlds zu tun.
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Re: [erklärt mir ...] PlotPointKampagnen
« Antwort #9 am: Gestern um 19:59 »
Ich lese hier interessiert mit, weil ich die Grundidee zwar immer ganz nett fand (entscheidende Teile der Kampagne werden vorgegeben, alles was dazwischen passiert wird dagegen frei gestaltet). Leider war ich von den PP-Kampagnen, die ich bei Savage Worlds gelesen habe, eher underwhelmed, weil sie für meinen Geschmack viel zu wenig Fleisch auf den Knochen hatten. Das wirkte auf mich weniger wie "ihr habt ganz viel Gestaltungsspielraum", sondern eher wie "wir hatten keinen Bock oder keinen Platz, das richtig auszuarbeiten, und haben uns daher auf eine Ideensammlung (meist mit vielen Kämpfen) beschränkt".
« Letzte Änderung: Gestern um 20:08 von Weltengeist »
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Re: [erklärt mir ...] PlotPointKampagnen
« Antwort #10 am: Gestern um 20:04 »
Ups, dass diese Frage im Savage World Subforum erstellt wurde, hatte ich übersehen, sorry. Meine Antwort hatte ich (missverstanden) auf eine allgemeine Frage gegeben.

Offline Streunendes Monster

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Re: [erklärt mir ...] PlotPointKampagnen
« Antwort #11 am: Gestern um 20:35 »
Trotzdem wertvoll.
Wie jede Antwort hier.

Danke für die Insights  :d
Aber irgendwie hab ich nicht das Gefühl, komplett verstanden zu haben, was die PPKs nun so super macht.

Nunja, vielleicht trifft ja jemand mein wording-Nerv und ich habe die Erleuchtung  ;D
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Re: [erklärt mir ...] PlotPointKampagnen
« Antwort #12 am: Gestern um 23:21 »
Ich lese hier interessiert mit, weil ich die Grundidee zwar immer ganz nett fand (entscheidende Teile der Kampagne werden vorgegeben, alles was dazwischen passiert wird dagegen frei gestaltet). Leider war ich von den PP-Kampagnen, die ich bei Savage Worlds gelesen habe, eher underwhelmed, weil sie für meinen Geschmack viel zu wenig Fleisch auf den Knochen hatten. Das wirkte auf mich weniger wie "ihr habt ganz viel Gestaltungsspielraum", sondern eher wie "wir hatten keinen Bock oder keinen Platz, das richtig auszuarbeiten, und haben uns daher auf eine Ideensammlung (meist mit vielen Kämpfen) beschränkt".

Kann man sicher so sehen. Es gibt einem viele Freiheiten, aber man muss sie eben auch nutzen wollen. Für mich ist es eine tolle Mischung aus Kaufabenteuer und selbst erdachter Kampagne. Es liefert mit den Plot-Points einen epischen Plot, der meist die Kampagnenwelt verändert, aber eben kein so enges Korsett, dass ich keine eigenen Ideen oder charaktergetriebene Nebenplots einfügen könnte.
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Offline chad vader

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Re: [erklärt mir ...] PlotPointKampagnen
« Antwort #13 am: Heute um 11:33 »
Aber irgendwie hab ich nicht das Gefühl, komplett verstanden zu haben, was die PPKs nun so super macht.
Es verbindet in meinen Augen die Vorzüge eines Megadungeons oder einer Sandbox mit einer fortschreitenden Geschichte.

Dabei ist die Enscheidung komplett den Spielenden überlassen, ob sie lieber mit eigenen Zielen "rumstreunern" oder der weltumspannenden Hauptbedrohung weiter auf die Schliche kommen wollen.

EDIT: Man muss aber dazu sagen, dass das Format aus meiner Sicht schon etwas angestaubt ist und mich eine gut und schön kompakt geschriebene, moderne Sandbox mit Faction Progression z.B. wie bei Mausritter oder Dungeonworld für ein vergleichbares Spielleiten sehr viel mehr anspricht als 50 Fathoms und Necessary Evil. Die beiden trumpften für mich v.a. durch ihr originelles Setting und nicht durch die Plot Point Struktur.
« Letzte Änderung: Heute um 11:41 von chad vader »

Offline flaschengeist

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Re: [erklärt mir ...] PlotPointKampagnen
« Antwort #14 am: Heute um 11:53 »
Ich lese hier interessiert mit, weil ich die Grundidee zwar immer ganz nett fand (entscheidende Teile der Kampagne werden vorgegeben, alles was dazwischen passiert wird dagegen frei gestaltet). Leider war ich von den PP-Kampagnen, die ich bei Savage Worlds gelesen habe, eher underwhelmed, weil sie für meinen Geschmack viel zu wenig Fleisch auf den Knochen hatten. Das wirkte auf mich weniger wie "ihr habt ganz viel Gestaltungsspielraum", sondern eher wie "wir hatten keinen Bock oder keinen Platz, das richtig auszuarbeiten, und haben uns daher auf eine Ideensammlung (meist mit vielen Kämpfen) beschränkt".

Wir haben kürzlich die Servitor Plot Point Campaign beendet und Weltengeists Kritik deckt sich mit der unserer SL. Die vielen Kämpfe kann ich auch aus Spielersicht bestätigen.
Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann (frei nach Antoine de Saint-Exupéry). Ein Satz, der auch für Rollenspielentwickler hilfreich ist :).
Hier findet ihr mein mittel-crunchiges Rollenspiel-Baby, das nach dieser Philosophie entstanden ist, zum kostenfreien Download: https://duodecem.de/

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Re: [erklärt mir ...] PlotPointKampagnen
« Antwort #15 am: Heute um 12:04 »
Wieso beschwert man sich, wenn man die Kämpfe aktiv mit reinnimmt?
Wenn man weniger Kämpfe möchte, dann füllt man die Parts zwischen den Plot-Points eben mit was anderem. Savage Tales sind ja nur Anregungen bzw. unausgearbeitete Ideen. Da muss ich als SL hslt noch etwas Arbeit reinstecken.
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Re: [erklärt mir ...] PlotPointKampagnen
« Antwort #16 am: Heute um 12:10 »
Wieso beschwert man sich, wenn man die Kämpfe aktiv mit reinnimmt?

Ich vermute, weil unsere SL sich mehr Ausarbeitung anderer Szenen gewünscht aber nicht vorgefunden hat - ein Beleg für "wenig Fleisch auf den Knochen".
Mich als Spieler hat das übrigens kaum gestört, ich mag taktische Kämpfe und die SL hat hierfür oft tolle Karten vorbereitet.

Edit: Welche Plot Point Kampagnen hast du selbst zu Ende geleitet, Pottwal? Falls mehrere, welche war dein Favorit?
« Letzte Änderung: Heute um 12:14 von flaschengeist »
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Re: [erklärt mir ...] PlotPointKampagnen
« Antwort #17 am: Heute um 12:44 »
Wieso beschwert man sich, wenn man die Kämpfe aktiv mit reinnimmt?
Wenn man weniger Kämpfe möchte, dann füllt man die Parts zwischen den Plot-Points eben mit was anderem. Savage Tales sind ja nur Anregungen bzw. unausgearbeitete Ideen. Da muss ich als SL hslt noch etwas Arbeit reinstecken.

Da du mit "beschweren" ja wohl mich meinst: Wenn die tolle Plotpoint-Kampagne im wesentlichen aus "und jetzt besiegt ihr das, und dann verprügelt ihr das..." besteht, dann brauche ich dafür tatsächlich kein gekauftes Produkt. Dafür reicht mir (etwas überspitzt gesagt) das Monsterhandbuch ~;D

Aber als Beschweren war es ja gar nicht gemeint. Es gibt halt verschiedene Geschmäcker, und meiner ist es eben nicht.
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Re: [erklärt mir ...] PlotPointKampagnen
« Antwort #18 am: Heute um 13:19 »
Puh, also die Wahrnehmung von Plot Point Kampagne als "Ideensammlung mit vielen Kämpfen" kann ich absolut nicht bestätigen.

Einige der wichtigsten Savage Tales in 50 Fathoms haben überhaupt keine Kämpfe und sind durchweg spannen (z.B. der komplette "Tressa the Red"-Teil). In anderen, wie beispielsweise einem Gefängnisausbruch, können geschickte Gruppen das weitestgehend vermeiden.

Außerdem gibt es Questen, in welchen Kämpfe nur als Massengefechte stattfinden, was in SW ja ein stark eingedampftes Mini-Game ist, welches mit Monsterwerten erst mal gar nix zu tun hat.
« Letzte Änderung: Heute um 14:07 von chad vader »

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Re: [erklärt mir ...] PlotPointKampagnen
« Antwort #19 am: Heute um 13:51 »
Ich vermute, weil unsere SL sich mehr Ausarbeitung anderer Szenen gewünscht aber nicht vorgefunden hat - ein Beleg für "wenig Fleisch auf den Knochen".
Mich als Spieler hat das übrigens kaum gestört, ich mag taktische Kämpfe und die SL hat hierfür oft tolle Karten vorbereitet.

Edit: Welche Plot Point Kampagnen hast du selbst zu Ende geleitet, Pottwal? Falls mehrere, welche war dein Favorit?

@Weltengeist: Ich meinte eher Flaschenposts-SL  ;)

Ich hab die Plot-Point-Struktur auf eigene Kampagnen portiert und so eine lange Scion und eine Dragon Age-Kampagne geleitet. Gelesen hab ich aber einige und möchte auch noch Sundered Skies, 50 Fathoms und Necessary Evil leiten. Gespielt habe ich Rippers.

Ich leite aber gerade "Die Rückkehr der Runenherrscher" für Savage Pathfinder und da vermise ich diese Struktur etwas bzw. passe es gerade an.
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Re: [erklärt mir ...] PlotPointKampagnen
« Antwort #20 am: Heute um 14:08 »

Ich hab die Plot-Point-Struktur auf eigene Kampagnen portiert und so eine lange Scion und eine Dragon Age-Kampagne geleitet. Gelesen hab ich aber einige und möchte auch noch Sundered Skies, 50 Fathoms und Necessary Evil leiten. Gespielt habe ich Rippers..

Sundered Skies finde ich interessant - habe es vor Ewigkeiten in einem "Sale" erworben und daher im Schrank stehen. Würde mich freuen, wenn du ein kurzes Review gibst, sobald du in wie auch immer ferner Zukunft die Kampagne geleitet hast.


Einige der wichtigsten Savage Tales in 50 Fathoms haben überhaupt keine Kämpfe und sind durchweg spannen (z.B. der komplette "Tressa the Red"-Teil). In anderen, wie beispielsweise einem Gefängnisausbruch, können geschickte Gruppen das weitestgehend vermeiden.

50 Fathoms scheint die beliebteste Plot Point Kampagne zu sein. Jedenfalls habe ich schon oft davon gehört oder gelesen. Leider sind Piratensettings nicht so meins.
« Letzte Änderung: Heute um 14:12 von flaschengeist »
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Re: [erklärt mir ...] PlotPointKampagnen
« Antwort #21 am: Heute um 15:07 »
Gerne. Aber das hängt immer von den Mitspielern ab. Ich geb immer 10-20 Kampagnen zur Auswahl und schau dann was sie wollen. Savage Pathfinder hat mich schon sehr überrascht. Wenn sie aber jetzt in Savage Worlds drin sind, stehen die Chancen gar nicht so schlecht. Wobei ich als nächstes eher zu Delta Green oder MYZ-Engine tendiere.

Gerade bei Sundered Skies hätte ich ja so Bock, dass einer einen Drakin spielt und sich dann neben den Plot-Points zu einem echten Drachen entwickelt.
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Re: [erklärt mir ...] PlotPointKampagnen
« Antwort #22 am: Heute um 15:16 »
Ich geb immer 10-20 Kampagnen zur Auswahl und schau dann was sie wollen.

Wow, beindruckend - ich hoffe deine Spieler wissen, welch großes Privileg sie hier genießen.
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Re: [erklärt mir ...] PlotPointKampagnen
« Antwort #23 am: Heute um 15:48 »
Wow, beindruckend - ich hoffe deine Spieler wissen, welch großes Privileg sie hier genießen.

Hihi. Nicht in vollem Umfang glaub ich  ^-^
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Re: [erklärt mir ...] PlotPointKampagnen
« Antwort #24 am: Heute um 19:52 »
Hihi. Nicht in vollem Umfang glaub ich  ^-^

Ich zitiere mal vom vorletzten Mal. Als ich anfangen wollte die Kampagnen vorzustellen kam ein:
"Können wir nicht einfach D&D machen?"  >;D

Auf der anderen Seite sind die Jungs und Mädels alle menschlich super und sehr genügsam. Alles andere ist Bonus.

Ich hingegen weiß es sehr zu schätzen, wenn jemand für mich leitet  ;)
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