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21.05.2012 | 13:07

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Autor Thema: Die schlimmsten Bücher aus den Berreichen Fantasy - Science Fiction  (Gelesen 28936 mal)
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Mr Grudenko
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mr-grudenko

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« Antworten #375 am: 25.08.2011 | 12:48 »

(...) Schwert und Dolch von Mechwarrior sind beide Müll. (...)

Erschwerend kommt hinzu, daß "Schwer und Dolch" die Motivation für Teile der folgende Romane (vor allem die drei "Warrior" Bücher) lieferte (die wahre Motivation hinter dem 4. Nachfolgekrieg), und FASA Politik, alles aus den Romanen als Canon zu behandeln und in Regeln pressen zu wollen (z.B. "Phantom Mechs"  Roll Eyes )
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Dogma75

« Antworten #376 am: 7.09.2011 | 08:13 »

auch wenn ich dafür wahrscheinlich verbal erschlagen werde:

- Interview with a vampire von Anne Rice -

Selten habe ich sowas Langweiliges gelesen. 4 Anläufe über 2 Jahre, und ich konnte mich nie  über die Seite 100 quälen, war wie eine Selbstkasteiung ...Da war selbst Tom Cruise im Film zum Buch wie Sahne mit Erdberren...
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"Quis custodiet ipsos custodes?"

Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, bei denen es darum geht wer den cooleren imganinären Freund hat.
Mr Grudenko
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mr-grudenko

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« Antworten #377 am: 7.09.2011 | 13:33 »

auch wenn ich dafür wahrscheinlich verbal erschlagen werde:

Mit Lob? Weil Du laut und deutlich die Wahrheit gesprochen hast?  devilish

Der Film ist trotzdem sch.....  Sneaky
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Dogma75

« Antworten #378 am: 7.09.2011 | 17:51 »

Mit Lob? Weil Du laut und deutlich die Wahrheit gesprochen hast?  devilish

Der Film ist trotzdem sch.....  Sneaky

tja, wenn ich daran denke, dass Julian 'Sands Lestat spielen sollte...dann wäre der Film wahrscheinlich gut worden...
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Timberwere
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Timberwere

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« Antworten #379 am: 8.09.2011 | 22:24 »

Für mich gehört Melvyn Peakes "Ghormengast"-Trilogie absolut in diese Kategorie. Es ist zwar ein paar Jahre her, dass ich es gelesen habe, aber das war eines der wenigen Bücher/Reihen, das ich nicht zuende gelesen habe. An was ich mich noch erinnere aus "Titus Groan": Titus sitzt auf dem Dach, und nichts passiert. Brumm.
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Bubba

« Antworten #380 am: 27.09.2011 | 09:57 »

Da lungert man im Hotel auf Lanzarote rum, hat nix mehr zu lesen und findet irgendwo ein zurückgelassenes Buch von Simon R. Green namens "Shadows Fall". Ich weiss jetzt, warum es zurückgelassen wurde...

Es klingt nicht schlecht ( Ein Ort - vor allem amerikanische Kleinstadt - zwischen den Dimensionen, ausserhalb der Realität, wo alles Möglich ist, wo nix Vergessen wird bli bla blubb, es gibt Menschen, Cartoontiere, in der Realität vergessene Superhelden ) und das Buch hat auch seine Momente, aber ansonsten ist es vorhersehbar, Charaktere sind lame as Hell, also die hauptcharaktere, Charakterentwicklung ist mit der Brechstange oder gar nicht ( sind gute 500 Seiten, meine ich ) und ich weiss nicht, was das Buch von mir will. ich habe es zuende gelesen, weil die Grundidee nicht schlacht ist und halt ab und an was Cooles passiert, aber im großen Ganzen ist das Buch so mies, daß ich es für würdig empfinde, dies hier kund zu tun!
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Tümpelritter

« Antworten #381 am: 10.10.2011 | 15:35 »

Charaktere sind lame as Hell, also die hauptcharaktere, Charakterentwicklung ist mit der Brechstange oder gar nicht ( sind gute 500 Seiten, meine ich ) und ich weiss nicht, was das Buch von mir will.

Die Charaktere von Simon R. Green sind eigentlich immer die gleichen, egal welche Serie er schreibt: supertougher Held, supertoughe Heldin und eine völlig abgedrehte Welt. Allerdings wundert es mich, dass der Brite Green was schreibt, was in den USA spielt. Seine Nightside, die ziemlich ähnlich "funktioniert", liegt eigentlich in London, genau wie die Villa seiner Drood-Familie.
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arya
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arya

« Antworten #382 am: 4.02.2012 | 14:25 »

"Das Zeitalter der Fünf" von Trudi Caravan. Ich habe alle drei Bücher geschenkt bekommen und da mein Motto ist "in meinem Regal seht kein Buch, dass ich nicht gelesen habe" habe ich sie auch alle gelesen.Und ich war so enttäuscht.
Ich hatte davor die Reihe "Die Gilde der schwarzen Magier" von ihr gelesen und war total begeistert und dann das.
« Letzte Änderung: 7.03.2012 | 14:36 von arya » Gespeichert

...reiche Menschen bekommen kein Diabetes.
Jiba
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Jiba

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« Antworten #383 am: 6.03.2012 | 23:41 »

Für mich gehört Melvyn Peakes "Ghormengast"-Trilogie absolut in diese Kategorie. Es ist zwar ein paar Jahre her, dass ich es gelesen habe, aber das war eines der wenigen Bücher/Reihen, das ich nicht zuende gelesen habe. An was ich mich noch erinnere aus "Titus Groan": Titus sitzt auf dem Dach, und nichts passiert. Brumm.

Dem widerspreche ich jetzt einfach mal: Peakes Manner-Punk ist einfach der Wahnsinn... irgendwie so herrlich kafkaesk, ich mag das unglaublich gern. Und langweilig finde ich das jetzt auch nicht, eher... zurückhaltend. Also ich habe Gormenghast gerne gelesen.

Aber ich polarisiere mal ein wenig, auch wenn es vielleicht nicht wirklich eines der schlimmsten Bücher ist, bin ich doch bislang maßlos enttäuscht von...

Der kleine Hobbit

Ich lese gerne Fantasy für Kinder - die finde ich in der Regel sogar besser als solche für Erwachsene, weil die Autoren hier lieber experimentieren und nicht irgendwelche Fantasyklischees bedienen müssen. Aber sorry... ich weiß, dass ich als Kind den Hobbit nicht durchgehalten habe und fange gerade, da der Film ja auch bald kommt, nochmal damit an... und was soll ich sagen: Dieses Buch ist so richtig gut aber auch nicht. Zunächst einmal hat Tolkien zwar eine blühende Phantasie, aber so richtig ausdrücken kann er sie nicht. Die Sprache ist mir nicht bildhaft genug: Wenn ich überlege, welche Bilder und Filme mir Autoren wie z.B. Michael Ende in den Kopf setzen und dann Tolkien daneben lege: Dröge, langatmig und vor allem ständig abschweifend (aber nicht auf die gute Prachett-Art, sondern eher so belanglos, irgendwie, weiß nicht)... und ich habe den "Herrn der Ringe" insgesamt eher gerne gelesen, obwohl der auch seine Macken hat. Aber den Hobbit kann ich einfach nicht ernst nehmen. Alles wirkt so unmotiviert, vor allem wie sich die Figuren so verhalten. Ich habe ja gedacht die Zwerge kriegen nach und nach Persönlichkeit, aber Fehlanzeige. Habe jetzt gut die Hälfte durch und an denkbaren Szenen war irgendwie nichts dabei. Der "Herr der Ringe" war von der ersten bis zur letzten Seite reine (wenn auch nicht besonders einprägsam geschriebene) Mythologie, der "Kleine Hobbit" ist, so wie ich das bislang wahrnehme, wahrscheinlich eher überschätzt. Hey, er ist immer noch besser als ein Großteil der restlichen Fantasyliteratur da draußen, aber er ist, naja, ich werde da irgendwie nicht warm mit...  thumbsdown
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Horatio
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« Antworten #384 am: 7.03.2012 | 00:00 »

Ich glaube in Deutschland ist man mit guten Kinderbüchern auch einfach verwöhnt und zu den ganzen Tolkien Sachen gehört denke ich auch entweder die Nostalgie oder der Hype dazu Grin.. naja was ich sagen will, ich hatte auch nie so ganz den Draht dazu Tongue.
« Letzte Änderung: 7.03.2012 | 00:17 von Horatio » Gespeichert

You see, it did not matter that setting canon and expected style was being broken,
as long as the characters in the story believed in their roles, the Story Guide believed in the consequences of any actions taken,
and the players believed in the story more than mere setting facts. Whatever the story would be in genre and message,
that would be revealed after the fact, not before.
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mr-grudenko

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« Antworten #385 am: 7.03.2012 | 06:12 »

zu den ganzen Tolkien Sachen gehört denke ich auch entweder die Nostalgie oder der Hype dazu

... oder die komplette Sekundärliteraur bzw. eine Linguistikprofessur  jester
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« Antworten #386 am: 7.03.2012 | 08:56 »

Der Hobbis ist halt eindeutig als Kinderbuch geschrieben, er hat ihn ja auch zuerst seinen Kindern erzählt. Den Herrn hat er auch als Kinderbuch begonnen (das merkt man den ersten Kapiteln ja auch noch an, etwa bis Bruchtal), dann wird es zum Erwachsenenbuch.

Wie bei vielen Autoren muss man halt auch die Zeit dazu sehen, in der es geschrieben wurde. Da darf man sicher keine modernen Ansprüche dran stellen.

Und bei Tolkien kam halt noch der Wissenschaftler hinzu, der er war. Das hat seine Schreibe sicher beeinflusst.

Was die Sekundärlitaratur angeht, das Silmarillion hat ja sein Sohn herausgebracht und aus den NOtizen seines Vaters ein halbwegs lesbares Buch gemacht. Wenn man dann Nachrichten aus Mittelerde daneben legt, wird es ganz schlimm. NAM ist völlig unbearbeitet und besteht zur Hälfte aus Anhängen und Anmerkungen.
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Jiba
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« Antworten #387 am: 7.03.2012 | 09:11 »

Der Hobbis ist halt eindeutig als Kinderbuch geschrieben, er hat ihn ja auch zuerst seinen Kindern erzählt.

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« Letzte Änderung: 7.03.2012 | 09:33 von Jiba » Gespeichert

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« Antworten #388 am: 7.03.2012 | 16:15 »

@Jiba: Erinnert mich an die Geschichte vom Kind, dessen Eltern dem Kindergarten verboten hatten, diesem Märchen zu erzählen, aus Angst, es würde davon Komplexe bekommen. Eines Abends will das Kind nicht schlafen und heult vor Angst. Auf die Frage, warum es Angst hat, antwortet das Kind "Da ist ein Komplex unter meinem Bett". Soviel dazu.
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« Antworten #389 am: 7.03.2012 | 18:41 »

Der kleine Hobbit

Ich lese gerne Fantasy für Kinder - die finde ich in der Regel sogar besser als solche für Erwachsene, weil die Autoren hier lieber experimentieren und nicht irgendwelche Fantasyklischees bedienen müssen. Aber sorry... ich weiß, dass ich als Kind den Hobbit nicht durchgehalten habe und fange gerade, da der Film ja auch bald kommt, nochmal damit an... und was soll ich sagen: Dieses Buch ist so richtig gut aber auch nicht. Zunächst einmal hat Tolkien zwar eine blühende Phantasie, aber so richtig ausdrücken kann er sie nicht. Die Sprache ist mir nicht bildhaft genug: Wenn ich überlege, welche Bilder und Filme mir Autoren wie z.B. Michael Ende in den Kopf setzen und dann Tolkien daneben lege: Dröge, langatmig und vor allem ständig abschweifend (aber nicht auf die gute Prachett-Art, sondern eher so belanglos, irgendwie, weiß nicht)... und ich habe den "Herrn der Ringe" insgesamt eher gerne gelesen, obwohl der auch seine Macken hat. Aber den Hobbit kann ich einfach nicht ernst nehmen. Alles wirkt so unmotiviert, vor allem wie sich die Figuren so verhalten. Ich habe ja gedacht die Zwerge kriegen nach und nach Persönlichkeit, aber Fehlanzeige. Habe jetzt gut die Hälfte durch und an denkbaren Szenen war irgendwie nichts dabei. Der "Herr der Ringe" war von der ersten bis zur letzten Seite reine (wenn auch nicht besonders einprägsam geschriebene) Mythologie, der "Kleine Hobbit" ist, so wie ich das bislang wahrnehme, wahrscheinlich eher überschätzt. Hey, er ist immer noch besser als ein Großteil der restlichen Fantasyliteratur da draußen, aber er ist, naja, ich werde da irgendwie nicht warm mit...  thumbsdown

Zum Hobbit und auch zum Herrn der Ringe ist zu sagen: Tolkien war kein SChriftsteller im herkömmlichen Sinne. Der Mann war Professor für Anglistik und hatte die Idee, einen englischen Mythos zu schaffen. Wer den Herrn der Ringe mal im Original gelesen hat, merkt auch, dass das jetzt nicht unbedingt die hohe Kunst der Belletristik ist imho. Die Zwerge im Hobbit sind auch sehr an die Edda-Zwerge, ihre tatsächlichen Vorbilder angelehnt, der einzige, der wirklich charakterisiert wird, ist Thorin, und um zu dem Zugang zu finden, brauchte ich erst Blind Guardian: "The king under mountain will risk a great war / Oh what a fool, he's losing control"
Aber: Tolkien war ein genialer Weltenbauer, und er hat den Titel "Vater der modernen Fantasyliteratur" schon allein deswegen verdient. Und "In a hole in the ground, there lived a hobbit" ist für mich ein moderner Klassiker.
Im übrigen habe ich mich beim deutschen Silmarillion durchgequält und beim englischen Rotz und Wasser geheult.
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« Antworten #390 am: 7.03.2012 | 18:47 »

Ich will auf keinen Fall Tolkiens Talent als Weltenbauer in Abrede stellen. Nur sein schriftstellerisches Talent.

Das Silmarillion finde ich übrigens auch trocken, aber doch großartig.
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« Antworten #391 am: 7.03.2012 | 18:51 »

Ich will auf keinen Fall Tolkiens Talent als Weltenbauer in Abrede stellen. Nur sein schriftstellerisches Talent.

Genau das. Und jetzt geh ich Blind Guardian hören Smiley
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« Antworten #392 am: 7.03.2012 | 21:45 »

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« Antworten #393 am: 9.03.2012 | 08:12 »

Wenn etwas leicht zu lesen ist, dann war es schwer zu schreiben. (Enrique Jardiel Poncela)

Ich weiß nicht, ob der Umkehrschluss zulässig ist, aber Tolkiens Werk ist stellenweise ziemlich anstrengend zu lesen. Ein begnadeter Romancier war er sicher nicht (Wollte er aber auch gar nicht sein ...) und - auch auf die Gefahr hin, jetzt massiv Gegenfeuer zu kassieren - ihn als Weltenbauer zu betrachten fällt mir schwer. Mittelerde ist ein sehr inhomogenes Konstrukt, dass immer genau das bereitstellt, was der Autor gerade braucht. An sich ist es natürlich legitim, wenn der Weltenbau Mittel zum Zweck ist, aber bei Tolkien war er allenfalls Hilfsmittel zum Mittel zum Zweck. Letztendlich ging es ihm schließlich darum, dass es fiktive Völker gibt, die seine fiktiven Sprachen sprechen. Der Rest ist ein Flickenteppich, bei dem man nicht vergessen darf, dass er nachträglich und nur anteilig von Tolkien selbst halbwegs strukturiert wurde.

Bei Tolkien denke ich eher an einen klassischen Geschichtenerzähler, der sich spontan hinsetzen und ohne Probleme mit viel Kreativität ein abgeschlossene Handlung improvisiert kann. Also Kurzepik zu schaffen, wenn man so will. In epischer Breite wird daraus aber etwas, bei dem man an jeder Ecke merkt, dass ein literarisches Konzept - wenn überhaupt - erst während des Schreibens entstanden sein kann. Das wiederum kann man Tolkien aber nicht zum Vorwurf machen, denn wie bereits geschrieben: Es war ursprünglich nicht zur Veröffentlichung als Roman gedacht, sollte also auch nicht als solcher bewertet werden.

Ich persönlich halte Tolkien zugute, dass er Fantasy für das gebildete Bürgertum seiner Zeit hoffähig gemacht hat. Andere zeitgenössische Vertreter wurden fast ausnahmslos der Pulp-Ecke zugeordnet und eher an der Publikationsform und der Mehrheit des Publikums als an der tatsächlichen Qualität gemessen.
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Si no nos dejan soñar, no los dejaremos dormir ...
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Rafael

« Antworten #394 am: 13.04.2012 | 06:30 »

Der erste Band, des (zum Glück wohl nicht weitergehenden) "Schattenwacht-Zyklus" von Michael Thiel.

Man nehme eine Rollenspielrunde, picke den raus, der immer die Berichte schrieb und sage ihm "Hey, schreib doch unsere Geschichte weiter!". Gesagt getan und raus kommt ein stümperhaft geschriebenes 400seitiges Machwerk, welches einen nicht über die Welt informiert und immer wieder andeutet, dass das was manche Figuren erlebt haben viel cooler war. Gut zu wissen.

Aber das macht dieses Buch nicht zu einer der schlimmsten Lektüren, die ich kenne. Irgendwo muss man ja anfangen und leider Gottes erinnert einen das an die eigenen, ersten Versuche. Nein, viel schwerer wiegt diese unterschwellige Frauenfeindlichkeit, die sich durch das Buch zieht. Ohne zu lügen, erwischt es die Frauen am schlimmsten (sie kriegen eigentlich alle Prügel ab), am intensivsten wurde eine Vergewaltigungsszene beschrieben (und die arme Frau kommt auch nicht zur Ruhe) und nach einiger Zeit fühlt man sich einfach nur schmutzig.

Genau das beschreibt das Buch sehr gut.Man leidet, man windet sich durch und hat am Ende das Gefühl, sich für nichts und wieder nichts erniedrigt zu haben...


Das gleiche übrigens mit allen Büchern der "Malazan Book of the Fallen"- Reihe (Vergewaltigungen, flache Figuren, Powergamer überall und nirgendwo ein Plot) und die Bücher um "The Sword of Truth" (in der jeder Mann außer das Ater Ego des Autors ein Vergewaltiger ist und jede Frau den großen Messias beschlafen möchte), wobei letztere wenigstens ein, zwei gute Ideen hatten...aber davon merkt man irgendwie nichts.

Hmm, komischerweise sind das alles sehr dicke Wälzer. Zufall? Ich denke nicht. Hast du nicht viel zu erzählen, schreibe viel, so kommt es mir oft vor Grin.
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