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21.05.2012 | 13:57

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Autor Thema: Spieler... Grrrr... manchmal möchte ich sie würgen!  (Gelesen 69386 mal)
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ErikErikson
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ErikErikson

« Antworten #1050 am: 8.01.2012 | 19:01 »

Das ist doch ein Gottesgeschenk. Denk an die Möglichkeiten. Du lässt ihn halb verbluten ,als im letzten Moment ein heiler vorbeikommt und ihn rettet. Du wirft ihnen einen schrecklichen Gegner entgegen, der genau dann flüchtet, wenn er die gruppe fast besiegt hat. Du lässt ihn sterben  und erweckst ihn ein paar Minuten später durch einen Kleriker wieder, du verringerst bei Gegnern, die zunächst echt gefährlich schienen Alle Fähigkeiten um die Hälfte usw.   
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Robert
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Nein, so sehe ich nicht aus. Aber ich mag ihn^^

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Robert

« Antworten #1051 am: 9.01.2012 | 10:16 »

Oder:
Du bringst Ihn um, ein bisher noch unbekannter Gegenspieler erweckt die Leiche als irgendwas Untotes wieder und hetzt sie auf die Restgruppe(inklusive des neuen Charakters) devilish
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Wer Rechtschreib- oder Grammatikfehler findet, darf sie behalten!

Das ist nicht die Signatur, aber mir ist noch nichts Besseres eingefallen^^
Callisto
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Callisto

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« Antworten #1052 am: 9.01.2012 | 10:45 »

Lass ihn einfach im Schlaf an unentdeckten Inneren Blutungen sterben. Ach scheisse, wenn die RR wollen, lass alle an Inneren Blutungen im Schlaf sterben und such dir ne gescheite Gruppe. Bist du Erzählonkel oder was?
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You see a Winchester, you don't eat him! You tell me, and I eat him!
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Yehodan ben Dracon
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Yehodan ben Dracon

« Antworten #1053 am: 9.01.2012 | 11:03 »

Ich kann das schon verstehen, immerhin ist völlige Freiheit manchmal auch etwas beängstigend. Ist ja manchen wenigen heute noch zu schwierig, dass nicht die gute alte SED für Kindergarten und Vollbeschäftigung sorgt...

Aber RR muss ja nix schlimmes oder schlechteres RPG sein. Ich finde es sogar gut, wenn sie sagen was sie wollen!
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...hat schonmal eine Taschenlampe fallenglassen...

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Naldantis

« Antworten #1054 am: 9.01.2012 | 18:38 »

Ich kann das schon verstehen, immerhin ist völlige Freiheit manchmal auch etwas beängstigend. Ist ja manchen wenigen heute noch zu schwierig, dass nicht die gute alte SED für Kindergarten und Vollbeschäftigung sorgt...

Aber RR muss ja nix schlimmes oder schlechteres RPG sein. Ich finde es sogar gut, wenn sie sagen was sie wollen!

Wneiger beängstigend, also vielmehr nervtötend!

Es macht im RPG genausowenig Freude, die 99% belanglosen Ereignisse an den 99% schnarchlangweiligen Orten abzusuchen, bis man etwas findet, daß sich zu spielen lohnt, wie es erheiternd ist, sich alle halbe Jahr um die letzten Änderungen in dern Versicherungsverträgen bzw. der Rentengesetzgebung, des Steuerrechts, der Verträge für Telefon, Wasser, Strom, etc. zu kümmern, jeden Monat in Bergen unerwünschter Werbung für selbige zu ersaufen und permanent präventiv nach neuen / besseren Jobs suchen zu müssen.

Einige Dinge beläßt man lieber auf einem arbeitssparenden und nervenschonenden Automatismus, der vielleicht suboptimal ist, aber für fast alle sinnvoller ist als der ganze Trouble in Hoffnung auf die wenigen möglichen Glücksgriffe.

« Letzte Änderung: 9.01.2012 | 18:50 von Naldantis » Gespeichert
Vigilluminatus
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Vigilluminatus

« Antworten #1055 am: 10.01.2012 | 10:47 »

Ich hab meine Spieler kürzlich gefragt, ob sie die Kauf-Kampagne, die wir grade spielen, nicht zu sehr einengt - sie haben gemeint nein, sie mögen den roten Faden, an dem sie sich entlanghangeln können, und wenn wir völlig ohne RR spielen würden, könnten sie sich nicht vorstellen, wie daraus eine aufbauende, epische Story werden sollte. Die Freiheit, mal kurz aus der Geschichte auszubrechen, wenn sie in einer Stadt mal Unruhe stiften wollen, lass ich ihnen ja, aber grundsätzlich werden sie GERNE von mir herumgeführt.

Einige Spieler wollen sich halt berieseln lassen. Das macht es nicht zu schlechtem Rollenspiel. Wenn man lieber mitgestaltende hat, braucht man wohl wirklich ne andere Gruppe.
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tevanol
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tevanol

« Antworten #1056 am: 10.01.2012 | 11:19 »

Das merke ich auch gerade, dass nicht jede Gruppe, trotz vorheriger Absprache, mit einem "freieren" Ansatz umgehen kann. Leider. Freiheiten im kleineren Maßstab werden zwar wahrgenommen, aber wirklich die Handlung voranzutreiben oder zu entwickeln, das machen sie nicht.
Ist aber sicherlich eine Gemengenlage aus RPG-Sozialisierung, Hobby-Motivation und Setting (nicht wissen, was möglich wäre).
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ErikErikson
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ErikErikson

« Antworten #1057 am: 10.01.2012 | 11:28 »

Als SL hätte ich da eigentlich nix gegen, nur finde ich persönlich RR Gruppen unglaublich langweilig. meistens weiss ich schon vorher, was die tun werden, das ist dann wie einen Film sehen, den man schon kennt. Wenn dann auch noch die Schauspieler schlecht sind, ist es eine Qual.

Deshalb weigere ich mich konsequent, irgendwas mit RR auch nur anzufassen und daher würde ich die gruppe verlassen.
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Naldantis
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...hat schonmal eine Taschenlampe fallenglassen...

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« Antworten #1058 am: 10.01.2012 | 12:36 »

Einige Spieler wollen sich halt berieseln lassen. Das macht es nicht zu schlechtem Rollenspiel. Wenn man lieber mitgestaltende hat, braucht man wohl wirklich ne andere Gruppe.

Ich sehe das nicht als 'berieseln' sondern als 'die Dinge so einrichten, daß in Sicherweite der Chars etwas geschieht, auf das sie effektiv Einfluß nehmen könnten und das vermutlich auch ihr Interesse finden, mit Leuten, zu denen sie einen Zugang haben oder dadurch bekommen."

Das merke ich auch gerade, dass nicht jede Gruppe, trotz vorheriger Absprache, mit einem "freieren" Ansatz umgehen kann. Leider. Freiheiten im kleineren Maßstab werden zwar wahrgenommen, aber wirklich die Handlung voranzutreiben oder zu entwickeln, das machen sie nicht.

Echte Freiheit bedeutet halt auch die Freiheit, Ereignisse zu ignorieren - und das ist eigentlich immer die individuell sinnvollste Maßnahme...

Zitat
Ist aber sicherlich eine Gemengenlage aus RPG-Sozialisierung, Hobby-Motivation und Setting (nicht wissen, was möglich wäre).

Eher eine Erfahrung aus der Realität, daß die Chancen, daß an dem Ort woimmer man gerade ist zu dem Zeitpunkt etwas für einen interessantes geschieht was auch noch die eigene Kragenweite aht, und das simultan für n Personen, verschwindend gering ist.

Fragt man in einer solchen freien Gruppe danach, was die Chars machen wollen, sieht man mest nur große Fragezeichen und erhält die Gegenfrage, was denn gerade los sein oder mal den Versuch, Gerüchte aufzuschnappen.
Selbst wenn sich mal die Leute zwischen 'König stürzen', 'Kalif werden', 'verschleppte Schwester finden', ermordeten Vater retten', 'reich und berühmt werden', 'Kneipe aufmachen', etc. auf etwas einigen könnten, so haben sie i.d.R. viel zuwenig Überblick und Hintergrundwissen um die Welt, als daß sie aus eigenem Antrieb aktive werden können.
 
« Letzte Änderung: 10.01.2012 | 12:44 von Naldantis » Gespeichert
Edvard Elch
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Edvard Elch

« Antworten #1059 am: 10.01.2012 | 12:54 »

Die Frage nach Gerüchten lässt sich doch etwa wie folgt übersetzen: "Mir fehlen Informationen, aufgrund derer ich eine Entscheidung treffen kann. Gib mir Infos und ich sag dir, was ich tun will." Und das ist das große Problem in vielen "freien" Gruppen: Nur mit "Ihr seid in einer Stadt. Was tut ihr?" kommt man nicht besonders weit. Ohne Wissen über die Stadt (oder die Erlaubnis, die Stadt selbst mit Personen und Ereignissen zu füllen) wird kein Spieler etwas sinnvolles damit anfangen können.
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Yehodan ben Dracon

« Antworten #1060 am: 10.01.2012 | 12:56 »

Oder man gibt den Spielern die Möglichkeit, selbst Gerüchte und NSCs einzubauen.

Aber ich denke, das führt jetzt zu weit für das Thema!
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« Antworten #1061 am: 10.01.2012 | 13:20 »


Fragt man in einer solchen freien Gruppe danach, was die Chars machen wollen, sieht man mest nur große Fragezeichen und erhält die Gegenfrage, was denn gerade los sein oder mal den Versuch, Gerüchte aufzuschnappen.


Nach Gerüchten umhören ist ein völlig legitimer Versuch, sich in einer freien Kampagne ein Ziel zu setzen. Deswegen sind Gerüchtetabellen (auch mit falschen oder unvollständigen Gerüchten) so wichtig. Nach ein paar Abenteuern haben sich die Spieler vielleicht selbständig darauf geeinigt, wo ihre Charaktere auf lange Sicht hinwollen, aber an den ersten Spielabenden sollte es schon ein paar vielversprechende Gerüchte, potentielle Auftraggeber und erforschenswerte Orte geben. Wenn die Charaktere eigene Hintergründe/Kicker mitbringen, kann man die auch in die Gerüchte einflechten.
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Sashael
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« Antworten #1062 am: 13.01.2012 | 10:32 »

Hier mal ein Zitat aus einer Mail eines meiner Spieler:

Zitat
... wobei ich der Meinung bin das Railroading zum RP gehört wie nur irgendwas, ohne geht eh nix bis gar nix. Die Frage ist imo immer nur, wie isses verpackt - und wie kriegens die ach so inteligenten und sich selbst bewussten Spieler mit.

Ich muss meine Kampagne und Leitweise wohl mal gründlich überdenken. *seufz*
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ErikErikson
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ErikErikson

« Antworten #1063 am: 13.01.2012 | 10:36 »

Die Frage nach Gerüchten lässt sich doch etwa wie folgt übersetzen: "Mir fehlen Informationen, aufgrund derer ich eine Entscheidung treffen kann. Gib mir Infos und ich sag dir, was ich tun will." Und das ist das große Problem in vielen "freien" Gruppen: Nur mit "Ihr seid in einer Stadt. Was tut ihr?" kommt man nicht besonders weit. Ohne Wissen über die Stadt (oder die Erlaubnis, die Stadt selbst mit Personen und Ereignissen zu füllen) wird kein Spieler etwas sinnvolles damit anfangen können.

ja, das ist schön. Wenn man erstmal 3 tage Bestechungsgeld verteilen muss, bis man weiss, das metzter bernhard seine Würstchen aus Billigfleisch macht, dann kann man genausowenig relevante Entscheidungen treffen wie beim besten RR.
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Praesi
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« Antworten #1064 am: 13.01.2012 | 13:03 »

ja, das ist schön. Wenn man erstmal 3 tage Bestechungsgeld verteilen muss, bis man weiss, das metzter bernhard seine Würstchen aus Billigfleisch macht, dann kann man genausowenig relevante Entscheidungen treffen wie beim besten RR.
Solange Du daraus nicht 3 Spielsitzungen machst ist das doch in Ordnung.
- "Wir hören uns nach interessanten Gerüchten um"
* "Wie macht ihr das?"
- "Wir besuchen einschlägige Informationsquellen wie Tavernen, Märkte, Gilden, etc., und verteilen hie und da mal ein 'Trinkgeld'"
* "Wie viel Zeit und wie viel Geld wollt ihr investieren?"
- "So 3 Tage, wir haben ja sonst nichts vor. Jeder Char nimmt so 3 Dukaten in die Hand. Für mehr musst Du was bieten..."
* "Ok, dann schaun wir mal... ."

Klar, wenn man jeden Schritt und jedes Gespräch mit irgendeinem nichtswissenden Penner hinterm Tempel einzeln und in voller Länge ausspielt, dann wird das nix.
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« Antworten #1065 am: 13.01.2012 | 13:13 »

ja, das ist schön. Wenn man erstmal 3 tage Bestechungsgeld verteilen muss, bis man weiss, das metzter bernhard seine Würstchen aus Billigfleisch macht, dann kann man genausowenig relevante Entscheidungen treffen wie beim besten RR.

Und deshalb muss in den drei Tagen auch viel mehr rumkommen als die lapidare Auskunft, dass Metzter Bernhard Würste fürs Kühlregal herstellt. Wenn die Spieler am Ende nur diese eine Sache rausfinden, sieht das für mich danach aus, als wollte der SL die Spieler in das Abenteuer um die Ja!-Würstchen chauffieren.
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« Antworten #1066 am: 13.01.2012 | 13:14 »

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« Antworten #1067 am: 14.01.2012 | 01:28 »

Mir ist der Satz aus der Mail heute den ganzen Tag im Kopf rumgespukt und ich habe versucht, ihn mit den Handlungen des Spielers bei der letzten Session in Einklang zu bringen. Da hat er gegen die Überzeugung zweier anderer Spielerinnen die Gruppe auf einen von vornherein deutlich sinnlosen Pfad geführt und erst davon abgelassen, als ich ein lächerlich offensichtliches Plot-Device gebracht habe, um die Gruppe nicht zwangsläufig umzubringen.
Irgendwie macht das jetzt den Eindruck, als möchte er ausdrücken: "Was? Ich habe die totale Freiheit? Na dann mach ich jetzt solange totalen Unsinn, bis du wieder ordentliche Schienen legst!"

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« Antworten #1068 am: 14.01.2012 | 01:48 »

Wenn es nicht gute Gründe gibt weiterhin mit dem Spieler zusammen zu spielen (Befreundet außerhalb des RPG) und du nicht willens bist Schienenfarten zu leiten dann würde ich ihn einfach raus schmeißen.
"Also Kollege bei mir kommt das so an [bla] hast du da ne gute Verteidigung?" und wenn nicht dann "Tschüüüüüüüüüüüüsi!" (Ok natürlich sozialverträglicher verpackt.)

Unter der Annahme, dass der Rest der Gruppe prinzipiell auch was anderes als RR machen möchte. Falls das nicht der Fall ist würde ich entweder schienen verlegen oder es lassen ... obwohl ich glaub ich würde jemand anders leiten lassen (nur den nicht).
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« Antworten #1069 am: 14.01.2012 | 10:25 »

Das blöde ist, dass er mit Abstand der beste Rollenspieler der Gruppe ist und es jedesmal ein großes Vergnügen ist, seinen Charakter in Aktion zu erleben. Allerdings scheint er eine perfekt aufgebaute Bühne mit festgelegtem Plot für seine schauspielerischen Glanzleistungen zu bevorzugen. Meh ...
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« Antworten #1070 am: 14.01.2012 | 10:53 »

Mag ja sein. Aber wenn du keinen Spaß mehr am Leiten hast, weil du nur noch am Schienenlegen bist, macht das auch keinen Sinn - du bist auch ein Spieler und hast auch ein Recht auf Spaß. Was diesen sinnlosen Pfad betrifft, den du angesprochen hast... frag ihn direkt. Frag ihn direkt, ob er das gemacht hat, um dich wieder zum Schienenlegen zu zwingen. Frag ihn, ob er aktiv so dämlich gehandelt hat, um dir den Spielspaß zu vermiesen. Denn über kurz oder lang wird es zwischen euch entweder einen Kompromiss geben müssen, oder es gibt bald eine Gruppe ohne Meister und einen Meister ohne Gruppe.

Wobei ich seine Position durchaus verstehe - meine Gruppe präferiert auch lange Kampagnen mit durchgehendem roten Faden. Sie sind der Ansicht, dass es einer tiefen, epischen Geschichte schadet, wenn man jederzeit aus dem Handlungsrahmen ausbrechen, ein Schiff besteigen und zum nächsten Kontinent fahren kann. Und dass man in einer festen Geschichte mit der Zeit auch persönlichere Feinde aufbauen kann.

Na ja, jeder Gruppe das ihre. Wie gesagt, wenn dir Railroading derart gegen den Strich geht, wird es wohl irgendwann entweder eine Aussprache (am besten die ganze Gruppe) mit anschließendem Kompromiss zwischen RR und freien Handlungselementen oder die Suche nach einer anderen Gruppe/anderem Meister geben müssen. Du kannst sie nicht zwingen, deine Spielweise zu mögen, ebenso wenig wie umgekehrt.
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« Antworten #1071 am: 14.01.2012 | 11:36 »

@Vigi
Ich spiele gerade in einer recht epischen Kampagne. Unsere SCs wollten eigentlich nur einen Schatz ausheben und jetzt haben sie einen untoten Schädel, der endlich sterben will, an der Backe und ihnen ein mächtiger untoter Overlord hetzt ihnen seine Schergen auf den Hals. (Wobei uns nicht so ganz klar ist wieso der nicht schon längst die Herrschaft im Reich an sich gerissen hat, also sucht er wohl nicht einfach nur weltliche Macht sondern irgend was anderes)

Als es uns dann zu heiß wurde sind wir auf ein Schiff gestiegen, auf einen anderen Kontinent gefahren, haben ein Jahr lang Gras über die Sache wachsen lassen und sind dann zurück gekehrt. (Deswegen ist wohl ein Verbündeter von uns abgenippelt worden, aber jetzt sind endlich mal wir in der Initiative).

Damit haben wir wohl eindrucksvoll bewiesen, dass man durchaus einfach auf einem Schiff zum nächsten Kontinent fahren kann und eine Kampagne mit rotem Faden nicht darunter leidet. OK wir sind auch mit dem Ziel dort hin gefahren dort ein paar Gräber zu plündern archäologische Funde zu bergen um mächtiger zurück zu kehren. Das heißt das funktioniert nur, wenn die Charaktere ein gewisses Gefühl für Verantwortung ihren Mitmenschen gegenüber haben und deswegen motiviert sind zurück zu gehen und den Kampf zu kämpfen und nicht einfach gerne bei nächster Gelegenheit abhauen um sich irgendwo wo es ruhig ist zur Ruhe zu setzten. Aber das ist eine frage der Persönlichkeit der SCs und das ist etwas, was man als Spieler eigentlich beeinflussen können sollte  Wink.
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Vigilluminatus

« Antworten #1072 am: 16.01.2012 | 16:01 »

Ich würd auch nicht sagen, dass es unmöglich ist, mal auszubrechen - man kann ja durchaus auf dem anderen Kontinent was entdecken, dass weitläufig mit der eigenen Kampagne zu tun hat und das sich der DM eben kurzfristig ausgedacht hat, in deinem Fall z.B. Hinweise auf das Ding, das der Overlord sucht, oder auf seine Herkunft. Dann macht der rote Faden zwar ne Kurve, aber man ist nicht völlig aus der Geschichte draußen.

Meine Spieler meinen halt nur, dass die Autoren des Abenteuers eben ansteigende Dramatik bis zum Finale eingeplant haben (ich bin durchaus nicht immer dieser Meinung) und dass man diese aufbauende Spannung stört, wenn man aktiv aus der Geschichte ausbrechen will. Daher versuchen sie's auch gar nicht erst ernsthaft.

Ich meinte mit dem Kontinent-Beispiel auch eher so was Extremes wie: Die Spieler fahren zum nächsten Kontinent und sagen, die Schwierigkeiten da drüben interessieren uns nicht mehr, die schaffen das auch allein, wir bleiben jetzt hier. DARUNTER würde der rote Faden nicht nur leiden, er würde reißen (außer man schickt ihnen den Bösewicht nach). Aber wenn die Spieler eben dem roten Faden bis zum Ende folgen WOLLEN, dann wird zumindest meine Gruppe gar nicht erst versuchen, aus dem Handlungskorsett auszubrechen. In dem Fall bleibt mir nichts anderes übrig, als eben Geschichtenerzähler zu sein (wobei ich nicht SO viel dagegen haben wie Sashael) oder mir ne neue Gruppe zu suchen. Wobei ich zugebe: Meine Gruppe ist meist einfach nur zu faul, sich eine andere Geschichte zu suchen - dass sich jemand aktiv gegen Freiheit wehrt wie bei Sashael, das ist durchaus krass.
« Letzte Änderung: 16.01.2012 | 16:03 von Vigilluminatus » Gespeichert
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« Antworten #1073 am: 12.02.2012 | 14:40 »

So,

endlich habe ich mich von meiner Stammrunde gelöst und für einige Zeit verabschiedet.

Wenn man den SL als Mitspieler (modern: mit besonderen Funktionen oder wie auch immer) dazuzählt, so war die letzte Pathfinder Runde wieder echt zum Abgewöhnen.

Es gab doch wieder ein paar nette Aufhänger, doch die wurden nur halbherzig verfolgt oder im Keim erstickt (von Spieler und SL), um dem Abenteuerpfad weiter entlang zu wandern...

Da soll auf unseren Hohenpriester (wir sind irgendwie alle bei der Inquisition) ein Attentat verübt werden und die Gruppe kam auf die Idee meinen Barbaren mittels Illusionsmagie äußerlich in den Hohenpriester zu verwandeln, um den Attentätern eine Falle zu stellen (und da ich am meisten aushalte).
Nun, wir also in die Magierakademie, um von einem Illusionisten Unterstützung zu kriegen. Die dortigen Gestalten sind unserem engstirnigen Paladin nicht ganz geheuer und er möchte Lügen entdecken wirken, was nicht funktioniert. Schnell stellt er fest, dass gar keine göttliche Magie von ihm funktioniert.
Das ganze wurde meiner Meinung nach ganz schön ausgewalzt, da er den Hohenpriester sofort fragte wie das sein könne, dass diese Hexer den Willen der Götter in ihren Hallen unterbinden können. Der SL holt die ganze Diskussion leider schnell auf die Metaebene und erklärt dem Spieler ausführlich, dass sich das ganze antimagische Zonen nennt, was regeltechnisch jedem am Tisch schon klar war...
... ich wollte den Spieler noch ein wenig unterstützen, da ich seinen Elan sah und warf in die Diskussion ein, dass die Magier ein Problem darstellen würden, falls sie die Macht an sich reißen würden. Wenn sie schon die göttliche Magie unterdrücken können, so wären Hexer also stärker als geweihte Krieger und Priester...?
Nein, nein so wäre das nicht. Sondern nur in der Magierakademie.
Aha. Können dafür wenigstens Magier und Hexer als Ausgleich nicht in den Tempeln Zauber wirken?

Das ganze wurde dann irgendwie zu einer in- und outgame Diskussion in wieweit sich Antimagie einer Gruppe (göttlich oder arkan) auf die andere Gruppe auswirken würde. Na ja..

Ich versuchte dann noch das letzte bissel Salz in die Suppe zu bringen, indem ich dem anderen Spieler vorschlug, dass wir da bestimmt was in Bewegung setzen können gegen diese Hexerbrut, wenn ich erstmal das Äußere des Hohenpriesters hätte. Das ganze wurde dann aber abgewürgt, weil das würde nur Ärger geben und schließlich wolle man jetzt endlich diese Attentäter fangen... aller hop.

Schließlich sind wir in das nächste Dorf gereist, haben dort einen auf dicke Hose gemacht und wollten die Dorfbewohner missionieren. Des nachts haben wir uns dann alle darauf vorbereitet, dass ein Attentäter kommen würde.

Fing auch ganz gut an. Der Attentäter schwingt sich also durch das Fenster in mein Schlafgemach. Der Druidenspieler, der sich als Fledermaus an der Decke versteckt hatte, wirft geistesgegewärtig ein, dass er mittels Natural Spell den Zauber woodchange (oder so ähnlich) wirkt, um den Fensterrahmen zu verändern. Gesagt getan, der Attentäter hat keinen richtigen Halt mehr und purzelt in den Raum.
Ich versuche mich draufzustürzen, worauf der Attentäter (als SL Figur natürlich übermäßig flink und alles kann was kewl wirkt) eine Rauchgranate wirft und wieder aus dem Fenster flüchten möchte. Darauf hin haben wir den SL in Grund und Boden diskutiert, dass Standard- und Move Action auch für NSCs gelten. Der wird also nicht eine Rauchgranate werfen, zum Fenster rennen und dann mit doppeltem Salto und haste-net-gesehen auf das Dach akrobatieren ...

Nun denn. Da der Kerl schon am Fenster war, bin ich mittels Charge drauf losgestürmt und wir sind beide aus dem Fenster gestürzt. Zum Glück bin ich oben gelandet und wir konnten uns neben dem falling damage noch darauf einigen, dass der Attentäter Extraschaden durch mich bekommt. Ich glaube da gibt es eine Regel mit 1d6 pro 200 lb oder so ähnlich...

Und dann wurde es sehr zääääh. Es war schon 23 Uhr und jeder hat die Augen verdreht, als es hieß "Battlemap..." Wieso? Wegen einem Typen? Neee, der hat Verstärkung dabei.

Also haben wir noch knapp 2h damit verbracht drei Armbrustschützen und zwei schwere Jungs zu vermöbeln. Nach einer knappen Stunde war de Stimmung so im Keller, dass jeder spitze Kommentare gebracht hat, wie zäh es sei, dass wir doch alle nur Heim möchten und ich sagte schließlich auch. Können wir den Kampf nicht abbrechen? Komm schon, jeder Spieler 20 Schadenspunkte und fertig...nein? Ich erhöhe auf 30. Komm schon, es geht doch um nichts. Da wurde ich dann komisch angesehen. Na ja, Pathfinder und sein Selbstzweck des Kämpfens. Und es ging ja wirklich um nichts ...
... bis einem Spieler wieder einfiel, dass wir einen Kerl lebend wollten, um ihn zu verhöhren.

Also haben wir fröhlich weiter bis knapp 1 Uhr Figuren geschupst (ich musste mich so zusammenreißen) und schließlich hatten wir alle platt, der SL erklärt knapp, dass sich der letzte ergibt und sagt im gleichen Atemzug, dass er sich auf einen hohlen Zahn beißen würde, wodurch er sich selbst vergiftet.  Shocked

Also wirklich alles für nichts.  Angry

Maaaaaan.

Aber das wars. Jetzt erstmal Pause von dieser Truppe.
Und das kuriose ist ja, dass ich mit zwei Leuten auch mal kurz darüber geredet hatte, dir mir in vielen Kritikpunkten recht gaben. Und wir uns mehr oder weniger einig waren es dem SL mal zu sagen, denn wenn wir schon Freunde sind, dann wird er das sicherlich verstehen.
Aber nachdem am Freitag keiner Anstalten gemacht hatte es irgendwie mal anzureißen und immerhin sei das ganze besser als gar kein Rollenspiel und so wichtig wäre das jetzt auch nicht ...

... dann halt nicht - und tschüß!
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« Antworten #1074 am: 12.02.2012 | 14:48 »

Herrjeminee... ich kann sehr gut verstehen, dass Du Deine Mitspieler würgen möchtest... Und den SL sollte man für den Ausrutscher an diesem Abend (mehr will ich ihm nicht unterstellen) links und rechts eine... aber so richtig. Spaß- und spieltötender gehts wohl kaum. Ich fühle mit Dir, Klaus. Kopf hoch! Es kommen bessere Zeiten Wink
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