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22.05.2012 | 10:43

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Autor Thema: [Forge, aber allgemeingültig] Versuch "Wozu Theorie?" für Einsteiger  (Gelesen 16690 mal)
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Dr. Jan Itor
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« Antworten #75 am: 4.12.2008 | 09:33 »

Dafür brauche keine RPG-Theorie, sondern nur etwas "Gesunden
Menschenverstand".

Ich glaube, eine Sache, die die meisten Leute aus ihrer Erfahrung heraus bestätigen können, ist die, dass genau das nicht funktioniert. Ich könnte jetzt einfach behaupten, dass das am fehlenden gesunden Menschenverstand liegt, da aber auch eine ganze Menge heller Köpfe mit guten sozialen Fähigkeiten mit den genannten Problem zu kämpfen haben, kann es das wohl nicht sein.  Wink
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« Antworten #76 am: 4.12.2008 | 09:43 »

[ ... ]*rant*[ ... ]
Dafür brauche keine RPG-Theorie, sondern nur etwas "Gesunden
Menschenverstand".

Die Theorie im/über RPG muss der Praxis dienen, sonst ist sie mMn obsolet, und zwar völlig.
Rollenspieltheorie bzw. die Forge liefert uns eine Menge Begriffe, bestehende Probleme kann sie aber nicht alleine lösen, da stimme ich zu. Auf der anderen Seite trägt sie zum Verständnis bei und kann so bei Problemen hilfreich sein. Alle anderen Erwartungen sind lMO völlig aus der Luft gegriffen. Wenn ich es nicht schaffe, Spass beim Rollenspiel zu haben, hilft mir auch keine Theorie, und wenn ich Spass habe, brauche ich sie schon gar nicht.

Grüße,
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« Antworten #77 am: 4.12.2008 | 10:14 »

Woran erkennt man gesunden Menschenverstand?
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« Antworten #78 am: 4.12.2008 | 10:26 »

<SCNR>
Zitat von: Arthur Schopenhauer
„Gesunder Menschenverstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber kein Grad von Bildung den gesunden Menschenverstand.“
</SCNR>



Was mich so extrem abf****, ist dieses theoretische Gebrabbel, was wie, wo, wann, warum Rollenspiel sei, und was nicht, und wie man dieses und jenes wohl(!) "am Besten"(!) erreichen könne.

*SCNR* *rant*
Und das allerschlimmste ist mMn sowieso, dass fast jeder "Joe Shmock", der länger als 5 Jahre RPG-Erfahrung hat, meint, aufgrund irgendwelcher theoretischer Modelle und dergleichen ein RPG schreiben zu müssen, das dann keine Sau spielt. Und genau der Sachverhalt liegt bei fast 85% der selbsternannten "Rollenspietheorie"-Experten vor. Das sind dann meistens die Leute, die nicht einmal ansatzweise ihre Wünsche, Ansprüche und Mindsets kommunizieren können, und dann was von GNS, ARS und weiss der Teufel noch verzapfen. Ich wünsch mir die Zeiten wieder, als keiner von sowas geredet hat. Es reicht einfach langsam. Was hat die Forge denn schon positives vollbracht?
*SCNR*

Du bist verwirrt...
« Letzte Änderung: 4.12.2008 | 10:30 von Wawoozle » Gespeichert

"I strongly feel that the RPG market would be a MUCH better place if everyone was just happy with playing the games they liked and didn't spend so much time denigrating the games that other people like to play. There is a lot to learn from other games and other gamers."
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« Antworten #79 am: 4.12.2008 | 10:54 »

Ja ja, aber woran erkenne ich gesunden Menschenverstand?

Im Zitat sagt Schopenhauer nichts dazu. Er sagt noch nicht mal, was gesunder Menschenverstand ist, sondern grenzt es nur von Bildung ab (ohne Bildung zu definieren - darunter verbergen sich auch unterschiedliche Konstruktionen, je nach Definition!). Deswegen gleich noch eine Frage hinterher:

Was ist gesunder Menschenverstand?
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Wawoozle
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Wawoozle

« Antworten #80 am: 4.12.2008 | 11:02 »

Auf solche Fragen gibts nur eine Antwort.
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"I strongly feel that the RPG market would be a MUCH better place if everyone was just happy with playing the games they liked and didn't spend so much time denigrating the games that other people like to play. There is a lot to learn from other games and other gamers."
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« Antworten #81 am: 4.12.2008 | 11:13 »

Hehe. Smiley

Na gut. Aber im Artikel steht der "Common Sense" viel mehr im Vordergrund als der Gesunde Menschenverstand. Über letzteren erfährt man wiederum fast nichts.

Immerhin gibt es dort Zitate zum eigentlichen Begriff und ich wähle mir eins aus:
„Der Glaube an Vorurteile gilt in der Welt als gesunder Menschenverstand.“
In diesem Zitat ist nämlich eine eindeutige Definition enthalten, die mir auch gefällt.  devilish
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Crimson King
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« Antworten #82 am: 4.12.2008 | 11:28 »

Mir nicht.
Aber ich habe den Eindruck, dass der Threadnekromant dieser Definition folgt. Da scheint mir ja ein gewisses Vorurteil gegen Rollenspieltheorie zu bestehen.
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Schwarmdummheit: Idiotischerweise haben wir ein System geschaffen, das die Rationalität des Einzelnen mit tödlicher Präzision zur Grundlage eines kollektiven Irrsinns macht, der uns Entscheidungen treffen lässt, die innerhalb des Systems als „klug“, ja sogar „vernünftig“ erscheinen, obwohl sie in Wahrheit von atemberaubender Dummheit sind.

Der Deutsche hält nämlich Parteien, die versuchen, das umzusetzen, was er selber für richtig hält, für linke Spinner.
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« Antworten #83 am: 4.12.2008 | 12:37 »

Ich frage mich, warum Leute die etwas nicht mögen oder für überflüssig halten immer wieder so viel Mühe investieren, über etwas zu schimpfen, was sie nicht mögen und brauchen. Sollen sie das Thema doch einfach ignorieren und sich um interesanntere Sachen kümmern.

Tatsächlich ist es so, das ich inzwischen geneigt bin zu fragen, ob die Leute einfach nur versuchen ihr schwaches Ego mit den Pöbeln gegen eine Sache aufzubauen (z.B Systeme oder Theorie). Ich denke mir: "Warum beschäftigen die sich nicht mit etwas was ihnen Spaß macht?"
Nun ja, es ist nicht jedem gegeben Leute zu finden die seine Interesse teilen und sich mit ihnen vernünftig auszutauschen.

Ich halte die die Theorie inzwischen für wertvoller als ich es früher jemals gedacht hätte und habe doch nur an der Oberfläche gekratzt. Wenn man sich mit anderen Menschen über mögliche Probleme austauschen möchte die bei der Entwicklung oder dem aktuellen Spiel auftauchen. Damit in dieser Diskussion eine gemeinsame Grundlage herrscht und die Leute auch über das selbe Thema reden müssen gewisse Begriffe von allen mit der selben Bedeutung versehen werden. Es braucht also ein theoretisches Wissen um eine solide Grundlage der Diskussion zu haben. Sonst ist es wie üblich, bei 4 Rollenspielern gibt es 5 Meinungen zu einem Begriff und alle reden aneinander vorbei.

Mein Lieblingsbeispiel ist da der von Laws recht eng definierte Powergamer, der von diversen Leuten die mal von der Definition von jemanden gehört haben, der sie von jemanden ghehört hat, der sie auch von jemanden gehört hat, welcher sie nicht verstanden hat mit Inbrunst verteufelt wird.

Die Theorie dienst also meiner Ansicht nach erst einmal der Definierung von gemeinsamen Fachbegriffen um auf einer soliden Basis miteinander diskutieren oder auch nur reden zu können. Wenn dann alle eine Spache sprechen und auch wissen, worauf sich der andere bezieht, schrumpft der Spielraum für Missverständnisse die entstehen können schon einmal gewaltig. Dieses Vorgehen ist meiner Meinung nach insbesondere im Internet wo aufgrund fehlender Mimik, Gestik und Tonlage sahcen leicht anders aufgefasst werden, als sie gemeint sind von Vorteil. Das dabei Fachwörter benutzt werden, die andere Menschen nicht verstehen, ist zwar oft ärgerlich, aber in allen möglichen Bereichen üblich.

Sicher kann man viele oder sogar fast alle der Probleme in einer Gruppe mit gesunden Menschenverstand und einer guten Kommunikation regeln, aber manchmal sind die Probleme so grundlegend, das man versuchen muss uaf ihren tieferen Grund zu kommen und da sind die Denkmodelle aus der Theorie oft hilfreich. Besonders wenn der Gegenüber nicht in der Lage ist, seine Meinung gut darzulegen.

Man kann auch 99% der psychischen Probleme aller Menschen mit gesunden Menschenverstand und Einfühlungsvermögen beheben, aber für den Rest braucht man einen Psychologen, der sich mit der Theorie auskennt und das Ganze nicht emotional sondern analytisch betrachtet. Die wissenschaftliche Analyse muss keine Lösung der Probleme darstellen, aber sie kann halt oft in festgefahrenen Situationen helfen, besonders wenn in Gruppen Emotionen im Spiel sind. Ich traue es auch jedem Maurer mit ein paar Jahren Berufserfahrung zu, mir ein Haus zu bauen. Doch wenn ich etwas besonders mit Feinheiten möchte, dann beauftrage ich einen Architekten, der sich intensiv genug mit der Theorie beschäftigt hat um es mir zu entwerfen.
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« Antworten #84 am: 4.12.2008 | 12:44 »

warum man gegen etwas angeht, was man nicht mag, oder nicht versteht? Das ist doch  ganz offensichtlich: Es könnte Überhand nehmen und dann kann man ihm eben nicht mehr aus dem Weg gehen.

wie DSA Grin

genauso gut kann man fragen wieso man sagt, was einem gefällt  Huh
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« Antworten #85 am: 4.12.2008 | 12:48 »

@ Jörg.D:
Da schließe ich mich so an.

Sollen sie das Thema doch einfach ignorieren und sich um interesanntere Sachen kümmern.
Das scheint in Foren ungemein schwierig zu sein... Vielleicht würde es helfen, wenn man für die kleine "aktive-Themen"-Liste oben gezielt auswählen könnte, Themen aus welchen Unterforen man angezeigt bekommen möchte. Wenn man dann noch ebenfalls gezielt auswählen könnte, welche Unterforen grundsätzlich als "Keine neuen Beiträge" angezeigt werden würden, würde sich das Interesse vielleicht eher auf die Bereiche verlagern lassen, in denen beim Einzelnen auch tatsächlich ein Interesse besteht.
Aber solche Bitten müsste man vermutlich an die Forenentwickler stellen, weil das nicht so einfach zu implementieren sein dürfte... :-o ?

genauso gut kann man fragen wieso man sagt, was einem gefällt  ...
Man kann das fragen, aber ich denke, die Antwort liegt schon auf der Hand: Nörgelei schafft nur Unzufriedenheit und Ärger, der Austausch über Themen, die einen interessieren, bereichert und schafft vielleicht sogar neue Erkenntnisse.
Und daß etwas "Überhand nehmen" könnte, sollte durch die Struktur des Forums schon fast ausgeschlossen sein: Was schert's jemand, ob im DSA-Forum 2 oder 20 neue Beiträge stehen? Die bleiben da ja "eingesperrt" und fressen keinem die Haare vom Kopf, der dies Forum gezielt meidet, weil er damit nichts zu tun haben will. Genauso, wie die "Theorie" ihr Unterforum hat, auf das man ja doch gar nicht klicken muß - ein gewisses Maß an Selbstkontrolle mal vorausgesetzt.
« Letzte Änderung: 4.12.2008 | 12:50 von Merlin Emrys » Gespeichert
Heretic
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« Antworten #86 am: 4.12.2008 | 12:55 »

Ich frage mich, warum Leute die etwas nicht mögen oder für überflüssig halten immer wieder so viel Mühe investieren, über etwas zu schimpfen, was sie nicht mögen und brauchen. Sollen sie das Thema doch einfach ignorieren und sich um interesanntere Sachen kümmern.

Tatsächlich ist es so, das ich inzwischen geneigt bin zu fragen, ob die Leute einfach nur versuchen ihr schwaches Ego mit den Pöbeln gegen eine Sache aufzubauen (z.B Systeme oder Theorie). Ich denke mir: "Warum beschäftigen die sich nicht mit etwas was ihnen Spaß macht?"
Nun ja, es ist nicht jedem gegeben Leute zu finden die seine Interesse teilen und sich mit ihnen vernünftig auszutauschen.

Ich halte die die Theorie inzwischen für wertvoller als ich es früher jemals gedacht hätte und habe doch nur an der Oberfläche gekratzt. Wenn man sich mit anderen Menschen über mögliche Probleme austauschen möchte die bei der Entwicklung oder dem aktuellen Spiel auftauchen. Damit in dieser Diskussion eine gemeinsame Grundlage herrscht und die Leute auch über das selbe Thema reden müssen gewisse Begriffe von allen mit der selben Bedeutung versehen werden. Es braucht also ein theoretisches Wissen um eine solide Grundlage der Diskussion zu haben. Sonst ist es wie üblich, bei 4 Rollenspielern gibt es 5 Meinungen zu einem Begriff und alle reden aneinander vorbei.

Mein Lieblingsbeispiel ist da der von Laws recht eng definierte Powergamer, der von diversen Leuten die mal von der Definition von jemanden gehört haben, der sie von jemanden ghehört hat, der sie auch von jemanden gehört hat, welcher sie nicht verstanden hat mit Inbrunst verteufelt wird.

Die Theorie dienst also meiner Ansicht nach erst einmal der Definierung von gemeinsamen Fachbegriffen um auf einer soliden Basis miteinander diskutieren oder auch nur reden zu können. Wenn dann alle eine Spache sprechen und auch wissen, worauf sich der andere bezieht, schrumpft der Spielraum für Missverständnisse die entstehen können schon einmal gewaltig. Dieses Vorgehen ist meiner Meinung nach insbesondere im Internet wo aufgrund fehlender Mimik, Gestik und Tonlage sahcen leicht anders aufgefasst werden, als sie gemeint sind von Vorteil. Das dabei Fachwörter benutzt werden, die andere Menschen nicht verstehen, ist zwar oft ärgerlich, aber in allen möglichen Bereichen üblich.

Sicher kann man viele oder sogar fast alle der Probleme in einer Gruppe mit gesunden Menschenverstand und einer guten Kommunikation regeln, aber manchmal sind die Probleme so grundlegend, das man versuchen muss uaf ihren tieferen Grund zu kommen und da sind die Denkmodelle aus der Theorie oft hilfreich. Besonders wenn der Gegenüber nicht in der Lage ist, seine Meinung gut darzulegen.

Man kann auch 99% der psychischen Probleme aller Menschen mit gesunden Menschenverstand und Einfühlungsvermögen beheben, aber für den Rest braucht man einen Psychologen, der sich mit der Theorie auskennt und das Ganze nicht emotional sondern analytisch betrachtet. Die wissenschaftliche Analyse muss keine Lösung der Probleme darstellen, aber sie kann halt oft in festgefahrenen Situationen helfen, besonders wenn in Gruppen Emotionen im Spiel sind. Ich traue es auch jedem Maurer mit ein paar Jahren Berufserfahrung zu, mir ein Haus zu bauen. Doch wenn ich etwas besonders mit Feinheiten möchte, dann beauftrage ich einen Architekten, der sich intensiv genug mit der Theorie beschäftigt hat um es mir zu entwerfen.

Zitat Meph:
"Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
ist wert, dass es zugrunde geht;
Drum besser wär's, dass nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz, das Böse nennt,
Mein eigentliches Element."

Ausserdem gehts mir nur um die Theoretisiererei ohne jeglichen Praxisbezug. Überdies wars ein Rant, und kein ernstgemeinter Beitrag.

Over and out.
 
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Ein
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« Antworten #87 am: 4.12.2008 | 12:57 »

Ja gesunder Menschenverstand ist das beste Mittel, der Moyen Ultime, aber um es mit Lessing zu sagen:

"Die Menge auf etwas aufmerksam machen heißt: dem gesunden Menschenverstand auf die Spur zu helfen."

Und genau das macht Theorie.
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« Antworten #88 am: 4.12.2008 | 13:24 »

Zitat
Ausserdem gehts mir nur um die Theoretisiererei ohne jeglichen Praxisbezug. Überdies wars ein Rant, und kein ernstgemeinter Beitrag.



Es gibt keine Theoretisiererei ohne jeglichen Praxisbezug. Eine Theorie vesucht etwas zu erfassen bzw., zu definieren und mit einem Gedankenkonstrukt zu erklären. Dann versucht man aufgrund dieses Konstruktes Handlungsempfehlungen für die Praxis zu geben.

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Heretic
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« Antworten #89 am: 4.12.2008 | 13:25 »

@Ein: Oder auch genau DAS nicht.

@Jörg D.:
Wenn das hier so abläuft, dann ist das cool, ich habe jedoch leider schon anderes diesbezüglich gesehn.
Da wurden Theorien in Foren aufgestellt, und keinerlei Praxisbezug hergestellt, bzw. unter anderem Kauslitätsketten gezogen, die, höflicherweise gesagt, bestenfalls "diskutabel" waren und sind.
« Letzte Änderung: 4.12.2008 | 13:27 von Heretic » Gespeichert
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« Antworten #90 am: 4.12.2008 | 13:27 »

@Ein: Oder auch genau DAS nicht.


Oder man erkennt genau DAS nicht; was ggf. Rückschlüsse auf den gesunden Menschenverstand zulässt.

Wenn die Theorie aber tatsächlich keinen Praxisbezug hat, befindet man sich möglicherweise im Bereich der Grundlagenforschung, und auch die hat ihre unbedingte Daseinsberechtigung.
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Der Deutsche hält nämlich Parteien, die versuchen, das umzusetzen, was er selber für richtig hält, für linke Spinner.
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« Antworten #91 am: 4.12.2008 | 13:28 »

Oder man erkennt genau DAS nicht; was ggf. Rückschlüsse auf den gesunden Menschenverstand zulässt.

Wenn die Theorie aber tatsächlich keinen Praxisbezug hat, befindet man sich möglicherweise im Bereich der Grundlagenforschung, und auch die hat ihre unbedingte Daseinsberechtigung.

Richtig, aber welchen Rollenspieler interessiert Grundlagenforschung ohne Praxisbezug, wenn er Probleme am Spieltisch hat?
Da beisst sich doch die Katze in den Schwanz!
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« Antworten #92 am: 4.12.2008 | 13:37 »

Nur, wenn man von der Theorie Lösungen erwartet.

Theorien sind erst einmal nur Versuche, Modelle zu erstellen, die die Realität vereinfacht und nachvollziehbar abbilden. Eine Theorie soll dabei helfen, bestimmte reale Prozesse besser zu verstehen. Ob man daraus praktischen Nutzen ziehen kann, spielt erst einmal keine Rolle. Ggf. kann man das jetzt nicht, aber später. Es gibt genügend Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung, die erst 100 Jahre und mehr danach einen praktischen Nutzen erfahren haben.

Theoretisiererei um der Theorie willen ist also potenziell sinnvoll.

Davon abgesehen zielt gerade die Forge-Theorie weniger auf Problemlösungen ab als vielmehr auf Unterstützung beim Systementwurf.
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« Antworten #93 am: 4.12.2008 | 13:44 »

Richtig, aber welchen Rollenspieler interessiert Grundlagenforschung ohne Praxisbezug, wenn er Probleme am Spieltisch hat?
Da beisst sich doch die Katze in den Schwanz!

Was interessieren mich die Probleme am deinem Spieltisch, wenn ich ein Rollenspiel bauen will?
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« Antworten #94 am: 4.12.2008 | 13:46 »

Was interessieren mich die Probleme am deinem Spieltisch, wenn ich ein Rollenspiel bauen will?
Du könntest versuchen, mit Deinem Spieldesign genau diese Probleme zu vermeiden.

Grüße,
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« Antworten #95 am: 4.12.2008 | 13:47 »

Du könntest versuchen, mit Deinem Spieldesign genau diese Probleme zu vermeiden.


Dazu braucht es doch nur ein bisschen gesunden Menschenverstand...
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« Antworten #96 am: 4.12.2008 | 13:49 »

Du könntest versuchen, mit Deinem Spieldesign genau diese Probleme zu vermeiden.

Danke, genau das wollte ich hören! Und dafür brauche ich Grundlagenüberlegungen, damit ich überhaupt weiß, was wie mit welchen anderen Dingen zusammenhängen und (inter)agieren kann.
Mir ist klar, wofür Rollenspieltheorie nötig und sinnvoll sein kann - ich hoffe, Heretic jetzt auch.

@tobias D.:  Grin
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« Antworten #97 am: 4.12.2008 | 14:02 »

Danke, genau das wollte ich hören!
Gern geschehen Wink
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« Antworten #98 am: 4.12.2008 | 16:18 »

Danke, genau das wollte ich hören! Und dafür brauche ich Grundlagenüberlegungen, damit ich überhaupt weiß, was wie mit welchen anderen Dingen zusammenhängen und (inter)agieren kann.
Mir ist klar, wofür Rollenspieltheorie nötig und sinnvoll sein kann - ich hoffe, Heretic jetzt auch.

@tobias D.:  Grin
Weisst du, es gibt auch Spieler + SLs, die mit den Systemen, die sie spielen, vollauf zufrieden sind.
Und damit möchte ich mich aus der Diskussion verabschieden, und den Profis der RPG-Theorie das Feld überlassen.

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Daheon
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« Antworten #99 am: 4.12.2008 | 16:43 »

Heretic schrieb:
Zitat
Weisst du, es gibt auch Spieler + SLs, die mit den Systemen, die sie spielen, vollauf zufrieden sind.

Dass viele Menschen gesund sind macht die Medizin aber auch nicht überflüssig. Wink

Ist die Meinung eines Laien.
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