Autor Thema: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?  (Gelesen 10995 mal)

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Offline Alex

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[Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« am: 10.10.2006 | 13:38 »
Wie man an meinem gestrigen Posts sehen kann, feile ich gerade an einer SciFi-Welt. Während ich bei der Fantasy-Welt großzügig Götter entwickelt und in das alltägliche Leben der Bewohner eingesponnen habe, zögere ich bei der SciFi-Welt (Entwicklungstufe etwa StarTrek TNG). In der Fantasy-Welt weiß man, dass es Götter gibt, da sie auch Einfluß auf die Welt nehmen.
Ich weiß nicht, ob das bei einer SciFi-Welt Sinn macht. Momentan neige ich eher zu "Religionsgemeinschaften", die eher sektenhaft gegliedert sind und durchaus fanatisch sein können (von den edlen, guten Rittern, bis zu den Chaos-Anhängern). Diese Sekten basieren aber auf "Glauben" (also Vertrauen/Vermutung), dass es ihren Gott tatsächlich gibt.

Wie ist eure Meinung dazu. Habt ihr schon Erfahrungen mit "aktiven" Göttern in SciFi-Setting gemacht?

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #1 am: 10.10.2006 | 13:43 »
Mir ist deine Unterscheidung nicht ganz klar.

Offline Alex

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #2 am: 10.10.2006 | 13:54 »
Mir ist deine Unterscheidung nicht ganz klar.
Bei den Fantasy-Göttern kommt es vor, dass diese aktiv in das Schicksal der Völker eingreifen - sie existieren wirklich.
Bei uns glauben wir nur, dass es einen Gott gibt (bzw. mehrere Götter bei bspw. den Hindus). Außer unseren Ritualen beeinflussen diese unser Leben nicht (weil es vielleicht auch nicht gibt?) - "Wunder" finden eigentlich nicht statt.
Im Grunde ist es nur ein kleiner Unterschied, aber ich finde es seltsam, wenn ein Gott bei einer großen Raumschlacht niederfährt und seinen Jüngern die magische Kanone +1000 auf Atomschlag gibt.

Offline Skele-Surtur

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #3 am: 10.10.2006 | 14:05 »
Aktive Götter in Sci-Fi welt sind bedingt einsetzbar (IMHO).
Letztendlich kommt es drauf an, was mit Glaube bewirkt werden kann und wie du Gott deffinierst.
Deffiniert sich Gott mit Allmacht, dann ist ein aktiv eingreifender Gott nur bedingt sinnvoll, da göttliche Intevention sonst zu großen Einfluss auf die Handlung nehmen kann.
Deffinierst du Gott mit sehr mächtig, bleibt zu bedenken, dass viele Dinge mit moderner Techonologie erreicht werden können und damit ein nur übermenschlich mächtiges Götterwesen u.U. überflüglen. Das ist dann natürlich nicht besonders stylisch. (Hey, du kannst Erdbeben machen! Tolle Sache! WIR können Atombomben schmeißen!)
Ein Göttliches Wesen, dass Kontakt zu seinen Anhängern aufnehmen kann und dessen Existenz damit quasi bewiesen ist (das sich aber nicht zwangsläufig intervenieren kann) versträrkt halt den Mystik-Faktor ungemein.

Wenn sich, wie in manchen Fantasy-Systemen, Glaube in einer Form von "Priesterlicher Magie" wiederspiegelt, wäre es sinnvoll zu wissen wie hoch du die Macht von Magie anyway setzen willst.

Reine Sekten/Relligionen, die nicht auf der bewiesenen Existenz eines Gottes basieren sind in gewisser Weise "realistischer". Im Grunde solltest du einfach machen, was deinem persönlichen Feeling des Settings am nächsten kommt.

Wenn ein Gott natürlich für alle Sichtbar erscheinen kann ist es schwierig sowas wie ne Kirchenspaltung zu machen. Der Gott kann ja sagen was er will... da ergibt sich kein Streit darüber, wie man seinen Willen am besten erfüllt.
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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #4 am: 10.10.2006 | 14:44 »
@Alex
Ich bin gläubiger Christ und ich bin ganz ausdrücklich der Meinung, dass Gott unser Leben beeinflusst. Wunder geschehen wirklich, nur sollte man nicht davon ausgehen, dass sie diese äußerst naive Form annehmen, wie du sie hier beschreibst.

Hinzukommt, dass der Glaube es ist, der die Menschen antreibt. Dabei ist es egal ob sie an den christlichen Gott, die hinduistische Dreiheit oder die Überlegenheit des Kapitalismus glauben.

Anhänger des Kapitalismus z.B. glauben daran, dass die Kräfte des Freien Markes auf wundersame Weise allen Menschen, die bereit sind dafür zu arbeiten, Wohlstand bringen. Hier haben wir also ein simples Heilversprechen, wie es sich auch in den Weltreligionen findet.

Von daher ist Glaube, Ideologie und Religion gerade in einem SciFi-Setting von äußerst wichtigen Bedeutung. Religion auf irgendwelche Fanatiker zu reduzieren, hat daher nicht wirklich etwas mit Science Fiction zu tun, es sei denn, man ist irgendwo vor der New Wave stecken geblieben.

Offline Alex

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #5 am: 10.10.2006 | 15:34 »
@Alex
Ich bin gläubiger Christ und ich bin ganz ausdrücklich der Meinung, dass Gott unser Leben beeinflusst. Wunder geschehen wirklich, nur sollte man nicht davon ausgehen, dass sie diese äußerst naive Form annehmen, wie du sie hier beschreibst.
Ich will hier nicht den Glauben von jemanden beleidigen und schon gar nicht tief in eine religiöse Diskussion einsteigen.
Es geht hier nur um den groben Rahmen einer Science Fiction Welt unter dem Aspekt des Spielbaren. Dass Glaube unser Leben sehr stark beeinflußt ist klar, die Frage war nur, sollte man dies in klassischer Fantasy-Manierer offensichtlich tun (z.B. durch Priester, die ihre Macht unmittelbar von ihrem Gott bekommen, gesegnete Waffen ...) oder "nur" durch Glaubensrichtungen, die ganz unterschiedliche Ausprägungen haben können, bei denen ihre Gott nicht unmittelbar eingreift.
Dass Glaube, in welcher Form auch immer, auch für ein SciFi-Setting wichtig ist und ein Antrieb ist, ist klar - deshalb auch dieser Post.

Offline Falcon

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #6 am: 10.10.2006 | 15:47 »
@Alex: ich wollte dich noch warnen aber Sven war zu schnell. Es gibt nicht wenige, die Glauben mit ausdrückliche Meinung übersetzen.

Ich weiss aber worauf du hinaus willst. "Aktive" Götter in Sci-Fi eignen sich imho wunderbar wenn man einen Genre Mix Sci-Fi/Fantasy machen will. In Star Wars gibt es die MACHT. Da gibt es zwar keinen Gott(also blödes bsp.), es ist aber dennoche eine Mystische Energie, die einem ... naja, halt Macht verleiht.
Ansonsten geht dabei imho das nüchterne,Wissenschaftliche verloren, von dem viele Sci-Fis zehren. Zumal werden Götter im Sci-Fi nicht selten einfach in die übermächtige Wesen Schublade gesteckt (siehe Q aus Star Trek), dann geht natürlich jedes Mystische verloren und sie werden erklärbar. Ob man in so ein Setting noch "echte" Götter einbauen kann stelle ich mir schwer vor.
Da ist man mit passiven Göttern sicher besser bedient (worunter ich einfachheitshalber übliche Religionen zusammenfasse).


p.s.:
was aktive Götter betrifft: das war witzig an einem D&D Abend, unser Kleriker weigerte sich einen Grabsegen zu sprechen weil er den Spruch noch nicht beherrschte und er wollte die Gläubigen ja nicht belügen und ihnen etwas vorgaukeln weil Segen dort ja nunmal eine echte Auswirkung haben (die er aber noch nicht beherrschte ;)
 
« Letzte Änderung: 10.10.2006 | 15:50 von Falcon »
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Offline Timo

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #7 am: 10.10.2006 | 15:51 »
Schau dir doch mal 40K an, da gibts die ChaosGötter(die ja eigentlcih auch nicht Götter per se sind), die immerhin Dämonen schicken können und Anhänger mutieren lassen, bzw. Gaben schenken.

Oder nimm B5, die Alten sind vom Machtfaktor her auch Gottgleich

und was SciFi betrifft, erschaffe eine Rasse, die so fortschrittlich ist, dass deren Technologie Gottgleich wirkt.
Es reicht ja schon, wenn so fast komplette Kontrolle über die Atome und Gene haben, also extrem fortschrittliche Nanitentechnologie.
Damit könnte ein Wesen scheinbar ohne Hilfsmittel im All fliegen, Mit Gesten ganze Flotten vernichten(Atomare Bindungen auflösen), Planeten terraformen innerhalb von 7 Tagen...
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Offline Alex

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #8 am: 10.10.2006 | 15:58 »
Ich weiss aber worauf du hinaus willst. "Aktive" Götter in Sci-Fi eignen sich imho wunderbar wenn man einen Genre Mix Sci-Fi/Fantasy machen will. In Star Wars gibt es die MACHT. Da gibt es zwar keinen Gott(also blödes bsp.), es ist aber dennoche eine Mystische Energie, die einem ... naja, halt Macht verleiht.
Ansonsten geht dabei imho das nüchterne,Wissenschaftliche verloren, von dem viele Sci-Fis zehren. Zumal werden Götter im Sci-Fi nicht selten einfach in die übermächtige Wesen Schublade gesteckt (siehe Q aus Star Trek), dann geht natürlich jedes Mystische verloren und sie werden erklärbar. Ob man in so ein Setting noch "echte" Götter einbauen kann stelle ich mir schwer vor.
Da ist man mit passiven Göttern sicher besser bedient (worunter ich einfachheitshalber übliche Religionen zusammenfasse).
und was SciFi betrifft, erschaffe eine Rasse, die so fortschrittlich ist, dass deren Technologie Gottgleich wirkt.
Es reicht ja schon, wenn so fast komplette Kontrolle über die Atome und Gene haben, also extrem fortschrittliche Nanitentechnologie.
Damit könnte ein Wesen scheinbar ohne Hilfsmittel im All fliegen, Mit Gesten ganze Flotten vernichten(Atomare Bindungen auflösen), Planeten terraformen innerhalb von 7 Tagen...

@Falcon und ChaosAptom
Vielen Dank. Das sind zwei Aussagen mit denen ich was anfangen kann.  :d
Surturs Aussage "Aktive Götter in Sci-Fi welt sind bedingt einsetzbar (IMHO)." geht ja in eine ähnliche Richung. Vom Gefühl neige ich auch zu eurem vorgeschlagenen Setting. Die genannten Beispiele werd ich mit mal anschauen. Ich glaube im Hinterkopf zu haben, dass es bei Perry Rhodan auch ein paar solcher "Überwesen" gibt, deren Handeln nicht immer logischen und vorausschauenden Pfaden folgt.

Offline Monkey McPants

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #9 am: 10.10.2006 | 15:58 »
Irgendwie muß ich bei diesem Thread an die neue Battlestar Galactica Serie denken... :)

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Offline Alex

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #10 am: 10.10.2006 | 16:03 »
Irgendwie muß ich bei diesem Thread an die neue Battlestar Galactica Serie denken... :)
Hab ich aus Enttäuschung aufgehört zu sehen.  :(
Als Kind war ich der größte Kampfstern Galactica Fan der Welt (oder zumindestens einer von ihnen), aber mir der neuen Serie bin ich überhaupt nicht warm geworden, ohne zu wissen warum eigentlich.  :-\
Ich müßte mal im Internet recherchieren, ob es zu deren Glaube ein paar Hintergrund-Infos gibt. In den Folgen, die ich gesehen habe, wurde es immer nur erwähnt und angerissen ohne wirklich konkret zu werden.

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #11 am: 10.10.2006 | 16:26 »
nur weil eine zivilisation technisch weit fortgeschritten ist, bedeutet dies noch lange nicht das ihre götter ad acta gelegt werden, oder das der glaube an sich durch kalte fakten ersetzt wird. ich denke wenn man mit anderen extraterristrischen völkern und der grossen leeren weite zwischen den welten konfrontiert wird, erlangt der glaube eine ganz besondere neue stärke. möglicherweise sind die wesenheiten die früher "götter" genannt wurden "einfach nur" sehr hochentwickelte entitäten, vergleichbar den superintelligenzen bei perry rhodan, die die völker des universums zu ihren eigenen zwecken beeinflussen. aber dem gläubigen dürfte das ziemlich egal sein wie die Wissenschaft dieses ES klassifiziert. für den gläubigen zählt: für MICH ist es GOTT ... oder so... ::)

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #12 am: 10.10.2006 | 17:25 »
Erstmal zu der Aussage: "Wenn man keine Götter sondern nur sehr mächtige Wesenheiten hat, dann geht der Mystizismus verloren."

Das stimmt nicht.
Hier wurde ja schon mehrmals Perry Rhodan angesprochen. Die haben mit ihrem Zwiebelschalenmodell eigentlich eine sehr "wissenschaftliche" und entmystifzierte Sichtweise auf übergeordnetes Leben.
Trotzdem halte ich die Kollektiv-Intelligenzen, Kosmokraten und Chaotarchen für sehr mystisch.
Eigentlich ist Perry Rhodan sogar eine Serie, die vom Mystizismus in der Science Fiction lebt. (Sie selber nennt das Sense of wonder).

Aber zurück zu den Göttern:
Hier sind prinzipiell drei Sachen vorstellbar:
1) falsche Götter: Die Goa'uld in Star Gate z.B. geben sich als Götter aus, obwohl sie keine sind. Die Spanier im Aztekenreich haben sich auch als Götter ausgegeben. Und es ist nicht auszuschließen, dass die Menschen der Zukunft auf ein Wesen hereinfallen, das von sich behauptet, der Gott/Allah zu sein.

2) Götter existieren nicht oder sie existieren aber greifen nicht in die Geschicke der Menschheit ein.
Für die Geschichten, die innerhalb der SF Welt spielen ist es relativ egal, was von beiden gilt: Existiert der Gott wirklich oder bilde ich ihn mir nur ein? - Solange er nicht eingreift, ist die Frage unwichtig. Deswegen habe ich diese beiden Punkte mal zusammengefasst.

Die meisten Science Fiction Welten basieren hierauf.

3) Götter existieren und sie greifen in die Geschicke der Lebewesen ein.
Das habe ich in reinen Sciuence Fiction Welten noch nie angetroffen. Und wenn ich etwas über so eine Welt lesen würde, hätte sie für mich ahrscheinlich den Hauch von Fantasy.
Aber andererseits: Was spricht dagegen? Shadowrun hat auch gut die Mischung aus SF und Fantasy überstanden.

Und wenn man es gut umsetzt, dann können sicherlich auch real eingreifende Götter in einer SF Welt stimmungsvoll sein.

In diesem Fall muss man sich natürlich dann die Frage stellen: Ist Gott allmächtig und spielt/experimentiert nur mit den Menschen? Oder ist seine Kraft im Diesseits beschränkt und er kann nur korrigierend eingreifen?

Man könnte sich auch mehrere konkurierende Götter vorstellen, die über die Naturgesetze im Universum streiten. Der eine Gott versucht z.B., Überlichtgeschwindigkeit zu verhindern ("Einstein-Gott"), und der andere Gott ist für unbegrenze Geschwindigkeiten ("Newton-Gott").
« Letzte Änderung: 10.10.2006 | 17:41 von Eulenspiegel »

Offline Skele-Surtur

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #13 am: 10.10.2006 | 17:31 »
Erstmal zu der Aussage: "Wenn man keine Götter sondern nur sehr mächtige Wesenheiten hat, dann geht der Mystizismus verloren."


Wer behauptet denn sowas?
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Offline Psycho-Dad

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #14 am: 10.10.2006 | 17:57 »
Hier sind prinzipiell drei Sachen vorstellbar:
1) falsche Götter: Die Goa'uld in Star Gate z.B. geben sich als Götter aus, obwohl sie keine sind. Die Spanier im Aztekenreich haben sich auch als Götter ausgegeben. Und es ist nicht auszuschließen, dass die Menschen der Zukunft auf ein Wesen hereinfallen, das von sich behauptet, der Gott/Allah zu sein.

2) Götter existieren nicht oder sie existieren aber greifen nicht in die Geschicke der Menschheit ein.
Für die Geschichten, die innerhalb der SF Welt spielen ist es relativ egal, was von beiden gilt: Existiert der Gott wirklich oder bilde ich ihn mir nur ein? - Solange er nicht eingreift, ist die Frage unwichtig. Deswegen habe ich diese beiden Punkte mal zusammengefasst.

Die meisten Science Fiction Welten basieren hierauf.

3) Götter existieren und sie greifen in die Geschicke der Lebewesen ein.
Das habe ich in reinen Sciuence Fiction Welten noch nie angetroffen. Und wenn ich etwas über so eine Welt lesen würde, hätte sie für mich ahrscheinlich den Hauch von Fantasy.
Aber andererseits: Was spricht dagegen? Shadowrun hat auch gut die Mischung aus SF und Fantasy überstanden.

Ich würde sogar noch Punkt 1.) in Punkt 2.) Reinnehmen. Die Götter Selbst nehmen keinen einfluss auf das Setting, sofern sie Existieren. Demzufolge sind "echte" Götter uninteressant.

Zu Punkt 3.:
Was ich mir in diesem zusammenhang auch sehr nett vorstelle wäre, die vorgaben von "Black and White":

Immer wenn ein Mensch/Intelligentes Lebewesen ein Stoßgebet an eine Unbestimmte Gottheit ausruft, wird aus dieser Hoffnung ein neuer Gott geboren. Dieser kann nur begrenzt eingreifen und seine MAcht wächst mit der menge der Gläubigen. Damit häte man dann Götter, die nur begrenzt mächtig sind, aber immer mächtiger als die Summe ihrer Anhänger. Und man hätte gründe für "Religiöse Kriege". Glauben wäre Relevant ect...

...nur mal so in den Raum gestellt...

Offline Skele-Surtur

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #15 am: 10.10.2006 | 21:24 »
Aus jedem Stoßgebet? Wärn das nicht bissel viele?
Aber grundsätzlich keine blöde Idee. Ich glaub das funktioniert.
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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #16 am: 10.10.2006 | 21:29 »
Ich müßte mal im Internet recherchieren, ob es zu deren Glaube ein paar Hintergrund-Infos gibt. In den Folgen, die ich gesehen habe, wurde es immer nur erwähnt und angerissen ohne wirklich konkret zu werden.

Zum Glauben der Zylonen gibt es keine Infos.

Zum hellenistischen Pantheon der Menschen ein bisschen was, aber nicht viel.

Offline Psycho-Dad

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #17 am: 10.10.2006 | 22:28 »
Aus jedem Stoßgebet? Wärn das nicht bissel viele?
Aber grundsätzlich keine blöde Idee. Ich glaub das funktioniert.

Zu jedem stoßgebet an eine unbestimmte Gottheit ;)

Also mehr ein "Hilfe, hilft mir den keiner ?"

Wer schon einen Glauben hat, wird nicht an Gott XYZ ein Stoßgebet schicken... jedenfalls nicht ernsthaft  ;)

Offline Alex

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #18 am: 11.10.2006 | 08:20 »
Immer wenn ein Mensch/Intelligentes Lebewesen ein Stoßgebet an eine Unbestimmte Gottheit ausruft, wird aus dieser Hoffnung ein neuer Gott geboren. Dieser kann nur begrenzt eingreifen und seine MAcht wächst mit der menge der Gläubigen. Damit häte man dann Götter, die nur begrenzt mächtig sind, aber immer mächtiger als die Summe ihrer Anhänger. Und man hätte gründe für "Religiöse Kriege". Glauben wäre Relevant ect...

...nur mal so in den Raum gestellt...
Ich hatte dafür mal eine Regel erstellt. Je mehr Zuwendung ein Gott bekommt umso mächtiger wird er. Diese Macht steigt mit jedem Priester, Altar, Gotteshaus usw., welches ihm geweiht ist. Je größer die Zuweundung, umso mehr "Machtpunkte" bekommt er. Eine ganz witzige Idee, die ich für die Fantasy-Welt einführen wollte, aber doch sehr in Buchhaltung umschlagen könnte.
Wenn man diese Idee aber nur grob als Vorlage nimmt, dann man natürlich den perfekten Grund für Religionsgründe, denn je mehr Gläubige ich habe (bzw. je weniger der Andere) umso mächtiger wird mein Gott.

Offline Stahlfaust

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #19 am: 11.10.2006 | 08:58 »
Wie wäre es wenn sich die Leute in deinem Setting ihren eigenen "Gott" in Form einer künstlichen Intelligenz geschaffen haben? Dieses hat vollen Zugriff auf die elektronischen Geräte, hat grosse Macht und grosses Wissen. Alternativ, wenn du es mystischer haben willst, könnte diese KI auch auf einem fremden Planeten gefunden worden sein, auf der vorher eine viel höher Entwickelte Spezies lebte die jedoch bereits lange untergegangen ist. Diese KI wurde dann irgendwann auf die Systeme aufgespielt und ist nun mehr oder weniger überall wo menschliche Technik ist.
« Letzte Änderung: 11.10.2006 | 09:03 von Stahlfaust »
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Offline Falcon

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #20 am: 11.10.2006 | 11:17 »
Eulenspiegel schrieb:
Zitat
Erstmal zu der Aussage: "Wenn man keine Götter sondern nur sehr mächtige Wesenheiten hat, dann geht der Mystizismus verloren."

Das stimmt nicht.
Hier wurde ja schon mehrmals Perry Rhodan angesprochen. Die haben mit ihrem Zwiebelschalenmodell eigentlich eine sehr "wissenschaftliche" und entmystifzierte Sichtweise auf übergeordnetes Leben.
Trotzdem halte ich die Kollektiv-Intelligenzen, Kosmokraten und Chaotarchen für sehr mystisch.
Eigentlich ist Perry Rhodan sogar eine Serie, die vom Mystizismus in der Science Fiction lebt. (Sie selber nennt das Sense of wonder).
Einen Moment, meine Meinung ist falsch (also grundsätzlich, unwiederbringlich) weil DU u.a. solche Wesen für mystisch HÄLST (also Iyho)?! Na, das ist auch ne Aussage.

@surtur, wer sagte das: Das war ich oder?

Ich finde der Mystizismus geht zu einem großen Teil verloren. Man mag Überwesen vielleicht nicht 100%tig erklären (Energie ist allerdings immer eine gute Sci-Fi Begründung) allerdings haben sie nichts unnahbares mehr wenn man sich mit ihnen Auge in Auge auseinander setzen kann (und das macht auch Perry Rhodan teilweise).
Dinge werden doch mystischer je weniger man sie erklären kann und das kann ich mir bei einem Fantasybauerntölpel, der k.a. von anderen Dimensionen und Daseinsebenen hat besser vorstellen.

Man denke an Star Trek V, wo der ganze Film darauf basiert, daß so ein Wesen entmystifiziert wird weil es "nur" ein eingesperrtes Energiewesen ist (höchstwahrscheinlich ein Q).

p.s.: Sense of Wonder ist bei mir nochmal ne andere Schublade.
Im Grunde kann man die Mystik wieder herstellen allein in der Größe und Schönheit des Universums. Wert hat das gemacht, wieso, weshalb? Wie alt es? Was war davor? Dazu braucht es nicht unbedingt einen Gott, obwohl es nicht schaden kann (naja, meisstens) an einen zu glauben.
Aber sobald ein Energieblitz auftaucht und sagt "hopps, da bin ich, ich war das, ich hatte in letzter Zeit nur keine Zeit, weil wir da so einen Krieg gegen negative Energiewesen haben" hat sich alles erledigt mit der Mystik. Oft plagen diese Wesen in der Sci-Fi ja ganz menschliche Probleme.
« Letzte Änderung: 11.10.2006 | 11:25 von Falcon »
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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #21 am: 11.10.2006 | 12:46 »
Ich würde sogar noch Punkt 1.) in Punkt 2.) Reinnehmen. Die Götter Selbst nehmen keinen einfluss auf das Setting, sofern sie Existieren. Demzufolge sind "echte" Götter uninteressant.
"Echte" Götter wären in diesem Zusammenhang uninteressant.

Allerdings gibt es ja Götter. Der Leser weiß ja zu Beginn des Buches noch nicht, ob die Götter jetzt echt oder falsch sind.
Ihm wird der Eindruck suggeriert, sie seien echt und könnten auch tatsächlicbh Wunder wirken. Erst zum Ende des Buches stellt sich dann heraus, dass es in Wirklichkeit keine Götter sind.

Für mich ist das schon etwas prinzipiell anderes als: Es gibt keine Wunder.

Wie wäre es wenn sich die Leute in deinem Setting ihren eigenen "Gott" in Form einer künstlichen Intelligenz geschaffen haben? Dieses hat vollen Zugriff auf die elektronischen Geräte, hat grosse Macht und grosses Wissen. Alternativ, wenn du es mystischer haben willst, könnte diese KI auch auf einem fremden Planeten gefunden worden sein
Die KI wäre das, was ich unter "falschen Gott" zusammengefasst habe.
Was nicht heißen soll, dass die Idee schlecht ist. - In 'Deus Ex' (Computerspiel) wird dieses Thema z.B. ganz interessant thematisiert.

Nichtsdestotrotz unterscheidet sich so eine KI von einem "echten Gott".

Eulenspiegel schrieb: Einen Moment, meine Meinung ist falsch (also grundsätzlich, unwiederbringlich) weil DU u.a. solche Wesen für mystisch HÄLST (also Iyho)?! Na, das ist auch ne Aussage.
Wenn ich ein Wesen für mystisch halte, dann ist es wohl mystisch, oder?
Oder willst du behaupten, Wesen, die ich für mystisch halte, seien nicht mystisch?

Zitat
Ich finde der Mystizismus geht zu einem großen Teil verloren. Man mag Überwesen vielleicht nicht 100%tig erklären (Energie ist allerdings immer eine gute Sci-Fi Begründung) allerdings haben sie nichts unnahbares mehr wenn man sich mit ihnen Auge in Auge auseinander setzen kann (und das macht auch Perry Rhodan teilweise).
Mystik hat nichts mit unnahbar zu tun.
Mystik hat etwas mit Verborgenem und Unbekannten zu tun.
Der Mystizismus lebt davon, dass er die Realität verschleiert. Etwas ist mystisch, wenn man es nicht verstanden hat.
Und all diese Sachen treffen auf die Kosmokraten im Perry Rhodan Universum zu.

BTW:
Wann konnte sich ein Sterblicher in PR jemals Auge in Auge mit den Kosmokraten auseinandersetzen?
Immerhin stehen die Kosmokraten 3 Entwicklungsstufen über den Terranern?

Zitat
Dinge werden doch mystischer je weniger man sie erklären kann und das kann ich mir bei einem Fantasybauerntölpel, der k.a. von anderen Dimensionen und Daseinsebenen hat, besser vorstellen.
1) Genau. Und kann man die Kosmokraten erklären? Kann man die Kosmokraten verstehen?
Beide male nein. Sie verfolgen das Prinzip der Ordnung. Was sie unter Ordnung verstehen, bleibt aber im Großen und Ganzen unbekannt.

2) Wir vergleichen ja auch nicht Fantasy Bauerntölpel mit Raumfahrern.
Sondern eher: Einen Raumfahrer, der an einen echten Gott glaubt, und einen Raumfahrer, der ein sehr mächtiges Wesen trifft. (Und dieses evtl. für einen Gott hält.)
Von Bauerntölpel keine Spur.

Und jetzt sage mir doch bitte, wieso der echte Gott mystischer sein sollte als der falsche Gott?

Zitat
Man denke an Star Trek V, wo der ganze Film darauf basiert, daß so ein Wesen entmystifiziert wird weil es "nur" ein eingesperrtes Energiewesen ist (höchstwahrscheinlich ein Q).
Ja klar, man KANN mächtige Wesen entmystifizieren. Aber man MUSS nicht.
Star Trek ist halt ein Beispiel dafür, wie mächtige Wesen entmystifiziert werden.
Perry Rhodan dagegen ist ein Beispiel, wie mächtige Wesen nicht entmystifiziert werden.

Zitat
p.s.: Sense of Wonder ist bei mir nochmal ne andere Schublade.
Was ist für dich der Unterschied zwischen Mystik und Sense of Wonder?

Zitat
Im Grunde kann man die Mystik wieder herstellen allein in der Größe und Schönheit des Universums. Wert hat das gemacht, wieso, weshalb? Wie alt es? Was war davor? Dazu braucht es nicht unbedingt einen Gott, obwohl es nicht schaden kann (naja, meisstens) an einen zu glauben.
Wer hat das Universum gemacht, wieso, weshalb?
Und für diese Frage brauchst du keinen Gott?

Entweder niemand hat das Universum gemacht oder ein Gott hat das Universum gemacht. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht.
Ob man an den Gott glaubt oder nicht, ist natürlich wieder eine andere Schublade.

Zitat
"hopps, da bin ich, ich war das, ich hatte in letzter Zeit nur keine Zeit, weil wir da so einen Krieg gegen negative Energiewesen haben" hat sich alles erledigt mit der Mystik. Oft plagen diese Wesen in der Sci-Fi ja ganz menschliche Probleme.
1) Die Erbauer in 'Star Gate' finde ich immer noch mystisch, obwohl mittlerweile klar ist, wer ihre Feinde sind und wieso sie Atlantis verlassen haben.
2) Oft ist nicht immer. Nur weil etwas in der SF oft so ist, heißt das nicht, dass es immer so ist.

Offline Falcon

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« Antwort #22 am: 11.10.2006 | 13:00 »
@Eulenspiegel
Mir fehlt jetzt die Zeit auf alles einzugehen und diese Erbsenzählerei ist mir auch ein wenig zu stessig um sie fortzuführen aber kurz:
Eulenspiegel schrieb alles:
Zitat
Wenn ich ein Wesen für mystisch halte, dann ist es wohl mystisch, oder?
Oder willst du behaupten, Wesen, die ich für mystisch halte, seien nicht mystisch?
Ich will behaupten, das du nicht bestimmen kannst, daß es falsch ist, was ich sage, bloß weil du anderer Meinung bist. Oder ist das nicht so? Das habe ich frei aus "das stimmt nicht, das ist nämlich so" interpretiert.
Ich finde es i.O. wenn dir das mystischen Flair verschafft, mir aber nunmal nicht.

Zitat
Mystik hat nichts mit unnahbar zu tun.
Mystik hat etwas mit Verborgenem und Unbekannten zu tun.
Das ist doch wieder Haarspalterei, je unnahbarer etwas ist, desto mehr Verborgenes enthält es.

Zitat
Und jetzt sage mir doch bitte, wieso der echte Gott mystischer sein sollte als der falsche Gott?
Ich rede aber nicht von echten Göttern, ich rede von anderen Lebensformen. Mir ist klar, das die Grenze schwammig ist und viele Völker in Settings mögen anderen Lebensformen für Götter halten (Goa'ould Anyone?), dennoch macht es Sinn da eine Trennung zu machen. Wie kann man schon genau falschen und richtigen Gott unterscheiden? aber sag doch mal nem "gläubigen Christen" Gott sei vergleich mit jedem  xbeliebige in Schatten gehüllten Sci-Fi Energiewesen und genauso mystisch.
Ich trenn das einfach nach Gefühl :)

@man kann Götter entmystifizeren: 'türlich. und ich will nicht mehr sagen, als daß ich bei Sci-Fi mehr Möglichkeiten (und Gefahren) sehe, um das zu erreichen (daher auch der Bauerntölpelvergleich).

Zitat
1) Die Erbauer in 'Star Gate' finde ich immer noch mystisch, obwohl mittlerweile klar ist, wer ihre Feinde sind und wieso sie Atlantis verlassen haben.
tja, schön für dich. Mir sind sie so normal wie sonst was (kennt jemand den Atlantisteil "10.000Jahre"? ohjeoje). Wir landen wieder da wo wir angefangen haben. Deine Mystikschwelle ist geringer, meine höher. Keine ist falsch.
« Letzte Änderung: 11.10.2006 | 13:05 von Falcon »
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Offline Stefan G.

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #23 am: 11.10.2006 | 13:25 »
Wie wäre es wenn sich die Leute in deinem Setting ihren eigenen "Gott" in Form einer künstlichen Intelligenz geschaffen haben? Dieses hat vollen Zugriff auf die elektronischen Geräte, hat grosse Macht und grosses Wissen. Alternativ, wenn du es mystischer haben willst, könnte diese KI auch auf einem fremden Planeten gefunden worden sein, auf der vorher eine viel höher Entwickelte Spezies lebte die jedoch bereits lange untergegangen ist. Diese KI wurde dann irgendwann auf die Systeme aufgespielt und ist nun mehr oder weniger überall wo menschliche Technik ist.

Da kam mir gerade wieder Orions arm in den Sinn. Ein hard-sifi setting das 8k Jahre in der Zukunnft spielt. Dort ist der Mensch schon lange nicht mehr die vorherrschende lebensform im Universum, sonder sogenannte "AI Gods" die ürsprünglich miest ganznormale künstliche intelligenzen waren, inzwischen sich aber soweit weiter entwickelt haben, das sie vom standpunkt des Menschen so überlegen und fremd wie götter sind.

http://www.orionsarm.com/main.html
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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #24 am: 11.10.2006 | 13:32 »
Das is hart. Die Idee is zwar nicht neu, aber irgendwie faszinierend...
Doomstone ist die Einheit in der schlechte Rollenspiele gemessen werden.

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Plansch-Ente

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #25 am: 31.10.2006 | 08:48 »
@Thema:

Gerade WEIL es eher untypisch ist, das es "aktive" Götter in einer Science Fiction Welt gibt, fände ich es sehr interessant. Man stelle sich eine große Science Fiction Schlacht zwischen dem menschlichen Imperium (beispiel) und einer schleimigen, bösen, widerlichen Alienart vor. Der Kampf tobt erbittert, aber mehr und mehr werden die Menschen zurückgedrängt. Es scheinen unendlich viele Aliens aus den tiefen des Planeten zu kriechen. Als die Lage aussichtslos erscheint und der Tod der menschlichen Armee nur noch eine Frage der Zeit ist, erfüllt die Herzen der Menschen plötzlich Mut. Einer der Ihren stellt sich auf einen Felsen damit er von allen gesehen wird. Er beginnt beruhigend und ermutigend auf seine Freunde einzureden. Gleichzeitig erfüllen die Worte des Mannes Furcht und entsetzen in den Herzen der Ausserirdischen invasoren. Es gelingt den Menschen die Aliens zurückzutreiben und letzten Endes zu vernichten...Kurz darauf fällt der Mann erschöpft vom Felsen und kann sich an nichts erinnern...Fakt ist: Der Gott (wahlweise ein Vertreter ;) ) der Menschen ist in ihn gefahren um seine Schützlinge zu retten...

Offline Wodisch

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #26 am: 31.10.2006 | 15:20 »
Hast Du mal das Buch "Es nicht leicht, ein Gott zu sein" gelesen?
Von Arkadi & Boris Strugatzki, wenn ich mich recht erinnere.

Plansch-Ente

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #27 am: 31.10.2006 | 15:55 »
Nein...nie von gehört...hat es eine ähnliche Szene?

Huckleberry

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #28 am: 4.11.2006 | 11:11 »
Ich hatte dafür mal eine Regel erstellt. Je mehr Zuwendung ein Gott bekommt umso mächtiger wird er. Diese Macht steigt mit jedem Priester, Altar, Gotteshaus usw., welches ihm geweiht ist. Je größer die Zuweundung, umso mehr "Machtpunkte" bekommt er. Eine ganz witzige Idee, die ich für die Fantasy-Welt einführen wollte, aber doch sehr in Buchhaltung umschlagen könnte.
Wenn man diese Idee aber nur grob als Vorlage nimmt, dann man natürlich den perfekten Grund für Religionsgründe, denn je mehr Gläubige ich habe (bzw. je weniger der Andere) umso mächtiger wird mein Gott.

Kennst Du wahrscheinlich schon, aber falls nicht: Neil Gaimans American  Gods geht genau von dieser Annahme aus, konzentriert sich dann aber auf die andere Richtung: was ist aus all den ägyptischen/babylonischen/nordischen etc Gottheiten geworden, die keiner mehr verehrt? Gaiman findet einen spannenden Mittelweg: einerseits leben sie in dieser Welt, fast wie jeder Mensch, andererseits haben sie ihre göttlichen Eigenschaften nicht ganz verloren (sind also z.B: extrem langlebig). In American Gods treten sie dann gegen die "Neuen Götter" an: die -- meiner Meinung nach etwas klischeehaft -- die Götter der shopping malls, der Medien etc sind.

Offline Alex

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #29 am: 6.11.2006 | 07:51 »
Kennst Du wahrscheinlich schon, aber falls nicht: Neil Gaimans American  Gods geht genau von dieser Annahme aus, konzentriert sich dann aber auf die andere Richtung: was ist aus all den ägyptischen/babylonischen/nordischen etc Gottheiten geworden, die keiner mehr verehrt? Gaiman findet einen spannenden Mittelweg: einerseits leben sie in dieser Welt, fast wie jeder Mensch, andererseits haben sie ihre göttlichen Eigenschaften nicht ganz verloren (sind also z.B: extrem langlebig). In American Gods treten sie dann gegen die "Neuen Götter" an: die -- meiner Meinung nach etwas klischeehaft -- die Götter der shopping malls, der Medien etc sind.
Hab ich gelesen. Ich war etwas enttäuscht von dem angeblichen Super-Bestseller, aber die Idee mit den Göttern und dem Aussterben, wenn sie keiner mehr anbetet ist wirklich gut.

Offline Falcon

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #30 am: 8.11.2006 | 01:17 »
aber auch nicht besonders neu oder?

Hab Niemalsland von dem gelesen, das fand ich ganz nett. Vielleicht sollte ich mir das auch mal zulegen.
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Offline sindar

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #31 am: 13.11.2006 | 19:51 »
Hm. Jetzt frage ich mich: Wenn es Goetter gobt, die Wunder wirken - warum sollte sich dann wer die Muehe machen, eine Technologie zu entwickeln? Ein Gebet loszuschicken ist dann doch wesentlich sicherer (und einfacher). Und: Kein Gott wird es so ohne weiteres geschehen lassen, dass er mittels Technologie "ueberfluessig gemacht" wird. DAS scheint mir der Hauptgrund dafuer zu sein, dass Goetter so schlecht in SciFi-Settings 'reinpassen. (Also Goetter nach DSA-Art.)
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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #32 am: 14.11.2006 | 08:26 »
Es gibt aber auch Wunder und andere Dinge die man mit Technologie nicht so leicht hinbekommt...Wiederbelebung zum Beispiel...das macht Götter auch in hochtechnisierten Zeitaltern nicht unnütz :)

Offline Boba Fett

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #33 am: 14.11.2006 | 09:42 »
Hm. Jetzt frage ich mich: Wenn es Goetter gobt, die Wunder wirken - warum sollte sich dann wer die Muehe machen, eine Technologie zu entwickeln? Ein Gebet loszuschicken ist dann doch wesentlich sicherer (und einfacher). Und: Kein Gott wird es so ohne weiteres geschehen lassen, dass er mittels Technologie "ueberfluessig gemacht" wird.
Also generell würde ich sagen:
Götter der DSA Art sind doch wohl eher launischer Natur, so dass niemand sicher sein kann, dass sein Gebet so erhört wird, wie er sich das wünscht.
Ausserdem mag es ja sogar so sein, dass es weniger (nennen wir sie mal Priester) das sogar durchaus können. Was macht die große Masse der Menschen? Das gleiche wie bei DSA - die Priester sprechen ihr Gebet und bekommen ihr Wunder, der Rest schuftet und schafft sich seinen Wunsch durch harte Arbeit.

Mal abgesehen geht es bei Glauben und bei Religionen um den Glauben über die Beschaffenheit der Welt (des Universums) und nicht um irgendeinen speziellen Gott an sich.
Es geht um das "wo kommen wir her" und "wo gehen wir hin". Viele glauben an den großen Gott Naturwissenschaft und sagen "nirgends!" und "alles Zufall" - da spielt der Big Bang die große Ursache (nur was war davor? und was löste ihn aus?).
Andere glauben an eine Wesenheit, wieder andere an viele Wesenheiten, und noch andere glauben einfach dass es mehr gibt als die Summe aller Teilchen. Es geht nicht um Karl den Gott aus der 11. Dimension und seine Riesenkräfte.
Es geht um das Sein, um das wie ist alles entstanden, wie sind wir entstanden, wo gehen wir hin, was macht uns aus.
Ausserdem definieren Religionen Richtlinien über das "wie sollten wir uns in unserer Welt verhalten" und das "wie sollten wir mit unserer Umwelt, unseren Mitmenschen umgehen".
Warum sollte es in der Zukunft nicht auch Menschen / Wesen geben, die für diese Fragen über die Religion nach Antworten suchen?
Was steht im Wege? Die Wissenschaftlichen Erkenntnisse? Das gilt auch für das heute und es gibt auch heute sehr viele, die ihren Glauben besitzen.
Einfach weil der Glauben kein Widerspruch zur Wissenschaft ist.
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Offline Boba Fett

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #34 am: 14.11.2006 | 09:46 »
Ansonsten kann ich nur Hyperion und Endymion (Dan Simmons) als Lektüre empfehlen, wenn es um den christilichen Gott und dessen Religion in einer futuristischen Welt geht.
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Offline Gwynnedd

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #35 am: 14.11.2006 | 15:16 »
Hm. Jetzt frage ich mich: Wenn es Goetter gobt, die Wunder wirken - warum sollte sich dann wer die Muehe machen, eine Technologie zu entwickeln? Ein Gebet loszuschicken ist dann doch wesentlich sicherer (und einfacher). Und: Kein Gott wird es so ohne weiteres geschehen lassen, dass er mittels Technologie "ueberfluessig gemacht" wird. DAS scheint mir der Hauptgrund dafuer zu sein, dass Goetter so schlecht in SciFi-Settings 'reinpassen. (Also Goetter nach DSA-Art.)

weil nicht jeder in der lage ist wunder zu wirken, sondern das einer kleinen Gruppe von Priestern vorbehalten bleibt?
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Eulenspiegel

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #36 am: 14.11.2006 | 21:51 »
Ein Gebet loszuschicken ist dann doch wesentlich sicherer (und einfacher).
Kommt darauf an.
1) Vielleicht ist diese Technologie ja ein Wunder der entsprechenden Gottheit.
2) Vielleicht sind die Götter nicht allmächtig.

Zitat
Kein Gott wird es so ohne weiteres geschehen lassen, dass er mittels Technologie "ueberfluessig gemacht" wird.
1) Kommt darauf an.
Der Gott des Fortschritts / Gott der Wissenschaft hat durchaus ein Interesse daran, durch Fortschritt überflüssig gemacht zu werden. Und solange die Leute weiter forschen, handelns eine Gläubigen ja in seinem Sinne.

2) Vielleicht sehen einige Götter die Gläubigen als Kinder. Und langsam wird es halt Zeit, dass die Kinder erwachsen werden und auf eigenen Beinen stehen können.

3) Es geht den Göttern darum, dass die Leute ein bestimmte Moral leben. Da sie nicht allmächtig sind, müssen die Gläubigen ihre Moral halt mit Feuer&Schwert (bzw. überlegene Technologie) den ungläubigen Völkern aufoktroieren.

Andere glauben an eine Wesenheit, wieder andere an viele Wesenheiten, und noch andere glauben einfach dass es mehr gibt als die Summe aller Teilchen. Es geht nicht um Karl den Gott aus der 11. Dimension und seine Riesenkräfte.
Es macht aber schon einen Unterschied, ob man an einen Gott glaubt, der niemals eingreift. (Siehe irdische Religionen)
Oder ob man an einen Gott glaubt, der nachweislich eingreift. (siehe DSA Religion)

Beides ist vorstellbar. Und beides kann ein interessantes Setting für eine SF Welt liefern. Aber beides hat auch unterschiedliches Flair.

Eine SF Welt, in der die Leute an Gott glauben, aber nur durch Drogen Visionen ihrer Götter bekommen, hat einen ganz anderen Flair als eine Welt, in der der Gott auch real eingreift.

Offline Opthalamia

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #37 am: 31.12.2006 | 14:18 »
2) Vielleicht sind die Götter nicht allmächtig.


Eine SF Welt, in der die Leute an Gott glauben, aber nur durch Drogen Visionen ihrer Götter bekommen, hat einen ganz anderen Flair als eine Welt, in der der Gott auch real eingreift.

Vorweg: Allmacht ist bei mehreren Göttern ein Problem

Bisher wurden 3 Wege für Götter im RPG besprochen. Da kein Gott Allmacht benötigt, um für alle Lebenden besondere Bedeutung zu erlangen, gibt es noch eine Option die lediglich den Glauben nachvollziehbar festigt ohne direkten Einfluss auf ein RPG zu nehmen:

Woher stammt das Leben? Sex alleine reicht nicht, (ein) Gott muss dem werdenen Wesen auch eine Seele einhauchen.

Ein solcher Gott benötigt nichtmal irgendeine zusätzliche Macht. Er ist eindeutig seinen Anhängern wohl gesonnen, und der Glaube an ihn wird von jeder Gesellschaft (mit Kindern) Verteidigt. Seine Existenz ist erfassbar, auch wenn er selbst abstrakt bleibt, weil Kommunikation z.B. unmöglich bleibt. Alle bisherigen Wege Götter ins RPG unterzubringen stehen zusätzlich offen.

Mehrere Rassenspezifische Götter werden so zu einer Erklärung für Unterschiedliche der Rassen, die weder durch Kultur noch Körpereingenschaften erklärbar sind. Die "Elfische Seele" unterscheidet sich dann galt genauso vom Zwergen, wie die Klingonische von der Vulkanischen.
« Letzte Änderung: 31.12.2006 | 14:21 von Opthalamia »

Offline Boba Fett

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #38 am: 31.12.2006 | 14:56 »
Grundsätzlich muss man zwischen "Existenz eines Gottes" und "Glauben an einen Gott" unterscheiden.

Existenz eines Gottes
Wenn es Götter wirklich gibt, stellt sich die Frage, wie diese in Erscheinung treten.
Nimmt man ihre Existenz wahr, gibt es Zeugnisse ihres seins?
Sind sie räumlich irgendwo präsent, körperlich existent oder nur Geistwesen, die vielleicht innerhalb ihrer Domäne existent sind.
Welche Macht und Fähigkeiten wohnt einem Gott inne?
Oder gibt es nur alte Zeugnisse der Existenz und die Götter haben schon länger nichts mehr von sich hören lassen?

Was macht die Anhänger des Gottes aus?
Haben sie bestimmte besondere Fähigkeiten? Wenn ja, stammen diese vom Gott oder sind sie anderer Natur?

Über Religionen und den Glauben
Ganz unabhängig, ob es einen oder mehrere Götter gibt, kann man sich Gedanken über die Religionen machen.
Glauben bedeutet letztendlich immer das Gleiche:
Die Überzeugung, dass es mehr gibt, als nur Naturgesetze und das zufällige Entstehen des Lebens.
Wie sehr eine Gottheit dann personifiziert wird und welche Eigenschaften man ihr zuordnet ist dann ersteinmal nebensächlich.
Wichtig ist, dass es eben mehr gibt und dass dieses mehr Interesse daran hat, wie man sein Leben in der Welt zubringt.
In einer Religion gibt es immer "gottgefällige" Verhaltensregeln. Religion sagt, welches Verhalten richtig und welches falsch ist.
Glauben definiert Tugenden und Sünden.
Dem Glaubenden gibt das im Leben den nötigen Halt - er fühlt, dass er nicht allein ist und weiss, was richtig und was falsch ist.
Dadurch kann er sich orientieren und kann auch das Verhalten des anderen bewerten.

Das Fehlen von Glauben bedeutet nichts anderes, als dass der Mensch (oder die Wesen) selbst die Tugenden und Sünden definiert.
In diesem Fall ist die Philosophie der Maßstab für Verhaltensregeln.

Der Unterschied ist eindeutig - entweder sind die Definitionen von richtig und falsch selbst gemacht - dann kann man über deren Korrektheit streiten und alles relativieren. Oder die Maßstäbe für Verhalten sind von außen vorgegeben und dann sind sie unverrückbar und nicht relativierbar.
Das macht den Glauben letztendlich aus - dass man sich in der Bestimmung von richtig und falsch von aussen leiten lässt, oder sie selbst definiert.

Das wird in SciFi nicht anders sein, als heute oder im Fantasy. Und das wird auch immer unabhängig sein, ob es einen Gott tatsächlich gibt (dessen "Göttlichkeit" man ja auch als "verflucht mächtiges Wesen" definieren und damit aberkennen kann) oder ob nur der Glauben daran existiert.
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Offline Opthalamia

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Re: [Brainstorming] Götter in einer SciFi-Welt ?
« Antwort #39 am: 31.12.2006 | 18:31 »
Existenz eines Gottes
Wenn es Götter wirklich gibt, stellt sich die Frage, wie diese in Erscheinung treten.
Nimmt man ihre Existenz wahr, gibt es Zeugnisse ihres seins?
Sind sie räumlich irgendwo präsent, körperlich existent oder nur Geistwesen, die vielleicht innerhalb ihrer Domäne existent sind.
Welche Macht und Fähigkeiten wohnt einem Gott inne?

Hier bitte meine Idee einfügen

Das wird in SciFi nicht anders sein, als heute oder im Fantasy. Und das wird auch immer unabhängig sein, ob es einen Gott tatsächlich gibt (dessen "Göttlichkeit" man ja auch als "verflucht mächtiges Wesen" definieren und damit aberkennen kann) oder ob nur der Glauben daran existiert.


D.h. ein Gott ohne Allmacht ist kein Gott? Sachlich begrenzte Allmacht reicht doch.
Über Religionen und den Glauben
Ganz unabhängig, ob es einen oder mehrere Götter gibt, kann man sich Gedanken über die Religionen machen.
Glauben bedeutet letztendlich immer das Gleiche:
Die Überzeugung, dass es mehr gibt, als nur Naturgesetze und das zufällige Entstehen des Lebens.
Wie sehr eine Gottheit dann personifiziert wird und welche Eigenschaften man ihr zuordnet ist dann ersteinmal nebensächlich.
Wichtig ist, dass es eben mehr gibt und dass dieses mehr Interesse daran hat, wie man sein Leben in der Welt zubringt.
In einer Religion gibt es immer "gottgefällige" Verhaltensregeln. Religion sagt, welches Verhalten richtig und welches falsch ist.
Glauben definiert Tugenden und Sünden.
Dem Glaubenden gibt das im Leben den nötigen Halt - er fühlt, dass er nicht allein ist und weiss, was richtig und was falsch ist.
Dadurch kann er sich orientieren und kann auch das Verhalten des anderen bewerten.

Das Fehlen von Glauben bedeutet nichts anderes, als dass der Mensch (oder die Wesen) selbst die Tugenden und Sünden definiert.
In diesem Fall ist die Philosophie der Maßstab für Verhaltensregeln.

Der Unterschied ist eindeutig - entweder sind die Definitionen von richtig und falsch selbst gemacht - dann kann man über deren Korrektheit streiten und alles relativieren. Oder die Maßstäbe für Verhalten sind von außen vorgegeben und dann sind sie unverrückbar und nicht relativierbar.
Das macht den Glauben letztendlich aus - dass man sich in der Bestimmung von richtig und falsch von aussen leiten lässt, oder sie selbst definiert.


Um Verwirrung zu vermeiden,

Wenn ich über einen Gott in einer Hintergrundswelt spreche, dann ist er nachweisbar anwesend. Die Frage ist nur noch wie sich seine Macht manifestiert.

Tritt er selbst in Erscheinung und herrscht?
Taucht er nur ab und zu auf und ändert den Verlauf der Geschichte?
Wirken Priester Wunder?
Gibt es einen Lebensbereich, der ohne Gott funtionsunfähig ist?

Glaube im RPG ist m.E. ein anderes Thema, bei dem es um Macht kontra Überzeugung geht. Siehe Stargate mit seinen falschen Göttern.
« Letzte Änderung: 31.12.2006 | 18:35 von Opthalamia »