Volle Zustimmung.
Allerdings ist der große Feind eben nicht das zentrale Thema der Kampane (ansonsten wäre es meiner Ansicht nach ein langer Oneshot).
Der Unterschied macht sich an der Art und Weise deutlich, wie auf die Aktionen der SC und des 'Feindes' eingegangen wird. Wo in einem langen Oneshot klar ist, daß mit diesem Feind die Sache vorbei ist, ist das bei einer Kampanie nicht zwingend so. In Folge dessen ist die Gruppe auch wesentlich unbefangener, sich zwischenzeitlich anderen Dingen zu widmen oder auftretende Seitenpfade weiter zu durchstöbern. So kann ich mir problemlos vorstellen (ist mir aber noch nicht passiert), daß die Chars bei ihrer Jagd nach Feind X dem NPC Y auf die Zehen treten und das dann blöderweise auch noch soweit ausweiten, daß dieser neue Feind wichtiger wird als der alte. Das hieße in einem Oneshot 'Abenteuer sprengen' und ist der Alptraum vieler klassischer SL. In einer Kampanie lächle ich als SL nur mein fieses SL-Grinsen, denn die Spieler haben mir gerade ein wunderschönes neues Thema in die Hand gegeben, das ich ausbauen kann.
Dieser Unterschied ist meiner Meinung nach essentiel, denn es markiert sehr gut den Grund, warum mir meißtens Kampanien wesentlich besser gefallen als Oneshots.
Gruß,
Hr. Rabe