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Warum ist SciFi (Space Opera) Rollenspiel in Deutschland eigentlich erfolglos?
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Thema: Warum ist SciFi (Space Opera) Rollenspiel in Deutschland eigentlich erfolglos? (Gelesen 13093 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Boba Fett
Kopfgeldjäger
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Titan
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tot nützt er mir nichts
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Mestoph
Warum ist SciFi (Space Opera) Rollenspiel in Deutschland eigentlich erfolglos?
«
am:
5.06.2007 | 15:07 »
Zitat
Guckt man sich mal im Angebot der Rollenspiele in englischer Sprache um,
entdeckt man einen gesunden Anteil an Science Fiction (
Space Opera
) Rollenspielen.
Traveller, Star Frontier, Spacemaster, Star Wars (d6 & d20), Star Trek (LUG & d20), Babylon 5 (alt und OGL),
Serenity, Battlestar, Alternity, d20 modern und future, WARS und was es da nicht alles gibt.
Und in Deutschland?
Da gab es mal (lang lang ist es her) Traveller von FanPro, dann Sternengarde (Star Frontiers) und dann Star Wars d6.
Und zwischendurch mal einen zaghaften Versuch von Truant, Fading Suns in deutscher Sprache zu präsentieren
und vielleicht Trinity von F&S, das aber auch nicht über die ersten beiden Quellenbücher hinweg kamen.
Und, wenn man mal die Spiele betrachtet: Alle (Star Wars mal ausgenommen) floppten.
Perry Rhodan habe ich glatt vergessen, aber das ist ja auch ein Spiel für eine rein deutsche Serie und man
muß die Serie schon mögen, um Interesse an dem Rollenspiel zu haben.
Ich (als Science Fiction Fan und SF Rollenspieler der ersten Generation) frage mich, warum das eigentlich so ist...
Schaut man mal weiter, entdeckt man ähnliche Genres - Cyberpunk und Shadowrun - beide Systeme wurden übersetzt,
und hatten adäquaten Erfolg - Shadowrun wurde Rollenspiel Mainstream in Deutschland, Cyberpunk 2020 nicht, aber
im internationalen Raum war der Erfolg ja ähnlich proportional.
In anderen Genres sind die Erfolge auch ähnlich... Fantasy hat den größten Anteil, aber auch Sachen wie 7te See sind international
nicht schlecht und machen sich in deutsch ähnlich gut.
Die WoD war international wie auch in deutsch in dern Neunzigern sehr erfolgreich.
Generell dümpelt das Rollenspiel in Deutschland zwar akkut ein wenig rum, aber bei Science Fiction war bisher immer Flaute...
Warum eigentlich?
Was ist los, mit dem Science Fiction in Deutschland?
Fassen wir mal die bisherigen Ergebnisse zusammen:
Dass utopische Welten zur Zeit wenig Erfolg haben und der Teutone eher nach Dystopie lechzt,
scheint einleuchtend zu sein - immerhin sind wir Weltmeister im Selbstmitleid...
Dass im SF sehr viel abstrakt ist (3d Karten, Weltraumkampf, Technik), ist auch ein Grund,
den ich jetzt sehe - da helfen dann nur Vereinfachungen.
Der Fehlende Standard, den Tolkien im Fantasy gemacht hat ist auch ein Grund,
warum der Einstieg in Fantasy einfacher ist.
Mangelnder Mut potentieller Rollenspielentwickler
Hab ich was vergessen?
«
Letzte Änderung: 11.06.2007 | 11:27 von Boba Fett
»
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Kopfgeldjäger
? Diesen Abschaum brauchen wir hier nicht!
ChaosAptom
Herr AngeberMan
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ChaosAptom
RE: Warum ist SciFi (Space Opera) Rollenspiel in Deutschland eigentlich erfolglos?
«
Antworten #1 am:
5.06.2007 | 15:20 »
Zitat
Zu viele Rulelawyers, dank DSA?
Du hast meastari vergessen.
Zumindest gibt es da seit ewigen drei stabile Runden in Deutschland
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"Jar Jar, you're a genius"
Uebelator
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Uebelator
RE: Warum ist SciFi (Space Opera) Rollenspiel in Deutschland eigentlich erfolglos?
«
Antworten #2 am:
5.06.2007 | 15:25 »
Zitat
Ich persönlich würde mich immernoch über eine deutsche Übersetzung von Transhuman Space sehr freuen.
Hmmm, warum hat Sci-Fi in Deutschland nur leidlich Erfolg? Gute Frage.
Warum es speziell in Deutschland so ist, kann ich mir auch nicht erklären, aber dafür das Sci-Fi im Allgemeinen ein bissl schlechter wegkommt als klassische Fantasy würde ich mir so erklären:
Fantasy bezieht sich ja schon irgendwie immer auf die jedem bekannten Motive des Mittelalters. Ritter, Bogensschützen, Turniere, Burgen etc.. Auch wenn dort noch jede Menge fantastisches hinzugefügt wurde (Zwerge, Elfen, Magie etc.) so hat man vielleicht dennoch eine bessere Vorstellung von solch einer Welt, als von einer, die es noch gar nicht gegeben hat. Möglicherweise ist Sci-Fi für manche einfach zu wenig greif- und vorstellbar.
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Gwynnedd
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gwynnedd
RE: Warum ist SciFi (Space Opera) Rollenspiel in Deutschland eigentlich erfolglos?
«
Antworten #3 am:
5.06.2007 | 15:26 »
Zitat
keine Ahnung warum, ich weiß nur, dass ich persönlich deutlich lieber Fantasy als SF spiele...
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Zitat von: Bluerps am 3.02.2007 | 00:07
Tritt niemanden der am Boden liegt!
... mach Downstrike, das macht mehr Schaden.
jafrasch
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...ich bin ein bi ba pinguin...
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jafrasch
RE: Warum ist SciFi (Space Opera) Rollenspiel in Deutschland eigentlich erfolglos?
«
Antworten #4 am:
5.06.2007 | 15:30 »
Zitat
Zitat von: ChaosAptom am 5.06.2007 | 15:20
Zu viele Rulelawyers, dank DSA? [...]
gar nicht mal abwegig. oder es liegt daran, das viele meinen sie müssten es von vorne bis hinten erklären (ich denke da an "battletech = nicht logitech"-dispute , "ein supersternenzerstörer der victory klasse würde die enterprise e aus dem all pusten"-theorien)...
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Zitat
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Jestocost
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even if it's sunday may i be wrong
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Jestocost
RE: Warum ist SciFi (Space Opera) Rollenspiel in Deutschland eigentlich erfolglos?
«
Antworten #5 am:
5.06.2007 | 15:33 »
Zitat
Die Antwort ist einfach: Science Fiction zieht nirgendwo langfristig. Nur bei den Amis gibt's einfach mehr Rollenspieler, da hält sich sogar SF.
Fantasy hat einen sehr viel stärkeren Sense of Wonder als andere Genres - und ist dadurch so erfolgreich. Bei SF ist auch der authoritative Aspekt problematisch - bei Fantasy kann ich über die Spielwelt begründen, ob etwas geht oder nicht (A wizard did it), bei SF ist das "Geht nicht, gibt's nicht" viel eklatanter.
Fantasy spricht einfach mehr Leute an. Das war's auch schon.
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Roland
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Roland
RE: Warum ist SciFi (Space Opera) Rollenspiel in Deutschland eigentlich erfolglos?
«
Antworten #6 am:
5.06.2007 | 15:34 »
Zitat
Zitat von: Boba Fett am 5.06.2007 | 15:07
Guckt man sich mal im Angebot der Rollenspiele in englischer Sprache um,
entdeckt man einen gesunden Anteil an Science Fiction Rollenspielen.
Jain. US SciFi Rollenspiele waren, im Vergleich zu anderen RSPs keine großen Renner. Da der deutsche Markt wesentlich kleiner ist, als der englischsprachige, hätten deutsche SciFi Rollenspiele noch kleinere Erfolgsaussichten.
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Skyrock
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Skyrock
RE: Warum ist SciFi (Space Opera) Rollenspiel in Deutschland eigentlich erfolglos?
«
Antworten #7 am:
5.06.2007 | 15:40 »
Zitat
In deiner Auflistung hast du das kurzlebige Star-Trek-Rollenspiel von Fanpro vergessen (dessen Scheitern abzusehen war - ein System aus den 80ern dass schlecht Bestandteile aus AD&D, Runequest und Traveller zusammenklaut und ein Setting das sich ausschließlich auf die Classic-Serie bezieht, damit war '97 kein Blumentopf mehr zu gewinnen).
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Zitat von: Jörg.D am 1.04.2008 | 16:31
Und wenn ich eine Frau spiele, dann soll sie nicht realistisch sein. Sie wird genau das Miststück sein, was jeder Mann sich in seinen wildesten Träumen vorestellt und das noch ne Ecke versauter.
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RE: Warum ist SciFi (Space Opera) Rollenspiel in Deutschland eigentlich erfolglos?
«
Antworten #8 am:
5.06.2007 | 15:45 »
Zitat
Zitat von: Jestocost am 5.06.2007 | 15:33
Die Antwort ist einfach: Science Fiction zieht nirgendwo langfristig. Nur bei den Amis gibt's einfach mehr Rollenspieler, da hält sich sogar SF.
Ich sehe hier keinen Smiley, also nehme ich an, du meinst das ernst. Dann aber widerspreche ich dir, lauthals. Nimm das Kino: Hier halten sich Fantasy- und SF-Filme in ungefähr die Waage (ganz so, wie du die beiden Begriffe definierst).
Im Fernsehen, das weitaus mehr Menschen als das Kino erreicht, ist es wohl unstrittig, dass SF-Serien die Fantasy-Serien bei weitem überwiegen.
Im Buchmarkt wiederum dürften sich beide Genres annähernd gleich verkaufen.
Wie kommst du also dazu, zu behaupten, SF zöge nirgendwo langfristig?
Zitat
Fantasy hat einen sehr viel stärkeren Sense of Wonder als andere Genres - und ist dadurch so erfolgreich.
Ach, ne. Als "Sense of Wonder" bezeichnet man das Gefühl, das sich einstellt, wenn der Leser einem literarischen Bestandteil der Fiktion gegenübersteht, der Staunen, Verwunderung oder ein Gefühl der Geborgenheit in ihm auslöst.
Zitat
Bei SF ist auch der authoritative Aspekt problematisch - bei Fantasy kann ich über die Spielwelt begründen, ob etwas geht oder nicht (A wizard did it), bei SF ist das "Geht nicht, gibt's nicht" viel eklatanter.
Ein kluger Mann hat mal geschrieben: "Wenn eine Technologie genügend fortgeschritten ist, erscheint sie dem gemeinen Auge als Magie" – somit kannst du alles begründen.
Zitat
Fantasy spricht einfach mehr Leute an. Das war's auch schon.
Nur deine Meinung.
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RE: Warum ist SciFi (Space Opera) Rollenspiel in Deutschland eigentlich erfolglos?
«
Antworten #9 am:
5.06.2007 | 15:51 »
Zitat
Zitat von: Bibu der Pinguin am 5.06.2007 | 15:30
"ein supersternenzerstörer der victory klasse würde die enterprise e aus dem all pusten"-theorien)...
Ja was denn nun, ein Supersternenzerstörer oder ein Victory-Zerstörer?
So weit ich weiß hat sich Space Gothic eine sehr aktive Fanbase erhalten, die im TSU Starweb das Spiel am Leben erhält. Es reicht wohl aber nicht, um das Spiel weiter kommerziell zu vermarkten.
Ein Dauerbrenner unter den SF-Spielen ist ja nun Star Wars. Das wird zum einen an der großen Bekanntheit der Filme liegen, zum anderen sicher auch an den Fantasy-Überschneidungen (Jedi Ritter, die Macht als Magie,etc.).
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RE: Warum ist SciFi (Space Opera) Rollenspiel in Deutschland eigentlich erfolglos?
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Antworten #10 am:
5.06.2007 | 16:16 »
Zitat
Science Fiction eignet sich einfach nicht so gut zum spielen wie Fantasy. Es ist zu nah an der Realität.
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Waldviech
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Waldviech
RE: Warum ist SciFi (Space Opera) Rollenspiel in Deutschland eigentlich erfolglos?
«
Antworten #11 am:
5.06.2007 | 16:21 »
Zitat
Da kommt es nun auch wieder drauf an, um was für SF es sich handelt. Bei Fading-Suns z.b. würde ich nicht sagen, das es nahe an der Realität wäre (ok, zugegebenermaßen durch Fantasy-Elemente)
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RE: Warum ist SciFi (Space Opera) Rollenspiel in Deutschland eigentlich erfolglos?
«
Antworten #12 am:
5.06.2007 | 16:28 »
Zitat
Hat schon jemand Space Gothic erwähnt? Fand den Hintergrund echt super. Degenesis ist auch irgendwo Science Fiction, wenn auch eher in die post-apokalyptische Richtung.
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Boba Fett
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Mestoph
RE: Warum ist SciFi (Space Opera) Rollenspiel in Deutschland eigentlich erfolglos?
«
Antworten #13 am:
5.06.2007 | 16:35 »
Zitat
@Norbert:
Da Du ja Tims (Jestos) Thesen widersprichst - was glaubst Du, woran das liegt...?
@Fauler Sack:
Das denke ich nicht... Fantasy benötigt genauso viel Plausibilität wie SF. Und in SF ist genauso viel möglich, sei es durch irgendwelche abgefahrene Technik oder durch PSI oder sogar durch Magie (siehe die Macht bei Star Wars).
Irgendwelche abgefahrenen Rassen sind genauso leicht zu finden wie im Fantasy, wenn nicht einfacher.
Und es genauso Abenteuer-fähig.
Grundsätzlich denke ich sogar, dass SF & F keine großen Unterschiede machen, weder in der Art der Abenteuer, noch in dem wo sich diese Genres von unserer Realität unterscheiden. Was bei Fantasy Wunder und Magie sind, dass ist bei SF eben Technik und Psionik.
Das einzige was ich bisher an Unterschieden finde:
Bei Fantasy hat sich ein Standard durchgesetzt, der durch die tolkieneske Fantasy geprägt wird - Elfen, Zwerge, Hobbits, Magier usw.
Dieses Klischee verschafft dem Genre eine Basis, das eine gewisse Vertrautheit bietet.
Spricht man von einem Zwerg, hat jeder sein Klischeebild vor Augen. Diese Vertrautheit erleichtert den Umgang mit dem Genre.
Man kennt sich halt aus.
Das ist bei SF nicht so. Wenn man sich da nicht auf ein bestimmtes Element ("Star Wars") bezieht, muss alles einzeln definiert werden.
Es gibt keinen Bezugspunkt, der Vertrautheit schafft.
Das macht den Umgang mit SF schwieriger, weil man sich einfach in mehr einarbeiten muss.
@Vanis:
Space Gothic ist doch inzwischen auch ein reines Fan-Supported System.
Degenesis ist Endzeit, so wie Endland, Engel und einige andere mehr. Das würde ich nicht als SF betiteln.
Sonst müsste man SR und Cyberpunk auch noch hinzufügen...
Ich meinte mit SF "Raumschiffe und so"...
«
Letzte Änderung: 5.06.2007 | 16:52 von Boba Fett
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Magister Alrik Galgenhöfer
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Prof. Galgenhöfer
RE: Warum ist SciFi (Space Opera) Rollenspiel in Deutschland eigentlich erfolglos?
«
Antworten #14 am:
5.06.2007 | 16:53 »
Zitat
Zitat von: Boba Fett am 5.06.2007 | 16:35
Das ist bei SF nicht so. Wenn man sich da nicht auf ein bestimmtes Element ("Star Wars") bezieht, muss alles einzeln definiert werden.
Es gibt keinen Bezugspunkt, der Vertrautheit schafft.
Das macht den Umgang mit SF schwieriger, weil man sich einfach in mehr einarbeiten muss.
Das sehe ich anders: Bunte Laserstrahlen als Waffe, Kampfroboter auf zwei Beinen, Roboter als Diener, interplanetarer Raumflug, Beamen, Kraftfelder und vieles mehr sind Standardzutaten, die sich immer wieder finden. Andererseits komme ich mit meinem Klischeewissen über Elfen und Zwerge nicht weiter, wenn es um Werwölfe und Vampire geht.
Zitat von: Norbert Matausch am 5.06.2007 | 15:45
Ein kluger Mann hat mal geschrieben: "Wenn eine Technologie genügend fortgeschritten ist, erscheint sie dem gemeinen Auge als Magie" – somit kannst du alles begründen.
Jein. Es gibt Science Fiction, in der darüber spekuliert wird, wie technische Weiterentwicklung eine Gesellschaft verändern kann. Es gibt Science Fiction, in der darüber spekuliert wird, welche Möglichkeiten uns mit moderner Technik offen stehen. Es gibt aber auch Science Fiction, in der die Gesetze der Natur vollkommen ignoriert werden und "Es ist halt Technik" eine Begründung ist wie "Es ist halt Magie", nur daß die Handlung in der Zukunft spielt.
Für mich ist letzteres ein Grund, mich von einem Buch abzuwenden. Magie soll für mich, wenn sie Magie ist, auch bitteschön Magie heißen. Es ist für mich enttäuschend, wenn ein Autor so tut, als gäbe es für seine Geschichte einen denkbaren technischen Hintergrund und es am Ende doch nur frei zusammenphantasiert ist.
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Und wenn ich mich im Zusammenhang
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Boni
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RE: Warum ist SciFi (Space Opera) Rollenspiel in Deutschland eigentlich erfolglos?
«
Antworten #15 am:
5.06.2007 | 16:55 »
Zitat
@Boba: Die Theorie mit den Bezugspunkten finde ich plausibel. Damit sollte deine eigene Frage grundsätzlich beantwortet sein.
Ähnliche PRobleme gibt es ja auch mit den Fantasy-Settings abseits dieses "Tolkien-Konsenses". Ich finde es auch schwieriger, jemanden L5R nahezubringen, als jedes beliebige Fantasy-Setting.
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Mulep
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Mulep
RE: Warum ist SciFi (Space Opera) Rollenspiel in Deutschland eigentlich erfolglos?
«
Antworten #16 am:
5.06.2007 | 17:01 »
Zitat
In einem anderen Forum gab es diese Diskussion auch schon mal, da kam (heute) ein netter Beitrag hinzu:
Warum sind SF-Rollenspiele nicht so beliebt?
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Mann ohne Zähne
RE: Warum ist SciFi (Space Opera) Rollenspiel in Deutschland eigentlich erfolglos?
«
Antworten #17 am:
5.06.2007 | 17:05 »
Zitat
@Boba:
Hm... meinst du jetzt, woran es liegt, dass SF nicht so gut zieht wie Fantasy? Oder umgekehrt?
Zitat von: Magister Alrik Galgenhöfer am 5.06.2007 | 16:53
Das sehe ich anders: Bunte Laserstrahlen als Waffe, Kampfroboter auf zwei Beinen, Roboter als Diener, interplanetarer Raumflug, Beamen, Kraftfelder und vieles mehr sind Standardzutaten, die sich immer wieder finden. Andererseits komme ich mit meinem Klischeewissen über Elfen und Zwerge nicht weiter, wenn es um Werwölfe und Vampire geht.
Gut, da könnten wir uns jetzt auslassen drüber. Fakt ist, dass es sowohl unterschiedliche Fantasy- als auch Science Fiction-Gemeinplätze gibt – aber auch, dass sich diese "Standardzutaten" beileibe nicht in jedem Werk finden lassen. Sei es nun SF oder Fantasy. Ich könnte dir viele, viele, viele SF-Werke aufzählen, in denen weder interplanetarer Raumflug, Beamen, Kraftfelder oder Phaser zu finden sind.
Zitat
Es gibt aber auch Science Fiction, in der die Gesetze der Natur vollkommen ignoriert werden und "Es ist halt Technik" eine Begründung ist wie "Es ist halt Magie", nur daß die Handlung in der Zukunft spielt.
Natürlich. SF ist seit ihren Anfängen sehr gewachsen und hat sich sehr verändert. Nur zum Beispiel: "Star Wars" wurde von Lucas selbst als "Fantasy mit Lichtschwertern" beschrieben. Ich bin der Meinung, dass vor allem die Schubladisierung von Science Fiction sehr problematisch ist. Was bezeichnest du als SF? Ist Star Wars SF? Für mich nicht. Ist Traveller SF? Für mich schon. Ist es Space Gothic? Nein. Und bei dir?
Zitat
Für mich ist letzteres ein Grund, mich von einem Buch abzuwenden. Magie soll für mich, wenn sie Magie ist, auch bitteschön Magie heißen. Es ist für mich enttäuschend, wenn ein Autor so tut, als gäbe es für seine Geschichte einen denkbaren technischen Hintergrund und es am Ende doch nur frei zusammenphantasiert ist.
Das ist mir persönlich völlig egal. Entweder mir gefällt ein Werk, weil es mich packt und hineinzieht (da können dann von mir aus auch kleinere logische Hänger drin sein; auch unser "reales" Leben ist nicht immer logisch), oder mir gefällt es nicht, weil es mich nicht packen kann.
Ob da nun Magie "Magie", "PSI", "Aerthpower", "Vril" oder sonstwie heißt, ist mir, wie gesagt, einerlei.
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ChaosAptom
Herr AngeberMan
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ChaosAptom
RE: Warum ist SciFi (Space Opera) Rollenspiel in Deutschland eigentlich erfolglos?
«
Antworten #18 am:
5.06.2007 | 17:12 »
Zitat
Ich denke hauptsächlich liegt es daran, dass SciFi Fans eher älter sind, es komplizierter und unheroischer ist und die meisten SciFi-Fans sich die Sachen auf englisch holen.
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"Jar Jar, you're a genius"
Fauler Sack
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Lechloan
RE: Warum ist SciFi (Space Opera) Rollenspiel in Deutschland eigentlich erfolglos?
«
Antworten #19 am:
5.06.2007 | 17:13 »
Zitat
Zitat von: Boba Fett am 5.06.2007 | 16:35
@Fauler Sack:
Das denke ich nicht... Fantasy benötigt genauso viel Plausibilität wie SF.
Was bei Fantasy Wunder und Magie sind, dass ist bei SF eben Technik und Psionik.
Da möchte ich wiedersprechen. Magie benötigt viel weniger Plausibilität und bietet viel mehr Möglichkeiten als Technik, weil ich aus dem täglichen Leben 'weiß', wie Technologie funktioniert und welche Auswirkungen sie auf die Gesellschaft hat. Zum einen weiß ich nämlich, dass Technologie für jeden funktioniert, und nicht bloß für ein paar Auserwählte, und zum anderen weiß ich, dass sich Technologie entwickelt und früher oder später auch jedem zur Verfügung steht. Außerdem kann man mit Magie viel leichter Schwarz-Weiß zeichnen, als mit Technologie, weil wir aus Erfahrung wissen, dass Technik keine inhärente moralische Wertung hat.
Das macht es viel schwieriger, die Charaktere zu etwas besonderen oder "den Guten" zu machen, als bei Fantasy.
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