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Ist D&D kein Rollenspiel?
Arldwulf:
Naja, letztlich unterscheiden sich die Regelwerke der einzelnen D&D Versionen durchaus stark darin wie sie das ausspielen der eigenen Charakterrolle unterstützen.
Da hat man Editionen bei denen zwei, drei Charaktere auf die Frage "was machst du" mit "na zubauen, irgendwie" antworten würden neben solchen bei denen die gleichen Charaktere sehr individuelle und auf die Charaktereigenschaften zugeschnittene Aktionen machen würden. Auch die Frage wie flexibel Charakterideen unterstützt werden können lässt sich natürlich mit konkreten Regelbeispielen beantworten. Und natürlich gibt es auch im Kontext von D&D durchaus jede Menge Regelunterstützung für Nichtkampfsituationen wenn man sie denn haben will.
Am Ende ist das weniger eine Frage ob D&D solche Dinge bieten kann als wie sehr man sie im eigenem Spiel nutzen will.
Medizinmann:
--- Zitat ---Ansonsten kann man natürlich mit jeder mir bekannten Version von D&D rollenspielen
--- Ende Zitat ---
Natürlich KANN man mit jeder Version von D&D Rollenspielen, man kann aber auch mit Heroquest, mit Frag oder Escape from Colditz oder Risiko Rollenspielen .
DAS war nie die Frage !
mit Tanz zur 2ten Tasse Kaffee
Medizinmann
Sashael:
--- Zitat von: Medizinmann am 15.02.2021 | 06:46 ---Natürlich KANN man mit jeder Version von D&D Rollenspielen, man kann aber auch mit Heroquest, mit Frag oder Escape from Colditz oder Risiko Rollenspielen .
--- Ende Zitat ---
Ehrlich gesagt: Nein, kann man nicht. Das ist ein Scheinargument. Risiko z.B. hat nicht eine einzige Regel, die Rollenspiel auch nur ansatzweise unterstützt.
Aber wieso schreib ich hier eigentlich? Die Diskussion war schon Schwachsinn, als sie sich nur um D&D4 gedreht hat und von den Fans anderer Editionen unterstützt wurde. ;D
AlterZwerg:
Natürlich kann man mit D&D auch richtig "RP" spielen.
Rollenspiel findet für mich in erster Linie zwischen Spielern und SL statt - unabhängig vom Regelwerk.
Es wird kein besseres "Rollenspiel", nur weil man in einem System möglichst viele Skills für soziale Interaktion hat.
Das erhöht zwar die Anzahl der möglichen Würfe, fördert aber nicht unbedingt das Rollenspiel an sich.
In meiner Erfahrung war es eher von Seiten der DSA-geprägten Spieler in meinem Umfeld so, das sie D&D zum "Sau rauslassen" angesehen haben.
"Das ist ja ohnehin kein Rollenspiel, da geht´s nur ums schnetzeln und looten."
Die waren anfangs von der Abwesenheit von Regeln und sozialen Skills zum würfeln völlig überfordert. Ging irgendwann ;)
Maarzan:
Ich stelle einmal die These auf:
"Rollenspiel" ist nicht binär, sondern eine Skala mit 2 Extremenden, von denen das ideale Rollenspielende in der Praxis nicht erreicht werden kann, man kann sich ihm nur weitest möglich annähern.
Der Kern de Rollenspiels ist dann
1) das Entscheidungen treffen aus der Perspektive der Figur = Spielen der Rolle und
2) das Spiel selbst muss diese Entscheidung dann auf Basis der imaginären Umwelt der Figur auswerten.
Was diesen beiden Umstände entgegen läuft beschädigt dann das Rollenspielideal, doppelt, wenn es eine bewusste und grundsätzliche Abkehr von diesem Prinzip darstellt.
3) Reine Abstraktionen und Transformationen um das Ganze noch als Spiel spielbar bzw. verwaltbar zu halten sind erst einmal keine Beschädigung des Rollenspielideals bis es so grob bis widersprüchlich wird, dass 2) gestört wird - was dann aber letztlich aber hier irgendwo auf Themenfokus vs. Geschmack hinausläuft.
Unterstützende Elemente fördern das Ideal, sind aber theoretisch bei ausreichend sich dem Ideal annäherndem "natürlichen" Spielerverhalten nicht notwendig - ungefähr wie Stützräder, ABS und Airbags. .
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