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Autor Thema: "Methodische Spielleitung" von Florian Berger  (Gelesen 10421 mal)
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nebelland
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« Antworten #50 am: 21.07.2008 | 11:49 »

"Bekanntermaßen"? Nicht wirklich.

Naja, wenn die Wikipedia schon weiß, dass "Charakter" eigentlich keine korrekte Übersetzung ist, dann kann man das schon als "bekannt" bezeichnen.

Es fällt mir immer wieder auf, wenn ein Autor die üblichen Begriffe durch Eigenschöpfungen oder nur in kleinem Kreis verwendete Konstruktionen ersetzt.

Ja, aber auffallen ist doch nichts schlimmes. Wink Wie schon gelegentlich angedeutet, spreche ich zwar Spielleiter an, aber das Buch wird auch außerhalb der Hobbyanhänger gelesen, wo "Charakter" eher ungebräuchlich oder sogar als falsch angesehen wird. Ich bin der Meinung, dass meine Bezeichnung beim Lesen nicht stört.

Ich glaube, jetzt habe ich erfolgreich von "Stift-und-Papier" abgelenkt. Grin

Florian
« Letzte Änderung: 21.07.2008 | 14:58 von nebelland » Gespeichert

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« Antworten #51 am: 21.07.2008 | 12:12 »

Zum Thema Geld: Was Jörg gesagt hat.
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« Antworten #52 am: 21.07.2008 | 14:30 »

Zitat
Zum Thema Geld: Was Jörg gesagt hat.
Ja, hat er schön ausgedrückt.

In dem Buch ist es mir nicht negativ aufgefallen, bei Nornis damals schon. Lag vermutlich daran, dass Figur so plastisch klingt und es ein erzähllastiges Rollenspielist - oder auch weil es ungewohnt war.

Benutzt man den bei "Mensch ärgere Dich nicht!" im englischsprachigen Raum zu den Spielfiguren auch "charakter"?
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« Antworten #53 am: 21.07.2008 | 14:39 »

Ich glaube, jetzt habe ich erfolgreich von "Sift-und-Papier" abgelenkt. Grin

Ja, siffen tun wir auch manchmal beim Spiel. Wink

Ansonsten sehe ich es auch als völlig unproblematisch an, Spielerfigur statt Spielercharakter zu sagen oder schreiben.
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Schwarmdummheit: Idiotischerweise haben wir ein System geschaffen, das die Rationalität des Einzelnen mit tödlicher Präzision zur Grundlage eines kollektiven Irrsinns macht, der uns Entscheidungen treffen lässt, die innerhalb des Systems als „klug“, ja sogar „vernünftig“ erscheinen, obwohl sie in Wahrheit von atemberaubender Dummheit sind.

Der Deutsche hält nämlich Parteien, die versuchen, das umzusetzen, was er selber für richtig hält, für linke Spinner.
nebelland
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« Antworten #54 am: 21.07.2008 | 14:58 »

Benutzt man den bei "Mensch ärgere Dich nicht!" im englischsprachigen Raum zu den Spielfiguren auch "charakter"?

Auch wenn das jetzt etwas von Thema weggeht, aber das Englische ist da nicht so straightforward wie das Deutsche. Smiley Schon "Gesellschaftsspiel" ist nicht so einfach zu übertragen. Bei "Mensch ärgere dich nicht" verwendet man strenggenommen keine "Figuren", sondern "Spielsteine", also "tokens" oder "gaming pieces".

"Figuren" und "Charaktere" sind eine höchst zwielichtige Bande falscher Freunde, die man in jeder Taverne erstmal aus der Ferne mustern sollte. Wink "Figur" im Deutschen hat mit der englischen "figure" nur eine Schnittmenge: u.a. Gestalt, Statur, Persönlichkeit, aber eben nicht "Figur in einem Theaterstück/Film/Spiel". Das klappt nur im Deutschen. Die englische Entsprechung dafür ist "character", das rückübertragen neben "Figur" (Film, Theater, Rollenspiel) aber auch "Wesen" (wie "ihr unausgeglichenes Wesen") und "Charakter" (wie "er war von schlechtem Charakter") bedeuten kann.

"Rollenspielcharakter" ist und bleibt eine fröhliche Fehlübersetzung, die sich nichtsdestoweniger lange eingebürgert hat und als Szenebezeichnung etabliert ist.

Florian
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« Antworten #55 am: 21.07.2008 | 15:33 »

Ansonsten sehe ich es auch als völlig unproblematisch an, Spielerfigur statt Spielercharakter zu sagen oder schreiben.
Stimmt. Oder umgekehrt, denn immerhin hat sich die Bezeichnung
lange eingebürgert hat und als Szenebezeichnung etabliert

Ich finde die Leseprobe zwar trocken aber durchaus interessant und würde den Preis für das Buch auch zahlen.
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Orakel
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« Antworten #56 am: 23.07.2008 | 13:04 »

Das Buch wird auch noch in 50 Jahren in meinem Schrank stehen.
Wobei das Medienkritisch betrachtet auch nicht unbedingt der Fall sein muss. (Anders als bei den digitalen Medien sind die Verfallserscheinungen bei Büchern zwar anders zu sehen, aber auch hier gibt es noch ein paar Kritikpunkte, die sich jedes Buch zumindest noch im Ansatz gefallen lassen muss.) Aber ansonsten hast du im groben und ganzen natürlich recht, dass Papier langlebiger ist, als eine simple Anhäufung von Einsen und Nullen.
Gibt es Robin's Laws auch auf Deutsch?
Kann Robin's Laws auch ein blutiger Einsteiger verstehen?
Interessanter ind em Zusammenhang ist dann doch eher: Ist das Buch überhaupt noch als Printausgabe zu Preisen abseits des Mondshcientarifes zu bekommen? Wink
(Und da wird es dann langsam aber sich tückisch.)
Ja, aber auffallen ist doch nichts schlimmes. Wink Wie schon gelegentlich angedeutet, spreche ich zwar Spielleiter an, aber das Buch wird auch außerhalb der Hobbyanhänger gelesen, wo "Charakter" eher ungebräuchlich oder sogar als falsch angesehen wird. Ich bin der Meinung, dass meine Bezeichnung beim Lesen nicht stört.
Wobei du dir dann doch nochmal Gedanken um deine Zielgruppe machen solltest. Auch wenn dein "Falscher-Freund"-Argument vielleicht richtig sein mag (ich bin da kein Sprachwissenschaftler um das Ausdiskutieren zu wollen.) Aber immerhin hantierst du dann letzten Endes hier immerhin schon ziemlich eigensinnig entgegen bestimmten, ich will es mal "stehende Fachtermini" nennen. Ausdrücke werden ja letzten Endes durch ihre Verwendung geprägt, nicht dadurch, dass man laut schreit "das ist aber laut Übersetzungsbuch XYZ falsch". Wink
Oder aber du musst noch ein paar Seiten mit einfügen, dass du deine Begriffe entgegen der üblichen Verwendung folgendermaßen definierst. Zumindest währe das auch noch eine Möglichkeit, die gleich an den Anfang gehören würde.

Von daher muss ich mir wohl oder übel einen guten Rotstift für das Buch zulegen, wenn ich es denn kaufe. (All diese vielen, vielen Flüchtigkeitsfehler... und ich dachte mit sowas fängt man erst im Referendariat an.)  jester
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« Antworten #57 am: 23.07.2008 | 13:42 »

Oder aber du musst noch ein paar Seiten mit einfügen, dass du deine Begriffe entgegen der üblichen Verwendung folgendermaßen definierst. Zumindest währe das auch noch eine Möglichkeit, die gleich an den Anfang gehören würde.

Das steht natürlich gleich im Vorwort... ich presche doch nicht ohne Ansage mit eigenen Begriffen los.

Von daher muss ich mir wohl oder übel einen guten Rotstift für das Buch zulegen, wenn ich es denn kaufe. (All diese vielen, vielen Flüchtigkeitsfehler... und ich dachte mit sowas fängt man erst im Referendariat an.)  jester

He, he. Eine mit Rot handkorrigierte Fassung hätte ich wiederum gerne bei mir im Regal. Grin

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« Antworten #58 am: 28.07.2008 | 03:36 »

He, he. Eine mit Rot handkorrigierte Fassung hätte ich wiederum gerne bei mir im Regal. Grin

Naja, schaun wer mal. Das Geld ist im Moment noch ein klein wenig knapp, aber das Buch steht schon mal ganz oben bei mir auf der "Wunschliste". (Und wird vermutlich eher besorgt, als der Platz eins.)
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« Antworten #59 am: 28.07.2008 | 08:36 »

So, nachdem ich es gelesen habe, eine kleine Rezension:

Im Buch "Methodische Spielleitung" von Florian Berger werden in zwei Kapiteln vier Aspekte des Spielleitens einer klassischen Rollenspielrunde besprochen. Formal handelt es sich um ein reclamformatiges Büchlein mit siebenundfünfzig Seiten und geschätzten fünfundvierzigtausend Anschlägen. Der Satz ist schlicht und übersichtlich, LaTeX sei Dank. Bis auf den Umschlag gibt es leider keine Bilder oder Zeichnungen – dadurch wirkt alles etwas trocken; ein Eindruck, den auch die gewählte Sprache verstärkt. Insgesamt sechs Diagramme, die jeweils eine ganze Seite einnehmen, erklären die Ideen des ersten Teiles genauer.

Das erste Kapitel des Buches handelt von der Vorbereitung von Abenteuern. Anhand von Graphen wird erklärt, was ein lineares Abenteuer ist, wo die Probleme liegen und wie man es vermeidet. Dabei bleibt der Autor recht abstrakt. Die Diagramm erläutern trotzdem recht anschaulich, worauf Florian hinauswill; am Ende des ersten Kapitels gibt es recht konkrete Hinweise, wie man ein nichtlineares Abenteuer vorbereiten kann, ohne den Spannungsbogen aus den Augen zu verlieren.

Im zweiten Teil geht er auf drei unterschiedliche Probleme während des Spieles ein und gibt Lösungsvorschläge: Einstieg in den Rollenspielabend, Spannung und Improvisation, Gruppenteilung und Schauplatzwechsel. Die Herangehensweise ist weniger methodisch als der Titel oder das erste Kapitel es vermuten lassen. Florian lässt sich für den Einstieg und die Schauplatzwechsel durch das Medium "Film" inspirieren, erklärt erfolgreiche Techniken und überträgt Konzepte wie den Match Cut ins Rollenspiel. Für Spannung und Improvisation schlägt er Entscheidungen vor, zu denen die Spieler gezwungen werden.

Es gibt einige Kritikpunkte, die ich nicht unerwähnt lassen möchte. Zunächst fehlen mir im ersten Kapitel konkrete Beispiele; die angegebenen Knotenbeschriftungen sind nichtssagend und teilweise verwirrend. Wäre hier nicht ein konkretes Beispiel sinnvoll gewesen, welches sich durch das Kapitel zieht? Ein solches Beispiel machen die Gedanken nachvollziehbarer, hieran könnte man gut die Unterschiede, den Fortschritt erkennen! Auch die benutzten Begrifflichkeiten der Graphentheorie sind eher verwirrend als hilfreich; mathematisch sinnvoll, in diesem Zusammenhang allerdings überwetzt.

Das zweite Kapitel kommt mir mit den kleinen Beispielen wesentlich weiter entgegen. Die Begriffe stehen nicht im luftleeren Raum, sie werden anschaulich gezeigt. Allerdings sind die Ideen hier keine Folgerungen, Florian bereitet die Problematik anders als im ersten Teil nicht methodisch auf. Vielmehr fallen die Ideen aus Film-Himmel direkt auf den Spieltisch. Auch fehlen Hinweise zur Umseztung: Wie bereite ich sinnvollerweise Match Cuts vor? Müssen einem die Alternativen, die die Spieler zur Entscheidung zwingen, spontan einfallen? Benutzt man lieber abwechslungsreiche Anfänge, oder beginnt man immer auf dieselbe Art?

Insgesamt macht das Büchlein einen durchdachten Eindruck auf mich. Ein Spielleiter findet gute Anregungen, um sein Spiel zu verbessern. Durch die oben angebrachte Kritik hinterlässt der Text jedoch keinen perfekten Eindruck, vielmehr denke ich, dass ein paar Seiten mehr dem Ganzen wirklich gut getan hätten; eine weniger straffe Sprache, mehr Beispiele. Mehr ist nämlich meist eben doch mehr!

Trotzdem freue ich mich, die 10 € (8,50+1,50 Versand) ausgegeben zu haben. Ich habe einige Anregungen gefunden, die ich in Zukunft mal in meiner Spielrunde ausprobieren will. Zudem gibt es endlich mal einen Text, der sich mit dem Leiten eines Rollenspiels beschäftigt – Texte, die es meiner Meinung nach viel zu wenig gibt. Denn zum Spielleiter muss man nicht geboren sein, das kann man erlernen. Und dazu braucht man eine Anleitung.
« Letzte Änderung: 28.07.2008 | 08:45 von Dom » Gespeichert

Preacher
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« Antworten #60 am: 28.07.2008 | 12:27 »

So, nachdem ich es gelesen habe, eine kleine Rezension:
Für sowas haben wir doch einen formschönen Rezi-Channel - magst Du sie nicht dort auch nochmal posten?
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Dom
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Dom

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« Antworten #61 am: 28.07.2008 | 12:47 »

Ich hatte tatsächlich überlegt, wo sie am besten aufgehoben ist. Da mein Posting aber die Eingangsfrage von Harald beantwortet, habe ich die Rezi hierher geschrieben. Du kannst es aber gerne (in deiner Rolle als Mod) in den Rezi-Channel schieben und hier einen Hinweis anbringen, wenn du das besser findest. "Nochmal posten" mag ich das nicht.
(Die Tipperei ist mir zu viel Arbeit  jester, außerdem sind Doppelposts nicht erlaubt Wink)
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Preacher
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« Antworten #62 am: 28.07.2008 | 13:32 »

Du kannst es aber gerne (in deiner Rolle als Mod) in den Rezi-Channel schieben und hier einen Hinweis anbringen, wenn du das besser findest.
Ich hab ein Thema eröffnet und dich dort zitiert Smiley

außerdem sind Doppelposts nicht erlaubt Wink)
Ich hätte ne Ausnahme gemacht Wink
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Xhor
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« Antworten #63 am: 13.08.2008 | 22:40 »

So, jetzt will ich auch mal was sagen!

Ich habe mich durch drei Seiten - teilweise sehr abschweifender - Beiträge gewühlt. Meine Einschätzung?

Florians hat ein solides Werk für jeden interessierten SL geschaffen, der sich weiter entwickeln will. Letztlich geht es ganz generell darum, althergebrachte Muster zu ändern und sich selbst weiter zu entwickeln. Vor allem SLs, die noch auf gekauftes Futter (Abenteuer) angewiesen sind, werden sicher viele gute Anregungen finden. Aber auch alle anderen sollten nicht an den Einzelbeispielen kleben bleiben, sondern diese eher als Anregung verstehen.

Sicher kann man noch das eine oder andere noch verbessern. Die Sprache ist Geschmackssache. Einige zusätzlich Kapitel, ein paar Grafiken und ein roter Faden würden eine Aufwertung bedeuten. Da bedeutet aber nicht, dass man das Buch nicht jedem SL empfehlen kann. Im Gegenteil: jeder ernzunehmende SL sollte es wenigstens mal gelesen habe. Über die Einwände bzgl. des Geldes kann ich eigentlich nur lachen, wenn man sieht, wieviel Geld sonst  für Regelwerke/ Spielzubehör oder schlicht Konsumgüter ausgegeben werden. Oder habt Ihr grundsätzlich ein gestörtes Verhältnis zu geistigem Eigentum und kopiert alles, was Euch in die Hände kommt?

Ich jedenfalls werde mir das Buch kaufen!

Xhor

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Althena
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« Antworten #64 am: 13.08.2008 | 23:14 »

@Xhor
Bekommst du irgendwie Geld dafür?

@Buch
Um es kurz zu machen, wer schon SL ist und sich sicher genug ist, dass sein Leitstil nicht grottig ist wird nur wenig nutzen, ausser 2-3 netten Tipps welche mach auch in einem Forumpost hätte lesen können?
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kirilow
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kirilow

« Antworten #65 am: 13.08.2008 | 23:53 »

Was habt Ihr eigentlich alle gegen das Buch??
Kennst Du es denn Althena?

Ich finde das deshalb so absurd, weil man das zu allen Rollenspielanschaffungen sagen könnte. Ich brauche mir nie ein Regelbuch zu kaufen, ich kann mich hinsetzen, x Attribute aufschreiben und los geht's. Wer ein bischen Rollenspielen kann, braucht keine Regelbücher mehr. Während man immer Ratschläge brauchen kann, wie man das Spielerlebnis verbessern kann.
Das ist mindestens genau so solide, wie Deine Aussage.

Ganz davon abgesehen: es gibt doch zum Spielleiten wirklich kaum etwas auf dem Markt. Da herrscht doch, im Gegensatz zu Settings und Regeln wirklich Flaute.

Grüße
kirilow
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Abenteuer. – ein Fanzine.
Der Kummerkasten von Dr. Sommer-kirilow ist im ORK. Hier ist sein Postfach voll.
reinecke
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« Antworten #66 am: 14.08.2008 | 00:09 »

Also ich hab mir das Buch auch gekauft.

Und finds super!

Klar, es stehen nicht viele Neue Sachen drin. Aber hej: Es ist ein BUCH übers SPIELLEITEN! Ohne dass es an ein System gebunden ist. Und auf deutsch! Mehr davon!

Außerdem gefällt mir der Stil. Smiley Nur das man so deutlich sieht, das es mit LaTex gemacht ist, missfällt mir. ^^
« Letzte Änderung: 14.08.2008 | 00:31 von Reinecke » Gespeichert
Althena
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Althena

« Antworten #67 am: 14.08.2008 | 00:31 »

Was habt Ihr eigentlich alle gegen das Buch??
Kennst Du es denn Althena?

Ich finde das deshalb so absurd, weil man das zu allen Rollenspielanschaffungen sagen könnte. Ich brauche mir nie ein Regelbuch zu kaufen, ich kann mich hinsetzen, x Attribute aufschreiben und los geht's. Wer ein bischen Rollenspielen kann, braucht keine Regelbücher mehr. Während man immer Ratschläge brauchen kann, wie man das Spielerlebnis verbessern kann.
Das ist mindestens genau so solide, wie Deine Aussage.


Wer lesen kann ist klar im Vorteil, würde ich mal sagen Wink

Ich kenne das Buch nicht. Ich persönlich habe nichts gegen das Buch, wie auch. Und schon an meiner Frage hättest auch du das herauslesen können...
Aber um es nochmal deutlich zu machen.

"Hab ich das richtig für mich zusammengefasst, dass sich dieses Buch wohl nicht an mich richtet, da ich weder SL-Einsteiger bin, noch unzufrieden mit meinem Leitstil. Für 2-3 Tipps zur Verbesserung brauch ich kein Buch kaufen, da reicht mir der Eintrag in den Roleplaytipsweekly völlig aus."

Mein Kommentar bezog sich auf die Lobpreisung von Xhor, welcher aber durch die Aussage, dass er es sich kaufen wird, irgendwie den Eindruck erweckte, dass er es selbst gar nicht kennt und einfach mal pauschal Lorbeeren verteilt.


Ich bin mir halt noch nicht ganz sicher welche Zielgruppe dieses Büchlein überhaupt hat.
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« Antworten #68 am: 14.08.2008 | 00:36 »

Ich bin mir halt noch nicht ganz sicher welche Zielgruppe dieses Büchlein überhaupt hat.

Zitat von: Florian Berger, Methodische Spielleitung, Vorwort
[...], die das Repertoire eines Leiters ergänzen können, der Freud und Leid des Spieltisches bereits kennt; es ist kein Grundkurs in Rollenspielleitung und auch kein Ratgeber für deren ganzes breites Spektrum.

Ich würde es aber auch nicht als Tipps und Tricks Buch ansehen, oder als reinen Ratgeber, sondern auch als Analyse.
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ChristophDolge
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« Antworten #69 am: 14.08.2008 | 02:19 »

Könnte jemand kurz zusammenfassen, was sich der Autor unter einem Spielleiter an sich vorstellt? Das bedeutet: Was für ein Konzept hat er für die Aufgaben, die der SL übernimmt?

Spielrunden ohne Spielleiter dürfte das Buch an sich ja schon mal nicht interessieren. Oder liege ich da falsch?
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oliof
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METAPLOT IV ANTWORTET NICHT!

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« Antworten #70 am: 14.08.2008 | 07:42 »

Der Autor hat hier ja schon gepostet. Vielleicht sprechen wir nicht in der dritten Person über ihn, wenn wir was wissen wollen?
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nebelland
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« Antworten #71 am: 14.08.2008 | 08:12 »

Edit: Zitat hinzugefügt

Guten Tag zusammen!

Der Autor hat hier ja schon gepostet. Vielleicht sprechen wir nicht in der dritten Person über ihn, wenn wir was wissen wollen?

Ich denke, er kommt damit klar. Grin Aber nicht direkt Gefragtes lässt er erstmal so stehen.

Na gut, 1-2 Sachen:

Ohne dass es an ein System gebunden ist. Und auf deutsch! Mehr davon!

Wird es geben. Wink Vor allem wirkt es vielleicht als Initialzündung für andere, die foren- und bloglastige deutsche Rollenspieltheorie um Papierpublikationen zu bereichern.

Zitat
Nur das man so deutlich sieht, das es mit LaTex gemacht ist, missfällt mir. ^^

Also deutlich, naja. Smiley Es sind keine Matheformeln drin und auch nicht "Computer Modern" als Schrift. Und LaTeX macht nun mal exzellenten Schriftsatz. Ob das Ergebnis jetzt mit Quark oder Scribus dramatisch anders ausgesehen hätte...

Nochmal was zu dem immer mal wieder vorgebrachten Thema Platz / Schriftgröße / ... : das Buch ist mit viel Liebe nach den Kerngedanken von Jan Tschicholds Erfreuliche Drucksachen durch gute Typografie gesetzt. Deutlicher Zeilenabstand, große Ränder etc. dienen genau wie das getönte Papier allein dazu, das Auge zu erfreuen und die Lesbarkeit zu verbessern. In Word "gesetzte" Bücher in Arial mit einfachem Zeilenabstand gibt es nun wirklich genug. Smiley

Schwerpunktmäßig gamistisches Spiel betrachtend (mit Belohnung am Schluss).

Uah! Bitte keine Forge-Klassifikationen auf das Buch anwenden. Shocked Die Knotentechnik ist m.E. für verschiedene Spielstile anwendbar, egal ob die von Dir identifizierte "Belohnung" nun in EP, Gold oder einem gelungenen Handlungsbogen besteht.

Zitat
Das einzige was ich mir wirklich inbrünstig gewünscht hätte, ist dass es länger hätte sein sollen.

Ich nehme die Gedanken zum Buch durchaus wahr und ernst. Eine erweiterte Ausgabe gibt es aus Zeitgründen aber frühestens nächstes Jahr.


Danke für die vielen Kommentare.

Florian
« Letzte Änderung: 14.08.2008 | 08:21 von nebelland » Gespeichert

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« Antworten #72 am: 14.08.2008 | 11:42 »

Ich nehme die Gedanken zum Buch durchaus wahr und ernst. Eine erweiterte Ausgabe gibt es aus Zeitgründen aber frühestens nächstes Jahr.
Dann hoffentlich noch mit einem FAZIT am Ende. Smiley Das Buch hört einfach auf, ohne nochmal das bisher geschriebene mit etwas Abstand zu betrachten und dem Spielleiter Mutzu machen, die hier angesprochenen Techniken für die eigene Runde zu überdenken. Auch wenn die Imperative implizit im Buch stehen. Wink
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« Antworten #73 am: 14.08.2008 | 17:18 »

Lieber Florian, ich muss meinen Kommentar zum gestreckten Layout komplett zurücknehmen und mich in aller Form und Höflichkeit für die Kritik entschuldigen.

Angenommen. Wink

Zitat

Aber das nächste Buch dann bitte auch mit richtiger Fadenbindung. Wink

Na DAS gibt dann erst eine Kostendiskussion... Grin

Florian
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METAPLOT IV ANTWORTET NICHT!

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« Antworten #74 am: 14.08.2008 | 18:10 »

Och. Vielleicht tuts ja auch A5 mit Rückendrahtheftung (aka Klammern)? Je nach Auflage und Seitenzahl kommt man da recht gut weg. Bei Interesse PM an mich; ich hab da eine gute Quelle zur Hand.
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