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23.05.2012 | 23:37

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Autor Thema: Qin - the Warring States  (Gelesen 11550 mal)
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Samael
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Samael

« Antworten #25 am: 15.01.2010 | 12:55 »

Ich habs mir mal bestellt, lass dich dann wissen wie es gefällt.

Kannst du auch ein Buch zur japanischen Geschichte empfehlen, was gute Qualität hat, nicht allzu trocken ist und gleichzeitig bezahlbar? Ich finde bei amazon entweder nur offensichtlich oberflächliche Leichtkost oder kreuzteure akademische Ware.
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der.hobbit
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der.hobbit

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« Antworten #26 am: 15.01.2010 | 13:29 »

Ne, sorry - von Japan habe ich mich ferngehalten. Die Sprache hat mir gereicht ....
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Samael
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Samael

« Antworten #27 am: 15.01.2010 | 13:55 »

Naja. Ich schaue mich grad durch die ganzen Kurosawa Filme und finde es schade, dass mir da so der geschichliche Hintergrund fehlt. Die funktionieren zwar selbstredend auch ohne, aber trotzdem.
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Samael
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Samael

« Antworten #28 am: 16.01.2010 | 20:29 »

Zum Einstieeg habe ich mir jetzt das mal geholt:

http://www.amazon.de/Tales-Old-Japan-Folklore-Stories/dp/0486440621/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books-intl-de&qid=1263670036&sr=8-1

Ist natürlich kein Geschichtsbuch. Aber trotzdem sehr gut zum "Einstieg" in die japanische Kultur. Das Buch ist eines der ersten Werke über Japan in Westeuropa überhaupt. Die Geschichten wurden zwischen 1866 und 1870 von einem britischen Diplomaten in Japan gesammelt, aufgeschrieben und ausführlich kommentiert. Ich habe bisher nur die ersten paar dutzend seiten gelesen und bin schon vollauf begeistert.
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Samael
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Samael

« Antworten #29 am: 26.01.2010 | 21:05 »

Also "Die Chinesische Welt" liegt jetzt seit einiger Zeit hier und ich habe schon drin geschmökert. Danke für den Tipp, das Niveau ist genau richtig. Wenn auch die Informationsdichte derart hoch ist, dass es eher ein Nachschlagewerk ist, bzw. für das Durchlesen "am Stück" zu trocken.
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Ein
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« Antworten #30 am: 23.03.2010 | 10:02 »

So, ich habe es mir heute bestellt. Bin gespannt.
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« Antworten #31 am: 5.04.2010 | 19:44 »

My 2 cents nach einmaligem Probespielen bei Nocturama:

Während der Großteil des Buches sehr gelungen ist, ging der Praxistest in gewissem Grad in die Hose. Das Spiel hat Spaß gemacht, das erwüschte Wuxia-Feeling aber komplett vermissen lassen. Grund: zum einen der eher zähe klassische Kampf, zum anderen der hohe Zufallsfaktor in den Kämpfen, vor allem was den Schaden angeht, vor allem aber bietet das System keinerlei direkte Unterstützung für cinematischen Spielstil. Keine Boni für Stunts, keine besonderen Belohnungsmechanismen für coole Aktionen, sondern klassisch-crunchige Spielweise und taktisches Herangehen herrschen vor. Eine Belohnung für Stunts, gute Beschreibungen unter Einbeziehung der Umgebung, Fanmail würde dem Spiel absolut gut tun.
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Schwarmdummheit: Idiotischerweise haben wir ein System geschaffen, das die Rationalität des Einzelnen mit tödlicher Präzision zur Grundlage eines kollektiven Irrsinns macht, der uns Entscheidungen treffen lässt, die innerhalb des Systems als „klug“, ja sogar „vernünftig“ erscheinen, obwohl sie in Wahrheit von atemberaubender Dummheit sind.

Der Deutsche hält nämlich Parteien, die versuchen, das umzusetzen, was er selber für richtig hält, für linke Spinner.
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LinusKH

« Antworten #32 am: 6.04.2010 | 14:25 »

Du hast Recht, Quxia hab ich mir auch etwas anders vorgestellt. So ein gewisser Wushu Touch hätte Qin vermutlich gut getan. Weil rocken sieht anders aus Grin Aber Anne hat auch verdammt gut gewürfelt. An sich gefällt mir für ein klassisches System der Regelteil ganz gut. Aber ich spiel ja auch D&D...
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Toastbrot (von englisch toast, „rösten“ aus lateinisch tostus, „getrocknet“) oder Röstbrot ist ein spezielles, feinporiges Kastenweißbrot mit dünner Kruste, das vor dem Verzehr scheibenweise geröstet wird, heute üblicherweise mit einem Toaster.

Brot kann schimmeln, was kannst du?

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Seth
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« Antworten #33 am: 29.04.2010 | 16:48 »

My 2 cents nach einmaligem Probespielen bei Nocturama:

Während der Großteil des Buches sehr gelungen ist, ging der Praxistest in gewissem Grad in die Hose. Das Spiel hat Spaß gemacht, das erwüschte Wuxia-Feeling aber komplett vermissen lassen. Grund: zum einen der eher zähe klassische Kampf, zum anderen der hohe Zufallsfaktor in den Kämpfen, vor allem was den Schaden angeht, vor allem aber bietet das System keinerlei direkte Unterstützung für cinematischen Spielstil. Keine Boni für Stunts, keine besonderen Belohnungsmechanismen für coole Aktionen, sondern klassisch-crunchige Spielweise und taktisches Herangehen herrschen vor. Eine Belohnung für Stunts, gute Beschreibungen unter Einbeziehung der Umgebung, Fanmail würde dem Spiel absolut gut tun.

Nach einigen Probekämpfen und einem kurzen Singleshot, der eigentlich auch hauptsächlich aus Kämpfen bestand, kam es mir eher so vor, dass das erwünschte wuxia-feeling eher durch die Beschreibungen und die Hintergrundgeschichte entsteht. Meinst du, dass das Spiel quasi "direkt nach Buch" dieses feeling nicht unterstützt oder brauchst du effektiv im Spiel enthaltene Belohnungen, damit es sich für dich auch nach "wuxia" anfühlt?
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« Antworten #34 am: 2.05.2010 | 22:49 »

Wuxia Feeling kommt nur durch entsprechende Aktionen und deren Beschreibungen auf, wobei ich letzteres nicht mit Wushu-Powertelling gleich setzen will. Es geht auch klein, ist aber grundsätzlich ein Muss. Ein System, dass das aktiv unterstützen will, muss also a) zu stylishen Aktionen und b) zu Beschreibungen der selben animieren. Qin tut beides nicht, aus verschiedenen Gründen.

Gummipunkte für Style over Substance-Aktionen und/oder gute Beschreibungen, die bei anderen cinematischen Spielen typisch oder im Extremfall (Wushu) der einzige Motor sind, gibt es bei Qin nicht.

Die klassischen Wuxia-Taos für Sprünge, an den Wänden entlang laufen, auf kleinsten Flächen laufen und kämpfen oder improvisierte Waffen sind weniger effizient als viele trockene Crunch-Taos für Schadensverstärkung, Rüstung und Extra Lebenspunkte. Zudem kosten Stilaktionen Chi, während profane Attacken mit Kampfskill keins kosten.

Mooks fallen zwar schnell um, sind bis dahin aber brandgefährlich und können mit ein, zwei Glückstreffern einen Helden aus den Schuhen klopfen.

Qin liest sich toll, und ist eine hinreißende Anregung, und ich kann den Kauf aus diesem Grund generell empfehlen. Allerdings bin ich der Überzeugung, dass es sich mit einer Fate 2- oder PDQ#-Adaption deutlich cinematischer spielen ließe. Wenn man auf klassische Attribute/Skills nicht verzichten will, kann man gerne zu Feng Shui als System greifen.
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Schwarmdummheit: Idiotischerweise haben wir ein System geschaffen, das die Rationalität des Einzelnen mit tödlicher Präzision zur Grundlage eines kollektiven Irrsinns macht, der uns Entscheidungen treffen lässt, die innerhalb des Systems als „klug“, ja sogar „vernünftig“ erscheinen, obwohl sie in Wahrheit von atemberaubender Dummheit sind.

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« Antworten #35 am: 3.05.2010 | 16:56 »

Da hast du völlig recht. Qin ist kein cinematisches System im Sinne von eigenen Mechanismen, die zu einem solchen Actionfeeling führen. Mir selbst kommt es dennoch sehr entgegen, denn wenn die Spieler wollen, dann wird es natürlich cinematisch. Belohnungen für tolle Beschreibungen sind ja ganz nett, mir ist es aber lieber, wenn das aus dem jeweiligen Spieler selbst kommt, weil es dann nicht so gezwungen ist. In Wushu z.B. wirkt schon manche Beschreibung unnötig aufgeblasen und es wird auch mehr oder weniger schnell redundant.

In Qin kann ein Spieler aber die entsprechenden Aktionen durchführen, insbesondere weil sich Daos mit Kampftechniken etc. kombinieren lassen. Six Directions (die Sprünge) wird von meinen Spielern regelmäßig genutzt, weil sie damit immer vor den Gegnern dran sind. Damit hat ein Krieger z.B. mehrere Soldaten aufhalten können, die in breiter Front an ihm vorbei wollten - er war einfach so viel schneller. Was die Relevanz der Daos angeht ist das eben immer von der Szenerie abhängig, d.h. vom Framing des SL. Wenn der das Spiel cinematisch auslegen will, dann stehen die Angreifer eben auf den Dächern.

Dass die Stilaktionen Chi kosten ist richtig, allerdings hatten wir bisher noch kaum einen Kampf, in dem das Chi wirklich relevant geworden wäre. Von daher ist das bei uns noch nicht zum Problem geworden.

Ich denke Qin ist toll, wenn man ein vergleichsweise klassisches System möchte, dass das Flair von den Wuxia Filmen einfängt. Es unterstützt dieses Flair nicht selbst, da hast du völlig recht. Aber es ermöglicht sie. Die Daos / Kampfkünste etc. bringen auch in aller Regel einen Vorteil, wenn man sie einsetzt, dadurch macht es Sinn, auf sie zurückzugreifen (nicht so wie in anderen Systemen, in denen ein cooler Move aufgrund des riesigen Malus praktisch nur noch scheitern kann).
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« Antworten #36 am: 4.06.2010 | 12:51 »

Dass die Stilaktionen Chi kosten ist richtig, allerdings hatten wir bisher noch kaum einen Kampf, in dem das Chi wirklich relevant geworden wäre. Von daher ist das bei uns noch nicht zum Problem geworden.


Das mag bis Dienstag der Fall gewesen sein.....
Aber wenn das Chi in manch extremen Situationen dann in der Schlacht nur bis zum Gegner reicht und nicht mehr bei ihm oder auf dem Rückzug.... dann kann man nur sagen das man sich optimistich verkalkuliert hat. >:-)

Aber so ist Qin halt. Das Setting ist großartig, die Hintergründe toll und auch der Mechanismus hat flair. Manchesmal hat man dann auch zu viel auf flair gesetzt, was dann in einem eher klassisch crunchigen System so hochgradig unbalanciert ist, dass man sich selbst damit bestraft. Einige der Kampftechniken sind, weil sie Chi kosten und auch noch die Schwirigkeit erhöhen nicht wirklich effizient - Daos bringen da oft mehr. Manche Zauber sind redundant - in der externen Alchemie gibt es zwei Heilzauber und wenn ich nicht irre kommt der schlechtere sogar nach dem besseren..... Ist aber halt eine Salbe und kein Trank?!?!?

Trotz all der Ecken und kanten macht es mir doch sehr viel Spaß, was aber halt auch wie so Oft an Spielern und der Spielleitung liegt. Ich sehe viel Potential und eine Chance es in einer Second Edition evtl. besser zu machen.... Ein Schlem wer böses dabei denkt.

OOT: Da ich mich gerade durch das REIGN Enchiridion (eingekochte REIGN Regeln, die ja die Ebene der Companys (übergeordnete Gruppen mit gemeinsamen Ziel) beinhalten) gelesen habe musst ich auch an Qin denken. Liegt wohl daran das wir mehr oder minder gerade Teil eines Heerhaufens sind.
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Alle Mongolen fürchten sich vor dem Donner, warum du nicht? Ich hatte keinen Ort an dem ich mich hätte verstecken können und da habe ich aufgehört mich zu fürchten!


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« Antworten #37 am: 7.06.2010 | 11:11 »

Manche Zauber sind redundant - in der externen Alchemie gibt es zwei Heilzauber und wenn ich nicht irre kommt der schlechtere sogar nach dem besseren..... Ist aber halt eine Salbe und kein Trank?!?!?

Es gibt einen Heiltrank und eine Heilsalbe. Beide benötigen die entsprechende Fertigkeit auf 2, sind also auf der gleichen "Stufe". Der Trank kostet mehr Chi (4 statt 2), heilt in der Basisversion einen Punkt weniger, hat dafür kein Limit. Die Salbe kostet basismäßig weniger, heilt dabei einen Punkt mehr, jedoch nur solange sich der Patient innerhalb des Verletzungsbereiches "normal" oder "bruised" befindet. Eine Redundanz sehe ich da nicht. Das eine (die Salbe) ist eine kostengünstige Methode kleinere Verletzungen zu heilen, während das andere (der Trank) der unlimitierte Heilzauber ist. Beide haben ihren Sinn und damit durchaus ihre Existenzberechtigung.
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Der Narr
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« Antworten #38 am: 14.04.2012 | 19:31 »

Ich habe eine Anmerkung zur Rezension selbst. Sie geht sehr gut auf das ein, was Qin bietet und war mir auch eine Hilfe bei der Kaufentscheidung. Mir fehlt nun, nachdem ich mich in Qin ein wenig eingelesen habe, jedoch ein kritischer Ton insbesondere zu dem, was Qin fehlt. Viele Regeln, die man in einem Grundregelwerk erwarten könnte, fehlen hier. So zum Beispiel Details zum Fertigkeiteneinsatz, zur Verregelung von Fallen, Feuerschaden, Ertrinken usw. usf. Die Regeln beschränken sich im wesentlichen darauf, dass es Fertigkeiten gibt und man auf die würfeln kann (aha) und eben auf die Kampf- und Magieregeln. Außerdem gibt es eine Liste von Kreaturen. Alles darüber hinaus fehlt. Damit erfüllt das Grundregelwerk für mich nicht das Kriterium "alles was man zum Spielen braucht" - Vollständigkeit (und das impliziert das Wort "alles") ist etwas anderes. Ich würde eher sagen, es enthält das nötigste, aber auch nicht mehr.
« Letzte Änderung: 14.04.2012 | 19:33 von Der Narr » Gespeichert


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Zitat von: Zornhau
Midgard, das soziale und pädagogisch-wertvolle Midgard, da herrschen weniger Konflikte als bei Benjamin Blümchen!
Rezession meint einen Konjunkturabschwung. Was du meinst, ist eine Rezension.
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