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Wie entstehen eure Charaktere?
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Thema: Wie entstehen eure Charaktere? (Gelesen 2089 mal)
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Crimson King
Brückenproll
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Wie entstehen eure Charaktere?
«
am:
5.02.2009 | 18:29 »
Ich habe mir die Tage ein paar Gedanken zu unterschiedlichen Herangehensweisen bei der Charaktererschaffung gemacht. Herausgekommen sind 2 verschiedene Ansätze, die ich kurz erläutern möchte. Wer weitere kennt, darf die gerne posten, die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Anschließend will ich meinen bevorzugten Ansatz anhand eines Beispiels erläutern. Spieler, die einen anderen Ansatz bevorzugen, können gerne eigene Beispiele aus dem echten Rollenspiel-Leben posten.
1. Die Inside-Out-Charaktererschaffung
In diesem Fall erschafft der Spieler erst ein relativ klares Bild über das Innenleben des Charakters, sein Wertebild, seine Motivationen, Wünsche und Ängste, seine Verbindungen zu NSCs. Meist hängt da die Herkunft direkt mit dran. Erst wenn dieses Bild steht, werden die Spielwerte für den Charakter ermittelt, also Attribute, Talente etc., und zwar in der Art, dass sie dem Innenleben des Charakters bzw. dessen Rolle innerhalb der Story genügen.
Im Extremfall gibt es überhaupt kein Äußeres. Bei Freeform-Spielen wie auch bei konfliktbasierten Spielen ist es oft so, dass der Charakter sich größtenteils über sein Innenleben definiert und eine genauere Ausprägung seiner physischen Kompetenzen komplett entfällt oder sehr kurz gerät.
2. Die Outside-In-Erschaffung
In diesem Fall hat der Spieler das physische Bild des Charakters im Kopf, wie er aussieht, wie stark, intelligent oder geschickt er ist, was er kann und was er besitzt. Wenn die Werte verteilt sind, überlegt man sich eine passende Hintergrundgeschichte, die erklärt, wieso der Charakter so ist, wie er ist, ein paar Motivationen als Futter für den SL.
In Extremfällen hat man weder Hintergrundgeschichte noch Motivationen. Beides wird entweder während der Spielsitzungen entwickelt, wie es einem gerade einfällt, oder gleich ganz ignoriert, weil es keine Relevanz hat.
Es gibt Spielsysteme, bei denen sogar die Hintergrundgeschichte mechanisch bestimmt wird, siehe Traveller.
Es ist vorstellbar, dass man Charaktere auch in einer Art Mischmasch erschafft, z.B. indem man Werte erst definiert, aber wieder abändert, während man sich über Hintergrund und Motivationen Gedanken macht, bzw. dass man zwar zuerst das Innenleben des Charakters definiert, dieses aber ändert, weil es nicht zu Fähigkeiten passt, die man unbedingt haben möchte.
Wo sehe ich Vor- oder Nachteile?
Für Immersions- oder Storyspieler ist aus meiner Sicht der erste Ansatz geeigneter, da von vorneherein eine hohe Identifikation mit der Rolle vorhanden ist. Nachteile ergeben sich, wenn man stark herausforderungsbasiert spielt, weil der Charakter eher auf Basis von Herkunft, Zielen und inneren Werten entworfen wurde und deshalb nicht oder wenig optimiert ist. Andere Charaktere werden meistens ein höheres Powerlevel erreichen.
Methode 2 hat zudem den Vorteil, dass man ruckzuck zum Spielen kommt. Seine Attribute und Fähigkeiten braucht der Charakter sowieso. Wenn man den Ballast auf später verschiebt, hat man weniger Vorlaufzeit, bis man beginnen kann.
Beispiel:
Mein Unknown Armies-Charakter, der demnächst an den Start geht, wurde auf Inside-Out-Basis erschaffen.
Grundgedanken gab es dabei zwei: Unknown Armies spielt in der heutigen Zeit und befasst sich eingehend mit Obessionen, extremen Verhaltensweisen und Fragen zur Identiät. Als Musikfreak habe ich die Möglichkeit genutzt, einen Musiker zu spielen, und als zweiten bedeutenden Aspekt, als großen inneren Konflikt, das Thema Selbstbestimmung vs. Erwartungsdruck gewählt.
Um den Charakter besser definieren zu können, gibt es vier emotionale Aspekte, die auch mechanische Auswirkungen haben, Obsession, Wut, Furcht und Tugend. Jeder dieser vier Aspekte sollte mit bestimmten Inhalten belegt sein, die das entsprechende Verhalten auslösen.
Heraus kam folgendes:
Joachim (Atze, Ace) Senscheid ist 23 und Musikstudent an der Uni Frankfurt. Er hat bereits mit 9 angefangen Klavier zu spielen, später kam noch Geige hinzu. Inzwischen kommt er mit allen Streichinstrumenten ganz gut klar, außerdem noch mit der Gitarre.
Musik war für ihm immer schon Abenteuer. Es ging darum, neues auszuprobieren, Grenzen auszuloten und wenn möglich Ketten zu sprengen. Mit dem profanen Radio-Popzeugs und Mainstream-Rock hat er nix am Hut, genauso mit altbackener Klassik und Oldschool-New Orleans- und Chicago-Jazz. Besonders allergisch reagiert er auf den ganzen Konserven-Schmodder, der seit Ende der 80er den Markt überflutet, Boygroups, Möchtegernstars aus Casting-Shows, die ganzen Fuzzies und Tussen, denen es nicht um die Musik geht, sondern darum, ein Star zu sein, die ihre Songs nicht einmal selbst schreiben.
Sein besonderes Interesse gilt der Avantgarde, die versucht, Rock, Jazz und Klassik miteinander zu verschmelzen. Aus dem Grund hat er auch das Projekt Fifth Ace ins Leben gerufen, in dem er selbst als Violinist und gelegentlich als Gitarrist dabei ist. Hier wird einigermaßen das umgesetzt, was Ace sich so vorstellt, nur der Durchbruch bleibt noch aus (ich kann bei Bedarf Hörproben liefern).
Bewusstseinsverändernde Drogen sind bei Versuchen, aus musikalischen Konventionen auszubrechen, natürlich von elementarer Bedeutung. Ace wirft sich seit seiner Jugend ein, was er kriegen kann, solange es die Wahrnehmung verändert und nicht körperlich abhängig macht: Cannabis gehört zum guten Ton, aber auch Psilocin, Yohimbin, Mescalin, LSD und Salvia Divinorum werden nicht verschmäht.
Obsession: Was treibt dich an?
Der Drang, ein bahnbrechendes musikalisches Kunstwerk zu schaffen
Wut: Was bringt dich in Rage?
Modern Talking und Dieter Bohlen, Boygroups, austauschbare musikalische Massenware, Castingshows. Eigentlich muss ich bloß Radio oder Fernseher anmachen und werde wütend.
Furcht: Wovor hast du Angst?
Abhängigkeit. Nicht nur Drogen, z.B. auch Mäzene, die Einfluss auf mein musikalisches Schaffen nehmen wollen, oder eine Familie, die mich nötigt, mich anzupassen und Konventionen zu folgen, die Erwartungen an mich hat, die ich erfüllen soll
Tugend: Wofür riskierst du etwas?
Dafür, dass jemand den Mut hat, "sein" Ding zu machen, ohne sich dabei reinreden zu lassen, seine Überzeugungen zu leben, ohne Kompromisse einzugehen, sich nicht von den Erwartungen anderer beeinflussen zu lassen
Jetzt hat man ein gutes Bild davon, wer dieser Mensch ist. Auf der Basis erhält er seine Attributswerte.
Auf die vier Attribute Körper, Geschwindigkeit, Verstand, Seele darf man 220 Punkte verteilen.
Ace ist Musiker, Geschwindigkeit = Geschicklichkeit sollte also hoch sein. Er ist außerdem Musikstudent und recht begabt, sollte also recht helle sein. Dass er gerne Drogen nimmt, passt recht gut mit dem gängigen Bild des abgemagerten Junkies zusammen, das Klischee nehme ich gleich mit. Seele sollte ok sein, damit er eine gewisse Bühnenpräsenz hat.
Körper 40
Geschwindigkeit 70
Verstand 60
Seele 50
Die Skills schenke ich mir für den Moment
Wie sieht es bei euch aus? wie erschafft ihr Charaktere?
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Schwarmdummheit: Idiotischerweise haben wir ein System geschaffen, das die Rationalität des Einzelnen mit tödlicher Präzision zur Grundlage eines kollektiven Irrsinns macht, der uns Entscheidungen treffen lässt, die innerhalb des Systems als „klug“, ja sogar „vernünftig“ erscheinen, obwohl sie in Wahrheit von atemberaubender Dummheit sind.
Der Deutsche hält nämlich Parteien, die versuchen, das umzusetzen, was er selber für richtig hält, für linke Spinner.
1of3
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Mythos
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1of3
Re: Wie entstehen eure Charaktere?
«
Antworten #1 am:
5.02.2009 | 19:26 »
Zitat
Wie sieht es bei euch aus? wie erschafft ihr Charaktere?
Kommt auf das Spiel an.
*hat jetzt Bock Shades zu spielen*
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Burgen & Backwaren - Ein Rollenspiel um heroische Action : Wenn du eine aktuelle Version willst, schick einfach eine Nachricht!
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Kinshasa Beatboy
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Re: Wie entstehen eure Charaktere?
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Antworten #2 am:
5.02.2009 | 19:31 »
Funktioniert bei mir ähnlich wie bei Dir. Generell gehe ich bei Erzählspielen eher nach Methode 1 und bei Minimax-Zeugs eher nach Methode 2 vor.
Alternativ bestünde Methode 3 in der regeltechnischen Umsetzung eines Vorbildes aus Film, Fernsehen & Literatur. Aber das könnte man auch als Unterform von Methode 1 verstehen.
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Crimson King
Brückenproll
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Re: Wie entstehen eure Charaktere?
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Antworten #3 am:
5.02.2009 | 19:35 »
Interessanter Aspekt. Mein 7te See-Charakter ist direkt aus einer Figur entstanden, die ich als Hauptfigur für ein paar Pulp-Stories verwenden wollte. Jetzt erspiele ich die Pulp-Stories halt.
Ein Vorgehen nach Schablone würde ich als Unterform von 1 oder 2 ansehen. Es gibt ja auch Vorlagen, was die Fähigkeiten betrifft.
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ChaosAmSpieltisch
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Re: Wie entstehen eure Charaktere?
«
Antworten #4 am:
5.02.2009 | 19:50 »
ich bevorzuge meist die zweite Methode, zum einen habe ich dann meist ein Gerüst, an dem ich mich beim Hintergrund lang hangeln kann, zum anderen habe ich beim Spiel dann öfter schon festgestellt dass ich den Charakter anders spiele, als ich ihn mir gedacht habe, dann ist es leichter ihn zu ändern.
Die Traveller-Methode mit dem Auswürfeln des Hintergrundes finde ich auch immer sehr angenehm (und bei Traveller auch sehr gut gemacht)
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Es ist unzweckmäßig ein Kugelfisch zu sein, den die haben keine opponierbaren Daumen.
Mein Blog - www.chaosamspieltisch.org
Drudenfusz
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Drudenfusz
Re: Wie entstehen eure Charaktere?
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Antworten #5 am:
6.02.2009 | 01:35 »
Weder noch!
Methode 3: Zusammen Puzzlen
Charaktere entstehen bei mir durch viele voneinander getrente Einfälle. Die werden zusammengelegt und solange gedreht und gewendet bis sie mir passen, dabei werden dann auch das ensprechende Spiel und das Genre berücksichtigt. Welche Regeln unterstützen mein Charakterkonzept? Was bietet sich für das Genre an und was wäre mal ein interessanter Twist? Aussehen und Name verraten ab und an auch schon was über meinen Charakter (bin da gerne Symbolisch), aber es kann auch ein Kontrast sein (zum Beispiel einen Schwächlichen Charakter Armstrong zu nennen). So reifen die Charaktere bei mir immer; glücklich wird meine Person meist wenn es mir gelingt das Gewöhnliche und das Exotische im Charakter unterzubringen (Archetypen schaffen vertrautheit können aber langweilen). Für mich ist wichtig das der Hintergrund zum Verhalten des Charakters paßt (schreibe da aber keine seitenlangen Aufsätze) und das die Werte das Können des Charakters auch abbilden.
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Also schrieb Drudenfusz
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Re: Wie entstehen eure Charaktere?
«
Antworten #6 am:
6.02.2009 | 01:37 »
Wie entstehen meine Charaktere...
Ich trinke ein Bier oder nen Rotwein. Wenn das nicht reicht dann wird mit Whiskey oder nem Klaren nachgespült. Fertig.
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Re: Wie entstehen eure Charaktere?
«
Antworten #7 am:
6.02.2009 | 01:45 »
ist bei mir immer eine Affekthandlung. Habe spontan eine Idee für ein einfaches Charakterkonzept und versuche den Charakter dann während des Spieles zu entdecken.
Habe zudem ein begrenztes Repertoir an Charaktertypen, die ich gerne spiele und muss nicht lange suchen.
Spielbarkeit und Geradlinigkeit geht für mich vor vielschichtige, Tiefe Charaktere. Man ist halt kein Schauspieler (was nicht heisst, daß die Chars nicht mal widersprüchlich sein können).
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Re: Wie entstehen eure Charaktere?
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Antworten #8 am:
6.02.2009 | 01:57 »
Erst mal ne Anmerkung: die Einteilung "Methode 1 für Immersionsspieler, Methode 2 für Actionspieler" halte ich für Quark. Ich zum Bleistift lege grundsätzlich großen Wert auf Immersion, erschaffe aber meine Charaktere dennoch
eher
nach Methode 2. Allerdings geht es für mich auch eher um das Eintauchen in die
Welt
, nicht in das psychische Innenleben meines Charakters.
Insofern, und um das erste "eher" noch etwas zu differenzieren, biete ich noch eine
Methode 4:
Ich visualisiere zuerst die Welt. Ene typische Szene bzw Panorama, wie ich sie mir vorstelle, dass es zum Genre passt. Im Geiste überfliege ich diese Landschaft, bis in der Ferne ein kleiner Punkt auftaucht. Schnell nähere ich mich diesem, und er gewinnt Konturen. Das wird mein Charakter. Ich erkenne allmählich, wie er aussieht.
Wenn ich das weiss, überlege ich, welche spieltechnischen Eigenschaften am besten zu ihm passen, also Rasse, Klasse, Eigenschaften. (In der Praxis läuft es bei mir meistens auf männliche Menschen raus.) Dann überlege ich mir ein wenig zu seinem Hintergrund, aber nicht allzuviel, denn da hat man sich schnell in eine Sackgasse verrannt, und überhaupt bin ich kein Freund von ausgefeilten Hintergründen. Ich lerne ihn lieber im Spiel kennen. Maximal überlege ich mir noch eine Motivation, ein Fernziel, das er irgendwann mal erreichen will, und falls gewünscht noch ein Nahziel für den schnellen Einstieg.
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Zitat von: Heretic am 11.09.2010 | 19:58
Erikson, halte dich bitte aus dieser Diskussion raus.
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Re: Wie entstehen eure Charaktere?
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Antworten #9 am:
6.02.2009 | 02:24 »
1. aussuchen der sc-konzeptes, welches ich mag oder welches ich interessant finde.
2. individualisierung dieses konzeptes.
3. minmaxing nach bestem wissen und gewissen.
4. pfeif auf diese albernen hintergründe.
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Drudenfusz
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Re: Wie entstehen eure Charaktere?
«
Antworten #10 am:
6.02.2009 | 03:14 »
Zitat von: JS am 6.02.2009 | 02:24
4. pfeif auf diese albernen hintergründe.
Damit meinst du das Setting oder eine Hintergrundgeschichte für dein Charakter?
Ersteres ist hilfreich beim erschafen eines Gemeinsamen Vorstellungsraumes, zweiteres wird zu oft übertrieben.
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Also schrieb Drudenfusz
Feuersänger
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Re: Wie entstehen eure Charaktere?
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Antworten #11 am:
6.02.2009 | 08:56 »
Zitat von: Drudenfusz am 6.02.2009 | 03:14
zweiteres wird zu oft übertrieben.
Siehe hier:
Der Zwang zum Hintergrund
(Die meisten der hier Anwesenden scheinen es nicht zu übertreiben, ist wohl mehr eine Jugendsünde.)
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Zitat von: Heretic am 11.09.2010 | 19:58
Erikson, halte dich bitte aus dieser Diskussion raus.
"I blame Wotc for brainwashing us into thinking that +2 damage per attack is acceptable for a fighter, while wizards can get away with stopping time and gating in solars."
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Re: Wie entstehen eure Charaktere?
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Antworten #12 am:
6.02.2009 | 08:56 »
OK, dann heute morgen und mit klarem Kopf noch einmal ausführlicher:
Was hier in diesem Thema total fehlt, ist WER den Charakter macht. Es scheint fast so als wäre hier ein Romanautor, der Charaktere bauen will, und kein Teilnehmer einer Rollenspielrunde.
Wenn man Charaktererschaffung für Rollenspiele korrekt beschreiben will, müsste die Frage also so laufen:
Wer wirkt wie an der Erschaffung welcher Charaktere mit?
«
Letzte Änderung: 6.02.2009 | 09:16 von 1of3
»
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Re: Wie entstehen eure Charaktere?
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Antworten #13 am:
6.02.2009 | 09:13 »
Zitat von: 1of3 am 6.02.2009 | 08:56
OK, dann heute morgen und mit klarem Kopf noch einmal ausführlicher:
Was hier in diesem total fehlt, ist WER den Charakter macht. Es scheint fast so als wäre hier ein Romanautor, der Charaktere bauen will, und kein Teilnehmer einer Rollenspielrunde.
Wenn man Charaktererschaffung für Rollenspiele korrekt beschreiben will, müsste die Frage also so laufen:
Wer wirkt wie an der Erschaffung welcher Charaktere mit?
Guter Punkt, glaube das Spielleiter und Runde schon durchaus Einfluß haben (berede ja gerne die Ideen die mir so kommen, ob sie Gruppentauglich sind, ob sie in das passen was alle anderen von der Kampagne erwarten), aber letztlich sollte man schon ein Vetorecht über seinen Charakter haben (wenn man mir einfach etwas vorsetzt, wir meine Wenigkeit immer unglücklich, brauche dann gar nicht erst anzufangen zu spielen).
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Also schrieb Drudenfusz
Asdrubael
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Re: Wie entstehen eure Charaktere?
«
Antworten #14 am:
6.02.2009 | 09:37 »
Ich schaue mir meist an, was in der Runde schon vorhanden ist und suche mir dann eine Rolle aus, die da gut reinpasst, mir aber auch gefällt und mit meinem Wissen über das System machbar ist.
Dieser Char wird erstmal als fähige Spielfigur gebaut und dann kommt der Hintergrund, aber nicht zuviel, so dass er sich im Spiel noch entwickeln kann. Ich halte nichts davon, wenn der Hintergrund das SPiel bestimmt oder gar verhindert.
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Zitat von: Ein am 24.08.2009 | 11:44
Und ein Paladin ist nun mal ein Krieger und kein Therapeut.
Zitat von: Evil Cällistö am 5.03.2010 | 01:05
Misantropie ist halt in der Gruppe lustiger
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Re: Wie entstehen eure Charaktere?
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Antworten #15 am:
6.02.2009 | 09:40 »
Zitat von: Feuersänger am 6.02.2009 | 01:57
Erst mal ne Anmerkung: die Einteilung "Methode 1 für Immersionsspieler, Methode 2 für Actionspieler" halte ich für Quark.
Du hast echt ein Talent dafür, zwischen den Zeilen zu lesen und in Texte Dinge reinzuinterpretieren, die da so nicht drin stehen. In Zukunft schreibe ich besser nur noch Einzeiler, da gibt es kein "zwischen den Zeilen".
Was ich geschrieben habe, ist, dass die beiden Methoden Vorteile für bestimmte Spielstile bieten. Von Ausschlusskriterien war da überhaupt keine Rede.
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Schwarmdummheit: Idiotischerweise haben wir ein System geschaffen, das die Rationalität des Einzelnen mit tödlicher Präzision zur Grundlage eines kollektiven Irrsinns macht, der uns Entscheidungen treffen lässt, die innerhalb des Systems als „klug“, ja sogar „vernünftig“ erscheinen, obwohl sie in Wahrheit von atemberaubender Dummheit sind.
Der Deutsche hält nämlich Parteien, die versuchen, das umzusetzen, was er selber für richtig hält, für linke Spinner.
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Re: Wie entstehen eure Charaktere?
«
Antworten #16 am:
6.02.2009 | 11:19 »
Zitat von: Drudenfusz am 6.02.2009 | 03:14
Damit meinst du das Setting oder eine Hintergrundgeschichte für dein Charakter?
Ersteres ist hilfreich beim erschafen eines Gemeinsamen Vorstellungsraumes, zweiteres wird zu oft übertrieben.
natürlich meine ich den charakterhintergrund, denn hier geht es ja um charaktererstellung. settinghintergründe sind mir immer wichtig.
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Maarzan
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Maarzan
Re: Wie entstehen eure Charaktere?
«
Antworten #17 am:
6.02.2009 | 16:09 »
Mitspielerstudium
1. Was und Wo wird überhaupt gespielt, System, Hausregeln, Hintergrund, Handlungsort, Konfliktpartei?
2. Was für Charaktere im Groben /Handlungen/Weltanschauungen sind im Spielangebot des Spielleiters vorgesehen?
3. Was für potentielle Konflikte / Lücken gibt es bei den anderen Mitspielern schon?
Regelstudium
4: Was bietet das Regelwerk eigentlich so an?
Charakterbau
5. Aus der Schnittmenge des Möglichen, was würde ich gerne Spielen? -> Konzept
6. Charakterbau -> Werteermittlung
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hexe
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hexe
Re: Wie entstehen eure Charaktere?
«
Antworten #18 am:
6.02.2009 | 16:56 »
Bei mir ist sehr unterschiedlich. Manchmal lese ich im Regelwerk irgendwas und denke mir: "Oh das gefällt mir, das will ich auch." Dann wiederrum habe ich nur ein Gesicht vor Augen und bastel mir irgendwas drum; Ich hab ein Werbeplakat mit einer weißhaarigen Frau gesehen und daraus entwickelte sich dann GURPS Eiselfen-Charakter. Oder ein Charakter aus einem Film/Buch/Sonstiges dient als Vorlage. Hintergrund, Werte, Persönlichkeit das geht alles irgendwie durcheinander, machmal steht am Anfang nur der Name, ein anderes mal ist der bis zum Schluss nicht ganz klar und der Charakter läuft mit einem Spitznamen rum.
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bis bald, dummdidumm
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Mein Knüppel hat 29 Kerben.
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Leonie
Re: Wie entstehen eure Charaktere?
«
Antworten #19 am:
6.02.2009 | 17:42 »
Natürlich ist das von Char zu Char unterschiedlich. Manchmal macht es "peng!" und das Kerlchen steht einem quasi vor Augen, und manchmal weiß man vor Spielbeginn gar nicht so recht, wie der sich anfühlen wird.
Normalerweise koordiniere ich mich erstmal mit der Gruppe: Was ist schon da, was passt gut rein? Idealerweise baue ich meinen Charakter zusammen mit der Gruppe, zumindest das Konzept. Dann kommt das Regelcrunchen - wie kann ich das Konzept so verwirklichen, dass ein Charakter dabei herauskommt, der im Spiel auch was reißen kann? Den genauen Hintergrund entwickle ich lieber im Spiel, da reichen mir eigentlich ein paar grobe Angaben.
Mein letzter Char (Exalted) hatte als Vorgabe des SLs "Wäre schön, wenn der sozial was kann, wir haben einen Assassinen und eine Priesterin, die im Kampf rockt". Daraus entstand dann das Konzept "Junger Adliger, der mal richtig Scheiße gebaut hat, und seither auf der Suche nach einem Ziel durch die Welt irrt". Das habe ich dann solange mit Werten beworfen, bis es halbwegs passt.
Dann kam der SL und wollte Hintergrund (wer ist mein Familiar, was ist das für ein Artefakt). Da ich erst im März in die Gruppe einsteige, habe ich angefangen, zu schreiben... bin jetzt bei der zehnten Seite oder so. Naja, ich schreibe lieber Geschichten als Und-dann-traf-er-seinen-Familiar-ein-flammenspeiendes-Pferd-das-mutiger-ist-als-er-Hintergründe, da wird das etwas länger. Immerhin war er gewarnt...
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Dieser Post ist frei erfunden. Alles, was hier steht, habe ich mir ausgedacht.
Zitat von: korknadel am 1.03.2012 | 16:40
Fuck you, I won't roll what you tell me!
Ein Pao ist eine nachbarschaftsgroße Arztdose, die explodiert, wenn man darauf tanzt.
Maarzan
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Maarzan
Re: Wie entstehen eure Charaktere?
«
Antworten #20 am:
6.02.2009 | 22:33 »
Man muss wohl zwischen der Erstellung von Charakteren aus eigenständigem Anlass und dem Erstellen von Charakteren für ein akutes Spiel differenzieren ... sollte man zumindest.
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Dr. Jan Itor
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Re: Wie entstehen eure Charaktere?
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Antworten #21 am:
6.02.2009 | 23:06 »
Meine präferierte Methode zur Entwicklung eines Charakters? Ein Satz. Ich brauche einen guten Satz als Aufhänger, alles andere entsteht im Spiel.
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Re: Wie entstehen eure Charaktere?
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Antworten #22 am:
8.02.2009 | 10:50 »
Ich würfel den den Life Path und lasse mich inspirieren.
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Och Nö!
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Re: Wie entstehen eure Charaktere?
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Antworten #23 am:
8.02.2009 | 18:08 »
Ich schau mir meist die Welt an, in der das ganze spielt und überlege mir, wenn ich da selber wäre, was bzw. wer wäre ich gern.
Dann schaue ich, was von meinen Vorstellungen überhaupt umsetzbar ist.
Dann habe ich meistens eine bis fünf ziemlich klare Vorstellungen, wer mein Char ist/war/sein soll, welche Motivation er hat/nicht hat und was er kann/nicht kann.
Das Ganze in die entsprechenden Systemregeln umgesetzt.
Fertig mit Pkt1.
Das Ganze dann mit dem SL abgesprochen, evtl kleinere Anpassungen an die Wünsche/Bedürfnisse desselben vorgenommen.
Fertig mit Pkt2.
Char => Einsatzbereit
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... HÄ? ... wie jetzt?
Und dann nahm ich mir das Schleif und machte das Schneid.
Und ich sah, dass es gut war.
Zitat von: Laurie
"Rollenspiel ist wie Barbiespielen ohne Barbies!"
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Re: Wie entstehen eure Charaktere?
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Antworten #24 am:
8.02.2009 | 18:16 »
Ein Bild, ein Gedanke beim Duschen oder Autofahren, ein Songtext, eine Organisation, eine Klasse/Rasse/Volk, ein Film, ein Buch, eine Persönlichkeit aus dem RL, eine Tasse Tee, Natur, der Vollmond... ach irgendwie lasse ich mich stetig inspirieren.
Dann habe ich meistens den Charakter mit seinen Wesenszügen im Kopf und daraus erstelle ich mir dann das Grundgerüst über die Regeln und die Hintergrundwelt. Reihenfolge ist dabei unterschiedlich.
Eigentlich ganz einfach
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Früher war alles viel
besser
früher !
ina killatēšu bašma kabis šumšu
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Wie entstehen eure Charaktere?
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