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24.05.2012 | 01:19

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Autor Thema: Horrorkomödie als RPG - wie und welches System ?  (Gelesen 964 mal)
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Waldviech
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Waldviech

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« am: 26.04.2009 | 13:17 »

Wer kennt sie nicht ? Horrorkomödien wie Fright Night, Tremors, Ghostbusters, American Werewolf, Vamp, Evil Dead, Arachnophobia und Konsorten. Horror und Komik scheinen also ganz gut zusammen zu passen - nur wie setzt man sowas am Besten im RPG um ? Und mit welchem der zahlreichen Horror-RPGs lässt sich das am Besten tun ?
Kann man Cthulhu mit einem heftigen Schuss schwarzem Humor spielen ? Eignet sich die WoD (egal ob die neue oder die alte) für die spaßige Seite des Horrors ? Kann "Rippers" auch humorig noch funktionieren ? Und was sind eurer Meinung nach die wichtigsten Stilelemente der "Horrorkomödie" ? Wie verhindert man das Abgleiten in totales Geblödel und schafft die Gradwanderung zwischen Lustig und Gruselig ? Fragen über Fragen....
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ChaosAptom
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ChaosAptom

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« Antworten #1 am: 26.04.2009 | 13:28 »

Gute Mitspieler haben und einen hervorragenden SL.

Ansonsten bietet sich Dread an, statt das man stirbt durchs umstossen des Jengaturms, passiert halt was schleimiges, abstruses, lustiges dem Spieler.


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Pyromancer
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Pyromancer

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« Antworten #2 am: 26.04.2009 | 13:47 »

Inspectres ist da das System meiner Wahl, nur das Abgleiten in totales Geblödel ist da sehr schwer.
Wir hatten bei Cthulhu auch mal Schulze und Schultze als Spielercharaktere, da hat diese Gratwanderung sehr gut geklappt. Warum? K.A.
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Crazy Monkey
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Crazy Monkey

« Antworten #3 am: 26.04.2009 | 14:52 »

Also wen man es auch wirklich wie einen FIlm aufziehen will würde ich Liquid nehmen. Da haben ich auch schon einige Horrorkomik erlebt. Ging sehr gut.

Sonst denk ich kann mann dass auch bei der WoD erziehlen, nur da ist es anders bzw. ist ne ganze Ecke makaberer, was allerdings auch interessant sein kann.
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killedcat
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killedcat

« Antworten #4 am: 26.04.2009 | 15:05 »

Öhm... ich kann nur alle Unisystem-Spiele empfehlen. Es gibt das Rollenspiel zu Armee der Finsternis, das würde sich ja anbieten. Auch Buffy und Angel bewegen sich genau im gewünschten Genre und die Rollenspiele sind imho zu empfehlen. Wer es gerne ein kleinwenig regellastiger mag ist mit All Flesh Must Be Eaten sicher auch gut aufgehoben.
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Der objektiv schlechteste Rollenspieler der Welt. Taschenlampenfallenlasser. Story-Nutte. Unmenschlicher Spieler-Kleinhalter. Kybernet. Dysfunktional und weltfremd. Kooperativer Luschenspieler. Lebt freudig im Neanderthal Deutschland.
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Bentley Silberschatten
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Bentley

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« Antworten #5 am: 26.04.2009 | 15:06 »

Inspectres wäre auch meine Wahl. Gerade mit dem Vorbild Ghostbusters, darum gehts ja eigentlich in dem Spiel.
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killedcat
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killedcat

« Antworten #6 am: 26.04.2009 | 15:36 »

Nun zur Frage, wie man Horrorkomödien am Besten umsetzt.

Ich habe noch nie gezielt versucht, Horrorkomödie zu spielen. Von daher sind meine folgenden Kommentare eher akademischer Natur. Allerdings wurden unsere WOD-Spiele meist recht locker gehandhabt und hatten durchaus auch komödiantische Elemente Wink

- Zunächst mal müssten es alle wollen. Wenn das der Fall ist, kann ja schon fast nichts mehr schiefgehen. Eine kurze Einstimmung mit einer Folge Buffy oder ein wenig Bruce Kampbell könnte helfen.

- Der SL MUSS (!!!) die Welt entsprechend gestalten. Es kommt eben nicht gleich nach jedem Schusswechsel die Polizei. Die meisten Gegner sind Mooks. Etc. pp.

- Coole Sprüche. Vielleicht auch Bonus-Punkte für coole Sprüche, wie es (wenn ich mich recht erinnere) in Angel auch vorgesehen ist. Coole Sprüche machen echt viel aus. "Herzschmerzen?" nach dem Pfählen eines Vampirs und es gibt einen Dramapunkt. So wird's was.

- Das Ableiten in totales Geblödel kann man vielleicht nicht immer verhindern, aber wenn die Spieler immer eine Aufgabe haben und noch etwas verwundbar bleiben, wird das wohl größtenteils ausbleiben, denke ich.

So, habe fertig.
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« Antworten #7 am: 26.04.2009 | 15:50 »

- Der SL MUSS (!!!) die Welt entsprechend gestalten. Es kommt eben nicht gleich nach jedem Schusswechsel die Polizei. Die meisten Gegner sind Mooks. Etc. pp.

Ich kann nur von meinen Erfahrungen mit Inspectres berichten. Und was da enorm zur skurrilen Atmosphäre beiträgt ist gerade die Vermischung von normalem Alltag (inklusive Polizei, die wissen will, warum man mit dem aufgemotzten Porsche Cayenne im Halteverbot parkt und ob man wirklich eine Genehmigung zum Betreten des städtischen Abwasser-Systems hat) und der Jagd auf übernatürliche Monstrositäten.
Wer hier über die weltlichen Konsequenzen der Monsterhatz einfach drüberbügelt, der verschenkt komisches Potential, und zwar nicht zu knapp.
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Waldviech
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Waldviech

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« Antworten #8 am: 26.04.2009 | 16:02 »

Zitat
Und was da enorm zur skurrilen Atmosphäre beiträgt ist gerade die Vermischung von normalem Alltag (inklusive Polizei, die wissen will, warum man mit dem aufgemotzten Porsche Cayenne im Halteverbot parkt und ob man wirklich eine Genehmigung zum Betreten des städtischen Abwasser-Systems hat) und der Jagd auf übernatürliche Monstrositäten.
Ein sehr guter Einwurf ! Das sieht man ja auch schon an einschlägigen Vorbildern sehr gut. Fright Night würde nicht funktionieren, wenn nicht jeder ausser dem Protagonisten völlig normal auf die Vampirgeschichte reagieren würde (sprich: Sie für völligen Quatsch halten würde). Und bei Ghostbusters basieren einige der besten Gags auf der Konfrontation mit vergleichsweise banalem Behördenirrsinn....
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« Antworten #9 am: 19.06.2009 | 12:24 »

Hallo zusammen,

ich denke die Überlegungen was etwa die Ordnungskräfte machen darf eben nicht die Handlungen der Charaktere bestimmen.
Wenn die Charaktere sich darüber gedanken machen das sie die Pfählung eines Vampirs gegenüber der Polizei begründen müssen oder nicht in das seltsame Haus einsteigen weil es Probleme geben könnte geht das Spiel am Genre vorbei.

Wenn man bei der Observation eines Verdächtigen der Polizei erklären muß was man tut oder die Müllabfuhr eine Beschwerde über die Fleischabfälle des verdächtigen Nachbars los läßt passen die Alltagsdinge zum Spiel.

Gruß Jochen
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« Antworten #10 am: 19.06.2009 | 12:26 »

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« Antworten #11 am: 19.06.2009 | 12:32 »

Ich würde ein einfaches System bevorzugen, dass schnell aus der Hand flutscht und in dem Charaktere schnell generiert sind - WoD ist da bestimmt nicht das schlechteste, persönlich würd ich Unknown Armies nehmen (halt ohne das Madness Meter). Ich habe selbst mit UA eine Art Superhelden-/Mystery-Komödie geleitet (Auftritt des famosen Captain Squirrel!), und da hat das System (in einer abgespeckten Variante, ohne Skills, nur mit Attributen) ganz gut funktioniert.  Smiley
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« Antworten #12 am: 19.06.2009 | 12:33 »

Dafür gedacht und dabei funktionierend sind unter anderem Inspectres, Buffy, Army of Darkness und Vampirehunters. Zu einem gewissen Grad auch All Flesh Must Be Eaten und Rippers, die kann man beide sowohl Ernst, als auch humorig spielen. Aber im Grunde genommen lassen sich die meisten brauchbaren Systeme und ne Menge Settings dazu benutzen.

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critikus

« Antworten #13 am: 19.06.2009 | 19:28 »

Inspectres IST auf jeden Fall System der Wahl (die richtigen Spieler vorrausgesetzt). Bei uns wird jedes Spiel eine Horror-Komödie.
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« Antworten #14 am: 19.06.2009 | 20:34 »

Ghostbusters
- das System von WEG würde ich da nehmen.
Oder eben Army of Darkness.
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« Antworten #15 am: 19.06.2009 | 21:35 »

Ich glaube eigentlich, dass das System da nur eine sehr untergeordnete Rolle spielt. Gelegentlich muss man ja aufpassen, dass eine Horror-Runde nicht ganz von selbst in die Comedy-Ecke abrutscht.

Wie dem auch sei, Horror Rules zielt in diese Nische. Aber auch hier könnten die Regeln genauso gut für Nicht-Comedy-Horror verwendet werden.
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Waldviech
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Waldviech

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« Antworten #16 am: 19.06.2009 | 21:41 »

Stimmt schon - allerdings sollte das Regelsystem imho dennoch bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Es darf z.b. nicht zu komplex sein.  Was das "Abrutschen" angeht - stimmt allerdings sehr. Z.b. bei Vampire kann Horrorstimmung garnicht aufkommen, wenn z.b. der berühmtberüchtigte Fisch-Malk mit von der Partie ist. (Dennoch könnte man mit der WoD hervorragend sowas wie Fright-Night spielen)

Zitat
- das System von WEG würde ich da nehmen.
Klingt interessant - kannst du da ein bisschen mehr drüber erzählen ?
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« Antworten #17 am: 19.06.2009 | 23:57 »

Savage Worlds. Fast unverwundbare Monster werden regelmäßig durch Tricks und "Verspotten" (Provozieren, gegen Einschüchtern sind sie idR immun) so aus dem Konzept gebracht, dass die Gruppe schnell abhauen kann. Kann ein Riesenspaß werden, wenn die Spieler sich gegenseitig mit immer kreativeren Tricks hochschaukeln (und der SL- dem Genre entsprechend- auch leicht abstruse Tricks durchgehen lässt).
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"Ladies, please. These four walls once housed an intellectual salon where the mind received nourishment as well as the stomach. But through no one's fault, Penny, the quality of dinner conversation in this apartment has declined.

And again, I'm looking at no one in particular, Penny."
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