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Autor Thema: Gutes Rollenspiel ist, wenn alle Spaß haben? Falsch!  (Gelesen 10914 mal)
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Ein
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« Antworten #25 am: 27.04.2009 | 11:54 »

Lieber Boba,

natürlich stimmt deine Aussage, aber sie ist (mM) nicht deckungsgleich mit der von Gaukelmeister.

Gaukelmeister sagt: Spaß ist unabhängig von der Qualität.
Du sagst: Spaß ist nicht zwingend abhängig von dem Erfüllen gewisser Qualitätskriterien.

Deine Aussage ist natürlich richtig, denn es kann unter den Qualitätskriterien neben dem Kriterium der Zielgruppenabgestimmtheit (Unterhaltung, Spaß) auch noch andere Kriterien geben. Aber das Kriterium Unterhaltung bleibt eben weiterhin ein Qualitätskriterium.

Gaukelmeister zieht aber das Kriterium Spaß (Unterhaltung) aus dem Qualitätskriterien heraus und trennt es künstlich von diesen (in der typisch deutsch-gutbürgerlichen Manier, dass Wertvolles keinen Spaß machen darf).

Welche Probleme entstehen dabei.

Ein wichtiges Problem ist, dass es sehr schwer ist an kulturelle Konstrukte (Spiele, Sport, Religion, Bräuche) objektive Qualitätskriterien anzulegen, denn anders als materielle Objekt der Industrieproduktion gibt es in der Kultur keine definitiven Maßstäbe. Obendrein verschieben sich selbst die groben Vorstellungen, von dem was kulturell "wertvoll", "gut", "wünschenswert" etc. ist, zeitlich, geographisches und auch demographisch.

Wenn ich heute auf der Straße eine 15-jährige, einen 30-jährigen und eine 70-jährige frage, was "gute Musik" ist, werde ich drei unterschiedliche Antworten bekommen, die aber alle in ihrem Kontext als richtig anerkannt werden müssen. Ich kann die Meinung vielleicht nicht teilen, aber das entwertet die Validität dieser Einschätzung der befragten Personen nicht.

Nun ziehen wir den Bogen zum Rollenspiel.

Auch Rollenspiel ist ein kulturelles Gut und wie alle anderen dieser Güter lassen sich keine objektiven Kriterien an diese legen. Daher ist es enorm schwierig (ich würde sogar sagen, unsinnig) einen technologisch-geprägten Qualitätsmaßstab an das Rollenspiel legen zu wollen. Obendrein ist es zudem etwas ignorant (im Sinne von anti-pluralistisch) seine eigenen Kriterien auf die Allgemeinheit zu übertragen, denn dies funktioniert schlicht nicht.

Da kann man sich dann auch gerne hinstellen, und von einer Diskussionsunlust der Toleranten sprechen, doch dass ist eine Behauptung, die man immer wieder als Toleranter zu hören bekommt.

Dabei verkennt diese Aussage etwas wichtiges:

Es ist keine Diskussionsunlust, weil man sich als Toleranter nicht damit beschäftigen möchte, sondern vielmehr besteht die Unlust, weil Tolerante erkannt haben, dass es unsinnig ist über Geschmack zu diskutieren. Denn Ziel einer Diskussion ist es immer noch seine eigenen Argumente gegen die Argumente der Gegenseite durchzusetzen.

Dies macht bei Geschmack aber einfach keinen Sinn! Über Geschmack kann und sollte man sich vielmehr austauschen und inspirieren lassen. Qualität, Güte und andere ökonomische Begriffe, wie Effizienz, spielen dabei aber keinerlei Rolle, denn kulturelle Güter entziehen sich zu einem großen Teil dem Würgegriff der technologisch-ökonomischen Begriffwelt.
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Friedensbringer
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Stell dir vor es wär Krieg und keiner ging hin...

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friedensbringer

« Antworten #26 am: 27.04.2009 | 11:55 »

Gaukelmeister:
Zitat
Aber das ist Unsinn

Gibts dafür auch einen Grund?
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Zitat von: Ludwig Wittgenstein
Wenn man unter Ewigkeit nicht endlose Zeitdauer, sondern Unzeitlichkeit versteht, dann lebt der Ewig, der in der Gegenwart lebt.

Friedensbringer videobloggt
Boba Fett
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tot nützt er mir nichts

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Mestoph

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« Antworten #27 am: 27.04.2009 | 11:56 »

Ein kleiner Gedanke noch:
Die Erwartungshaltung ist übrigens auch eine Komponente, die den empfundenen Unterhaltungswert (Spaß) beeinflusst.
Aus diesem Grund haben viele Anfänger auch unheimlich viel Spaß am Rollenspiel, obwohl es von aussen (mit erfahrenen Augen) betrachtet wahrscheinlich gar nicht von so hoher Qualität ist.
Und jemand, der lange spielt, wird wahrscheinlich wesentlich höhere Erwartungen haben und damit Rollenspiel, dass eigentlich "nicht schlecht" ist als wesentlich schlechter empfinden, als es ein Neuling täte.

Abwechslungsreichtum ist übrigens auch ein kriterium. Wenn jemand immer den gleichen Charakterytpus spielt oder die Abenteuer immer gleich sind, spielt irgendwann die Qualität keine Rolle, sondern der Unterhaltungswert leidet, weil es immer das gleiche ist.
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Kopfgeldjäger? Diesen Abschaum brauchen wir hier nicht!
Ein
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« Antworten #28 am: 27.04.2009 | 12:04 »

Zitat
Abwechslungsreichtum ist übrigens auch ein kriterium. Wenn jemand immer den gleichen Charakterytpus spielt oder die Abenteuer immer gleich sind, spielt irgendwann die Qualität keine Rolle, sondern der Unterhaltungswert leidet, weil es immer das gleiche ist.
Auch das würde ich nicht so verallgemeinern. Es gibt ganz sicherlich Leute, die mit Freude immer wieder dasselbe konsumieren, ansonsten würden nämlich Wiederholungen im Fernsehen und andere Bräuche wie Schützenfeste keinen Sinn machen.

Und genau da liegt der Knackpunkt, wir können hier natürlich ganz allgemein Kriterien zusammentragen, die für den einzelnen gutes Rollenspiel ausmachen können, aber diese Kriterien werden eine enorme Bandbreite einnehmen, so dass sich daraus nichts herausziehen lassen wird, außer dass es am besten ist, wenn Leute mit ähnlichem Geschmack zusammenspielen.
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Tantalos
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J.Jack

« Antworten #29 am: 27.04.2009 | 12:05 »

Ich persönlich finde, dass "Spaß" in diesem Zusammenhang einfach zu lapidar gehandhabt wird.
Ich gebe Scrandy recht, dass Spaß oder Unterhaltung mehrere "Geschmacksrichtungen" hat und unterschiedliochen Leuten machen unsterschiedliche Spielstile und Spielziele Spaß.

Was im Endeffekt zählt ist, dass man hinterher vom Spieltisch aufsteht und zufrieden ist. Man sollte nicht das Gefühl haben, die Zeit vergeudet zu haben. Wenn man darüber hinaus auch noch total happy ist, weil -wie Ein es so schön formulierte- man sich inspiriert fühlt und eine supoer Zeit hatte, dann ist es erst recht prima. Und wer mag kann dass dann acuh als "Gutes Rollenspiel" bezeichnen, wobei das natürlich von Spieler zu Spieler unterschiedlich ist.

Demnach, wenn die 3 Mädels PtA gespielt, dabei 4 Flaschen Sekt vernichtet und danach gut drauf sind, ist das doch wunderbar.
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carthinius

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« Antworten #30 am: 27.04.2009 | 12:05 »

Genau das habe ich geschrieben, und der Gaukelmeister im Schlussabsatz auch.

Vielleicht lese ich da mehr hinein, als ihr eigentlich meint, aber für mich klingt es eher so, als sei "Spaß" keine hinreichende Erwartungshaltung oder kann nicht die "default"-Einstellung sein (ganz besonders schön am Thread-Titel festzumachen). Liege ich da dann also falsch?

Wenn sich Leute zum Sport treffen, um Spaß zu haben (es ist ja schließlich Freizeit), dann sind - laut Spaßkriterium - die Spieler am besten, die den meisten Spaß haben oder anderen den meisten Spaß machen. Aber das ist Unsinn.

Ohne jetzt irgendwen angreifen zu wollen: Meinst du wirklich, dass Spaß kompetitiv funktioniert? Dass es ernsthaft Leute gibt, die sagen "ICH hatte heute den meisten Spaß!"?! Das ist für mich ein bißchen widersinnig, aber vielleicht ticke ich da auch falsch.

Beispielsweise ist gutes Abenteuerrollenspiel unter anderem dadurch gekennzeichnet, dass die Spieler vor echte Herausforderungen gestellt werden. Gutes Stimmungsrollenspiel ist halt welches, das hochgradig immersiv ist. Etc. Man kann sicherlich über jede einzelne dieser Aussagen sinnvoll streiten. Aber man kommt dann nicht zurück auf die abwegige Spaßformel.

Heißt also, du klammerst Spaß immer noch als Qualitätkriterium aus?!

Ein kleiner Gedanke noch:
Die Erwartungshaltung ist übrigens auch eine Komponente, die den empfundenen Unterhaltungswert (Spaß) beeinflusst.
Aus diesem Grund haben viele Anfänger auch unheimlich viel Spaß am Rollenspiel, obwohl es von aussen (mit erfahrenen Augen) betrachtet wahrscheinlich gar nicht von so hoher Qualität ist.

Wichtig scheint mir hier vor allem das "von außen" zu sein. Wenn ich mit dem zufrieden bin, was ich da gerade tue, warum soll mir von außen jemand sagen dürfen, dass ich das und das falsch mache, die Güte meines Rollenspiels nicht gegeben ist und ich überhaupt nicht richtig spiele, weil meine Qualitätsmerkmale die falschen sind? Das ist es, was mich an dem Begriff "Gutes Rollenspiel" so oft stört: Das andere ihre Qualitätsanforderungen einfach ungefragt anderen überstülpen. Das klappt einfach in so einem vielschichtigen Hobby nicht.
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Joerg.D
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Juhanito

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« Antworten #31 am: 27.04.2009 | 12:07 »

Deshalb würde ich ja so gerne zwischen den verschiedenen Faktoren differenzieren.

Gute Rollenspiel ist, wenn alle am Rollenspiel Spaß haben.

Eine gute Runde zeichnet sich durch erheblich mehr aus, als durch gutes Rollenspiel.

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Merlin Emrys
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Merlin Emrys

« Antworten #32 am: 27.04.2009 | 12:09 »

Ein wichtiges Problem ist, dass es sehr schwer ist an kulturelle Konstrukte (Spiele, Sport, Religion, Bräuche) objektive Qualitätskriterien anzulegen, denn anders als materielle Objekt der Industrieproduktion gibt es in der Kultur keine definitiven Maßstäbe.
Gerade für Sport trifft das mE nicht zu. Sport ist meßbar; darum kann man ja "Weltmeisterschaften" austragen, in denen der "Beste" am Ende ausgezeichnet werden kann. Und man kann sogar Zettel nehmen und Werte notieren und darüber, solange die Regeln gleich bleiben, eine Vergleichbarkeit sogar zeitübergreifend herstellen.
Deshalb kann man auch den "besten Sportler" anders bestimmen als über "die den meisten Spaß haben oder anderen den meisten Spaß machen". Sport braucht den Spaß nur als "Einstiegsdroge" (und ist solange noch ein Stück weit Spiel), danach muß er zugunsten von Effektivität eliminiert werden, sonst ist es kein "guter Sport".
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Joe Dizzy
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« Antworten #33 am: 27.04.2009 | 12:13 »

Denn Ziel einer Diskussion ist es immer noch seine eigenen Argumente gegen die Argumente der Gegenseite durchzusetzen.

Oh.. oh.. oh.. ganz, ganz, gaaaaaaaaaaaaaaaaaanz dünnes Eis!

Ich denke, wer mit einem solchen Verständnis in eine Diskussion geht, der wird bei diesem Thema (und eigentlich auch bei jedem anderen) auf eine Verbalkeilerei hinsteuern. Aber das muss nicht so sein; wenn denn zwei Leute miteinander diskutieren, die eben nicht daran interessiert sind Diskussionen zu "gewinnen".

Solche Leute gibt es und es sind meistens die, die abziehen sobald deutlich wird, dass der Diskussionspartner nur "seine eigenen Argumente durchsetzen" will.
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Ludovico
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« Antworten #34 am: 27.04.2009 | 12:16 »

Ich stimme Gaukelmeister zu. Die Darstellung und die Beispiele finde ich auch passend.
Übrigens denke ich, daß auch gutes Rollenspiel ohne Spass möglich ist. Man kann ernsthaft und gut spielen, auch wenn man total kaputt und erledigt ist und nicht will. Man selber nimmt dann allerdings nicht wahr, dass man gut gespielt hat, sondern denkt eher an das Gegenteil.
Die Betrachtung der anderen Spieler kann und wird dann aber auch meist differieren.

Mir ging es so mit meinem ersten selbstgeleiteten Abenteuer bei AD&D. Ich hatte einen fürchterlichen Eindruck von mir als SL und kaum oder keinen Spass, die Spieler hatten aber einen anderen Eindruck und sie hatten Spass an mir als SL.

Zitat von: Ein
Denn Ziel einer Diskussion ist es immer noch seine eigenen Argumente gegen die Argumente der Gegenseite durchzusetzen.

Ziel einer Diskussion ist es, den Standpunkt der Gegenseite zu verstehen und dabei seinen Standpunkt so zu vertreten, dass die Gegenseite diesen auch versteht.
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Crimson King
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« Antworten #35 am: 27.04.2009 | 12:19 »

Vielleicht lese ich da mehr hinein, als ihr eigentlich meint, aber für mich klingt es eher so, als sei "Spaß" keine hinreichende Erwartungshaltung oder kann nicht die "default"-Einstellung sein (ganz besonders schön am Thread-Titel festzumachen). Liege ich da dann also falsch?

Spaß kann eine hinreichende Erwartungshaltung sein. Ob dies beim Rollenspiel sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Für mich jedenfalls zählt da mehr, und für alle Spieler, mit denen ich regelmäßig spiele, auch.

Spaß ist aber auch ein wirklich beschissener Indikator, um die Qualität einer ganz speziellen Freizeitbetätigung zu messen. Spaß/innere Befriedigung ist für alle Freizeitbeschäftigungen grundlegend. Dementsprechend ist für das Maß der Qualität einer speziellen Freizeitbetätigung auch die spezielle an diese geknüpfte Erwartungshaltung ausschlaggebend.

Ginge ich in Hiphop-Discos, so ginge ich dorthin, um Spaß zu haben. Ich hätte dort keinen Spaß, weil mir die Mucke nicht passt, also gehe ich nicht hin. Deshalb ist die Disco nicht schlecht. Sie ist lediglich schlecht gemessen an meinen Vorgaben. Es ist ganz klar zielführend, jenseits von Spaß weitere Vorgaben zu definieren.

Des weiteren denke ich, dass Spaß durch gutes Rollenspiel, gemessen an den Vorgaben, automatisch kommt, alleine schon durch die innere Befriedigung, erreicht zu haben, was man sich vorgenommen hat. Wenn einem gutes Rollenspiel keinen Spaß macht, sollte man unbedingt das Spielziel ändern.
« Letzte Änderung: 27.04.2009 | 12:25 von Crimson King » Gespeichert

Schwarmdummheit: Idiotischerweise haben wir ein System geschaffen, das die Rationalität des Einzelnen mit tödlicher Präzision zur Grundlage eines kollektiven Irrsinns macht, der uns Entscheidungen treffen lässt, die innerhalb des Systems als „klug“, ja sogar „vernünftig“ erscheinen, obwohl sie in Wahrheit von atemberaubender Dummheit sind.

Der Deutsche hält nämlich Parteien, die versuchen, das umzusetzen, was er selber für richtig hält, für linke Spinner.
Ein
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« Antworten #36 am: 27.04.2009 | 12:19 »

Lieber Merlin,

du verallgemeinerst hier leider den Begriff des Leistungssports für den Begriff des Sports an sich. Was allerdings nicht deine Schuld ist, denn Sport wird vor allem als leistungsbezogen verstanden. Doch umfasst Sport aber vielmehr und gerade auch Kriterien, die eben nicht quantifiziert werden können, z.B. Selbstbewusstsein oder Körpergefühl durch Sport. Weiterhin gibt es diverse Sportarten, die an sich nicht in einem Konkurrenzgefüge verankert sind. Bungeespringen oder Qigong z.B.

Dabei handelt es sich vornehmlich um Sportarten, die ein Spannungsfeld zwischen dem Sportler und seinem Körper aufbauen, und bei denen es weniger darum geht, bestimmte Leistungen zu erbringen, sondern vielmehr ein wieder gesunde Beziehung zu seinem Körper aufzubauen.

Dazu gehören aber auch immer psychologische Faktoren, so dass man sich fragen muss, welcher der bessere Jogger ist, der der unglücklich mehr Leistung bringt oder der der weniger Leistung bringt, aber damit zufrieden ist.

In diesem Sinne bewegt sich, mA, momentan der Sport semantisch wieder vermehrt vom Leistungsaspekt weg.


Lieber Ludovico, Georgios,

natürlich kann man Diskussion unterschiedlich definieren, aber ich möchte mich jetzt einfach einmal an das halten, was sich im wirklichen Leben beobachten lässt, und nicht was im Zuge der Moderationsbewegung gehofft wurde. In dieser Hinsicht hat im Übrigen derjenige verloren, der sich zuerst zurückzieht, zumindest sofern die Allgemeinheit zu diesem Zeitpunkt der Diskussion noch Aufmerksamkeit schenkt. (Das letzte Wort behalten.) Ich denke Diskussion hat in dieser Hinsicht halt nicht umsonst den Begriff Streitgespräch ersetzt.
« Letzte Änderung: 27.04.2009 | 12:24 von Ein » Gespeichert
Crimson King
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« Antworten #37 am: 27.04.2009 | 12:26 »

Oh.. oh.. oh.. ganz, ganz, gaaaaaaaaaaaaaaaaaanz dünnes Eis!

Wieso? Manche diskutieren tatsächlich so. Entsprechend ernst werden sie genommen.
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Schwarmdummheit: Idiotischerweise haben wir ein System geschaffen, das die Rationalität des Einzelnen mit tödlicher Präzision zur Grundlage eines kollektiven Irrsinns macht, der uns Entscheidungen treffen lässt, die innerhalb des Systems als „klug“, ja sogar „vernünftig“ erscheinen, obwohl sie in Wahrheit von atemberaubender Dummheit sind.

Der Deutsche hält nämlich Parteien, die versuchen, das umzusetzen, was er selber für richtig hält, für linke Spinner.
Joe Dizzy
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« Antworten #38 am: 27.04.2009 | 12:33 »

natürlich kann man Diskussion unterschiedlich definieren, aber ich möchte mich jetzt einfach einmal an das halten, was sich im wirklichen Leben beobachten lässt, und nicht was im Zuge der Moderationsbewegung gehofft wurde. In dieser Hinsicht hat im Übrigen derjenige verloren, der sich zuerst zurückzieht, zumindest sofern die Allgemeinheit zu diesem Zeitpunkt der Diskussion noch Aufmerksamkeit schenkt. (Das letzte Wort behalten.) Ich denke Diskussion hat in dieser Hinsicht halt nicht umsonst den Begriff Streitgespräch ersetzt.

Nein. Du redest furchtbaren Stuß.

Und das Argument, "alle anderen sind doch auch so" ist keine Rechtfertigung. Wenn du Diskussionen nur als Streitgespräche verstehen und benutzen willst, dann ist das dein Ding. Dann wirst du auch dementsprechende "Diskussions"-partner anziehen. Allein die Selbstverständlichkeit mit der du Diskussion auf das Niveau eines Schaukampfes vor einem unsichtbaren Publikum hinschiebst... finde ich gruselig und erschreckend. Ich verstehe wirklich nicht wie man die eigenen Ansprüche so dermassen runterschrauben kann, dass man eine billige Verbalknüppelei auf Stammtischniveau als Diskussion verklärt.

Natürlich gibt es solche Leute. Meine zwei "Internet-Lieblinge" sind genau deshalb auf meiner Liste der Arschkrumpen, die die Welt nicht braucht. Ich weigere mich das narzisstische und asoziale Verhalten von solchen Typen als "Diskussion wie sie im wirklichen Leben ablaufen" zu akzeptieren. Es stimmt mich ehrlich gesagt ziemlich traurig, dass du das so willentlich schluckst.
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« Antworten #39 am: 27.04.2009 | 12:39 »

Mir ging es so mit meinem ersten selbstgeleiteten Abenteuer bei AD&D. Ich hatte einen fürchterlichen Eindruck von mir als SL und kaum oder keinen Spass, die Spieler hatten aber einen anderen Eindruck und sie hatten Spass an mir als SL.

Dann war es kein gutes Rollenspiel, denn Du hattest keinen Spaß.


Was ich in dieser Diskussion gerne sehen würde, ist eine genauere Moderation durch den Gaukelmeister. Das Thema zerfasert und wir halten uns mit dem Streiten über Kleinigkeiten auf, statt das Thema zu einzugrenzen und die Diskussion damit in eine vernünftige Richtung zu führen.

Naja, vielleicht kann er heute Abend noch mal seinen Senf dazu abgeben und uns Hinweise geben, was er erreichen möchte.
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« Antworten #40 am: 27.04.2009 | 12:41 »

Nein. Du redest furchtbaren Stuß.

Yeay!
Daily Soap auf Kanal Tanelorn!




Was ich in dieser Diskussion gerne sehen würde, ist eine genauere Moderation durch den Gaukelmeister. Das Thema zerfasert und wir halten uns mit dem Streiten über Kleinigkeiten auf, statt das Thema zu einzugrenzen und die Diskussion damit in eine vernünftige Richtung zu führen.
  thumbsup
« Letzte Änderung: 27.04.2009 | 12:43 von Great Dahlia » Gespeichert

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Ludovico
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« Antworten #41 am: 27.04.2009 | 12:47 »

Dann war es kein gutes Rollenspiel, denn Du hattest keinen Spaß.

Wenn die Darstellung der NSCs oder auch des SCs für die restliche Gruppe glaubwürdig, stimmig und unterhaltsam rüberkommt... wieso sollte es dann kein gutes Rollenspiel sein? Ich bin der Meinung, dass gutes Rollenspiel und Spaß separate Dinge sind und kann eine zwangsweise Verknüpfung beider Dinge nicht erkennen.

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Dr.Boomslang
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Dr.Boomslang

« Antworten #42 am: 27.04.2009 | 13:02 »

Dass Spaß eine notwendige aber nicht hinreichende Bedingung für gutes Rollenspiel oder ein gutes Spiel allgemein ist dürfte ja nun klar sein. Unabhängig sind Spaß und Qualität also nicht, aber das war soweit ich sehe auch nicht gemeint.
Ist Spaß eventuell nicht einmal notwendig? Ich glaube das ist er doch. Da muss man dann über die Definition von Spaß reden. Sich gruseln kann Spaß machen, sich ekeln kann Spaß machen, sich verausgaben kann Spaß machen, Angst haben oder traurig sein kann Spaß machen, aber das ist eine andere Diskussion.

Ich komme direkt zum interessanten Teil: Woher soll ein Qualitätsmaßstab kommen wenn Spaß nicht mehr ausreicht? Soll uns der Spaßdiktator sagen wann wir "richtig" spielen?
Es dürfte doch klar sein dass es hier nur einen relativen Maßstab geben kann. Relativ wozu? Zum konkreten Spiel, zum Spielstil, zum Rollenspiel allgemein (in absteigender Bedeutsamkeit).

Die Frage nach guten Rollenspiel ist doch so schrecklich allgemein, dass man auch direkt fragen könnte "Was ist Gut?", und dann den für Rollenspiel spezifischen Teil dieser Antwort her nimmt.
Relative Güte bemisst sich z.B. an Angemessenheit und an Erwartungen. Allgemein nachvollziehbar machen kann man solche Maßstäbe nur, wenn man voraussetzt was jemand sinnvollerweise für Erwartungen in einer bestimmten Situation haben kann. Wenn man z.B. ein konkretes Regelwerk betrachtet kann man sehen was dieses Regelwerk will und wie sich die Spielwirklichkeit darstellt und dann kann man nachsehen ob das Spiel das erreicht hat wozu es gedacht war. Es kommt also auf das spielspezifische Ziel an.

Nun kann man das in Richtung Stilgruppen oder Rollenspiele allgemein erweitern und kann dann leichter antworten, aber eben auch nur relativ nichtssagend allgemein. Würde man z.B. fragen: "Wie bemisst sich die Qualität eines Brettspiels?" dann müsste man etwa so antworten: Es müsste ein gutes Spiel sein, das gleichzeitig die Möglichkeiten des Spielbretts gut nutzt, denn wenn das Spielbrett überflüssig oder gar hinderlich ist, dann haben wir eventuell noch ein gutes Spiel aber wohl eher kein gutes Brettspiel.
Das ist völlig analog zum Rollenspiel. Das Spielen der Rolle muss selbstverständlich angemessen zum Spiel beitragen, sonst haben wir kein gutes Rollenspiel selbst wenn wir ein gutes Spiel oder auch nur eine gute Form der Unterhaltung haben. Das ist ja auch z.B. der Grund warum manche einem Rollenspiel "Brettspieligkeit" als qualitätsminderndes Merkmal vorwerfen, obwohl das Spiel selbst eventuell Spaß macht.


Gutes Rollenspiel ist also ein Spiel das Spaß macht und in dem das Spielen einer Rolle notwendig für diesen Spaß ist.
Natürlich kann es jemandem der nur unterhalten werden will egal sein woher sein Spaß kommt. Natürlich kann man nicht genau messen woher der Spaß kommt. Natürlich kann man sich darüber streiten was genau am Spielen der Rolle nun so notwendig war. Aber letzteres ist eine Frage die sich allgemein für das Rollenspiel überhaupt nicht beantworten lässt, sondern weiterer Annahmen darüber bedarf, was für Ansprüche an bestimmte Arten von Spielen gestellt werden (können).
« Letzte Änderung: 27.04.2009 | 13:05 von Dr.Boomslang » Gespeichert
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« Antworten #43 am: 27.04.2009 | 13:06 »

Weil die Punkte für mich unter eine gute Darstellung fallen. Gutes Rollenspiel beinhaltet für mich aber neben einer guten Darstellung auch andere Elemente, die von den jeweiligen Präferenzen der Gruppe abhängen. Das können farbige Beschreibungen, gute Rätzel, taktische Herausforderungen, spannende Kämpfe, ausgeklügeltes Mikromanagement, plausible Handlungen, guter Gruppenzusamenhalt oder eine gute Geschichte oder andere Punkte sein.

Du hast als SL eine gute Leistung abgeliefert, aber solange du keinen Spaß hattest ist es kein gutes Rollenspiel als Gesamterlebnis gewesen. Es hat dir keinen Spaß gemacht und damit ist ein wesentlicher Faktor (Spaß eben) nicht erfüllt. Gutes Rollenspiel muss eben allen Mitgliedern der Runde Spaß machen.

Mit der Runde an sich warst Du ja zufrieden, es hat dir trotzdem Spaß gemacht, weil wir uns alle super verstanden haben. Das fällt dann aber nicht mehr in den Bereich des Rollenspieles, sondern der Runde und ihrer sozialen Komponenten.

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Ludovico
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« Antworten #44 am: 27.04.2009 | 13:09 »

Weil die Punkte für mich unter eine gute Darstellung fallen. Gutes Rollenspiel beinhaltet für mich aber neben einer guten Darstellung auch andere Elemente, die von den jeweiligen Präferenzen der Gruppe abhängen. Das können farbige Beschreibungen, gute Rätzel, taktische Herausforderungen, spannende Kämpfe, ausgeklügeltes Mikromanagement, plausible Handlungen, guter Gruppenzusamenhalt oder eine gute Geschichte oder andere Punkte sein.

Du hast als SL eine gute Leistung abgeliefert, aber solange du keinen Spaß hattest ist es kein gutes Rollenspiel als Gesamterlebnis gewesen. Es hat dir keinen Spaß gemacht und damit ist ein wesentlicher Faktor (Spaß eben) nicht erfüllt. Gutes Rollenspiel muss eben allen Mitgliedern der Runde Spaß machen.

Man kann festhalten, dass ich in diesem Beispiel keinen Spaß an der Ausübung meiner Tätigkeit hatte.
Folgenden Punkt verstehe ich aber nicht:
Wieso war es aber kein gutes Rollenspiel?

Du kannst auch einem Beruf oder auch Hobby mit Spaß nachgehen und an manchen Tagen in diesem Beruf erfüllst Du eine Aufgabe, die einem keinen Spaß bereitet, aber man macht es dennoch und selbst wenn man mit dem Endergebnis an sich nicht zufrieden ist, betrachten andere diese Aufgabe als mehr als nur zufriedenstellend erfüllt.

Wo ist da der Unterschied zum Rollenspiel?
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« Antworten #45 am: 27.04.2009 | 13:25 »

In meinen Augen ist die Aufgabe von Rollenspiel, beim Spielen Spaß zu haben. Warum sollte man es sonst machen? Es hat nicht den Zweck, Geldwerte zu schaffen, die man zum Überleben benötigt, wie Arbeit. Bei Arbeit ist das primäre Ziel, den Lebensunterhalt zu sicheren und dann Spaß zu haben. Beim Runden ist es das primäre Ziel das alle Spaß haben.

Wenn es dir keinen Spaß gemacht hat, war es kein gutes Rollenspiel, denn es hat seinen Zweck verfehlt.

Das deine Leistung als SL dabei gut war, du also den technischen oder darstellerischen Teil gut gemeistert hast steht dabei nicht in Frage. Du warst ein guter Rollenspieler oder SL, hast aber bei deiner Arbeit keinen Spaß gehabt und deshalb was das Ereignis Rollenspiel nicht gut. Gutes Rollenspiel ist es, wenn alle beteiligten Spaß dabei haben und die Leistung einzelner steht für mich dabei nicht im Vordergrund.

Es geht um das Gesamtkunstwerk im Sinne des Rollenspieles und das hat nicht bestanden.

Ähnliches hatte ich mal mit einer Runde in Kiel, das waren alles super Spieler, der SL hat echt prima Spannung aufgebaut und eine tolle Story erzählt. Beim Rollenspiel selber hatten alle viel Spaß. Das war also gutes Rollenspiel.

Aber die Leute waren in anderen Sachen eher komisch. Keine Flips beim Spiel, kein Trinken, keine Witze über Aktionen, keine Pausen und ähnliches. Treffen, hinsetzen, Kerzen anzünden und sofort spielen. Nach dem Spiel Tüß und weg. Echt tolles Rollenspiel aber eine Scheiß Runde was die Begleiterscheinungen angeht.
« Letzte Änderung: 27.04.2009 | 13:28 von Joerg.D » Gespeichert
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« Antworten #46 am: 27.04.2009 | 13:30 »

Um zu bestimmen was ausserhalb des Spaßes die Qualität von Rollenspielen bestimmt müsste man erstmal bestimmen was Rollenspiel eigentlich genau ist... Dabei haben wir schon mehrfach versagt.
Aber ich gebe Gaukelmeister Recht: Rollenspiel kann mehr sein als einfach nur bespaßung und dann kann auch ein völlig unspaßiger Abend sehr Qualitativ sein.
Die Frage ist halt wieder wie man Spaß definiert.

Ich guck mir auch mal Tiefdeprimierende Filme oder Theatherstücke an. Spaß würde ich das nicht unbedingt nennen.
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« Antworten #47 am: 27.04.2009 | 14:22 »

Gutes Rollenspiel ist, wenn alle Spaß haben!
Das mag jetzt doof klingen, aber dieser Satz ist falsch.

Er müsste heissen:
Gutes Rollenspiel ist, wenn es allen Spaß macht!

Es geht schliesslich nicht darum, dass etwas lustig ist, sondern dass sich alle daran erfreuen.

Unabhängig davon habe ich das Gefühl, dass die Diskussion etwas verquer läuft:
Klar gibt es Situationen, in denen gutes Rollenspiel keinen Spass macht. Schliesslich reicht es dazu schon, wenn gute Rollenspieler mit verschiedenen Motivationen aufeinanderprallen und sich dann mehr schlecht als recht durch die Runde retten. Da passt dann auch der Fussballvergleich. Die Fussballteams können noch so gut sein. Wenn sie Rasenschach spielen, wird jeder froh sein, wenn die Partie endlich fertig ist.
Aber eine gute Rollenspielrunde macht automatisch Spass.

Auf welche Qualität hast Du Dich bezogen, Gaukelmeister?
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« Antworten #48 am: 27.04.2009 | 14:47 »

Nachdem ich durch meine Aussage im anderen Thread das Thema wohl losgetreten habe, möchte ich kurz Stellung beziehen.

Spaß ist in meiner Wortwahl nicht als Kaperletheater zu verstehen gewesen, sondern ist ein Ausdruck für das Vergnügen und die Freude, die Spieler aus ihrer Spielsitzung, ihrer Kampagne oder auch ihren Forumsdiskussionen Wink entnehmen. Diese Vergnügen, oder besser dieser Spaß, ist ein subjektives Empfinden, dass für jeden Beteiligten wohl anders zu definieren wäre. Aber in dem Kontext Rollenspiel sicher nicht mit "Sex in the City" schauen zu verwechseln ist.

Es ist auch keine Diskussionsunlust, die dahinter steckt, sonst hätte ich ja nichts dazu geschrieben. Sondern vielmehr steht hier, wie Ein es schön beschrieben hatte, die Abgrenzung zu einer "Ich kann definieren, was gut ist"-Aussage gegenüber. Da keiner ein objektives Kriterium für die Güte von Spielen finden wird, die unabhängig vom Vergnügen sein würde, ist und bleibt der kleinste gemeinsamste Nenner nunmal der Spaß (Vergnügen), den die Beteiligten hatten.

Alles andere mit positiven Aspekten wie "gut" zu plakatieren, führt zu einem Rollenspielfaschismus Wink, der anderen diese Qualität absprechen möchte. Wenn irgendwo eine D&D 1st Gruppe hockt und mit Grimmzahns Fallen bewaffnet ein Dungeon nach dem anderen spielt, dann ist das gutes Rollenspiel, wenn alle Beteiligten Spaß haben. Sie betreiben Rollenspiel und sie haben Vergnügen dran, was will man mehr.
Auch wenn ich daran keinen Spaß hätte, da ich vom Spielen andere Dinge erwarte, habe ich nicht das Recht, deren Stil als schlecht oder auch nur weniger gut zu bezeichnen. Er ist anders und das ist auch gut so. Die brauchen auch niemanden, der sie auf irgendwelche Heilspfade des guten, anständigen Spiels führt. Es schadet sicher nicht, Alternativen aufzuzeigen, da diese evtl. noch mehr Spass bringen können, aber das geht auch ohne Wert(vor)urteile.

Und genau das ist es, warum diese Aussage, Rollenspiel ist gut, wenn alle Beteiligten ihren Spaß haben, kommt.
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Viel Spaß.
Master Li und der Hamster des Todes
reinecke
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so

User:
Reinecke

« Antworten #49 am: 27.04.2009 | 15:04 »

Ist doch ganz einfach. Gutes Rollenspiel ist wenn einer seine Rolle gut spielt.
Nenenenenenenenene.... Dann kann's gaaaanz schnell seeehr laaaaaaaaaaangweilig werden. (hoffe das waren genug vokale um von der richtigkeit zu überzeugen)
Gutes Rollenspiel ist nicht auf eine Sache zu reduzieren.
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