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Autor Thema: Was ist gutes, was ist schlechtes Rollenspiel?  (Gelesen 1663 mal)
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pharyon
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pharyon

« am: 11.08.2009 | 14:03 »

Hallo,
während der Diskussion um die SC-Sterblichkeit hab ich mir immer häufiger die Frage gestellt, was die Leute unter "gutem" bzw. unter "schlechtem" Rollenspiel verstehen. Die Suche hat mir nicht wirklich was gebracht (vielleicht hab ich aber auch nur falsch gesucht, dann wär ich für Hinweise dankbar).

Was dieser Thread soll:
1. Erzählt mir/anderen Forumsteilnehmern was ihr als gutes Rollenspiel anerkennt.
2. Erzählt mir/anderen Forumsteilnehmern was ihr als schlechtes Rollenspiel anerkennt.

Was dieser Thread nicht soll:
3. Darüber diskutieren, warum dies oder jenes jetzt gut oder schlecht ist. Dafür kann dann gerne ein separater Thread eröffnet werden.

Dabei ist mir wurscht, was ihr überhaupt unter Rollenspiel versteht, da ich nicht möchte, dass nur Abqualifizierungen kommen wie "das ist kein Rollenspiel sondern ...".

Gruß, p^^
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"Natürlich werden sie ihn foltern - es sind PRAIOS-Geweihte!" (vielen Dank, Kristin ^^)

Auf der Suche nach einer nicht-DSA-Rollenspielgruppe in Saarbrücken...
Trollork McMunchkin
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schlechter Rollenspieler (tm)

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Trollork McMunchkin

« Antworten #1 am: 11.08.2009 | 15:14 »

gutes Rollenspiel ist....

a) clever (wie ein guter Schach/Cluedo/Risiko-Spieler eben auch clever ist)
b) immersionsfördernd
c) eine Freude für die Mitspieler
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Verstärkt eine gute Signatur etwa das Argument?
Blizzard
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Blizzard

« Antworten #2 am: 11.08.2009 | 15:43 »

*puh*...Diese Fragestellung/Diskussion hatten wir doch schon mal irgendwo?
egal...

Gutes Rollenspiel ist für mich:
- erstmal alles, was die Runde oder das Abenteuer bereichert, auf welche Art auch immer.
- das gute (und korrekte) Verkörpern/Spielen der Rolle bzw. des Charakters
- Kreativität,Flexibilität und Improvisationsvermögen -auch von Spielerseite(!)

Schlechtes Rollenspiel ist für mich:
- wenn jemand etwas spielen möchte, das er absolut nicht kann
- wenn XP und Powergaming wichtiger sind als das Abenteuer
- wenn zwanghaft versucht wird, kreativ und phantasievoll zu sein (und es dabei schlimmer wird als wie wenn man nix gesagt hätte)
- wenn ein Spieler das Wohl  seines Charakters über Alles stellt und gegen Alle(s) spielt
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"Wer nicht den Mut hat zu werfen, der wird beim Würfeln niemals eine Sechs erzielen."
Roland
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Roland

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« Antworten #3 am: 11.08.2009 | 16:20 »

Das bestimme ich von Fall zu Fall.
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Joerg.D
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Juhanito

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« Antworten #4 am: 11.08.2009 | 16:34 »

Zitat
1. Erzählt mir/anderen Forumsteilnehmern was ihr als gutes Rollenspiel anerkennt.
2. Erzählt mir/anderen Forumsteilnehmern was ihr als schlechtes Rollenspiel anerkennt.


Als gutes Rollenspiel anerkenne ich alles, was allen Teilnehmern der Runde Spaß macht oder zumindest Spaß an der Runde vermittelt. Dabei kann die Art des Rollenspieles auch mal kurz gegen verschiedene Geschmäcker verstoßen, wenn sie langfristig alle Spieler zufrieden stellt.

Als schlechtes Rollenspiel anerkenne ich alles, was den Teilnehmern an der Runde langfristig keinen Spaß macht.

Es gibt nur eine wichtige Sache und die ist die langfristige Zufriedenheit aller Teilnehmer an der Runde. Es ist natürlich fast unmöglich, Zufriedenheit immer zu erreichen, weil in Runden oft verschiedene Geschmäcker aufeinander treffen, doch gutes Rollenspiel stellt für mich immer alle Teilnehmer gleichermaßen zufrieden.
Egal, was für einen Stil oder Mittel man dafür benötigt.
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MadMalik

« Antworten #5 am: 11.08.2009 | 16:35 »

Wenn's spass macht.
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Dr.Boomslang

« Antworten #6 am: 11.08.2009 | 16:42 »

Gutes irgendwas (Rollenspiel) hängt offensichtlich davon ab wie man dieses etwas definiert. Schlechtes irgendwas ist dann alles was davon abweicht, obwohl es den gleichen Anspruch hat. Die Diskussion über gutes und schlechtes Rollenspiel ist also nahezu identisch mit der Diskussion über die Definition von Rollenspiel. Man kann dass hier in unzähligen Threads nachlesen, die allgemeinen Punkte sollten eigentlich bekannt sein.
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Ein
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« Antworten #7 am: 11.08.2009 | 17:57 »

Ganz holistisch:

Gutes Rollenspiel: Alle haben Spaß.
Schlechtes Rollenspiel: Irgendwer hat keinen Spaß.
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ChristophDolge
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« Antworten #8 am: 11.08.2009 | 18:57 »

Genau.
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Dr.Boomslang

« Antworten #9 am: 11.08.2009 | 19:06 »

Gutes Rollenspiel: Alle haben Spaß.
Schlechtes Rollenspiel: Irgendwer hat keinen Spaß.
Streiche Rollenspiel und du hast die Definition von Gut und Schlecht selbst, wenn man denn Hedonist ist. Das ist jetzt nicht besonders spezifisch. Aber falsch ist es natürlich nicht. Es enthält nur keine spezifische Eigenschaft von Rollenspiel.
Aber wir wollen ja alle die eigentliche Frage nicht beantworten Wink
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« Antworten #10 am: 11.08.2009 | 19:13 »

Gutes Rollenspiel ist Drama, Spannung, Mitfiebern und Mitlachen. Gutes Rollenspiel findet in einer Gruppe statt, in der alle am gleichen Strang ziehen. Gutes Rollenspiel erkennt man u.a. daran, dass alle konzentriert bei der Sache sind.

Schlechtes Rollenspiel ist Langeweile. Schlechtes Rollenspiel erkennt man daran, dass aller per Sekunden abgelenkt wird oder dass irgendjemand lieber in einem Katalog blättert, als sich an der Sitzung zu beteiligen.
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« Antworten #11 am: 11.08.2009 | 19:20 »

Gutes Rollenspiel kann man nicht bestimmen, da die Kriterien zu verscheiden sind, was die Leute beim Spielen gut finden.

Aber notwendig ist, dass alle Beteiligten Spaß haben.

Haben die Leute keinen Spaß ist es notwendigerweise schlechtes Rollenspiel.

Klar kann man auch Spaß haben, und es ist kein gutes Rollenspiel, nur dass ist für fast jeden anders formuliert.

(natürlich kann man auch Rollenspiel betreiben, und Spaß haben, ohne Rollenspiel zu betreiben)
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Skyrock
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« Antworten #12 am: 11.08.2009 | 19:30 »

Gutes Rollenspiel, das: Die Art und Weise wie ich und meine Freunde spielen.

Schlechtes Rollenspiel, das: Die Art und Weise wie nur andere spielen können, aber doch nicht ich und meine Freunde!
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« Antworten #13 am: 11.08.2009 | 19:31 »

Das ist wenigstens ehrlich.  Smiley
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« Antworten #14 am: 11.08.2009 | 19:32 »

Und wahrscheinlich eine der hilfreichsten Definitionen.
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« Antworten #15 am: 11.08.2009 | 22:19 »

Gutes Rollenspiel ist für mich, wenn die Spielergruppe (inklusive SL) am ende der Sitzung/Kampagne befriedigt ist.
Das können verschiedene Dinge sein:
- Spaß
- Spannung
- Aufregung
- Einsicht
- Irgend einem selbst auferlegten Anspruch gerecht geworden sein.
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« Antworten #16 am: 11.08.2009 | 22:28 »

Gutes Rollenspiel, das: Die Art und Weise wie ich und meine Freunde spielen.

Schlechtes Rollenspiel, das: Die Art und Weise wie nur andere spielen können, aber doch nicht ich und meine Freunde!

Das ist wahrscheinlich die einzige wahre Antwort hier in diesem Thread und gleichzeitig auch die Antwort darauf, warum sich so viele Leute so verbiestert wegen ihrer Spielstile an den Kragen gehen.

Wenn man zu dieser Hybris dann noch ein übersteigertes Sendungsbewusstsein mitbringt, kommt man fast schon zwangsläufig zu "Alle andern spielen falsch, nur ich spiele richtig, und ich muss den Ungläubigen das Licht bringen, wenn nötig mit Feuer und Schwert".

Und das, naja, das erklärt dann wirklich so einiges.
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« Antworten #17 am: 11.08.2009 | 22:34 »

Dr. Boomslang hat's ja schon gesagt: das hängt ganz davon ab, was für eine Art von Rollenspiel du spielst. - Eines ist jedenfalls klar: gutes Rollenspiel besteht nicht darin, Spaß zu haben. (Was natürlich nicht bedeutet, dass man keinen Spaß hat, wenn man gut spielt.)
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« Antworten #18 am: 11.08.2009 | 22:42 »

Gutes Rollenspiel KANN sein Spaß zu haben.
Aber auch wenn man Spaß hatte KANN es schlechtes Rollenspiel gewesen sein.

Es hängt davon ab welchen Anspruch man selber ans Rollenspiel hat.

Was für dich schlechtes Rollenspiel sein sein kann, das kann für mich gutes Rollenspiel sein.
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« Antworten #19 am: 11.08.2009 | 23:06 »

Schlechtes Rollenspiel (EDIT: ein Indiz):
Wenn man die goldene Regel nicht beachtet, also: Wenn die Regeln nicht mir dienen, sondern sich zum Herren aufschwingen.


EDIT: Formulierung verbessert
« Letzte Änderung: 11.08.2009 | 23:08 von kirilow » Gespeichert

Abenteuer. – ein Fanzine.
Der Kummerkasten von Dr. Sommer-kirilow ist im ORK. Hier ist sein Postfach voll.
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« Antworten #20 am: 12.08.2009 | 08:01 »

Gut ist Rollenspiel für mich immer in der Nachbetrachtung: wenn ich an die Sitzung denke und lächle und mich gerne an die Ereignisse und Dialoge erinnere. Wenn es interessant war und ich mich auch danach noch in Augenblicken der Ruhe gern an die Runde erinnere. Das war - für mich - gut.

Schlecht ist es für mich, wenn man schon mitten in der Runde merkt, dass es keinen Spaß macht und das Vertrauen nicht da ist, dass es besser werden könnte.
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Ein
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« Antworten #21 am: 12.08.2009 | 08:06 »

@Boomslang
Zitat
Aber wir wollen ja alle die eigentliche Frage nicht beantworten
Bitte, unterstelle mir keine Dinge. Danke.

Ich weiß, dass hier manche ganz "toll" sind, aber ich kann für mich akzeptieren, dass anderer Leute Rollenspiel auch gut sein kann, selbst wenn sie von meinem persönlichen Spielstil abweichend spielen.
« Letzte Änderung: 12.08.2009 | 08:08 von Ein » Gespeichert
Preacher
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« Antworten #22 am: 12.08.2009 | 08:34 »

Ich weiß, dass hier manche ganz "toll" sind, aber ich kann für mich akzeptieren, dass anderer Leute Rollenspiel auch gut sein kann, selbst wenn sie von meinem persönlichen Spielstil abweichend spielen.
Ho, Vorsicht. Solche Äußerungen sind gefährlich. Das grenzt schon verdächtig an "seid nett zueinander", und dafür ist schonmal einer an einen Baumstamm genagelt worden.
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ChristophDolge
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« Antworten #23 am: 12.08.2009 | 08:37 »

Ich kanns auch absolut nicht nachvollziehen. Spielen und spielen lassen. Wenns Spaß gemacht hat, war das Rollenspiel gut und wenn nicht eben nicht. Rollenspiel ist eben ein Spiel und kein Sport, der erst dann gut wird, wenn man ihn "richtig" macht.
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Wolf Sturmklinge
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« Antworten #24 am: 12.08.2009 | 08:38 »

Gutes Rollenspiel: Bier
Schlechtes Rollenspiel: Wein

kthxbye!
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ChristophDolge
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« Antworten #25 am: 12.08.2009 | 08:45 »

Nein. Aber der von jeglichem Spiel, dass ich betreibe. Das tolle ist ja - ihr könnt spielen wie ihr wollt, solange ich meinen Spaß habe.
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sohn_des_aethers

« Antworten #26 am: 12.08.2009 | 09:02 »

Spaß ist so eine herrliche Worthülse und irgendwie die Antwort auf alles. Da braucht man sich gar keine Gedanken zu machen, was eigentlich dahinter steckt. Im Spaß scheint das inhaltslose Ziel der modernen Gesellschaft zu liegen. [sarcasm]Toll![/sarcasm]
Wie verwerflich Spaß als den Zweck seiner Freizeitbeschäftigung anzugebeben, vor allen Dingen bei einer wie Rollenspiel. Wir leben in einer hedonistischen Spaßgesellschaft. Widerlich.

Gutes Rollenspiel: Alle sitzen um den Tisch herum, sind bei der Sache, fiebern mit und haben Spaß. Man trinkt ein paar Bier, findet diesen oder jenen magischen Gegenstand und lacht über den spektakulären, dummen oder unerwarteteten Tod einer Spielerfigur, auch wenn es ein wenig schmerzt. Am Ende des Abends sind alle vergnügt und konnten für ein paar Stunden ihren lausigen Job oder die anstehenden Prüfungen vergessen.
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ChristophDolge
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« Antworten #27 am: 12.08.2009 | 09:06 »

Zitat
Das weißt Du vielleicht selbst gar nicht, sonst würdest Du es doch sagen.

Das kann fast niemand genau sagen - ich z.B. kann beim Rollenspiel an fast allem Spaß haben, sodass es eher einfacher ist, eine Negativliste zu erstellen. Damit aber wäre ich auf genau der Schiene, die hier leider immer mehr fahren und die ich extrem kritisch sehe. Deswegen: Spaß macht, was Spaß macht.
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Gaukelmeister
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Gaukelmeister

« Antworten #28 am: 12.08.2009 | 09:06 »

Wie verwerflich Spaß als den Zweck seiner Freizeitbeschäftigung anzugebeben, vor allen Dingen bei einer wie Rollenspiel. Wir leben in einer hedonistischen Spaßgesellschaft. Widerlich.

Nicht widerlich (wieso sollte man das so sehen), sondern vollkommen inhaltsleer. Wenn jemand wissen will, wie er es anstellt, gut zu kochen, hilft es ihm auch nicht weiter, wenn man ihm sagt, dass er halt so kochen soll, dass es ihm am Ende schmeckt. Das ist zwar irgendwie richtig, aber eben vollständig uninformativ. Er will ja gerade wissen, wie er das anstellen kann, dass es schmeckt.
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« Antworten #29 am: 12.08.2009 | 09:10 »

Zitat
Die Frage ist doch: Warum hast Du Spaß?
Falsch. Im OP steht explizit die Frage, was jeder von uns als gutes bzw. Rollenspiel schlechtes akzeptiert. Und es wird weiterhin explizit darauf hingewiesen, dass keine Diskussionen erwünscht sind, warum dieses oder jenes als gut oder schlecht angesehen wird.
« Letzte Änderung: 12.08.2009 | 09:13 von Ein » Gespeichert
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sohn_des_aethers

« Antworten #30 am: 12.08.2009 | 09:10 »

Deswegen: Spaß macht, was Spaß macht.
Das ist nun wirklich etwas inhaltsleer. Vielleicht kannst du umreißen, was dir besonders gefällt, oder welches Leitmotiv du beim Spielleiten, man versucht ja meistens selbst gutes Rollenspiel zu fördern und zu kreiren, hast.

Und bevor mir Inhaltsleere vorgeworfen wird: Vergnügt Bier trinken ist ein sehr angenehmer Zeitvertreib, aber sicherlich nicht gutes Rollenspiel.
Ich halte klassisches Dungeoncrawling mit vorbereitetem SL, interessantem Dungeonaufbau und motivierten Spielern, die überleben und gewinnen möchten, für gutes Rollenspiel.


Nicht widerlich (wieso sollte man das so sehen), sondern vollkommen inhaltsleer. Wenn jemand wissen will, wie er es anstellt, gut zu kochen, hilft es ihm auch nicht weiter, wenn man ihm sagt, dass er halt so kochen soll, dass es ihm am Ende schmeckt. Das ist zwar irgendwie richtig, aber eben vollständig uninformativ. Er will ja gerade wissen, wie er das anstellen kann, dass es schmeckt.
Ja, da hast du natürlich recht. Ich habe auch eben nachgeliefert. Nur: Der Satz von Turning Wheel ist dennoch vollkommen banane. Sowohl für sich genommen, als auch im Kontext.
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ChristophDolge
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« Antworten #31 am: 12.08.2009 | 09:16 »

Mir macht so vieles Spaß: Dungeoncrawling, Charakterexploration, aggressives Erzähl(onkel)spiel, komplett-Impro und überall sind es andere Aspekte, die mich reizen. Während bei einigen Spielen der Spiel-Aspekt mit genauen und stringenten Regeln im Vordergrund steht, geht es bei anderen Spielen um die Charaktere, ihre Beziehungen untereinander und zu ihrer Umwelt und in anderen Spielen wieder einfach um das Rumalbern der Spieler mit ihren Charakteren - mitunter hat man einfach den meisten Spaß, wenn man die Spielwelt nicht ernst nimmt.
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Hotzenplotz
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Hotzenplotz

« Antworten #32 am: 12.08.2009 | 09:52 »

Ähnlich wie DerDolge kann ich das auch nicht so genau definieren.

Wenn ich nach einem Spielabend heim fahre und das Gefühl habe, dass es allen Spaß gemacht habe, würde ich sagen: Das war gutes Rollenspiel.

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Wenn du mal was Tolles im Leben gesagt hättest, könnte es jetzt hier stehen.
Megan
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Megan

« Antworten #33 am: 12.08.2009 | 10:28 »

Eigentlich ist die Fragestellung gemein, denn sie enthält eine Verallgemeinerung, weswegen hier natürlich jeder so neutral wie möglich antwortet, denn sonst begibt er sich in Gefahr, anderes Spiel als das eigene als schlecht zu verurteilen (was dann wieder zu einem großen Aufschrei und endlosen Ja-Nein-Doch-Nein-Debatten führt). Für das, was dann beanstandet wird, nämlich dass "Spaß" ja irgendwie alles ist, müsste man die Frage umformulieren, bzw. noch ergänzen:

1. Es gibt kein einzig wahres gutes RollenspielTM.
2. Was macht *euch* an Rollenspiel Spaß und wie muss es laufen, damit es *für euch gut* ist?

Ansonsten kann ich nämlich sonst keinen tieferen Sinn in diesem Thread erkennen.
Zu gutem Rollenspiel gehört für mich auch, dass sich alle beteiligen und einbringen, die Runde bereichern - ich denke, das ist allgemeingültig, doch selbst da kann man diskutieren.

Für mich - und das hängt nunmal damit zusammen, wie ich persönlich am liebsten spiele - ist gutes Rollenspiel:
  • emotional
  • mit dem Focus auf den Charakteren und wie sich aus ihrer Konstellation zueinander und zur Welt, ihren Zielen, ihren Motivationen, ihren Grundsätzen und Abneigungen eine Geschichte entspinnt.
  • gutes Rollenspiel birgt Entscheidungen, die die Charaktere treffen müssen, anhand von dem, was vorangegangen ist.
  • bei gutem Rollenspiel durchlaufen die Protagonisten eine charakterliche Entwicklung.
  • es geht nicht ums gewinnen, sondern um Dramaturgie, weshalb jeder Mitspieler auch eine gewisse Opferbereitschaft an den Tag legt, und seinen Charakter in kniffelige/konfliktgeladene Situationen lenkt (wobei es mir nicht darum geht, permantent zu streiten!)
  • gutem Rollenspiel liegt ein Thema zugrunde, bzw. es kristallisiert sich heraus, z.B. Wieviel kann eine Freundschaft auhalten?
  • gutes Rollenspiel dreht sich um moralische Fragestellungen.
  • gutes Rollenspiel bereichert einen noch für Tage/Wochen/Monate/Jahre.

Wenn alle in meiner Gruppe so spielen und darauf Wert legen, dann haben wir zusammen Spaß.
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Reden ist Schweigen, Silber ist Gold.

Fakten Fakten Fakten
ChristophDolge
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« Antworten #34 am: 12.08.2009 | 11:06 »

Zitat
Es ist keine Diskussion, um eine präzisere Ausführung zu bitten.

Ich hoffe, ich bin deiner Bitte zur Zufriedenheit nachgekommen Wink
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Sequenzer
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« Antworten #35 am: 12.08.2009 | 12:34 »

Eigentlich ist die Fragestellung gemein, denn sie enthält eine Verallgemeinerung, weswegen hier natürlich jeder so neutral wie möglich antwortet, denn sonst begibt er sich in Gefahr, anderes Spiel als das eigene als schlecht zu verurteilen (was dann wieder zu einem großen Aufschrei und endlosen Ja-Nein-Doch-Nein-Debatten führt). Für das, was dann beanstandet wird, nämlich dass "Spaß" ja irgendwie alles ist, müsste man die Frage umformulieren, bzw. noch ergänzen:

1. Es gibt kein einzig wahres gutes RollenspielTM.
2. Was macht *euch* an Rollenspiel Spaß und wie muss es laufen, damit es *für euch gut* ist?

Ansonsten kann ich nämlich sonst keinen tieferen Sinn in diesem Thread erkennen.
Zu gutem Rollenspiel gehört für mich auch, dass sich alle beteiligen und einbringen, die Runde bereichern - ich denke, das ist allgemeingültig, doch selbst da kann man diskutieren.

Für mich - und das hängt nunmal damit zusammen, wie ich persönlich am liebsten spiele - ist gutes Rollenspiel:
  • emotional
  • mit dem Focus auf den Charakteren und wie sich aus ihrer Konstellation zueinander und zur Welt, ihren Zielen, ihren Motivationen, ihren Grundsätzen und Abneigungen eine Geschichte entspinnt.
  • gutes Rollenspiel birgt Entscheidungen, die die Charaktere treffen müssen, anhand von dem, was vorangegangen ist.
  • bei gutem Rollenspiel durchlaufen die Protagonisten eine charakterliche Entwicklung.
  • es geht nicht ums gewinnen, sondern um Dramaturgie, weshalb jeder Mitspieler auch eine gewisse Opferbereitschaft an den Tag legt, und seinen Charakter in kniffelige/konfliktgeladene Situationen lenkt (wobei es mir nicht darum geht, permantent zu streiten!)
  • gutem Rollenspiel liegt ein Thema zugrunde, bzw. es kristallisiert sich heraus, z.B. Wieviel kann eine Freundschaft auhalten?
  • gutes Rollenspiel dreht sich um moralische Fragestellungen.
  • gutes Rollenspiel bereichert einen noch für Tage/Wochen/Monate/Jahre.

Wenn alle in meiner Gruppe so spielen und darauf Wert legen, dann haben wir zusammen Spaß.

Da du ja schon alles geschrieben hast schließ ich mich jetzt einfach nur an ^^ Das ist für mich gutes Rollenspiel Cheesy
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« Antworten #36 am: 12.08.2009 | 13:32 »

"Gutes Rollenspiel" hängt davon ab, was die Gruppe der Spieler - inklusive SL - insgesamt an Erwartungshaltungen an Rollenspiel hat und in wie weit jeder einzelne Spieler in der Lage und willens ist, dazu beizutragen, diese Erwartungshaltung zu erfüllen.
Ergo muss erst ein gruppeninterner Konsens darüber bestehen, was Rollenspiel ist.

Meine ganz persönliche Sicht von sogenanntem "Guten Rollenspiel" umschreibe ich wie folgt:

Gutes Rollenspiel hält eine Balance zwischen Charakterspiel (aka Immersion) und Gruppenspiels, so dass eine positive Einbindung aller Gruppenmitglieder in das Spiel im Rahmen des Interesses und der Möglichkeiten (der Mitglieder) zu jeder Zeit gegeben ist.

Charaktere sollen im Rahmen dieses Balanceaktes so überzeugend wie möglich gespielt werden. Dabei sollen auch die Charaktere die Spielfreude unterstützen.

Wenn mein Charakterkonzept ein Arschloch ist und ich damit allen anderen Mitspielern auf den Senkel gehen, dann ist es schlechtes Rollenspiel, selbst wenn ich die Arschloch-Rolle gut spiele.
Wenn mein Charakterkonzept ein toller Typ ist, ich ihn aber schlecht (nicht überzeugend, unmotiviert, nicht charaktergerecht) ausspiele, dann ist es auch schlechtes Rollenspiel.

Es kann allerdings sein, dass ein Arschloch in der SC-Gruppe durchaus das Gefallen der anderen Spieler erweckt. Das hängt davon ab, a) wie intensiev ich das Arschloch raushängen lasse und b) wie viel "Friendly Gaming" die Gruppe möchte.

Gutes Rollenspiel bedeutet also sowohl das Konzept des Charakters als auch die Intensivität des Ausspielens des Charakters mit den Bedürfnissen der Gruppe abzustimmen.

Alles andere ist schlechtes Rollenspiel.

EDIT: Um hierauf...
Eigentlich ist die Fragestellung gemein, denn sie enthält eine Verallgemeinerung, weswegen hier natürlich jeder so neutral wie möglich antwortet, denn sonst begibt er sich in Gefahr, anderes Spiel als das eigene als schlecht zu verurteilen (was dann wieder zu einem großen Aufschrei und endlosen Ja-Nein-Doch-Nein-Debatten führt).
...mal (mit viel Ironie) zu antworten:
"Was ich mache ist gutes Rollenspiel, was alle anderen machen ist schlechtes Rollenspiel, es sei denn, es ist das, was ich auch mache. So denken eigentlich alle und wer etwas anderes von sich behauptet behauptet ist ein Heuchler."
« Letzte Änderung: 12.08.2009 | 13:39 von Surtur » Gespeichert

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