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Autor Thema: Was ist Leistungsrollenspiel  (Gelesen 2548 mal)
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Callisto
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Having a continuous life crisis

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Callisto

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« Antworten #25 am: 21.11.2009 | 21:19 »

1.) Typo im Betreff Wink

2.) Also ich finde den Begriff Leistunsgrollenspiel für eine Sache die man rein aus Genuss und Spass macht schon falsch.
Für mich bedeutet Rollenspiel, das jeder das in die Runde mit einbringt was er kann und mag und nicht eine bestimmte LEITSTUNG erbringen muss/soll.

1.) Typo bei dir im Wort Leistungsrollenspiel  Grin

2.) Jörg ist Leistungsrollenspieler weil er überdurchschnittlich VIEL Leistung erbringt. Nicht weil er muss/soll. Sondern weils ihm Spass macht. Und er damit bessere Ergebnisse einfährt. (Außer er spielt im Schattental  Cheesy)
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Akhorahil
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Akhorahil

« Antworten #26 am: 22.11.2009 | 07:48 »

Zitat
(Außer er spielt im Schattental)

Ich bin mir sicher, das er sich auch dafür "vorbereitet"  Grin

Aber wenns nach Vorbereitungsleistung geht, fall ich wohl auch unter die Kategorie, wenn ich mir die Vorbereitung für die heutige Session anschaue.
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dunklerschatten
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dunklerschatten

« Antworten #27 am: 22.11.2009 | 22:05 »

Zitat
1.) Typo bei dir im Wort Leistungsrollenspiel

Gut beobachtet, dafür gibt es ein Bündel Katzenminze Grin oder eine Restaurantfürhung bei meinem Haus und Hofchinesen  Grin

Zitat
2.) Jörg ist Leistungsrollenspieler weil er überdurchschnittlich VIEL Leistung erbringt. Nicht weil er muss/soll. Sondern weils ihm Spass macht. Und er damit bessere Ergebnisse einfährt.

Also von mir aus kann er ein Kleid anziehen und Papst spielen, so lange es ihm Spass macht und er was für sich daraus zieht Cheesy

Den Begriff an sich finde ich nichts desto trotz falsch

Bye the way

Wie wird denn Leistung im RPG Bereich gemessen ?
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oliof
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METAPLOT IV ANTWORTET NICHT!

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oliof

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« Antworten #28 am: 22.11.2009 | 22:44 »

Wenn Jörg mit dem Abend zufrieden war, war es Leistungsrollenspiel.
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Dr. Jan Itor
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haukrinn

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« Antworten #29 am: 23.11.2009 | 08:45 »

Hallo Jörg, ich möchte auch kurz Deine Frage beantworten:

1.) Überschätzt
2.) Unnötig

Das ist doch kein Wettbewerb! Selbst wenn alle ihr Bestes geben, um den Spass für die Gruppe zu maximieren, dann ist das für mich kein Leistungsrollenspiel.
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Blizzard
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« Antworten #30 am: 23.11.2009 | 09:42 »

Wenn ich kirilow richtig verstanden habe, dann ist Leistung=Intensität der Vorbereitung auf eine Runde seitens des SL? Abgesehen davon finde ich den Begriff unpassend. Im Rollenspiel bringt jeder Beteiligte (s)eine Leistung. Für manch einen ist es da ja schon eine Leistung, pünktlich zu kommen. Wink
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Lord Verminaard
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Lord Verminaard

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« Antworten #31 am: 23.11.2009 | 10:58 »

In diesem Zusammenhang beinhaltet „Leistungsrollenspiel“ wohl insbesondere einen bestimmten Anspruch an die Mitspieler. Dieser Anspruch bezieht sich einerseits auf den Erwarteten Einsatz: Vorbereitung, Pünktlichkeit, Engagement während der eigentlichen Spielsitzung. Andererseits bezieht er sich aber auch auf die Qualität der einzelnen Beiträge zum Spiel.  Die Trennlinie dazwischen ist unscharf. Qualität hängt ja teilweise auch vom Einsatz ab, aber eben auch von anderen Faktoren, nämlich den individuellen Begabungen und Fähigkeiten sowie situativen Faktoren.

Was nun genau mit Qualität gemeint ist, hängt von den Vorlieben und Maßstäben desjenigen ab, der den Anspruch formuliert. Man kann da mit sehr, sehr konkreten Vorstellungen herangehen, was, wenn man darin konsequent ist, den Vorzug hat, dass jeder weiß, was von ihm erwartet ist. Letztendlich ist das eine Frage der Dominanz einer Person, und in der Regel ist diese dominante Person der Spielleiter, der zugleich auch kreativ und sozial das Alphatier der Gruppe ist.

In jedem Fall wohnt dem „Leistungs“-Ansatz eine gewisse Arroganz inne, die mir jedenfalls zu eigen ist und mir auch schon öfter vorgeworfen wurde. Das ist die Arroganz, für sich in Anspruch zu nehmen, besonders gut in bestimmten Aspekten des Rollenspiels zu sein, in meinem Fall wäre das etwa Beschreibung und Darstellung, dramatisches Gespür und Übersicht über Entwicklungen und deren Wechselwirkung in der Spielwelt (oder so). Dass nicht jeder meine Art zu spielen und zu leiten toll findet, bleibt dabei natürlich unbenommen.

Die zweite Frage ist dann, was mache ich, insbesondere als Spielleiter, wenn ich mit der „Leistung“ meiner Spieler (Einsatz und/oder Qualität) nicht zufrieden bin? Zunächst mal natürlich mit gutem Beispiel vorangehen. Aber wenn die anderen nicht mitziehen können oder wollen?

Dann kann man eben versuchen, sie zu mehr Einsatz zu bewegen (wobei Jörg dabei nicht wirklich ein fieser Drill Instructor ist, sondern freundlich bleibt, aber er pusht die Leute halt schon und zeigt ihnen auch deutlich, wenn ihm die Leistung zu schwach ist). Dadurch kann man tatsächlich mehr aus den Leuten heraus holen, die Frage, die dann jeder Spieler für sich beantworten muss, ist eben, ob er sich in seinem Hobby einem solchen Leistungsdruck aussetzen möchte. An dieser Stelle schließt sich auch der Kreis zur obigen Frage, wie konkret die Anforderungen formuliert werden: je konkreter, desto größer wird die Gefahr, dass der Spieler sich drangsaliert vorkommt und ihm die Lust vergeht.

Ich persönlich habe irgendwann mal für mich die Entscheidung getroffen, diese Motivator-Rolle nicht (mehr) zu übernehmen, weil ich dazu keine Lust habe. Wenn ich daher Leistungsrollenspiel betreiben will, brauche ich Mitspieler mit ausreichender Eigenmotivation, die von alleine die Qualität liefern, die ich mir wünsche. Solche Mitspieler finde ich auf dem Tanelorn-Treffen, zu Hause finde ich sie momentan nicht. Ergo mache ich auf dem Tanelorn-Treffen Leistungsrollenspiel (aber auch nur eine Runde am Tag, mehr geht nicht). Und zu Hause spiele ich immer seltener, und wenn ich spiele, dann bewusst „casual“.

Was so toll am Leistungsrollenspiel ist? Nun ja, was ist so toll daran, einen Mannschaftssport auf Wettkampfniveau zu betreiben? Was ist so toll daran, mit einer Band vor größerem Publikum aufzutreten? An die eigenen Grenzen zu gehen, auf höchstem Level zu performen, macht Spaß. Vor allem, wenn man es gemeinsam mit anderen tut, mit denen man auf einer Wellenlänge ist. „To be in the zone“, sagen Leistungssportler dazu. Wenn es richtig gut läuft, kann man davon regelrecht euphorisiert werden, bis zu einem Punkt, wo man alles andere ausblendet und jedes Zeitgefühl verliert. Ich glaube, dieser Effekt steckt in Wirklichkeit auch hinter der Legende von der „Immersion“. Erzwingen kann man das allerdings nicht, nur die Wahrscheinlichkeit erhöhen.
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oliof
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« Antworten #32 am: 23.11.2009 | 11:12 »

Bravo.
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isyahadin
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« Antworten #33 am: 23.11.2009 | 11:26 »

FULL ACK  thumbsup
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Jens
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« Antworten #34 am: 23.11.2009 | 18:01 »

Schön formuliert, Vermi und jetzt ist mir auch klar, was mir am Leistungsrollenspiel nicht schmecken mag: der Druck, der wenn nicht explizit, implizit immer mitschwingt. "Ich muss jetzt GUT sein!". Ich wette ohne eine gewisse Portion Arroganz ist das gar nicht mal so einfach, weil man sich unter dem eigenen Erwartungsdruck zermürbt... wenn man aber "weiß", das man es kann, hat man nicht so viele Probleme, denke ich.

Ich glaube daher, dass ich eher "Entspannungsrollenspiel" betreibe, das sich nur dann und wann in immersionistische Höhen aufschwingt.
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Crimson King
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« Antworten #35 am: 23.11.2009 | 18:10 »

Ich denke nicht, dass jeder gut sein muss. Es muss jeder versuchen, gut zu sein.

Ich habe auch keinen Bock auf die üblichen Casual Gamer oder Vor-sich-hin-Spieler. Ich kicke aber niemanden wegen mangelnden Talents aus der Runde.

Es geht dabei auch nicht darum, jemanden unter Druck zu setzen. Die Spieler sollen aus Eigeninteresse das entsprechende Engagement zeigen. Nur dann funktioniert die Runde auf Dauer. Genau das hat Vermi auch geschrieben: er braucht Spieler mit genügend Eigenmotivation.

Ich halte den Begriff "Leistung" in dem Sinne auch für unpassend gewählt. Es geht zumindest mir nicht um Leistung, sondern um Engagement.
« Letzte Änderung: 23.11.2009 | 18:11 von Crimson King » Gespeichert

Schwarmdummheit: Idiotischerweise haben wir ein System geschaffen, das die Rationalität des Einzelnen mit tödlicher Präzision zur Grundlage eines kollektiven Irrsinns macht, der uns Entscheidungen treffen lässt, die innerhalb des Systems als „klug“, ja sogar „vernünftig“ erscheinen, obwohl sie in Wahrheit von atemberaubender Dummheit sind.

Der Deutsche hält nämlich Parteien, die versuchen, das umzusetzen, was er selber für richtig hält, für linke Spinner.
Jens
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« Antworten #36 am: 23.11.2009 | 18:19 »

Ja es geht auch um gegenseitiges Feedback, Harmonie und dieses ganze Zusammenspiel. Das ist immer ein Motor, der etwas antreiben kann, dann kommt die "Leistung" fast von selbst.

Ich finde "Leistung" übrigens ein scheußliches Wort weil es Messbarkeit induziert.
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Joerg.D
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« Antworten #37 am: 23.11.2009 | 18:22 »

Die Messlatte ist in diesem Fall wohl mein Wohlgefallen.

Das ist durchaus messbar.
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Eulenspiegel
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« Antworten #38 am: 23.11.2009 | 18:23 »

Also ich finde, das Wort "Engagementrollenspiel" ist ein wahrer Zungenbrecher.
Das Wort "Leistungsrollenspiel" mag vielleicht nicht ganz so exakt sein, lässt sich dafür aber wesentlich besser aussprechen.

Und es heißt schließlich auch Leistungssport und nicht Engagementsport.
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Lord Verminaard
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« Antworten #39 am: 23.11.2009 | 18:24 »

@Crimson King: Naja, wie gesagt, die Trennlinie zwischen „Einsatz“ und „Qualität“ ist fließend. Wenn ich eine richtig ambitionierte Runde ansetze, dann lade ich dazu auch nur Spieler ein, von denen ich weiß, dass sie die Runde bereichern werden. Das ist eben die Arroganz, von der ich spreche, zu sagen „ich bin gut und du und du, aber du da, du bist nicht gut genug“. Das gilt aber nur für besondere, handverlesene Runden, jedenfalls was mich betrifft.

Und eine zweite Sache möchte ich klarstellen: „Entspannungsrollenspiel“, wie Jens es nennt, kann auch sehr viel Spaß machen, und manchmal merkt man nach einer Runde, die man ganz entspannt und ohne Leistungsanspruch gespielt hat, dass trotzdem (oder vielleicht sogar deswegen) alle Spieler tolle Beiträge zum Spiel geleistet haben und es eine richtig gute, vielleicht sogar eine intensive Runde gewesen ist.

Den Begriff „Leistungsrollenspiel“ habe ich nicht gewählt, der kommt von kirilow (ich selbst habe nur mal Gamism als „Leistungsrollenspiel“ bezeichnet, aus anderen Gründen). Ich würde in diesem Zusammenhang eher von „ambitioniertem“ bzw. „anspruchsvollem“ Rollenspiel sprechen.
« Letzte Änderung: 23.11.2009 | 23:53 von Lord Verminaard » Gespeichert

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« Antworten #40 am: 23.11.2009 | 18:29 »

Beim Leistungssport gibt es aber auch Wettbewerbe.

Ambitioniertes Rollenspiel trifft meine persönliche Herangehensweise im Grunde am Besten.

Und was Einsatz vs. Qualität angeht, so würde ich behaupten, dass nur wenige Rollenspieler sich dauerhaft engagieren, wenn sie das Gefühl haben, dieses Engagement läuft ins Leere, andere Spieler bereichern das Spiel viel mehr, sie selbst entwickeln sich nicht weiter. Am Ende bleiben dann nur die übrig, bei denen die Qualität stimmt. Und irgendwann kommt man an den Punkt, an dem man auch mit weniger Engagement tolle Ergebnisse erzielt, weil manche Dinge einem einfach in Fleisch und Blut über gehen.
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« Antworten #41 am: 23.11.2009 | 18:34 »

Ich danke Euch für die Beiträge und Betrachtungen.

Ich denke ich habe jetzt ein Bild davon, was Leistungsrollenspiel im Jörg`schen Sinne sein soll (frei nach Kirilow) und was der Großteil der Leute hier darunter versteht.

Da ich denke, dass hier ab jetzt eh nur noch Klugscheißerein und Haarspalterei betrieben werden wird, schließe ich das Thema.

Jörg
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