Ich meine gelesen zu haben, das das Panzerfahren raus ist, ja.
Bis jetzt habe ich jedenfalls noch nichts fahren müssen, allerdings sind Steuertasten für Fahrzeuge definiert, und ich kann mir nicht vorstellen, dass das nur rudimentär ist.
@Yerho: Machts denn immer noch Spaß? Also das reine gameplay, abseits der Inszenierung - Gegner abballern und Charaktere steigern?
Ja, macht es. Die Gegner zeigen sogar so etwas wie Taktik, können also etwas mehr, als sich nur irgendwo zu verbarrikadieren oder todesverachtend auf die Party loszustürmen. Die teilen sich jetzt auf, geben sich quasi Feuerschutz, versuchen einem in die Flanke zu kommen ... Das Ganze wirkt ein wenig unbeholfen, ist aber schon eine spürbare Verbesserung.
Die reduzierte Fähigkeiten-Tabelle stört mich eigentlich gar nicht. Gefühlt wurden nur die Skills entfernt, die man schon in Teil eins nie benutzt hat. Schlösser knacken und Hacken wird jetzt komplett durch Memory- und Logikspiele gelöst, was nur anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist.
Wieso, mit welchem falschen Etikett versucht Bioware denn Mass Effect 2 zu versehen?
Meines Wissens wird es immer noch als CRPG mit starken Shooter-Anleihen vermarktet, nicht als interaktiver Film. Wer das erwartet, bekommt es nur ansatzweise.
Die Rollenspielelemente sind aber auch wirklich minimal: Die zu steigernden Fähigkeiten dienen eigentlich mehr dazu, Widerstände zu steigern und Fähigkeiten-Slots zu füllen und haben ansonsten keine rechnerische Auswirkung darauf, wie der Charakter mit seiner Umgebung interagiert. Das ist in etwa so, als ob man in einem reinrassigen Shooter bessere Waffen/Rüstungen/PowerUps findet und anwendet. Ach ja, und natürlich kann man auch wieder mit dem Personal anbändeln, was wohl auch zum Rollenspiel-Aspekt gehört, aber hier reiner Selbstzweck (oder gar purer Fanservice) sein dürfte - aber immerhin nett gemacht. Las Miranda Densevilla, sag' ich da nur.

Für einen reinrassigen Shooter fehlt es da noch deutlich an Dynamik. Dafür fehlt den Charakteren schon die Leichtfüßigkeit oder das völlige Fehlen einer echten Dreidimensionalität - es spielt sich eben doch alles auf einer statischen Ebene ab, man kann nicht springen, nirgendwo hoch klettern oder unter durch kriechen und natürlich auch nicht schwimmen. Immerhin, ein paar dahingehende Moves haben sie spendiert, man kann nun per Tastendruck über Deckungen hinwegsetzen, was aber im Kampf ziemlich sinnlos ist, weil man damit direkt ins feindliche Feuer gerät. Dadurch, dass Feinde auch nachladen müssen, könnte es theoretisch Pausen geben, wo man das nutzen kann, aber meistens sind es mehrere Gegner, und wenigstens einer davon ballert immer. Mal sehen, ob und wie sich das später bei höheren Defensiv- und Overload-Skills taktisch nutzen lässt.