Roll inclusive musste ich nachgoogeln. Warum sollte sich RPG-Fritz das holen?
Muss ein Autofahrer wissen, wie er kultursensibel durch die Lande brettert? Muss der Skat Stammtisch die queere Frage erörtern?
Wafür braucht es externe Ami-Ideologie aus Berkeley & Co?
Trotz des abwertend gebrauchten Ideologie-Begriffs:
Das Buch unterstützt dabei, Rollenspiel für sehr unterschiedliche Menschen attraktiv zu gestalten. Das ist nicht unrelevant, wenn man jenseits klassischer Herrenrunden spielen will, weil Behinderungen, abweichende Hautfarbe, Ethnie, ..., Queerness, ... mehr Leute betrifft als man erwarten würde ...
Dazu kommt, dass die Akzeptanz für Setzungen der Mehrheiten (aka Satus Quo), die immer nur deren eigene Anliegen berücksichtigen, schwindet.
Das Buch bietet Einführungen zu verschiedenen Themen und praktische Hinweise und Übungen. Ich find's nicht so super gelungen, weil es schwieriger zu lesen ist, als es sein müsste. Die Info-Dichte ist recht hoch. Ich hätte es besser gefunden, wenn es mehr ein Arbeitsbuch geworden wäre. So sind die sprachlichen Anforderungen und die an die eigene Perspektivwechsel-Fähigkeit doch recht hoch, obwohl das Buch sich wirklich bemüht die Lesenden mitzunehmen.
Braucht man's? Nö. Man kann über andere Quellen und andere Ansätze auch inklusive und diverse Spielrunden (TN und Inhalte) bekommen, wenn man das möchte.
Allerdings erleichtert das Buch manches.