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24.05.2012 | 22:05

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Autor Thema: Definition: Munchkin  (Gelesen 919 mal)
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Sephiron
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User:
Sephiron

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« am: 15.02.2011 | 07:35 »

Ursprung:
Das Wort "Munchkin" wurde zuerst in "Der Zauberer von Oz" für ein kleinwüchsiges, von der Bösen Hexe des Ostens beherrschtes und unterdrücktes Volk verwendet.
Auf die reale Welt übertragen wird der Begriff abfällig für kleinwüchsige und für "unreife" Personen benutzt (vgl. "Knirps"). Rollenspieler meinten ursprünglich unerfahrene, "unreife" Rollenspieler (vgl. "Kiddy-Gamer", "Lamer").
Zu Ehren des Kinderbuchs wurden unter Anderem ein donutartiges Gebäck und eine kurzbeinige Katzenrasse Munchkin genannt.

Prägung und Gebrauch:
In der Rollenspielszene wird das Wort "Munchkin" idR für Personen benutzt, die versuchen, sich durch Schummeln beim Spiel zu profilieren.
"Schummeln" kann dabei Vieles heissen, vom Fälschen von Charakterwerten über Würfeldrehen bis zum absichtlichen Falschlesen von Regeln.


Abgrenzungen und Fehlgebrauch:

1. "Munchkin" ist eine Beleidigung. Man sollte sich nicht der Versuchung hingeben, den Begriff als etwas Anderes zu benutzen.

2. Viele Leute benutzen den Begriff "Munchkin" auch einfach als scheinbar professionelles Synonym für "Rollenspiel-Arschloch". "Munchkin" ist jedoch konreter definiert. Ein Munchkin ist "lächerlich" und "kindisch", aber nicht zwingend "gemein", "böse", "siegorientiert", "realistätsfern", "unfair", "ketzerisch"* etc.pp.
Spoiler (click to show/hide)

3. Im deutschen Sprachraum hält sich die Fehlassoziation wacker, Munchkinism hätte etwas mit Gewinnen Wollen zu tun. Richtig ist: Munchkins versuchen, sich zu profilieren. Das kann, muss aber nicht, bedeuten, dass man versucht, sich (einen wie auch immer gearteten) Sieg zu erschummeln.

4. Ebenfalls hauptsächlich im deutschen Sprachraum: Manche Anti-Munchkins beschimpfen Jeden, der in eine Regellücke schlittert, als Munchkin. Zutreffend ist das aber nur, wenn es absichtlich und mit dem Zweck, sich zu profilieren, passiert.
("Absichtlich" ist mehr als "wissentlich". Wer z.B. Charwerte nach Hintergrundgeschichte bastelt und erst im Spiel feststellt "Krass, was hab ich denn da zusammengeschraubt?", ist kein Munchkin.)

5. Die Bedingung, dass Munchkins unerfahrene Rollenspieler sind, wird oft und gern vergessen - insbesondere von unerfahrenen Rollenspielern. Wer "Munchkin" sagt, meint automatisch auch "Ich hab lange vor dir Rollenspiele gespielt".
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Reife des Mannes: das heißt den Ernst wiedergefunden haben, den man als Kind hatte, beim Spiel.
Ein
Gast
« Antworten #1 am: 15.02.2011 | 08:05 »

Hast du eine Quelle dafür, dass Munchkin im englischsprachigen Raum ausschließlich für unerfahrene Rollenspieler verwendet wird?
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Christian Preuss

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« Antworten #2 am: 15.02.2011 | 08:17 »

Also in den 80-er stand der Munchkin noch für inkompetenter Rollenspieler mit Profilierungssucht. Gerne auch mit Regelausnutzung durch Regelunkenntnis, manchmal auch einfache Regelfickerei.
Ach ja. Natürlich D&D spielend. Wink
Real Men, Real Roleplayer, Loonie and Munchkins

EDIT:
Ich kenne noch eine zweite Quelle aus der damaligen Zeit. Allerdings finde ich die gerade nicht mehr. Da ging es um vollkommen überzüchtete AD&D-Charaktere, die sämtliche Regeln gegen den eigentlichen Sinn dahinter gebaut worden sind. Ein Charakter davon hiess glaube ich Disgusting Sword.

EDIT2:
Ich habe den Link wieder gefunden. Cheesy
The Intercontinental Proliferation of Disgusting Characters
« Letzte Änderung: 15.02.2011 | 08:26 von 6 » Gespeichert

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Teylen
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Teylen

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« Antworten #3 am: 15.02.2011 | 08:50 »

Sowohl diese Defintion:
http://en.wikipedia.org/wiki/Munchkin_%28role-playing_games%29
Als auch diese:
http://www.wordiq.com/definition/Munchkin_%28RPG%29

Wiedersprechen deiner Definition eher, besonders den Punkten 2 und 3, bzw. definieren sie den Begriff anders.
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Ein
Gast
« Antworten #4 am: 15.02.2011 | 10:53 »

Wo es im englischen Wiki-Artikel erwähnt wird, der Munchkin's Guide to Power Gaming ist wirklich ein nettes Buch.
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