Zunächst mal:
Infos für die Charaktere
a) Hintergrund der ganzen Geschichte:
Justitiana machte sich im Jahr 149 v. Chr. auf nach Nordafrika, um dort den römischen Truppen gegen die karthagischen Zauberpriester beizustehen. Begleitet wurde sie dabei von ihrem Lehrling Aulus Aemilianus Hadrian, der seine Ausbildung einige Jahre vorher beendet hatte. Hadrian hatte einen persönlichen Grund, die Karthager zu hassen – er gab ihnen die Schuld am Tod seiner Frau Fabrizia Aemiliana und seiner Tochter Prima. Andere Gründe für den Angriff nennt Justitiana nicht – die Konsuln und der Senat haben sie dahin geschickt, und die Karthager waren eben Feinde. („Ceterum censeo Carthiginem esse delendam.“)
Die Zauberpriester Karthagos waren den Römern ziemlich ebenbürtig, deswegen verbündeteten sich Justitiana und Hadrian mit der Sternenmagierin Asineth, einer arroganten, skrupellosen, aber auch sehr effektiven Magierin. Es gelang ihr, einen gefangenen hochrangigen Zauberpriester zum Verrat zu bewegen. So konnten die 13 mächtigsten Zauberpriester vernichtet werden, als sie ein Ritual wirken wollten, das Karthago retten sollte.
Bei der Eroberung der Stadt flüchteten sich die letzten Zauberpriester mit dem karthagischen General Hasdrubal und anderen Überlebenden in den Eschmun-Tempel. Dort erschufen die Zauberpriester ein Tor in eine Regio, in die die Überlebenden flüchteten. Hasdrubal traute der Sache nicht und verliess den Tempel, der von den Zauberpriestern niedergebrannt wurde, um die Position des Tors zu verschleiern. Allerdings fiel Hasdrubal Justitiana, Hadrian und Asineth in die Hände und verriet alles. Asineth kam auf die Idee, einen Fluch über die Regio zu verhängen, der sie lebensfeinlich (idealerweise tödlich) macht. Justitiana und Hadrian hielten das für eine gute Idee, und mit ein paar römischen Kollegen und einigen Sternenmagiern (die sich verdammt gut mit Regiones auskennen) wurde der Fluch ausgesprochen. Teil des Fluches war es, dass niemand je etwas von den Überlebenden wissen würde.
Nach dem Krieg siedelten sich Justitiana und Hadrian in der nahen Stadt Tripolis an, um ein Auge auf die Regio zu haben. Hadrian war der Meinung, dass die Karthager wiederkommen könnten, auch wenn Asineth versicherte, dass das nie geschehen könnte. Immerhin erschienen Justitiana Hadrians Zweifel gerechtfertigt, und so machte sie sich daran, eine mächtige Waffe gegen die Karthager zu erschaffen.
Das allerdings gefiel nun Asineth gar nicht – sie fing an, das Projekt zu stören. Möglicherweise fühlte sie sich davon bedroht, auch wenn Justitiana gar nicht vor hatte, den „Drachen“ gegen die Ägypter einzusetzen. Schon bevor es zum offenen Zerwürfnis kam, schwelte der Konflikt vor sich hin. Hadrian schlug vor, Asineth auszuschalten, solange sie nicht mit einem direkten Angriff rechnet. Zu diesem Zweck wollte er die Umgedrehte Pyramide, die er schon vorher gefunden hatte, benutzen. Justitiana stimmte zu – sie brauchte keine weiteren Störungen bei ihrem Projekt. Gemeinsam lockten Justitiana und Hadrian Asineth in eine Falle und sperrten sie in der Umgedrehten Pyramide ein, die sie zuvor mit Fallen und Sicherheitsmechanismen versehen hatten, damit niemand die alte Magierin befreien konnte.
Der schwelende Konflikt zwischen Römern und Ägyptern wurde zum offenen Konflikt, den die römischen Legionen mit Kleopatras Tod 30 v.Chr. für sich entscheiden konnten. Justitianas Drachenprojekt näherte sich der Vollendung, aber langsam kamen ihr Zweifel an ihrer Schöpfung: Der Drache war die ultimative Vernichtungswaffe – sollte er überhaupt eingesetzt werden? Hadrian versuchte, sie zu überzeugen, weiterzumachen, und konnte sie auch eine Weile lang bei der Stange halten.
Dann kam es zum plötzlichen Zerwürfnis zwischen den beiden. Justitiana entdeckte etwas, das ihr klarmachte, dass die Waffe niemals in Hadrians Hände gelangen durfte. Andererseits zögerte sie, ihr Lebenswerk zu vernichten. Statt dessen gab sie einigen vertrauten Dienern und Assitenten die Anweisung, die einzelnen Teile des Drachen zu verstecken, verschlüsselte den Zugang und machte sich daran, ihr Projekt trotz allem zu vollenden.
Auf einer kleinen Insel in einer Regio vor der Küste von Tripolis erbaute sie ihr Grab. Dort plante sie, ihre Lebenskraft in einem Juwel zu versiegeln, das als Antrieb des Drachen dienen sollte.
b) Justitianas Persönlichkeit:
In erster Linie war Justitiana eine Magierin, die sich dem römischen Gott Vulcanus (dem Gott des Feuers und der Schmiede – in merkurianischer Tradition für magische Gegenstände zuständig) verbunden fühlte. Sie war sozial nicht eben sonderlich begabt, Verhandlungen und ähnliches überließ sie ihrem Schüler Hadrian. Der Drache war für sie ihr Lebenswerk, und auch wenn sie nicht wollte, dass er eingesetzt wurde, brachte sie es auch nicht übers Herz, ihn zu zerstören.
Auch wenn sie hin und wieder für politische Zwecke arbeiten musste, war ihr Politik reichlich egal – das war allemal eine Entschuldigung, um coole Gegenstände zu bauen und einzusetzen.
c) Der Drache selbst:
Der Drache besteht aus 9 Teilen. In jedem davon ist ein besonderer Effekt eingebaut: Zwei Vorderbeine (für Angriffszauber), zwei Hinterbeine (für Schutzzauber), Torso (damit´s auch fliegt), Schweif (Wettermagie), Kopf (irgendein Bezauberungseffekt) und zwei Augen (Erkenntnis und irgendeine Beschwörung). Ihr habt vermutlich das Beschwörungsauge.
Außerdem gibt´s noch einen Schlüssel, ohne den gar nichts geht, einen Antrieb, der das ganze mit Energie versorgt, (Ramiteps Juwel) und ein Steuerungselement, das man braucht, um das Ding überhaupt zu bedienen. Offenbar kann man dem Steuerungselement sogar Fragen zu seiner Funktionsweise stellen.
Justitiana hat niedergelegt (wenn auch verschlüsselt), wo die einzelnen Teile ihrer Meinung nach versteckt werden sollten. Allerdings liegt die Vermutung nahe, dass nicht alle Teile mehr dort sind – ihr habt eins in Serpentia, das ´Torix angeschleppt hat…
Der Drache verfügt offensichtlich über beträchtliches Vernichtungspotential. Selbst Versuche auf „geringen Stufen“ machten Justitiana schon ziemlich nervös.
Außerdem hat sie wohl nicht alles 100%ig fertig gebaut. Einige der Teile haben noch Funktionen, die eher im Versuchsstadium sind.
d) Andere Projekte:
Abgesehen von kleineren Gegenständen, die man eben so mal braucht (Flugmäntel, Vissammelflaschen etc.), hat Justitiana ab und zu an kleineren Effekten für den Drachen gearbeitet („Schuppen“).
Außerdem gibt es hier einige Aufzeichnungen über die Umgedrehte Pyramide und das Fallensystem, das Justitiana und Hadrian dort aufgezogen haben.