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25.05.2012 | 01:54

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Autor Thema: Sammlung: Wissenschaftliche Literatur über Rollenspiel  (Gelesen 929 mal)
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ianinsane
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ianinsane

« am: 25.09.2011 | 23:14 »

Nachdem nebelland in http://tanelorn.net/index.php/topic,70068.0.html ein ähnliches Problem beschrieben hat, das ich bei der Vorbereitung meiner Diplomarbeit hatte/habe, will ich mal einen Thread aufmachen, in dem wir wissenschaftliche, also zitierfähige Literatur über P&P-Rollenspiel sammeln können.

Es gibt eine Sammlung unter http://www.rpgstudies.net/ (danke, TAFKAKB!), die allerdings bei 2002 endet.

Hier meine Sammlung von Literatur, die neuer ist oder nicht bei rpgstudies steht:

Brown Nephew, Michelle Andromeda (2003): Playing with Power: The Authorical Consequences of Roleplaying Games. Ann Arbor: UMI Dissertation Services
Drachen, Anders und Jonas Heide Smith (2008): „Player Talk: The Funcions of Communication in Multplayer Role-Playing Games.“ In: ACM Computers in Entertainment. 6.4.56.
Dyszelski, Christopher Justin (2006): Encounters at the Imaginal Crossroads: An Exploration of the experiences of women in role-playing games. DISS Miami
Fleischer, Stephanie K. (2007): Playing with identity: literacy, discourse, and identity in role-playing gaming. University of Louisville.
Herbrik, Regine (2011): Die kommunikative Konstruktion imaginärer Welten. Wiesbaden: VS Verlag.
Janus, Ulrich und Ludwig Janus, Hgg. (2007): Abenteuer in anderen Welten. Fantasy-Rollenspiele: Geschichten, Bedeutung, Möglichkeiten. Gießen: Psychosozial.
Neuenschwander, Brynn (2008): „Playing by the Rules: instruction and acculturation in role-playing games.“ In: E-Learning. 5.2. S. 189-198.
Pappe, Gero (2011): P & P-Rollenspiel: Der kollektive Zugang zu utopischen Weltentwürfen und individuellen Phantasiekonstrukten. Berlin: Logos.
Punday, Daniel (2005): "Creative accounting: role-playing games, possible-world theory, and the agency of imagination." In: Poetics today. 26.1, S. 113-139.
Röhl, Tobias und Regine Herbrik (2008): "Mapping the Imaginary – Maps in Fantasy Role-Playing Games." In: FQS – Forum qualitative Sozialforschung 9. 3. Art. 24
Tychsen, Anders et. al. (2008): „Group Play: Determining Factors on the Gaming Experience in Multiplayer Role-Playing Games.“ In: ACM Computers in Entertainment. 5.4.10.
Tychsen, Anders et. al. (2005): „The Game Master.“ In: Proceeding IE 2005 Proceedings of the second Australasian conference on Interactive entertainment. Sydney: Creativity & Cognition Studios Press.
Waskul, Dennis und Matt Lust (2004): "Role-Playing and Playing Roles: The Person, Player, and Persona in Fantasy Role-Playing." In: Symbolic Interaction. 27.3. S. 333-356.

dazu:
International Journal of Roleplaying Issue 1 und Issue 2 (http://journalofroleplaying.org/)

Einiges davon gibts auch digital (wenn ich kann, helfe ich gern weiter).
« Letzte Änderung: 25.09.2011 | 23:29 von ianinsane » Gespeichert
Turning Wheel
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Turning Wheel

« Antworten #1 am: 25.09.2011 | 23:29 »

Zählen z.B. Methodische Spielleitung von Berger (2008), Spielleiten von Wäsch (2009), Gutes Spielleiten von Laws (2010) und Die neuen Spiele von Wolf (1988) nicht zu den zitierfähigen? Sind die nicht wissenschaftlich genug?
« Letzte Änderung: 25.09.2011 | 23:31 von Das Nichts » Gespeichert

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ianinsane
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ianinsane

« Antworten #2 am: 25.09.2011 | 23:42 »

Zu diesem Thema: http://de.wikipedia.org/wiki/Zitierfähigkeit
Ich meine das starke Kriterium der Zitierfähigkeit: Das Werk muss eine wissenschaftliche Publikation sein.

Ich hab alle deine Beispiele noch nicht gelesen, daher kann ich keine Antwort darauf geben. Betonen möchte ich aber, dass die einteilung in wissenschaftlich und nicht-wissenschaftlich keine Wertung enthält. In den meisten Wissenschaften käme man in Teufels Küche, dürfte man nur Werke nach dem starken Kriterium zitieren. Ich dürfte dann ja nicht mal Nietzsche oder Platon zitieren...

Aber hier soll es einfach nur um eine Sammlung von Texten aus wissenschaftlicher Perspektive gehen.
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asri
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asri

« Antworten #3 am: 10.03.2012 | 17:17 »

Trent Hergenrader: Gaming, World Building, and Narrative: Using Role-playing Games to Teach Fiction Writing. In: Games+Learning+Society 7.0 Conference Proceedings (S. 111-116), 2011. http://www.etc.cmu.edu/etcpress/content/gls-70-conference-proceedings

Keine großen Erkenntnisse, aber hübsch, die Begeisterung herauslesen zu können. Ach, und nicht zuviel erwarten, was die Aussagen über Aufgabenverteilung zwischen Spielern und Spielleiter angeht.
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fliehen vorbei wie nächtliche Schatten
ianinsane
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ianinsane

« Antworten #4 am: 10.03.2012 | 19:33 »

Tresca, Michael J. (2011): The Evolution of Fantasy Role-Playing Games. McFarland.
Cover, Jennifer Grouling (2010): The Creation of Narrative in Tabletop Role-Playing Games. McFarland.
Bowman, Sarah Lynne (2010): The Functions of Role-Playing Games: How Participants Create Community, Solve Problems and Explore Identity. McFarland.
Williams, J. Patrick, Hendricks, Sean Q. & Winkler, W. Keith (2006): Gaming as Culture. Essays on Reality, Identity and Experience in Fantasy Games. McFarland, Jefferson.
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Steffen
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« Antworten #5 am: 10.03.2012 | 20:27 »

Shannon Appleclines Designers & Dragons könnte auch sehr hilfreich sein,
http://www.amazon.com/Designers-Dragons-Shannon-Appelcline/dp/190770258X
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« Antworten #6 am: 10.03.2012 | 20:32 »

Wie zitierfähig wären denn die Design patterns? Die haben zumindest einen guten systematischen Ansatz und bieten Methoden, Regelkonstrukte und Spielabläufe grafisch abzubilden. mE wäre das mindestens "graue" Literatur...

Ich geh mal suchen (wenn sie jemand schneller bei der Hand hat - nur zu).
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Some day some real alien civilization is going to sift through the rotting remains of mankind and come to the conclusion that elves were just another one of our ethnic groups.

Ich bin immer - ich bin immer - auf dem Teppich geblieben.
Doch mein Teppich, der kann fliegen.
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« Antworten #7 am: 11.03.2012 | 13:12 »

Ich geh mal suchen (wenn sie jemand schneller bei der Hand hat - nur zu).

Guckst Du:
http://legendaryquest.netfirms.com/books/Patterns.zip

Ist leider nicht zitierfähig, wäre schön wenn.

Grüße, Henning
« Letzte Änderung: 11.03.2012 | 13:45 von Nørdmännchen » Gespeichert

»Gute Geschichten sind so gut aufgebaut, daß Lehrer natürlich denken, sie seien vorher geplant,
aber jede Geschichte hätte auch in eine Million andere Richtungen gehen können.«

– Keith Johnstone, Theaterspiele
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« Antworten #8 am: 11.03.2012 | 13:39 »

Welche Ansprüche stellt ihr denn, das zitieren zu können?
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Burgen & Backwaren - Ein Rollenspiel um heroische Action : Wenn du eine aktuelle Version willst, schick einfach eine Nachricht!

1of3's, der deutsche Blog zum Thema Rollenspieldesign.
asri
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« Antworten #9 am: 11.03.2012 | 15:22 »

Zu diesem Thema: http://de.wikipedia.org/wiki/Zitierfähigkeit
Ich meine das starke Kriterium der Zitierfähigkeit: Das Werk muss eine wissenschaftliche Publikation sein.

Selbstverständlich kann man auch unwissenschaftliche Texte zitieren. Wenn für Kirks Design Patterns eine dauerhafte Verfügbarkeit gesichert ist (persistent URL oder was auch immer), umso besser.

Aber da das Ziel von ianinsane eine Sammlung wissenschaftlicher Literatur über Rollenspiel ist, gehören die Design Patterns wohl nicht hierher...?
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« Antworten #10 am: 22.03.2012 | 18:28 »

In einer Ankündigungsmail entdeckt:

Fabian Perlini-Pfister: Philosophers with Clubs: Negotiating Cosmology and Worldviews in Dungeons & Dragons. In: Maya Burger and Philippe Bornet (eds.): Religions in Play. Games, Rituals, and Virtual Worlds. Theologischer Verlag Zürich 2012, S. 275-294.

(wegen der eckigen Klammern im Link: in die Adresszeile kopieren statt klicken:)
http://www.tvz-verlag.ch/index.php?id=55&tx_commerce_pi1[showUid]=95984&tx_commerce_pi1[catUid]=1195
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« Antworten #11 am: 17.04.2012 | 14:22 »

Zwei Aufsätze, die Empfehlungen geben, welche Gedanken sich Bibliothekare machen sollten, die Rollenspiele für ihre Bücherei anschaffen wollen:

Cason Snow, (2008), "Dragons in the stacks: an introduction to role-playing games and their value to libraries", Collection Building, Vol. 27 Iss: 2 pp. 63 - 70.
Zitat
Abstract
Purpose – The purpose of this paper is to introduce the genre of tabletop fantasy role-playing games and provide guidance in building an initial collection.
Design/methodology/approach – The first part of the paper is designed to present the development of tabletop fantasy role-playing games in a historiographic model, tracing the history of these games from the 1970s to 2006. The second portion is a bibliographic essay and critique of several noteworthy fantasy role-playing games, including analysis of the settings and systems of each game.
Findings – The paper provides a history of the development of fantasy role-playing games and provides guidance on how to start a collection. The study recognizes a lack of academic research on the topic and seeks to provide a brief introduction.
Practical implications – The paper provides a clear concise history of role-playing game development and balanced advice for librarians who wish to begin collecting role-playing games.
Originality/value – This paper begins to fill the need for academic study of the subject and provides practical advice for collection development librarians.

Dan Sich, (2012), "Dungeons and downloads: collecting tabletop fantasy role-playing games in the age of downloadable PDFs", Collection Building, Vol. 31 Iss: 2 pp. 60 - 65.

Zitat
Abstract
Purpose – This paper aims to provide libraries with collections advice regarding fantasy role-playing games.
Design/methodology/approach – Current and emerging publication and sales models of pencil and paper, tabletop fantasy role-playing games are explored. Details of print, print-on-demand, free and purchasable downloads, and subscription-based options for major fantasy role-playing games and alternatives are provided.
Findings – Many options are available to libraries wishing to provide support for fantasy role-playing game programming. While an overwhelming quantity of publications are often available for purchase, usually only a bare minimum is required to run a role-playing game. Free or modestly priced options are available for libraries on a shoestring budget. Libraries interested in supporting fantasy role-playing game programming with collections need not spend much. Spending less on collections requires a greater amount of imagination, socializing, creativity, collaboration and literacy on the part of program participants.
Originality/value – Many libraries are interested in supporting fantasy role-playing games with collections, but do not know where to start. While much is being written about gaming in libraries, little has been written to help libraries navigate current role-playing game book publication and sales models.

Jede Privatperson in Deutschland mit (kostenloser) Nationallizenz oder Zugriff über eine Uni-Bibliothek mit Nationallizenz kommt an die PDFs der Aufsätze. http://www.nationallizenzen.de/ http://de.wikipedia.org/wiki/Nationallizenz
(Ja, ich würd sie natürlich auch Interessenten weitermailen.) Smiley
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« Antworten #12 am: 19.04.2012 | 19:48 »

John Walliss: “The Road to Hell is Paved with D20s: Evangelical Christianity and Role-playing Gaming”, in: Adam Possamai (Hg.): Handbook of Hyper-Real Religions. Leiden: Brill 2012, S. 207-224.
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« Antworten #13 am: 2.05.2012 | 17:19 »

Lizzie Stark: Leaving Mundania: Inside the Transformative World of Live Action Role Playing Games, Chicago Review Press: 2012.
http://elizabethrstark.com/leaving-mundania/

nachgetragener Edit: Solmukohta 2012:
Juhana Pettersson (ed.): States of Play. Nordic Larp Around the World, 2012.
http://www.solmukohta.org/index.php/2012/Book
« Letzte Änderung: 2.05.2012 | 17:40 von asri » Gespeichert

fliehen vorbei wie nächtliche Schatten
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