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25.05.2012 | 08:27

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Autor Thema: Rollenspiel mit Karten  (Gelesen 436 mal)
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rollsomedice
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rollsomedice

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« am: 11.11.2011 | 14:02 »

Ich frage mich grade welche Rollenspiele mit Kartenmechanik es gibt und ob so ein Spiel sich überhaupt Sinnvoll spielen läßt.

Everway und Engel sowie Doomstone fallen mir pauschal an und bedienen alle unterscheidliche Ziele.

Würde ein Rollenspiel denn Interessants ein das sich Skat-Karten bedient?

Ich überlege grade folgendes:

Es gäbe 10 Zahlenwerte sowie Bube, Dame, König, Ass und 4 Farben mit denen man Dinge anstellen könnte.

Das Ass könnte ich mir als Kritischen Erfolg vorstellen.
Den Buben als das Gegenteil
Den König als Erzählerisches Element das beim Ziehen das Aufstellen einer Behauptung erlaubt während die Dame einen Bonus gibt.
Das ganze könnte man durch die Farben der Karte oder deren Symbole noch weiter aufdrösseln

Was meint ihr?
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Taschenschieber
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Taschenschieber

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« Antworten #1 am: 11.11.2011 | 14:04 »

Castle Falkenstein hatte doch einen Mechanismus, bei dem man eine Kartenhand kriegt und dann damit bei jeder Probe überlegen muss, welche Karten man davon benutzt?

SaWo nutzt bekanntermaßen Karten für die Ini.
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Glühbirne
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Glühbirne

« Antworten #2 am: 11.11.2011 | 14:08 »

Classic Deadlands benutzt ebenfalls Spielkarten. Gut es ist der Uropa von SaWo.
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Selganor
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Welches CR hat denn ein Spielleiter?

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Selganor

« Antworten #3 am: 11.11.2011 | 14:10 »

Pschosis von CEE hatte auch Karten als Zufallsfaktoren.

Jeder Spieler hat X Karten (iirc waren es 5?) auf der Hand.
Die Farbe/Art der Karte bestimmt fuer welchen Zweck sie eingesetzt werden kann (z.B. Herz fuer Soziale Aktionen, Pik fuer Kampf, ...)

Um eine (meistens versteckte) Schwierigkeit zu erreichen spielt der Spieler so viele Karten aus wie er hat (oder meint einsetzen zu wollen). Ist die Summe der Karten ueber der Schwierigkeit klappt die Aktion, wenn nicht dann nicht.
Die Karten werden dann abgelegt und (iirc am Anfang der Runde des Spielers) nachgezogen.

Um allerdings eine gewisse "Grundbegabung" in einem Bereich zu haben kann man Karten aus der Hand auch offen auslegen, dann zaehlen sie fuer jede Aktion dazu und muss nicht abgelegt werden, sie zaehlt aber gegen die Anzahl der Karten auf der Hand.

Details muesste ich nochmal nachschlagen, das aber nicht vor dem Wochenende.
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YY
Sicherheitselfe
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YY

« Antworten #4 am: 11.11.2011 | 14:16 »

Wobei man für Classic Deadlands sagen muss, dass es die Karten nur in einigen eng umgrenzten Bereichen nutzt.

Charaktererschaffung, Ini, einige Zauberwirker etc..

Aber der zentrale Mechanismus zum Abhandeln irgendwelcher Aktionen sind die Würfel.


Was man mit Karten mMn nicht machen sollte:
Sie für ein klassisches System einfach anstelle der Würfel als Zufallmechanismus nutzen.


Als Erzählhilfe bzw. Anhaltspunkt und Begrenzung für die Erzählung wie bei Engel sind sie ok.
Ebenso ist es mMn nicht ganz verkehrt, wenn man mit einer gezogenen Hand über einen längeren Zeitraum etwas taktieren kann/muss - da kann man dann auch Nachziehen mit Gummipunkten etc. integrieren.

Da besteht dann aber die Gefahr, dass die spielerseitige Taktiererei die Charakterwerte in den Hintergrund drängt bzw. teils übergeht.


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Beware of the fierce Baloks of the Northern Wastelands
rollsomedice
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rollsomedice

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« Antworten #5 am: 11.11.2011 | 14:20 »

Ich rede aber von Karten als Grundmechanik anstelle der Würfel nicht wie bei Savage Worlds als Überbleibsel des vorhergehenden Regelwerks ( Deadlands) und Initiative-Mechanik.

Die Frag eist benutze ich Karten als Zufallsgenerator indem ichzwar weiß wofür welche Karte steht ich aber nicht weiß welche als nächstes kommt

Oder Benutze ich die Karten taktisch in dem ich weiß welche Karten ich habe und wofür sie Regelmechanisch stehen
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Sicherheitselfe
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YY

« Antworten #6 am: 11.11.2011 | 14:28 »

Nach meinem Dafürhalten eindeutig letzteres.


Mit Karten als "reinem" Zufallsmechanismus habe ich noch keine brauchbare, intuitive und einigermaßen schnell umsetzbare Verknüpfung mit Charakterwerten etc. gesehen, die irgendeinen Vorteil gegenüber dem Würfeln gebracht hätte.

Für ein Erzählspiel ohne "klassische" Charakterwerte ist das freilich egal - daher auch meine Einschränkung von oben.
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Beware of the fierce Baloks of the Northern Wastelands
Bentley Silberschatten
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Bentley

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« Antworten #7 am: 11.11.2011 | 14:35 »

Dragonlance 5th Age mit dem Saga System benutzt auch Karten und das als Vollwertiges System.

Es funktioniert auch recht gut, sind halt keine Skat Karten sondern eigene mit Werten von 1-9 und 7 verschiedene Symbolen wovon 6 die Attribute darstellen. Das 7te ist ein Drache was Hauptsächlich als Fumble gewertet wird.
Zudem sind je 3 der Karten Weis, Schwarz oder Rot. Nach den Monden des Settings sowie der Gesinnung.
Außerdem ist je ein Bild einer Person abgebildet deren Charaktereigenschaften die man aus den Romanen kennen kann, können jeweils auch für die Szene Interpretiert werden.

Man hatte eine Hand die mit steigender Erfahrung größer wird. Aus diesen Karten konnte man wählen welche man für eine Probe spielt. Wenn man ein Trumpf gelegt hat, also das Symbol des getesteten Attributes, musste man eine Karte vom Nachziehstapel ziehen und diese mit drauf rechnen, wenn die wieder Trumpf war wiederholte sich dies. Natürlich bestand so auch die Gefahr Fumble zu ziehen.

Ich finde dieses System immer noch recht gut. Jedoch gabs auch Mängel. zb. keine Fertigkeiten und nur ganz selten einen Stufenaufstieg und dadurch hat sich eben nur die Hand um 1 erhöht und ein beliebiges Attribut.

Bei den Spielern habe ich leider den Effekt beobachten können das die Hand durch das erledigen weniger Dramatischer Aufgaben aufgebessert wurde. Will heißen man ist zb ins Wirtshaus gegangen um ne Runde Karten zu spielen, hat für die Probe ne 2 eingesetzt um die Chance zu bekommen beim Nachziehen ne bessere Karte zu erhalten.
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Der_Lichtbringer
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Der_Lichtbringer

« Antworten #8 am: 11.11.2011 | 14:39 »

Also, obwohl ich Arkanakarten total klasse finde, bin ich eher skeptisch, was Karten als numerischer Zufallsmechanismus angeht.

Es dauert einfach sehr viel länger als würfeln und Mischen ist auch viel aufwendiger, wenn es wirklich vernünftig zufällig sein soll. Da wäre vielleicht die Regelung in Castle Falkenstein sinnvoll, wo man aus einer Kartenhand aussucht und das Nachziehen nicht direkt im Moment der Action passiert.
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« Antworten #9 am: 11.11.2011 | 14:41 »

Bezüglich Dragonlance 5th Age wurde es vor allem schräg sobald ein Spieler mal nur schlechte Karten auf der Hand hatte, dann wurde er immer übervorsichtig und traute sich nichts mehr zu...

Das System konnte bei uns nicht wirklich Punkten!
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« Antworten #10 am: 11.11.2011 | 14:42 »

Das Unisystem bietet es optional an, Karten statt Würfel zu nutzen.

Und dann ist da noch Der Letzte Exodus..
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« Antworten #11 am: 11.11.2011 | 16:10 »

@Lichtbringer:
Karten können schneller sein als Würfel. Mischen ist unwichtig, da Du nicht vor jeder Probe mischen musst (Damit ist es zwar kein rein zufälliger Probenergebnis, aber genau das ist sogar für mich ein Vorteil.). Mach einfach mal folgendes Experiment: Leg ein Kartenspiel auf den Tisch und stopp die Zeit, die Du brauchst um 10 Karten vom Kartenstapel umzudrehen. Danach nimmst Du einen Würfel und würfel ihn 10x (Beachte: Karten haben ein größeres Bild zum Ablesen!). Oder besser: lass das jemand anderes machen während Du stoppst.
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« Antworten #12 am: 11.11.2011 | 16:26 »

Ich schlage folgendes Gegenexperiment vor:
Nimm einen Kartenstapel und ziehe zehn Karten. Würfel zehn Würfel gleichzeitig. Vergleiche den Zeitaufwand.
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« Antworten #13 am: 11.11.2011 | 16:37 »

With Great Power hat ein sehr interessantes Regelwerk mit Spielkarten.

Unter diesem Link habe ich einen Spielbericht vom letzten Sommertreffen, inklusive einem sehr knappen Regelüberblick.


@Lichtbringer: Du scheinst der irrigen Annahme zu sein, dass man Karten wie Würfel benutzen müsse.
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« Antworten #14 am: 11.11.2011 | 17:05 »

Ich schlage folgendes Gegenexperiment vor:
Nimm einen Kartenstapel und ziehe zehn Karten. Würfel zehn Würfel gleichzeitig. Vergleiche den Zeitaufwand.
Woran erkennst Du welcher Würfel für welche Probe gilt?
(Ich nehme direkt 10 Karten und weiss an Hand der Kartenreihenfolge direkt welche Karte für welche Probe gilt.)
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« Antworten #15 am: 11.11.2011 | 20:50 »

@Lichtbringer: Du scheinst der irrigen Annahme zu sein, dass man Karten wie Würfel benutzen müsse.

??? Dann hätte ich wohl kaum darauf hingewiesen, dass Castle Falkenstein es besser macht...

Woran erkennst Du welcher Würfel für welche Probe gilt?

Woran erkennst du, in welcher Reihenfolge die Buchstaben dieses Absatzes zu lesen sind? Ganz einfach: Zuerst von oben nach unten, dann von links nach rechts.
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« Antworten #16 am: 12.11.2011 | 00:59 »

Woran erkennst du, in welcher Reihenfolge die Buchstaben dieses Absatzes zu lesen sind? Ganz einfach: Zuerst von oben nach unten, dann von links nach rechts.
Mach das mal mit 10 Würfel. Du wirst schnell erkennen, dass Du die Würfel manuell sortierst. In der Zeit habe ich die 10 Karten direkt sortiert gezogen.
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