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25.05.2012 | 08:58

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Autor Thema: Die Markenzeichen Aventuriens  (Gelesen 5209 mal)
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Leonie

« Antworten #75 am: 3.01.2012 | 23:08 »

Der letzte Vorschlag in deinem Spoiler kommt mir sehr unaventurisch vor... Wink

Ich bin ja kein aktiver DSA-Spieler, aber irgendwie haben sich die lesbischen Amazonen sogar zu mir durchgesprochen. ^^
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Dieser Post ist frei erfunden. Alles, was hier steht, habe ich mir ausgedacht.
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Jiba
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Jiba

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« Antworten #76 am: 3.01.2012 | 23:11 »

Ich bin ja kein aktiver DSA-Spieler, aber irgendwie haben sich die lesbischen Amazonen sogar zu mir durchgesprochen. ^^

Oder Hexen... oder Sharisad...  devilish
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« Antworten #77 am: 3.01.2012 | 23:24 »

Meine aventurische Reifeprüfung war eine Romanszene, in der Raidri Conchobair aufgrund einer Wette eine komplette Einheit Ferdoker Lanzerinnen vernaschen musste. Und eine wollte nicht so recht, weil sie lesbisch war.

Wenn ich es so recht bedenke, ist Sexualität in all ihren Spielarten (auch dimiona-oronischen, also BDSM) wirklich ein Markenzeichen Aventuriens.
« Letzte Änderung: 4.01.2012 | 20:28 von Grimnir » Gespeichert

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« Antworten #78 am: 3.01.2012 | 23:27 »

[...]in der Raidri Conchobair aufgrund einer Wette eine komplette Einheit Ferdoker Lanzerinnen vernaschen musste.
Uh, allein der Begriff... DSA wäre wirklich ein Fest für Gender Studies-Analysen.
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korknadel

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« Antworten #79 am: 4.01.2012 | 08:29 »

Ich fand schon als Knabe (da kommt gleich noch einer) sehr auffällig bei DSA tatsächlich die politische Korrektheit im Bezug auf Sexualität oder vielmehr Gender. Mir fallen zwar auch kaum oder keine schwulen Figuren ein (auf Anhieb), aber der Umgang mit Sex war doch immer sehr "freimütig". Bei aller moralischer Belehrung, was gutes Rollenspiel und Heldentum betrifft, kann ich mich an derlei nicht im Bezug auf körperliche Genüsse erinnern. Da hat sich lange Zeit tatsächlich noch ein einziges Sword&Sorcery-Element rübergerettet, nach meinem Empfinden. Was dann eben leider auch zu geschmacklichen Ausrutschern in den Romanen über und der Dartsellung von Raidri führte.

Vor allem über einen Begriff, den ich eigentlich sogar nur von DSA kenne, hat sich der Eindruck einer nach allen Seiten offenen Sexualität bei mir eingebrannt, nämlich der (und hier kommt er) des "Lustknaben". Bei der mir bewussten Lektüre von DSA-Texten wurde immer peinlichst darauf geachtet, dass aventurische Prostitution nicht eine Domäne von Frauen ist, wie das in den allermeisten Settings im Grunde reflexartig der Fall ist. Stets wurde die Existenz von Lustknaben betont, was zweierlei (oder dreierlei) aussagt: Erstens machen aventurische Frauen einen ebenso großen Teil der Kundschaft von Gewerbetreibenden aus wie aventurische Männer (was mittelalterlichen und pseudomittelalterlichen Konventionen zuwiderläuft). Zweitens gibt es keine erkennbare Trennung zwischen homo- und heteroerotischer Prostitution, sie existieren gleichwertig und am selben Ort nebeneinander her. Drittens ... habe ich vergessen. Jedenfalls fand ich die penetrante und irgendwie auch selbstverständliche (denn es gab diese nicht nur in Al'Anfa) Erwähnung von Lustknaben immer beachtlich, da sie den üblichen, reflexartigen Klischees entgegenläuft. Oder so.
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« Antworten #80 am: 4.01.2012 | 08:52 »

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Ich fand schon als Knabe (da kommt gleich noch einer) sehr auffällig bei DSA tatsächlich die politische Korrektheit im Bezug auf Sexualität oder vielmehr Gender. Mir fallen zwar auch kaum oder keine schwulen Figuren ein (auf Anhieb), aber der Umgang mit Sex war doch immer sehr "freimütig". Bei aller moralischer Belehrung, was gutes Rollenspiel und Heldentum betrifft, kann ich mich an derlei nicht im Bezug auf körperliche Genüsse erinnern. Da hat sich lange Zeit tatsächlich noch ein einziges Sword&Sorcery-Element rübergerettet, nach meinem Empfinden. Was dann eben leider auch zu geschmacklichen Ausrutschern in den Romanen über und der Dartsellung von Raidri führte.

Vor allem über einen Begriff, den ich eigentlich sogar nur von DSA kenne, hat sich der Eindruck einer nach allen Seiten offenen Sexualität bei mir eingebrannt, nämlich der (und hier kommt er) des "Lustknaben". Bei der mir bewussten Lektüre von DSA-Texten wurde immer peinlichst darauf geachtet, dass aventurische Prostitution nicht eine Domäne von Frauen ist, wie das in den allermeisten Settings im Grunde reflexartig der Fall ist. Stets wurde die Existenz von Lustknaben betont, was zweierlei (oder dreierlei) aussagt: Erstens machen aventurische Frauen einen ebenso großen Teil der Kundschaft von Gewerbetreibenden aus wie aventurische Männer (was mittelalterlichen und pseudomittelalterlichen Konventionen zuwiderläuft). Zweitens gibt es keine erkennbare Trennung zwischen homo- und heteroerotischer Prostitution, sie existieren gleichwertig und am selben Ort nebeneinander her. Drittens ... habe ich vergessen. Jedenfalls fand ich die penetrante und irgendwie auch selbstverständliche (denn es gab diese nicht nur in Al'Anfa) Erwähnung von Lustknaben immer beachtlich, da sie den üblichen, reflexartigen Klischees entgegenläuft. Oder so.

Ja, da ging es mir genau so. Ich finde das übrigens nach etwas Überlegung wirklich einen der größten Unterschiede zu anderen Settings.

Das Thema Sexualität hat in DSA einfach einen anderen Stellenwert.
Schon durch die etwas erzwungen wirkende totale Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, aber auch Homosexualität scheint etwas sehr normales und akzeptiertes zu sein in Aventurien.

Ein geschlechtliches Utopia in einem Mittelaltersetting.

« Letzte Änderung: 4.01.2012 | 08:57 von Grubentroll » Gespeichert
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« Antworten #81 am: 4.01.2012 | 09:26 »

Ich hab noch einen Punkt 4.

4) Aventurien, der Schmelztiegel
In Aventurien hocken die Kulturen dicht an dicht, es gibt häufig Überschneidungen, v.a. in Städten (Maraskanerviertel in Khunchom und Festum, Thorwalerviertel in Al'Anfa, Brabak und Llanka, etc. pp.). Es gibt eine relativ durchgehende Einheitssprache, etablierte Handelswege, der Kontinent ist recht klein. Aventurien ist ein Dorf. Wink

Da möchte ich übrigens gern widersprechen. Das gabs so doch in einigen frühen Settings. Die "Known World" von D&D war ja ähnlich merkwürdig, wenn nicht sogar noch extremer. War da nicht eine Nord/Eis/Wikingerkultur neben einer arabisch anmutenden Sandwüste gequetscht auf kleinem Raum?

Ausserdem gabs auch dort die klaren Bezüge zu irdischen Kulturen, was ja auch gern als Markenzeichen/Makel Aventuriens dargestellt wird. Das ist aber wirklich was, was in vielen Fantasywelten anzutreffen ist. ZB in den Forgotten Realms.
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« Antworten #82 am: 4.01.2012 | 20:01 »

Wenn ich es so recht bedenke, ist Sexualität in all ihren Spielarten (auch dimiona-oronischen, also BDSM) wirklich ein Markenzeichen Aventuriens.

Als jemand, der sich mit BDSM aus eigener Erfahrung gut auskennt, muss ich hier vehement widersprechen. Das dimionische Oron hatte mit BDSM nichts zu tun. BDSM-Sex basiert auf Einvernehmlichkeit, Vertrauen, freiwilliger Hingabe und starkem Verantwortungsbewusstsein. Die Spielarten der BDSM-Szene werden oft fälschlicherweise mit Perversion und sexuellem Missbrauch in Verbindung gebracht, erfordern in Wirklichkeit jedoch ein höheres Maß an gegenseitigem Einfühlungsvermögen und Intimität als stinknormaler Blümchensex. Da sind Mainstream-Pornos wesentlich perverser.

Die oronische Sexualität, angefacht von der Priesterinnenschaft der Herrin der Schwarzfaulen Lust, basierte auf Vergewaltigung und sexuellem Missbrauch. Ein himmelweiter Unterschied, der jedoch in den Massenmedien immer gern totgeschwiegen oder kaschiert wird, um die SM-Szene als "abartig" und "pervers" abzustempeln. Damit der ach so brave Normalbürger ja bloß etwas hat, wovor er sich ordentlich gruseln und ekeln kann.

Die Wahrheit ist, dass die wahre Natur der SM-Liebe nach aventurischen Maßstäben eher in die Domäne von Rahja fiele. Lust, Rausch, Ekstase und Hingabe, das alles in emotionaler Harmonie und seelischem Einklang miteinander, unter vollstem Respekt vor den gegenseitigen körperlichen und seelischen Bedürfnissen.

Sorry, aber das konnte ich jetzt einfach so nicht stehen lassen... selbst wenn ich damit offtopic gehe. Der Meinung zum Thema "Sexualität als besonderes Merkmal Aventuriens" schließe ich mich in vollem Umfang an.
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« Antworten #83 am: 4.01.2012 | 20:27 »

Sorry, aber das konnte ich jetzt einfach so nicht stehen lassen... selbst wenn ich damit offtopic gehe. Der Meinung zum Thema "Sexualität als besonderes Merkmal Aventuriens" schließe ich mich in vollem Umfang an.

Sorry eher von mir, dass ich das fälschlich in einen Topf geworfen habe und selbst den Vorurteilen aufgesessen bin. Ich wollte hier natürlich niemandem zu nahe treten. Habe es oben korrigiert.
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« Antworten #84 am: 4.01.2012 | 20:49 »

Uh, allein der Begriff... DSA wäre wirklich ein Fest für Gender Studies-Analysen.

Also früher hießen die doch Lanzenreiterinnen, oder irre ich?   
Schöner Begriff für Aventurienpornos.
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« Antworten #85 am: 4.01.2012 | 21:06 »

Zitat von: Koschwiki
Die Ferdoker Garde ist auch unter vielen anderen Namen bekannt: Ferdoker Lanzerinnen, Ferdoker Reiterinnen, Ferdoker Lanzenreiterinnen oder auch "Amazonen des Kaisers".

Zum Aventurien-Porno: Man müsste nur die entsprechende Raidri-Stelle detailgetreu verfilmen.
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« Antworten #86 am: 5.01.2012 | 08:00 »

Die Wahrheit ist, dass die wahre Natur der SM-Liebe nach aventurischen Maßstäben eher in die Domäne von Rahja fiele. Lust, Rausch, Ekstase und Hingabe, das alles in emotionaler Harmonie und seelischem Einklang miteinander, unter vollstem Respekt vor den gegenseitigen körperlichen und seelischen Bedürfnissen.

Sehr interessant übrigens die fragwürdige Natur des (gefallenen?) Levthan, der ja mythologisch der erste Vergewaltiger sein soll, aber eigentlich hat sich Satuaria ihm doch spielerisch ergeben.
Eine pure Grauzone mit viel philosophischer Brisanz.
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« Antworten #87 am: 5.01.2012 | 12:12 »

Naja, die Zwölfgöttergläubigen halten ihn für einen bösen Vergewaltiger. Die Hexen halten ihn doch eher für ... beeindruckend männlich  Grin
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« Antworten #88 am: 5.01.2012 | 12:30 »

Sorry, bei diesem Thema kann nicht nicht widerstehen:

X. Aventurien ist
ein völlig widersprüchliches und verbautes Multikultidorf in einer Identitätskrise
mit einem total verrückten Städteplaner,
dessen Bewohner es liebevoll pflegen,
von dem keiner weiss, warum es immer noch ein Touristenmagnet bleibt und
dessen Nachbardörfer meist nur Neid und Mißgunst kennen.


Bitte lest es nicht so negativ, wie es auf dem ersten Blick aussieht.
Der wesentliche Kernpunkt ist "dessen Bewohner es liebevoll pflegen".
« Letzte Änderung: 5.01.2012 | 17:25 von Boba Fett [away] » Gespeichert

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« Antworten #89 am: 5.01.2012 | 12:38 »

Zum Thema Levthan:

Er hat Satuaria mit dem Levthansband gefesselt, um sie zu überwältigen. Dieses Artefakt hat die Eigenschaft, dass es in jedem, der damit gebunden wird, unwiderstehliche Wollust weckt und den Wunsch, sich hinzugeben. Das war also in etwa so, als würde ein Typ auf einer Party einem Mädchen stark aphrodisierende Drogen verpassen, die gleichzeitig ihre Muskeln lähmen, so dass sie sich nicht wehren kann, und den Umstand ihres Geilheitsrausches dann ausnutzen, um ihren Körper zu missbrauchen. Dabei war keine echte Freiwilligkeit im Spiel. Das ist Vergewaltigung.

Dass die Hexen den Vergewaltiger ihrer Göttinnenmutter verehren, finde ich einen der krankesten Aspekte an Aventuriens Götterkulten. Vergewaltigung ist so ziemlich das mieseste Verbrechen, das man einem menschlichen Wesen antun kann.
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« Antworten #90 am: 5.01.2012 | 13:09 »

Ich glaube ja, dass das so absurd ja erst durch massives Retconning und Verwursteln durch verschiedenste Autoren wurde. Zu DSA2-Zeiten kann ich mich jedenfalls nicht an so einen Scheiß wie das Levthansband erinnern.
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« Antworten #91 am: 5.01.2012 | 13:14 »

Yvain, Deine "Moralpredigt" läuft was mich angeht ins Leere. Denn niemand hier hat Vergewaltigung gutgeheißen.

Wollte nur darauf hinweisen, dass man anhand dieses mythologischen Kozepts eben auch sehr gut (soweit es interessiert!) dieses Dilemma des einvernehmlichen/nicht einvernehmlichen Verkehrs thematisieren kann:

Lust/Gelüste, Zwang/Verführung, süßer Schmerz/Folter sind eben sehr schwierige und ernste Themen. Aber interessante. Mehr nicht.
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« Antworten #92 am: 5.01.2012 | 13:20 »

Aber Yvain hat doch nichts anderes getan, als das zu thematisieren und die Problematik aus seiner Perspektive (die ich ungefähr teile -- und den Rest, den ich mir dazu denke, behalte ich für mich ...) dargestellt. Oder nicht?
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« Antworten #93 am: 5.01.2012 | 13:21 »

Aber es stimmt. schon. Wenn das Levthansband verwendet wurde, und das scheint außer frage zu stehen, dann ist es höchst verwunderlich, das die Hexen Levthan anbeten. Die einizge Erklärung dafür ist ihr Credo, Gefühle immer auszuleben. Damit haben wir einen sehr dunklen und bösen Teil Aventuriens gefunden.
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« Antworten #94 am: 5.01.2012 | 13:35 »

Damit haben wir einen sehr dunklen und bösen Teil Aventuriens gefunden.

Oder eine uralte Täuschung, der die Hexen seit jeher erliegen und die der wahre Grund ist warum Satuaria in der 6. Sphäre rumdümpeln muss ohne ihren Anhängerinnen Karma spenden zu können...
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« Antworten #95 am: 5.01.2012 | 13:41 »

Yvain, Deine "Moralpredigt" läuft was mich angeht ins Leere. Denn niemand hier hat Vergewaltigung gutgeheißen.

Hab ich auch nicht behauptet. Mich irritiert es allerdings, dass die Hexen Aventuriens den ersten mythologischen Vergewaltiger anbeten. Und ihn in Hexennächten zu sich rufen, damit er von ihnen "Gebrauch macht". *schauder*
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« Antworten #96 am: 5.01.2012 | 13:56 »

Dann habe ich da vielleicht mehr Zeigefinger rausgelesen als erhoben war  Wink

Letztlich ist gerade das (Dunkle Wonne, Hingebung an einen rücksichtslosen, tierhaften Gott im Rausch) das Element, das Hexen doch ausmacht und glaubwürdig in eine Fantasywelt (für mich) einbettet. Leider kommt die Sicht der Dinge der Hexen oft viel zu kurz und wird verfälscht.

Letztlich ist es wohl aber so, dass Hexen eine ganz andere Vorstellung vom (menschlichen) Zusammenleben als die Leute der gemeinen Zivilisation haben. In einer Welt in der jeder immer seinen Impulsen und Gefühlen folgen würde wäre so ziemlich alles anders, denke ich.

Das ist wohl im Kern eine zivilisationsferne, urtümliche, ja anarchisch anmutende Philosophie.
« Letzte Änderung: 5.01.2012 | 14:10 von Lothar Frohwein » Gespeichert

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« Antworten #97 am: 5.01.2012 | 14:03 »

Hmm ,ein Setting, wo die hexen tatsächlich durch verführung und dunkle Künste versuchen, die Moral der gesellschaft auszuhölen, das wäre was.
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« Antworten #98 am: 5.01.2012 | 14:07 »



Ja, da ging es mir genau so. Ich finde das übrigens nach etwas Überlegung wirklich einen der größten Unterschiede zu anderen Settings.

Das Thema Sexualität hat in DSA einfach einen anderen Stellenwert.
Schon durch die etwas erzwungen wirkende totale Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, aber auch Homosexualität scheint etwas sehr normales und akzeptiertes zu sein in Aventurien.

Was den Sex angeht können vielleicht D&D und Warhammer nicht so mithalten, aber die Gleichberechtigung ist in den mir bekannten Fantasy-Spielwelten eigentlich nichts Ungewöhnliches. Midgard macht manchmal Außnahmen (eine Frau in Alba ist z.B. nicht überall automatisch gleichgestellt, sondern muss sich erst zur "Eagrel" erklären, und ich glaube in Buluga dürfen Frauen keine Kämpferkarrieren und Männer keine Zaubererkarrieren einschlagen), aber ansonsten kenne ich das in Rollenspielwelten nicht anders. Mich würde eher wundern, wenn es nicht so wäre.
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« Antworten #99 am: 5.01.2012 | 14:09 »

In einer typischen Sword-and-Sorcery-Welt oder einem historischen Setting würde es mich wundern, wenn es so wäre.
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