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25.05.2012 | 06:49

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Autor Thema: Pervertierter Adelshof  (Gelesen 644 mal)
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Spencer
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Spencer

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« am: 28.12.2011 | 14:14 »

Hallo, da hier immer sehr gute Ideen kommen, mal was neues von mir  thumbsup

Es geht darum, dass die Helden auf einem abgelegenen Schloß sind in adeliger Gesellschaft. Setting ist europäischer Barock (17.-18. Jhd.) mit subtiler Magie und Hexerei.

Langsam aber sicher wird das Schloß und seine Bewohner aber immer unheimlicher. Ein physikalisches Experiment ( http://de.wikipedia.org/wiki/Magdeburger_Halbkugeln die mit großer Kraftanstrenung unter lautem Knall doch auseinander gingen!), das zum Amüsement der Adligen auf dem Fest durchgeführt wurde, hat die Helden in ein Paralleluniversum gezogen. Vielleicht ein Vorgeschmack der Hölle!

Mein Wunsch ist es den Helden ein sehr groteskes, surreales Setting zu bieten. Die bösartige Unwirklichkeit auf dem Schloß steigert sich immer weiter, bis am Ende nicht mal Naturgesetze und ein Zeitkontinuum gelten.

Wozu ich noch Hilfe gebrauchen könnte:


1) Im Prinzip ergibt sich aus dem physikalischen Experiment nicht direkt, dass nur die Helden in diese Dimension gezogen werden. Man könnte also auch gleich alle Bewohner des Schlosses in die Hölle ziehen, allerdings bräuchte ich dann Motivation wieso sie gegen die Helden arbeiten. Andernfalls wäre es ja fast naheliegend, dass alle "echten" Menschen sich in der Parallelwelt zusammenschließen um heraus zu kommen. Allerdings will ich bösartige, surreale NSCs!

2) Wie kommen die Helden da wieder raus. Ich dachte daran, das Halbkugeln noch einmal trennen zu müssen. Die Schwierigkeiten wären dann: a) Erkennen, dass man sich in einer anderen Dimension befindet, b) Erkennen, dass man das Experiment wiederholen muss und c) das Experiment gegen die Sabotageversuche der anderen Weltbewohner durchführen zu können

3) Brainstorming bzgl Details der Unwirklichkeit. Schreibt bitte einfach alles was euch zu dem Setting einfällt.

Ich lege mal vor:
- Nach einer Nacht geht die Sonne einfach nicht mehr auf
- Aus dem Wald strömen Unheuer/Wölfe/Zombies auf das Schloß zu
- Aus dem Sternenhimmel treten Wesen herab
- Menschenfleisch von Unbekannt kommt auf den Abendessentisch. Für die anderen scheint es das normalste der Welt
- Krankhaft nymphomanische Prinzessin
- Seltsamer Besuch
- "Böse" Gegenstände
- ?

Habt ihr vllt Ideen aus Lovecraft's Traumwelten? Bei mir ist das leider ewig her als ich die gelesen habe  Huh
« Letzte Änderung: 28.12.2011 | 14:15 von Spencer » Gespeichert

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« Antworten #1 am: 28.12.2011 | 14:39 »

Ich würde den Beteiligten NSCs (oder zu mindest einigen, die dir wichtig erscheinen) negative Eigenschaften zu ordnen, die sie anfangs noch gut unter Verschluss halten, und die nach und nach immer weiter aufbrechen.

So ist deine Nymphomane Prinzessin anfangs absolut keusch und mutiert langsam aber sicher zu einer Nymphomanin. So wird ihre Kleidung aufreizender (und wenn es anfangs nur scheinbar so ist, dass die Kleidung zufällig zerreist), ihre Berührungen mehr, dann verführt sie heimlich, dann offener.

Die alte Gräfin, die gerne Jung wäre mag anfangs nur übertrieben viel Puder benutzen, später dann Haare abscheiden der jungen Damen, dann deren Blut trinken und sich schließlich in deren Haut kleiden.

Der gefrässige Adlige ist erst nur viel, dann auch Knochen und Haare, schließlich seine Tiere und irgendwann frist er seine Angestellten bei Lebendigem Leib.

Oder der treue Hund des Hofherren. Ist er anfangs Kinderlieb und läßt sich von jedem streicheln, wird er zu nehmend agressiver, bis er jeden der ihm oder seinem Herren zu Nahe kommt immer mehr angreifen, dabei wird sein Speichel zu nehmend agressiver bis hin zur reinen Säure (oder Feuer) und seine Zähne länger.
« Letzte Änderung: 28.12.2011 | 14:46 von ChaosAmSpieltisch » Gespeichert

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« Antworten #2 am: 28.12.2011 | 14:47 »

Auch schön ist der junge Held, so ein tapferer, der Drachen erschlägt und nach und nach immer mehr Leute als "Feinde der Krone" zu sehen beginnt.
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« Antworten #3 am: 28.12.2011 | 14:54 »

Und warum die Bewohner gegen die SC arbeite, würde ich dadurch erklären, dass sie anfangen sich ihren Bedürfnissen mehr und mehr hinzugeben, und dadurch für die Perversion immer empfänglicher wären. Je nachdem, wie die Moralkonzepte der SC sind, würde ich sogar (wenn auch nur rein rollenspielerisch) den SC das abgleiten in die Verdammtheit auch ermöglichen. Ich würde hier aber ohne feste Regeln arbeiten (ausser vielleicht mit dem Jenga-Turm)
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Spencer

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« Antworten #4 am: 28.12.2011 | 14:55 »

Danke schonmal für eure bisherigen Antworten.  thumbsup
Was meinst du mit dem Jenga-Turm genau?

Mit ist grad noch was eingefallen, was mit den Halbkugeln verwandt ist:

Was passiert eigentlich wenn man ne Maus in einen Glaskasten steckt und den dann auspumpt um annäherndes Vakuum zu erzeugen? Platzt die Maus oder erstickt sie nur?
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« Antworten #5 am: 28.12.2011 | 14:56 »

Ist eine Frage der Geschwindigkeit, in der du die Luft entfernst.

Mit mitteln des 18Jhd. wird die Maus eher ersticken (und dann eventuell noch platzt), mit heutigen Mitteln kriegst du auch Platzen vor Ersticken hin (die Maus stirbt dann aber bereits vorher durch den Luftdruck beim Saugen)

Willst du eine Maus mittels Vacuum zum Platzen bringen, mach folgendes:

Maus mit Luft in Glaskugel. Glaskugel in größere Glaskugel. größere Glaskugel alle Luft raus. Glaskugel mit Maus zerstören.

Bezüglich Jenga-Turm, schau dir am besten Dread mal an (hab ich glatt vergessen)
« Letzte Änderung: 28.12.2011 | 15:08 von ChaosAmSpieltisch » Gespeichert

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« Antworten #6 am: 28.12.2011 | 15:18 »

Platzen würde die Maus sowieso nicht, höchstens die Kapilargefäße unter der Haut und die Glaskörper. Selbst wenn man die Luft schlagartig entfernt.

zu 3)
Ich mag Effekte wie, bewegende Schatten, Spiegelbilder mit Eigenenleben (wer mag noch den Film Mirrors?), und das durch huschen von Bildern aus der "richtigen" Welt.
Letzteres vor allem weil das erst als Geistererscheinungen fehlinterpretiert werden kann.
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« Antworten #7 am: 28.12.2011 | 15:22 »

@Dark_Tigger,

das was du beschreibst ist auch Platzen. Wir dürfen Platzen nicht mit Explodieren verwechseln (dazu müsste man Luft in die Maus leiten)

@Topic,

sehr schön kann man Veränderungen auch an Statuen erläutern, die werden hässlicher, fangen irgendwann an zu Bluten und werden zu toten lebelosen Wesen, die gefoltert und gemartert wurden.
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« Antworten #8 am: 28.12.2011 | 15:39 »

Das mit dem Jenga-Turm klingt schon irgendwie cool. Leider steht das Abenteuer im Kontext einer Kampagne und ich kann die SCs nicht einfach so dahinscheiden lassen wenn der Turm fällt.
Fallen euch andere, szenariospezifische Konsequenzen für den Einsturz des Turmes ein?
Und bei welchen Gelegenheiten könnte man die Spieler zum "Ziehen" bringen? Vielleicht wenn sie etwas Unwirkliches machen wollen? (z.B. durch Wände gehen)
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« Antworten #9 am: 28.12.2011 | 15:41 »

Das mit dem Jenga-Turm klingt schon irgendwie cool. Leider steht das Abenteuer im Kontext einer Kampagne und ich kann die SCs nicht einfach so dahinscheiden lassen wenn der Turm fällt.

Gibt es in Dread selbst eine schöne Liste. Kann aber leider grade nicht nachgucken. Smiley
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« Antworten #10 am: 28.12.2011 | 15:49 »

Spoiler (click to show/hide)

Ich würde immer dann ziehen lassen, wenn ein Spieler seinen SC etwas machen läßt, was zwar den Bedürfnissen des SCs entspricht, aber seinen (denen des SC) Moralischen Vorstellungen entgegen läuft. Und sogar für jede gelungene Probe Vorteile springen lassen. Sprich: Der treue, verheiratete SC will nun mit der nyphomanischen Prinzessin schlafen, zieht den Stein, schafft es, und heilt seine Wunden, oder bekommt auf die nächste reguläre Probe ein Plus, usw. (ich würde mir eine Liste machen, die die Vorteile immer krasser werden läßt, je krasserer der SC gegen seine Moral verstößt)

Bricht der Turm zusammen bekommt er eben entsprechende Nachteile mit auf seinen Weg, so mag der untreue SC in Zukunft nicht mehr treu bleiben können, oder sein Schlingel wird verkrüppelt, oder...
« Letzte Änderung: 28.12.2011 | 15:57 von ChaosAmSpieltisch » Gespeichert

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« Antworten #11 am: 28.12.2011 | 17:01 »

Also die Nummer mit dem Jengaturm würde ich nicht bringen, das kann für massiv böses Blut sorgen.
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« Antworten #12 am: 28.12.2011 | 17:04 »

Warum das denn?  Huh
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« Antworten #13 am: 28.12.2011 | 17:09 »

versteh ich auch nicht, die Steine werden ja letztlich freiwillig gezogen, ich als Spieler weiß, es gibt Konsequenzen, wenn ich was ziehe, und es geht schief.

Die Entscheidung, wie man SC handelt liegt bei mir, und nur wenn ich Bedürfnis vor Moral wähle als Spieler, dann ziehe ich. Soweit zu mindest meine Idee. Wenn das jemand macht, zu nichts gezwungen wird dabei, aber nachher nicht mit den Konsequenzen leben kann -> Regel 0.
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« Antworten #14 am: 28.12.2011 | 17:48 »

Finde den Jenga-Turm zwar cool, aber mit der konkreten Einsatzidee werde ich noch nicht so ganz warm. Zum einen sind die Begrifflichkeiten ziemlich schwammig (Bedürfnisse, Moral) und zum anderen befürchte ich, dass da garnicht genug Steine vom Turm gezogen werden um es gefährlich werden zu lassen.

Letzteres bringt mich zur Frage wieviele Steine denn so im Schnitt gezogen werden bis der Sturm stürzt. Etwa 20?
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« Antworten #15 am: 28.12.2011 | 17:54 »

Wenn das ein neues Spiel ist und der Turm so verkündet worden ist, kann jeder selbst entscheiden ob er teilnimmt.
Ich würd es nicht machen, denn ich sehe keinen sinnvollen Zusammenhang zwischen der Spielentscheidung und der Fingerfertigkeit des Spielers. Für mich ein ganz dämliches Gimmick. 
In einer laufenden Kampagne ist ein solcher Wechsel entsprechend nicht angebracht.

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« Antworten #16 am: 28.12.2011 | 19:18 »

Im Tanzsaal gibt es, wie in Versailles, viele Spiegel. Im Lauf des Abenteuers zeigen die Spiegel immer mehr die wahre Gestalt der Tänzer, z.B. Hörner, Pferdefüße, etc.
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« Antworten #17 am: 29.12.2011 | 12:40 »

coole Idee, Blechpirat!

Bisher haben wir jetzt hauptsächlich über platzende Mäuse und Jenga-Türme geredet, aber wenn jemand noch zum ursprünglichen Brainstorming ne Idee hat, bitte her damit  jester
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« Antworten #18 am: 29.12.2011 | 20:34 »

Ich hatte in Erinnerung, dass wir hier über eine laufende Kampagne reden, was heisst, dass das Regelsystem bereits etabliert wurde, oder geh ich hier fehl in der Annahme?
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Spencer
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« Antworten #19 am: 29.12.2011 | 21:50 »

Ich hatte in Erinnerung, dass wir hier über eine laufende Kampagne reden, was heisst, dass das Regelsystem bereits etabliert wurde, oder geh ich hier fehl in der Annahme?
Ja, Savage Worlds übrigens. Da ich meine Spieler gut genug kenne und weiß, dass sie auch so einen Jenga-Turm vermutlich interessant fänden, steht die Idee mit dem Jenga immer noch im Raum.

Nur eine Einbindung ins Szenario kam mir noch nicht so recht. Das vorgeschlagene Moral/Bedürfnisse Schema ist in meiner Gruppe nicht machbar. Wir spielen zwar kein Hack&Slay, aber derartig charakterorientiert, dass man auf Moral/Bedürfnisse so eine Mechanik aufsetzen könnte, dann doch nicht  Wink


Ich finde die Idee, dass  man die "Unwirklichkeit" wie eine Traumwelt manipulieren kann immer noch cool. Für jede Manipulation müsste der entsprechende Spieler dann einen Jenga-Stein ziehen. Wenn der Turm stürzt, stirbt der Held nur in der Traumwelt und kann dort nur noch geisterartig mit den anderen SCs kommunizieren.
Hat jemand schonmal in einer frei manipulierbaren Welt gespielt? Das stelle ich mir recht schwierig vor als SL.

Als weiterführende Idee fiel mir auch noch ein, dass man die Magdeburgischen Halbkugeln in diesem Zusammenhang auch als "Inception" (der Film)-artige Spionagehilfsmittel nutzen könnte. Nach dem Motto: wenn wir den geheimen Brief schon nicht in der echten Welt lesen können, dann wechseln wir doch schnell in die höllische Welt und lesen ihn dort. Mit all den dazugehörigen Gefahren und Mühen (immerhin braucht man zahlreiche Pferde um die Kugel zu öffnen!)
« Letzte Änderung: 29.12.2011 | 21:56 von Spencer » Gespeichert

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« Antworten #20 am: 30.12.2011 | 04:40 »

Na dann viel Erfolg! Berichte uns dann aber bitte, wie es gelaufen ist! Cheesy
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« Antworten #21 am: 30.03.2012 | 17:34 »

Schade, dass es keinen Bericht wie gelaufen ist gibt.
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