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25.05.2012 | 10:04

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Autor Thema: Neu angedachte Klassen  (Gelesen 1294 mal)
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ErikErikson
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ErikErikson

« Antworten #50 am: 16.01.2012 | 19:33 »

man könnte ja irgendeinem abgelegenen Stamm im Dschungel, der noch nie D&D gespielt hat, ein regelwerk mit herausgerissenen Klassen-Seiten geben und ihnen sagen, sie sollen für sich stimmige klassen selber bauen.
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Coldwyn
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Coldwyn

« Antworten #51 am: 16.01.2012 | 21:07 »

man könnte ja irgendeinem abgelegenen Stamm im Dschungel, der noch nie D&D gespielt hat, ein regelwerk mit herausgerissenen Klassen-Seiten geben und ihnen sagen, sie sollen für sich stimmige klassen selber bauen.

Dann alnden wir wieder bei Archetypen: Jäger, Sammler, Shamane, Weiser ..... wollen wir wetten?
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« Antworten #52 am: 17.01.2012 | 19:12 »

Bei Unknown Armies gibt es auch Archetypen, und wenn du versuchst, dem Archetyp möglichst nah zu kommen, dann kriegst du dadurch Kräfte. Der Herrenlose Mann, beispielsweise, ist von Wunden und geister Beherrschung nicht allzu sehr zu beeindrucken, während eine Mutter, die für ihre Kinder kämpft, ganz immense Kräfte an den Tag legt. Der Narr hingegen hat meistens ziemlich viel Glück, während der Demagoge gut darin ist, Leute zu beschwafeln.

Der Krieger schließlich kann ziemlich gut gegen [wen auch immer er nicht mag] kämpfen - das kann aber auch ein Krieger im Kampf gegen die Drogensucht sein, der verdammt gut darin ist, Leuten klar zu machen, dass Drogen echt eine miese Sache sind und man doch die Finger davon lassen sollte. Der muss aber nicht unbedingt gut darin sein, Leuten eins auf die Nase zu geben.
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Dieser Post ist frei erfunden. Alles, was hier steht, habe ich mir ausgedacht.
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Falke359

« Antworten #53 am: 17.01.2012 | 19:24 »

Man kann einen Archetypen tatsächlich nicht grundlegend neu definieren. Änderungen an Archetypen sind immer nur in Nuancen möglich, erst mit der Zeit kann sich dann aus diesen Änderungen unter Umständen ein neuer Archetyp bilden.

Denn auch der Jedi ist keineswegs so neu, wie du glaubst - reisende (Abenteurer) zauberkundige Mönche (mystische Zauberer), die zudem Kung-Fu beherrschen (Schwertkämpfer), waren schon in fernöstlichen Märchen zu finden. Und Ninjas waren ebenfalls als fabelhafte Kämpfer bekannt, denen magische Kräfte zugesprochen wurden.

Das ist mir bekannt. Nur dachte niemand an "Kung-Fu-Mönch", als er 1977 in den Film ging. Archetypen selbst kann man wahrscheinlich nicht neu erfinden, laut Jung ist deren Anzahl ja prinzipiell begrenzt.

Trotzdem habt ihr mir schon viele Anregungen gegeben, um bei dieser Frage etwas klarer zu sehen.
Was Bad Horse als Letztes geschrieben hat, finde ich in der Hinsicht ziemlich spannend, auch rollenspielerisch. Werd ich mir vielleicht mal näher ansehen.

Klassische Rollenspielklassen bezeihen sich allesamt auf die Interaktion zwischen dem Charakter und seiner Umwelt, kurz sie geben an, was der Charakter kann (bzw. können sollte). Eine Alternative, die gar nicht mal so uninterressant wäre, bestünde darin, die Klassen bzw. Vorgaben eher danach auszurichten, wer der Charakter ist, welche Rolle er in der Gruppendynamik der Spielercharaktere und die 'Rolle' der Figur in der Dramaturgie der Geschehnisse einnimmt, was bei den zwischenmenschlichen Beziehungen ein Rolle spielt, usw. Die Persönlichkeitsarchetypen aus der alten WoD gehen beispielsweise in diese Richtung, die von 1of3 angesproichene Five Man Band hat ähnliche Züge.
Das beides kann man dann kombinieren, möglicherweise noch mit einer dritten, Ebene für den Hintergrund), um mit den drei Fragen "Wer bin ich?" "Was kann ich?" und "Woher komme ich?" schon mal sehr brauchbar die Grundpfeiler für die Erstellung von Rollenspielcharakteren ("Ich bin ein Kämpfer und Comic Relief Charakter").

Auch dieser Beitrag geht in etwa in die Richtung, die ich angedacht habe. Es wäre natürlich ein System cool, das einen selbst die "Rollen" wählen lässt und ganz allgemeine Regelmechanismen bereithält, um diese umzusetzen, z.B. nach den Mustern "Aggression", "Selbstlosigkeit", "Durchhaltewillen" oder so.

Ergänzung: Wäre nicht z.B. ein Charaktersystem nach Persönlichkeitstypen möglich? ( vgl. den Myers-Briggs-Typindikator)
Oder gibt´s so etwas in die Richtung schon?
« Letzte Änderung: 17.01.2012 | 19:43 von Falke359 » Gespeichert

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Tudor the Traveller

« Antworten #54 am: 18.01.2012 | 08:10 »

Man kann einen Archetypen tatsächlich nicht grundlegend neu definieren. Änderungen an Archetypen sind immer nur in Nuancen möglich, erst mit der Zeit kann sich dann aus diesen Änderungen unter Umständen ein neuer Archetyp bilden.

Seh ich ganz anders. Die Einteilung in Archetypen oder Klassen erfolgt immer im Kontext der betrachteten Sache. D.h. es hängt davon an, wofür ich die Einteilung brauche und nach welchen Kriterien ich sie (systematisch) unterscheide. So ist z.B. die Einteilung der Archetypen aus der Persönlichkeitsforschung nur dann sinnvoll, wenn ich auch Persönlichkeiten betrachten will. Wenn aber der Fokus der Einteilung "welche Methode wird benutzt, um das Monster zu plätten" lautet, bringen mich jene Archetypen nicht wirklich weiter (es sei denn, man möchte eine Korrelation zwischen Methode und Persönlichkeit betrachten; aber selbst dann muss ich die Methoden noch einteilen und bekomme einen zweiten Satz an "Klassen").
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« Antworten #55 am: 18.01.2012 | 10:09 »

Ergänzung: Wäre nicht z.B. ein Charaktersystem nach Persönlichkeitstypen möglich? ( vgl. den Myers-Briggs-Typindikator)
Oder gibt´s so etwas in die Richtung schon?

...und welche regeltechnische Relevanz sollten diese Klassen dann haben?
Wie wirken sie sich auf den Charakter aus?

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Coldwyn

« Antworten #56 am: 18.01.2012 | 11:14 »

Falke:

Ich bin mir gar nicht mal sicher ob wir von richtigen Persönlichkeitsarchetypen nach Jung, etc., reden können.
Es handelt imho eher um ein Assoziationspaket, ähnlich einer Marke.
Nüchtern betrachtet entstehen hier auch die ganzen Diskussionen darüber "wie man es richtig Spielt".

Wo ist die Differenz der Archetypen Kämpfer, Ritter und Paladin, also bei drei Kerlen in Rüstung, mit Schild und Waffe, die kämpfen?
Ich nehme mal an, jemand in dessen Kulturkreis es einen oder mehrere dieser Archetypen nicht gibt, wird sich schwer tun mit den benötigten Assoziationen um dem Archtypen einen Sinn abzugewinnen.
Ich gebe mal zu bedenken dass jemand der durch Le Mort d´Arthur an den Archetyp Paladin herangeführt wurde weit anders darüber denkt als jemand der seine Assoziationen rein durch D&D aufgebaut hat.

Oder, um den Kontrast ausgeprägter zu gestallten: Nehmen wir den Magier. Hier gibt es noch viel mehr kulturell bedingte Assoziationen mit dem Begriff. Alle "zaubern". Der Rest, tja. Vom Gelehrten in Robe bis zum Shinto-Priester, etc. Ich denke, es ist klar worauf ich hinaus will.

Wir haben also eine unendliche Permutation von persönlichen Archetypen. Zu sagen man braucht neue Klassen läuft eher darauf hinaus dass eine existierende Klasse nicht die benötigte Schnittmenge an Assoziationen hat.
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Nein, so sehe ich nicht aus. Aber ich mag ihn^^

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« Antworten #57 am: 18.01.2012 | 11:51 »

D&D scheint die klassische Aufteilung zu brauchen, sogar weit abweichende OGL-Varianten(True20 aka Blue Rose)bleiben immer bei Warrior, Expert(=Skilluser) und Adept(=Magicuser).
Multiclassing(oder Talente/Feats, die erlauben die Eigenschaft anderer Klassen, meist abgeschwächt, in die eigene Klasse zu integrieren) erschafft aus diesen 3 "Grundklassen" dann den gewünschten Archetyp:
Paladin, oder Preister eines Kriegsgottes = Warrior + Adept
Priester eines Trickster-Gottes(z.B. Loki) = Expert + Adept

Übrigens zum Jedi: Da passt Paladin auf den Jedi-Wächter, den kampfbetonten Zweig. Der Jedi-Botschafter geht IMHO mehr in Richtung des D&D-Barden(Soziale statt Körperliche Fähigkeiten, etwas mehr Zauberei, weniger Kampfstark). Im Expanded Universe gibt es da noch einige Exemplare, die sich nicht 100%ig einordnen lassen. Mara Jade und Corran Horn sind 2 unterschiedliche Versionen eines Jedi-Skillusers mit jeweils 2 aufeinander aufbauenden Vorbildungen(Agentin/Schmugglerin, bzw. Detektiv/Commandosoldat). Die wären ohne Multiclassing so gut wie unmöglich korrekt abzubilden, obwohl beide ähnliche Skillsets(Nachforschung, Heimlichkeit und Raumpilot) haben.
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Wer Rechtschreib- oder Grammatikfehler findet, darf sie behalten!

Das ist nicht die Signatur, aber mir ist noch nichts Besseres eingefallen^^
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