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5e - enttäuschend für mich

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ragnar:

--- Zitat von: HEXer am 12.01.2015 | 07:41 ---Ob das aber auch so kommen wird, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Da finde ich interessant, dass im DungeonMaster's Guide von knapp 320 Seiten nru 40 auf Regeln entfallen, der Rest aber auf Welten- und Abenteuerbau. Könnte ien Indiz dafür sein, dass sie vielleicht dohc mehr auf Eigenarneit des SL setzen?
--- Ende Zitat ---
Das eine schließt das andere ja nicht aus. Früher hatte fast jeder GM seine eigene Welt und trotzdem war da immer irgendwo Platz für das "Little Keep on the Borderland" oder "Castle Ravenloft".

Nth-Metal Justice:
Naja, ich finde dieses ganze gelabere von "mehr Freiheit" und "verschiedene Spielstile unterstützen" nicht so wirklich ehrlich.

Ja, ich habe ein schlankeres System, dass mehr Freiheiten bietet, aber im Gegenzug auch, gerade außerhalb des Kampfes eine ganz schlechte Möglichkeit bietet, viele Charaktere wachsen zu lassen, was ich ... schwierig finde. Man muss ja nicht alles mit Optionen zuwerfen, aber wenn man welche bietet, sollten die dann auch schön flexibel sein und ihr Einfluss sollte Spürbar sein.

Zum anderen finde ich ja, dass gerade auf der Abenteuerseite eben schlechte Arbeit geleistet wird. Wenn ich eine Szene entwerfe, die auf verschiedene Arten gelöst werden kann, dann muss doch, eben gerade für die Spieler und Spielleiter, die neu Einsteigen, Hinweise bieten, wie man sowas machen kann. Was sind mögliche Hooks für Verhandlungen? Welche Features im Terrain könnte man ausnutzen? Worauf könnte ich als DM achten, wenn ich hier rulings mache.
Solche Hinweise müssen nicht limitierend oder total ausführlich sein oder an jeder einzelnen Stelle vorhanden sein. Aber die Kernfrage sollte doch sein: Wieunterstütze ich am besten ein freieres Spiel?

Vielleicht habe ich bisher alle Stellen, an denen sowas tatsächlich passiert konsequent überlesen. Aber im Gegenzug hab ich es durch die DMs, mit denen ich spiele sowas auch nicht realisiert gesehen. Und vor dem Hintergrund finde ich die Umsetzung der angeblichen Verschlankung im Hinsicht auf ein einfacheres und dynamisches Spiel einfach nicht besonders gut.

Das System muss ja nicht komplex sein, aber die Verwendung wirkt auf mich in vielen Teilen regelrecht "faul".

Thandbar:

--- Zitat von: Nth-Metal Justice am 13.01.2015 | 08:09 ---Ja, ich habe ein schlankeres System, dass mehr Freiheiten bietet, aber im Gegenzug auch, gerade außerhalb des Kampfes eine ganz schlechte Möglichkeit bietet, viele Charaktere wachsen zu lassen, was ich ... schwierig finde.

--- Ende Zitat ---

Zumindest sind diese Möglichkeiten ganz aus der Stufenprogression herausgelöst und ganz in die Hände des SL gelegt worden.
Das hat Vor- und Nachteile, wobei ich mir im DMG mehr konkrete Regeln dazu gewünscht hätte, beziehungsweise von Spielerseite aus her mehr Verlässlichkeit, an die Steigerungsmöglichkeiten auch auf jeden Fall heranzukommen, wenn mein SL keine Lust hat, Trainer, Segen und epische Entlohnungen in "seiner" Welt zu implementieren.
Ich denke, dass die 5E ein wenig von der "Alles ist ein Feat"-Denke der anderen Editionen wegkommen wollte. Die momentane Alternative dazu finde ich für meinen Geschmack aber noch deutlich zu wischiwaschi.

Ein Teil des von Dir wahrgenommenen Problems wird sich vermutlich nicht wirklich beheben lassen, weil die Bounded Accuracy sich schwer tut, gleitendes Ansteigen von Fähigkeiten außerhalb des Systems von Schaden und Trefferpunkten darzustellen.
Eine Möglichkeit wäre vielleicht, bestimmte Herausforderungen mit Einstiegshürden zu versehen (dieses Schloss kann nur mit einem Proficiency-Wert von mindestens X geknackt werden etc.).   


--- Zitat von: Nth-Metal Justice am 13.01.2015 | 08:09 ---Das System muss ja nicht komplex sein, aber die Verwendung wirkt auf mich in vielen Teilen regelrecht "faul".

--- Ende Zitat ---

Das System überträgt viele lästige Pflichten an den jeweiligen SL. Man könnte sagen, dass MM seinem einstigen Begriff von dem, was Balance leisten soll und wofür sie da ist, untreu geworden ist. Allerdings hat der größte Teil der Spielleiterschaft ja positiv auf den propagierten Ansatz der 5E reagiert: "More power to me", obwohl es eigentlich nur Mehrarbeit ist, was auf sie zukommt.

Slayn:
@Nth:

Wenn man so will, ist das wieder der Fall mit der sprachlichen Präision. "Verschiedene Spielstile unterstützen"  ist halt nicht identisch mit "Verschiedenen Spielstilen nicht im Weg stehen".

Grimtooth's Little Sister:

--- Zitat von: Slayn am 12.01.2015 | 09:14 ---
@Abenteuer:

Eines würde mich mal interessieren, weil mir das schon in anderen 5E-Diskussionen hier aufgefallen ist: Warum nimmt (anscheinend) niemand die Existenz der League Abenteuer, die ja an die beiden Tiamat-HC gekoppelt sind, als Teil des verfügbaren Materials wahr? Liegt es daran das sie zum Organized Play Bereich gehören? Nimmt man die dazu, dann steht die 5E mit einem relativ guten Abenteuer-Paket da, gerade weil die 10 Extra-Abenteuer die Lücken im Tiamat-Zyklus schließen und die 3 Phlan-ABs noch einen guten Nebenschauplatz aufmachen. So gesehen steht nämlich jetzt schon ein relativ breit ausgebauter Abenteuerpfad zur Verfügung.



--- Ende Zitat ---

Ja, genau. Die bekommt man z.B nicht mal einfach so im Laden. Damit sind sie für mich, wie vieles was in der 4e lief, völlig sinnlos und irgendwie diskriminierend. "Du musst die dämliche Leauge leiten, sonst kriegst du die Abenteuer nicht!" Haha... guter Witz. Ich bin zwar sicher die geistern dann auch schnell irgendwo im Netz zum DL rum, aber das kann es ja wohl nicht sein.

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