Pen & Paper - Spielsysteme > D&D4E
Die Bewertung von D&D im Wandel der Zeit
Runenstahl:
Vorweg: Die 4te habe ich nie gespielt und ich besitze nur das Grundregelwerk. Etwaige spätere Änderungen am System kenne ich nicht. Mein Urteil bezieht sich also ausschließlich auf den Eindruck den das Grundregelwerk bei mir hinterlassen hat.
D&D 4 macht zunächsteinmal vieles anders. Das sorgt natürlich bei alten D&D Hasen gleich schon für Stirnrunzeln. Ob einem die Vorgehensweise in den Regeln nun gefällt oder nicht ist natürlich Geschmackssache.
In anderen D&D Spielen haben besondere Manöver im Kampf einen Modifikator, bei der 4ten hingegen sind sie stattdessen in ihrer Anzahl begrenzt. Das ist einfach eine andere Art des Balancings und für mich weder besser noch schlechter.
Was mir gegenüber der 3.X fehlt sind einige Fertigkeiten (und Regeln). Allen voran die Handwerksregeln und die Herstellung magischer Gegenstände. Letztere Regel fehlt natürlich nicht, aber sie ist so wie sie in den Regeln steht einfach Mist. Ich muß einen Feat ausgeben um für 1000 Gold einen Gegenstand herzustellen der dann einen Marktwert von 1000 Gold hat. Das macht absolut keinen Sinn.
Den Vorwurf das sich die 4te stark an Online-Rollenspiele annhähert muß sie sich mMn durchaus gefallen lassen. Wenn im Grundregelwerk die Klassen in Kategorien wie "Striker" oder "Controller" eingeteilt werden, dann klingt das für mich halt nach Meta-Gaming (nach dem Motto welcher "Build" ist effizienter) das ich eher in Online-RPG's erwarte als beim Pen & Paper. Das ist nicht unbedingt schlecht. Aber eine solche Spielweise geht mir persönlich gegen den Strich.
Genau wie in 3.X machen viele Fähigkeiten nur Sinn (bzw sind erheblich besser einzusetzen) wenn man mit einem Bodenplan spielt. Auch hier ist es wieder Geschmackssache, aber ich selbst bevorzuge inzwischen ein Rollenspiel ohne Bodenpläne.
Alles in allem waren das Gründe für mich die 4te im Regal stehenzulassen.
Arldwulf:
Erstmal willkommen, du bist ja noch recht neu. :)
Was ich mich frage anhand deines Postings: Hättest du denn Lust es mal auszuprobieren? Dann bekommt man meist einen etwas genaueren Eindruck, und davon abgesehen: Es schadet ja nicht zu fragen :)
Grashüpfer:
Auch von hier ein "Hallo". Auch wenn es mühsam sein mag, wäre es nicht schlecht, wenn du dir den Thread mal etwas genauer anschauen würdest. Da werden einige deiner Kritikpunkte angesprochen und andere Perspektiven mit reingebracht.
(Und nimm Ardlwulfs Angebot ruhig an und spiel die 4E ein wenig, um dir ein besseres Bild von ihr zu machen. :) )
Runenstahl:
Off Topic:
Danke für die Begrüßung. Ich bin zwar schon eine Weile dabei, aber bislang eher als stiller Beobachter.
Es gibt eigentlich kein System an dem ich bislang nichts zu meckern gefunden hätte. Das heißt bei mir nicht zwangsweise das ich das System "verabscheue". Im Vergleich zu D&D 4th gibt es halt Systeme die mir in ihrer Gesamtheit einfach besser liegen (z.B. D&D 5th).
Eine Proberunde wirft tatsächlich oft ein anderes Licht auf ein System. Allerdings muß man dabei das System und die "Spielrunde" trennen. DSA finde ich als System z.B. relativ schrecklich aber mit den richtigen Leuten haben wir auch mit diesem System unseren Spaß gehabt. Im Zweifelsfall (und vor allem weil ich oft der SL bin) bevorzuge ich aber Systeme dir so richtig gut liegen/gefallen.
Arldwulf:
--- Zitat von: Runenstahl am 30.06.2015 | 20:21 ---Allerdings muß man dabei das System und die "Spielrunde" trennen.
--- Ende Zitat ---
Das sowieso, ich hab das oben schon mal beschrieben. Mir würde heute, mit 10 Jahren Abstand bezüglich 3.5 eine Menge einfallen was ich kritisieren kann. Aber trotzdem waren es tolle Jahre, und hat viel Spaß gemacht. Heute - mit viel mehr Erfahrung als Rollenspieler, mit Jahren als Spieler des Systems würde ich vieles anders machen und ein System auch nicht mehr wirklich gut finden das ein paar der später (eben z.B. in der 4e eingeführten) Dinge nicht hat. Aber das macht den damaligen Spaß in den Runden ja nicht ungeschehen. Spielrunde und System kann man wirklich gut trennen.
Ich würde aber auch sagen, dass Spielerfahrung in einem System hilft nicht nur bezüglich der Spielrunde, sondern auch bezüglich dem Eindruck von einem System. Um mal ein Beispiel aus deiner Auflistung zu nennen: Die Rollen sind im eigentlichem Spiel deutlich flexibler und spielen sich recht unterschiedlich - die Bezeichnung ist am Ende doch eher eine grobe Kategorie.
Das liest sich beim kurzem überblättern des Buchs natürlich noch eindeutiger, und ist etwas bei dem die Spielerfahrung eben helfen kann.
Was z.B. auch ähnlich für das Thema Battlemap gilt - ein paar der Änderungen erleichtern das Spiel ohne diese deutlich, z.B. die vereinfachten Bewegungsregeln und Regeln zu Gelegenheitsattacken. Aber es wäre überraschend wenn so etwas beim drüberlesen auffällt, man muss es probieren und sich Gedanken drüber machen.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln