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Autor Thema: Leiten trotz Regelunkenntnis  (Gelesen 6086 mal)

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lunatic_Angel

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Leiten trotz Regelunkenntnis
« am: 16.02.2004 | 16:18 »
So, dann mal ne kleine Frage:

Ist es vertretbar, dass man sich, wennman die Regeln noch nicht gut genug oder im ganzen kennt dazu überreden lässt eine kleine Schnupperrunde zu leiten und dann anstatt ständig nach zu schlagen einfach Regeln beugt oder erfindet?

Klar im ganzen wäre es wohl praktischer ganza uf regeln zu verzichten und nur die Welt erschnuppern zu lassen. Aber was wenn die Spieler unbedingt das Regelsystem antesten wollen? Darf man dann oder doch lieber weigern?

Offline Selganor [n/a]

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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #1 am: 16.02.2004 | 16:23 »
Es sollte mit den Spielern geklaert sein.

Wenn der SL VORHER sagt: "Leute, ich hab' die Regeln noch nicht drin, kann also sein dass ich mal 'holprig' leite oder mal was 'improvisiere' was so nicht in den Regeln steht" und die Spieler akzeptieren das dann sollte es keine Probleme geben.

Aber es sollte VORHER geklaert sein dass dem so ist und wenn der SL spaeter feststellen sollte dass die Regeln die er SO ausgelegt/entschieden hat tatsaechlich ANDERS sind dann sollte er den Spielern erklaeren wie er gedenkt weiter zu machen. So wie er es schonmal hatte oder wie es in den Regeln steht.

Es ist fuer einen Spieler nicht angenehm wenn er (in der Hoffnung dass es so laeuft wie letztes Mal) auf einmal vor "geaenderten" Regeln steht ohne vorher davon zu wissen.
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Offline Jestocost

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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #2 am: 16.02.2004 | 16:38 »
Ach papperlapapp, ein Spielleiter muss doch keine Regeln kennen, wo kämen wir denn da hin? Es reicht, wenn die Spieler diese runterrasseln können.

Ich habe auch schon für Rifts geleitet, obwohl ich nicht die geringste Ahnung von den Regeln hatte (außer dass man mit einem W20) würfelt. Einfach ein abgefahrenes Abenteuer mit viel Action, und die Spieler merken nie, dass man die Regeln nicht kennt...
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Offline Boba Fett

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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #3 am: 16.02.2004 | 16:57 »
Ich denke auch, dass man besser eine Absprache trifft.
Einfach, damit kein Regelfuchser die Situation ausnutzt und kein Paragraphenreiter sich drüber aufregt.
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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #4 am: 16.02.2004 | 17:11 »
Abgesehn von der Absprache, zu der ich auch raten würde, kommt es IMHO auch arg auf das System an. Klassische Unter-Überwürfel-Systeme und Pools kennt jeder einigermaßen, da kann man gut improvisieren und hat ein Gefühl für die Stimmigkeit der Werte. Wenn's natürlich was seltsameres ist und vor allem wenn die Regeln wesentlich zum Spielgefühl beitragen wäre es IMHO schon wichtig, dass die SL sich auskennt.

Halavandrel

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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #5 am: 16.02.2004 | 18:42 »
Für gewöhnlich setze ich mich zuerst mit meinen Spielern zusammen um die wichtigsten Regeln anzutesten und ein paar Probekämpfe durchzuführen.
Beim Leiten eines neuen Systems sollte eigentlich jeder Spieler genug Verständnis haben wenn der SL kaum Regelkenntnis aufweisen kann.

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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #6 am: 16.02.2004 | 18:50 »
Ich stimme Jestocost zu. Ich spiele eigentlich immer so, dass ich die Regeln PimalDaumen kenne und bei Regellücken improvisiere.
Ich habe da mal einen tollen Satz gelesen:
If in Doubt, Roll and Shout! :)
Ich bin viel lieber suess als ich kein Esel sein will...
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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #7 am: 16.02.2004 | 21:20 »
Ich stimme Jestocost zu. Ich spiele eigentlich immer so, dass ich die Regeln PimalDaumen kenne und bei Regellücken improvisiere.
Ich habe da mal einen tollen Satz gelesen:
If in Doubt, Roll and Shout! :)
Ich bevorzuge: When in doubt, hack! ;D

Wenn die Spieler sich auch nicht auskennen, ist das kein großes Problem. Wenn sie sich aber auskennen und du offensichtlich Scheiße baust, kann das SEHR frustrierend sein. Habe ich erst am Samstag wieder erlebt  :(
PS: alle Aussagen sind nur meine persönliche Meinung. Ihr habt meine ausdrückliche Erlaubnis, eine andere Meinung zu vertreten.

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lunatic_Angel

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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #8 am: 16.02.2004 | 21:36 »
Dann mal danke für die recht Übereinstimmenden Meinungen. *g* So hab ich das auch gesehen und mir deswegen am Samstag meinen ersten Live SL Abend "aufzwingen" lassen. Also Live in dem Sinne von mit echten Personen statt im Chat.

Entsand im Grunde eigentlich aus der Situation heraus, dass ich Cy nur mal das schöne Arcane Codex Regelwerk zeigen wollt. Naja und da ich bisher nichtmal die hälfte der Regeln gelesen hab war ich mir eben unsicher ob das überhaupt OK ist.

Die Spielerchen wußten jedenfalls bescheid dass ich bisher noch net alles gelesen hab.

Offline Wawoozle

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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #9 am: 17.02.2004 | 00:22 »
Und wie liefs ?
Ihr wollt doch alle den Nachtisch zuerst !

lunatic_Angel

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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #10 am: 17.02.2004 | 00:24 »
Ach joa ich würde sagen für nen gänzlich unvorbereitenten Abend unter genannten Vorausetzungen eigentlich ganz gut. Ok, Anfängerfehlerchen waren drin. Aber anonsten würd ich sagen waren die Spieler recht zufrieden.

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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #11 am: 17.02.2004 | 23:41 »
Zitat
Aber anonsten würd ich sagen waren die Spieler recht zufrieden.
Na ist doch klasse.
Weiterhin viel Erfolg und Spaß wünsche ich beim Leiten.  :D

Offline Rokal Silberfell

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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #12 am: 18.02.2004 | 01:43 »
Wenn du das eher gesagt hättest, hättest du noch ganz spontan deinen Regelfuchser bekommen ;D....

Aber zu deiner Frage (auch wenns jetzt nicht mehr so relevant ist): Man muss bei AC eigentlich kaum was für die Regeln lesen. In meiner Gruppe hat z.B. noch keiner einen besonderen Nahkampfangriff aus den Regeln verwendet, obwohl sie alle diese kennen.

Wenn du etwas belesener in den Regeln bist, wirst du auch merken, das mein One-Shot beim Treffen nur die "Basis-Regeln" benutzt hat. Hat mans gemerkt???
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Sethai

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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #13 am: 18.02.2004 | 05:11 »
LEiten mit totaler Regelunkenntnis ist immer eher schlecht.... man sollte wenigstens die gängisten Begriffe des Systems kennen damit man nicht wie ein Auto guckt wenn die Spieler Dich in üblicher regelworteabkürzungsmanier fragen/ansprechen.

Aber eine genau Kenntnis der Regeln ist ziemlich unnötig (Ausnahem: man hat einen Regelpowerfuchser in der Gruppe der noch aus so ziemlich jedem Paragraphen versucht Kapital zu schlagen). Es kann eh keiner nachvollziehen was wirklich hinter dem Schirm passiert.... und der gute alte Merksatz greift auch hier --> "Wenn Regeln/Würfe mit der Story kollidieren gewinnt immer die Story"

Aber in unserer Runde ist das eh kein Problem da wir eher storybasierendes RPG machen...

Offline critikus

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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #14 am: 18.02.2004 | 09:47 »
"Play the spirit of the game, not the rules"

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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #15 am: 18.02.2004 | 09:50 »
"Menschenverstand" ist auch nichts anderes als eine subjektive Betrachtungsweise einer Situation. Je nach Regelwerk reicht er eben nicht aus. Je fantastischer das System, desto schwieriger wird es.

Ein SL sollte die Regeln gut kennen. Wenn der SL die Regeln am Anfang nicht gut drauf hat, ist das nicht schlimm. Aber später, wenn er ständig SL bleibt, sollte er die Regeln wirklich gut kennen.

Leo

Offline Boba Fett

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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #16 am: 18.02.2004 | 10:22 »
Ein Spielleiter sollte die Regeln nach möglichkeit besser kennen als die Spieler.
Und wenn er Spieler hat, die Regelunkenntnis verzeihen können und lieber helfen anstatt die Situation auszunutzen, muss nicht mal das gelten.

Wir haben oft Kampagnen angefangen ohne im Vollbesitz der Regelkenntnis oder manchmal ohne die Regelwerke. Und wir hatten trotzdem unseren Spaß.
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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #17 am: 18.02.2004 | 12:45 »
Ich hab als totaler Anfänger mit 12 oder 13 mal in einer Runde geleitet, in der mehrere Spieler die Regeln besser kannten als ich (und außerdem 2-3 Jahre älter waren). Das würde ich niemandem empfehlen. Man muss vielleicht nicht jeden obskuren Zauber und jedes Kampf-Sondermanöver kennen, aber einen normalen Kampf sollte man abwickeln können, ohne einen Hänger zu bekommen, und wenn man ständig von den übernatürlichen Fähigkeiten der Charaktere überrascht wird, ist das auch Asche.
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lunatic_Angel

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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #18 am: 18.02.2004 | 15:28 »
Wenn du das eher gesagt hättest, hättest du noch ganz spontan deinen Regelfuchser bekommen ;D....
Und du wärst von Würzburg ganz spontan in 60 minuten nach m Pott gekommen, ganz klar ;D

Offline Rokal Silberfell

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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #19 am: 18.02.2004 | 17:52 »
Wenn du das eher gesagt hättest, hättest du noch ganz spontan deinen Regelfuchser bekommen ;D....
Und du wärst von Würzburg ganz spontan in 60 minuten nach m Pott gekommen, ganz klar ;D

Ok Pott in 60 Min is n Problem, ich nehm jetzt einfach mal an das kein passender ICE gefahren wär... Aber theoretisch möglich ;)
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lunatic_Angel

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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #20 am: 18.02.2004 | 21:33 »
Ok Pott in 60 Min is n Problem, ich nehm jetzt einfach mal an das kein passender ICE gefahren wär... Aber theoretisch möglich ;)
Das nächstemal nehm ich dich gelich mit. Dann darfst du leiten :P

Offline Bad Horse

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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #21 am: 19.02.2004 | 14:42 »
Ein Spielleiter sollte die Regeln nach möglichkeit besser kennen als die Spieler.
Und wenn er Spieler hat, die Regelunkenntnis verzeihen können und lieber helfen anstatt die Situation auszunutzen, muss nicht mal das gelten.

Funktioniert bestens, Hauptsache, irgendwer kennt die Regeln. Und Hauptsache, es gelten immer dieselben Regeln... wenn ein Spieler erwartet, daß - nach gängigen Regeln - seine Aktion klappen müßte, und sie dann nicht klappt, weil der SL diese Regeln halt nicht kennt, dann ist das frustrierend. Im Grenzfall ist es immer besser, noch mal nachzufragen, und dann zu entscheiden.
Zitat von: William Butler Yeats, The Second Coming
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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #22 am: 19.02.2004 | 14:57 »
Funktioniert bestens, Hauptsache, irgendwer kennt die Regeln. Und Hauptsache, es gelten immer dieselben Regeln... wenn ein Spieler erwartet, daß - nach gängigen Regeln - seine Aktion klappen müßte, und sie dann nicht klappt, weil der SL diese Regeln halt nicht kennt, dann ist das frustrierend. Im Grenzfall ist es immer besser, noch mal nachzufragen, und dann zu entscheiden.
Oder als SL mal Fünfe Grade sein lassen, wenn ihm die Aktion gefällt. :)
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Joseph Joubert (1754 - 1824), französischer Moralist

Offline Bad Horse

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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #23 am: 19.02.2004 | 15:00 »
Ist nur ein bißchen doof, wenn vorher ein anderer Spieler etwas ganz ähnliches versucht hat, und da ging das dann nicht...  :-\
Zitat von: William Butler Yeats, The Second Coming
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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #24 am: 19.02.2004 | 15:03 »
Das ist klar... die Regelungen sollten schon gleich bleiben.
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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #25 am: 19.02.2004 | 15:05 »
Ist mir aber schon häufiger passiert, daß das eben nicht so war...  :(

und da kommt bei den Spielern schon berechtigter Unmut auf.
Zitat von: William Butler Yeats, The Second Coming
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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #26 am: 26.02.2004 | 10:38 »
Ich hatte mal ne Gruppe da hatte nur einer Ahnung von Regeln und das war ich und ohne eine sehr perfecktionistische Absprache ist das manchmal echt haarig...
Prinipell aber nie was gegen einzuwenden.

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Offline Boba Fett

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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #27 am: 26.02.2004 | 10:46 »
Wenn man ohne Regelunkenntnis nicht leiten dürfte,
würde man doch nie Anfängerspielleiter finden,
oder nie das System wechseln.

Wer kennt seine Regeln denn schon in und auswendig,
wenn er zum ersten Mal ein System beginnt,
oder zum allerersten Mal spielleitert?

Es ist immer vom Good-Will der Spieler abhängig,
das Rollenspiel gut läuft.
Jeder kann, ohne Schwierigkeiten (auch bei erfahrenen
Spielleitern) eine Sitzung verderben.
Es macht aber keiner, denn alle wollen ja Spaß haben.
Also kann man auch bei Regelschwächen des Spielleiters
mal die Augen zudrücken.

Und man darf auch nicht vergessen:
Man war selbst mal Anfänger.
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Tybalt

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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #28 am: 26.02.2004 | 11:12 »
So, dann mal ne kleine Frage:

Ist es vertretbar, dass man sich, wennman die Regeln noch nicht gut genug oder im ganzen kennt dazu überreden lässt eine kleine Schnupperrunde zu leiten und dann anstatt ständig nach zu schlagen einfach Regeln beugt oder erfindet?
Ich würde unter diesen Umständen wohl nicht leiten wollen, ich habe diese Versuche hinter mir und es war im besten Fall mittelmäßig. Im schlimmsten Fall sind die Spieler dann negativ gegenüber dem System eingestellt. Ich habe mir angewöhnt, ein System zweimal komplett zu lesen, bevor ich damit anfange. (Und ja, ich mag neue System. Ich mache das öfter. Und ich leite noch nicht mal alles, was ich lese.)

Allerdings ist das durchaus SL-abhängig, ein Kumpel von mir hat BESM geleitet ohne sich die Regeln länger als 10 Minuten angesehen zu haben. (Er konnte allerdings im Zweifelsfall auf meine Regelkenntnis zurückgreifen...)

@Bobba
Deine Argumente passen irgendwie nicht. Auch Anfänger können sich ein Regelwerk komplett durchlesen, bevor sie starten. Es ging hier ja, wenn ich das richtig vertstanden habe, um Schnellschüsse, obwohl man das System noch nicht komplett kennt. Es gibt einen Unterschied zwischen "Irgendwo schonmal gesehen" und "Nie davon gehört."


Tybalt

Edit: Schon wieder ein /quote falsch gesetzt....
« Letzte Änderung: 26.02.2004 | 11:14 von Tybalt »

Offline Boba Fett

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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #29 am: 26.02.2004 | 11:37 »
Ein Regelwerk komplett durchgelesen zu haben und regeltechnisch "sattelfest" zu sein, sind zwei Dinge.
Und selbst wenn man alle Regeln kennt, kann immer noch die Erfahrung fehlen, welche Auswirkungen die Anwendungen haben (zum Beispiel bei der Modifikation von Würfen, und ob das Zulassen einer Fähigkeit ggf. den Rahmen sprengt oder nicht).
Da müssen auch erfahrene Spielleiter erstmal ausprobieren, wenn sie ein neues System beginnen.

Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen totaler Ahnungslosigkeit und grober Kenntnis.
Die Übergänge sind sogar fliessend.
Trotzdem gab es mal eine Zeit, in der es Spielleiter gab, die nicht auf gemachte Erfahrungen (und sei es als Spieler) bauen konnten, und wenig Zeit zum einlesen hatten...

Als ich 1984 DSA das erste Mal spielte resultierte das daraus, dass ein guter Freund das Spiel zum Geburtstag bekam. Auspacken, angucken, und am nächsten Tag haben wir gespielt.
Da war keine große Planungsphase oder Einlesen.
Ganz ehrlich: Wenn die gewesen wäre, wäre das Spiel wahrscheinlich im Schrank gelandet und wir hätten es nie angefasst.
Wir haben es "ausgepackt" und gespielt. Und im Nachhinein: Es war wahrscheinlich grottenschlecht. Aber wir hatten unseren Spaß.
(OT: Vielleicht ist das ein Manko, warum Rollenspiel nur selten Neulinge anzieht. Weil die heutigen Regelwerke nicht mehr das Auspacken und Losspielen ermöglichen. Und die, die es tun sind in deutsch nicht zu haben.)
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Tybalt

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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #30 am: 26.02.2004 | 19:25 »
Ein Regelwerk komplett durchgelesen zu haben und regeltechnisch "sattelfest" zu sein, sind zwei Dinge.
Und selbst wenn man alle Regeln kennt, kann immer noch die Erfahrung fehlen, welche Auswirkungen die Anwendungen haben (zum Beispiel bei der Modifikation von Würfen, und ob das Zulassen einer Fähigkeit ggf. den Rahmen sprengt oder nicht).
Da müssen auch erfahrene Spielleiter erstmal ausprobieren, wenn sie ein neues System beginnen.
Klar. Ich bin nur der Meinung, daß man vor dem Start einer Runde das System gut kennen sollte, um neben den üblichen Startschwierigkeiten nicht noch zusätzliche Probleme zu bekommen.
Zitat
Als ich 1984 DSA das erste Mal spielte resultierte das daraus, dass ein guter Freund das Spiel zum Geburtstag bekam. Auspacken, angucken, und am nächsten Tag haben wir gespielt.
Da war keine große Planungsphase oder Einlesen.
Ganz ehrlich: Wenn die gewesen wäre, wäre das Spiel wahrscheinlich im Schrank gelandet und wir hätten es nie angefasst.
Wir haben es "ausgepackt" und gespielt. Und im Nachhinein: Es war wahrscheinlich grottenschlecht. Aber wir hatten unseren Spaß.
Wenn alle ihren Spaß haben, hat man nichts falsch gemacht.

Ich habe aber die Erfahrung gemacht, daß der Spaß bei diesen unvorbereiteten Schnellschüssen leidet. Vieleicht ist das nur bei mir so, aber ich würde davon abraten. Dann lieber nur die Charaktererschaffung machen und über die geplante Kampnage sprechen (Was möchtet ihr spielen? Was sollen eure SCs erleben? Gibt es Situationen, die ihr schon immer mal erleben wolltet oder die euch sehr viel Spaß machen?) und mit dem Spielbeginn bis zum nächsten Treffen warten.


Tybalt

Offline Rauthorim

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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #31 am: 27.02.2004 | 17:30 »
Ich glaube nicht, dass es wirklich ein Problem ist, wenn man ein paar mal leitet ohne die Regeln wirklich alle zu kennen. Die Grundregeln sollte man, wie schon angesprochen, allerdings kennen.
Für alles andere, das ins Detail geht, reicht es denke ich einen Spieler zu haben, der sich damit auskennt und auf den man im Zweifelsfall (als eine art Co-SL) zurückgreifen kann.

Ein gutes Abenteuer ist allemal wichtiger als totale Regelkenntnis! ;)
Das ist keine Signatur.

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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #32 am: 28.02.2004 | 20:33 »
Gerade wenn die Spieler gar nichts ueber die Regeln kennen ist es kein Problem wenn die SL nicht alle Regeln kennt.

Viele Spiele haben einen wesentlichen Aspekt den sie regeltechnisch stark beschreiben. (z.B. Fechten bei 7th Sea)
Dieser sollte halbwegs becherrscht werden und natuerlich die Grundregeln. Bei allem anderen muessen sich die Spieler mit einem:

,,Da gibts sonderregeln fuer wenns dich interresiert aber mach einfach mal ne ...... Probe. "

abfinden.
Im uebrigen binn ich eh nicht der Fan von Wuerfeleien. Wenn die Aktion fuer nen Char sinnvoll ist (der Dieb will das schloss knacken um weiter zu kommen) Dann darf ers auch gerne mal sehr einfach schaffen. Das erspart mir ne sau doofe sonderregel, der Spieler ist gluecklich und die Tuer wird nacher nicht aufgebrochen ;) .....

Im spaeteren verlauf sag ich eh wenn Spieler ne sondersache haben muessen se die Regeln dafuer mitbringen und vorher sagen. Doof ist nur wenn dir das das Abenteuer sprengt .

Offline Jens

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Re: Leiten trotz Regelunkenntnis
« Antwort #33 am: 2.03.2004 | 14:11 »
Also bei uns hat sich das Prinzip des "Blätteronkels" bewährt - ich leite DSA4 hab aber nicht eine Box. Ich kenne zwar DSA3 in- und auswendig aber das Regelsystem wirft immer neue Dinge auf (über die ich mich meist köstlich aufregen darf).
Bei normalen Aktionen lass ich nicht blättern aber wenn das Gefühl besteht, es könnte öfter dieses Problem drankommen lasse ich blättern.
Einer sollte mindestens das Regelwerk haben und wenn der keine Lust zum Leiten hat, ist er eben "Blätteronkel".