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The Hero's Journey (Barrel Rider)
Chaosmeister:
Habe mir es auch dieses WE mal angesehen, bin nicht überzeugt. Viele Änderungen sind nicht unbedingt Verbesserungen. Warum haben Rassen andere Würfel anstatt einfach Modifikationen auf Attribute? Die Stufenlimits sind mitunter lächerlich. Teilweise maximal Stufe 4? Ernsthaft? Selbst wenn es nur 10 Stufen gibt, kommt man so nicht sonderlich weit, alleine mangels Trefferpunkten. Schade eigentlich, aber es passt einfach für mich nicht.
Layout ist aber toll gemacht. Ist ein sehr schönes, gut lesbares Buch wie ich finde. Das hat er mittlerweile drauf.
D. M_Athair:
Vieles erklärt sich, wenn man die Notizen zur Inspiration gelesen hat.
Unterschiedliche Würfe statt Attributsmodifikatioren hat sein Vorbild in WFRP und dient dazu ein bestimmtes Wertespektrum zu erreichen. Mit Modifikatoren geht das nicht in gleicher Weise.
2d6+1 in Luck bei Elfen z.B. stellt sicher, dass Elfen nie von Luck-Modifikatoren profitieren und auch keine Saving Throws wiederholen können. Nachdem die Attributsmodifikatoren sehr flach ausfallen (-2 bei 3; -1 bei 4-6; 0 bei 7-14; +1 bei 15-17 und +2 bei 18) sorgen die 2W6+1, bzw. 2W6+6 (andere Würfe abseits von 3W6 gibt es ja gar nicht) dafür, dass bestimmte Werte und Attributsmodifikatoren wahrscheinlich erreicht werden oder eben nicht.
Die Rassen selbst sind - wenn überhaupt - über Attr.-Würfel UND Racial Traits balanciert.
--- Zitat von: Chaosmeister am 26.09.2016 | 12:22 ---Die Stufenlimits sind mitunter lächerlich. Teilweise maximal Stufe 4?
--- Ende Zitat ---
Das geht sogar runter bis Stufe 3 (Dwarven Bard, Halfling Fighter). Hab ich bei Old School Sachen auch nie wirklich verstanden. Also: Der Gedanke dahinter, dass bestimmte Spezies bestimmte Meisterschaften in Klassen nicht erreichen können, ist an und für sich OK. Als Balancing-Werkzeug ist es auch in Ordnung, das seh ich jedoch bei THJ nicht. Dass SC, wenn sie den Level-Cap erreicht haben, nichts weiter bekommen, ist ... irgendwie doof.
Ich werde wahrscheinlich ne Abenteurer-Klasse auf Basis der XP-Tabelle des Bard bauen, die ab Stufe 4 beginnt und in die alle Figuren automatisch wechseln, sobald sie ihr Level-Cap erreicht haben. (In dem Zusammenhang könnte ich mir dann auch Level-Cap auf Stufe 1 vorstellen.)
Das könnte dann so ausschauen:
XP-Progression: sh. Bard; HD: sh. Thief; BHB: sh. Bard; ST: sh. Ranger; Fellowship als "skill"; Establish an Adventurers' School (7th level); Auf Stufe 2 gibt es ein Class Feature (vielleicht +2 oder + 3 Loyalty bei Hirelings).
Fellowship wäre: Bekommt gute Tipps von Reisenden, Gesinde, Halbwelt-Leuten und Personen, die seine Klasse, teilen. (Die Tipps sind weder "Plotlöser" noch "Verhandlungsersatz" sondern - im Rahmen des Wissens des NSC - kleine nützliche Infos. Sie Antworten auf die Frage: "Wo oder bei wem kann ein bestimmtes Anliegen vorangebracht werden?". Beispiel wäre "Zugang zum Schwarzmarkt", "Audienz bei wichtiger Persönlichkeit", ... Fellowship ist lediglich ein Türöffner, es erschließt lokales, kontextuelles Allgemeinwissen. Verhandlungen ersetzt es nicht.)
Der Wert auf Fellowship startet auf 1 (sobald die Klasse erworben wird) und verbessert sich nach dem jeweils 2. Stufenaufstieg um 1.
Ein Half-Elf Cleric hätte auf Stufe 7 (CL)/10 (ADV) Fellowship auf 2.
Chaosmeister:
Danke für deine Einblicke!
Ich persönlich würde einfach das mit dem Limit lassen. Man hat ja auch versucht ein wenig Demografie damit abzubilden: Zwerge sind einfach keine guten Barden, ergo gibt es Limit Stufe 3 für Zwerge als Barden. Die Vorteile die die Rasse Zwerg bringt sind bestimmt nicht so gut/mächtig wie 7 Stufen Barde!
Die Idee mit der allgemeinen Klasse ist gut. Aber wenn Du sowieso Multiklasse machst wäre es nicht entspannter einfach zu sagen: Kannst in jeder beliebigen zur Verfügung stehenden Klasse für diese Rasse wechseln? War glaube in AD&D so?
Werde glaube ich nie ein echter Freund dieser Variante von DnD, bin dafür zu "entspannt". ;)
D. M_Athair:
... naja. Hinter legalen Klassen- und Rassenkombinationen steckt mMn der Setting-Gedanke. Zum Beispiel, dass Elfen in Harmonie mit der Natur leben und ein eher pantheistisches Weltverständnis haben, das nicht zwischen religiös und sekulär, zwischen Geist und Materie trennt. Entsprechend ist ihr Zugang zur Religion schamanisch, bzw. druidisch. Deswegen ist ihnen die Klasse "Cleric" verschlossen. Das ist ne Herangehensweise, die seit oD&D eine gewisse Tradition.
--- Zitat von: Chaosmeister am 28.09.2016 | 11:41 ---Aber wenn Du sowieso Multiklasse machst wäre es nicht entspannter einfach zu sagen: Kannst in jeder beliebigen zur Verfügung stehenden Klasse für diese Rasse wechseln? War glaube in AD&D so?
--- Ende Zitat ---
Multiclassing im eigentlichen Sinn will ich deswegen nicht, weil jede Klasse mMn von ihren 2-4 spezifischen Class Features lebt. Bei Multiclassing muss ich einer Figur erneut Class Features zugestehen. Ein Fighter/Wizard, der nicht zaubern kann macht ja keinen Sinn.
Die Abenteurer-Klasse umgeht das Problem insofern, als dass sie sich an den schwachen, sonderregel-intensiven Klassen (Jester, Bard) orientiert. Dabei bilden die Class Features der ersten Klasse den Großteil der Class Features des Adventurers. Die Klasse verteilt kaum eigene und skaliert, je nachdem, wann man in die Klasse einsteigt.
Beim "normalen" Multiclassing hat man immer Probleme mit Nischenschutz, Nützlichkeit der Klassen-Combo und Ausbalancierung über XP. Das will ich nicht und es passt mMn auch nicht zu THJ, so wie es gedacht ist.
Chaosmeister:
AH OK, die Perspektiv kann ich verstehen. Das "Frontladen" ist bei Multiclassing in der Tat ein Problem. Deswegen mag ich die BtW Methode so gerne. Aber das führt jetzt OT ;-) Bin gespannt was herauskommt!
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