Autor Thema: Ist bei Euch schonmal ein System "Implodiert"? (War: Midgard Smalltalk)  (Gelesen 6397 mal)

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Offline Holycleric5

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Im Midgard Smalltalk-Thread fand ich gerade folgende Aussage (Zitat von mir etwas gekürzt)

(...)Ich war etwa 20 Jahre lang größtenteils absoluter Midgard-Fanboy. Habe Cons organisiert, den einen oder anderen Beitrag geschrieben und auch sonstwie ein wenig in der Redaktion mitgewirkt. Dann ist das Spiel für mich plötzlich völlig implodiert. Fast von einem Tag auf dem anderen habe ich gemerkt, dass mich die (M4-)Regeln fast nur behindern und mir jeglichen Spaß aussaugen. (...)

Das System implodiert. Vom einen auf den anderen Tag bringen die Regeln keinen Spaß, sondern eher Frust. Man stößt den Sockel um, auf den man das System gesetzt hat.

Auch bei mir sind Systeme implodiert. Am stärksten habe ich es bei Pathfinder und Rolemaster gemerkt.

Pathfinder:
Pathfinder habe ich im Vergleich zu meinen anderen Pen& Paper Systemen sehr lange gespielt. Mit der Zeit habe ich mich schon vor der Implosion an einigen Ecken und Kanten des Systems gestoßen (meistens zu wenige Skillpunkte, man sollte seinen Charakter lieber stets komplett am Reißbrett entwerfen), doch endgültig brach das System zusammen, als ich eine neue Kampagne entwerfen wollte.
Besonders die Abhängigkeit von magischen Gegenständen und die Verteilung von Beute haben mir den Spaß ausgesaugt.

Rolemaster:
Auch Rolemaster habe ich lange gespielt, wenn auch kürzer als Pathfinder. Doch letzten Endes haben mich dort der langsame Levelaufstieg, die doch ziemlich lange Charaktergenerierung - verbunden mit dem sehr tödlichen Kampfsystem und der doch ziemlichen "Machtlosigkeit" in den ersten Stufen (sofern man sich nicht völlig auf wenige Fertigkeiten spezialisiert) vertrieben
Bis sich spürbar etwas entwickelt, benötigt man mindestens zwei Levelaufstiege.

Somit habe ich mich auch von Rolemaster abgewandt, das sehr langsame Machtwachstum war nur einer der Gründe, die mir den Spaß ausgesaugt haben.

Welche Systeme sind bei Euch implodiert und warum?

Freue mich über Antworten

Holycleric5
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Offline Grandala

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Das erste System, das für mich komplett durch war, war D&D 3.X. Vom einen Tag auf den anderen war bei mir einfach die Luft raus und es hat keinen Spaß mehr gemacht. Die aufgeblasenen Chars, die riesige Spellist, die Magie komplett entzaubert hat, die tiefer, härter, schneller Mentalität von mir und meinen Mitspielern, die sich nicht mehr rauskriegen ließ... Erst habe ich es geliebt und dann (2008) nur noch gehasst.

Als nächstes war Mage the Awakening dran. Nachdem ich eine (mega geile, im Nachhinein) M: the Ascension Kampange geleitet und abgeschlossen hatte, wollten wir mal die nWoD ausprobieren und das neue Mage mit einem "besseren und ausgefeilteren" Magiesystem. Nach drei Abenden des Leitens war für mich klar, nie wieder ein Buch, dass zu einem drittel aus Zaubersprüchen besteht.... Das alte Mage war cool, weil es frei war, das neue Mage Schrott weil es am Ende mehr wie D&D war.

Dann war da noch Engel.... Ich war vom Arkanasystem total begeistert und feiere die Welt bis heute als eine der stilvollsten deutschen Produktionen ever (ich hasse DSA) doch in meinem Umfeld habe ich ums verrecken keine Spieler gefunden die auch nur gewillt waren das Erzählspiel einmal auszuprobieren. Ich rannte mit meinem Inthusiasmus voll gegen eine Wand und dann lag es bei mir lange nur rum. Bespielt wurde die Welt dann nur mit Storyteller-System und seit dem letzten Jahr ein paar Mal mit Fate. Die Kampange steht noch aus aber in meinem Leben werde ich wohl kein Arkana-System mehr spielen... Schade (ob ich es wirklich noch möchte weiß ich inzwischen gar nicht mehr, da meine Sicht auf das Rollenspiel an sich um 180 Grad gewandelt hat)
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Offline Der Nârr

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Nein, dass ich ein System von einem auf den anderen Tag nicht mehr spielen wollte hatte ich noch nie. Bei mir was das immer im voraus abzusehen. Es gab natürlich Momente, die dann das Fass zum Überlaufen brachten und die mich zu meiner Entscheidung bewegten, aber die alleine hätten nie gereicht. Bisher ging mir das so mit Midgard (M4), DSA4, und D&D 3.5, das waren alles Systeme, die ich relativ lange gespielt habe und zumindest bei DSA und D&D auch eine ganze Weile sehr gerne. Inzwischen bin ich aufmerksamer und lasse es eigentlich gar nicht mehr erst so weit kommen.
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Offline Sethomancer

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DSA ist bei mir rausgefallen, als ich bemerkt habe, dass es noch andere Systeme gab. Habe einfach was anderes ausprobiert und plötzlich keinen Bock mehr auf DSA gehabt.
Später dann hatte ich das Erlebniss, dass ich in einer Runde (O)WoD saß und mich fragte, was ich da mache. Daß war die letzte WoD-Runde die ich gespielt habe, danach wurde der Kram verkauft.
Ansonsten bin ich meinen systemen doch treu und spiele die immer mal wieder.
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Friedrich Nietzsche

Offline chad vader

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Bei mir gab es eigentlich auch immer Frühzeichen vorm Kollaps. Völlig überraschend kam es bei mir höchstens bei EPOS.

Offline Chruschtschow

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Von jetzt auf gleich? Nein. Aber DSA geht bei mir in die Richtung. Ich habe ewig DSA 2 und 3 gespielt, vor allem als SL. Gelegentlich waren da auch andere Sachen mal dazwischen. Traveller, Cyberpunk 2020, Star Wars d6, Shadowrun 3 und noch ein paar. Und dann habe ich mal wieder DSA probiert. Und Himmel, war das System klobig. Nicht einfach nur unhandlich. Das war so elegant wie ein Elefant auf Rollschuhen. Mal abgesehen davon, dass ich den Hintergrund als überbordend und regelrecht erstickend wahrgenommen habe.

DSA ist ganz klar meine größte Systemimplosion. Und dann hat Fate vor vier Jahren noch einen guten Teil der anderen Systeme erwischt. ;)
« Letzte Änderung: 26.04.2016 | 00:15 von Chruschtschow »
Tolles Setting, würde ich aber mit Fate spielen. Und jeder Thread ist ein potentieller Fate-Thread. :d

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Offline Arldwulf

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Als SL D&D 3.5, ich würde es darum heute nicht mehr leiten wollen. Irgendwann stand das System nur noch im Weg. Und der Großteil der Vorbereitung ging für Sachen drauf die das System mir eigentlich abnehmen sollte, und die die Story nicht weiterbrachten. Als Spieler würde ich es wohl immer noch nutzen, und hab dies auch noch lange nach meiner letzten SL Session.

Offline LushWoods

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Offline The_Nathan_Grey

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Also bei mir erging es D&D 4E so, ich fand das System einfach super und dann kam ein Finalkampf der ganze zwei (jeweils 4-5 stündige) Sitzungen gebraucht hat und weder besonders spektakulär oder spannend war. Vorher gab es noch einen Kampf mit einem Drachen, der totaler Mist war und dann war es vorbei mit der Begeisterung, jetzt spiele ich noch ein Abenteuer fertig und danach wird gewechselt.
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Offline Thallion

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DSA ist bei mir rausgefallen, als ich bemerkt habe, dass es noch andere Systeme gab. Habe einfach was anderes ausprobiert und plötzlich keinen Bock mehr auf DSA gehabt.
Bei mir ebenso. Savage Worlds war der Auslöser.

Offline Chiarina

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Ich habe Midgard-BurnOut. Ich kann´s nicht mehr sehen, geschweige denn spielen.
[...] the real world has an ongoing metaplot (Night´s Black Agents, The Edom Files, S. 178)

Luxferre

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Ich habe Midgard-BurnOut. Ich kann´s nicht mehr sehen, geschweige denn spielen.

Freue Dich auf den Tag, an dem Du nostalgisch zurückblickst und Dich auf die neueste Fassung Madgards freust  :d

Offline Der Nârr

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System-Implosionen kenne ich gar nicht. Bei mir hat sich das Verlassen eines Systems immer schon lange vorher abgezeichnet. Natürlich gab es dann irgendwann den Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, aber da kann man ja nicht all das Wasser ignorieren, das schon vorher ins Fass gelaufen war.

Ich blicke auf solche Systeme auch nicht nostalgisch zurück. Im Gegenteil, wenn ich Sachen davon wieder in die Hand nehme - zum Beispiel DSA4, Midgard 4, D&D 3.5 - bin ich einfach froh, mir das nicht mehr antun zu müssen.
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Achamanian

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Eine plötzliche Implosion habe ich auch nicht erlebt. Die Systeme, die ich wirklich ausgiebig gespielt habe - DSA und Cthulhu - sind mir aber über Jahre hinweg schal geworden, und DSA4 habe ich (sieben oder acht Jahre lang) tatsächlich nur einer Gruppe zuliebe gespielt, die für nichts anderes zu haben war. Seit wir unsere Kampagne mit der Gruppe durchhaben, möchte ich DSA - und leider auch Aventurien, das mir immer am Herzen lag - eigentlich nicht mehr mit der Kneifzange anfassen, egal, in welcher Edition. Einzige Möglichkeit: DSA als ironische Selbstreferenz gespielt.

Numenera spiele ich gerade in einer schon etwas längeren Kampagne und merke langsam, dass die für mich inzwischen vor allem durch die Mitspieler toll ist, während die Regeln mich langsam etwas zu langweilen anfangen. Anfangs war ich begeistert davon, wie einfach alles für mich als SL ist, jetzt hätte ich langsam wieder Lust auf etwas mehr Crunch und Regel-Verbindlichkeit. Ich bin mir schon ziemlich sicher, dass meine nächste größere Kampagne ein anderes System verwenden wird. Auch da also keine Implosion.

Mein typischer Spannungsbogen bei Systemen scheint eher zu sein:

Erste Versuche - holperig, ich bin enttäuscht, weil das System nicht zu halten scheint, was die Regellektüre versprochen hat.
Falls ich mich davon nicht abschrecken lasse: Ich entdecke bei weiteren Anläufen die Qualitäten des Systems, und wenn was hinreichend Überraschendes und Funktionales dabei ist, bin ich richtig begeistert.
Falls ich es dann wirklich mal länger spiele: Ich stoße auch auf die Stolpersteine und Lücken, sortiere das System etwas gelassener für mich ein und weiß in Zukunft, zu welchen Stimmungslagen/Erwartungshaltungen es passt und zu welchen nicht so.

Offline Talwyn

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Burning Wheel. Ich liebe das System - auf dem Papier. Beim Spielen ging mir dann zunehmend das Licht auf, dass man dieses wunderschöne System nicht spielen kann. Leider. Dabei liebe ich es so sehr  :'(
Playing: D&D 5E
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Reading: So tief die Schwere See, Mothership

Luxferre

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"Implodiert" nicht, nein. Aber so ähnlich ...

Pathfinder (ja, ich war lange Fanboi und bin Jünger der ersten Stunde, Alpha, Beta Phase, alles mitgemacht, viel Kontakt zu den Machern damals; es war ja noch eine recht überschaubare Community und eine tolle Aufbruchstimmung)

Ich bringe das System also an den Tisch und ich leite eine große Kampagne mit zwei Spielern (Zwerg Waldläufer/Horizon Walker und Elf Schurke/Magier/Arkaner Betrüger), um den Spielern Welt und System zu zeigen. Also ein groß angelegte Schnitzeljagd quer durch Golarion von Stufe 1 bis Stufe 15. Es waren bestimmt 1,5 Jahre, fast wöchentliches Spielen.
Kämpfe langsam gesteigert, mehr Batllemaps und -mats, anspruchsvollere Gegner, mehr Regeln, neue Länder, Kulturen, Besonderheiten.

Und dann kam dieser Endkampf gegen einen weißen Drachen und Frostriesen/Magier.
Es ging um die Rettung einer Kinderseele und zwar der Kinderseele des Zwergen. Es wurde also alles gebufft, getrunken und angezogen, was ging. Man hat gerechnet und gesucht, besprochen und kombiniert. Dann der erste Angriff von dem Zwerg gegen seinen favorisierten Gegener (Erzfeind) in einem favorisierten Gebiet (Geländebonus Horizon Walker), dazugerechnet Feindschaftsboni und Waffenmodifikatoren, die Buffs und Co ... 15min später kam dann der erste Würfelwurf. Von 6. Nach dem dritten Treffer war der Gegner eigentlich schon tot. Aber man will den Spielern ja ihre Freude lassen ... dann wurde nochmal nachgerechnet, weil irgendetwas vergessen wurde.
Dann noch dreimal gewürfelt.
Der Gegner schon bei -93TP.
Ich habe den Spieler gewähren lassen, ich dachte, er hätte Spaß daran.
Minute 23 ...
Dann noch diesen "rend", wenn man mit den Waffen triffe, macht man Zusatzschaden.
Nochmal würfeln und ...
Minute 25.

... ich habe innerlich resigniert. Aufgegeben. Ich war fix-und-fertig. Flasche leer.

Nach diesem Kampf habe ich das System an den Nagel hängen wollen.
Aber wohin mit dieser >900€ Investition aller Bücher, Bände und Hefte?
Also noch eine Chance.
Und noch eine.

Stop! Ich habe es aufgegeben. Ich leite jetzt noch eine Anfängerrunde. Danach verschwindet PF auf dem Dachboden.


Implosion? Nein. Eher ein Burnout. Ein lautes, hässliches Burnout.



edit: Listir, ich will wieder Midgard spielen  >;D :d
« Letzte Änderung: 26.04.2016 | 09:44 von Luxferre »

Offline Kowalski

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AD&D 2nd und Midgard waren nach dem ersten guten generischen RPG System bei mir ziemlich abgemeldet. Das war so 1990.

Endlich mal mit kompetenten Charakteren anfangen.
Endlich mal einen Charakter so bauen wie man ihn will.
Endlich für Charakterspiel auch mal eine Regelgrundlage und ein Belohnungssystem.
Endlich kein runterkloppen von HPs/APs.
Endlich mal ein System wo die Kämpfer auch mal regelmäßig treffen.

Ja, richtig, GURPS to the rescue.

Inzwischen spiele ich auch gerne den schnelleren Bruder, SW.
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Offline Sadric

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Ich würde es nicht als Implosion bezeichnen, aber mir ging es mit GURPS (3ed) so. Ich war ein GURPS Fanboy, wußte wie ich den Schaden eines spitzen Bleistiftes der durchs Auge ins Hirn gestoßen wurde  ausrechne, habe Traveller und Mage und Hig Fantasy mit GURPS gespielt. GURPS hatte Regeln für alles. Irgendwann hab ich Savage Worlds entdeckt, Unviversal wie GURPS, aber viel leichter. Heute kann ich ein GUPRS Regelwerk kaum durchblättern. Es war eher schleichend, keine Implosion. Ich glaube ich würde GURPS immer noch mögen, aber ich würde es heute ganz anders angehen. :-)

Offline Boba Fett

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Wirklich implodiert sind vielleicht "Savage Worlds" und früher mal "DSA" -
SW, als wir erkannten, dass es für uns (!) nicht wirklich kampagnentauglich ist, haben wir schnell die Kampagne beendet und es dann archiviert.
DSA war RPG First Contact bei uns und war in der Sekunde tot, als wir auf Traveller stießen.

Die meisten Systeme wecken Unzufriedenheiten und schlafen dann ein.

Eventuell könnte ich noch "Star Wars - Edge of the Empire" nennen, weil der Spielleiter da nach einiger Zeit sehr plötzlich sehr unzufrieden war und wir das Spiel mit diesem System dann im gemeinsamen Konsens sein gelassen haben. Die Implosion war da also nur miterlebt.

Was ich nicht einrechne sind "System-ADS" Enden, wo das System wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen wurde, weil plötzlich "the next big thing" um die Ecke der Veröffentlichung bog und ich völlig angefixt war und das alte nur noch lahm empfand und mir plötzlich eingeredet habe, dass all die Unzulänglichkeiten, auf die wir stießen völlig inakzeptabel waren.
Das würde Bände füllen und wäre eher was für einen eigenen Thread.
Kopfgeldjäger? Diesen Abschaum brauchen wir hier nicht!

Offline nobody@home

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Direkte "Implosionen" weniger. Mein designiertes Lieblingssystem hat mehrfach gewechselt -- meist, indem ich auf etwas "noch Besseres" gestoßen bin --, und einige meiner Ex-Favoriten würde ich heute eher nicht mehr spielen wollen, weil sich mein Geschmack im Lauf der Zeit dann doch geändert hat, aber das war alles in allem eine eher natürliche Entwicklung.

Am nächsten käme wohl noch D&D3. Nicht, weil das System an sich jemals einer meiner absoluten Topfavoriten gewesen wäre oder von einem Tag zum anderen mein Interesse verloren hätte; das war auch ein längerer Prozeß. Aber für mich war damals 3E in erster Linie verknüpft mit "Living Adri" und der Möglichkeit, bei Conbesuchen recht zuverlässig einen Platz zu finden und denselben Charakter dort weiterspielen zu können, also kam der eigentliche "Absturz" erst, als diese Kampagne offiziell zu Ende war -- und an dem Punkt war ich dann auch mit dem System fertig genug, daß mich auch Verwandte wie z.B. Pathfinder bis heute nicht hinter dem Ofen hervorlocken.

Offline Kowalski

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Ich zähle die Rollenspiele die ich auch gespielt, nicht nur gelesen habe:
Auswürfeln und einschlafen lassen zählt nicht....
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AD&D 1st, D&D Grüne Box, Midgard
AD&D 1st, Palladium RPG
AD&D 1st, Palladium RPG, MERS
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Offline Vasant

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So richtig schnell ist das bei mir in einem Ubiquity-Oneshot passiert, den ich geleitet habe.
Wir spielen ein fertiges Abenteuer mit Pregens, damit auch nichts schiefgeht - immerhin war das das erste Mal, dass ich mit dem System leite. Alles funktioniert gut (auch wenn einige Spieler manche Eigenheiten des Systems nicht mochten), und dann kommt eine Stelle im Abenteuer, in dem die SC bemerken sollen, dass jemand lügt. Recht einfache Probe auf Empathy.
"Empathy" hat aber keiner.
Also, "Perception" ist schon extra kein Skill, den man nehmen kann, sondern ein von den Attributen abgeleiteter Wert, damit man nicht mit "ach keiner hat auf Wahrnehmung geskillt? Ist ja doof!" auf die Nase fällt. Empathy nicht. Hm.
Ungeübte Würfe kann man ja mit Attribut -2 machen, auch bei Empathy. Allerdings ist die Art des Wurfs hart schwerer als wenn man den Skill nur auf 0 hätte, weshalb es anscheinend auch oft gehausregelt wird. Ich fang aber in nem Oneshot ja nicht gleich mit Hausregeln an. Jeder würfelt mal, aber alle failen (natürlich). Doof.
Kann man denn das nicht einfach mit Perception ersetzen? Nein, dann ergäbe die Fertigkeit "Empathy" überhaupt keinen Sinn.
Ist das nicht ein freier "Zero-Level Skill" von einer der Logen? Nein.
Haben wir nur die falschen Pregens genommen und einer von denen hatte Empathy (wir hatten übrigens eine Reporterin und einen Detektiv dabei)? Nein, keiner der Pregens hat Empathy.
Ploff.
Seitdem mag niemand aus der Runde das System wieder anfassen - auch welche, die das schon mal in nem anderen Oneshot gespielt und eigentlich ganz witzig fanden.

Offline ManuFS

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Das System implodiert. Vom einen auf den anderen Tag bringen die Regeln keinen Spaß, sondern eher Frust. Man stößt den Sockel um, auf den man das System gesetzt hat.

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Shadowrun. Nach über 15 Jahren habe ich gemerkt, dass ich mich eigentlich nur noch aus Nostalgie daran festhalte, es mit eigentlichen Regeln zu spielen. Zu viele Optionen, zu viel Power Creep, zu viel Mist der selbst mit Fan-Goggles die s.o.d. sprengt... mit der Erkenntnis war schlagartig die Luft raus.
Dann der Umstieg auf ein anderes System für das Shadowrun Setting und alles war gut. :D
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Samael

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3.x und Derivate. Zwei mal. Jetzt bin ich dauerhaft geheilt.

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3.x hat immer irgendwann aufgehört, so richtig zu funktionieren. "Implosion" war es wohl, als ich mir überlegen musste, was denn eine durchschnittliche Stadtwache so für eine Stufe hat und zu keinem sinnvollen Ergebnis gekommen bin. :P

Nobilis ist auch explodiert. Das hat einfach gar nicht funktioniert - wir hatten Charaktere, wir waren zusammen, es gab einen Plot, und nach zehn Minuten haben wir gemerkt, dass wir alle gar nicht wissen, was unsere Charaktere denn jetzt sinnvollerweise machen könnten. Wir haben die Runde dann abgebrochen und was anderes gemacht.
Zitat von: William Butler Yeats, The Second Coming
The best lack all conviction, while the worst are full of passionate intensity.

Korrekter Imperativ bei starken Verben: Lies! Nimm! Gib! Tritt! Stirb!

Ein Pao ist eine nachbarschaftsgroße Arztdose, die explodiert, wenn man darauf tanzt. Und: Hast du einen Kraftsnack rückwärts geraucht?

Offline Blizzard

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Welche Systeme sind bei Euch implodiert und warum?
7teSee-nachdem ich es über 6 Jahre recht intensiv gespielt und auch ab& zu geleitet habe. Wir hatten viel Spaß und tolle Sessions-keine Frage. Aber nach einer derart langen und intensiven Phase gab es irgendwie nichts mehr, was mich noch hinter dem Ofen vorgelockt hätte.

Bei AC (erste Edition) war kurzzeitig auch mal die Luft raus, nachdem wir das mehr oder minder exzessiv gespielt (und geleitet) haben damals, kurz nach Erscheinen. AC spielen wir hin-und wieder mal (wenn auch nach 2ndEdition) und das ist eine ganz gute Dosis. 7teSee würde ich wohl auch mal wieder anpacken nach einigen Jahren der Abstinenz-aber wenn  dann mit der neuen Edition und auch nur deswegen, um die neuen Regeln mal zu testen.
"Wir leben nach den Regeln, wir sterben nach den Regeln!"

"Wer nicht den Mut hat zu werfen, der wird beim Würfeln niemals eine Sechs erzielen."

Offline Auribiel

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DSA. 15 Jahre intensiv (und tw. gezwungenermaßen auch als einziges System) bespielt, mit Hang zum Alles-Sammler. Gab und gibt kein System, bei dem ich ein so großes Hintergrundwissen habe. Es gab zwar schon frühzeitig hin und wieder mal ein Unwohlsein ("Wtf wieso sind die NSC alle so strunzdumm?"- "So viel schöne Schienen überall..."), aber das hat nicht gereicht, mir das System madig zu machen.

Letzenendes war es die Kombination aus mir viel zu komplexen Regeln, einer mir zu ausufernden Weltbeschreibung mit (autsch!) sich widersprechenden Aussagen und für mich nicht nachvollziehbaren Retcons (aber was in meinen Augen Retcon-würdig war, blieb...), dazu noch Missstimmung in der heimischen Gruppe und Anfeindungen durch Fanboys, wenn man konstruktive Kritik geäußert hat. Da kam irgendwie alles zusammen, was mir das System dann dauerhaft verleidet hat und seit ca. 5 Jahren spiel ich gar kein DSA mehr und verkaufe einen Gutteil der Sachen.


Wobei wenn ich ehrlich bin: SR3 war auch eine Implosion, denn mit dem Versionswechsel hab ich quasi auch kein SR mehr gespielt. Aber das war nicht so dramatisch, da ich in SR nicht so viel Zeit investiert hatte, wie in DSA.
Feuersänger:
Direkt-Gold? Frisch erpresst, nicht aus Konzentrat?

Offline Feuersänger

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So eine richtige, abrupte Implosion... hmm, am ehesten Savage Worlds. Dabei war ich erstmal ne zeitlang (ca1 Jahr?) ziemlich begeistert davon. Dann kamen irgendwann ziemlich abrupt Ermüdungserscheinungen: Charaktere sind immer irgendwie samey, und die ganze Würfelmechanik ist ein derartiges Snakes&Ladders, dass es mich nur noch ankotzt. Eines der wenigen Systeme, das ich echt und ganz bestimmt nie wieder spielen will.

Anders war das bei D&D 3.5. Da kannte ich die Defizite schon lange und habe versucht, Workarounds zu basteln etc. Aber irgendwann war dann doch die Lust raus, aus verschiedenen Gründen: v.a. die nicht vorhandene Powerbalance, die Spellcaster Supremacy, die gefühlte Unmöglichkeit alle Spieler (inkl. SL) auf einen Nenner zu bringen; die starke Tendenz zu Rocket Tag. Da ist es jetzt zwar nicht so, dass ich es kategorisch nie wieder spielen würde, aber momentan hab ich auch keine Lust, mir den Stress anzutun und es ist sehr gut möglich, dass es auch nie wieder kommt.

Wohl nicht für diesen Thread qualifizieren jene Systeme, die ich anfangs aufgeschlossen bis begeistert ausprobiert habe, bei denen der Lack aber sehr schnell ab war. Das jüngste Beispiel war Legend D20. Da ging es auch nicht nur mir so; wir haben es iirc ca 2 Monate gespielt und waren dann froh, als wir wieder wechseln konnten. Wie gesagt, das war halt mehr "Probezeit nicht bestanden".
Der :T:-Sprachführer: Rollenspieler-Jargon

Zitat von: ErikErikson
Thor lootet nicht.

"I blame WotC for brainwashing us into thinking that +2 damage per attack is acceptable for a fighter, while wizards can get away with stopping time and gating in solars."

Kleine Rechtschreibhilfe: Galerie, Standard, tolerant, "seit bei Zeit", tot/Tod, Stegreif, Rückgrat

Offline D. M_Athair

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Charaktere sind immer irgendwie samey, und die ganze Würfelmechanik ist ein derartiges Snakes&Ladders, dass es mich nur noch ankotzt.
Schöne Beschreibung! Impoldiert ist mir SW als System nicht. Aber als generisches System. Für alles, was nicht Hollywood-Blockbuster ist kann ich das nicht mehr nehmen. PotSM, SWoSK, Zorro, Star Wars ... geht alles. 40K, Cthulhu, Deadlands, Aventurien, ... geht nicht.
"Man kann Taten verurteilen, aber KEINE Menschen." - Vegard "Ihsahn" Sverre Tveitan

Offline Weltengeist

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Mir geht's da wie dem Narren: Eigentlich haben sich die Zusammenbrüche immer schon längerfristig abgezeichnet. Dass ich was gemocht und dann am nächsten Tag nicht mehr gemocht hätte, kenne ich nicht.

Und auch "Implosion" ist ein zu starkes Wort. Mir fällt eigentlich nur ein einziges System ein, gegen das ich einen solchen Widerwillen habe, dass ich es wirklich nicht mehr anfassen würde, und das ist DSA4. Aber auch hier hat sich der Widerwille über einen längeren Zeitraum aufgebaut und nicht von jetzt auf gleich.
On Probation.

eldaen

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So richtig schnell ist das bei mir in einem Ubiquity-Oneshot passiert, den ich geleitet habe.
Wir spielen ein fertiges Abenteuer mit Pregens, damit auch nichts schiefgeht - immerhin war das das erste Mal, dass ich mit dem System leite. Alles funktioniert gut (auch wenn einige Spieler manche Eigenheiten des Systems nicht mochten), und dann kommt eine Stelle im Abenteuer, in dem die SC bemerken sollen, dass jemand lügt. Recht einfache Probe auf Empathy.
"Empathy" hat aber keiner.
Also, "Perception" ist schon extra kein Skill, den man nehmen kann, sondern ein von den Attributen abgeleiteter Wert, damit man nicht mit "ach keiner hat auf Wahrnehmung geskillt? Ist ja doof!" auf die Nase fällt. Empathy nicht. Hm.
Ungeübte Würfe kann man ja mit Attribut -2 machen, auch bei Empathy. Allerdings ist die Art des Wurfs hart schwerer als wenn man den Skill nur auf 0 hätte, weshalb es anscheinend auch oft gehausregelt wird. Ich fang aber in nem Oneshot ja nicht gleich mit Hausregeln an. Jeder würfelt mal, aber alle failen (natürlich). Doof.
Kann man denn das nicht einfach mit Perception ersetzen? Nein, dann ergäbe die Fertigkeit "Empathy" überhaupt keinen Sinn.
Ist das nicht ein freier "Zero-Level Skill" von einer der Logen? Nein.
Haben wir nur die falschen Pregens genommen und einer von denen hatte Empathy (wir hatten übrigens eine Reporterin und einen Detektiv dabei)? Nein, keiner der Pregens hat Empathy.
Ploff.
Seitdem mag niemand aus der Runde das System wieder anfassen - auch welche, die das schon mal in nem anderen Oneshot gespielt und eigentlich ganz witzig fanden.

Nur ganz kurzer Zwischenruf zur Ehrenrettung "meines" Systems:

HEX Core, S. 109: Modifiers und Taking Time
Die Attribut-2 Regelung aht mcih auch lange gewundert. Aber dann kam bei mir die Erkenntnis, dass es ja noch verschiedene Umstände gibt, die hilfreich sein können und vor allem, dass sich die Charaktere mehr Zeit (auch Tabelle auf S. 109) nehmen können. Das gleicht das sehr gut wieder aus. Und macht finde ich sogar ingame oft Sinn.

Ansonsten zum Thema:
Ich bin eigentlich schon recht begeisterungsfähig und dann auch schnell mal wieder enttäuscht. Ich hab schon mehrfach Regelwerke wieder verkauft, weil sie mich nicht überzeugt haben. Oder aber es war nach längerer Zeit einfach die Luft raus. Aber so richtig implodiert ist mir bislang nur das FFG Star Wars. Drei mal. In drei verschiedenen Runden. Boba hat die eine Runde ja live miterleben "dürfen". :(

Offline The_Nathan_Grey

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DSA war auch so ein Fall, nachdem ich es wirklich geliebt habe und auch diverse DSA Hasser zum System gebracht habe (zumindest es mal auszuprobieren), habe ich dann plötzlich gemerkt wie ätzend ich diese drei Würfelwürfe für einen Fertigkeitwurf finde und von heute auf morgen hatte ich keinen Bock mehr auf das System.
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Offline Vasant

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Offline nobody@home

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Offline bolverk

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Savage Worlds hatte für mich von einem Tag auf den anderen Mängel, die ich nicht ignorieren konnte. Wir haben zwei bis drei Jahre glücklich damit verbracht, jetzt würde ich es nicht für Geld und gute Worte spielen wollen...
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Luxferre

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Und auch "Implosion" ist ein zu starkes Wort.

Stimmt. Ein Zusammenbruch oder Zusammenfallen wäre für meine Situation auch passender. Oder ein Erwachen. Ohne Leuchtturm  >;D

Offline Aylaschijian

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Shadowrun - bei einer Probe hatte jemand über 30 Würfel geworfen. Ab da war das System für mich nur noch ein Witz und ich konnte es nicht mehr ernsthaft bespielen.

Die Welt mag ich immer noch, aber das System ist für mich erstmal gestorben.
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Offline Village Idiot

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Am ehesten noch Earthdawn, erst hat der SL ein Abenteuer von eine Session auf die andere völlig vor die Wand gefahren, danach war irgendwie fast jede Unzulänglichkeit des System ein nicht mehr ignorierbares Übel. 

Alles andere sind entweder langsam gewachsene Hasslieben (DSA4) oder es war mir eigentlich schon von Anfang an klar, dass das nicht so Meins ist (z.B. SR5).
"I would like the world to remember me as the guy who really enjoyed playing games and sharing his knowledge and his fun pastimes with everybody else."
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Offline chad vader

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Kein Rollenspielsystem im eigentlichen Sinn, aber das Königreich-Management aus dem Kingmaker AP von Pathfinder ist bei mir auch innerhalb einer Session kollabiert. Das war mir einfach zu blöd, gute Ideen und Ansätze meiner Spieler zur politischen Ausgestaltung Ihres Mikrokönigreichs unter diesem realitätsbefreiten SimCity Puzzle zu begraben. Mit dazu hat es das Pathfinder-System selbst für mich endgültig niedergerissen. Aber das war schon vorher angezählt.

Offline sangeet

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Bei mir war es auch Earthdawn, nachdem ich längere Zeit DnD4e gespielt hatte - musste ich aus nostalgischen Gründen nochmal Earthdawn probieren, und naja weil sich DnD4e auch wie ein Brettspiel angefühlt hatte am Ende. Die ständigen extra Regeln von Earthdawn hatten mir den Spass da wirklich verdorben. Ist vermute ich auch mal was anderes wenn es die Erinnerung verklärt, und man 5 Jahre mit einem System am Stückt spielt, da stören ein paar extra Regeln weniger, und man hätte es auch eher mit 2nd Edition ADnD vergleichen dürfen als mit 4ed.
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Offline Sashael

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"Implodiert" finde ich jetzt auch ein ziemlich starkes Wort, aber Savage Worlds ist bei mir von einem Tag auf den anderen ziemlich abgerutscht. Irgendwie dann doch wieder viel zu kleinteilig, viel zu viele Untersysteme, viel zu zufällig beim Würfeln und viel zu viele Regeln um F!F!F! zu sein.
"Ja natürlich ist das Realitätsflucht. Was soll daran schlecht sein? Haben Sie sich die Realität in letzter Zeit mal angesehen? Sie ist grauenhaft!"


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Offline Rowlf

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Bei mir war es so nur Midgard, das ich von M2 bis M4 etwa 20 Jahre lang intensiv spielte, bevor es für mich implodierte. Und das Wort ist bei mir absolut richtig gewählt. Klar, hatte ich über die Jahre hinweg immer Phasen, in denen ich Neues ausprobierte, aber die wöchentliche Montagsrunde lief mit Midgard trotzdem fast ununterbrochen parallel dazu durch.

Dann kam eines Tages mal wieder der Moment, dass ein eigentlich spannender und wichtiger Kampf dank der unglaublich sperrigen Bewegungs-, Handlungs- und abartigen sonstigen Sonderregeln (Reiterkampf, Kontrollbereiche, sekundengenauer Ablauf, gezielter Hieb and so on ...) mal wieder verödete und in wildem Regelwerkgeblättere unterging. (Sorry, wir waren einfach nicht in der Lage ca. 1000 Seiten M4-Regeln komplett zu verinnerlichen.) Und weil das innert kürzester Zeit zum vierten oder fünften Mal passierte, war selbst bei mir das Fass voll und ich konnte es nicht mehr spielen. Gar nicht mehr.

Für einen M-Con-Besuch habe ich mir extra ein spannendes Abenteuer ausgedacht und mir die M5-Regeln reingezogen. Gott, war das für mich öde, auch wenn die Spieler augenscheinlich Spaß hatten. Es geht auch jetzt immer noch nicht und wird wohl auch nichts mehr.

Offline Mr. Ohnesorge

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Anders war das bei D&D 3.5. Da kannte ich die Defizite schon lange und habe versucht, Workarounds zu basteln etc. Aber irgendwann war dann doch die Lust raus, aus verschiedenen Gründen: v.a. die nicht vorhandene Powerbalance, die Spellcaster Supremacy, die gefühlte Unmöglichkeit alle Spieler (inkl. SL) auf einen Nenner zu bringen; die starke Tendenz zu Rocket Tag. Da ist es jetzt zwar nicht so, dass ich es kategorisch nie wieder spielen würde, aber momentan hab ich auch keine Lust, mir den Stress anzutun und es ist sehr gut möglich, dass es auch nie wieder kommt.

Das ging mir mit 3.5 und später mit PF so. Dazu diese elende Levelscheiße und - was dann letztendlich der letzte Tropfen war - die extrem gradlinigen, Kampf-lastigen APs.
Nie wieder.  :q
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alexandro

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BARBAREN! fand ich eine Zeit lang ganz lustig, aber dann sind mir halt die Schwächen des Systems (Initiativeregeln, Schwertfutter ist sinnlos) aufgefallen.

Bei Western City war irgendwann auch die Luft raus, irgendwie hat mir die Spielstrukturierung nicht zugesagt.

Bei Randpatroullie ist die Implosion mitten in einer Runde passiert, als mir klar wurde, dass man nur etwas reißen kann, wenn man sowieso den größeren Pool hat (hätte ich vielleicht vorher näher damit beschäftigen müssen).

Legend of the 5 Rings ist auch heftig implodiert (7te See ging noch, weil die großzügigen Gummipunkte die Schwächen des Systems überdeckt haben, aber bei L5R hat man nicht so viele von denen und muss deren Einsatz vor dem Wurf ansagen, daher sind sie kaum zum Einsatz gekommen).

TSoY noch, wobei ich nicht genau weiß, woran es jetzt genau lag.

Dann noch Raumhafen Adamant (irgendwie zu wenig Entwicklungspotential für die Charaktere).
« Letzte Änderung: 27.04.2016 | 16:54 von alexandro »

Offline Archoangel

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Der ganze 3.X-Kram (Müll aus heutiger Sicht - das Wort erscheint mir jedoch zu provokant gegenüber jenen, die es heute noch gerne bespielen) von D&D, namentlich 3E, 3.5, PF und so ziemlich alles was darauf bassierte, mit Ausnahme vielleicht von Conan d20 und Star Wars d20 - die jedoch stark von der Welt leben. Dennoch: selbst die letzteren Beiden würde ich heute wohl nicht mehr mi 3.powergame bespielen wollen.

Meine 3E Zeit begann am 16. August 2000 (also quasi mit Erscheinen) und ging dann wohl fast 10 Jahre lang. Heute stehen die Bücher nur noch im Regal, werden eigentlich nicht mehr rausgenommen und ich mache einen großen Bogen um alles was damit zu tun hat. Kann sein, dass es Übersättigung ist - ich hab es auch nochmal mit einer PF-Runde probiert, aber genau genommen kann ich es nicht mehr sehen; alle Fehler und Schwächen fallen mir heute besonders ins Auge, alles was ich früher gut daran fand kotzt mich heute regelrecht an.

Komischerweiße finde ich seit damals AD&D/2nd wieder richtig dufte ...
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Offline Rhylthar

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Mir geht's da wie dem Narren: Eigentlich haben sich die Zusammenbrüche immer schon längerfristig abgezeichnet. Dass ich was gemocht und dann am nächsten Tag nicht mehr gemocht hätte, kenne ich nicht.
Da bin ich bei Euch.
Ich habe kein System, dass diese Ausmaße angenommen hat.

Liegt auch wohl daran, dass ich viele Systeme nach sehr kurzer Zeit schon als "für mich nicht geeignet" abgelehnt habe oder im Vorfeld schon für mich ausgeschlossen habe. Von allem dem, was ich besitze, würde ich jedes auch noch bespielen, im Falle von z. B. D&D 3.5/Pathfinder evtl. mit "Implosionsdämpfern". Wenn, dann wird es die Gruppe sein, die es zur Implosion treiben könnte, halte ich aber für sehr unwahrscheinlich (also die totale Ablehnung meinerseits).
“Never allow someone to be your priority while allowing yourself to be their option.” - Mark Twain

"Naja, ich halte eher alle FATE-Befürworter für verkappte Chemtrailer, die aufgrund der Kiesowschen Regierung in den 80er/90er Jahren eine Rollenspielverschwörung an allen Ecken wittern und deswegen versuchen, möglichst viele noch rechtzeitig auf den rechten Weg zu bringen."

Für alle, die Probleme mit meinem Nickname haben, hier eine Kopiervorlage: Rhylthar.

Offline FlawlessFlo

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Meine 3E Zeit begann am 16. August 2000 (also quasi mit Erscheinen) und ging dann wohl fast 10 Jahre lang. Heute stehen die Bücher nur noch im Regal, werden eigentlich nicht mehr rausgenommen und ich mache einen großen Bogen um alles was damit zu tun hat. Kann sein, dass es Übersättigung ist - ich hab es auch nochmal mit einer PF-Runde probiert, aber genau genommen kann ich es nicht mehr sehen; alle Fehler und Schwächen fallen mir heute besonders ins Auge, alles was ich früher gut daran fand kotzt mich heute regelrecht an.

Komischerweiße finde ich seit damals AD&D/2nd wieder richtig dufte ...

Geht mir genauso.

Ich habe gute Erinnerungen an die 3e-Zeiten, hatte meinen Spaß damit, aber heute würde ich das nicht mehr anfassen wollen.

Ich hatte vor einigen Jahren eine 2e-Runde gestartet (parallel zu meiner 3.5- und SR4-Runde) und hatte einfach mal vor, die alten Sachen wieder zu zocken. Seitdem kann ich die 3. Edition nicht mehr sehen. Ich hatte trotz der Probleme mit 3.5 nicht bewußt vor, davon wegzukommen, es war mehr Nostalgie, aber irgendwie geht 3.5 seit dem gar nicht mehr. Einen kurzen, demotivierten Versuch, es noch einmal mit der 3e zu versuchen gab es, aber darüber sollte lieber der Mantel des Schweigens ausgebreitet werden...

AD&D2 begeistert mich hingegen einfach immer noch :d

"Ich glaube an Frieden; an Frieden durch überlegene Feuerkraft."
"Ich liebe den Geruch von Ozon am Morgen. Es riecht ... nach Sieg."
"Wie ein präzises Uhrwerk oder wie ein Vorschlaghammer? Ich nehme den Uhrwerk-Vorschlaghammer, präzise oder nicht!"
"Mit steigendem Kesseldruck geht die Anzahl der nicht von einem Dampfpanzer lösbaren Probleme gegen Null."

-- Ram Thundercracker

Offline YY

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Shadowrun - bei einer Probe hatte jemand über 30 Würfel geworfen. Ab da war das System für mich nur noch ein Witz und ich konnte es nicht mehr ernsthaft bespielen.

Welches Shadowrun und warum ist die reine Würfelzahl ein Problem?
Das ist je nach Edition ja nun keine Seltenheit...

SR kommuniziert nur stellenweise ganz schlecht, was normale Würfelpoolgrößen sind.


So eine richtige, abrupte Implosion... hmm, am ehesten Savage Worlds. Dabei war ich erstmal ne zeitlang (ca1 Jahr?) ziemlich begeistert davon. Dann kamen irgendwann ziemlich abrupt Ermüdungserscheinungen: Charaktere sind immer irgendwie samey, und die ganze Würfelmechanik ist ein derartiges Snakes&Ladders, dass es mich nur noch ankotzt.

Das vollzieht sich bei mir quasi um den Faktor 10 langsamer...seit Erscheinen gespielt, nach einer Konvertierungswelle recht abrupt gar nichts mehr konvertiert (weil sich alles gleich anfühlte) und nur noch einige wenige Settings bespielt.
Und dann aus einer Vielzahl altbekannter und neu hinzugekommener Gründe immer weiter abgekühlt.
Mittlerweile liegt ein größeres Hausregelprojekt auf Eis, weil ich einige Kernprobleme nicht beseitigen kann, ohne die ganze Spielmechanik umzubauen.

Spiele noch in einer Runde, aber leiten würde ich im Moment nur sehr widerwillig.

Würde ich das Ganze rein unter spielmechanischen Gesichtspunkten bewerten, hätte ich das System wohl schon komplett verworfen.
"Kannst du dann bitte mal kurz beschreiben, wie man deiner Meinung bzw. der offiziellen Auslegung nach laut GE korrekt verdurstet?"
- Pyromancer