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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Supersöldner am 30.10.2016 | 14:07
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Weiße Flecken auf der Landkarte? Splittermond macht das ja mit Absicht sie lassen immer einen teil der Weltkarte ,Burgen,Täler, ganze kleinst Reiche ,,unbeschrieben,, also es gibt nur den Namen. Und die Zusicherung das das nie von Offizier Seite gefüllt wird. Damit der SL das selber machen kann. Ist das Gut? braucht man so was? Geht das nur bei Fantasy oder auch bei andern? Würdet ihr das auch einbauen wenn ihr einen Welt schafft? Mir persönlich wehre es ja irgendwie ...unangenehm so vor zu gehen .
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Für mich ist es vollkommen okay, wobei ich bevorzuge, ungefähr zu wissen, was da sein könnte. Ein paar Andeutungen reichen aber schon.
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Ich finde das super und würde das auch so machen. Es ist sonst immer doof, wenn man was in Gegend X macht und dann wird die in Abenteuer Y plattgemacht. Dann kann man entweder seine Pläne über den Haufen werfen oder das Abenteuer nicht spielen.
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Für mich können die weißen Flecken ruhig größer sein.
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Ein paar solide Grundideen für den Anfang reichen mir eigentlich völlig. Während des Spiels selbst, wo's dann primär um die Abenteuer der Spielercharaktere gehen soll, steht ein von wem auch immer (ob nun SL oder professionelle Verlagsweltenbauer) schon im Vorfeld etabliertes Zuviel an Hintergrunddetail sonst schnell nur unnütz im Weg herum und hält den Betrieb auf.
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Ich mag die Kampagnensets von D&D 3.5 und Pathfinder. Dort steht in groben Zügen die Motivation eines Reiches und einige besondere Hotspots. Den Rest färbt die Spielergemeinde.
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Weiße Flecken halte ich konzeptionell für falsch bzw. wenn das so ist, ist drumherum etwas schiefgegangen. Die Aufgabe eines Spiels kann doch nicht sein, gewisse Teile ausführlich zu beschreiben und über andere nichts zu erzählen. Ich erwarte konsistente Richtlinien, um Inhalte selbst zu erzeugen. Ich erwarte keine weißen Flecken in bunten Gemälden, sondern all überall ein kariertes Raster.
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Für mich können die weißen Flecken ruhig größer sein.
Ich musste die bei Splittermond auch erst mal suchen auf der Karte ;D
Um Konflikte mit dem offiziellen Material zu vermeiden, sind die weißen Flecken eher zu klein - man wird sich wohl kaum nur dort rumtreiben.
Im Nachhinein betrachtet hätte es die auch nicht unbedingt gebraucht, weil man ohnehin ziemlich frei ist in der Gestaltung, was z.B. religiöse Kulte u.Ä. angeht.
Wenn es so weitergeht wie mit "Die Götter" und "Jenseits der Grenzen", sind die weißen Flecken nicht sonderlich wichtig - die genannten Quellenbücher sind ja (positiverweise!) eher Baukästen als fertige Konstrukte.
Aber ich kann verstehen, wie es zu der Idee kam, auch wenn mir die offizielle Linie nicht gar so wichtig ist.
Metaplot und zugehöriges Gedöns ignorieren kann ich gut, da hab ich jahrelange Übung :P :)
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Irgendwie bin ich da bei 1of3. Nicht prinzipiell, aber meinen Vorlieben nach. Alle Beispiele, wo ich mir mehr weiße Flecken wünsche, sind einfach für mich falsch angelegt, mit metaplots,die einem seitlich reingrätschen, und zu kleinen spielwelten. DSA eben. Normalerweise hat die Welt genug Weise Flecken, und wenn ich in meinem Spiel etwas in einer unbekannte Ecke ändere, besteht kaum Gefahr dass ich das nicht darf.
Eine Sandbox ist etwas anderes, da wünsch ich mir einen hohen Grad an Ausarbeitung bis zu einer gewissen Grenztiefe. Aber das ist eine Designentscheidung fürs Abenteuer nicht fürs Setting.
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Besonders alsls Handout für die Spieler stell ich mir das nett vor. Ich hab noch ein, zwei alte Atlanten bei mir rumstehen, die noch ein paar weiße Flecke enthalten. Das wirkt auf mich schon "abenteuerlich": Nein, was da ist weiß niemand, ist noch niemand gewesen/zurück gekommen, der das erzählen könnte.
Als Instrument, um der SL Platz für Eigenkreationen zu lassen, brauch ich es eigentlich nicht. Ist mir nie wirklich schwer gefallen, solche selbst ins dicht beschriebene Aventurien zu schmuggeln. Notfalls werden Sachen, die mir gefallen, "überschrieben", um Platz für meine Wünsche zu schaffen.
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Also ich finde das Thema schwer zu beantworten. Wenn ich etwa als weißen Fleck empfinde, dann ist es für mich einfach schlecht/gar nicht ausgearbeitet und damit wertlos. Umgekehrt muss aber nicht alles ausgearbeitet sein. So benötige ich sicher nicht jedes kleine Kaff im Detail beschrieben, insbesondere dann nicht wenn die dann alle bestehen aus 2W6 Wohnhäuser, 1d3 Schänken, Bier kostet 1d4 Kupfer. Ich möchte Dinge so detailliert und liebevoll ausgearbeitet haben wie möglich, so sehr, dass bei mir im Kopf ein größeres Bild entsteht, als jene Dinge die sich tatsächlich in den Worten finden. Dann habe ich auch kein Problem den Rest selbst zu beschreiben.
Wenn Reisedistanzen wirklich wichtig sind, dann erwarte ich mir eine Maßstabsgetreue Karten. Wenn Reisedistanzen unwichtig sind, dann brauch ich überhaupt keinen Maßstab. Wenn die Wirtschaft im Reich wichtig ist, benötige ich eine Beschreibung wie sie funktioniert, damit meine Spieler damit interagieren können. Wenn meine Spieler aber nur auf Monsterjagd gehen, interessiert mich nicht woher das Geld des Reiches kommt.
Eine allgemeine Richtlinie was in einem Settingbuch stehen muss kann für mich nicht existieren. Am ehesten wäre es noch so etwas vages wie "Das was ich am Spieltisch brauche".
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ich mag sowas garnicht.
Wenn ich einen weissen Fleck brauche, dann mache ich mir den als SL (wozu soll sonst der Job gut sein ~;D )
Beispiel Degenesis: viele viele gute Plothooks, kaum bis keine Infos zu bestimmten Sachen, ne richtige Landkarte gibt es eh nicht (also wo lauert Gefahr durch Sporenfelder, was weiss ich)
Reisegeschwindigkeiten? Was hat es mit Ort XY auf sich (tausend hinweise aber für den SL wertlos, für den Spieler OK)
Will ich sowas? nein, das nervt mich
entweder kurz als Plothook: hey in dem Gebiet könnte XY sein, 1 Satz und gut ist
Aber wenn ich dauernd über das Gebiet lese, nix wirklich verwertbares drinne steht sondern nur: da steht ein Turm, der Bewohner wird als Gott verehrt aber keiner kam da je zurück. Hat man es versucht? warum kommt keiner zurück. Wie gross ist der Turm? wer betet den Bewohner an?
Wenn ich hier keine Antworten bekomme, dann brauch ich auch die Fragen oder den Plothook nicht, dann kann ich mir den Rest auch selber aus den Fingern saugen!
Frag man im entsprechenden Forum nach heisst es von diesen Fanboys: ist doch cool, ist ein Feature. Hast voll die Freiheiten.
Ja warum hab ich die sonst nicht? nen echten Kanon gibts in Degenesis ja eh nicht...
Fazit: weisse Flecken will ich nicht, das ist auch kein Feature oder wofür ich den Entwicklern danken möchte
Mysterien? Ja ok. unentdeckter Kontinent? unterirdische Kaverne? ok aber dann mit Grundinfos sonst kann ich mir das selber aus den Haaren ziehen.
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Ich glaube hier herrschen unterschiedliche Vorstellungen von "Weißen Flecken" vor. Was Supersöldner im Eingang bei Splittermond erwähnt ist wie folgt definiert: Gebiete der Karte auf denen wir außer den Umrissen und der Zugehörigkeit zum Gebiet gar nichts sagen und bei denen es die Garantie gibt, dass sie nie offiziell aufgegriffen werden. Ein Beispiel wäre die Markgrafschaft Eisingen im Kaiserreich Selenia. Sie gehört dazu, ist eine der Provinzen - aber mehr erfährt man nicht. Man kann sie komplett ausarbeiten und alles selbst festlegen, ohne mit offiziellem Material in Konflikt zu geraten (es wird also bspw. nicht später ein Abenteuer dort spielen, dass irgendwas festlegt, was mit eigenen Festlegungen kollidiert).
Daneben gibt es neben den ausführlicher beschriebenen Schlaglichtern massig Gebiete, wo die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass sie nicht näher beschrieben werden (da die Welt schlicht verdammt groß ist), bei denen es aber eben keine solche Garantie gibt.
Braucht man sowas als Spieler oder SL? Ich denke das hängt von der eigenen Einstellung ab, wie so vieles. ;) Ich selbst bräuchte sowas nicht, da ich kein Problem damit habe, alles in einer Welt anzupassen wie ich es mag. Wenn später was erscheint und die Region anders beschreibt, dann wird das halt ignoriert.
Aber, und das ist der Hauptgrund, warum wir bei Splittermond zu diesen Weißen Flecken gegriffen haben: Das geht vielleicht mir und vielen Tanelornis so, andere Spieler haben aber ein Problem damit, wenn ihre Eigenkreationen mit offiziellem Material kollidieren. Sie mögen es nicht solche "Unsicherheit" zu haben. Das ist eine Erfahrung, die wir bei DSA oft gemacht haben und entsprechend wollten wir diesem Subset an Spielern eine Möglichkeit geben, diese Befürchtungen zu umgehen. Und zwar auf einem Weg, der anderen Spielern nichts "wegnimmt", da es eben immer nur um Teilausschnitte größerer und definierter Bereiche geht.
Ich sehe es jedenfalls als eine falsche Grundannahme, dass da etwas "konzeptionell falsch" sei, wenn man das Konzept dahinter nicht kennt. Für ein Spiel mit sehr variabler und großer Spielerschaft mit unterschiedlichen Vorlieben hat sich das Element der weißen Flecken bisher jedenfalls als goldrichtig erwiesen, denn das Feedback hierzu war unter der Spielerschaft ausnehmend positiv. :)
Aber zurück zur allgemeinen Diskussion - da Splittermond hier der Aufhänger war und scheinbar sehr unterschiedlich verstanden wurde, was überhaupt mit weißen Flecken gemeint war, wollte ich da etwas Kontext beisteuern. :)
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Weisse Flecken sind ja nur in Verbindung mit dem Metaplot relevant.
Insofern berühren sie mich nicht, da ich meinen eigenen Weltenplot schaffe.
Andersherum fände ich, beim Gedanken daran, es eigentlich viel besser, wenn ein Setting statt weissen Flecken Regionen beschrieben hätte, die aber mit dem Marker "Metaplot wird sich fern halten" versehen sind.
Ich fände es cool eine Stadt wie Havena auf Aventurien zu haben, die interessant ausgearbeitet ist, bei der man aber weiß, dass hier keine Abenteuer oder Romane von offizieller Seite aus publiziert werden, die die Stadt irgendwo verändern.
Auf die Weise kann ich mich inspirieren lassen, anders herum aber eben auch meinen Spieltrieb freiem Lauf lassen...
Leider gibt es sowas nicht.
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Keine weißen Flecken, aber dafür überall eher grobe Skizzen statt naturalistischer Gemälde.
Da ich auf Metaplot generell scheiße, stört mich aber nicht, dass eine Gegend ggf. dem Metaplot geopfert wird.
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dass da etwas "konzeptionell falsch" sei
Also dem muss ich zustimmen. Ich finde man kann nichts verlieren wenn man die Region als "weiß" markiert. Es erscheint deswegen ja nicht insgesamt weniger Material, sondern vermutlich nur anderes oder für andere Orte. Insofern finde ich kann man sich über solche "Weißen Flecken" also wirklich nicht beschweren. Im Grunde sagen die ja nichts anderes als "Dafür erscheint kein offizielles Material mehr".
Wer dann solche "weißen Flecken" sucht, hat die Sicherheit sie zu finden und muss nicht raten. Wer gerne Metaplot-Orte haben will - der spielt eben in den nicht als "weiß" markierten Örtchen. Insofern sehe ich das nur als Win-Win, würde mir persönlich aber sicher keinen "weißen Fleck" aussuchen.
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Also "weiße Flecken" im Sinne von freigelassenen Regionen auf der Weltkarte eines Settings. Wie mit so vielem ist es für mich schwer, das einheitlich zu beantworten. Mal stören mich "weiße Flecken", mal begrüße ich das. Aventurien, als ein Setting mit vergleichsweise sehr wenigen "weißen Flecken", schätze ich unter anderem genau für seine ausgearbeitete Hintergrundwelt und finde das so gut. Bei anderen Settings genieße ich es, daß ich da viele Freiheiten habe bzw. halte mich nicht an Vorgaben des Settings. HEX fällt mir da als Beispiel ein. Bei DeGenesis störts mich, daß es da so viele "weiße Flecken" gibt.
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Ich glaube auch, dass das mit den weißen Flecken humbug ist. Vor allem dieser "Nichtangriffspakt", denn Rollenspiel lebt doch gerade von Interaktionen und Konsequenzen. Jetzt ergreift also die böse Gräfin die Macht. Die Spieler konnten es nicht verhindern. Und nun? Die umliegenden Grafschaften kann sie trotzdem nicht mit ihren untoten Armeen unterjochen, denn im Metaplot leben die Bewohner fröhlich und unverderbt und tollen unbesorgt über die blühenden Landschaften. Jetzt mal so als Beispiel. Egal wie groß oder klein die Flecken sind, am Rand der Flecken wird es immer zu Unstimmigkeiten kommen. Die grundlegende Macht das Spielmaterial und den Metaplot zu ignorieren hat der mündige Spieler ja eh. Von daher würde ich es eher als Detailarmut sehen.
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Wieso leben die Bewohner im "Weißen Fleck" fröhlich und unverderbt weiter? Wer sagt es, dass es so ist? Bei Splittermond wird nicht der Verlag sagen, wie die Bewohner reagieren.
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@ Buddz: Der weiße Fleck kann ja durch äußere Ereignisse beeinflusst werden; es wird nur nicht (von der Redaktion) beschrieben. Entscheidend ist, dass aus diesem Fleck nichts kommt, was die umgebenden, beschriebenen Regionen beeinflusst. So eine Art Fantasy-Mecklenburg, sozusagen...
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Wieso leben die Bewohner im "Weißen Fleck" fröhlich und unverderbt weiter?
Anders rum wird ein Schuh draus. Wenn Ereignisse, die man in den weißen Flecken erspielt, dem Metaplot der definierten Settingbereiche widersprechen, hat man den Salat, zumindest, wenn man dem Metaplot irgend eine höhere Bestimmung zuweist, mit der nicht gebrochen werden darf.
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Ich kenne weiße Flecken schon Glorantha, da wurde sowas schon immer eingebaut. Ich finde das Super.
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@ Buddz: Der weiße Fleck kann ja durch äußere Ereignisse beeinflusst werden; es wird nur nicht (von der Redaktion) beschrieben. Entscheidend ist, dass aus diesem Fleck nichts kommt, was die umgebenden, beschriebenen Regionen beeinflusst. So eine Art Fantasy-Mecklenburg, sozusagen...
Ja, genau das meine ich. Und bewerte es negativ. Keine Konsequenz = schlecht.
Wieso leben die Bewohner im "Weißen Fleck" fröhlich und unverderbt weiter? Wer sagt es, dass es so ist? Bei Splittermond wird nicht der Verlag sagen, wie die Bewohner reagieren.
Ich schrieb ja auch von den "umliegenden Grafschaften", also dem ... farbigem Umfeld (?) des weißen Flecks.
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Naja. Buddz, gemäß deiner Frage im anderen Thread hast du ja angegeben du spielst Shadowrun. Es gibt jetzt in der 5ten Edition keinen Content für die meisten Teile der Welt - und für die meisten wird niemals Content kommen. Würde die
Welt (Edit: gemeint war:) Spielwelt jetzt schlechter werden wenn die Shadowrun-Redaktion sagen würde. "Australien ist ein weißer Fleck"?
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Deine Schlussfolgerung, dass ich Shadowrun spiele ist korrekt.
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Äh.... und für eine Antwort warst du dir zu schade?
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Auf der konzeptionellen Ebene mag ich weiße Flecken überhaupt nicht. Ein Landstrich, der KEINE Auswirkungen auf seine Umgebung hat, macht einfach meine SoD kaputt, und in dem Moment, wo ich den weißen Fleck fülle muss ich alles andere außen herum auch anpassen. Da ist es mir lieber, ich nehme etwas, was schon da ist, und biege es mir so zurecht, wie ich es brauche.
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Wenn man die weißen Flecken nicht mag, kann man sie ja von außen füllen (lassen).
Klein genug dafür sind sie zumindest bei Splittermond allemal.
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Wenn man die weißen Flecken nicht mag, kann man sie ja von außen füllen (lassen).
Klein genug dafür sind sie zumindest bei Splittermond allemal.
Joa Ultima hat auch immer noch neue Inseln u dgl herbeigeschafft