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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Sashael am 24.03.2017 | 21:48

Titel: Archetypen, Icons und Klischees
Beitrag von: Sashael am 24.03.2017 | 21:48
Hiho!

Fürt ein kleines Rollenspielexperiment suche ich nach möglichst vielen klischeebehafteten Archetypen aus möglichst allen Genres.
Ich fang mal an:

Der zynische kettenrauchende hard-boiled Detective mit Hang zum Alkohol
Der edle noble ehrenvolle Paladin mit glänzender Rüstung und glänzenden Augen
Die stark geschminkte zigarettenspitzenrauchende Femme fatal aus dem verruchten Nachtclub
Der wilde leicht tumbe aber gutherzige Streitaxt schwingende Barbar mit Bärenfellklamotten
Der mysteriöse aber irgendwie auch (zu?) coole dunkle Typ mit Kapuze, die sein Gesicht immer im Schatten hält
Der mutige Daredevil, Pilot und Tausendsassa, Weiberheld mit Lederjacke und weißem Schal

Was fällt euch noch so ein? Auch an Bösewichten.
Titel: Re: Archetypen, Icons und Klischees
Beitrag von: +12vsMentalDamage am 24.03.2017 | 22:07
Hm, schwieriger als gedacht; dieser hier fiel mir ein:

Der völlig facettenlose, scheinbar allen individuellen Zügen beraubte Kämpfer, der es aber in seinem Metier dann total drauf hat.

(Vielleicht ist das eher ein Spielertyp, als ein Archetyp aus einem Genre, aber vielleicht passt es ja trotzdem)
Titel: Re: Archetypen, Icons und Klischees
Beitrag von: nobody@home am 24.03.2017 | 22:27
Die gemischte Chaostruppe aus aller Herren Länder und diversen Berufszweigen, die sich rein zufällig in einer Kneipe getroffen hat und seitdem eine fest zusammengeschweißte Abenteurergemeinschaft bildet.

Der Bürotyp im perfekt sitzenden Anzug, der die Spielercharaktere (kann dieselbe Gruppe sein) im Hinterzimmer ihrer Lieblingskaschemme für einen Auftrag zweifelhafter Legalität anheuern will.

Und natürlich der klassische schwarze Magier oder finstere Priester in angemessen dunklen Roben, als Accessoire wahlweise Stab oder Opferdolch. Schwarzer Spitzbart optional, aber immer noch beliebt.
Titel: Re: Archetypen, Icons und Klischees
Beitrag von: alexandro am 25.03.2017 | 00:42
Der vernarbte Veteran mit der improvisierten Waffe in der Post-Apokalypse.
Der Strahlemann mit Cape und gottgleichen Kräften.
Der düstere, traumatisierte Vigilant.
Der pazifistische Priester mit dem Märtyrerkomplex.
Der alte Meister des Kung Fu, der immer eine Weisheit parat hat.
Der Bad Boy mit dem Herz aus Gold.
Titel: Re: Archetypen, Icons und Klischees
Beitrag von: Sir Markfest am 25.03.2017 | 10:50
Der sonnengebräunte Pirat/Freibeuter mit weissem Hemed und strahlendweißem Lächeln.
Die dralle Schankmaid mit einem Arm voll Bierkrüge.
Der erfahrene raubeinige aber gutherzige Growildjäger mit Khakianzug und Tropenhelm.
Der wahnsinnige Wissenschaftler mit Cyber/Stempunkware und fleckigem Arbeitskittel.
Der größenwahnsinnige Weltherrschaftsphantast mit körperlichem Gebrechen und weißer Katze.
Das unsichere Greenhorn mit frisch gebügeltem Cowboy-Outfit.
Der mächtige Magier mit symbolverzierter Robe und phallusersatzartigem Zauberstab.
Der bildschöne Elf mit hautenger Weichlederkleidung und verziertem Langbogen.
Der dreckige wohlgerüstete Zwerg mit schwerer Nahkampfwaffe und 300jahresbart.
Der wohlbeleibte Händler in prunkvoller Robe mit reichlich Schmuck und Geldbeutel.
Der asketische Einsiedler im zerissenen Büßergewand.
usw.
Titel: Re: Archetypen, Icons und Klischees
Beitrag von: Der Nârr am 25.03.2017 | 10:57
Der edle Wilde.
Der drogensüchtige Rockstar.

Die einzigen explizit weiblichen bisher waren die Femme Fatal und die Schankmaid! Da muss noch mehr her.

Die alte Hexe, mit Warze auf der Nase und Gehstock.



Titel: Re: Archetypen, Icons und Klischees
Beitrag von: Andras Marwolaeth am 25.03.2017 | 11:49
Mehr Frauen? Die böse Stief-/Schwiegermutter?
Titel: Re: Archetypen, Icons und Klischees
Beitrag von: nobody@home am 25.03.2017 | 12:17
Die meisten präsentierten Klischees sind be genauerem Hinsehen relativ geschlechtsneutral. Ob nun Barbar oder Barbarin, alter Kung-Fu-Meister oder alte Meisterin, Elf oder Elfe...bleibt sich in vielen Fällen weitgehend Jacke wie Hose. Wir haben halt nur im Deutschen immer noch das Problem mit dem reflexartig voreingestellten Maskulinum. ;)

Aber okay, wir haben als "ausdrücklich weibliche" Stereotype natürlich die klassische Amazone, die im Kampf mit jedem mithalten kann und sich schon mal aus Prinzip und per Definition so schnell von keinem dahergelaufenen Mann irgendwas sagen oder gefallen läßt. Nicht unbedingt "barbarisch", aber meistens aus patriarchalischer Sicht doch eher "wild", egal, ob sie jetzt mit Axt und Schild, Degen und Pistole, oder Cyberware und Schrotflinte daherkommt.
Titel: Re: Archetypen, Icons und Klischees
Beitrag von: Der Nârr am 25.03.2017 | 21:38
Ich denke viele Klischees sind schon recht eindeutig männlich oder weiblich. Das liegt oft daran, dass viele dieser Klischees von realen Männern/Frauen geprägt worden sind (immer wieder). Ein anderes Geschlecht ist dann eigentlich schon ein Bruch mit dem Klischee. Natürlich kann der Barbar auch eine Barbarin sein, aber das Klischee (geprägt durch Conan & Co) ist nun mal der männliche, vor Kraft strotzende Barbar. In manchen Fällen ist die weibliche Fassung eines Klischees zum eigenen Klischee mit eigenen Merkmalen geworden. Da gehört es dazu, wie das Umfeld auf den weiblichen Charakter reagiert, dieser wird in der Regel nämlich unterschätzt und ihm erstmal eine eventuelle Kompetenz abgesprochen, dies ist bei eher zierlichen kämpferischen Typen der Fall, etwa weiblichen Cowboys oder Martial-Artists. Vgl. etwa die Reaktion in der TV-Serie Iron Fist, wenn Daughter of the Dragon im Fight Club antritt.

Ein wichtiges Klischee ist auch die Prinzessin, die sich gegen die Tradition widersetzt ("ich will keinen dieser langweiligen Prinzen heiraten") und in einen Außenseiter verliebt.

Nur im Doppel: Das moderne Screwball-Paar aus dem Mann, der anzupacken weiß und eher rau ist (Rogue-Charakter) und der weibliche Part, gerne aus gutem Hause/Prinzessin (optimal mit britischem höfischen Akzent), der erst auf den Mann herabschaut und sich schließlich in ihn verliebt (vgl. Star Wars, Prince of Persia etc.).

Die Magierin, die einen schlechten Trip hat und sich von Gut zu Böse verwandelt (vgl. Marvel Dark Phoenix, Buffy Dark Willow).

Der Streber mit kariertem Hemd und Nerd-Brille bevor Nerd ein Fashion-Begriff war.

Der gute und vom Volk geliebte Herrscher, der den Verrat aus engsten Reihen nicht kommen sieht und durch einen verdorbenen Tyrannen ersetzt wird.

Titel: Re: Archetypen, Icons und Klischees
Beitrag von: Deep One am 26.03.2017 | 13:13
Das niedliche/attraktive 50-Kilo-Mädel, was aber 100 verschiedene Arten kennt, Leute umzubringen
Die/Der eine gute Zugehörige einer ansonsten bösen Gruppe/Rasse
Der unbekümmerte, verfressene Halbling
Die/der hochnäsige und herablassende, "ich bin was Besseres als Ihr"-Adlige/Elf/e
Die rasende Reporterin
Titel: Re: Archetypen, Icons und Klischees
Beitrag von: Supersöldner am 26.03.2017 | 14:31
Ein Geist  der in seinem einigenden Mordfall (also dem Mord der ihn zum Geist machte ) ermittelt.
Titel: Re: Archetypen, Icons und Klischees
Beitrag von: Sir Markfest am 27.03.2017 | 18:54
Ein Geist  der in seinem einigenden Mordfall (also dem Mord der ihn zum Geist machte ) ermittelt.

Beau Séjour?
Titel: Re: Archetypen, Icons und Klischees
Beitrag von: Issi am 27.03.2017 | 19:17
Klassisch weiblich - Die wunderschöne magiebegabte Elfe.  : :D