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Pen & Paper - Spielsysteme => Midgard => Thema gestartet von: Lichtschwerttänzer am 11.04.2017 | 14:54

Titel: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 11.04.2017 | 14:54
Mir kommt es gar nicht so sehr auf die Würfel an. Eher auf Regelmechanismen, wie z.B. das Lernen für Gold usw. Im Sinne einer funktionierenden Volkswirtschaft ist es bei DSA alles etwas realistischer gelöst.
Der ist gut.
Die Lern Regeln bei DSA4 zeichneten sich besonders aus und die Wirtschaft in Aventurien... warum ist das Kleid billiger als der Stoff fürs Kleid und Boote kosten sagen wir wenn die Fischer Boote bauen und verkaufen würden, so wären sie sehr - sehr wohlhabend
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Tante Petunia am 11.04.2017 | 15:00
Der ist gut.
Die Lern Regeln bei DSA4 zeichneten sich besonders aus und die Wirtschaft in Aventurien... warum ist das Kleid billiger als der Stoff fürs Kleid und Boote kosten sagen wir wenn die Fischer Boote bauen und verkaufen würden, so wären sie sehr - sehr wohlhabend
Hey - wir wollten die Runde ja auch nach DSA1 spielen.... ::)
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: dabba am 11.04.2017 | 15:04
Ich glaub ja immer noch, dass eine realistische Wirtschaft nur sehr schwer mit einem funktionierenden Lern- und Steigersystem in Einklang zu bringen ist. Das ist nichts anderes als die Bank bei Monopoly, die einem aus irgendeinem Grund immer 200 € "Gehalt" zahlt, wenn man über LOS geht.

Dafür ist die Lernerei bei Rollenspiel an sich schon viel zu abstrakt und unrealistisch: ("Herr Lehrer, ich muss leider aufhören mit dem Fremdsprachen-Unterricht - ich hab keine Erfahrungspunkte mehr.")
Da ist meiner Meinung nach Suspension of Disbelief angesagt, wie das so schön heißt. ;)
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Issi am 11.04.2017 | 15:11
Hm, wenn man etwas studiert braucht man Zeit und Geld.Selbst wenn man den Lehrmeister bzw. Professor nicht bezahlen muß, braucht man das um Essen, Wohnen und Schlafen zu können ohne in der Zeit zu arbeiten. Insofern kann ich zumindest das Gold schon nachvollziehen.
Das mit den EP könnte man höchstens als - Erfahrung bezeichnen, die nötig ist, um das Gelernte überhaupt verstehen zu können.
Aber stimmt schon,wirkt recht abstrakt. Bzw. nicht direkt übertragbar.
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Widukind99 am 11.04.2017 | 15:23
Mir gefällt das ganze "Lernen" bei MIDGARD nicht.
Bei DSA (und da bin ich innerlich auf dem Stand von DSA3) hat man Erfahrungspunkte aus einem Abenteuer bekommen und damit abgebildet, dass man irgendwas dazugelernt hat. Die Punkte durfte man dann in gesteigerte Werte umsetzen. Wenn man dann noch etwas "lernen" wollte, so richtig mit auf den Popo setzen und Bücher angucken oder mit Lehrmeister oder so, kam das extra.
Bei MIDGARD ist es auf den Kopf gestellt.  Die Erfahrung durch die Abenteuer hat sich im Wesentlichen auf die Praxispunkte udn ein paar Goodies bei Stufenanstieg beschränkt, der Rest musste "gelernt" werden.
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Boba Fett am 11.04.2017 | 15:26
Ich hab mal ausgelagert...
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Boba Fett am 11.04.2017 | 15:31
Mir gefällt das ganze "Lernen" bei MIDGARD nicht.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Unsere Erfahrungen bestätogen das nicht.
Praxispunkte machen cirka 10-20% der EPs aus. (Grad 11)

Ich war anfangs sehr skeptisch gegenüber der doch sehr komplexen Mechanik, Zeit und Kosten mit einzubeziehen.
Inzwischen finde ich sie ziemlich gut.
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: KhornedBeef am 11.04.2017 | 15:34
Ich habe die Abstraktion von Erfahrungspunkten immer so verstanden, dass man durch die Erfahrungen etwas gelernt oder die Zeit zwischen der Action zum Üben nutzen konnte. DSA 4 macht das doch sogar explizit mit den besonderen Erfahrungen gegenüber Lehrmeistern, gemeinsamem Lernen, Selber-wursteln....
Das man so oder so suspension-of-disbelief braucht ist ja keine Frage. Ob das jetzt bei Cthulhu etwas weniger ist, und bei Savage Worlds etwas mehr, pfft. Außer bei Ars Magica ist das ja nicht der Spielinhalt, der irgendwen interessiert und der deswegen modelliert werden muss.
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Widukind99 am 11.04.2017 | 15:37
Genau!
Ich finde es halt schöner, wenn "richtiges Lernen" in der Spielwelt stattfindet, und das reine Umsetzen von Erfahrungspunkten in Werte etwas anderes ist.
Das ist natürlich Geschmackssache.
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Cierenmuir am 11.04.2017 | 15:46
Lernen kann als Regelmechanismus immer nur abstrakt vorgehen. Die Frage ist jetzt, wie weit sollen Spieler und Spielleiter spezifische Vorgaben bekommen, die ja auch das Geschehen auf der Spielwelt beeinflussen (können) oder reicht eine geringe Vorgabe mit Fokus auf eine vernünftige Berechnung der nötigen Ressourcen. Midgard berücksichtigt Besonderheiten für Elfen und Zwerge, versucht aber mit weniger Vorgaben im Vergleich mit früheren Auflagen auszukommen.
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 11.04.2017 | 19:11
Mir gefällt das ganze "Lernen" bei MIDGARD nicht.
Bei DSA (und da bin ich innerlich auf dem Stand von DSA3) hat man Erfahrungspunkte aus einem Abenteuer bekommen und damit abgebildet, dass man irgendwas dazugelernt hat. Die Punkte durfte man dann in gesteigerte Werte umsetzen.
Nein.

Man durfte sich beim Stufenaufstieg einen abwürfeln, ob man was gesteigert bekommen hat.
Nur waren die Steigerungsoptionen vorgeschrieben.
z.b. konnte jede Kampffähigkeit nur einmal pro Stufe gesteigert werden man hatte 3 Versuche(bei Misserfolg kosteten sie auch Steigerungsmöglichkeiten) Handwerk 2 oder 3mal.
Geweihte mußten 2mal versuchen bekehren zu steigern.
bis FW 9 oder 11 wurde mit 2w6 versucht zu steigern, dann mit 3 w6.

Mundane hatten 30 Steigerungsversuche + 1w6 für LP
Elfen 25 Mundane und 25 für Zauber

Magier IIRC 20 für Mundane und 50 für Zauber und 1w6 (+ 2?) für LP/ASP konnten aber 10 Zaubersteigerungen in einen zusätzlich w6 für ASP umtauschen.
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Sonnenblume am 11.04.2017 | 20:37
M4: Eine Figur machte zwar tonnenweise Erfahrung, die wirkt sich aber erst aus, wenn die Punkte verlernt werden.
In der Folge hat sich ein kolossaler Druck aufgebaut, endlich mal zu lernen, denn sonst ist einfach gar nichts passiert.
Keine Ausdauer, keine Resistenz, einfach nichts. Dumm geboren und geblieben, weil nichts dazugelernt.
Diesen Mechanismus empfand ich ja als völlig nervig.

M5: Der erreichte Grad einer Figur errechnet sich aus den Erfahrungspunkten, egal ob verlernt oder nicht.
Also steigen auch z.B. Abwehr, Ausdauerpunkte und Resistenzen an, und zwar automatisch.
Das gefällt mir.
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M4: Das Lernen war eine einzige Quälerei, jedenfalls für Tabellen- und Mathedummies wie mich.
Jede Fertigkeit besaß einzelne Modifikationen, wie teuer ihre Steigerung für welchen Figurentyp und ob sie eine Spezialfertigkeit ist.

M5: Die Fertigkeiten sind nach Themengruppen sortiert, manche tauchen in zwei Gruppen bei gleichen Lernkosten auf.
Für jede Themengruppe kauft sich die Figur entsprechend ihres Typs Lerneinheiten zum immer gleichen Preis/Gruppe,
anschließend geht sie dafür in einem übersichtlich sortierten Fertigkeiten-Supermarkt einkaufen.
Geht doch. :thumbs:
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Was die ganze Simulation von Lernzeit und Kosten angeht, den ganzen Kram macht keine Gruppe mit, in der ich spiele und/oder leite.
Ok, Lernkosten manchmal, wenn kein Lehrmeister zur Hand ist.
Das ist er aber meistens schon, als Abenteuerbelohnung, und gut ist.
Dadurch werden auch die horrenden Goldmengen reduziert, die sonst von einer Figur herumgeschleppt werden müssten.
Uns ist auch gepflegt egal, wie sehr eine Figur beim Lernen altert.
Wenn es der Spieler für an der Zeit hält, schreibt er halt mal eine andere Zahl in das Feld.
Deswegen müssen wir auch kein kollektives Lernen koordinieren, weil es eben keine oder nur kaum virtuelle Zeit beansprucht.
Und in der Folge müssen wir uns auch keinerlei Gedanken machen, was wohl der Rest der Gang mit seiner Zeit anfängt,
während der Glücksritter "Fechtwaffen" und "Fechten" in wochenlanger Arbeit von +17 auf +19 steigert...
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Mein Fazit:
Wenn ich es mir in manchen Bereichen einfach mache und sage:
Hey, es ist ein Gesellschaftsspiel, keine Fortbildungsmaßnahme, dann macht das Lernen nach M5 sogar Spaß.
Also... im Vergleich zu M4... :lookaround:
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Widukind99 am 12.04.2017 | 09:08
Nein.

Man durfte sich beim Stufenaufstieg einen abwürfeln, ob man was gesteigert bekommen hat.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Das widerspricht nicht meiner Aussage. Vielleicht hast du sie aber nicht verstanden, daher versuche ich es nochmal.
DSA: Die Punkte spiegeln den Zugewinn an Erfahrung während eines Abenteuers wider. Dieser wird dann bei der Steigerung in erhöhte Werte umgesetzt.
MIDGARD: Man erhält durch die Punkte die Erlaubnis etwas außerhalb der Abenteuer zu "lernen". Das Lernen kostet Zeit und Geld außerhalb des Abenteuers. Im Abenteuer verbessert man sich nur durch Praxispunkte.
Das ist der entscheidende Unterschied. Und da gefällt mir die DSA-Lösung halt besser.
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Eleazar am 13.04.2017 | 13:43
Ich kann das Problem nicht nachvolllziehen oder halte es für recht akademisch: Wenn die Spielfiguren gesteigert werden, addiert der Spielleiter eventuell vorher noch mal die Erfahrungspunkte und teilt den neuesten Stand den Spielern mit. Dann werden die Regelbücher rausgeholt und man guuckt, was man sich leisten kann, was man will und was man irgendwie in der Gruppe dringend braucht. Da fallen dann Sätze wie: "Wir brauchen unbedingt noch jemand mit Spurenlesen. Ich könnte das machen, aber eigentlich würde ich lieber Beredsamkeit lernen." Gerne auch: "Was braucht mein Glücksritter noch mal für Schwerter+11?" Spätestens dann sind alle Stimmungsspieler in der schnöden Realität angekommen.

Ich persönlich habe solche Stiimmungskiller am liebsten am Ende des Abends/Wochenendes oder am Beginn. Keinesfalls mitten drin.

Ich will das auch nicht im Spiel ausgeschmückt haben, ebensowenig wie Toilettengänge oder die Arbeitsschritte der Zubereitung eines Kohleintopfes am Lagerfeuer. Ich möchte auch nicht in epischer Breite dabei sein müssen, wenn der Krieger einen neuen Dolch kauft. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Damit ist es mir relativ egal, wann wie wo konkret im Spiel die Lernfortschritte erzielt werden, solange es den Spielfluss nicht stört. Auch Lernzeiten oder Lebenshaltungskosten zu berechnen und in der Gruppe zu koordinieren, macht mir keinen Spaß. Ich führe nicht mal im richtigen Leben ein Haushaltsbuch, weil mir das zu öde ist. Dann tue ich es im Spiel erst recht nicht.

Anders sieht es aus, wenn diese Dinge einen Mehrwert haben:
Das Lehrer-Schüler-Verhältnis bringt mir die Kultur näher (1. Bale-Batman oder Doctor Strange) oder bei einer Verfolgungsjagd über drei Kontinente bleibt kein Tag Zeit, um was zu lernen, oder bei der Expedition durchs Eis kann der Proviants lebensbedrohlich knapp werden.

Ansonsten soll das Lernen schnell vonstatten gehen und irgendwie ausbalanciert sein. Realistisch ist das alles nicht. Sonst wäre man überhaupt nicht frei in den Sachen , die man ein bisschen besser lernen möchte (wer ist schon in so vielen verschiedenen Bereichen außergewöhnlich begabt). Und dann müsste auch jeder adlige Schnösel mit Trainer wesentlich besser im Schwertkampf sein als jeder Krieger, der statt zu trainieren auch noch Reiten, Zelt aufbauen, Leute beschatten und Essen kochen muss (Welche Erfahrung sammelt man eigentlich real in sagen wir mal 100x 10 sec Nahkampf?).
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 13.04.2017 | 13:47
Das widerspricht nicht meiner Aussage. Vielleicht hast du sie aber nicht verstanden, daher versuche ich es nochmal.
DSA: Die Punkte spiegeln den Zugewinn an Erfahrung während eines Abenteuers wider. Dieser wird dann bei der Steigerung in erhöhte Werte umgesetzt.
Ja, weil deine Steigerungsmöglichkeiten nichts mit deinen Erlebnissen zu tun hatten.
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Widukind99 am 21.04.2017 | 14:04
Ja, weil deine Steigerungsmöglichkeiten nichts mit deinen Erlebnissen zu tun hatten.
Und deshalb "durften" wir bei DSA früher nur Dinge steigern, mit denen wir im Abenteuer in Kontakt gekommen sind.
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Issi am 21.04.2017 | 14:53
Und deshalb "durften" wir bei DSA früher nur Dinge steigern, mit denen wir im Abenteuer in Kontakt gekommen sind.
Wobei ich das auch manchmal mache,  dass die Figuren etwas umsonst aus dem Abenteuer lernen,  einfach weil sie damit in Berührung gekommen sind.
Das eine schließt das andere ja nicht unbedingt aus.
Bzw. zwischen den Abenteuern können sie ja was ganz anderes machen.
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Widukind99 am 25.04.2017 | 15:54
Wobei ich das auch manchmal mache,  dass die Figuren etwas umsonst aus dem Abenteuer lernen,  einfach weil sie damit in Berührung gekommen sind.
Das eine schließt das andere ja nicht unbedingt aus.
Bzw. zwischen den Abenteuern können sie ja was ganz anderes machen.
Richtig, was ich bemängele ist das Prinzip. Bei MIDGARD wird man quasi "gezwungen" zwischen den Abenteuern Zeit zu verbringen, um seine Fähigkeiten zu verbessern.
"Lernen" ist ein Weg, dem Charakter Geld und Zeit abzunehmen, es passiert außerhalb der Abenteuer.

Bei DSA (alt) war es so, dass man annahm, der Charakter hat während des Abenteuers etwas an Erfharung gewonnen, also sich verbessert. Der Akt des "Steigerns" diente nur dazu, die in geänderte Werte auf dem Bogen umzusetzen.
Auch bei DSA konnte man Lehrmeister kennenlernen, Bücher finden etc. Aber es gab kein Lernen zwischen den Abenteuern und es gab keien Bemühungen, den Charakteren ihr Geld wieder abzuknöpfen.
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Boba Fett am 25.04.2017 | 16:26
Richtig, was ich bemängele ist das Prinzip. Bei MIDGARD wird man quasi "gezwungen" zwischen den Abenteuern Zeit zu verbringen, um seine Fähigkeiten zu verbessern.
"Lernen" ist ein Weg, dem Charakter Geld und Zeit abzunehmen, es passiert außerhalb der Abenteuer.

Und genau das ist etwas, das ich an Midgard sehr mag!
Damit will ich Deine Auffassung nicht widerlegen oder behaupten, so wäre es besser, richtiger oder so.
Allerdings zeigt sich, dass man dazu verschiedene Meinungen haben kann...

Was ich mag, ist die Tatsache, dass diese Regelung dazu führt, dass Zeit in der Spielwelt vergeht, in der sich die Spielfiguren mit etwas anderem beschäftigen als Abenteuer zu erleben...
Die Charaktere können mal irgendwo "überwintern" oder müssen 1-2 Monate in einer Stadt verbringen, und in dieser Zeit entwickelt sich die Welt weiter.
Es passiert etwas, die Welt steht nicht still. Kehren die Charaktere dann zu alten Schauplätzen zurück, können die sich verändert haben.
Und ganz ehrlich: Es ist für mich auch plausibler, dass ein Magier Zeit in einer Bibliothek verbringt, um seine Zauber zu lernen und der Krieger seine Zeit bei einem Schwertkampf-Lehrmeister verbringt, anstatt,
dass on-the-fly instant die Charaktere einfach so besser werden.
Es gibt durchaus Dinge, in denen man durch Erfahrung, Ausdauersteigerung und Routine verbessert, aber sehr vieles lernt man, in dem man von anderen Techniken beigebracht bekommt.

Und auch die finanziellen Kosten sind etwas, das ich positiv bewerte.
Ich nehme es nicht wahr, dass Ihnen "das Geld wieder abgenommen wird". Denn dann könnte man ja alles, was in der Spielwelt Geld kostet so negativ bewerten.
Für meine Spielwelt bedeutet es, dass die Charaktere sich um ein Einkommen kümmern müssen, wenn sie weiterexististieren und prosperisieren (sich verbessern) wollen.
Das schafft bei den Spielern Motivation, sich mit ihren Figuren um Dinge zu kümmern.
Und es fühlt sich (für uns) ein bisschen "echter" an.

Wie gesagt - das ist subjektiv und Meinung - man kann das sicherlich auch anders sehen.
Ich wollte nur aufzeigen, dass wir, eben von Systemen, wo man "on-the-fly" lernt, das ganz anders empfinden.
Übrigens auch erst, nach dem wir die Auswirkungen im Spiel erlebt haben.
Vorab war ich da, nur das Regelwerk lesend, auch eher skeptisch und empfand das als unnötig kompliziert und "altbacken".
Hat sich schlicht bei uns nicht bestätigt - eher im Gegenteil.
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: nobody@home am 25.04.2017 | 16:35
Die Charaktere können mal irgendwo "überwintern" oder müssen 1-2 Monate in einer Stadt verbringen, und in dieser Zeit entwickelt sich die Welt weiter.

Ich denke, genau an dem Unterschied zwischen "Können" und "Müssen" scheiden sich die Geister hier. ;)
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 25.04.2017 | 17:07
@Widukund99

Willst du uns hier für dumm  verkaufen?

SC kleinhalten und arm halten war der Hohe Standard des DSA Meister ns.
Nach Abzug von Steuern und "freiwilligen" Spenden war Abenteurer  ein Verlustgeschäft.
Die "Belohnungen" waren lächerlich,  Schikane an jeder Ecke ...
Man konnte seine ASP mittels Geld erhöhen
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Rowlf am 25.04.2017 | 17:46
@Lichtschwerttänzer: Warum machst du immer Strohmänner auf? Widukind hat nur übers Lernen gesprochen: Bei Midgard vergeht zwangsweise Zeit, bei DSA nicht. Was ist denn daran unkorrekt und inwiefern verkauft er uns für dumm? Nur du kommst jetzt plötzlich mit der DSA-Spielerkleinhaltung, die niemand irgendwo erwähnt, abstreitet oder sonstwas.

Widukinds Aussage in einfach:
Midgard: Lernen kostet Extrazeit außerhalb des Spiels.
DSA: Lernen passiert spielweltzeitlich instant.

Widerlege das oder stimmte zu. Allgemeine Aussagen zum Spielerkleinhalten bei DSA sind Strohmänner.
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 25.04.2017 | 18:55
Es gab keine Bemühungen den Charakteren ihr Geld wieder abzuknopfen?

und das ist sowas von falsch
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Cierenmuir am 25.04.2017 | 19:52
Wir sind hier doch im Midgard-Unterforum und nicht bei DSA, oder?
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Boba Fett am 25.04.2017 | 19:58
Ja, DSA hat als Thema hier nichts verloren!
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Abd al Rahman am 25.04.2017 | 22:34
Willst du uns hier für dumm  verkaufen?

Ich möchte Dich doch bitten, Dich im Ton zu mäßigen.
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Widukind99 am 26.04.2017 | 15:32
@Widukund99

Willst du uns hier für dumm  verkaufen? ...

Nein, möchte ich nicht. Mir geht es um den Aspekt des Lernens bei MIDGARD und was mir daran nicht gefällt. Ob es z.B. bei DSA andere Dinge gibt, die mir nicht gefallen spielt hier keine Rolle.
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 26.04.2017 | 15:46
@Widukind99


Dann möchte  ich dich auffordern,  deine Aussagen nicht mit unzutreffenden  Behauptungen zu versehen.

@Abd al Rahman

Entschuldigung
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Cierenmuir am 26.04.2017 | 15:48
Der Zeitaufwand beim Lernen ist bei M5 so optional wie noch nie (nachdem sich Zeit und Kosten für den Lebensunterhalt in den ersten Abenteuern der ConKampagne als quasi Großversuch als nicht sehr tauglich gezeigt haben):

Zitat von: KOD5 S. 155
Der Spielleiter kann aber jederzeit Ausnahmen zulassen, wenn die Spielerfiguren sonst zu lange warten müssten. Entsprechend entscheidet auch der Spielleiter, wie lange das Lernen dauert. Wenn er selbst keine anderen Vorstellungen hat, kann er sich grob an den folgenden Rahmen halten:

Der Spielleiter kann also fast beliebige Umstände in das Abenteuer einbauen und Spieler können nicht eine (technische) Lernphase zur Unzeit mit Verweis auf das Regelwerk einfordern. Es könnten also bei Bedarf die Zeiten von M4 übernommen werden oder eine Lernphase kann in einer Mittagspause abgehandelt werden - diese Wahlmöglichkeit finde ich gut (und ich habe noch keine Lernphase bei M5 exakt nachgerechnet).

Die Kosten pro TE bzw. LE sind teilweise abstrakt zu verstehen. Man kann hier Lebenshaltung und Lehrmeister bzw. verbrauchtes Material anführen, muss es aber nicht. Ein Effekt ist die Steuerung auf niedrigen Graden zugunsten von Steigerungen anstelle neuer Fertigkeiten. Dies soll die Kernkompetenzen weiter stärken, was nach etwas Gewöhnung für M4-Spieler auch angenommen wird. Werden die Belohnungen später größer, dann steigt natürlich die Auswahl für die Spieler.

Einige Formulierungen hätte man vielleicht besser anders gestaltet, aber nach meiner Erfahrung tun sich alte Hasen hier schwerer als Neulinge, die einfach nur lesen und dann steigern. ;)
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Issi am 26.04.2017 | 15:59
@Widukind99


Dann möchte  ich dich auffordern,  deine Aussagen nicht mit unzutreffenden  Behauptungen zu versehen.

@Abd al Rahman

Entschuldigungen
Ach Schwerti........ selbst wenn man die Aussagen von jemandem als nicht zutreffend empfindet, ist es dennoch angebracht seine Einwände und Kritik wertschätzend und höflich zu formulieren. So ist man auch eher geneigt sich deine Argumentation durchzulesen. Ansonsten fühlt man sich von Anfang an vor den Kopf gestoßen und lässt es. Umgekehrt sollte man auch für die Argumente anderer offen sein. Es kann ja auch mal sein, dass ein anderer etwas sieht, was man nicht sieht.
Wenn es nur darum geht wer am Ende Recht hat, wird sich dein Gegenüber die eigenen Worte und Gedanken nämlich sparen. Da ja kein echter Gedanken Austausch stattfindet. Du wirst es so auch schwer haben jmd von deinen Gedanken zu überzeugen.

PS. Man merkt recht schnell ob jemand einfach nur Recht haben will. Und das ist im Netz leider kein seltenes Phänomen.

Aber wenn alle dieses Spiel spielen. Finden keine echten Unterhaltungen mehr statt. Und das wäre doch schade.  ;)

Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Boba Fett am 26.04.2017 | 16:20
Issi thematisiert die beiden größten Probleme, mit dem sich Internetforen rumschlagen, und das auf sehr nette Art und Weise...! :d

Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Widukind99 am 28.04.2017 | 07:54
...
Die Kosten pro TE bzw. LE sind teilweise abstrakt zu verstehen. Man kann hier Lebenshaltung und Lehrmeister bzw. verbrauchtes Material anführen, muss es aber nicht. Ein Effekt ist die Steuerung auf niedrigen Graden zugunsten von Steigerungen anstelle neuer Fertigkeiten. Dies soll die Kernkompetenzen weiter stärken, was nach etwas Gewöhnung für M4-Spieler auch angenommen wird. Werden die Belohnungen später größer, dann steigt natürlich die Auswahl für die Spieler.
...
Genau so sehe ich das auch. Und genau das ist es, was nicht so ganz meinem Geschmack entspricht. Hier muss meine Spielfigur Geld (dass in der Spielwelt existiert) und eventuell auch Zeit (die in der Spielwelt existiert) und Punkte (die in der Spielwelt nicht existieren) aufwenden. Ich mag es halt lieber, wie in manch anderem System, dass das Steigern von Fertigkeiten rein auf den Punkten (die in der Spielwelt nicht existieren) basiert, die man durch Erfahrungen in Abenteuern gewonnen hat.
Mir geht es nicht darum, ob das nun "richtig" oder "falsch" ist, ob es gar "gutes" oder "schlechtes" Rollenspiel ist, ob es eine bessere oder schlechtere Simulation ist. Es ist einfach ein anderer Ansatz und ich verstehe nach vielen Diskussionen dieser Art auch die Beweggründe. Mir wäre es nur anders lieber. Und ich wollte für meine Sichtweise die Argumente darlegen.
Titel: Re: Lernen - war: Schwampf
Beitrag von: Cierenmuir am 28.04.2017 | 11:04
Genau so sehe ich das auch. Und genau das ist es, was nicht so ganz meinem Geschmack entspricht. Hier muss meine Spielfigur Geld (dass in der Spielwelt existiert) und eventuell auch Zeit (die in der Spielwelt existiert) und Punkte (die in der Spielwelt nicht existieren) aufwenden. Ich mag es halt lieber, wie in manch anderem System, dass das Steigern von Fertigkeiten rein auf den Punkten (die in der Spielwelt nicht existieren) basiert, die man durch Erfahrungen in Abenteuern gewonnen hat.
Mir geht es nicht darum, ob das nun "richtig" oder "falsch" ist, ob es gar "gutes" oder "schlechtes" Rollenspiel ist, ob es eine bessere oder schlechtere Simulation ist. Es ist einfach ein anderer Ansatz und ich verstehe nach vielen Diskussionen dieser Art auch die Beweggründe. Mir wäre es nur anders lieber. Und ich wollte für meine Sichtweise die Argumente darlegen.
Ich sehe hier kein Problem dies mit einer Hausregel zu erreichen:
Dadurch werden Geld und Punkte entkoppelt, der Zwergenhort bleibt davon unberührt und ist für das Selbstvertrauen der Zwerge immer noch genauso wesentlich und der Zeitaufwand kann nach Kodex eh entfallen. Besonderheiten wie für Elfen brauchen ebenfalls nicht geändert zu werden.
Ich sehe nur zwei Nachteile: Ohne EP für Gold kann reichen Figuren ein Nachteil entstehen. In einer Gruppe ist das egal, für eine spätere Verwendung in einer anderen Gruppe vielleicht schon. Wird nicht so viel Gold verteilt, dann ist der Punkt irrelevant. Und kleine Figuren werden tendenziell breiter aufgestellt (die 200 GS pro LE hauen da noch kräftig rein), d.h. die Kompetenzen werden eher weniger gesteigert. Dies wirkt sich aber nur beim Wechsel in andere Gruppen auf niedrigen Graden aus, danach wächst es sich heraus.

Fazit: Ich werde es nicht machen, halte es aber für Deine Wünsche für sehr geeignet.