Sind bei euch Handys erlaubt? Haben alle Handys am Spieltisch?
Liege ich wo falsch?
Und: Wie regelt ihr das am Spieltisch?
Jeder darf sein Handy nutzen wie er will. Wenn die Session Spaß macht fällt sowieso meistens das Aus-langeweile-heraus-auf-das-Handy-schauen weg.
Da ist halt die Frage: Schauen die Leute auf's Handy, weil das Spiel langweilig ist? Oder ist das Spiel langweilig, weil die Leute auf's Handy schauen?
Habe noch nie in einer Runde gesessen wo alle ständig mit dem Handy beschäftigt sindAlle sicher nicht. Aber ein paar reichen schon.
- Es erodiert den oben genannten Gruppenvertrag. Es ist wie beim "flache-Witze-machen" Problem: Wenn einer damit anfängt, ist die Hemmschwelle für die anderen bereits niedriger ebenfalls das Handy zu zücken.
Oder ist das Spiel langweilig, weil die Leute auf's Handy schauenKam im RSP jetzt nicht so oft vor, kenne ich aber aus Arbeitsgruppen: Man kommt zu nichts, wird ständig unterbrochen, weil eine oder mehrere Personen mit ihrer Aufmerksamkeit woanders sind.
Wenn die Session Spaß macht fällt sowieso meistens das Aus-langeweile-heraus-auf-das-Handy-schauen weg.Nö. Gewohnheiten und Konditionierungen lassen sich nicht mal eben so abstellen.
Dazu kommt auch, dass wir Fate spielen, also es gibt keinen Erzählonkel, sondern jeder ist aktiv beteiligt und ständig gefordert. Die (Kampf-)Runden sind recht schnell abgewickelt, sodass es da auch kaum Downtime gibtIch mag Erzählonkel-Spiel auch nicht. Aber ich mag es mich mit meinen Mitspielern abzustimmen, den Abstimmungen von Mitspieln zu lauschen, wenn ich gerade nichts beitragen kann und ich mag die Beschreibungen und Aktionen der Spielspieler mitbekommen. Insofern gehört für mich "Downtime" als wertvolles Element zum Spiel dazu. Ich muss nicht in narzisstischer Manier (um da einen Ball von dir aufzugreifen) "immer dran sein".
Dazu ist noch zu sagen, dass man so einen Gruppenvertrag dann erstmal (explizit!) haben muss.Als jemand der gerne und relativ viel Freiform spielt, kann ich sagen: Man kann nie so viel und eindeutig vereinbaren, wie man eigentlich müsste. Ich verstehe deswegen den Gruppenvertrag als Aushandlungprozess, der vom Anfang bis zum Ende einer Gruppe währt.
Ich frag' mich langsam, was ich da eigentlich verpaßt habe, wenn moderne Handys wirklich solche Teufelsgeräte sein sollen. :o Meins ist zu 99% schlicht und ergreifend nur mein Telefon für unterwegs mit 'nem bißchen SMS-Fähigkeit, um mit Daheim Kontakt zu halten (und davon ist unter normalen Umständen noch mindestens die Hälfte "so, ich komme jetzt zurück"...); fürs Internet habe ich zu Hause meinen PC und für 08/15-Anrufer das Festnetz.
Als jemand der gerne und relativ viel Freiform spielt, kann ich sagen: Man kann nie so viel und eindeutig vereinbaren, wie man eigentlich müsste. Ich verstehe deswegen den Gruppenvertrag als Aushandlungprozess, der vom Anfang bis zum Ende einer Gruppe währt.
Da ist halt die Frage: Schauen die Leute auf's Handy, weil das Spiel langweilig ist? Oder ist das Spiel langweilig, weil die Leute auf's Handy schauen?Da auch Handy-Schauer bei einer spannenden Szene das Handy beiseite legen, vermute ich Ersteres.
Da auch Handy-Schauer bei einer spannenden Szene das Handy beiseite legen, vermute ich Ersteres.Ich vermute eher, dass es sich gegenseitig bedingt. Einmal schnell gelangweilt -> Handy gezückt -> Spieler fällt aus, um etwas zur Spannung beizutragen -> Spiel wird langweiliger -> nächster Spieler am Handy usw. >;D
Da auch Handy-Schauer bei einer spannenden Szene das Handy beiseite legen, vermute ich Ersteres.Ich hab schon mal folgendes erlebt.-
Alle drei Arten von Mitspielenden beteiligen sich nicht so am Spielprozess, wie es für mich zum Rollenspiel gehört.Ich könnte gut und gerne auf langweilige Szenen verzichten. Aber hin und wieder kommen langweilige Szenen nunmal vor.
Mit Immersionsbruch haben diese Handyaktionen für mich nicht so sehr zu tun. Viel schwerwiegender ist die unnötige Störung des Spielprozesses.Nein, die Immersion wird nicht direkt gebrochen.
An einem optimalen Spielabend gibt es nur spannende Szenen. Und alle Spieler vergessen ihr Handy und fiebern einer spannenden Szene nach der anderen mit. Aber solche optimalen Spielabende sind doch recht selten.Da bin ich anderer Meinung. Spannung muß sich auch aufbauen. Dafür braucht man den sogenannten Spannungsbogen.
Ich hab schon mal folgendes erlebt.-Ich möchte die schöne Liste noch erweitern um den Handy-Nutzer, der auch schon zuckt und zu seinem Teil greift, sobald ein anderer in der Runde mit seinem Handy zu Gange ist, bzw. sobald ein anderes Gerät Licht-Brumm- oder Tonsignale von sich gibt.
Die "Trance-Spieler"
Es passiert gerade eine Szene, in der alle, außer dem Handynutzer zittern.
Und dann sagt der Spielleiter: "Hey, Du wilrst gerade angegriffen!."
Handynutzer: "Was ?Ach echt? Hab ich gar nicht mitbekommen.......". :P ::)
Die unterhalten sich aber auch nicht mit Leuten am Tisch. Die sind wirklich woanders.
Und dann gab es noch die "Standby-Spieler"- Die beamen sich weg, bis sie selbst wieder dran sind.
Mit den Mitspielern passierten derweil auch spannende Sachen aber an denen waren sie nicht interessiert.
Das sind auch die, die sich während-dessen mit anderen unterhalten würden, damit sie die
Aufmerksamkeit bekommen, die sie gerade nicht haben.
Und dann gibt es noch die "Pausen-Kucker," sobald mal ne Pause da ist, fängt das Hirn zu arbeiten an.
Sie kriegen Angst dass sie evtl. irgendwas vergessen haben, und müsssen schnell irgendwas nachkucken.
Denn (eigener) Leerlauf wird schwer ertragen. Aber wenn dann kucken sie dezent und unauffällig.
Sobald sie was "getan" haben, können sie sich wieder entspannen,
und sind wieder da.
~;D
Da bin ich anderer Meinung. Spannung muß sich auch aufbauen. Dafür braucht man den sogenannten Spannungsbogen.Inwiefern widerspricht sich das jetzt?`
Auch Adrenalin hält sich nicht ewig und baut sich Körperbedingt irgendwann ab.
Wenn ich mit einen Actionfilm anschaue, indem es nur "abgeht", schaltet sich irgendwann das Gehirn ab.- Weil der Spannungsbogen nicht existiert.OK, in diesem Punkt sind wir tatsächlich anderer Meinung. Wenn ich Lust auf einen Actionfilm habe, sind mir Spannungsbögen vollkommen egal. Dann schaue ich mir Filme an, die eine Aneinanderreihung von Action sind.
Ich möchte die schöne Liste noch erweitern um den Handy-Nutzer, der auch schon zuckt und zu seinem Teil greift, sobald ein anderer in der Runde mit seinem Handy zu Gange ist, bzw. sobald ein anderes Gerät Licht-Brumm- oder Tonsignale von sich gibt.Du meinst einen Spieler, bei dem Handy-benutzen so ansteckend ist wie gähnen? ~;D
Nennen wir ihn mal "Panik-ich-könnte-was-auf-dem-Handy-verpassen-Spieler...." 8]
Nun wollte ich mal fragen: Wie steht ihr dazu? Sind bei euch Handys erlaubt? Haben alle Handys am Spieltisch? Liege ich wo falsch? Habe ich etwas vergessen?
Und: Wie regelt ihr das am Spieltisch?
Ich halte wenig davon, andere Mitspieler dazu zu zwingen, für sie langweilige Szenen zu beobachten. Das bringt dem Spiel nichts, das bringt mir persönlich nichts und das bringt noch weniger dem gezwungenen Spieler etwas.Davon halte ich auch nichts. Allerdings halte ich auch nichts davon sich in Fremdbeschäftigung zu üben.
Von jemandem, der zu mir zum Kaffee vorbei kommt, erwarte ich auch, dass er sich mit mir oder anderen Gästen beschäftigt und eben nicht bei Tisch mit andern Leuten telefoniert/schreibt. Wenn er das tun will, kann er mal den Balkon benutzen oder - wenn das Dauerzustand ist - soll er halt gar nicht erst kommen.Ja, wenn das Dauerzustand ist, würde der Handytipper wahrscheinlich auch kein zweites Mal kommen, da er sich scheinbar non-stop langweilt bzw. zu Hause genau so gut ins Handy tippen kann.
Mir ist die Zeit wirklich zu schade dafür, wenn jemand immer wieder sich mit anderen Dingen beschäftigt und erklärt bekommen muss, was gerade im Spiel passiert ist, ... Das blockiert den Spielfluss und macht das ganze Spiel mühsam.Und mir ist meine Zeit zu Schade, um mich mit langweiligen Szenen zu beschäftigen.
Käme darauf an, wie sehr die anderen Mitspieler auf meine Bitten hören.
Wahrscheinlich würde ich das Handy ausschalten. Aber im Gegenzug würde ich bei einer Szene, die ich als langweilig empfinde, darum bitten, diese Szene zu überspringen.
Keine Ahnung. Da das noch nie vorgekommen ist, ist das rein hypothetisch. Lässt sich so schwer beantworten.Ich weiß, wäre schön, wenn Du versuchst das trotzdem zu beantworten. Ich gewinne so den Eindruck Du weichst mir aus.
Aber Gegenfrage: Wenn dich jemand bittet, eine Szene zu beenden, weil sie ihn langweilt, würdest du das dann tun? Obwohl du selber diese Szene extrem spannend findest.Ist bei mir selten vorgekommen, weil ich von mir aus versuche, mir ein im Zeitrahmen angemessenes Spotlight zu holen.
Ich weiß, wäre schön, wenn Du versuchst das trotzdem zu beantworten. Ich gewinne so den Eindruck Du weichst mir aus.Nein, ich weiche dir nicht aus. Es ist aber einfach so, dass ich es nicht weiß. Vielleicht ist es eine Minute. Vielleicht sind es 30 Minuten. Ich weiß es nicht!
Ich persönlich würde ich allerdings in keiner Runde mitmachen, in der ein SL ein prinzipielles Handy-Verbot ausspricht und mir als Grund nennt, dass es die Immersion stört etc
Wäre mir zu narzisstisch
(...) Vielleicht sind es 30 Minuten. Ich weiß es nicht!
Wahrscheinlich wäre es auch nicht immer die gleiche Zeit, sondern würde variieren. Das hängt wahrscheinlich auch davon ab, WIE langweilig die Szene ist.
Nein, ich weiche dir nicht aus. Es ist aber einfach so, dass ich es nicht weiß. Vielleicht ist es eine Minute. Vielleicht sind es 30 Minuten. Ich weiß es nicht!Die Szene wird ja erstmal nur von Dir als langweilig empfunden. Wärst Du toleranter, wenn die anderen Spieler sie spannend finden?
Wahrscheinlich wäre es auch nicht immer die gleiche Zeit, sondern würde variieren. Das hängt wahrscheinlich auch davon ab, WIE langweilig die Szene ist.
Ich gewinne den Eindruck, dass besonders "Handy im Spiel Benutzer "- die Nutzung von Handys mit anderen Tätigkeiten wie zum Beispiel "Spielbericht schreiben oder Regeln nachlesen" in einen Topf werfen.
Bzw. da keine Differenzierung wünschen.
@
gilborn
Erreichbarkeit ist kein Luxus mehr.
Es ist mMn. Luxus mal nicht erreichbar sein zu müssen.
Gehört finde ich auch ein Stückweit zur ganz persönlichen Privatsphäre, sofern man die auch mal schuetzen möchte.
Aufs Rollenspiel bezogen: Handy checken geht mal kurz, falls man Familie hat und nachschauen will, ob was Wichtiges ist. Sonst: Wie im Kino, es nervt, mich stört da selbst das zu helle Display.Ich hatte hier letztens einen Thread zu den Auswirkungen des Handies am Tisch: https://www.tanelorn.net/index.php/topic,103113.msg134508045.html#msg134508045
Results from two experiments indicate that even when people are successful at maintaining sustained attention—as when avoiding the temptation to check their phones—the mere presence of these devices reduces available cognitive capacity.
Ich gewinne den Eindruck, dass besonders "Handy im Spiel Benutzer "- die Nutzung von Handys mit anderen Tätigkeiten wie zum Beispiel "Spielbericht schreiben oder Regeln nachlesen" in einen Topf werfen.Das war von mir erst Mal eine neutrale Feststellung, die mir auffällt.
Bzw. da keine Differenzierung wünschen.
Ich frag' mich langsam, was ich da eigentlich verpaßt habe, wenn moderne Handys wirklich solche Teufelsgeräte sein sollen. :o Meins ist zu 99% schlicht und ergreifend nur mein Telefon für unterwegs mit 'nem bißchen SMS-Fähigkeit, um mit Daheim Kontakt zu halten (und davon ist unter normalen Umständen noch mindestens die Hälfte "so, ich komme jetzt zurück"...); fürs Internet habe ich zu Hause meinen PC und für 08/15-Anrufer das Festnetz.Du hast Hooked verpasst: https://www.forbes.com/sites/rogerdooley/2014/02/26/hooked/
Diskutiert ihr gerade "bitte unterbrich etwas, das mit Rollenspiel nichts zu tun hat" und "bitte unterbrich etwas, das Teil des Spiels ist" als gleichberechtigte Forderungen?Wahrscheinlich würde ich das Handy ausschalten. Aber im Gegenzug würde ich bei einer Szene, die ich als langweilig empfinde, darum bitten, diese Szene zu überspringen.Ok, und wenn die anderen diese Szene aber noch wichtig finden, und die noch ein paar Minuten ausspielen wollten?
Wäre das dann ein Problem?
Wieviel Zeit würdest Du Szenen, die Dich nicht interessieren, zugestehen, ohne dich anderweitig zu beschäftigen?
Gibt es da eine zeitliche Schmerzgrenze?
Diskutiert ihr gerade "bitte unterbrich etwas, das mit Rollenspiel nichts zu tun hat" und "bitte unterbrich etwas, das Teil des Spiels ist" als gleichberechtigte Forderungen?Für manche "Handy-im Spiel- Benutzer" ist diese Forderung scheinbar gleichberechtigt.
Was gar nicht geht sind Leute die sich rausnehmen zu fordern dass Geräte nicht im Raum sein sollen oder ausgeschaltet gehören (lautlos ist ne andere Baustelle und schlicht höflich).Sehe ich anders: Wenn das Gerät das Spiel beeinflusst, sind die anderen davon betroffen und es geht sie etwas an.
Der Inhalt meiner Taschen geht grundsätzlich (rechtlich relevantes aussen vor) niemanden was an.
Genausowenig wie es irgendwen was angeht, ob und warum die Geräte an oder aus sind.
Für manche "Handy-im Spiel- Benutzer" ist diese Forderung scheinbar gleichberechtigt.Vorsicht: Das sind Annahmen und könnten leicht persönlich genommen werden. Erstmal gibt es nur diese Diskussion. Was Leute dazu denken oder fühlen wissen wir nicht. Nehmen wir doch lieber das beste über alle Anderen an. Dann lassen sich auch kompliziertere Themen viel leichter diskutieren.
Und eine Differenzierung scheinbar auch nicht erwünscht.
Vorsicht: Das sind Annahmen und könnten leicht persönlich genommen werden. Erstmal gibt es nur diese Diskussion. Was Leute dazu denken oder fühlen wissen wir nicht. Nehmen wir doch lieber das beste über alle Anderen an. Dann lassen sich auch kompliziertere Themen viel leichter diskutieren.Ich bezog mich gerade auf Post #51. Bzw Post #50 von mir.
Ich wollte nur darauf hinweisen, dass sehr unterschiedliche Forderungen nebeneinander stehen. ⇒ Differenzieren.
Issi #50 -Ich gewinne den Eindruck, dass besonders "Handy im Spiel Benutzer "- die Nutzung von Handys mit anderen Tätigkeiten wie zum Beispiel "Spielbericht schreiben oder Regeln nachlesen" in einen Topf werfen.
Bzw. da keine Differenzierung wünschen.
#51 -Es ist doch reichlich arrogant, das eine zu verdammen und das andere als vollkommen normal zu definieren.Verallgemeinern kann ich das nicht.
Ja, ich wünsche keine Differenzierung.
Wer da unbedingt eine Differenzierung herbeireden will, soll selbst in die Beweisführung gehen.
Ich bezog mich gerade auf Post #51. Bzw Post #50 von mir.Oh, 51 hatte ich überlesen. Tut mir Leid: War nicht nur eine Annahme von dir.
Ja, ich wünsche keine Differenzierung.Ich wünsche zu Differenzieren zwischen "Teil des Spiels / mit Bezug zum Spiel" und "Teil von etwas anderem".
Wer da unbedingt eine Differenzierung herbeireden will, soll selbst in die Beweisführung gehen.
Ich hatte hier letztens einen Thread zu den Auswirkungen des Handies am Tisch: https://www.tanelorn.net/index.php/topic,103113.msg134508045.html#msg134508045
EDIT: Ein Handy auch nur auf dem Tisch liegen zu haben (ohne es zu nutzen) reduziert signifikant die kognitive Kapazität (verglichen mit dem Handy im anderen Raum): http://www.journals.uchicago.edu/doi/full/10.1086/691462
Dazu noch: Es stört wahrscheinlich auch die Konzentration der anderen, sogar mehr als die eigene (allerdings nur zu Laptops geprüft): http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0360131512002254
Die Szene wird ja erstmal nur von Dir als langweilig empfunden. Wärst Du toleranter, wenn die anderen Spieler sie spannend finden?Normalerweise sieht das Entgegenkommen wie folgt aus:
Im Gegenzug könnte es ja auch mal sein, dass Du etwas spannend findest, was deine Spieler nicht so stark interessiert. Da könntest Du dann evtl. auch mehr Entgegenkommen erwarten.
Ein Handy am Tisch beeinflusst das Spiel mit etwas, das oft nichts mit dem Spiel zu tun hat und das du auch alleine machen kannst.Eine Blatt Papier auf dem Tisch, auf dem man rumkritzelt, beeinflusst das Spiel ebenso.
...
Das "böse Handy" gibt es nicht. Schließlich hat ja fast jeder eines. In manchen Gruppen vielleicht aber das "unpassende Handy" oder das "störende Handy."
...
Edit. Und alle Spieler die schon seit ein paar Jahrzehnten spielen, da soll es hier ja einige geben, hätte ich folgende Frage: Waren eure Spielsitzungen den soviel langweiliger, als ihr so ein Ding noch nicht hattet? Oder als ihr es dann hattet aber im Spiel noch nicht benutzt habt?
@ ArnebabZum Teil ja — und zum Teil machen wir genau das: Wir bitten Leute, aufmerksam zu bleiben.
Jedwedes Regelwerk stört meine kognitive Kapazität. Ich LIEBE die Dinger.
Anderen mag das mit Handys so gehen, bezweifel ich nicht.
Es kommt auf die Person und das Maß an.
Wer also gerne Handys verbietet, müsste auch Regelwerke verbieten, solange sie in der Szene nicht benötigt werden.
Und malen sowieso.
Wenn du allerdings darüber nachdenkst, was du später machst, dann denkst du über das Spiel nach: Andere haben später was davon. Das ist ein wichtiger Unterschied zwischen den Arten der Ablenkung.Wenn du nicht spontan bist und lange überlegen musst, dann ja.
Wenn du was zum Spiel zeichnest, dann dient das als Vorstellungsstütze. Wenn du in einer Deadlands-Runde halb nackte Comic-Elfen zeichnest, gilt das allerdings nicht.1. Kommt darauf an, wie gut du zeichnen kannst.
Allerdings war die Ablenkung auf viel niedrigerem Level als in der Runde, in der zwei Leute bei jeder 5-Minuten-Spielpause auf eine Quiz-App wechselten.Wie hast du den Ablenkungsgrad festgestellt?
Sehe ich anders: Wenn das Gerät das Spiel beeinflusst, sind die anderen davon betroffen und es geht sie etwas an.
Das ist ähnlich als hättest du heftig stinkenden Käse in der Tasche. Da dürften die anderen dich ja hoffentlich auch bitten, den aus dem Raum zu nehmen, oder ihn zumindest so zu verpacken, dass sie ihn nicht riechen.
Wohlgemerkt: Das gilt nur, wenn es das Spiel (negativ) beeinflusst. Denn dann ist es eben nicht nur deine Sache.
Allerdings war die Ablenkung auf viel niedrigerem Level als in der Runde, in der zwei Leute bei jeder 5-Minuten-Spielpause auf eine Quiz-App wechselten.
Wenn mich deine Piercings in der Nase und deine politischen (aber strafrechtlich nicht relevanten) Patches oder dein Tanktop oder dein Minirock negativ in meiner Konzentrationsfähigkeit beinflussen, konstituiert das dann auch einen anspruch darauf, dass du daran was änderst?
Nein, weils mich, mit Verlaub, nen Scheisssdreck angeht wie andere Leute rumlaufen, solange es nicht vollkommen den Rahmen des gesellschaftlich akzeptierten sprengt.
Bei allem anderen tuts niemandem weh vorher mal nen Schritt zurückzugehen und sich zu überlegen ob die eigenen Befindlichkeiten im konkreten Fall nun wirklich so stark eingeschränkt werden dass man in die Lebensführung anderer Leute eingreifen muss oder Erklärungen einfordert, die einen vielleicht einfach nichts angehen.
Ich sehe kein Argument, magst du das etwas ausführen?
Wenn ich auf der Straße Leuten begegne, dann greift das, was Du oben geschrieben hast.
Wenn ich mich mit Leuten zum Spielen treffe, erwarte ich etwas (bzw. deutlich) mehr Übereinstimmung als den Verzicht auf strafrechtlich relevantes Verhalten.
Ich dachte eigentlich, das sei selbstverständlich. Nehme aber (mit Verwunderung) zur Kenntnis, das dem nicht so ist.
Wieder was gelernt. Man muss über alles reden.
"Deutlich" mehr Übereinstimmung ist halt eine vollkommen nichtssagende Worthülse.
Darum meine baseline mit der strafrechtlichen Relevanz.
Wenn ich mich mit Rollos treffe ist (von Hygiene abgesehen, die Pflicht ist), das aussehen nun mal ziemlich irrelvant für mich. Ich mag Leute mit denen ich am Spieltisch gut auskomme und dazu gehört für mich erstmal kompatibler RPG-Geschmack. Direkt dahinter ist dann passendes Sozialverhalten. Dazu gehört für mich aber unter anderem ne gewisse liberalität und toleranz. Auf Leute die erstmal mit kleinkariertem"XY will ich aber überhaupt nicht sehen, das hat gefälligst vom Tisch zu verschwinden" anfangen, ohne den Mitspielern überhaupt ne Chance zu geben und zu zeigen ob sie überhaupt störungen produzieren oder nicht, habe ich keinen Bock, selbst wenn ich die Abneigung gegenüber XY zufällig teilen sollte (=> konkretes Beispiel: Raucher und ihre Pausen)
Darum meine baseline mit der strafrechtlichen Relevanz.
Was die Studie angeht:Also Totschlagargumentation ohne sachliche Begründung. Chapeau!
Halte ich immer noch für Murks und fällt für mich ohne eine ausreichende Menge an ähnliche gearteten Studien hier drunter:
https://www.nature.com/news/over-half-of-psychology-studies-fail-reproducibility-test-1.18248
Das Handyverbot wird mit der Unterscheidung zwischen spielweltbezogener und unbezogener Ablenkung noch komischer.Beim Handy besteht grundsätzlich ein Nachvollziehbarkeits-Problem. Wenn ersichtlich ist, dass du dein Handy nur dafür her nimmst (und nicht nebenzu woanders unterwegs bist), dann wäre das für mich vergleichbar mit dem "Ausrüstungsbuch". Das ist auch der Grund, warum ich Tablets für unproblematischer halte. Da sieht man aus den Augenwinkeln, was die Person macht. Ist natürlich nur nötig, wenn die Person nicht mitteilt, dass sie was nachschlagen will. (An Kontrolle und Nachvollzieharkeit sieht man ganz gut: Es geht um Regeln - also eigentlich um die Einhatung des Gruppenvertrags.)
Wenn ich ein Ausrüstungsbuch lese ist das akzeptabel, wenn ich auf dem Handy im Systemwiki oder nem THemenbezogenen Forum was rumstöbere oder mir dortdie Bücher als PDF ansehe, hingegen vollkommen schlimm?
Finde ich schräg und imho scheint da irgendwo ne gewisse Technikfeindlichkeit durch.Nope. Nur ne Ablehnung gegenüber "always online", "immer erreichbar" (auch in Meetings, bei RSP-Terminen, während nem Familienfest, ...) und [hab ich vergessen - wird reineditiert]. Das ist keine Absage an "die Technik" sondern an damit verbundenem unangemessen Verhalten.
Beim Handy besteht grundsätzlich ein Nachvollziehbarkeits-Problem.Wenn du es nicht nachvollziehen kannst, dann kann es dir doch egal sein.
An Kontrolle und Nachvollzieharkeit sieht man ganz gut: Es geht um Regeln - also eigentlich um die Einhatung des Gruppenvertrags.Daran sieht man vor allem ganz gut, dass dieser Gruppenvertrag überregelt ist.
Schön konstruiertes Beispiel.Das hängt nun vom Käse ab. Wenn ich vom Handy nichts merke, ist es wie ich später geschrieben habe auch egal. Je nach Käse passt das Beispiel also gut: Es geht darum, dass es Dinge in deiner Tasche gibt, die andere doch betreffen — und damit etwas angehen.
Den Käse riechst du von Anfang an. Von meinem Handy in der Hosentasche merkst du aber erst mal nichts. Eventuell auch nie.
Und "beeinflussen" ist halt auch so ein nichtssagender Begriff.Du hast keinen Anspruch darauf. Aber wenn du merkst, dass du dich dadurch nicht konzentrieren kannst, kannst du mich bitten, das zu ändern. Wenn ich das dann nicht mache, einfach weil ich finde, dass dich das nicht angeht (will heißen: Ohne ersichtlichen Grund), brauche ich mich nicht zu wundern, wenn du nicht mehr mit mir spielen willst.
Wenn mich deine Piercings in der Nase und deine politischen (aber strafrechtlich nicht relevanten) Patches oder dein Tanktop oder dein Minirock negativ in meiner Konzentrationsfähigkeit beinflussen, konstituiert das dann auch einen anspruch darauf, dass du daran was änderst?
Das geht aber in beide Richtungen und dazu gehört auch, eigene Phobien (Handies? Ditte braucht doch keiner!) mal ein bissl zurückzuschrauben und sein Gegenüber nicht wie ein kleines Kind zu bevormunden.Ich nehme mal an, dass du mit "Phobie" meinst, dass andere überreagieren (wenn es eine echte Phobie ist, dann ist es etwas, das der andere nicht ändern kann. In dem Fall wärst du meiner Meinung ganz klar am Zug, das Handy wegzulassen).
Ich kann jeden verstehen der bei Problemspielern REAKTIV Störfaktoren vom Tisch verbannt.Ich finde es deutlich einfacher, gemeinsame Regeln zu haben, an die sich alle halten. Das vermeidet es, jemandem das Stigma "Problemspieler" anzuhängen. »DU kannst nicht mit deinem Handy umgehen, deswegen musst DU es weglassen, aber wir anderen haben es alle zur Hand.«
Wer das aber proaktiv macht UND dabei noch nen extremen Bias walten lässtIn jedem vorherigen Jahr waren die Spieler in den Pausen weiterhin in der Gruppe. Erst nachdem sie die App hatten, waren sie in den Pausen nur noch in der App.
…
Da sind aber nicht die Handys das Problem, sondern evtl. mangelnde Erziehung und/oder fehlendes Interesse an der Spielsitzung.
Ich nehme dir aber nicht ab dass die sich ohne Handy signifikant produktiver verhalten würden.Du gehst also davon aus, dass du für dich Unbekannte besser einschätzen kannst, als Leute, die schon oft mit ihnen gespielt haben — sowohl mit als auch ohne Handy? wtf?
Das Handyverbot wird mit der Unterscheidung zwischen spielweltbezogener und unbezogener Ablenkung noch komischer.Das ist das Gegenteil von dem, was ich gesagt habe.
Wenn ich ein Ausrüstungsbuch lese ist das akzeptabel, wenn ich auf dem Handy im Systemwiki oder nem THemenbezogenen Forum was rumstöbere oder mir dortdie Bücher als PDF ansehe, hingegen vollkommen schlimm?
Mir gehen Raucher am Spieltisch auch tierisch auf den Zeiger. Trotzdem können die gerne ihre regelmäßige auszeit nehmen, solange es nicht grad mitten im Satz ist. Ja, es unterbricht den Spielfluss, ja es unterbricht die Konzentration, ja es ist ungesund und zwar für alle beteiligten, selbst wenn auf dem Balkon geraucht wird.Eigentlich ist das ein tolles Beispiel. Ich würde auch keinem Raucher verbieten zu rauchen. Handies lassen sich genauso handhaben: Klar kannst du dein Handy nehmen, aber bitte nicht im Raum. Zum telefonieren, WhatsApps checken, usw. kannst du ja genauso kurz aus dem Raum gehen wie zum Rauchen — und musst dafür nichtmal auf den Balkon, ein Nebenzimmer reicht schon.
Trotzdem kein Grund den Suchtis ihren Tabakkonsum zu verbieten.
@ArneBabKennst Du denn jmd der wegen Handy Sucht alle X Minuten den Raum verlassen muesste?
Alle x Minuten aufstehen und den Raum verlassen ist für dich weniger störend als alle x Minuten einen kurzen Blick aufs Handy zu werfen?
@ArneBabWenn X im Rahmen von über 60 Minuten liegt, ja, aus mehreren Gründen:
Alle x Minuten aufstehen und den Raum verlassen ist für dich weniger störend als alle x Minuten einen kurzen Blick aufs Handy zu werfen?
Kennst Du denn jmd der wegen Handy Sucht alle X Minuten den Raum verlassen muesste?Nein, müssen muss das niemand. Aber bei einem Hobby geht es in der Regel auch nicht um Zwang, sondern um Spaß haben und sich nicht langweilen.
Bei Rauchern klappen Raucher Pausen ganz gut. 2-3 pro Sitzung.Du missverstehst etwas!
Sowas würde ich Handy Suchtlern dann auch vorschlagen.
Aufstehen passiert eher in Spielpausen — auch Raucher unterbrechen ja nicht gerade im spannendsten Augenblick.Aus eigener Erfahrung kann ich sagen:
Das kurz gucken zieht oft mehr nach sich (z.B. noch kurz antworten) und wird leicht mehr. Ich erinnere mich an eine 10 Stunden Runde, in der jemand durchgehend etwa alle 5 Minuten getippt hat. Stattdessen wäre ein einzelnes 15 Minuten Telefongespräch weitaus weniger störend gewesen. Aber alle 5 Minuten tippen fühlt sich für den Tippenden weniger invasiv an (er ist ja körperlich noch da), obwohl es das Spiel mehr stört.Und jetzt stelle dir mal vor, die Person wäre alle 5 Minuten aufgestanden und hätte den Raum verlassen.
Wenn mehrere Leute es machen, koordinieren sie ihr rausgehen eher. Wenn jemand aufs Handy schaut, macht das zwar auch leicht noch jemand zweites, aber das fühlt sich dann nicht nach "ich habe aufs Handy geschaut" an, so dass ich davon ausgehe, dass die Frequenz höher ist, was zum vierten Punkt führt:Die Koordination erfolgt nur, wenn man rausgeht, um etwas gemeinsam zu machen (z.B. gemeinsam rauchen). Wenn man jedoch rausgeht, um etwas alleine zu machen (Toilette, Handy), dann wird das nicht koordiniert.
Ich will, dass die Leute, die aufs Handy schauen, merken, dass sie für die anderen das Spiel unterbrechen.Für die anderen wird doch nur das Spiel unterbrochen, wenn sie auf dich warten.
Wenn du das Gefühl hättest, dann ständig rausgehen zu müssen, dann schaust du zu oft aufs Handy.Nein, wenn ich das Gefühl habe, zu häufig rausgehen zu müssen, dann gibt es in dieser Runde zu viele langweilige Szenen.
Was gar nicht geht sind Leute die sich rausnehmen zu fordern dass Geräte nicht im Raum sein sollen oder ausgeschaltet gehören (lautlos ist ne andere Baustelle und schlicht höflich).
Der Inhalt meiner Taschen geht grundsätzlich (rechtlich relevantes aussen vor) niemanden was an.
Genausowenig wie es irgendwen was angeht, ob und warum die Geräte an oder aus sind.
Raucher rauchen nicht, weil ihnen langweilig ist, sondern weil sie süchtig sind.Die Landesmedienanstalt spricht von 8% Suchtgefährdeten Handynutzern unter Jugendlichen (http://www.lfm-nrw.de/service/pressemitteilungen/pressemitteilungen-2015/2015/oktober/always-on.html) — und 21% mit problematischer Nutzung.
Handy-Nutzer nutzen das Handy nicht, weil sie süchtig sind, sondern weil ihnen langweilig ist.
Beim Rauchen steht man zwar auch auf und verlässt den Raum, aber das tut man nicht alleine. Hier kann man trotz "auf Balkon rauchen" auch noch quatschen. Daher wird geraucht, wenn eine Pause ist oder wenn eine Szene ist, in der gerade kein einziger Raucher involviert ist.Das wäre meiner Ansicht nach beim Handy auch das Ideal. Beim Smartphone könnte das klappen, wenn sie sich Sachen zeigen wollen.
Und jetzt stelle dir mal vor, die Person wäre alle 5 Minuten aufgestanden und hätte den Raum verlassen.Der Punkt hier ist: Das wäre sie nicht. Sie wäre aufgestanden, hätte den Raum verlassen, hätte dann telefoniert und wäre recht bald wieder zurück gewesen — und von da ab wahrscheinlich kontinuierlich präsent gewesen. Am Telefon geht das gleiche Gespräch nämlich deutlich schneller.
Für die anderen wird doch nur das Spiel unterbrochen, wenn sie auf dich warten.Das stimmt so zumindest bei Gesprächen meiner Erfahrung nach nicht.
Nein, wenn ich das Gefühl habe, zu häufig rausgehen zu müssen, dann gibt es in dieser Runde zu viele langweilige Szenen.Dann gibt es für dich kein Problem: Du müsstest in guten Runden (mit nicht *zu vielen* langweiligen Szenen) nicht zu häufig rausgehen.
Nochmal: Solange es spannende Szenen gibt, schaut man auch nicht aufs Handy. Das Handy wird in langweiligen Szenen genutzt.Die Diskussion dazu, was diese Szenen langweilig macht und ob das Handy zu der Langeweile beiträgt, die es dann erträglich macht, hatten wir hier schon.
Der Punkt hier ist: Das wäre sie nicht. Sie wäre aufgestanden, hätte den Raum verlassen, hätte dann telefoniert und wäre recht bald wieder zurück gewesen — und von da ab wahrscheinlich kontinuierlich präsent gewesen. Am Telefon geht das gleiche Gespräch nämlich deutlich schneller.Kommt natürlich darauf an, wieso sie so viel gechattet hat:
Das stimmt so zumindest bei Gesprächen meiner Erfahrung nach nicht.Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Person mit Handy sich weniger am Gespräch beteiligt, die anderen darauf aber keine Rücksicht nehmen, sondern sich mit normalen Tempo ohne den Handy-Nutzer weiterunterhalten.
Ich beobachte seit Jahren auf Bahnfahrten, wie Gespräche sich verändern, wenn ein Handy rausgeholt wird. Üblicherweise brechen sie ein. Leute reden weniger, und die Person am Handy antwortet mit ~1s Verzögerung, antwortet aber noch. Diese Verzögerung reicht allerdings, um das Gespräch Stück für Stück sterben zu lassen.
Kommt natürlich darauf an, wieso sie so viel gechattet hat:Ja, war es.
War das wirklich nur eine Person und war es wirklich das Thema des Chats, wegen dem sie so viel gechattet hat: Dann ja, dann wäre ein einziges Telefonat wahrscheinlich die bessere Alternative.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Person mit Handy sich weniger am Gespräch beteiligt, die anderen darauf aber keine Rücksicht nehmen, sondern sich mit normalen Tempo ohne den Handy-Nutzer weiterunterhalten.Es ist spannend, wie sich das unterscheidet. Wie groß waren die Gruppen in deinem Fall ungefähr? Bei Gruppen in der Bahn sind es selten mehr als 4 Leute.
Wenn der Handy-Nutzer dann fertig ist, hört er ein paar Sätze der Unterhaltung zu, um wieder reinzukommen, und steigt dann wieder in die Diskussion ein.
Raucher rauchen nicht, weil ihnen langweilig ist, sondern weil sie süchtig sind.Das ist ziemlich falsch. 1. Als Pauschalaussage und 2. gibt es einen engen Zusammenhang zwischen Sucht und Langeweile (nachzulesen z.B. bei Erich Fromm).
Handy-Nutzer nutzen das Handy nicht, weil sie süchtig sind, sondern weil ihnen langweilig ist.
Das funktioniert mMn in beide Richtungen nicht - zum Einen gibt es straftrechtlich relevante Sachen, die mir egal wären/sind und zum Anderen strafrechtlich irrelevante Sachen, die absolutes Ausschlusskriterium sind.
Also Totschlagargumentation ohne sachliche Begründung. Chapeau!
Beim Handy besteht grundsätzlich ein Nachvollziehbarkeits-Problem. Wenn ersichtlich ist, dass du dein Handy nur dafür her nimmst (und nicht nebenzu woanders unterwegs bist), dann wäre das für mich vergleichbar mit dem "Ausrüstungsbuch". Das ist auch der Grund, warum ich Tablets für unproblematischer halte. Da sieht man aus den Augenwinkeln, was die Person macht. Ist natürlich nur nötig, wenn die Person nicht mitteilt, dass sie was nachschlagen will. (An Kontrolle und Nachvollzieharkeit sieht man ganz gut: Es geht um Regeln - also eigentlich um die Einhatung des Gruppenvertrags.)
Was natürlich auch sein kann: Dass der Rollenspielabend in der Runde als analoges Hobby (und als bewusste Auszeit von Internet & Co) verstanden wird. Dann ist Digitalkram natürlich per Gruppenvertrag vom Gebrauch ausgeschlossen. Das muss aber jede Runde für sich selbst klären.
Nope. Nur ne Ablehnung gegenüber "always online", "immer erreichbar" (auch in Meetings, bei RSP-Terminen, während nem Familienfest, ...) und [hab ich vergessen - wird reineditiert]. Das ist keine Absage an "die Technik" sondern an damit verbundenem unangemessen Verhalten.
Eigentlich ist das ein tolles Beispiel. Ich würde auch keinem Raucher verbieten zu rauchen. Handies lassen sich genauso handhaben: Klar kannst du dein Handy nehmen, aber bitte nicht im Raum. Zum telefonieren, WhatsApps checken, usw. kannst du ja genauso kurz aus dem Raum gehen wie zum Rauchen — und musst dafür nichtmal auf den Balkon, ein Nebenzimmer reicht schon.
Das hängt nun vom Käse ab. Wenn ich vom Handy nichts merke, ist es wie ich später geschrieben habe auch egal. Je nach Käse passt das Beispiel also gut: Es geht darum, dass es Dinge in deiner Tasche gibt, die andere doch betreffen — und damit etwas angehen.
Du hast keinen Anspruch darauf. Aber wenn du merkst, dass du dich dadurch nicht konzentrieren kannst, kannst du mich bitten, das zu ändern. Wenn ich das dann nicht mache, einfach weil ich finde, dass dich das nicht angeht (will heißen: Ohne ersichtlichen Grund), brauche ich mich nicht zu wundern, wenn du nicht mehr mit mir spielen willst.
Beispiel: Wenn wir mit überzeugten Christen spielen würden, für die ein "Gott ist tot"-T-Shirt problematisch ist, würde ich so ein T-Shirt nicht anziehen — auch wenn es mir persönlich lieb ist.Bevor das hier wieder in Christenbashing ausartet: Ich spiele seit 10 Jahren mit überzeugten Christen P&P. Du machst dich mit so nem Hemd allenfalls selbst lächerlich, ne Reaktion wirst du damit kaum provozieren können.
.Du gehst also davon aus, dass du für dich Unbekannte besser einschätzen kannst, als Leute, die schon oft mit ihnen gespielt haben — sowohl mit als auch ohne Handy? wtf?
In jedem vorherigen Jahr waren die Spieler in den Pausen weiterhin in der Gruppe. Erst nachdem sie die App hatten, waren sie in den Pausen nur noch in der App.
Mir ist allerdings nicht klar, wie du darauf kommst, dass Leute einen extremen Bias walten lassen.
Wenn sie negative Erfahrungen mit Handies gemacht haben und auch andere weglassen, mit denen sie negative Erfahrungen gemacht haben, dann ist das kein Bias.
Der Hauptbias, den ich sehe, ist dass sich bei Handies viele Leute massiv aufregen, wenn sie sie weglassen sollen. Das geht so weit, Unbekannten mangelnde Erziehung oder fehlendes Interesse an der Spielsitzung anzudichten
Bevor das hier wieder in Christenbashing ausartet: Ich spiele seit 10 Jahren mit überzeugten Christen P&P. Du machst dich mit so nem Hemd allenfalls selbst lächerlich, ne Reaktion wirst du damit kaum provozieren können.Das waren zwei Bezeichner, nicht einer mit einer Zweitbeschreibung. Christen, die kein Problem mit so einem T-Shirt haben, gehören offensichtlich nicht in die Gruppe der Christen »für die ein "Gott ist tot"-T-Shirt problematisch ist«.
In diesem ganz konkreten Fall?Das ist deswegen relevant, weil du dich aufregst, wenn andere nicht wollen, dass du beim Treffen das Handy am Tisch hast, und dir gleichzeitig herausnimmst, deren dir unbekannte Freunde besser zu kennen als sie selbst. Du lehnst hier die Ansichten und Erfahrungen von anderen vollkommen ab, selbst dort, wo du fast keine Informationen hast.
Ja schon.
Ist unterm Strich aber irrelevant und führt zu nichts.
Du wirkst auf mich, jetzt mal rein von den Dingen die du hier so geschrieben hast, wie jemand der Handys als notwendiges Übel erachtet und von dieser Haltung ausgehend anderen Verhaltensweisen vorschreiben möchte.Du liegst falsch.
Ich sehe deine persönlichen Befindlichkeiten aber nicht als ausreichend für einen Eingriff in meine private Lebensführung den ich als ziemlich massiv erachte.Diese zwei Punkte zusammen sollten dir reichen, um selbst herauszufinden, dass deine Argumentation nicht mit sich selbst konsistent ist.
…
Es geht darum dass sich Leute eine Verbotsdeutungshoheit und ein Anrecht auf Erklärungen bezüglich Dingen herausnehmen, die sie nichts angehen.
Das einfordern einer Begründung für die Anwesenheit von Geräten des alltäglichen Gebrauchs ist in meinen Augen einfach ein /deutliches/ Überschreiten der eigenen Rechte.Nochmal grundlegender. Was ich in deinen Beiträgen sehe ist, dass du nicht willst, dass dir jemand grundlose Vorschriften macht. Und je mehr du von solchen Vorschriften deine privaten Angelegenheiten betroffen siehst — je mehr deren Auswirkungen dein Selbst betreffen — desto stärker stören sie dich.
Deine Freiheitsrechte enden nicht dort wo meine Gefühle beginnen.
Nein, "ich kann mich nicht konzentrieren weil du zu kurze Röcke und Metal im Gesicht trägst", ist kein valider Grund um irgendwelche Ansprüche zu stellen.
Ich würde nicht so weit gehen, Handys am Spiel zu verbieten (nur ein Sith denkt in Extremen :gasmaskerly:).Das behaupten die Jedi...
"etwas wenig" ? Im Gegenteil, da nimmt sich schon jemand eine ganze Menge heraus, so herumzuraunzen. Deine Mudda geht es nichts an was du machst, du Eumel.
Aber wenn der Konsum Überhand nimmt, würde ich fragen ob es nicht möglich ist das Ding wegzulegen und sich wieder auf das Spielgeschehen zu konzentrieren (Gleiches gilt, wenn Kritzeleien oder ähnliches zu viel wird).
Wenn dann lediglich zurück kommt "Dich geht es nichts an was ich mache / mit was ich mich beschäftige" bzw. ein schlichtes "Nö" ist das schon etwas wenig. Ebenso wenn das Ding eine Minute später wieder in der Hand ist.
Natürlich kann ich die Aufmerksamkeit nicht einfordern und ich kann den Anderen nicht dahingehend ändern, dass er das Thema genauso sieht wie ich.Da hast du recht, dann kann man nur sagen "Keinen Bock mehr". Ist halt schade drum wenn einer alleine das herausfordert.
Aber wenn gar kein Entgegenkommen erkennbar ist, wäre es mit der Einsicht verbunden, dass man (zu) unterschiedliche Prioritäten beim Rollenspiel (und wohl allgemein bei gesellschaftlichen Anlässen) hat. Dann sollte man in letzter Konsequenz wohl eine eigene Rollenspielgruppen suchen.
Btw.: Denn treffendsten Satz zum Thema hat meines Erachtens Issi gebracht:
"Ich kann nicht Toleranz von anderen erwarten und gleichzeitig intolerant gegen deren Grenzen sein."
Bei Handies gibt es dagegen einige konkrete Gründe, die gegen ihre Nutzung am Spieltisch sprechen (und wenn die Studie zur kognitiven Kapazität stimmt, sogar gegen ihre Anwesenheit).Nein. In der Studie ging es darum, dass Handys ablenken.
Warum wird ein solches "Verbot" in der Schule akzeptiert aber in einer Rollenspielrunde nicht?Weil das eine eine Pflichtveranstaltung mit extrinsischer Motivation ist, während das andere eine freiwillige Veranstaltung mit intrinsischer Motivation ist.
Btw.: Denn treffendsten Satz zum Thema hat meines Erachtens Issi gebracht:Dem Satz stimme ich sogar zu.
"Ich kann nicht Toleranz von anderen erwarten und gleichzeitig intolerant gegen deren Grenzen sein."
Ich bin der Meinung, es ist schlicht ein Gebot der Höflichkeit, meinen Mitspielern auch in einer für mich langweiligen Szene meine Aufmerksamkeit zu schenken (oder, sofern mir das wirklich unmöglich ist und meine Gedanken beständig unwillkürlich abschfeifen, zumindest den Anschein zu erwecken, ich wäre Aufmerksam).Ich bin der Meinung, es ist schlicht ein Gebot der Höflichkeit, meinen Mitspielern gegenübern ehrlich zu sein und ihnen nichts vorzuheucheln.
Kurze Anmerkung: was kann man beim Autofahren nebenher tun, ohne daß die Fahrleistung (Qualität) abnimmt? Atmen, das wars auch schonWas kann man beim RPG nebenher tun, ohne dass die Fahrleistung (Qualität) abnimmt? Atmen, das wars auch schon.
1. Person A toleriert, dass Person B nie sein Handy benutzen will.Zu 1: Es ging ja um eine Einschränkung in einer Situation, nicht generell. Analog wäre also, wenn man explizit Handyapps nutzt, um schneller SRDs nachzuschlagen, und einer, der ein Handy hat, und die App, hat keine Lust. Die Situation dass jemand kein Handy besitzt will ich nicht diskutieren.
Und Person B toleriert, dass Person A regelmäßig sein Handy nutzen will.
Das ist keine Erwiderung. Das ist einfach gegenseitige Toleranz.
2. Nein, ich will den Leuten nicht auf die Nase binden, was ich von ihnen halte. Nur weil ich das eine Extrem (Ich tue so, als ob ich es spannend finde) ablehne, heißt das noch lange nicht, dass ich das andere Extrem (Ich erzähle ihnen ungefragt meine Meinung) gutheiße. Tatsächlich lehne ich beide Extreme ab und bewege mich eher in der Mitte: Weder heuchle ich Interesse vor noch sage ich ungefragt meine Meinung.
zu deinem Edit:
Warum schreibst du das mit dem polemischen Atmen mir? Wieso hast du das mit der Atmen-Polemik nicht bereits an Erg geschrieben?
Könnte es vielleicht sein, dass Erg und ich das nicht polemisch meinen?
Nein. In der Studie ging es darum, dass Handys ablenken.Das "genau so" bezweifle ich. Ja, Stifte oder Würfel auf dem Tisch liegen zu haben kann ablenken (zum Beispiel wenn man zeichnen will, es sich aber verbietet), tun das aber üblicherweise weitaus weniger.
Genau so lenken Stift&Zettel oder Würfel oder Haustiere ab.
Das ist aber kein Grund, dass man es vom Spieltisch verbannt.In der Studie ging es darum, dass Leute schlechter denken können, wenn sie ihr Handy ohne es anzurühren auf dem Tisch liegen haben. Das ist, was gezeigt wurde.
Wenn du keine Handys am Spieltisch haben willst, ist das eine Sache. Aber schicke bitte keine Studie vor, in der es um etwas ganz anderes (nämlich Ablenkung) ging.
Bisher waren auch alle Handy-Nutzer extrem tolerant gegenüber Handy-Nichtnutzer.Nachdem ich gestern Abend mit meinem Sohn und einem weiteren Vater mit Sohn auf dem Fußballplatz stand, weil die Extrem-Smartphone-Nutzer um 14:15 durchgegeben haben, dass sich alles ändert und das Training statt um 17:00 um 16:15 und in der Sporthalle stattfindet, halte ich das für Mumpitz. Viele WhatsApp-Nutzer nehmen genau Null Rücksicht auf Nicht-WhatsApp-Nutzer. Sie erwarten, dass alle anderen genau ihre Methode nutzen. Ihr Werkzeug wird notwendig, um an der Gesellschaft teilhaben zu können, bringt aber eigene Einschränkungen mit, die man als Anwender nicht vermeiden kann (was ich zutiefst problematisch finde (http://www.draketo.de/light/english/politics-and-free-software/shackle-feats-the-poisoned-apple)).
Es ging um eine Person, die kein Handy benutzen will.Wenn es eine App gibt, die das Spiel deutlich erleichtert, und zwar mindestens so sehr wie das Handy das Spiel stört (bzw. die Ablenkung erhöht), und alle ein Smartphone und diese App haben und beherrschen (und es keine wichtigen Gründe gibt, die App nicht zu haben — also anders als bei WhatsApp, dessen Nutzung in großen Teilen schlicht illegal, weil ein Verstoß gegen Datenschutzrecht ist), dann ist das wirklich eine gleichberechtigte Situation.
Das "genau so" bezweifle ich. Ja, Stifte oder Würfel auf dem Tisch liegen zu haben kann ablenken (zum Beispiel wenn man zeichnen will, es sich aber verbietet), tun das aber üblicherweise weitaus weniger.Du darfst das privat gerne bezweifeln. Und du darfst auch gerne laut äußern, dass du das bezweifelst.
In der Studie ging es darum, dass Leute schlechter denken können, wenn sie ihr Handy ohne es anzurühren auf dem Tisch liegen haben. Das ist, was gezeigt wurde.Richtig. Es wurde nirgends in der Studie gezeigt, dass die Wirkung von Handys stärker ausfällt als bei Stiften oder Würfeln.
Nachdem ich gestern Abend mit meinem Sohn und einem weiteren Vater mit Sohn auf dem Fußballplatz stand, weil die Extrem-Smartphone-Nutzer um 14:15 durchgegeben haben, dass sich alles ändert und das Training statt um 17:00 um 16:15 und in der Sporthalle stattfindet, halte ich das für Mumpitz. Viele WhatsApp-Nutzer nehmen genau Null Rücksicht auf Nicht-WhatsApp-Nutzer. Sie erwarten, dass alle anderen ihre Methode nutzen.Bitte nicht Toleranz mit Rücksicht verwechseln.
Wenn es eine App gibt, die das Spiel deutlich erleichtert, und zwar mindestens so sehr wie das Handy das Spiel stört, und alle ein Smartphone und diese App haben und beherrschen (und es keine wichtigen Gründe gibt, die App nicht zu haben — also anders als bei WhatsApp, dessen Nutzung in großen Teilen schlicht illegal, weil ein Verstoß gegen Datenschutzrechte ist), dann ist das wirklich eine gleichberechtigte Situation.Ich verstehe nicht, was du sagen willst. Wozu ist der beschriebene Sachverhalt eine gleichberechtigte Situation?
Du darfst das privat gerne bezweifeln. Und du darfst auch gerne laut äußern, dass du das bezweifelst.Zu diesem Thema habe ich nicht auf die Studie verwiesen. Ich habe darauf verwiesen, dass Handies ablenken. Du konstruierst jetzt eine Aussage, die ich nicht getroffen habe (dass die Studie einen Unterschied zwischen Stift/... und Handy zeigen würde).
Aber es ist trotzdem falsch auf die Studie zu verweisen. Denn die Studie äußert sich zu diesem Thema nicht.
Ich verstehe nicht, was du sagen willst. Wozu ist der beschriebene Sachverhalt eine gleichberechtigte Situation?In der beschriebenen spezifischen Situation (es gibt eine App, die deutlich hilft, und es geht um die Entscheidung ob entweder alle sie nutzen sie oder ob niemand sie nutzt) gibt es keine Faktenlage, durch die die eine Entscheidung dem Spiel mehr nutzt als die andere.
Zu diesem Thema habe ich nicht auf die Studie verwiesen. Ich habe darauf verwiesen, dass Handies ablenken. Du konstruierst jetzt eine Aussage, die ich nicht getroffen habe (dass die Studie einen Unterschied zwischen Stift/... und Handy zeigen würde).Nein.
Du sagst jetzt das Äquivalent von "aber es könnte doch sein, dass … und das müsste erst noch untersucht werden, bevor du irgendwas über Handies sagen kannst". Das stimmt aber nicht.Du kannst über Handys sagen, dass die Studie belegt, dass sie ablenken.
- Wenn dich jemand bittet, dass er regelmäßig auf sein Handy schauen kann, überlegst du dir ebenfalls, wieviel es dich kostet: Je weniger es dich kostet, desto eher bist du bereit, seine Handy-Nutzung zu tolerieren.Natürlich.
Ich sage ja:
Es kommt nur aufs Maß der Ablenkung an, weniger auf das Objekt der Begierde.
Ich sage ja:Ähm ja, das ist korrekt :) über das Maß wurde ja lange genug gestritten.
Es kommt nur aufs Maß der Ablenkung an, weniger auf das Objekt der Begierde.
@
Silent
Was sich ein anderer wünscht, muss nicht mit den eigenen Werten, Normen und Weltanschauungen übereinstimmen.
...
Gehen geht wie gesagt immer. Und vorher muss ich mir halt überlegen wieviel mich ein Kompromiss kostet.
Oder anders ausgedrückt. Du kannst sagen:Da wir Stifte sowieso brauchen (es sei denn, alle nutzen das Handy), Handies aber nicht, bewirkt das Handy unabhängig vom Ablenkungspotenzial des Stiftes zusätzliche Ablenkung. Die Ablenkung durch Stifte ist daher für die Frage, ob ein Handy am Tisch sein sollte, völlig egal.
1. Die Studie belegt, dass Handys ablenken.
2. Ich glaube, dass Handys mehr ablenken als Stifte&Würfel. Das ist ein konkreter Grund, Handys nicht am Spieltisch zu nutzen.
Beides sind legitime Aussagen. Falsch ist jedoch die folgende Aussage:
3. Wegen der Studie gibt es konkrete Gründe, dass Handys nicht am Spieltisch genutzt werden sollten.
=http://www.journals.uchicago.edu/doi/full/10.1086/691462Our smartphones enable—and encourage—constant connection to information, entertainment, and each other. They put the world at our fingertips, and rarely leave our sides. Although these devices have immense potential to improve welfare, their persistent presence may come at a cognitive cost. In this research, we test the “brain drain” hypothesis that the mere presence of one’s own smartphone may occupy limited-capacity cognitive resources, thereby leaving fewer resources available for other tasks and undercutting cognitive performance. Results from two experiments indicate that even when people are successful at maintaining sustained attention—as when avoiding the temptation to check their phones—the mere presence of these devices reduces available cognitive capacity. Moreover, these cognitive costs are highest for those highest in smartphone dependence. We conclude by discussing the practical implications of this smartphone-induced brain drain for consumer decision-making and consumer welfare.
Prior research on the costs and benefits associated with smartphones has focused on how consumers’ interactions with their smartphones can both facilitate and interrupt off-screen performance (e.g., Isikman et al. 2016; Sciandra and Inman 2016). In the present research, we focus on a previously unexplored (but common) situation: when smartphones are not in use, but are merely present.
Die Pflicht zum Kompromiss gilt halt auch für das Gegenüber.Wenn Du es mit jmd zu tun hast, der nicht nur Handys sondern auch deren "Strahlung" für bedenklich oder gar gefährlich hält, dann sieht er die Anwesenheit als Eingriff in seine Körperliche Unversehrtheit. Dabei ist es egal ob Du das glaubst oder nicht glaubst, für ihn ist es real, eine Tatsache. Für Dich vielleicht nicht. Und Diskussionen wer nun Recht hat sind mühselig.
Wer unumstößlich auf seinem Standpunkt verharrt, braucht von mir nicht viel Kompromissbereitschaft erwarten und umgekehrt.
Ich vermute auch, dass Silent mit "Aluhut" nicht nur Esoteriker meinte und mithin die Conras nicht per se als Esoteriker verunglimpfen wollte, sondern sich auch auf ebensolche "Standpunktverharrer" sarkastisch bezog.
Ich sagte ja, erst mal sich selbst betrachten und mal schauen, was man selbst ändern kann/will/soll.
Mein Handy ist für mich aber auch ein Uhrersatz geworden, dh. wenn ich aus irgendeiner Laune mal die Uhrzeit wissen will, dann schau ich auf mein Handy. Wenn ich dabei Nachrichten entdecke schaue ich natürlich auch nach von wem und bekomme durch die Vorschau auch eine kleine Ahnung worum es geht.Und das ist ein Grund, warum Handies mehr stören als andere Gegenstände: Hättest du nur eine Uhr auf dem Tisch gehabt, wärst du deutlich schneller wieder im Spiel gewesen. Ich könnte das nicht besser beschreiben als du es hier gezeigt hast.
Nur das die Spielerin blind stricken konnte und sogar während des Strickens konzentrierter bei der Sache war, als wenn ihre Hände im Leerlauf waren...Was auch für viele Zeichner, Würfelturmbauer oder Kerzenwachsspieler gilt. Aber halt nicht für jede Tätigkeit.
Ist mir als Spieler dann einfach langweilig und ich greife zum Handy, bin ich unkonzentriert, muss wenn ich wieder dran bin, nachfragen und plane meinen Zug erst dann. Das würde mich als Spieler nerven. Mal ehrlich, wenn den Handynutzern langweilig ist, dann sagt das entweder eurer Gruppe oder spielt einfach nicht mit. Wo ist das Problem? Warum diese passiv-aggressive Kritik, indem ihr euer Handy rausholt?
Warum diese passiv-aggressive Kritik, indem ihr euer Handy rausholt?
Da möchte ich ganz kurz eine Koboldlanze für die Suchtis brechen: Viele sind süchtig. Langeweile, auch nur sich annähernde, ist ein Gefühl auf dass Sie von Apple und Google und FB DRESSIERT wurden mit Dopaminschubsuche im Handy zu reagieren.
Das heißt: Die merken das oft nichtmal, sie sind dressiert. Und darauf angesprochen, fühlen sie sich ertappt und angegriffen. Deswegen ist es eine emotionale Diskussion für manche. Durch den Widerstand gegen den, der das ansprach erhalten sie wieder Kontrolle über sich selbst, scheinbar. Sie "wollen "nämlich das Handy benutzen, "Mein feiner Herrrrr Asterix!"...zumindest im Nachhinein sagen sie sich das.
...
Ich bin der Meinung, es ist schlicht ein Gebot der Höflichkeit, meinen Mitspielern gegenübern ehrlich zu sein und ihnen nichts vorzuheucheln.
Wenn ich etwas langweilig oder blöd finde, dann bin ich ehrlich und sage es ihnen auch. Und ja, ich erwarte auch, dass man mir gegenüber ehrlich ist und mir nichts vorheuchelt.
...
...
Zu 3: Ich kann nicht so schnell! Und es ist entweder polemisch oder falsch, weil von mir persönlich widerlegt. Wer jetzt was gemeint hat kann ich in der Tat nicht wissen, da hast du recht.
Edit: Will sagen, ich bin schonmal ordentlich Auto gefahren und habe dabei auf eine Frage geantwortet
...
Oder anders ausgedrückt. Du kannst sagen:
1. Die Studie belegt, dass Handys ablenken.
2. Ich glaube, dass Handys mehr ablenken als Stifte&Würfel. Das ist ein konkreter Grund, Handys nicht am Spieltisch zu nutzen.
Beides sind legitime Aussagen. Falsch ist jedoch die folgende Aussage:
3. Wegen der Studie gibt es konkrete Gründe, dass Handys nicht am Spieltisch genutzt werden sollten.
...
[...] Du wärst noch ordentlicher gefahren, hätte Dich niemand etwas gefragt.Woher du das nimmst ist mir unklar. Das führt aber schönerweise zurück zum RPG, weil:
[...]
runtergewürfelten AT/PA-Krampf weniger meiner Hirnkapazität
DSA - das einzige Spiel, bei dem Kämpfen als Paradebeispiel für Langeweile angeführt wird. Und es dafür eigene Redewendungen gibt.(Fairerweise: Die Würfelmechanik ist nicht schlechter als WFRP2. Aber das System für Talentwerte, die vielen unterschiedlichen Aktionsmodifikatoren und die Herumrechnerei mit Überhängen schon)
vgl. Würfelorgie.
The gift that keeps on givin'
Wenn es nichts brächte, sich zu bekehren, bräuchten wir nicht über Handys am Spieltisch diskutieren.Die Pflicht zum Kompromiss gilt halt auch für das Gegenüber.Wenn Du es mit jmd zu tun hast, der nicht nur Handys sondern auch deren "Strahlung" für bedenklich oder gar gefährlich hält, dann sieht er die Anwesenheit als Eingriff in seine Körperliche Unversehrtheit. Dabei ist es egal ob Du das glaubst oder nicht glaubst, für ihn ist es real, eine Tatsache. Für Dich vielleicht nicht. Und Diskussionen wer nun Recht hat sind mühselig.
Wer unumstößlich auf seinem Standpunkt verharrt, braucht von mir nicht viel Kompromissbereitschaft erwarten und umgekehrt.
Ich vermute auch, dass Silent mit "Aluhut" nicht nur Esoteriker meinte und mithin die Conras nicht per se als Esoteriker verunglimpfen wollte, sondern sich auch auf ebensolche "Standpunktverharrer" sarkastisch bezog.
Ich sagte ja, erst mal sich selbst betrachten und mal schauen, was man selbst ändern kann/will/soll.
Wenn jemand nicht will, dass in seinem Wohnzimmer geraucht wird, dann wird das meist akzeptiert, weil die Gefährdung offiziell bewiesen ist. Bei Handys streiten sich noch die Gemüter. Und es bringt wenig sich gegenseitig zu bekehren.
Insofern könnte ein Handy bei manchen Menschen auch tatsächlich als "gefährlich" für sie eingestuft werden.
Und ist deshalb indiskutabel.
Ich hab jetzt hier im Thread auch niemanden gefunden, der das Hardcoremässig vertritt, meist ging es ja nur um Aufmerksamkeit, aber auch solche Menschen gibt es.
Wenn es nichts brächte, sich zu bekehren, bräuchten wir nicht über Handys am Spieltisch diskutieren.Gilt das auch bei Handynutzern? Wenn sie zugeben, dass sie süchtig sind (wie es Raucher tun), und ihre Sucht in Grenzen und wenig störend zu halten versuchen, dann OK, wenn sie eine Theorie von das-geht-dich-nichts-an aufstellen, dann nicht?
Und auch zwischen einem Phobiker und einem Fundamentalisten bestehen manchmal fließende Übergänge.
Auf Leute, die sich nicht hinterfragen, nehme ich ungern Rücksicht.
Bei jemanden, der offiziell eine Phobie anmeldet, hingegen sehr gerne.
Gilt das auch bei Handynutzern? Wenn sie zugeben, dass sie süchtig sind (wie es Raucher tun), und ihre Sucht in Grenzen und wenig störend zu halten versuchen, dann OK, wenn sie eine Theorie von das-geht-dich-nichts-an aufstellen, dann nicht?Ja selbstverständlich. Ich zB bin da sehr gesprächsbereit. Ich weiß, dass ich das Ding teilweise zuoft benutze.
Weia was ein ausufernder Faden wieder... aber was ist ein Stenosiegel?Ja ich bin ganz baff. So viel Frust am Spieltisch und sowenig Reden darüber.
Ja ich bin ganz baff. So viel Frust am Spieltisch und sowenig Reden darüber.
"Wir sind hier nicht zum Reden sondern zum Spielen" was? ;)
Ja selbstverständlich. Ich zB bin da sehr gesprächsbereit. Ich weiß, dass ich das Ding teilweise zuoft benutze.Wenn jemand am Spieltisch tatsächlich weniger Freude hat, wenn jemand anders am Handy tippt oder durch das Handy weniger aufmerksam ist, ist das dann eine tatsächliche Einschränkung? Will heißen: Akzeptierst du die Befindlichkeiten der Leute, die von Handies gestört sind, als tatsächlich?
Am Rollenspielabend hingegen eher selten. Das ist meine andere Sucht...
Man merkt, wo das hinführt?
Sucht an sich ist auch zweitrangig. Wichtiger ist es, wie es die Mitmenschen tatsächlich einschränkt.
Rauch ist so eine Einschränkung. Die pure Anwesenheit eines Handys oder auch ein Handytippen damit noch längst nicht vergleichbar.
Im zweiteren Fall kommt es eher auf die Umstände an bzw hier bei uns Rollenspielern:
Wie schränkt der Handyist das Rollenspiel tatsächlich ein?
Weia was ein ausufernder Faden wieder... aber was ist ein Stenosiegel?Stenosiegel sind Spaß mit Kurzschrift ☺ (ich experimentiere seit Jahren damit, Stenokürzel zu Bildern zu verbinden und so Zitate oder Gedichte grafisch einzufangen). Ein paar davon habe ich bisher schon online: http://www.draketo.de/stichwort/stenosiegel (auf Platte und in Notizbüchern habe ich ~50 weitere, die noch nicht aufbereitet sind).
Stenosiegel sind Spaß mit Kurzschrift ☺ (ich experimentiere seit Jahren damit, Stenokürzel zu Bildern zu verbinden und so Zitate oder Gedichte grafisch einzufangen). Ein paar davon habe ich bisher schon online: http://www.draketo.de/stichwort/stenosiegel (auf Platte und in Notizbüchern habe ich ~50 weitere, die noch nicht aufbereitet sind).
1Ja selbstverständlich. Ich zB bin da sehr gesprächsbereit. Ich weiß, dass ich das Ding teilweise zuoft benutze.Wenn jemand am Spieltisch tatsächlich weniger Freude hat, wenn jemand anders am Handy tippt
Am Rollenspielabend hingegen eher selten. Das ist meine andere Sucht...
Man merkt, wo das hinführt?
Sucht an sich ist auch zweitrangig. Wichtiger ist es, wie es die Mitmenschen tatsächlich einschränkt.
oder durch das Handy weniger aufmerksam ist2
, ist das dann eine tatsächliche Einschränkung? Will heißen: Akzeptierst du die Befindlichkeiten der Leute, die von Handies gestört sind, als tatsächlich?Ersteres nein, zweiteres ja. Eine reine Befindlichkeit ist eben nur das und steht zur Disposition bzw Diskussion. Ich akzeptere es fast NIE, wenn mir jemand sagt "Mich stören Handys einfach!" oder "Mich stören Handys aus Prinzip!" OHNE dies argumentativ zu unterfüttern oder wenigstens mal kurz in sich zu gehen, ob das tatsächlich nur "aus Prinzip" ist oder da tatsächlich was valides zu Grunde liegt.
Das reicht mir als "valide" und "tatsächlich", jedenfalls hinreichend. Dann ist der Handynutzer meiner Meinung nach in der "Bringpflicht". Ich persönlich würde es dann möglichst einschränken oder zumindest argumentieren, warum ich gerade jetzt das Handy doch brauche. Wenn ich das nicht kann: Pech für mich!
Die zweite: Wenn jemand mehrfach erlebt hat, dass Handytippen tatsächlich gestört hat, und dass die Diskussion darüber wer jetzt darf und wer nicht stressig wurde, akzeptierst du dessen Sorge, dass das wieder so wird, als einen Grund, das einfach zu lassen?
Die dritte: Wie weit schränkt die nicht-Handynutzung den Handyist wirklich ein? (das ist nun eine Suchtfrage — es kann sein, dass es ihn deutlich einschränkt)Vorsicht Falle!
Die Vehemenz, mit der hier Leute unbedingt Ihr Handyspielereien verteidigen wollen, ist ja anders nicht zu erklären.Etwa mit der gleichen Vehemenz, mit der du früher deinen Spielstil verteidigen wolltest? ;)
Bei ¹ ging es darum, dass jemand tatsächlich weniger Freude am Spiel hat. Das ist eine reine Befindlichkeit (weniger Freude), aber trotzdem eine Tatsache.ZitatWenn jemand am Spieltisch tatsächlich weniger Freude hat,¹ wenn jemand anders am Handy tippt²Ersteres nein, zweiteres ja. Eine reine Befindlichkeit ist eben nur das und steht zur Disposition bzw Diskussion.
Womit dann auch klar wäre, womit Du dich so am Spieltisch ablenkst... ~;DWomit ich mich einmal abgelenkt habe — und das sofort wieder gestoppt habe, weil ich gemerkt habe, dass ich mich dabei nicht so gut auf das Spiel konzentrieren kann.
@ArneBabWenn er das nicht weiß, aber gemerkt hat, dass das so ist, akzeptierst du das?
Die Frage ist, warum er weniger Freude deswegen hat.
Wenn er das nicht weiß, aber gemerkt hat, dass das so ist, akzeptierst du das?Klar. Würdest du das auch akzeptieren? Also wenn die Person, die gerne im Handy tippt, weiß, dass sie Freude daran hat, aber nicht weiß, warum das so ist.
Klar. Würdest du das auch akzeptieren? Oder würdest du darauf bestehen, dass Person A weniger Freude hat?Ob jemand mehr oder weniger Freude hat, weiß nur derjenige selbst. Wenn er beides schon probiert hat (also beides kennt), dann: ja logisch.
Nochmal: Die Studie sagt nur aus, dass Handys ablenken.Erstens war das genau das, was ich gesagt habe, und zweitens sagt die Studie, dass Handies ablenken, und dass daher die Ablenkung reduziert, das Handy nicht am Spieltisch zu haben (es sei denn, es kann durch das Handy auf andere Ablenkung verzichtet werden). Sie ist also immernoch sehr wohl ein Argument gegen Handies am Spieltisch — es sei denn, sie werden konstruktiv fürs Spiel verwendet und bieten dadurch größeren Nutzen als sie schaden (was ich auch schon lange hier sage).
Die Studie macht keine Aussage darüber, wie sehr die Handys ablenken. Das heißt, die Studie ist kein Argument dafür, ob man Handys am Spieltisch verbieten sollte oder nicht.
Jetzt kann man gerne sagen: "Ist doch klar, dass Handys extrem viel ablenken. Dafür brauche ich doch keine Studie."
Das mag ja sein. Ändert aber nichts daran, dass die Studie das nicht sagt und dass es falsch ist, für die eigene Ansicht auf die Studie zu verweisen.
bzgl. Papier und Stift
Papier und Stift lenken ebenfalls ab. Und wie Handys kann man auch komplett auf Papier und Stift beim RPG verzichten. Man kann den Charakterzettel z.B. vollkommen digital auf dem Tablet haben und sich auch dort Notizen machen. (Ich kann Maptool und Fantasy Grounds sehr empfehlen.)
@gilborn
Sollte nicht jeder Mensch für sich selber entscheiden können, ob ihm viele Reize gut tun oder ob es für ihn eine Reizüberflutung ist?
Genausowenig wie du bevormundet werden willst und dass dir jemand sag: "Los, nehme mehr Reize auf." genausowenig möchte jemand anderes bevormundet werden: "Los, nehme weniger Reize auf."
Ich denke, wir sind uns insofern einig, dass das Handy OK ist, wenn es für alle OK ist.
Probleme treten für Handywuenscher dann auf, wenn das nicht der Fall ist.
Und dann kommt es darauf an, wie kompromissbereit die Betroffenen sind.
Ich fasse mal kurz die Argumente zusammen, die ich von Handysupportern gesammelt habe:
1.Ein Handy lenkt nicht mehr ab als ein Stift
2.Ein Handy gehört zu meinen persönlichen Grundrechten, in die mir niemand reinzureden hat.
3.Ein Handy ist nuetzlich um sich die Langeweile zu vertreiben
4. Leute, die sich über die Strahlung aufregen, sind Spinner, die man nicht ernst nehmen muss.
5.Ein Handy ist modern und kann das Spiel bereichern.
6.Studien die es über die Gefahren von Handys gibt, werden falsch ausgewertet oder interpretiert.
Ich hab sicher noch einiges vergessen
Dann die Argumente der Gegenseite:
1. Handynutzer sind abgelenkter als Nicht Handynutzer
2. Handynutzer können durch ihren Konsum das Spiel der anderen stören
3. Jemand, der sein Handy aus Langeweile nutzt, zeigt den anderen Spielern offen, wie sehr er sich langweilt.
4.Ein Handy macht süchtig und verfuehrt zur Nachahmung
5.Ein Handy hat für den Körper gefährliche Strahlung (in Abwesenheit für Vertreter dieses Standpunktes)
6.Es gibt Untersuchungen,die belegen, das Handys süchtig machen und das Hirn veraendern.
Auch hier habe ich sicher noch einiges vergessen.
Es ist allerdings auch auffällig, dass gefühlt 99% der aufgelisteten Argumente mit RPG nix zu tun haben ^^Kannst du das ausführen, was du genau damit meinst?
Kannst du das ausführen, was du genau damit meinst?
Es ist allerdings auch auffällig, dass gefühlt 99% der aufgelisteten Argumente mit RPG nix zu tun haben ^^Das ist nicht spezifisch für Rollenspiele. Die gleiche Diskussion könnten auch Leute führen, die sich regelmäßig in der Kneipe treffen, um sich zu unterhalten. Sie betrifft Rollenspiele allerdings deutlich, und daher haben nicht in erster Linie die Argumente, sondern die Auswirkungen der Entscheidung mit Rollenspiel zu tun.
Naja, schau dir doch die beiden Listen an. Da muss man schon genauer hinschauen um den RPG-Bezug zu entdeckenIch nehme an, weil das übergreifend auf aehnliche Gruppensituationen übertragen werden kann.
Ich nehme an, weil das übergreifend auf aehnliche Gruppensituationen übertragen werden kann.
Auf viele "Gesellschaftliche Anlässe und Situationen, wo es um Kommunikation und Vermittlung" geht.
Zum Beispiel ein Studienseminar oder Meeting im Geschäft, eine Fort oder Weiterbildung, eine Schulstunde etc.
Es geht nicht darum, die Handynutzung an sich auf ein hohes Ross zu hieven.
Es geht darum, sie nicht gegenüber anderen Formen der Ablenkung zu verteufeln.
Ooohoh, eine Schulstunde!Meine Lehrer fanden meine verzierten Hefte toll.
Wie begeistert wäre da wohl der Lehrer, wenn du während der Schulstunde zeichnest oder in ein fachfremdes Schulbuch guckst!
Ist es jetzt endlich klar?
Es geht nicht darum, die Handynutzung an sich auf ein hohes Ross zu hieven.
Es geht darum, sie nicht gegenüber anderen Formen der Ablenkung zu verteufeln.
Mal ein Beispiel:Danke für das Beispiel. Daran kann man arbeiten.
SL beschreibt eine vermeintlich spannende Szene, fast keiner reagiert.
A malt ein Charakterporträt.
B tippt auf seinem Handy.
C schaut sich die neuen Waffenmeisterschaften an, die er bald mal irgendwann aktivieren möchte.
D passt auf.
Und jetzt kommt's:
D und der SL maulen B an, weil der auf seinem Handy tippt.
DAS IST NICHT RICHTIG!
A und C sind ebenso schlimm abgelenkt.
Wenn es so wäre, dass nur B wesentlich abgelenkt wäre, oder B abgelenkter wäre als A oder C, dann wäre ich bei euch. Aber da kann man nicht einfach so blind von ausgehen. Ebenso gibt es Fälle, wo B sofort wieder in Scene gehen kann, während C immer noch stur in sein Buch schaut.
Mein Beispiel sollte "das Gleiche" zeigen. Von "gleicher Ablenkung" ging ich aus.Ah, ok. Ich hatte "A und C sind ebenso schlimm abgelenkt." als Teil der Schlussfolgerung verstanden, nicht als Teil der Situationsbeschreibung. Tut mir Leid.
Ah, ok. Ich hatte "A und C sind ebenso schlimm abgelenkt." als Teil der Schlussfolgerung verstanden, nicht als Teil der Situationsbeschreibung. Tut mir Leid.
Damit ist ein Teil gleich: Der Grad der Ablenkung von der aktuellen Szene.
Was wir noch nicht haben, ist die gleiche Entfernung aus der gemeinsamen Aktivität — die nämlich nicht nur die aktuelle Szene ist, sondern der ganze Spielabend — so dass immernoch nicht gleiches mit gleichem verglichen wird. Dafür müsste das Handytippen etwas mit dem Spiel zu tun haben (was sein könnte, du aber für das Beispiel nicht beschrieben hast).
Wir sprechen hier von einem Beispiel, und das muss genauso im Einzelfall angesehen werden, wie es in einer Rollenspielrunde sein sollte.
Allmählich fange ich an, diesen Faden als Beleg dafür zu werten, daß die Rollenspielerszene wohl doch langsam älter und gesetzter wird.Was willst machen, kommt nix Bessres nach ;)
Ihr wißt schon, so nach dem Motto "alles, was vor meiner Geburt erfunden wurde, ist selbstverständlich, was in meiner Jugendzeit erfunden wurde, ist heute immer noch toll, und alles, was danach kam, ist mit wachsendem Alter zunehmend nur noch Teufelswerk"... >;D
Das musd aber DIE GRUPPE entscheiden ob sie das akzeptieren wollen ("tolerieren" bedeutet auszuhalten und ist deshalb ein blödes Wort).
Ich spiele mit einigen Pro Gamern und Zockern, die wirklich viel in den Medien unterwegs sind.
Aber die schaffen es trotzdem, das Ding mal eine Zeitlang liegen zu lassen.
Vielleicht auch gerade deshalb.-Ist mal was anderes. So geht es mir ja auch.
Ein paar ältere Spieler dagegen, aus anderen Runden, tun sich damit scheinbar schwerer.
Da besteht eine ständige Angst, man könnte nicht mehr up to date sein, komisch diese Angst.
Verstehe ich nicht wirklich.