Tanelorn.net

Medien & Phantastik => Sehen, Lesen, Hören => Lesen => Thema gestartet von: Rei am 3.04.2004 | 23:06

Titel: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Rei am 3.04.2004 | 23:06
Gerade gefunden:

Buch Die 50 größten Verschwörungen aller Zeiten (http://s41592898.einsundeinsshop.de/sess/utn;jsessionid=15406e846b4b678/shopdata/0080_Spionage+=26amp=3B+B=FCcher/0090_B=FCcher+und+Software+mit+Kultcharakter=21/0020_Verschw=F6rungstheorien/product_details.shopscript?article=0230_Die%2B50%2Bgr%3DF6%3DDFten%2BVerschw%3DF6rungen%2Baller%2BZeiten%2B%3D28MV-B%2B001%2B08%3D29) - leider schon ausverkauft :(
Titel: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Plansch-Ente am 6.09.2006 | 14:02
Ich habe einen solchen Thread nicht gefunden. Kann aber auch sein das ich einfach nur blind bin. Denn ich meine einen solchen Thread hier schonmal gesehen zu haben. Najo, falls nicht: Hier ist er! Falls doch: Einfach löschen ;)

Nun, welche Bücher sollte man meines Erachtens nach lesen? Ganz klar:

Die "Die Zwerge" Trilogie von Markus Heitz kann ich nur empfehlen, wenn auch der dritte Teil meiner Meinung nach etwas nachlässt. Eine schöne Geschichte von einem Findelzwerg, der zum Retter der Welt wird. Top :d

Dann kann ich nur empfehlen: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär zu lesen. Einfach nur lustig und manchmal auch total behämmert (im positiven Sinne!) Ich habe mich des öfteren kringelnd vor lachen auf dem Boden gewälzt. Was bei Büchern doch ziemlich selten ist.

Noir
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: dr.fendo am 6.09.2006 | 16:17
Dann will ich mal die "Illuminatus" - Trilogie von Robert Anton Wilson empfehlen. Herrlich schräger Geheimbundroman, oder vielleicht auc hdie Wahrheit, wer weiß?

Außerdem "Assassini" von Thomas Gifford. Ziemlich spannender Roman über ein Vatikankillerkommando. Hat nur leider wenig mit den historischen Haschaschimi zu tun.

Desweiteren zu erwähnen ist meiner Meinung nach "Das Parfüm" von Patrick Süßkind. Kein Roman hat mein Geruchsempfinden so nachhaltig verändert.

Und zu guter letzt Friedrich Schillers "Kabale und Liebe". Ich hab noch nirgendwo eien so schöne Be3schreibung von Liebe gesehn
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Plansch-Ente am 6.09.2006 | 16:25
*g* Ich HASSE Kabale & Liebe...wohl eine Begleiterscheinung davon, das man es in der Schule auseinandernehmen musste ::)
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Aeron am 6.09.2006 | 16:39
"Der Herr der Ringe" von J.J.R. Tolkien, wobei ich denke, dass ihn eh jeder kennt.

Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Wodisch am 6.09.2006 | 16:49
"Irgendwo in Tibet" von James Hilton: In diesem Roman hat er die Grundlage für die ganzen Geschichten um das geheimnisvolle Kloster "Shangri-La" im Himalaja (eben: irgendwo in Tibet) geschaffen. Und schön zu lesen ist es auch.

Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Daffy58 am 6.09.2006 | 16:51
"Jagd auf Roter Oktober" von Tom Clancy. Wer den Film gut fand, der wird vom Buch begeistert sein.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Robert am 6.09.2006 | 21:24
Kommt drauf an, für was man sich interessiert, daher die Unterteilung.

Ältere Werke:
Die Werke von Robert E. Howard, am bekanntesten sind sicher Conan und Solomon Kane.
Im Gegensatz zu Herrn Tolkien schläft man nämlich nicht beim Lesen ein ::)

Fantasy:
Drachenlanze, die 6 Bände über den Krieg der Lanze und die "Krieger der Drachenlanze" waren für mich am interessantesten.
DSA-Romane sind Geschmackssache, aber "Das zerbrochene Rad" ist sicher ein Beispiel für gute Fantasy.

Science Fiction:
Ganz klar Star Wars, vor allem die X-Wing Reihe, die Kurzgeschichten-Sammlungen und die Bücher über ide Jugend von Han Solo.
Die Classic Battletech Romane sind, wie Star Wars, etwas gemischte Qualität. Meine Favoriten sind die Trilogien.

Asien-Fans:
James Clavells "Shogun"

Neuere Romane, die nicht zu einer bekannten Spielwelt/Serie gehören:
"Dead Man River" und "Sturm über Windhaven"

Nach Autor:
Genreübergreifend wären meine Favoriten Michael Stackpole und Hans Joachim Alpers. Wolfgang Hohlbein muss man niemandem empfehlen und meine anderen Lieblingsautoren haben höchstens 3 Bücher pro Nase verfasst.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Gwynnedd am 9.09.2006 | 12:03
Neuromancer von William Gibson  -  mehr oder weniger der Vorreiter des Cyberpunks

furchtbares Buch

gelesen haben:

Orson Scott Card: Enders Game
Douglas Adams: Hitchhiker´s Guide to the Galaxy
William Sleator: Das Haus der Treppen
John Brunner: Shockwaverider und Sheep look up
Hal Clement: Schwere Welten, Uralter Science Fiction, der aber trotz technischer Fortschritte immer noch aktuell ist.
Mike Resnick: Walpurgis III
Nigel Findley: 2XS
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Kardinal am 9.09.2006 | 12:38
Bücher, die man kennen sollte?
Antwort: viele - zu viele, um sie alle zu nennen, auch wenn Gekritzel wie diverse RPG-Romane, Hohlbein-Fliesbandware, "Rad der Zeit", "Eragon", sowie diverse "Orks/Zwerge/Trolle/Drachen/etc." Machwerke bestimmt nicht dazu gehören...

Aber ein kurzer Ansatz mit Betonung der Relevanz für Rollenspieler:

1. Echte Klassiker - die griechisch-römischen und nordischen Heldensagen, Platon's Kritias (wg. Atlantis), die Märchen aus 1001 Nacht, die Grimm'schen Märchen,   Dante's Göttliche Komödie (zumindest das Inferno), Machiavellis Der Fürst, Shakespeare (wenigstens einige wenige Stücke - inkl. Der Sturm (The Tempest), Hamlet, und ein oder zwei der Königsdramen), Grimmelshausen Simplicissimus, Goethe's Faust, die Gedichte von Coleridge und Byron, Frankenstein, Dracula, Graf Potocki's Das Saragossa Manuskript, Edgar Allan Poe (alles), einige von Doyle's Sherlock Holmes Geschichten, diverse Jules Verne und HG Wells Romane, die "Swashbuckler" Klassiker von Dumas und Sabatini, Kafka, die Gedichte von Gottfried Benn, die Gedichte von WB Yeats, etc etc.

2. SF&F Klassiker - Burroughs' John Carter und Tarzan Romane, alles was RA Heinlein vor 1970 geschrieben hat, Ray Bradbury's Kurzgeschichten, Isaac Asimov's Foundation und Roboter Romane, die original Stories von HP Lovecraft und RE Howard, die ursprünglichen Elric-Romane von Michael Moorcock, alles von Alfred Bester - besonders The Demolished Man & The Stars My Destination -, die Lankhmar-Stories von Fritz Leiber, Tolkien's Hobbit und Herr der Ringe, Roger Zelazny's Herr des Lichts und die Amber-Zyklen, Larry Niven's Ringwelt, Sterling Lanier's Hiero's Journey, Frank Herbert's Der Wüstenplanet, Poul Anderson's Three Hearts & Three Lions (u.a. wenn man verstehen will, woher diverse D&D Stereotypen stammen), alles von PK Dick, PJ Farmer's Flußwelt Serie, etc. etc.

3. Modernere SF&F - David Brin's "Uplift" Serie, OS Card's Ender's Game,   alles von Tim Powers, alles von Steven Erikson, GRR Martin's A Song of Ice and Fire, GA Effinger's Marid Audran Romane, diverses von Greg Bear (Queen of Angels, Darwin's Radio, Blood Music), das erste Kapitel von Stephenson's Snow Crash (nur im Original!!!), Donaldson's Thomas Covenant Serie, etc. etc.   
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: DasBunker am 9.09.2006 | 14:34
Ganz klar: Die Scheibenwelt und die Nomen-Bücher von Terry Pratchett und natürlich die Anhalter - Reihe von Douglas Adams.
Dann kann ich "If Chins Could Kill - Confessions of a B - Movie Actor" von Bruce Campbell empfehlen. (Für die, die ihn nicht kennen, das ist Ash aus den "Evil Dead" - Filmen.)
Die Dune Reihe von Frank Herbert finde ich auch sehr gelungen, wie die "Neuromancer"-Trilogie von Gibson.
Herr der Ringe und den Kleine Hobbit sollte man gelesen haben, genau wie Brave New World (Huxley) und 1984 (Orwell). Erwähnenswert wären auch die Geschichten von H.P. Lovecraft und Shakespeares Werke.

Auch schön ist "Software Rebellen" von Glyn Moody, in dem die Entstehungsgeschichte von GNU und Linux niedergeschrieben ist.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: CrazyEddie am 15.09.2006 | 10:41
was ich noch empfehlen kann sind fahrenheit 451 (auf meiner ewigen top 5 der besten bücher vertreten) und die stadt der träumenden bücher (Und auch sonst alle romane aus zamonien). diese beiden bücher sind die schönsten liebesbeweise an bücher.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Plansch-Ente am 15.09.2006 | 10:46
Bücher die ich als Kind geliebt habe sind übrigens:

Die Wawuschels mit den grünen Haaren von Irina Korschunow *gg*...soviel ich weiß gab es 3 Bücher. 2 "normale" und eins mit mehreren kurzen Geschichten. Wer Kinder hat (Bücher eignen sich hervorragend zum vorlesen) oder selbst gerne mal Kindergeschichten liest, dem seien diese Bücher ans Herz gelegt. Es gibt sogar eine Gesamtausgabe mit allen drei Teilen. ;D
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: CrazyEddie am 15.09.2006 | 11:19
zum thema kinderbücher, kann ich diese (http://www.amazon.de/s/ref=nb_ss_b/302-5203178-8970408?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Dstripbooks&field-keywords=Drei+lustige+Gesellen&Go.x=12&Go.y=12) hier empfehlen. die hab ich als kind vorgelesen bekommen und lese sie auch heute ab und zu nochmal.

und natürlich sollte man die unendliche geschichte nicht vergessen. das war meine erste "berührung" mit fantasy und wohin mich das gebracht hat sieht man ja  ;D
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Apfelkuchenwoche am 15.09.2006 | 11:41
und Jim Knopf
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Ein am 15.09.2006 | 12:25
Schrecklich was für Bücher hier proklamiert werden.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Apfelkuchenwoche am 15.09.2006 | 13:09
Was Jim Knopf und die unendliche Geschichte?
Ofer Hohlbein?
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Gwynnedd am 18.09.2006 | 12:18
Schrecklich was für Bücher hier proklamiert werden.

was meinst du genau? ::)
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Le Rat am 23.09.2006 | 13:12
@Kardinal: Lass mir doch auch noch ein paar Bücher übrig ;-)

William Gibson : Neuromancer, Biochips, Mona Lisa Overdrive. Der Begründer des Cyberpunks. Wunderbarer Schreibstil.

Maurice Leblanc(oder so ähnlich): Arsene Lupin Leider nur gebraucht zu bekommen. Aber eigentlich ein potentieller Klassiker, mit einem genialen Hauptcharakter. Der einzig wahre Gentleman-Dieb.

Raimund Chandlers Romane um Phillip Marlowe.

Von Phillip K. Dick sollte man auch mindestens ein Buch gelesen haben.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Chaosdada am 30.09.2006 | 18:43
Zitat
Blade Runner von Philip K. Dick  -  das Buch zum Kultstreifen
Ist das nicht umgekehrt der Film zum Kultbuch?
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Gast am 30.09.2006 | 19:26
richtig. wobei der film mit dem buch imho nicht wirklich viel zu tun hat ::)

Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Würfelheld am 30.09.2006 | 19:34
Ist das nicht umgekehrt der Film zum Kultbuch?
in gewissen Kreisen bestimmt schon, allerdings ist der Film bekannter.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Chaosdada am 1.10.2006 | 16:00
richtig. wobei der film mit dem buch imho nicht wirklich viel zu tun hat ::)
Im Vergleich zu Johnny Mnemnonic aber schon.  ;D

Was man auch unbedingt gelesen haben sollte: 1984 von George Orwell
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Six am 1.10.2006 | 16:23
Bis jetzt ist mir noch kein RPG Roman untergekommen, denn man gelesen haben sollte. Selbst als Fan des Settings finde ich die meisten einfach Grottenschlecht. Von gutem Schreibstil keine Spur.

Hauptsächlich kann ich mich Kardinal anschließen, ich würde noch Hesses "Steppenwolf", Lessings "Nathan der Weise" und ein paar Schiller Stücke hinzufügen.

Was SF angeht, ganz klar Asimov & Lem lesen, die haben mir AI`s erst schmackhaft gemacht.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Samael am 1.10.2006 | 19:35
Hm, was für Bücher "sollte" man kennen? Kommt wohl stark darauf an, was man mag. Im westlichen Kulturkreis, egal ob man Klassiker, Science Fiction oder Horror liest ist DAS Standardwerk für den "Background" aber immer noch die Bibel.  :)
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Stummkraehe am 1.10.2006 | 23:12
Der Duden!
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Gwynnedd am 2.10.2006 | 10:27
Bis jetzt ist mir noch kein RPG Roman untergekommen, denn man gelesen haben sollte. Selbst als Fan des Settings finde ich die meisten einfach Grottenschlecht. Von gutem Schreibstil keine Spur.

vielleicht "die Welt des Meisters" von Joel Rosenberg.
hier wird eine RPG Runde in ihre Charaktere versetzt und kommt nicht zurück.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Phileas am 2.10.2006 | 10:44
vielleicht "die Welt des Meisters" von Joel Rosenberg.
hier wird eine RPG Runde in ihre Charaktere versetzt und kommt nicht zurück.
Naja, Pflichtlektuere ist der Roman nicht. Als stilistischen Meister kann man Rosenberg nicht bezeichnen.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Le Rat am 2.10.2006 | 10:53
Klassiker:

Habe ich zwar lange nicht mehr gelesen:
Karl May-Romane. Zum Beispiel die, die im Orient spielen, könnten durchaus auch eine gute Inspiration fürs Rollenspiel darstellen.

Klassiker, die mal wohl nicht weiter kommentieren muss:
Sherlock Holmes, Jules Verne: Reise zum Mittelpunkt der Erde, Ivanhoe,
Moby Dick, Die Schatzinsel

Die drei Musketiere ist ein toll geschriebener Abenteuerroman

Vielleicht eine von Jack Londons Südseegeschichten.

Gerade dadurch, dass die anders als moderne Fantasy-Romane nicht immer nach dem selben Muster  und mit denselben Charakteren gefüllt sind, werden sie für Rollenspieler interessant.
Wenn ich an Karl May-Romane und Moby Dick denke, fällt mir auch auf, dass die Autoren damals auch noch Exotik wahnsinnig gut rübergebracht haben.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Würfelheld am 2.10.2006 | 11:04
Blade Runner von PK Dick
Der dunkle Schirm von PK Dick
Neuromancer von William Gibson
Stadt geht los von John Shirley
Snow Crash von Neal Stephson
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: kirilow am 2.10.2006 | 22:32
Ich verstehe das 'mal so, dass hier Bücher gemeint sind, die man für's Rollenspielen gelesen haben sollte.



1. Echte Klassiker [...]
Graf Potocki's Das Saragossa Manuskript,
 
Es sei hier noch einmal hervorgehoben, da es sonst in der Menge (übrigens natürlich auch wunderbarer Bücher untergeht:
Die Handschrift von Saragossa
Unter diesem Titel zur Zeit im Buchhandel. Es gab auch Das Manuskript von Saragossa und andere Namen.
Eines der ersten Fantasy-Bücher und absolut lesenswert. (und unterhaltsam  :d )

Zu den Klassikern würde ich noch die Ilias und die Odyssee hinzurechnen, vielleicht auch Ovids Metamorphosen, die auch einen ganzen Sack voll toller Geschichten bieten.

Es überrascht mich, dass bis jetzt Jack Vance noch nicht erwähnt worden ist; schließlich geht auf ihn
doch mehr oder minder das D&D Zauber'system' zurück :korvin:. Wirkliche fanstastische Fantasy, etwas verrückt, aber meines Erachtens die besten Vorlagen für Abenteuer, die ich kenne. (Besonders die Cugel-Geschichten)

Ansonsten kann ich noch Joseph und seine Brüder von Thomas Mann empfehlen. Zwart nicht direkt Fantasy, aber doch einer der wenigen Historischen Romane, wo die agierenden Figuren wahrlich einer anderen Zeit entsprungen zu sein scheinen. Ein super Buch (bzw. 4 super Bücher/Bände), an dem gerade der Freund fremder Welten nicht vorbeigehen sollte. 


Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Haukrinn am 2.10.2006 | 23:09
Hmm,

P.K. Dick - The three stigmata of Palmer Eldritch (Weil es neben A Scanner Darkly sein bester Roman ist)
W. Gibson - Pattern Recognition (Weil das zweifelsohne sein großartigstes Werk ist. Für den Rollenspieler von Welt ist es nützlich, weil es überdeutlich zeigt, wie einfach und doch effektiv Menschen manipuliert werden können)
N. Stephenson - Snow Crash (Der letzte große Roman der Cyberpunk-Bewegung)
M. Shelley - Frankenstein (Muß man wohl nicht extra vorstellen)
L. Resnick - Flammenherz/Feuerbringer (ich kenn' irgendwie jede Menge herausragende SF. Bei Fantasy, das ist das echt schon schwerer. Resnicks Feuerbringer ist aber auf jeden Fall nicht nur unterhaltsam, sondern bewegt).

Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: DasBunker am 3.10.2006 | 22:40
Was mir grad noch eingefallen ist:
Robinson Crusoe von Daniel Defoe.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Ludovico am 9.10.2006 | 22:24
Ich denke, man sollte unbedingt
-Fatherland
und
-Clockwork Orange
gelesen haben.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Gwynnedd am 10.10.2006 | 10:44
fällt mir grad noch ein:
Robert A. Heinlein: Starship Troopers (der Film handelt nur über die letzten 70 Seiten)
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: CrimsonGhost am 27.11.2006 | 19:44
Jules Verne hat viel gute Sachen geschrieben, mein Lieblingsroman von ihm ist 'Der Kurier des Zaren'.

Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Agroschim am 1.12.2006 | 14:52
Robert A. Heinlein: Starship Troopers (der Film handelt nur über die letzten 70 Seiten)

Am besten noch die Bücher von L. Ron Hubbard dabei. Dann wird alles gut. Wie kann man so ein Buch für lesenswert halten? Der Film mag was anderes sein, aber das Buch gehört in den Giftschrank.

Wirklich lesenswert hingegen sind Franz Kafka und Umberto Eco.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: [tob]ias am 1.12.2006 | 18:58
Dann kann ich "If Chins Could Kill - Confessions of a B - Movie Actor" von Bruce Campbell empfehlen. (Für die, die ihn nicht kennen, das ist Ash aus den "Evil Dead" - Filmen.)

Ich hatte auch schon überlegt mir das mal anzuschaffen, habs aber dann gelassen, weil ich englische Texte so langsam lese *g*. Was gefil dir an dem Buch so gut? :)

Tobias, der auch noch was ergänzt, wenn er nich grad aufm Sprung ist
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Preacher am 4.12.2006 | 08:09
Am besten noch die Bücher von L. Ron Hubbard dabei. Dann wird alles gut. Wie kann man so ein Buch für lesenswert halten? Der Film mag was anderes sein, aber das Buch gehört in den Giftschrank.
Genau. Immer munter drauflosverbieten, was einem nicht in den Kram passt. Gedankenverbrechen verhüten. Doppelplusgut.
Wie wäre es, wenn man Aufklärung statt Verboiten betreiben und potentielle Leser zu kritischer Rezeption des Textes anhalten würde, statt nach einem Giftschrank zu schreien?

Zum Thema:
Mervyn Peake - Gormenghast (War ja klar, oder? ;))
Salman Rushdie - Die Satanischen Verse
Tom Robbins - Pan Aroma
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Gwynnedd am 4.12.2006 | 12:56
Wirklich lesenswert hingegen sind Franz Kafka

ich könnte jetzt antworten wer das für gut befindet, der schlägt auch Kinder, lass es aber ;)
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Agroschim am 4.12.2006 | 15:12
Genau. Immer munter drauflosverbieten, was einem nicht in den Kram passt. Gedankenverbrechen verhüten. Doppelplusgut.

Immer schön die Polemikkeule schwenken, nur Unsinn verzapfen und alles besser wissen. Quaksprech doppelplusgut!

ich könnte jetzt antworten wer das für gut befindet, der schlägt auch Kinder, lass es aber ;)

Ich könnt' auch sagen, wer Kafkas Werk nicht mindestens zu würdigen weis, hat entschiedenen Beitrag zur Bildungsmisere geleistet, aber das wäre eine gemeine Unterstellung.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Würfelheld am 4.12.2006 | 15:17
Ich könnt' auch sagen, wer Kafkas Werk nicht mindestens zu würdigen weis, hat entschiedenen Beitrag zur Bildungsmisere geleistet, aber das wäre eine gemeine Unterstellung.
...vorsicht! nicht das noch jemand aus der Reihe der Bildungsmiseren sagt "Wie Kafka von MTV schreibt Bücher"  >;D ~;D
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Thalamus Grondak am 4.12.2006 | 15:19
...vorsicht! nicht das noch jemand aus der Reihe der Bildungsmiseren sagt "Wie Kafka von MTV schreibt Bücher"  >;D ~;D
verdammt, ich wollts gerade fragen   :ctlu:
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Agroschim am 4.12.2006 | 15:22
Tragisch wär's, aber ich warte auf den Tag, an dem das passiert.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Arbo am 4.12.2006 | 15:56
Naja, Artikel bzw. Rezensionen hat er ja schon damals geschrieben ... damals, das war früher, als er noch bei diesem Metal-Magazin war ... ein Zeichen dafür, dass damals doch nicht alles besser war (und die Zukunft auch nicht immer besser wird) ;)
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Haukrinn am 4.12.2006 | 16:26
... damals, das war früher, als er noch bei diesem Metal-Magazin war ... ein Zeichen dafür, dass damals doch nicht alles besser war (und die Zukunft auch nicht immer besser wird) ;)

Jaja, "Die Verwandlung"...  ;)
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Preacher am 4.12.2006 | 19:04
Immer schön die Polemikkeule schwenken, nur Unsinn verzapfen und alles besser wissen. Quaksprech doppelplusgut!

Unsinn? Finde ich nicht. Polemisch formuliert habe ich, das stimmt - aber bei pauschalen Forderungen nach Zensur stellen sich mir einfach die Nackenhaare hoch.

Ich hab das Buch gelesen und halte Heinleins Visionen in diesem Werk auch für kontrovers (um es mal nett auszudrücken) - wobei man sich schon fragen könne, wie das mit seinem Bekenntnis zum Libertarismus und Individualismus zusammengeht. Wenn man mal einen zweiten Blick hinter den vordergründigen Militarismus des Werkes wirft kann man zum Beispiel eine Grundmessage erkennen die in etwa besagt "überdenke deine Entscheidungen gründlich, und dann steh dazu".

Mann kann natürlich auch nur eine Ebene des Werkes sehen, verdammen und nie wieder darüber nachdenken. Kann man auch. Aber statt Bücher in den Giftschrank zu stellen und damit de Facto Zensur zu betreiben sollte man vielleicht lieber zu kritischem Umgang damit anregen.

Nur mal so als Vorschlag.

"In den Giftschrank" ist für mich keinen Deut besser als zum Beispiel "alle wegsperren" oder auch "verbietet Killerspiele" und zeugt nicht gerade von gründlicher Beschäftigung mit einem Thema.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Agroschim am 5.12.2006 | 09:58
Unsinn? Finde ich nicht. Polemisch formuliert habe ich, das stimmt - aber bei pauschalen Forderungen nach Zensur stellen sich mir einfach die Nackenhaare hoch.

Fordert wer? Ein Giftschrank ist keine Zensur, lediglich eine Warnung. Ausserdem halte ich es für bedenklich ein solches Buch als empfehlenswert anzupreisen.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Thalamus Grondak am 5.12.2006 | 11:09
Fordert wer? Ein Giftschrank ist keine Zensur, lediglich eine Warnung. Ausserdem halte ich es für bedenklich ein solches Buch als empfehlenswert anzupreisen.
Es geht hier um Bücher die man kennen sollte. Und gerade Umstrittene Werke sollte man kennen, um nicht Polemisch rumzulabern, sondern sich eine eigenen Meinung bilden zu können.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Agroschim am 5.12.2006 | 21:17
Es geht hier um Bücher die man kennen sollte. Und gerade Umstrittene Werke sollte man kennen, um nicht Polemisch rumzulabern, sondern sich eine eigenen Meinung bilden zu können.

Sollte man, ohne Frage. Aber man sollte sie ebenso definitiv als umstrittenes Werk empfohlen bekommen.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Thalamus Grondak am 5.12.2006 | 21:59
Sollte man, ohne Frage. Aber man sollte sie ebenso definitiv als umstrittenes Werk empfohlen bekommen.
Naja, Starship Troopers wird niemanden bei der lektüre zu einem Faschistoiden Unterdrücker mutieren lassen.

Zum Thema:
Edgar Allan Poe - Heureka
Die Tortur
Die Bibel wurde ja schon genannt. Heutzutage sollte man auch den Koran gelesen haben.

Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Timo am 5.12.2006 | 22:00
Ich finde den Threadtitel falsch/irreführend und weise mal so nebenbei zur Zurückhaltung auf, besonders Agroschim sollte vernünftig diskutieren und nicht nur (hm, wie formuliere ichs am besten)"Kindergartenmässig".

Was die empfohlenen Bücher betrifft halte ich mich mal mit Kommentaren zurück, Geschmäcker sind einfach zu verschieden und man wird wohl nicht auf einen Konsens kommen.

Aber ich füge mal ein/zwei Bücher hinzu:(nicht unbedingt mit Blick auf SciFi/Fantasy)
Für Werwolffans:
-Moon Called
-Bitten/Nacht der Wölfin
die vermutlich einzigen vernünftigen Werwolfbücher, ersteres hat zwar eine Wercoyotin als Hauptcharakter, bietet aber auch sehr gut charakterisierte Werwölfe(mehr Rudel denn Einzelgänger) und die mMn coolsten Vampire (wirken zuerst sehr menschlich, dann sieht man wie sie wirklich sind...)
Bei Bitten geht es um eine Werwölfin, es gibt da zwar nur ein Rudel und ein paar abtrünnige Werwölfe, dafür sind die richtig "wölfisch" und das Buch ist ein Klasse Thriller.

Zweier Ohne, von Dirk Kurbjuweit
Ein sehr schön geschriebenes Buch über Kindheit/Jugendfreundschaft und den tragischen Verlauf derselben, sehr schönes Buch, ich konnte alle Charaktere verstehen und warum sie sich so verhalten (haben), ich will da nicht soviel spoilern

Honig, Autor hab ich vergessen
Eine sehr schöne Geschichte voller Parabeln und Lebensweisheiten, dass aber mehr um die (Liebes)geschichte geht als in nervigen Lebensweisheiten zu ersticken wie der Alchimist von Coelho(ich find das Buch nur dumm, da sind einfach nur "schlaue" Lebensweisheiten aneinandergereiht.

Archipel Gulag (Ich?warum?)
Irgendwie wieder sehr aktuell, leider...
Die autobiographische Erzählung eines russischen Offiziers der im Gulag landet. Sehr, sehr bitter.

Harry Potter
sehr gut geschriebenes Kinderbuch(zumindest die ersten drei)


Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Gwynnedd am 6.12.2006 | 11:49
Naja, Starship Troopers wird niemanden bei der lektüre zu einem Faschistoiden Unterdrücker mutieren lassen.

doch, genau wie Walpurgis III jeden Leser zum irren Massenmörder macht ::)
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Xemides am 6.12.2006 | 19:18
in gewissen Kreisen bestimmt schon, allerdings ist der Film bekannter.

Nur das das Buch ca. 20 Jahre vorher erschienen ist.

Es ist also definitiv der Film zum Buch (ob Kult lassen wir mal außen vor)
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Xemides am 6.12.2006 | 19:22
Die Bibel wurde ja schon genannt. Heutzutage sollte man auch den Koran gelesen haben.

Warum bitte sollte man diese Bcher nicht gelesen haben, außer man glaubt an Gott oder Allah ?
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: DasBunker am 6.12.2006 | 19:29
Ich hatte auch schon überlegt mir das mal anzuschaffen, habs aber dann gelassen, weil ich englische Texte so langsam lese *g*. Was gefil dir an dem Buch so gut? :)
Mir hat zum einen der Schreibstil gefallen und zum anderen ist es einfach unterhaltsam zu lesen, was so z.B. hinter den Kulissen von Evil Dead gelaufen ist.
Ich gebe zu, das Buch ist nicht jedermanns Geschmack, aber für Bruce Campbell- und Evil Dead-Fans auf jeden Fall zu empfehlen.

Und das mit dem langsamen lesen von englischen Texten ist eine reine Übungssache.  ;D
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Agroschim am 6.12.2006 | 21:13
Naja, Starship Troopers wird niemanden bei der lektüre zu einem Faschistoiden Unterdrücker mutieren lassen.

Wird man bei Mein Kampf allerdings auch nicht, nicht dasich die beiden Bücher gleichsetzen wollte ;D
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Thalamus Grondak am 6.12.2006 | 21:19
Warum bitte sollte man diese Bcher nicht gelesen haben, außer man glaubt an Gott oder Allah ?
Warum sollte man Bibel und Koran gelesen haben? Weil diese Bücher einen erheblichen Einfluß auf unsere Geselllschaft haben, ob man nun selbst Religiös ist oder nicht.
Ich möchte sogar behaupten, das es kein Buch gibt, das die jeweilige Kultur mehr beeinflußt hat.
...Außerdem liefert kein Buch soviele Abenteuerideen und Grundlagen für Coole Storys wie die Bibel..... und die Edda.

Wird man bei Mein Kampf allerdings auch nicht, nicht dasich die beiden Bücher gleichsetzen wollte ;D
Auch das halte ich für ein Buch, das man kennen sollte. Wer es nicht kennt, und drüber redet quatscht nur vorgebetete Dogmen nach.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Preacher am 6.12.2006 | 21:28
Wird man bei Mein Kampf allerdings auch nicht
Da hab ich schon die ganze Zeit drauf gewartet ::)

Im Übrigen bin ich der Ansicht, daß "Mein Kampf" in Auszügen im Geschichtsunterricht und parallel dazu im Deutschunterricht besprochen wird. Wenn  die Aura des Verbotenen und Mystischen wegfällt, würden sicherlich auch weniger Schwachmaten dieses Machwerk glorifizieren und es als das identifizieren, was es ist: Machtphantasien, Wahnvorstellungen und Verbrechensplanung in dilettantischer Manier zu Papier gebracht. Schund.

Und ja, ein Giftschrank ist eine Form von Zensur. Bücher werden dem Zugriff der Allgemeinheit entzogen und gewisse Menschen bestimmen, ob man ein Buch lesen darf oder nicht.

Man kontrolliert Literatur, macht Teile davon nur für einen eingeschränkten Personenkreis zugänglich => Zensur und nichts anderes.

Auch das halte ich für ein Buch, das man kennen sollte. Wer es nicht kennt, und drüber redet quatscht nur vorgebetete Dogmen nach.
Unglaublich, aber wahr - ich bin Thalamus' Meinung :o
Wenn das mal bitte jemand im Kalender anstreichen könnte... ;)
Wobei ich nicht unbedingt finde, daß man es ganz gelesen haben sollte. Kann man doch niemandem zumuten. Auszüge sollten genügen.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: faehrmann am 9.12.2006 | 20:38
Hmmm können wir die Diskussion in den Thread Star Ship Troopers & Mein Kampf vs. Die Bibel und den Koran verlegen ?
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Agroschim am 10.12.2006 | 00:26
Im Übrigen bin ich der Ansicht, daß "Mein Kampf" in Auszügen im Geschichtsunterricht und parallel dazu im Deutschunterricht besprochen wird.

Wo bist Du zur Schule gegangen? Erstens fehlt in deinem Satz ein "sollte" und zweitens haben wir es, in Auszügen, durchaus besprochen.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Selganor [n/a] am 10.12.2006 | 20:07
Wo bist Du zur Schule gegangen? Erstens fehlt in deinem Satz ein "sollte" und zweitens haben wir es, in Auszügen, durchaus besprochen.
Und was hat dieses Posting mit dem Thema des Threads zu tun?

Nichts?

Gut. Dann kann man ja jetzt mit diesem Thema weitermachen oder sind hier schon alle Buecher genannt wie man kennen sollte?
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Agroschim am 11.12.2006 | 15:20
Und was hat dieses Posting mit dem Thema des Threads zu tun?

Dann frage ich Dich, warum die Diskussion nicht schon wesentlich früher abgebrochen wurde.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Timo am 11.12.2006 | 21:44
man muss ja nicht gleich alles sofort dicht machen, hier wird halt gerne mal vernünftig(!) diskutiert.

Ich glaube von Stoker, Lovecraft, Leiber und Howard sollte man auch was gelesen haben, wobei man bei Stoker ja nicht so die Auswahl hat.

Robert Howard betreffend bin ich immer wieder fasziniert wieviele Leute Conan für den letzten Dreck halten und dabei nie eine Original Conan Geschichte gelesen haben und sich nur auf die Filme/Serien berufen.

Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: KWÜTEG GRÄÜWÖLF am 26.09.2007 | 12:35
Ja , Conan fand ich auch immer ganz gut , solange es entweder original Howard oder John Maddox Roberts geschrieben hat .
Letzterer ist übrigens auch Autor einer der besten historischen Krimireihen ( SPQR-Reihe ) . Im Gegensatz zu 90 % der sonstigen "historischen" Romane ist die ganze Reihe mit echtem Sachwissen zur Epoche ( späte römische Republik ) geschrieben .
Maddox verbeißt sich bei seinen Figuren auch jegliche Anbiederung an heutige Weltsicht , sondern präsentiert sie in ihrer Denke sehr zeitgerecht . Zudem hat er auch actionlastige Szenen so drauf , daß sie nicht langweilen .

Was ebenfalls für jeden zu empfehlen ist , der Near-Future-SF mit ernsthaftem Hintergrund mag , wäre " Das Menschenprojekt " von Turner ( ich vergesse immer wieder seinen Vornamen , irgendein Allerweltsname wie William ) . Darin geht es um drei Gruppen genetisch manipulierter Menschen , und um ihre Fremdartigkeit . Aufgezogen ist das Ganze als mysteriöse Ermittlungsstory Jahrzehnte nach der Inkubation ( zwei Gruppen sind inzwischen erwachsen und leben sehr zurückgezogen , eine ist tot ) . Mehr verrate ich dazu nicht , aber es ist für mich einer der besten ( und unbekanntesten ) SF-Romane , die ich je gelesen habe . Ist damals bei Fischer herausgekommen und inzwischen leider vergriffen , wie ich gehört habe .

Und sowieso alles von Raymond Chandler , der Mann hat die Coolness erfunden .

Um den bisher tobenden Flamewars mal ein wenig Nahrung zu geben :

TOLKIEN VIEL GUT !
GIBSON UND FRANK HERBERT DITO !

MEIN KAMPF LANGWEILIG ( außer , ihr lest es als historisches Dokument ) .

KAFKA UND MELVILLE LUSTIG !

FAST ALLE FANTASY AUSSER TOLKIEN UND MOORCOCK SCHEISSE ! Ich VERBIETE jedem hier , sie zu lesen und überhaupt anderer Meinung zu sein als ich .

Weil ich mich nämlich jetzt einfach mal zum obersten Geschmackspapst erkläre .
Toleranz und Geschmackssubjektivität kommen überhaupt gar nicht in die Tüte . ;D



Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Durag am 4.10.2007 | 13:41
Um auch mal in diese Tröte zu tröten:

China Mieville (praktisch alles, die Kurzgeschichten aber eher weniger): Literarisch und sprachlich im Bereich der Fantasy eine absolute Offenbarung!

Goethe: Faust, der Tragödie erster Teil (auch für Nichtabiturienten nur zu empfehlen!)
Pratchett: Faust Eric!

Brecht: Stücke (Mutter Courage, hl. Johanna der Schlachthöfe etc.)
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Elgor der Rollschuhhund am 4.10.2007 | 15:02
Oh ja, China Mieville ist echt toll.
Genauso erfrischend und empfehlenswert finde ich auch Steven Brust (Yendi, Teckla, Taltos, Orca.....)
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Gene am 14.01.2008 | 18:11
Noch hinzuzufügen:

Das Leben und Sterben im Uncle Sam Hotel - Charles Bukowski
(Sehr gut wenn man Einblick in die tiefsten Abgründe der Menschen haben will)

Smoke and Mirrors - Neil Gaiman
Fragile Things - Neil Gaiman
(Zwei Kurzgeschichten Bände.. für jeden Geschmack was dabei, teilweise recht lustig zu lesen.)

Lob der Torheit - Erasmus von Rotterdam
(Lobrede der Torheit über sich selbst)

Baal - Berthold Brecht
(Theaterstück... Anarchistisch)

Schrödingers Katze (Triologie) - Robert Anton Wilson
(Komödie der Quantenphysik)
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Dr.West am 18.03.2008 | 22:27
Die Unendlichkeit-Reihe von Alastair Reynolds - gehört für mich zur innovativsten Science Fiction die in den letzten Jahren geschrieben wurde - und das im Bereich der space Opera. Hängt vor allem auch damit zusammen , daß der Autor selber Wissenschaftler war , und auch physikalische Fakten wert legt, was das entstehen einer Gesellschaft wie in Star Trek natürlich unmöglich macht^^
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: KWÜTEG GRÄÜWÖLF am 16.04.2008 | 18:58
Igitt, das hört sich ja so an, als ob der Mann das "Science" in Science Fiction mal ernst nehmen würde ... so eine Spaßbremse, wo bleiben denn dann die metallschalenbikinitragenden Spaceprinzessinen , die von sabbernden tentakelschwingenden Alienschleimbatzen bedrängt werden?

Will sagen, den Autor werd ich mir auf alle Fälle mal anschauen, und ich werde ihn dann an S. Lem messen ( die ultimate Benchmark für RICHTIGE SF ).

Huch, wieso wird hier nicht mehr gegen Starship Troopers, die Bibel , den Koran und mein Kampf als Buchempfehlungen gepöbelt ?

Dann empfehle ich mal ganz dringend aus meinem Zensurgiftschrank:

Das Alte und Neue StarshipTrooper-Testament mit sämtlichen Suren Meines Kampfes , von Usama Adolf Heino Küblböck Hubbard-Heinlein.

Absolut lesenswert...
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Timo am 17.04.2008 | 09:38
Die vier chinesischen klassischen Romane:
Drei Königreiche
Räuber von LiangShanPo
Reise nach Westen
Traum der roten Kammer

Hierbei besonders die ersten drei im Kontext populärer Kultur der Gegenwart.

Musashis Buch der fünf Ringe und Sunzis Art of War wurden auch noch nicht genannt

Wilhelm Tell

Eigentlich einmal querbeet durch alle lit. Epochen sollte man mindestens ein Werk, besser zwei gelesen haben.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Felixino am 17.04.2008 | 09:53
Den Musashi kann man mMn noch lesen, aber Sun Tzu finde ich kann man sich eigentlich nur über einen langen Zeitraum antun - und klar Musashi kann (und sollte!) man immer wieder lesen - man entdeckt doch immer wieder neues.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Haukrinn am 17.04.2008 | 10:43
Musashis Buch der fünf Ringe und Sunzis Art of War wurden auch noch nicht genannt

Na, dann aber bitte auch das Hagakure (http://de.wikipedia.org/wiki/Hagakure).
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: KWÜTEG GRÄÜWÖLF am 17.04.2008 | 13:39
Hat eigentlich schon jemand Macchiavellis "Der Fürst" genannt ?
Eines der schrfsinnigsten Bücher über Machtpolitik überhaupt.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Felixino am 17.04.2008 | 13:48
Na, dann aber bitte auch das Hagakure (http://de.wikipedia.org/wiki/Hagakure).

Das problem finde ich ist, dass diese ganzen "fernöstlichen" Bücher sich immer wieder setzen müssen - aber das Hagakure habe ich mir bisher schon mehrmals überlegt zuzulegen, hab's aber bisher noch nicht gemacht.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Preacher am 17.04.2008 | 13:50
Hat eigentlich schon jemand Macchiavellis "Der Fürst" genannt ?
Eines der schrfsinnigsten Bücher über Machtpolitik überhaupt.
Wenn man Machiavelli (ja, der schreibt sich nur mit einem "c") nennt, dann sollte man aber lieber die Discorsi (http://de.wikipedia.org/wiki/Discorsi) hernehmen. Wobei "Der Fürst" auch oft falsch verstanden wird (insbesondere vom Machiavellismus), und man ihm Unrecht tut, wenn man ihn - wie es oft geschieht - auf eine "Glorifizierung von Tyrannei" reduziert.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: KWÜTEG GRÄÜWÖLF am 17.04.2008 | 13:53
Ich fand Il Principe konziser, aber das ist ja eher Geschmackssache.

Und ich hab auch nie nachvollziehen können, warum Macchiavelli ein Tyranneiverherrlicher sein soll, nur weil er exakt beschreibt, wie Tyrannei und Machtpolitik im allgemeinen funktioniert.

Aber man prügelt ja immer gern auf den Überbringer schlechter Nachrichten ein.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Preacher am 17.04.2008 | 14:00
Ich fand Il Principe konziser
Das ist ja das Problem.
Ich hab die Discorsi noch nicht gelesen (steht noch aus), aber der allgemeine Tenor sagt eigentlich, daß "Der Fürst" zu kurz greift, daß die Discorsi das eigentliche Hauptwerk sind und "Der Fürst" in diesen größeren Zusammenhang einzuordnen ist.

Aber das werd ich auch erst genau wissen, wenn ich es gelesen habe ;)

Und ich hab auch nie nachvollziehen können, warum Macchiavelli ein Tyranneiverherrlicher sein soll, nur weil er exakt beschreibt, wie Tyrannei und Machtpolitik im allgemeinen funktioniert.
Zumal der wohl eher ein strammer Republikaner war, was man in neuerer Zeit so hört. Aber die Rehabilitation läuft ja bereits.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: KWÜTEG GRÄÜWÖLF am 17.04.2008 | 17:21
Also stramme Republikaner im deutschen Kontext sind ja wohl Tyranneiverherrlicher  ;D

Sorry für den Kalauer, aber bei dieser Traumvorlage ... ::)

P.S. : Werd aber jedenfalls noch mal in die Discorsi reinschauen (hab sie vor einer Ewigkeit mal gelesen), mein Spieler hat bei meiner Erschaffung leider den Vorteil (oder ist es ein Nachteil) "läßt sich gerne dazu anregen, eigene Ansichten mal zu überprüfen"  genommen...sone Kacke >:(
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Preacher am 17.04.2008 | 18:16
mein Spieler hat bei meiner Erschaffung leider den Vorteil (oder ist es ein Nachteil) "läßt sich gerne dazu anregen, eigene Ansichten mal zu überprüfen"  genommen...sone Kacke >:(
Meiner auch. Arschlöcher, echt jetzt ;)

Sag mal Bescheid, wie Du das fandest.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Bad Horse am 20.08.2008 | 08:17
Ich glaube, es fehlt noch: "Brave New World" von Aldous Huxley. Eventl. auch "Gullivers Reisen" von Swift.

Mir persönlich hat "Mephisto" von Klaus Mann auch gut gefallen.

Außerdem sollte man alle Bücher kennen, über die man redet (siehe z.B. die Diskussion über Harry Potter mit Leuten, die die Bücher nicht gelesen haben, sie aber pauschal schon mal Scheisse finden).  :)
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: starzwo am 26.08.2008 | 10:09
Ich glaube Robert Merle ist noch nicht genannt worden.
Eigentlich alles von ihm ist gut, v.A. "Die geschützten Männer",  "Ein vernunftbegabtes Tier", "Malevil"
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Felixino am 26.08.2008 | 10:15
Gab's schon den Untertan von Heinrich Mann?
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Hic_iacet am 26.08.2008 | 12:59

Illuminati von Dan Brown. Ein genial geschriebenes Buch mit fesselndem Thema.
Auch die Höhrbuchfassung mit Wolfang Pampel als Sprecher ist meisterhaft gemacht.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Felixino am 26.08.2008 | 13:06
Das ist hier ein rein subjektiver Erfahrungsthread oder?
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Urias am 26.08.2008 | 13:15
Glamorama
von Bret Easton Ellis (aka "Der Typ der American Psycho geschrieben hat)

In meine Augen mit das beste Werk von ihm. Es is wie American Psycho nicht ganz klar was jetzt real ist und was nicht. Der Autor geizt hierbei wie schon in American Psycho mit Blut und Sex, auch wenns mir weniger ausführlich vorkam als in American Psycho damals. Die Geschichte dreht sich um den IT-Boy Victor welcher in seiner kleinen oberflächlichen Welt lebt, welche aber mit einem Schlag zerstört wird als ihm ein Unbekannter das Angeobt macht eine alte Studienkollegin aus England wieder in die USA zu holen...


Weil ich oben so schön verglichen hab, empfehl ich auch noch American Psycho. Film dürfte bekannt sein.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Haukrinn am 26.08.2008 | 13:19
Das ist hier ein rein subjektiver Erfahrungsthread oder?

Natürlich. Solche Kommentare wie

Illuminati von Dan Brown. Ein genial geschriebenes Buch mit fesselndem Thema.

dürfte es sonst ja gar nicht geben.  8]

Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Felixino am 26.08.2008 | 13:20
Natürlich. Solche Kommentare wie

dürfte es sonst ja gar nicht geben.  8]



Amen...ääh, ich meine danke, also für das Beantworten meiner Frage natürlich :P
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: ChristophDolge am 26.08.2008 | 13:21
Warum? Illuminati sollte man auf alle Fälle kennen. Aber nie lesen!  ~;D
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Felixino am 26.08.2008 | 13:22
Warum? Illuminati sollte man auf alle Fälle kennen. Aber nie lesen!  ~;D

Und das sagst du mir jetzt...

Naja egal back to topic
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: ChristophDolge am 26.08.2008 | 13:27
Mich hat sehr beeindruckt: "Die heilige Johanna der Schlachthöfe" von Bert Brecht. Nicht unbedingt wegen der Aufrufe zur Revolution, sondern v.a. weil er es imho gut schafft, die Denkweise der damaligen Zeit darzustellen und eben die Problematik Arbeiter gegen Ausbeuter auf den Punkt zu bringen. Hatte leider noch keine Gelegenheit, das als Theaterstück zu sehen.

Btw aus Wikipedia: "Erst am 30. April 1959, also drei Jahre nach Brechts Tod, wurde das Drama am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg auf der Bühne uraufgeführt. Vorher wurde das Theaterstück erst von den Nationalsozialisten verboten und später von der SED-Führung in der DDR als zu revolutionär und nicht dem Sozialistischen Realismus entsprechend abgelehnt."
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Felixino am 26.08.2008 | 13:28
Ach, Brecht ist eh der Hammer...
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: ChristophDolge am 26.08.2008 | 13:31
Absolut, die Johanna ist auch nur mein Lieblingsstück von ihm, auch wenn die Auswahl schwer fällt. Die Dreigroschenoper lohnt sich allerdings nur auf der Bühne, als "Buch" finde ich die nicht so optimal.

Btw: Hütet euch vor der Hindemidt-Vertonung von Brechts "Badener Lehrstück vom Einverständnis".
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Felixino am 26.08.2008 | 13:35
Die Dreigroschenoper habe ich nur gehört und ansonsten eben einige Gedichte von ihm gelesen, die ich einfach toll finde.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Chaos-Pirat am 1.09.2008 | 02:18
Gerade meinen Beitrag zur staatsphilosophischen Weltliteratur geleistet und den Machiavelli zu Ende gelesen (Man muss doch mal wissen wie der Feind tickt und ob er nicht doch ein paar brauchbare Ideen hat).

Große Kurz-Rezension:

Die zu Zeiten Machiavellis schweres Verstören auslösende Aussage das es einem Fürsten vorrangig um Machterhalt und nicht um Glauben oder Tugend gehen soll scheint in der heutigen Zeit enthemmter Wirtschaft und Politik geradezu lammfromm. Der Inhalt ist trotz seines Alters verständlich lesbar und sogar ziemlich kurz (man könnte auch sagen schlicht und ohne groß auf details einzugehen), nach 100 Seiten ist Schluss, es folgen über 60 Seiten Erläuterung.
Viele Ausagen mögen sich für einen Herrscher zumindest damaliger Zeit von selbst verstehen, manches ist aber doch nicht jedem auf den ersten Blick bewusst. Er behandelt ausführlich das man sich allein auf seine eigene Kraft (und eigene Truppen) verlassen sollte, das Hilfstruppen die Gefahr bergen das man am Ende schnell selbst Gefangener der Freunde ist, Mietstruppen groß tun im Kampf aber schnell zurückziehen, da es ihnen ja nur ums Geld geht. Nicht so offensichtlich sind wahrscheinlich die Ratschläge das man bei einem Konflikt zweier wenn man um Hilfe gebeten wird sich immer besser auf eine Seite schlagen soll (Denn wenn man sich auf keine Seite schlägt und einer gewinnt wird man ihm auch unterlegen und , aber wenn man einen unterstützt wird er dein Freund, selbst wenn er unterliegt. - muss ich wirklich anmerken das hier die Option: Hilf beiden den Konflikt zu lösen fehlt), das man Festungen nicht in jedem Falle braucht (sondern vornehmlich das Volk der beste Schutz ist, nur wer sich mit ihm verkracht sollte Festungen anlegen). Vor allem verstörend aber sind Thesen wie: "Gewalttaten muss man alle auf einmal begehen, damit sie weniger empfunden werden und dadurch weniger erbittern", rät er. "Wohltaten dagegen muss man nach und nach erweisen, damit sie nachhaltiger wirken."
Ebenso rät er in schönster Verbrechermanier: Wenn man richtig grausam antwortet, bleibt die Gegenwehr aus.
Ja, eine interessante Perpektive ist Machiavellis Sicht allemal und sicher auch dem der wirklich Gutes im Schilde führt nützlich zu beachten (ebenso eine schöne Alternative um gebildet zu sagen: Es gilt Naturrecht, der Mensch ist ein Tier). Als Deutscher könnte man ein bissel scherzhaft sagen: Jaja, die verkrachten Italienischen Fürstentümer und ihre Familienpolitik. Immerhin schrieb unser Friedrich der Große einen Antimachiavelli. Ob die rein martialische Sichtweise in heutiger Politik noch angemessen ist sei dahingestellt (man denke nur daran wie schnell der Ruf ruiniert wird, da Grausamkeiten übers Internet schnell bekannt werden - ebenso fehlt etwas was dem modernen Guerilla-Kampf entspricht, damals wie heute gilt: wenn das Volk wirklich unabhängig sein will kann kein noch so machtwilliger Fürst etwas dagegen unternehmen.). Natürlich hat auch Machiavelli wie alle Menschen nur Gutes im Sinn, er sagt durch eine feste Herrschaft mit grausamer Strafe leiden weniger als wenn Chaos und Unruhe herrscht und jeder nach belieben mordet.
Die alte Angstmache der Herrscher vor der Herrschaftslosigkeit und Unverständnis für Selbstregulation ist also bezeichnend.

Wenn man sich vor Augen führt das dieses Buch bis heute vielen Politkern und auch immer mehr Managern als Rechtfertigung gilt muss man sich eigentlich über kaum noch etwas wundern. Eignet sich bestimmt hervorragend um eine Denkweise für Schurken zu bekommen. (Nein, die denken seltenst: Ich will jetzt mal wieder richtig viel böses tun und Leid und Elend über die Welt bringen - selbst Hitler hatte, zumindest aus seiner Sicht, edle Motive)

(Die Anagramme seines Namens verspotten ihn mit göttlicher Lässigkeit: viel lahm cia; viel lach mai, viel lama ich)

Eine sehr lustige Stelle: "Das Glück ist ein Weib, und wer es unter sich kriegen will muss es schlagen und stoßen."
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: Barbara am 1.09.2008 | 12:21
Hallo,

ich habe jetzt die ganze Diskussion hierhin (http://tanelorn.net/index.php/topic,43145.0.html) ausgelagert.
Bitte bleibt hier sachlich und spart euch Beleidigungen.

Dr. Sylvia Sinclair
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: ChristophDolge am 1.09.2008 | 12:28
Dann muss ich zumindest einen Teil meines posts wiederholen:

Zitat
Wenn man sich vor Augen führt das dieses Buch bis heute vielen Politkern und auch immer mehr Managern als Rechtfertigung gilt muss man sich eigentlich über kaum noch etwas wundern.[/quote

Ich dachte bisher, bei denen ist "Die Kunst des Krieges" beliebter. Alle Politiker, von denen ich eine Stellungnahme zu Machiavelli gelesen habe, haben sich distanziert. Machiavelli hat eine sehr interessante Studie zur Tyrannei verfasst - imho aber auch nicht mehr.
Titel: Re: Bücher, die man kennen sollte
Beitrag von: DasBunker am 16.10.2008 | 16:43
Jeder Zombie-Fan sollte den Survival Guide und World War Z (beide von Max Brooks) gelesen haben.