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Pen & Paper - Spielsysteme => D&D - Dungeons & Dragons => D&D5E => Thema gestartet von: Geoffrey de Glanville am 12.02.2018 | 21:18

Titel: Feat "Lucky" viel zu fett?
Beitrag von: Geoffrey de Glanville am 12.02.2018 | 21:18
Servus,

Bin am Überlegen, das Feat "Lucky" so zu tailoren, dass es spielbar wird.

3x am Tag (pro "long rest") ist meiner Meinung nach viel zu fett, im Endeffekt besser wie Inspiration.

Einerseits soll der Spieler ja was für sein Feat bekommen, und alle vier Stufen eines ist ja nicht gerade üppig.

Andererseits bin ich kein Fan von Rerolls aller Art (killt die Spannung im Spiel) die finde ich cheesy.

Ich hab's jetzt so geruled, dass er 3 Rerolls pro Session erhält, nicht pro long rest, ist aber absolut ein Kandidat für weitere Beschneidungen, a la nur 1-2 Rerolls pro Session oder aber 1-3 Prärolls (ähnlich Inspiration) pro Session.
Titel: Re: Feat "Lucky" viel zu fett?
Beitrag von: Rhylthar am 12.02.2018 | 21:21
Das findest Du fett?  wtf?

Mal abgesehen davon, dass Feats nicht gerade auf den Bäumen wachsen, sehe ich da ganz andere Kandidaten vorne, wenn es um mögliche Änderungen geht.
Rerolls bleiben weiterhin glücksabhängig, sie sind nichts weiter als ca. 3x/Long Rest ein Bonus von +5.
Titel: Re: Feat "Lucky" viel zu fett?
Beitrag von: Rhylthar am 12.02.2018 | 21:27
Das wäre vergleichbar, wenn man den Bonus nach dem Wurf nutzen dürfte.
Darf man ja quasi. Man darf dann würfeln, nachdem man den ersten Wurf schon gesehen hat.

Ist quasi wie Advantage, welches eben auch ca. einem +5 Bonus entspricht.
Titel: Re: Feat "Lucky" viel zu fett?
Beitrag von: Selganor [n/a] am 12.02.2018 | 21:43
Servus,

Bin am Überlegen, das Feat "Lucky" so zu tailoren, dass es spielbar wird.

3x am Tag (pro "long rest") ist meiner Meinung nach viel zu fett, im Endeffekt besser wie Inspiration.
Wieso hat man am Tag 3 Long Rests?
Seite 186 PHB: "A character can't benefit from more than one long rest in a 24-hour-period."
Und sein Luck-Feat zu "reaktivieren" waere schon ein benefit.

Demnach: 1/Tag

BTW: Deine Hausregel "3 Rerolls pro Session" ist allerdings auch schon wieder etwas sehr nach der Art der "Erzaehlspiele" wie Fate&Co.
Denn egal, ob ihr in einer Sitzung von 2 Stunden Echtzeit eine harte Reise durch gefaehrliche Gegenden mit ca. einem Wurf alle paar Minuten "durchwuerfelt", die aber fuer die Charaktere Wochen dauern, oder ob in einer Sitzung von 8 Stunden Echtzeit damit verbracht wird einen epischen Showdown vorzubereiten und durchzukaempfen (das aber fuer die Charaktere maximal 1-2 Stunden dauert) haette der "Glueckliche" nur 3 Rerolls.
Titel: Re: Feat "Lucky" viel zu fett?
Beitrag von: Rhylthar am 12.02.2018 | 21:46
Wieso hat man am Tag 3 Long Rests?
Seite 186 PHB: "A character can't benefit from more than one long rest in a 24-hour-period."
Und sein Luck-Feat zu "reaktivieren" waere schon ein benefit.

Demnach: 1/Tag
3/Tag...man kriegt 3 Luck Points. Missverständlich ausgedrückt.
Titel: Re: Feat "Lucky" viel zu fett?
Beitrag von: Selganor [n/a] am 12.02.2018 | 21:52
3/Tag...man kriegt 3 Luck Points. Missverständlich ausgedrückt.
OK, haette das Luck Feat vielleicht doch vorher mal lesen sollen ;)

Aber bei der Ansage:

Andererseits bin ich kein Fan von Rerolls aller Art (killt die Spannung im Spiel) die finde ich cheesy.

Habe ich eine andere Idee:

Dann mach doch einfach eine Hausregel in der das Feat "Lucky" nicht zugelassen wird (und schaffe bei der Gelegenheit "Inspiration" auch noch ab).

Problematischer wird es dann ja noch bei "Bardic Inspiration" (ist zwar kein "echter" Reroll, aber ein Boost der auch nach dem Wurf noch gegeben werden kann bevor der SL sagt, ob es reicht oder nicht) und anderen Effekten.
Titel: Re: Feat "Lucky" viel zu fett?
Beitrag von: Rhylthar am 12.02.2018 | 21:56
Die Rerolls in der 5E lösen ja eigentlich nur die statischen Boni früherer Editionen ab (wobei es da auch ab und an Rerolls gab).

Muss man nicht mögen, ein wenig mehr "Spielerei" denn nackte Zahlen.
Titel: Re: Feat "Lucky" viel zu fett?
Beitrag von: Runenstahl am 12.02.2018 | 22:44
Wie stark der Feat ist hängt vor allem davon ab wie man spielt.

Bei mir ist es meist so das man (wenn überhaupt) oft nur einen Kampf am Tag hat und ansonsten halt einige Proben. Da ist Lucky dann natürlich sehr viel stärker als wenn man D&D "by the book" spielt und täglich so einige Kämpfe und sonstige Herausforderungen zu bewältigen hat. Problematisch finde ich Lucky allerdings trotzdem nicht. Ja, es ist ein (nachträglicher !) +3,325 Bonus. Aber wer als Krieger z.B. Stärke erhöht bekommt stattdessen einen dauerhaften +1 Bonus auf Angriff, Schaden, Str-Saves und Athletik. Selbst bei nur einem Kampf je Tag kann man da schnell in Gegenden kommen in denen der Attributsbonus besser ist. Der Hauptvorteil von Lucky ist natürlich das er sehr flexibel ist (ist halt auf fast alles anwendbar) und das man ihn sich sehr genau einteilen kann weil er halt nachträglich einsetzbar ist. Wenn man ihn unbedingt "nerfen" will könnte man z.B. da ansetzen das man sagt Lucky muß VOR dem Wurf angekündigt werden.
Titel: Re: Feat "Lucky" viel zu fett?Grove
Beitrag von: Geoffrey de Glanville am 12.02.2018 | 23:15
Na ja, ich habe einen klassischen, storyorientiertes Fantasystil, mit Tendenz dark-gritty, gern auch ein bisschen Horror. Sehr selten mehr als drei Kämpfe pro Session. Aber wie natürlich in jede Fantasyrunde, kommt auch bei mir zu mal ein Dungeon oder eine dungeonartige Situation (zB Geisterhaus in einem Grove am Rande der Stadt oä)

Jetzt kann in so einer Session gern mal 2-4 intime Tage vergehen. Haben jetzt 2 oder mehr Spieler dieses Feat, so bedeutet das geschlagene 12-40 Rerolls pro Session.

Das macht jeden zweiten Wurf am Spieltisch zu einem Provisorium und führt meines Erachtens das ganze Spielkonzept ad absurdum. Dafür gibt's Kniffel.

Das ist mir viel zu kitschig und zu cheesy und bedarf wie gesagt noch einiger Nachbesserungen, die bei mir als DM aber immer auf Erfahrungswerten beruhen müssen und demnach schau ich mir das ganze Treiben noch ein paar Sessions an, wird aber wahrscheinlich in einer Abschaffung des Feats oder auf 1 Reroll pro Session hinauslaufen, um so irgend einen Unterschied zu Inspiration zu haben.

Inspiration vergeben wir 1 pro erfolgreich abgeschlossenem/überlebtem Abenteuer (also ca. alle 4-8 Sessions und man kann sie stacken). Sie werden für Prärolls und für tatsächliche Inspiration am Spieltisch genutzt (zB wenn sich die Spieler in Dead Ends oä befinden).

Sie dürfen nicht übertragen werden und nicht für Death Saves verwendet werden sondern nur für Würfe, bei denen die Charaktere auch intime bei Bewusstsein sind.
Titel: Re: Feat "Lucky" viel zu fett?
Beitrag von: Archoangel am 12.02.2018 | 23:22
Also wenn ich mir Alertness, Dungeon Delver, Heavy Armour Mastery oder die Schützenfeats durchlese dann verstehe ich nicht wo dein Problem ist ... es sei denn die hast du schon komplett abgeschafft. Lucky ist dagegen ein Witz - viel zu schwach. Insofern: nein ich finde den Feat nicht zu stark. Oder der Magekiller-Feat. Polearm-Master. Oder oder oder ... nö, ich kann deinen Punkt einfach nicht sehen.
Titel: Re: Feat "Lucky" viel zu fett?
Beitrag von: Rhylthar am 12.02.2018 | 23:24
Also, Du kannst gerne behaupten, dass es Dir nicht gefällt, aber es ist im "Normalfall" weder zu fett noch cheesy.

Cheesy sind bei der Spielweise alle Klassen mit kurzfristigem Burst-Damage. Wenn ich als Fighter jedesmal nicht drüber nachdenken muss, ob ich das vielleicht an diesem Tag nochmal brauche, haue ich bei jedem Kampf mal eben mein Action Surge raus. Als Beispiel.
Titel: Re: Feat "Lucky" viel zu fett?
Beitrag von: Feuersänger am 12.02.2018 | 23:30
Ja, also nee, Lucky ist sicher nicht zu stark. Für den enormen Opportunity Cost von Feats ist es eher so ein Wackelkandidat, den die meisten dann doch nicht nehmen, weil er ihnen zu schwach ist.
Wenn ich einen SL hätte der den Feat auch noch nerfen würde, schau ich mich lieber woanders um.
Titel: Re: Feat "Lucky" viel zu fett?
Beitrag von: Selganor [n/a] am 12.02.2018 | 23:31
Inspiration vergeben wir 1 pro erfolgreich abgeschlossenen/überlebten Abenteuer (also alle 4-8ion) und man kann sie starken.
Dann ist klar, dass dir Lucky nicht passt, da das ja dann taeglich das Aequivalent von 3 "erfolgreich abgeschlossenen/ueberlebten Abenteuern" ist.
Aber wenn ihr sowieso nicht den Bock auf Rerolls habt, warum kann man dann Inspiration mehrfach haben?
5e ist da ja schon sehr konservativ, dass man hoechstens einen Inspiration (aka Reroll) auf einmal haben kann, bei euch aber (wenn man die nicht vorher braucht) dann doch gleich mehrere
Titel: Re: Feat "Lucky" viel zu fett?
Beitrag von: Kaskantor am 13.02.2018 | 08:54
Sind dann bei euch auch Halblinge raus?:)
Titel: Re: Feat "Lucky" viel zu fett?Grove
Beitrag von: alexandro am 13.02.2018 | 09:14
Jetzt kann in so einer Session gern mal 2-4 intime Tage vergehen. Haben jetzt 2 oder mehr Spieler dieses Feat, so bedeutet das geschlagene 12-40 Rerolls pro Session.

Wenn sie so lange warten passiert auch nichts wichtiges. D.h. auch keine wichtigen Würfe, bei denen sich der Einsatz von Lucky lohnen würde.
Titel: Re: Feat "Lucky" viel zu fett?
Beitrag von: Feuersänger am 13.02.2018 | 12:10
Am Rande, das erinnert mich an diese Gruppe von der ich auf GitP gelesen habe, die ihre Party komplett auf Rerolls ausgelegt hatte. Es waren glaub ich alle Halflings mit Lucky Feat und einer Stufe Divination Wizard und was es evtl sonst noch so gibt. In Summe hatten sie so viele Rerolls, die sie auch den Gegnern aufzwingen konnten, dass der SL sich eigentlich das würfeln ganz sparen konnte.  >;D
Titel: Re: Feat "Lucky" viel zu fett?
Beitrag von: General Kong am 13.02.2018 | 12:27
Lucky ist fein, wenn es mal richtig schwierig wird und man ein Disadvantage hat: Mit dem eingesetzten Glück hat man dann drei Würfel und kann den besten auswählen.
Frei nach dem Motto: " Wenn's mal richtig brenzlich wird, habe ich am meisten Glück!"