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Pen & Paper - Spielsysteme => D&D - Dungeons & Dragons => D&D5E => Thema gestartet von: Noir am 26.06.2018 | 11:55

Titel: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Noir am 26.06.2018 | 11:55
Hallöle

Huch...jetzt wirkt es langsam, als würd ich den Channel zuspammen ;)

Ich hab mich jetzt echt lange Tage versucht zurückzuhalten ... aber es ist hoffnungslos. Mich reizt Curse of Strahd einfach ungemein, deshalb hab ich schon ein paar Leute zusammengesucht, die demnächst erst einmal einen One Shot starten werden (vermutlich Banquet of the Damned oder direkt Death House ... wobei ich vorher gern etwas anderes machen möchte) ... und dann werde ich wohl tatsächlich versuchen Curse of Strahd als Kampagne zu leiten. Nicht, dass ich wirklich Hoffnung habe, die Gruppe regelmäßig und oft an den Tisch zu bringen ... aber den Versuch will ich wagen.

Nun hab ich mir schon diverse Videos und Rezensionen durchgelesen und in nahezu allen wird Curse of Strahd als "schwierig für den DM" betitelt. Jetzt hab ich zwar schon viele Jahre Rollenspielerfahrung ... aber mit D&D kenne ich mich so gut wie gar nicht aus.

Ich würde mich deshalb über ein paar Erfahrungsberichte/Spielberichte und Tipps und Tricks freuen.

Zunächst einmal die Dinge, die ich erwarte/schon weiß:

Es werden 3, maximal 4 Spieler werden. Einer wird einen Halb-Ork Mönch oder Pala spielen wollen. Da bin ich mir sicher. Der springt maximal noch auf Mensch um. Bei der zweiten Person rechne ich fest mit einem Wizard. Egal welches System wir gemeinsam bespielt haben, sie hat immer einen Zauberwirker gespielt. Und da sie eine eher (positiv) verrückte Persönlichkeit ist, wird sie vermutlich was ausgefalleneres spielen wollen. Vielleicht einen Tiefling. Oder einen Drow. Und die dritte Person hat mit Rollenspiel noch nicht so viel zu tun gehabt und hängt sich auch noch nicht so extrem rein. Sie erlebt Rollenspiel eher durch das "Spiel" und weniger durch das "Rollen". Sie interessiert die Story mehr. Und sie mag Kämpfe. Deshalb geh ich fest von einem Melee-Char aus. Kämpfer oder Barbar. Wahrscheinlich Mensch.

Desweiteren bin ich mir sehr sicher, dass sie eher EP als Milestones wählen werden.

Wenn ihr die Kampagne als Spieler erlebt habt, bin ich auch an Tipps interessiert, die ich meinen Spielern als DM geben kann/sollte (ohne zu spoilern oder Erwartungen zu schüren ;) ).
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Pyrdacor am 26.06.2018 | 12:04
Das Setting in Curse of Strahd als solches ist sehr "geschlossen" und sehr zentriert auf Menschen.
D.h. alle nicht-menschlichen Rassen fallen fast immer sofort als "Nicht-von-hier" auf.
Wenn man sich dessen bewusst ist, dann ist es OK.

Ansonsten, als DM sollte man am Ende einer Sitzung immer etwas voraus planen und fragen, wohin die Charaktere als nächstes wollen, da man ja nicht immer alles für jede Sitzung vorbereiten kann.

Es gibt auch einen guide, der ist auch sehr hilfreich:   http://thecampaign20xx.blogspot.com/2016/03/dungeons-dragons-guide-to-curse-of.html


Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Kaskantor am 26.06.2018 | 12:13
Ich habe eine recht grosse Gruppe (6 Spieler) deshalb sind die Kämpfe bisher recht entspannt für sie.
Ich würde es Sandboxartig mit einem leichten roten Faden beschreiben.
Die Spieler kennen in diesem Abenteuer schon sehr früh den Endboss. Ist aber heute wegen der ganzen Medien nicht mehr vermeidbar.
Persönlich wird da in Teasern und ähnlichem viel verraten.
Was es derzeit etwas schwieriger macht fertige Kampagnen in DnD zu leiten ist mMn, dass sehr viele Fraktionen mit sehr unterschiedlichen Einstellungen vorhanden sind und man immer versucht, die Auswirkungen der SC-Handlungen mit diesen zu verknüpfen.
Dann haben die Kampagnen halt 250+ Seiten, also auch eine Menge zu lesen und zu verstehen.

Wir sind noch jetzt aus dem ersten grösseren Ort raus und es macht uns bisher sehr viel Spass.
Vor allem das Gimmick mit den Karten kam sehr gut an.
Allgemein wird halt das ganze klassische Horror-Gedöns verwurstet, bietet aber doch einige kleine Überraschungen, zb. hochkarätige NSC, die es schon länger im DnD-Mythos gibt.

P.S. das Deathhouse war sehr cool und stimmig. Wenn ich CoS spielen mag, würde ich auch dieses wieder zum Einstieg nehmen.
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Wellentänzer am 26.06.2018 | 12:14
Ich spiele die Kampagne als Spieler. Der SL ist großartig. Toller Typ. Das Death House (das mit den Kindern gelle?) haben wir hinter uns. Mit drei SC von Level 1 an ist das ein Brett, aber machbar. Danach kamen sehr lange Sequenzen rund ums Kennenlernen der näheren Umgebung komplett ohne Kämpfe. Mittlerweile sind wir auf Level 3. Mir gefällt es bislang ganz ausgezeichnet. Was sich bei uns als hilfreich herausstellt (so zumindest mein Eindruck rein aus Spielersicht): alle drei Charaktere haben keine Teflonbillies gebaut, sondern bewusst bezogen auf den Charakterhintergrund gewisse Türen offen gelassen. Wir ziehen als Schausteller durch die Lande. Ich spiele beispielsweise einen Quacksalber und Aufschneider, der irgendwelche Tinkturen teuer zu verkaufen versucht. Gebaut als Celestial Warlock mit unbekanntem Gönner. Die anderen Charaktere sind "der stärkste Mann der Welt" (Halbork Barb) und "Meister Mechanikus" (Gnome Wizard).
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Foul Ole Ron am 26.06.2018 | 13:42
Sandbox mit rotem Faden trifft es ziemlich gut! Fast schon ein Netz aus roten Fäden.
CoS bietet tatsächlich ein Füllhorn an guten Möglichkeiten und interessanten Charakteren; nicht umsonst wird der Wiederspielwert überall als sehr hoch gepriesen. Da ist es schon fast schade, dass man einfach nicht alles unterbringen kann. Das würde, da bin ich mir ziemlich sicher, zu überladen.
Ein paar Dinge fände ich wichtig:
1. Entscheide, ob Du die Kampagne einen eher zufälligen Verlauf nehmen lassen willst, oder Du lieber ein bisschen scripten möchtest.
Beides ist mMn gut machbar. Mir ist noch kein Plothook untergekommen, den ich so "mies" finde, dass ich ihn nicht "zufällig" bespielen wollte. Andererseits kann man sich recht problemlos ein paar schöne Szenen 'raussuchen, die man unbedingt drinhaben möchte - ohne dass es sich nach hartem Railroading anfühlt. Illusionism ftw  :d
2. Hol Dir Feedback ab.
Ist ne Binsenweisheit, aber man kann CoS leiten, indem man die Spieler von einem Encounter / Kampf in den nächsten stolpern lässt. Man kann aber genauso gut stundenlang ohne auskommen! Finde die Mischung die Dir und Deiner Gruppe am besten passt.
3. Sei nicht knauserig mit dem sogen. Foreshadowing und mit kleinen Tipps und Hilfestellungen. Durch den sandboxigen Aufbau liegen, insbesondere natürlich während der niedrigeren SC-Level, machbare Subplots gleich neben absolut tödlichen Begegnungen. Wenn Du den Verlauf etwas scripten möchtest läßt sich das ganz gut beeinflussen, wenn Du aber mit der eher zufälligen Variante herangehst, dann gib Deinen Spielern ein paar Hinweise bevor sie sich total verheben.

Ich persönlich finde Milestones für CoS besser. Ich empfinde den stetigen und einigermaßen gleichmäßigen Levelanstieg als Abbildung des Kennenlernens von Land, Leuten, Besonderheiten und Gefahren. Mit Milestones hast Du das gut im Griff - egal ob der Verlauf zufällig oder gescripted ist bzw. egal ob Ihr viele oder wenige harte oder leichte Encounter spielen mögt.

Was die Charaktere angeht ist in einem klassischen Horror-Vampir-Szenario ein Paladin oder ein Cleric immer eine gute Wahl! Ein Magiekundiger und der stärkste Mann der Welt sind in jedem Szenario eine gute Wahl  ;) . Natürlich ist Heilung sehr wichtig. Das ist sie aber immer - insbesondere bei einer kleinen Gruppe. Meine persönliche Meinung ist aber, dass jeder spielen sollte worauf er Bock hat! Ich würde eher in der Kampagne oder gar den Regeln rumschrauben, als eine coole Truppe die allen viel Spaß macht zu verhindern. Die Kampagne ist ernst genug! Deshalb ist auch Pyrdacors Aussage zwar richtig, aber das kann man ausspielen - oder auch nicht. Ich hab lieber einen Spieler am Tisch, der für seinen Deep Gnome Feuer und Flamme ist, als einen "pflichtbewussten" Menschenspieler (@Pyrdacor: ich weiß, dass das so von Dir nicht gemeint war  ;) ).

Vorausplanung ist sicher wichtig! Netz aus roten Fäden und Fülle an Möglichkeiten und so... .

Death House war ein cooler Einstieg. Sowohl als OneShot zum Kennenlernen des Systems und der Gruppe, als auch für die Kampagne selbst. Ausgewiesene Fernkämpfer kommen hier wohl etwas zu kurz - aber so ist das halt manchmal mit den One Trick Ponies.

Laberflash Ende  ~;D
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Erdgeist am 27.06.2018 | 08:58
(Abo, damit ich mir merke, später was zu schreiben.)
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: winterknight am 29.06.2018 | 18:53
Ich würde es Sandboxartig mit einem leichten roten Faden beschreiben.
Die Spieler kennen in diesem Abenteuer schon sehr früh den Endboss. Ist aber heute wegen der ganzen Medien nicht mehr vermeidbar. .
....
P.S. das Deathhouse war sehr cool und stimmig. Wenn ich CoS spielen mag, würde ich auch dieses wieder zum Einstieg nehmen.
Die Spieler sehen auch den Endboss immer im ganzen Land. Das Schloss  (https://img00.deviantart.net/7aa7/i/2017/297/f/7/welcome_to_barovia_by_jonpintar-d9bz6nh.jpg)thront und ist von überall zu sehne.
Das ist fast so, als ob die in Mordor rum laufen würden und SideQueset erledigen aber immer das Auge sehen.

Death house ist eines der besten und brutalsten Abenteuer das ich kenne. Brutal im Sinne von
a) heftig für die PCs ( Beware of the brooms)
b) heftig für die *Spieler*. Eine Szene drin, da muss man wissen, ob man das seinen Spielern zumuiten möchte/kann

Sonst:
Schau dir Dice Camarea Action an. Chris Perkins leitet CoS. sehr sehr gut
Gibts zur Not auch als Podcast. 

Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Hellstorm am 29.06.2018 | 20:18
Das Abenteuer an sich ist gut aber persönlich empfand das Buch als Albtraum.

Es ist definitiv notwenig, das Buch vorher komplett zu lesen. Falls du die Gegenstände random verteilst, dann schau dir an ob du die andern Orte und Charaktere wirklich benutzen willst. Streiche den Sonderevent an dem See, der hat in meiner Gruppe nur zu Frustration geführt.

Auxh kann ich die Nutzung des MeilensteinSystem empfehlen.

Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Quaint am 30.06.2018 | 00:25
Ich leite ja nicht soviel Kaufabenteuer, aber ich bin gerade dabei Curse of Strahd zu leiten.

Was mir aufgefallen ist

- es ist tatsächlich zu wesentlichen Teilen eine Sandbox
- es ist ziemlich willkürlich; etwa beschreibt das Abenteuer, dass Strahd selbst häufiger mal die SC heimsucht, und theoretisch kann er sie dann jedes Mal umbringen. Aber natürlich will er ja erstmal spielen, und nimmt sie nicht ernst und so weiter und so fort. Das heißt, er tötet sie halt nicht dann. Aber irgendwann wandelt sich das, er muss irgendwann die SC ernst nehmen (oder sie verärgern ihn) und dann sind harte Bandagen angesagt. Wann das passiert kann recht leicht über Erfolg oder Niederlage der SC entscheiden. Und es ist nur sehr schwammig geklärt, wann es sich wandelt. Es gibt zwar ein paar Situationen, wo er auf jeden Fall bös wird, aber sonst ist das offenbar von SL-Willkür und eben den ausgespielten Interaktionen abhängig.
- es gibt viele Stellen, wo es leicht passieren kann, dass die Gruppe sich in äusserst brenzlige Situationen begibt, und das wissen sie nichtmal. Mir sind jetzt schon einige Situationen untergekommen, wo die SC keine Chance haben, zumindest nicht auf dem Level, und wo es auch nicht besonders viele ingame Hinweise dazu gibt.
- random cards sind random - etwa kann man da als Verbündete so Späße wie Mordenkainen himself ziehen... oder einen verunstalteten CR 1/4 Mutanten... das könnte einen gewissen Einfluß auf das Balancing des Bossfight haben, nichtwahr...
- so wie wir die Karten gezogen haben, müssen wir eigentlich garnicht nach Castle Ravenloft (Wie mein Herr? Sie waren in Ägypten und haben die Pyramiden nicht gesehen?)
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: br0adsw0rd am 30.06.2018 | 14:26
Ich bin neugierig für welche Systeme diejenigen, welche die SL-Vorbereitung bei CoS als mühsamer empfunden haben, normalerweise Kaufabenteuer erwerben.
Ich persönlich empfand die Kampagne durch seine Aufteilung in Hubs, die für sich etwa den Umfang eines typsichen Einzelabenteuers haben, als gut strukturiert. Die meisten anderen 5E Kampagnen sind da durchaus härtere Brocken - ganz zu schweigen von Publikationen aus älteren Editionen, bei denen es sich nicht um reine Dungeon Crawls handelt.
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Hellstorm am 30.06.2018 | 14:28
Ich bin neugierig für welche Systeme diejenigen, welche die SL-Vorbereitung bei CoS als mühsamer empfunden haben, normalerweise Kaufabenteuer erwerben.
Ich persönlich empfand die Kampagne durch seine Aufteilung in Hubs, die für sich etwa den Umfang eines typsichen Einzelabenteuers haben, als gut strukturiert. Die meisten anderen 5E Kampagnen sind da durchaus härtere Brocken - ganz zu schweigen von Publikationen aus älteren Editionen, bei denen es sich nicht um reine Dungeon Crawls handelt.

Dungeon crawl classic, beyond the wall, lotfp
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Feuersänger am 30.06.2018 | 15:04
Ich häng mich mal aus Neugier hier so mit rein...

Ohne CoS zu kennen mal pauschal -- es macht in 5E schon einen ziemlichen Unterschied, ob man einen Honk oder einen Paladin in der Party hat. Welchen davon ich empfehle, dürfte klar sein. ;)

P.S.: du musst dich absolut nicht genieren, wenn du neue Threads aufmachen willst. Dafür ist ein Forum ja da, kostet alles dasselbe Geld. Ich find's schön, wenn hier mal n bisschen Leben in die Bude kommt. ^^
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Tintenteufel am 1.07.2018 | 23:17
Habe CoS als Spieler genießen dürfen. War gut. Habe nach Abschluss viel mit unserem DM über den Missstand gesprochen, dass man verdammt gute Items für. ampirjäger bekommt und letztendlich eben einen Vampir zu Strecke bringen muss. Der Showdown war demnach tatsächlich etwas schwach, da wir Amulett und Schwert hatten. Dazu hat unser Rogue den Kampf mit einem Sneak Crit eröffnet und mein Light Cleric Strahd mit Feuerbällen bombadiert.

Habe drüben im Spielbericht-Bereich mitgeschrieben...
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Kaskantor am 20.07.2018 | 09:43
Also die 3 Hexen inklusive Coven sind für eine Stufe 4 Gruppe aber ein ganz schöner Oberkill, nicht?
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: winterknight am 20.07.2018 | 11:00
Also die 3 Hexen inklusive Coven sind für eine Stufe 4 Gruppe aber ein ganz schöner Oberkill, nicht?
Die Hags in der Mühle
JA!

CoS ist kein nach Level sortiertes At, wo die Dämonen auf Level 9 warten, bis die PCs sich durch die Orks auf Level 1 und die .... durchgeschnetzelt haben.

Für level 4 reicht eine Night Hag vollkommen aus um einen TPK zu schaffen
Chris Perkins hat 2+1 green hags daraus gemacht und ist grade gut gegangen mit viel Augen zudrücken
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Kaskantor am 20.07.2018 | 11:10
Hat er sie als Coven fungieren lassen?
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: winterknight am 20.07.2018 | 14:30
Hat er sie als Coven fungieren lassen?
Nö, zusätzlich hat er sie sehr Überheblich (d.h. unstrategisch) kämpfen lassen. Und wie gesagt erst zwei dann short Rest dann eine
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Noir am 27.09.2018 | 14:15
Kurz zur Info: Ich beginne am Samstag mit dieser Kampagne. Ich werde zunächst einen kleinen Einführungsdungeon spielen. Da bekommen die Helden dann einen Aufstieg. Auf dem Rückweg zum Auftraggeber, lass ich den Nebel aufploppen und beginne dann mit Death House.

Ich habe mehrfach gehört, dass man die Artefakte lieber nicht zufällig machen soll, aber ich finde das ist so ein spannendes Feature, das werde ich wohl trotz der Warnungen wagen. Nach Death House werde ich die Helden wohl auf eine alte Vistani treffen lassen, die dann die Karten für sie legt (und somit die wichtigen Elemente fürs Abenteuer festlegt). Und da werd ich dann wohl spätestens den Cut ansetzen, um mich dann für die nächste Sitzung ordentlich vorbereiten zu können.

Vermutlich werden sie aber gar nich so weit kommen ... man weiß ja, wie das ist.
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Erdgeist am 27.09.2018 | 14:44
Die Artefakte hatte ich zufällig ermittelt, live in der Kartenlesung bei Madame Eva (die würd ich auch verwenden anstatt einer zufällig auftauchenden Wahrsagerin). Nur beim Verbündeten hab ich geschummelt und den Spielern gesagt, dass ich da nachziehe, falls was völlig doofes/langweiliges herauskommt. Die Person sollt halt auch zur Gruppe passen. Alternativ kann man vor jenem Kartenzug ein paar Karten aussortiert haben.

Wovon ich abrate: Zuzulassen, dass die Spieler partout alle Orte abgrasen, selbst wenn sie keinen Hinweis auf Artefakte oder Verbündete  dort haben. Manche Orte sind ohne dortige Artefakte und die dadurch möglichen Verwicklungen und Entwicklungen einfach nicht so richtig spannend und zögen die Kampagne nur unnötig in die Länge.
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: winterknight am 27.09.2018 | 18:13
Nur beim Verbündeten hab ich geschummelt und den Spielern gesagt, dass ich da nachziehe, falls was völlig doofes/langweiliges herauskommt. Die Person sollt halt auch zur Gruppe passen.

Genau so. Lese dir alle verbündete durch, und machdir eine Liste mit den die Gut zur Gruppe passen - sei da aber auch Mutig. Und wenn Annabelle raus kommt nimm einfach den nächsten in der Liste.

Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Noir am 30.09.2018 | 20:47
Die erste Session verlief sehr gut.

Zunächst haben wir Charaktere gebastelt. Hier hab ich feststellen müssen, dass es extrem anstrengend und zeitraubend ist, 3 Charaktere mit Leuten zu erstellen, die wirklich keinen Schimmer von den Regeln haben. Vor allem dann, wenn man selbst auch nicht uneingeschränkt regelfest ist. Es hat lang gedauert ... aber am Ende haben wir es geschafft. Die Gruppe besteht jetzt aus:

Halbork Barbar (Chaotisch Neutral)
Halbling Kleriker (Chaotisch Gut)
Drachenblütiger Waldläufer (Neutral)

Bis auf den Kleriker hat keiner der Spieler irgendwelche Sonderfähigkeiten während des Spiels genutzt. Ich habe kurz darüber nachgedacht, das alles noch einmal mit ihnen durchzugehen, hab mich dann aber doch dazu entschlossen, das Spiel erst einmal zu spielen und dann gegebenenfalls mit jedem in einem Einzelgespräch noch einmal die Möglichkeiten durchzugehen. Es war jetzt nämlich schon nach 20 Uhr ... und ich wollte gerne noch mit Death House beginnen ... ich hatte mich hier nämlich sehr gründlich vorbereitet und hatte BOCK. Dazu gleich mehr.

Wie geplant hab ich die Gruppe in einen winzigen Anfangsdungeon geschickt. Ein paar Goblins haben die Tochter des Schmieds entführt. Der Anfang war etwas holperig. Die fehlende Regelkenntnis führte bei 2 von 3 Spielern dazu, sehr "lasch" zu spielen und durchgehend dumme Witze zu reißen, ihren Charakter wie die Axt im Walde agieren zu lassen und so weiter. Da hab ich meine Felle schon davonschwimmen sehen. Dachte hier, dass das Spiel jetzt schon beendet werden könnte. Ich wollte aber auch nicht den Spielleiter raushängen lassen. Die Gruppe sollte Spaß haben und wenn das jetz das war, was sie wollte: Dann sollte sie das kriegen. Und tatsächlich zog sich diese Spielart fast durch das komplette Intro. Sie hat sich durch ein paar fiese Goblins geprügelt, ein Rätsel gelöst und ein magisches Schwert (+1/+2 gegen Orks) einkassiert. Tatsächlich hab ich mich hier erneut an dem Dungeon von Matt Colville orientiert und hab der Gruppe ganz bewusst direkt ein recht mächtiges Schwert in die Hand gedrückt. Es sollte sich zeigen, dass das eine gute Idee war.

Mit der geretteten Tochter des Schmieds im Schlepptau zog die Gruppe also durch den Wald zurück als plötzlich Nebel aufkam. Der Kleriker prüfte sogleich ob er es mit Magie zu tun hatte, konnte aber nichts entdecken. Der Nebel wurde dichter und dichter, so dass sich die Gruppe entschloss, sich am Gürtel des jeweiligen Vordermanns festzuhalten und sich vom Waldläufer führen zu lassen. Gesagt getan ... plötzlich kam die Gruppe auf einen Kiesweg - ein Kiesweg? Auf dem Hinweg haben wir keinen Kiesweg gesehen! Und überhaupt ... wo kommen die Nadelbäume her? Das hier war vorher ein Laubwald. Und ... wo zum Teufel ist die Tochter des Schmieds?!. Und hier änderte sich plötzlich die Spielweise der Gruppe. Ich bemerkte, dass ich da wohl einen Nerv getroffen hatte. Dieser Nebel interessierte sie. Es war Zeit für Death House.

Ich hatte mich in den letzten Tagen intensiv mit dem Abenteuer auseinandergesetzt. Hatte viele Tipps und Kniffs im Internet gelesen. Zum Beispiel war der Tenor, dass man die meisten Kämpfe wohl am besten streichen sollte, denn sie wären fast ein Garant für einen TPK. Also habe ich sowohl den Besen gestrichen (fand das ohnehin nicht witzig) und den Specter habe ich - wie auf Reddit mehrfach empfohlen - zu einem ansprechbaren Geist gemacht. Sehr gute Entscheidung! Die Karte des Hauses habe ich ausgedruckt und jeden Raum einzeln ausgeschnitten. Ich wollte, dass die Spieler etwas vor sich hatten, was sie tatsächlich sehen konnten.

Die Gruppe ist also auf die beiden Kinder getroffen, die sie in das Haus locken sollte. Sie haben zunächst einmal eine kurze Rast eingelegt und sind dann auch ohne Umschweife ins Haus getappt. Hier habe ich mit Hilfe von passender Geisterhaus Musik versucht, eine unheimliche Atmosphäre zu schaffen. Die Gruppe hat sich von Raum zu Raum gearbeitet und hat gebannt den Beschreibungen gelauscht. Ich bemerkte, dass es immer ruhiger wurde. Als die Gruppe schließlich auf Strahds Brief stieß und ihn las (auch den hatte ich als Handout vorbereitet), war sie schließlich vollkommen "drin" und als sie dann auf den Geist des Kindermädchens traf, der langsam und sanft die Wiege hin und her wog und dabei ein Kinderlied summte, saß eine Spielerin mit einer Jacke über ihrem Kopf, tief ins Gesicht gezogener Kapuze da und schrie lauthals auf, als plötzlich das Telefon klingelte. Bäm. Ich hatte erreicht, was ich wollte. Grusel in D&D! Geil.

Der Kampf mit der belebten Rüstung war dann die erste Konfrontation im neuen "Setting" ... und hier sollte sich rausstellen, dass das magische Schwert eine gute Entscheidung war. Der Kampf war nämlich extrem knackig. Den Sieg konnte die Gruppe nur davontragen, weil ich den Großteil des Abends echt beschissen gewürfelt habe und das magische Schwert beim Treffen half.

Tatsächlich fand die Gruppe fast alle Geheimnisse des Hauses. Nur die Vitrine im Wolfszimmer haben sie nicht aufgebrochen. Sind auch nicht auf die Idee gekommen, das mal zu probieren. Haben überall einen Schlüssel gesucht ... aber naja ... Raum für Raum legte ich aus und die Gruppe hatte sichtlich Spaß ... allerdings bemerkte ich so langsam auch erste Müdigkeitserscheinungen. Ich wollte den Cut eigentlich ansetzen, bevor die Gruppe dann schließlich in den Dungeon zieht ... aber sie wollten unbedingt weiterspielen. Hier hab ich dann das meiste versucht kürzer und erzählerischer abzuhandeln. Hab die Gänge des Dungeons nicht mehr einzeln ausgelegt ... ich bemerkte aber, dass das nicht gut funktionierte ... und als die Gruppe dann letztlich im Raum mit der Holzfigur von Strahd mit 4 Schatten kämpfte (die ich wertetechnisch stark abschwächte - TPK wäre sonst sicher gewesen) und diese auch besiegte, machte ich den Cut.

Mir war klar: Für das nächste mal, werde ich den restlichen Dungeon auch wieder komplett ausdrucken und Raum für Raum auslegen. Das wird zwar mühsam ... aber die Gruppe hat es geliebt.

Beim Einpacken hat mich die Gruppe mit Lob überschüttet. Das war mir etwas unangenehm, weil es sicherlich NICHT die Sternstunde meines Spielleiterdaseins war ... aber die Gruppe hatte offenbar Spaß. Das ist das wichtigste. Ich hab die Gruppe dann noch darauf Aufmerksam gemacht, dass der Rest der Kampagne aber nicht so genau abgesteckt sein würde (Das hatte ich natürlich vorher auch schonmal erwähnt, ich wollte das aber nochmal klarstellen). Die Gruppe bliebt hart begeistert und wollte am liebsten schon den nächsten Termin ausmachen. Das war für mich der Moment, wo ich sagte: Alles klar ... ich muss mich jetzt schon deutlichst vorbereiten. Also zog ich mein Tarokka-Deck hervor und sagte, dass ich die Gruppe jetzt nachhaltig die Kampagne verändern lassen würde. Wir haben also quasi das Kartenziehen "Outtime" gemacht.

Gezogen wurde:

1. Elementalist
2. Traitor
3. Philantropist
4. Horseman
5. Broken One

U.a. wird nun ein Assassine der Verbündete der Gruppe werden, der sie dann am Ende sogar verraten wird. Finde ich ganz spannend. Wenn die Gruppe nun Intime eine Kartenlegung bekommt, werde ich die Legung genau dieser Karten beschreiben (und dann natürlich mit entsprechenden kryptischen Texten versehen). Ich glaube, dass war für diese Gruppe die richtige Entscheidung.
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Noir am 11.02.2019 | 10:45
Am Samstag war - nun endlich - die zweite Session angesetzt. Aber ich hab im Grunde schon nach einer Stunde Ingame gemerkt, dass das nix mehr wird. Die Spieler wussten so gut wie nichts mehr von der Session. Haben wild Dinge, die sie in der ersten Session rausgefunden haben durcheinander gebracht und das meiste gar nicht erst korrekt erinnert. Also hab ich ihnen selbst die Infos noch einmal zukommen lassen. Das ist bei der langen Zeit für mich auch kein großes Problem gewesen ... aber dass so gut wie GAR nichts mehr in der Erinnerung der Spieler zu finden war, fand ich schon irgendwie ein starkes Stück. Ich kenne das als Spieler durchaus, dass man einiges vergisst, wenn so viel Zeit dazwischen liegt ... aber so gar keine Erinnerung mehr? Gab es bei mir eigentlich nie ... okay, mit den Erzählungen erinnerten sie sich dann teilweise etwas ... aber naja ... eine Spielerin hatte aber ganz offensichtlich gar keine Lust zu spielen. Jammerte ständig rum, dass sie ja krank ist. Hat sich immer mal wieder aufs Sofa gelegt und von da aus gesprochen ... auf meinen Vorschlag, dass man den Spielabend dann auch verschieben könnte, sie nach Hause und die anderen einfach ein Brettspiel oder so zocken könnten, wollte sie nicht eingehen.

Stattdessen wurden immer wieder Outtime-Gespräche angefangen.

Die Unlust war aber durchgehend immer spürbar. Die Charaktere kämpften sich von Raum zu Raum durch den Death House Dungeon ... und irgendwann, als sie dann in die letzten Räume vor dem "Bossraum" kamen, sagte sie dann sowas wie "Oh, endlich passiert was!" ... man merkte, sie war froh, dass das Finale scheinbar kurz bevorstand ... das Ganze gipfelte dann soweit, dass die ganze Gruppe nicht einmal den Bossraum durchsuchten, sondern - nachdem sie durch gute Würfe - den Shambling Mound als solchen erkannt haben - direkt angriffen. Ohne großartigen Plan. Ohne wirklichen Grund (bis auf "Da ist ein Monster"). An diesem Punkt hätte ich natürlich intervenieren können und - wenn die Gruppe bis hier her wenigstens wirklich "mitgemacht" hätte - hätte ich das wohl auch getan. Aber ich war an diesem Punkt schon richtig angepisst und so ist dann auch echt MEINE schlimmste SL-Seite rausgekommen. Ich hab den Mound ganz knallhart ausgespielt, hab offen gewürfelt und ganz aktiv gegen die Gruppe gespielt. Die Spielerin der Barbarin wollte eigentlich gar nicht sofort das Monster angreifen (was ich sehr witzig fand, weil sie sonst immer für "AUF SIE MIT GEBRÜLL!" ist), deshalb haben sich meine Attacken auch auf die anderen beiden konzentriert. Leider (und ich sage hier "leider" ohne mich wirklich zu schämen - und DAFÜR schäme ich mich ;) ) hats am Ende nicht den Charakter der Spielerin ohne Bock getroffen, sondern den Halblingkleriker. Der ist jetzt tot. Die anderen beiden sind geflohen. Die Barbarin bereits ganz zu Anfang, mit den Worten: "Das war blöd, ich bin weg." (und sie hatte recht). Das Event um die Geister haben die Spieler gar nicht erlebt. Das Ende von Death House hab ich dann nur noch erzählerisch abgehandelt, weil ich selbst auch keine Lust mehr hatte.

Als die beiden Überlebenden dann das Death House verließen, hab ich noch versucht wenigstens ein cooles Ende hinzukriegen, aber zu dem Zeitpunkt war die eine Spielerin schon dabei ihre Sachen zusammenzusuchen. Das von mir vorbereitete Handout für genau diesen Moment, hab ich trotzdem noch ausgegeben. Die SCs stürmten aus dem Death House und standen plötzlich auf der Straße ... vor ihnen stand ein Präsentkorb mit etwas Essen, gutem Wein und einem Brief. Außerdem stand ein Sarg neben dem Präsentkorb. Den Brief hatte ich als Handout vorbereitet. Dort stand sinngemäß: "Ich hab lange auf diesen Moment gewartet. Ich freue mich bereits auf unsere Begegnung. Willkommen in Barovia. - Strahd" (das hatte ich als Tipp auf Reddit gelesen und hätte die Gruppe irgendwie mitgespielt ... dann wäre das vermutlich auch cool gewesen. So ist der Effekt komplett verpufft und ich habe wenig Lust für diese Gruppe weiter die Kampagne zu leiten.

Das Schlimme ist, dass der Spieler des Klerikers sich eigentlich ganz gut reinhängt ... er hat oft blöde Ideen und sieht den Wald vor lauter Bäumen häufig nicht ... aber insgesamt ist er ein guter Spieler. Die Spielerin der Barbarin ist eigentlich auch ganz gut. Sie verfolgt für gewöhnlich den "Hulk SMASH!"-Weg und das passt ganz gut zu dem Charakterkonzept. Alles in Ordnung. Sie lässt sich dann aber auch gern von der Spielerin der Drachengeborenen ablenken ... und die ... hat den Abend halt gecrasht ... Rettungsversuche meinerseits sind alle gescheitert ... vielleicht auch nicht intensiv genug ... das mag alles sein ... aber diese Art der Ignoranz, Unlust und fast schon Boykottierung des Abends - sowas hab ich sehr selten erlebt. Keine Regel war mehr bekannt - geschenkt ... war der zweite Spielabend. Damit kann ich leben - aber NICHTS was sich die Person auf dem Charakterblatt notiert hat, sagte ihr überhaupt noch was. "Oh, ich habe hier stehen, dass ich einen Schlüssel habe. Weiß gar nicht, was das ist." - das war so der Standardsatz - wobei man "Schlüssel" hier durch alles ersetzen konnte, was sie da stehen hatte. Ganz ehrlich, ich sehe mich als Spielleiter nicht als Animateur. Ich bin nicht dafür da, um die Spieler komplett von vorne bis hinten zu bespaßen. Ich erwarte Engagement von den Spielern, wenn ich mich bereiterkläre zu leiten. Ich hab mir die Zeit genommen, hab ein dickes Kampagnenbuch vorbereitet und die Spieler kriegen es teilweise nicht einmal gebacken, ihre Charakterbögen zu verstehen. Ich musste bei JEDEM Wurf erklären, was sie würfeln muss. Also auch rundenweise. "Ich greife mit meinem Kurzschwert an. Was muss ich würfeln?" "W20 ... plus Stärkebonus ... plus Übungsbonus." - nächste Runde - "Alles klar ... ich greife mit meinem Kurzschwert an. Was muss ich würfeln?" - "W20 ... plus Stärkebonus ... plus Übungsbonus." - nächste Runde - .......... - letzte Runde - "Alles klar, ich greife mit meinem Kurzschw ... " "W20 PLUS STÄRKEBONUS PLUS ÜBUNGSBONUS!"

Ich habe Verständnis für Krankheit. Für private Probleme. Ich habe für alles Verständnis. Aber dann kommuniziert man das und sagt den Spielabend ab. Man sagt auch ab, wenn man eigentlich gar keinen Bock hat. Und man verlässt die Gruppe, wenn man an dem Spiel eigentlich so gar keine Lust hat.

Der Plan war jetzt, dass der neue Charakter des einen Spielers in dem Sarg liegt und noch bewusstlos ist. Eben war er noch in der Taverne und jetzt liegt er bewusstlos in dieser Kiste ... allerdings werde ich wohl eher die Gruppe beenden. Es ist mir einfach zuviel Aufwand diese großen Kampagnen vorzubereiten und dann gegebenenfalls vor so einem Abend zu stehen, wie am letzten Samstag. Man stelle sich mal vor, die Motivation der Gruppe ist so wie am Samstag und sie sind nicht in der eingegrenzten Umgebung des Death House Abenteuers ... sondern sie stehen vor der Open World Barovias ... das endet in einer Katastrophe ...
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Arldwulf am 11.02.2019 | 11:03
Solltest du dir wirklich gut überlegen, da CoS einige solcher Momente generieren kann. Manchmal flippt das Abenteuer ein wenig hin und her zwischen Charakterfreiheit und Möglichkeiten eigene Ideen einzubringen - und andererseits Stellen an denen die Spieler auch wieder  auf Schienen geschoben werden und dazu gebracht werden sollen etwas zu tun. Das Abenteuer steht und fällt damit wie gut diese Schienen verborgen werden, und wie gut sich die Spieler darauf einlassen können.

Oder anders gesagt: Wenn deine Spieler wenig Lust haben genau dieses Abenteuer zu machen und du als SL davon genervt wirst und dann das in dem Abenteuer nicht gerade gut designte CR knallhart und intelligent gespielt auf sie loslässt wird keiner von euch Spaß haben.
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Coltrane am 11.02.2019 | 11:15
Das hört sich leider arg frustrierend an. Klar kann man nicht immer erwarten, dass alle bis an die Haarspitzen motiviert bei der Sache sind, aber das las sich jetzt eher so, als wäre so gar keine Lust auf das Spiel vorhanden. Bitter. Ich gebe dir vollkommen recht, in einen solchem, einmaligen, Fall lässt man die Runde besser ausfallen und macht was anderes. Das habe ich am Samstag selbst so erlebt. Wir hätten später anfangen müssen, alle waren müde - statt zu spielen haben wir einfach Kaffee getrunken und gequatscht. Das war imo auch ne gute Entscheidung, da sich so niemand die grundsätzliche Lust am Spiel verdirbt.

Wenn ich deinen vorletzten Post lese, habe ich den Eindruck, dass deine Spieler schon Lust auf das Spiel hatten, was aber beim letzten Post gekippt zu sein scheint. Du hast Recht, wenn du darüber nachdenkst, es ganz sein zu lassen. Allerdings würde ich eventuell vorher nochmal mit den Spielern reden, wie es aussieht und sie Bock auf das Ganze haben oder es lieber lassen wollen. Ich kann absolut nachvollziehen, wenn Du Frust schiebst, da das Alles ja auch mit nicht gerade wenig Aufwand verbunden ist, der dann von lustlosen Spielern torpediert wird. Man fragt sich dann schon, ob man einen am Brett hat, sich das Ganze anzutun.

So oder so, ich drücke die Daumen, dass du die für dich richtige Entscheidung triffst. Und Kopf hoch, es kommen bestimmt wieder bessere Spielabende.
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: winterknight am 11.02.2019 | 11:42
.... ich habe wenig Lust für diese Gruppe weiter die Kampagne zu leiten.

Kann ich verstehen, aber rede mal mit den Spielern, was die meinen.
Wenn die sagen war toll mit hats gefallen würde gerne weiterspielen, dann machs.
Reden hilft.
Ich musste bei JEDEM Wurf erklären, was sie würfeln muss. Also auch rundenweise. "Ich greife mit meinem Kurzschwert an. Was muss ich würfeln?" "W20 ... plus Stärkebonus ... plus Übungsbonus." - nächste Runde - "Alles klar ... ich greife mit meinem Kurzschwert an. Was muss ich würfeln?" - "W20 ... plus Stärkebonus ... plus Übungsbonus." - nächste Runde - .......... - letzte Runde - "Alles klar, ich greife mit meinem Kurzschw ... " "W20 PLUS STÄRKEBONUS PLUS ÜBUNGSBONUS!"
So jemanden hatten wir auch in unserer Runde. Jede Woche, jede Runde über Moante hinweg.
Hatte sich aber sogar das PHB gekauft und wollte wirklich. Hatte sich aber die Regeln nie gemerkt.
Tipp: Schreibe aufs Char Sheet Kurzschwert +5 - 1d6+3 zeige drauf und wenn Sie dann noch fragt:
Tipp2: ignoriere einfach was sie macht, "DU hast 3 Sekunden, was machst du? , 1 2 3 - nächster " Kann man auch netter verpacken

Aber auch hier rede mit ihr und frage was los ist ob sie Lust hat oder nicht, wenn sie sagt ja, dann spiele.

Am Samstag war - nun endlich - die zweite Session angesetzt. Aber ich hab im Grunde schon nach einer Stunde Ingame gemerkt, dass das nix mehr wird. Die Spieler wussten so gut wie nichts mehr von der Session. Haben wild Dinge, die sie in der ersten Session rausgefunden haben durcheinander gebracht und das meiste gar nicht erst korrekt erinnert. Also hab ich ihnen selbst die Infos noch einmal zukommen lassen. Das ist bei der langen Zeit für mich auch kein großes Problem gewesen ... aber dass so gut wie GAR nichts mehr in der Erinnerung der Spieler zu finden war, fand ich schon irgendwie ein starkes Stück. Ich kenne das als Spieler durchaus, dass man einiges vergisst, wenn so viel Zeit dazwischen liegt ... aber so gar keine Erinnerung mehr? Gab es bei mir eigentlich nie ... o
Ich mache immer eine Zusammenfassung der letzten Abends.
Meine Spieler können sich (teilweise) noch nicht einmal das von vor einer Woche merken. und du beschwerst dich über September bis Februar ?
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Noir am 11.02.2019 | 11:48
Ich mache immer eine Zusammenfassung der letzten Abends.
Meine Spieler können sich (teilweise) noch nicht einmal das von vor einer Woche merken. und du beschwerst dich über September bis Februar ?

Die Zusammenfassung des letzten Abends lasse ich gerne von den Spielern machen, weil die auch wirklich das zusammenfassen, was die Spieler herausgefunden haben. So füge ich nicht unabsichtlich Informationen hinzu, die sie gar nicht hatten - oder sage Dinge, die sie vielleicht anders verstanden hatten. Das klappt für gewöhnlich auch ganz gut so. Aber klar, da das jetzt so ewig lang her ist, ist es für mich kein Proble, dass ich das selbst machen muss. Aber wirklich so GAR keine Erinnerung mehr, finde ich halt trotzdem hart ;)
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Marduc am 11.02.2019 | 13:57
Aber wirklich so GAR keine Erinnerung mehr, finde ich halt trotzdem hart ;)

Kenne ich - von mir selber :-) Mit meinen Spielern hab ich bevor wir überhaupt gestartet sind vereinbart, dass sie a) Karten zeichnen und b) Logs schreiben. Beides eine große Bereicherung des Spiels, harte Entlassung für mich und Erinnerungslücken sind leicht zu schließen.
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Noir am 13.02.2019 | 12:51
So ... nachdem meine Wut ein wenig abgekühlt ist, habe ich mich dazu entschlossen, die Gruppe doch nicht aufzugeben. Aber ich werde nicht Strahd für sie leiten. Das endet nicht gut. Für die nächste Session werde ich noch ein kurzes Intermezzo in Barovia ausspielen, dann vermutlich eine Begegnung mit einem Handlanger Strahds, der ihnen eine Nachricht zukommen lassen wird, in dem sich der Graf entschuldigt, dass er im Moment einfach keine Verwendung für die Gruppe hat ... und dann lass ich den Nebel aufziehen und die Gruppe dann in eine andere Kampagne stolpern. Sie werden dann Level 3 sein und vermutlich direkt loslegen können. Ich denke gerade an Hoard of the Dragon Queen ... wird ja allgemein gerne als railroadiger angesehen (was für die Gruppe vermutlich der bessere Weg ist) ... haltet ihr das für eine gute Idee? Ist der Sprung von Death House zu Hoard of the Dragon Queen machbar?
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Arldwulf am 13.02.2019 | 14:33
Ehrlich gesagt: Glaubst du denn wirklich, dass mehr Railroading für die Gruppe eine Lösung darstellt? Gerade die Schilderung der 2. Session wirkte als ob sie eher Schwierigkeiten hatten damit das Abenteuer "wie vorgesehen" zu spielen, und als ob ein Großteil der Probleme dadurch entstand das sie in einer Situation waren in der sie gar nicht sein wollten. Und das sie von der 1. Session nichts mehr wussten ist auch nicht unbedingt vielversprechend wenn es darum geht eine längere, zusammengehörige Geschichte zu spielen.

Wahrscheinlich würde ich angesichts des beschriebenen eher versuchen die Charaktere und deren Hintergründe stärker einbinden - die ursprüngliche Motivation der Charaktere. Und erst danach über eine größere Kampagne nachdenken. Sie jetzt von einer langfristigen Kampagne in die nächste zu werfen könnte die Probleme auch noch einmal verstärken.
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Noir am 13.02.2019 | 14:47
Doch, ich glaube schon, dass mehr Railroading hilfreich sein wird. Das Problem war nicht das Abenteuer (siehe erste Session, die extrem positiv aufgenommen wurde), sondern lediglich die Motivation einer Spielerin und natürlich der sehr lange Zeitraum, der zwischen den beiden Sessions lag. Wenn die Gruppe sich jetzt nach meinem Umzug (hoffentlich) regelmäßiger trifft, sollte das "nicht mehr erinnern" also der Vergangenheit angehören. Die Motivation ... ja nun ... das ist halt ein Risiko. Aber das hat man immer.

Großartige Charakterhintergründe haben die 3 nicht. Und den wird es auch von 2 der 3 Spieler mit Sicherheit nicht geben. Die Spielerin der Halbork-Barbarin befasst sich außerhalb des Spielabends nicht mit ihrem Charakter und hat auch kein Interesse daran, den großartig auszuschmücken. Sie hat halt den Hulk. Damit ist sie glücklich und das ist für mich in Ordnung. Der Drachengeborene Waldläufer ist halt einfach da ... die Person wird sich nicht groß mit dem Spiel auseinandersetzen. Der Spieler des Klerikers hat sich schon einen neuen Kleriker gebastelt. Der ist wohl auch die motivierteste von den 3.

Außerdem war eine zusammenhängende Kampagne explizit erwünscht. Nun war mein Wunsch halt, Curse of Strahd ... der letzte Spielabend hat mir halt nur gezeigt, dass diese Open World für diese Gruppe vermutlich nicht funktionieren wird. Deshalb schließe ich auch Grabmal der Vernichtung aus (auf das ich persönlich deutlich mehr Bock hätte, als auf Hoard of the Dragonqueen) ... diese Gruppe braucht - noch - einen Pfeil, der in die Richtung zeigt, in der der Plot liegt. Wenn die Spieler alle so  wären wie der Kleriker, könnte ich vermutlich komplett improvisieren und es würde funktionieren ... aber in der Konstellation ist ein bisschen "an die Hand nehmen" sicher die beste Möglichkeit.
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: mpathy am 8.05.2019 | 13:15
Doch, ich glaube schon, dass mehr Railroading hilfreich sein wird. Das Problem war nicht das Abenteuer (siehe erste Session, die extrem positiv aufgenommen wurde), sondern lediglich die Motivation einer Spielerin und natürlich der sehr lange Zeitraum, der zwischen den beiden Sessions lag. Wenn die Gruppe sich jetzt nach meinem Umzug (hoffentlich) regelmäßiger trifft, sollte das "nicht mehr erinnern" also der Vergangenheit angehören. Die Motivation ... ja nun ... das ist halt ein Risiko. Aber das hat man immer.

Großartige Charakterhintergründe haben die 3 nicht. Und den wird es auch von 2 der 3 Spieler mit Sicherheit nicht geben. Die Spielerin der Halbork-Barbarin befasst sich außerhalb des Spielabends nicht mit ihrem Charakter und hat auch kein Interesse daran, den großartig auszuschmücken. Sie hat halt den Hulk. Damit ist sie glücklich und das ist für mich in Ordnung. Der Drachengeborene Waldläufer ist halt einfach da ... die Person wird sich nicht groß mit dem Spiel auseinandersetzen. Der Spieler des Klerikers hat sich schon einen neuen Kleriker gebastelt. Der ist wohl auch die motivierteste von den 3.

Außerdem war eine zusammenhängende Kampagne explizit erwünscht. Nun war mein Wunsch halt, Curse of Strahd ... der letzte Spielabend hat mir halt nur gezeigt, dass diese Open World für diese Gruppe vermutlich nicht funktionieren wird. Deshalb schließe ich auch Grabmal der Vernichtung aus (auf das ich persönlich deutlich mehr Bock hätte, als auf Hoard of the Dragonqueen) ... diese Gruppe braucht - noch - einen Pfeil, der in die Richtung zeigt, in der der Plot liegt. Wenn die Spieler alle so  wären wie der Kleriker, könnte ich vermutlich komplett improvisieren und es würde funktionieren ... aber in der Konstellation ist ein bisschen "an die Hand nehmen" sicher die beste Möglichkeit.

Nimm doch "Out of the Abyss" - da sind immer genug Hints vorhanden um zum nächsten sinnvollen Ziel zu gelangen bzw mehrere Optionen an welcher Location es jetzt weitergehen könnte. Und große epische Monster und was man sonst noch so will.

Außerdem passt denen das düstere vielleicht auch ganz gut und das man nicht immer so super lawful good handeln muss wie an der Oberfläche manchmal.

Und ansonsten.. Sorry ich kam beim Lesen nicht umhin.. Aber hattest du die Leute mal, nachdem die Stimmung von überschwänglich zu unbegeistert, gelangweilt ("endlich passiert mal was") etc. gekippt ist, woran es lag? Das plötzlich alle krank sind und keinen Kopf mehr haben, kommt mir etwas komisch vor.. Ausrede? Und war es dann wirklich vom einen auf den anderen Abend anders? Wieviel Zeit ist dazwischen vergangen? Eine Woche, zwei, drei? Hast du sie mal um Feedback gebeten woran es lag? Keine Vermutungen oder so, sondern von ihnen selber? Sorry, mir war einfach danach zu fragen, auch wenn der Beitrag etwas älter ist.
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Noir am 2.03.2020 | 09:38
Hat eigentlich mal wer die Strahd-Adventurer's League Szenarien zwischengestreut? Können die was? Lohnt es sich, das Bundle zu ca. 20 Euro zu kaufen?
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: General Kong am 8.03.2020 | 11:42
Wie oft spielt ihr?
In meiner Gruppe ist "Hoard of the Dragon Queen" krachend zerschellt, weil man eben eine Kampagne, die einem roten Pfaden folgt und bei der man die Geschichte und des Rätsels Lösung im Auge haben muss, schlecht funktioniert, wenn man nur selten spielt.

Da eigenen sich abgeschlossene Abenteuer besser, die einen klaren Anfang und Ende haben. Auch diese können ja miteinander in Beziehung stehen (davongekommene Schurken, die sich rächen wollen, Auftraggeber, die die Helden weiterempfehlen oder Anschlussaufträge geben usw.), aber sie hängen eben nicht zusammen und man kann jede Mal frisch aufspielen. Und es stehen die Helden im Mittelpunkt und nicht die Große Geschichte, die es zu lösen gilt - und die nicht spannender wird, wenn sie sich zieht und man ob der Zeit immer wieder Teile vergisst und so immer wieder am Gängelband ins Abenteuer geschlörrt werden muss.

Das wäre mein Tipp.
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Sondern am 3.08.2020 | 14:28
Hallo zusammen,
was denkt ihr, wieviele Sitzungen die Strahd Kampagne so in etwa umfasst?
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: CAA am 3.08.2020 | 15:00
Bei mir in der Gruppe hat die Kampagne 11 Abende a ~3,5h gebraucht. Wobei nicht alle Orte besucht wurden und insbesondere der Plot um die Stadt Vallaki aufgrund von Entscheidungen der Gruppe um ca. 2-3 Abende gekürzt war.
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Huhn am 3.08.2020 | 18:18
In unserer Gruppe wars ähnlich - wir haben, wenn ich mich recht entsinne, 12 Sitzungen lang gespielt, auch so 3,5 bis 4 Stunden. Haben allerdings auch nicht alle Orte besucht und mindestens einen Ort auch nur recht kurz (die Örtlichkeit haben wir versehentlich beim ersten Eintreffen abgebrannt, sodass sich der gesamte Encounter dort von selbst erledigt hatte). Mit einer Gruppe, die weniger plotfokussiert herumläuft und einer SL, die weniger "streamlined" könnte die Kampagne auch länger dauern.
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: SirRupert am 3.08.2020 | 22:15
Puh - wir spielen jetzt Mittwoch Runde 22 oder 23. Irgendwas machen wir wohl falsch, da wir auch erst bei etwa 2/3 sind. Allerdings ist eine Sitzung bei uns auch nur so 2 Stunden lang ;)
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Selganor [n/a] am 3.08.2020 | 22:27
Hallo zusammen,
was denkt ihr, wieviele Sitzungen die Strahd Kampagne so in etwa umfasst?
Wir sind letzte Woche damit durch. Angefangen haben wir (mit dem "Death House" auf Stufe 1) am 17.6.2019 und haben bis auf wenige Ausnahmen alle 14 Tage ca. 2-3 Stunden (per Roll20 und Discord) gespielt und waren am Ende (bei dem Showdown) Stufe 9.

Die genaue Laenge der Spielzeit darf jemand anderes ausrechnen ;)
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Quaint am 3.08.2020 | 22:44
Das wären dann grob gepeilt 60 Wochen, das macht grob 30 Spieltermine, das macht zwischen 60 und 90 Stunden Spielzeit. Genauere Terminbestimmung erhöht die Präzision nur unwesentlich, da die Spielzeit so grob angegeben ist.
Deckt sich aber so grob mit meinen Erfahrungen. Wir haben vielleicht 20 4 Stunden Sitzungen drangesessen, wobei da am Anfang auch gern mal ne halbe Stunde gequatscht wurde. Also vielleicht 70 Stunden, +/- 10, weil so genau kann ich's auch wieder nicht sagen.
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Rentin am 5.08.2020 | 13:28
Ich leite das Abenteuer nun seit ca. 2 Jahren (29.6.2018), 1 Termin alle 4 Wochen (ca. 4 - 6 Stunden).
Allerdings hat mich meine Gruppe (positiv) überrascht als sie in Vallaki einen ganz anderen Plan entwickelt hatten - der allerdings weitaus mehr Zeit benötigte als in dem Dorf vorgesehen war.

Zusätzlich habe ich noch ein paar eigene Ideen eingebracht und ich finde, dass es eins der besten Abenteuer ist, die ich je gespielt habe.

Die Gruppe besteht aus einem Magier, einem Kleriker und einem Krieger, aktuell Stufe 10. Ich gehe von 2 - 3 weiteren Terminen aus, dann müsste man durch sein - und wenn es längert dauert: Umso besser!

Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: D. Gandi am 15.02.2021 | 15:13
Hi Zusammen,

meine Gruppe und ich werden in wenigen Wochen Grabmal der Vernichtung abschließen. Wir haben uns bereits vor einiger Zeit auf die folge Kampagne geeinigt.  ;D
Ich habe nun die ersten Kapitel inkl. dem Schloss gelesen und bin wiederholt über die recht leichten Kämpft in letzten dungeon überrascht.

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Ich leite erst seit wenigen Jahren daher meine Frage: übersehe ich etwas oder ist das so gedacht?

Ebenfalls würde ich das Schloss gerne kürzen.
Gibt es bestimmte Räume oder Ereignisse die euch besonders gefallen haben?

Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Torgo am 18.02.2021 | 23:29
Wir spielen die Kampagne gerade und sie ist schon härter als man annehmen möchte.

Zumindest für meine Spieler ist das Schloss mittlerweile ein ziemlicher Kampf. Weniger weil die Kämpfe an sich so schwer sind, sondern weil die Möglichkeiten langsam aber sicher eingeschränkt werden.

Die Charaktere "nutzen" sich von Kampf zu Kampf mehr ab, Zauber werden verbraucht, die Trefferpunkt gehen zu Neige usw und irgendwann kommt der Punkt wo selbst so ein Skelett ein Problem wird.

Am Schloss würde ich höchstens Fallen die dir nicht gefallen verändern, Ravenloft soll groß sein und die Spieler werden  nicht jeden Raum erkunden können oder wollen.

Das größte Problem dürfte eh nicht das Schloss sein, sondern wie man den Spielern vermittelt, was sie wo besorgen sollen.
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Sphyxis am 24.02.2021 | 09:43
Von meinem Eindruck her, finde ich den Plan des Schlosses für den direkten Einsatz am Spieltisch eher ungeeiignet.
Wie habt ihr das in euren Runden gelöst?
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Tintenteufel am 24.02.2021 | 09:57
War nur Spieler und kann es nicht Bestimmtheit sagen, aber ich glaube unser DM hatte 2d-Kartenmaterial von der DMsGuild.
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Torgo am 25.02.2021 | 22:16
Ich verwende die Battlemaps der DM Guild bzw. momentan die Maps des Roll20-Moduls.

Die Maps im Buch sind ok, aber bei weitem nicht so übersichtlich.
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Seraph am 27.01.2022 | 13:27
Ich würde hier gerne den Thread ein wenig kapern, da wir aktuell CoS spielen und nun aus dem Death House entkommen sind. Jetzt gehts quasi erst richtig los.
Zwei Fragen zu Beginn:

1. Unser Hexenmeister hat bei der Durchsuchung des Hauses eine 100 auf der Tand-Tabelle gewürfelt und nun eine "Urne mit der Asche eines gefallenen Helden" gefunden. Könnte das jemand sein, der später im Abenteuer noch relevant wird? Also gibt es wichtige NSC-Geister o.Ä.? Ich habe das Buch noch nicht ganz gelesen. Oder könnte es sich hier besser um einen Helden handeln, der ebenfalls von Strahd hierher gelockt wurde und beim "Spielen" gestorben ist? So als Tipp-Geber?

2. Unser Paladin kommt eigentlich aus dem Primeval Thule-Setting und wurde für diese Kampagne generft (d.h. wieder Stufe 1) und er hat natürlich einen Weltenwechsel hinter sich. Pikant: unser Hexenmeister war (unwissentlich) für den Untergang seiner Heimatwelt verantwortlich. Diese wurde von Dendar, der Nachtschlange verschlungen. Ich würde in diese Konstellation gerne Strahd mit einbinden, damit die Gruppe eine Motivation mehr hat, sich an ihm zu rächen.
Meine Idee - Strahd hat selbst bei Dendar gebuhlt, damit diese ihr ein "würdiges Spielzeug" zukommen lässt, da er sich schrecklich langweilt. Ein König, ein großer Stufe-20-Held (unser Paladin) und die Gefolgschaft. Aber was könnte eine Große Alte im Gegensatz von Strahd wollen? Und wie könnte das noch in der Kampagne relevant werden?
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Czechbot am 27.01.2022 | 14:31
Zu 1. Schau mal bei Argynvosthold nach. Da gibt es eine ganze Reihe von Helden, die sich Strahd in den Weg stellten. Manche sind ziemlich relevant und kommen als Geister. Da kann man das sicher implementieren. Aber auch im Schloss selbst gibt es einige Hinweise auf Widersacher. Im Amber Temple gibt es eigentlich so ziemlich alles Mögliche. Eventuell kann einer dort einem Helden geistig in einem der Bernsteinsarkophage begegnen.
Helden von einst müssen aber heute nicht mehr Helden sein. Barovia korrumpiert durch und durch.
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: klatschi am 30.01.2022 | 00:15
Ich würde hier gerne den Thread ein wenig kapern, da wir aktuell CoS spielen und nun aus dem Death House entkommen sind. Jetzt gehts quasi erst richtig los.
Zwei Fragen zu Beginn:

1. Unser Hexenmeister hat bei der Durchsuchung des Hauses eine 100 auf der Tand-Tabelle gewürfelt und nun eine "Urne mit der Asche eines gefallenen Helden" gefunden. Könnte das jemand sein, der später im Abenteuer noch relevant wird? Also gibt es wichtige NSC-Geister o.Ä.? Ich habe das Buch noch nicht ganz gelesen. Oder könnte es sich hier besser um einen Helden handeln, der ebenfalls von Strahd hierher gelockt wurde und beim "Spielen" gestorben ist? So als Tipp-Geber?

2. Unser Paladin kommt eigentlich aus dem Primeval Thule-Setting und wurde für diese Kampagne generft (d.h. wieder Stufe 1) und er hat natürlich einen Weltenwechsel hinter sich. Pikant: unser Hexenmeister war (unwissentlich) für den Untergang seiner Heimatwelt verantwortlich. Diese wurde von Dendar, der Nachtschlange verschlungen. Ich würde in diese Konstellation gerne Strahd mit einbinden, damit die Gruppe eine Motivation mehr hat, sich an ihm zu rächen.
Meine Idee - Strahd hat selbst bei Dendar gebuhlt, damit diese ihr ein "würdiges Spielzeug" zukommen lässt, da er sich schrecklich langweilt. Ein König, ein großer Stufe-20-Held (unser Paladin) und die Gefolgschaft. Aber was könnte eine Große Alte im Gegensatz von Strahd wollen? Und wie könnte das noch in der Kampagne relevant werden?

Zu 2) kann ich nix sagen, weil ich echt null Ahnung habe vom Thule-Setting, darum wird alles, was ich dazu zu sagen habe, eh irgendwo im Nebel stochern, aber such dir einfach bei den Entitäten im Amber Temple eine, die zu Dendar passt - und Dendar ist dann einfach x in Barovia. Das hat gleich Verbindungen zu 1) denn:

zu 1) wenn du 2) durchziehen willst, kann man zwei Wege gehen:
a) den toten Helden als Champion von Dendar etablieren, oder
b) eine Wesenheit als Dendar bestimmen, mit der Strahd koaliert hat; dann würde ich aber schauen, dass der verstorbene Held ein Streiter des Herrn der Morgenröte ist und der sich gegen die beiden gestellt hat.
Vielleicht ein Paladin von St. Markovia (nachzulesen beim Kloster) oder einfach ein Verbündeter von St. Andral, der zusammen mit Strahd vor seiner Vampirzeit das Tal erobert hat.

Auch wenn noch so gut ausgedacht ist und mit dem Amber Temple verknüpft wird und was weiß ich noch alles... ich denke nicht wirklich, dass die Verbindung zu Dendar implizit gezogen wird... das muss schon klar werden. Entsprechend würde ich das auch immer mal wieder einfließen lassen.

 Ich empfehle dafür das Interactive Tome of Strahd aus der GM's Guild, das ist quasi eine Art Harry Potter Tagebuch meets CoS Background. Und das wäre eine schöne Idee, die Punkte zu verknüpfen und den toten Helden sogar direkt in Verbindung zu den Helden zu bringen, indem er immer mal wieder auftritt. Nicht in jedem Kapitel, aber hey, da ist er mal wieder und das merken sich die Spielenden. Ich könnte mir vorstellen, dass das ne coole Art sein könnte, das mit dem Hintergrund deiner Spieler zu verknüpfen.

noch ein Hinweis: Ich habe meinen Spielenden die Option gegeben, das Buch ganz einfach und sehr früh zu finden; um Strahd besser zu verstehen, finde ich es cool, eher früher als später damit anzufangen und meine Gruppe verbringt echt viel Zeit mit Lesen seitdem. Sind halt auch 15 Kapitel, die man erfahren kann - aber alle finden das mega genial.
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Noir am 28.08.2022 | 15:57
Soooo ... auf ein neues. Eine neue Gruppe. Noch einmal der Versuch Curse of Strahd zu leiten. Dieses Mal spielen wir online über Foundry.

Die Gruppe:

Amanit Virosa, Druid, Circle of Spores
Seraphina Applepot, Halbling, Wizard
Anton Applepot, Halbling, Ranger
Althaea Homlinion, Elf, Battle Smith

Wir haben am Freitag unsere erste Runde gespielt. Wir starteten in meinem eigenen Campaign Setting. Die 4 Spieler kannten sich nicht und trafen in der Taverne "Zum Grenzweg" ein ... im kleinen Ort Dreiweiden, an der Grenze zwischen den Ländereien des Usurpators und denen des Drachen. Jeder ging seinen eigenen Sachen nach, als plötzlich die Tür aufgestoßen wurde und ein bunt gekleideter Kerl hereinspaziert kam. Sehr direkt sprach er die 4 Charaktere an und versammelte sie an einem Tisch. Sein "Meister" - er behauptet, er sei der Diener des Bürgermeisters - hätte gesagt, er würde die 4 hier finden. Er überreicht ihnen den gefälschten Brief des Bürgermeisters. Die Charaktere beschließen dem Hilferuf zu folgen, obwohl sie sich sicher sind, dass dieses Land, von dem dieser komische Kauz sprach, sicher nicht nur wenige Fußsstunden entfernt liegen kann. Denn keiner hat je davon gehört.
Am nächsten Morgen stiefeln die Helden los ... Nebel zieht auf ... plötzlich überall Wald ... wo waren sie hier gelandet?! Sie kommen zu den Toren Barovias, wo sie die Leiche des Boten finden und den anderen Brief des Bürgermeisters - der so ganz anders klingt, als der erste.
Sie haben Zweifel ... schreiten aber dann doch durch das Tor, welches sogleich hinter ihnen zuschlägt.
Unsere Helden folgen weiter dem Weg ... der Nebel wird etwas lichter ... es beginnt zusätzlich zu regnen, als sie die Grenzen eines völlig verlassen wirkenden Ortes passieren. Und dort ist es auch, wo sie dann 2 Kindern über den Weg laufen.

Das Death House wartete.

Die Gruppe zog langsam durch die Stockwerke des Hauses. Ich hatte eine ältere Version von Foundry installiert, weil ich eine Mod gefunden habe, mit der ich Lichteffekte einbauen konnte, die auf Sounds reagieren. Und so habe ich Blitz und Donner passend einspielen können, die dann tatsächlich fast taghelles Licht durch die Fenster des Hauses schickten ... mehr als einmal erschreckten sich die Spieler. Eine sehr dichte Atmosphäre war da. Ich improvisierte hier und da etwas dazu. Zum Beispiel ließ ich im Zimmer der Hausherren, wo die Spieler den Schmuck der Lady finden konnten, den wütenden Geist eben jener durch einen Spiegel brechen. Allerdings konnte der nichts reißen und starb, ehe eine ihrer Attacken überhaupt durchgehen konnten. Die Belebte Rüstung machte etwas mehr Schaden ... aber wieder durch Würfelpech meinerseits (oder Glück ... je nachdem wie man es sehen möchte) ist auch hier, nicht sehr viel böses passiert.
Das Kindermädchen habe ich wie schon beim ersten mal zu einem Nicht-Kampf-Encounter gemacht. Kam gut an. Die Geister der Kinder haben die Spieler dann schon hart getroffen. Einer der Halblinge wollte dann bereitwillig die kleinen umarmen um sie zu trösten. Ich freute mich schon über die Besessenheit ... da wurde der Halbling aber noch von seinen Gefährten abgehalten. Schließlich öffneten die Charaktere den Geheimgang, der schließlich in den geheimen Dungeon führt. Und hier machte ich dann den Cut und gab den Spielern ihren ersten Level Up.

Wir hatten über 7 Stunden gespielt ... und die Spieler haben mich mit Lob überschüttet. Waren hellauf begeistert, auch von meinen Vorbereitungen in Foundry. Ich habe da Szenen als Bilder mit Effekten versehen. Die Tore Barovias zum Beispiel hab ich mit animierten Nebel fast unkenntlich gemacht. Und schließlich und endlich hab ich dann auch die zukünftige "Landing Page" aktiviert. Eine große freie Fläche, die nach und nach die Karte Barovias enthüllen wird (immer das Stück, dass die Helden bereist haben) ... zudem Karten aus dem Tarroka-Deck. die das Antlitz der Helden zeigt ... schon einmal die 5 Tarroka-karten die später ihre Zukunft vorhersagen wird ... und nach und nach werde ich dann noch die Artefakte dort einblenden, die sie finden. Die Spieler waren ... völlig begeistert. Damit hatte ich nicht gerechnet. Hab mich aber natürlich enorm gefreut.

Das Spiel der Gruppe untereinander war super. Es gab ordentliches Rollenspiel. Für meinen Geschmack hätte es gern noch etwas "ängstlicher" sein dürfen. Aber das war meckern auf hohem Niveau.

Am 11. September gehts weiter. Ik freu mir. Mal schauen, was die Helden da unten im Dungeon finden werden. Vor allem freue ich mich jetzt auf das Finale, das mit dieser Gruppe sicher deutlich besser werden wird, als mit der anderen.
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Noir am 2.09.2022 | 18:23
Fieser Doppelpost:

Meint ihr, es würde Sinn ergeben, wenn man die Angst- und Wahnsinnsregeln aus dem Chulhu Mythos 5e Buch für Curse of Strahd nutzen würde. In meinem Kopf macht das im Moment durchaus Sinn ...

/EDIT:

Und eine Frage an die erfahrenen Curse of Strahd-Spielleiter: Die Tarokka-Karten soll man ja lieber nicht zufällig ziehen. Auch wenn ich das eigentlich sehr spannend finde, so denke ich doch darüber nach, die Karten vorher festzulegen. Welche Tarokka-Karten würden - eurer Meinung nach - denn die spannendsten Kampagnen kreieren?
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Noir am 11.09.2022 | 23:08
Gerade eben ging unsere zweite Session "Death House" zu Ende ... und ich bin einfach nur selig! Wahnsinn! Richtig gute Truppe. Hängen sich rein. Trauern um eine gefallene Kameradin (ein Charakter wurde leider von den Ghulen zerfetzt) und haben jetzt so RICHTIG Hass auf Strahd von Zarovich. Und das nach dem Einführungsszenario. Ich hab nämlich - wie schon bei meinem ersten Versuch - tatsächlich einen Geschenkkorb vor den Trümmern des Death Houses stehen lassen und einen Willkommensgruß von Strahd. Den hab ich nach dem Tod des Charakters nebenbei noch schnell in einem Grafikprogramm angepasst. Vorher war nur ein einfacher Willkommensgruß drin ... jetzt stand noch sinngemäß drin "Ich entschuldige mich für meine schlechte Wahl bei Charakter X. Ich hoffe der Ersatz ist geeigneter." - RICHTIGER Hassaufschrei ging durch die Truppe. Enorm gut.

Und jetzt in 2 Wochen dann ab in die "Open World" ... ich bin gespannt ... begeistert ... und verängstigt!
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: klatschi am 12.09.2022 | 18:39
Gerade eben ging unsere zweite Session "Death House" zu Ende ... und ich bin einfach nur selig! Wahnsinn! Richtig gute Truppe. Hängen sich rein. Trauern um eine gefallene Kameradin (ein Charakter wurde leider von den Ghulen zerfetzt) und haben jetzt so RICHTIG Hass auf Strahd von Zarovich. Und das nach dem Einführungsszenario. Ich hab nämlich - wie schon bei meinem ersten Versuch - tatsächlich einen Geschenkkorb vor den Trümmern des Death Houses stehen lassen und einen Willkommensgruß von Strahd. Den hab ich nach dem Tod des Charakters nebenbei noch schnell in einem Grafikprogramm angepasst. Vorher war nur ein einfacher Willkommensgruß drin ... jetzt stand noch sinngemäß drin "Ich entschuldige mich für meine schlechte Wahl bei Charakter X. Ich hoffe der Ersatz ist geeigneter." - RICHTIGER Hassaufschrei ging durch die Truppe. Enorm gut.

Und jetzt in 2 Wochen dann ab in die "Open World" ... ich bin gespannt ... begeistert ... und verängstigt!

Das klingt super.

Ich hatte dann auf dem Weg nach Vallaki ein erstes Treffen mit Strahd gespielt, bei dem er einfach nur einen Charakter gecharmt hat, um den anderen zu zeigen, wie niedrig sie stehen. War lustigerweise der mit den geringsten Hit Points, der danach auch gleich klinisch war.

Danach war meine Truppe echt paranoid.

Ich habe aber danach festgestellt, dass CoS einen fetten Nachteil hat in meinen Augen: Das Problem am Abenteuer ist aus meiner Sicht ein bisschen, dass es zu wenig Points of Light gibt. Eigentlich nur das Blue Water Inn und der Teil der Vistani bei Madame Eva. Das erste Dorf ist eh vollkommen abgeranzt und die ganze Damsel in Distress Sache hat meine Gruppe nicht allzu sehr beeindruckt.
Der Rest ist düster und jedem geht's dreckig und es wird auch alles immer schlimmer. Man findet auch kaum NPCs, die nicht irgendeinen Knacks haben. Das ist schon verständlich in Barovia, ist ein unschöner Ort und ohne nen Hau im Hirn kannste da ned durchhalten, aber irgendwann hat das dann auch fast keinen Unterhaltungswert mehr, weil einfach die Grundprämisse ist, dass auch der nächste Ort irgendwie nicht das hält, was er verspricht. Kresk bietet keinen Schutz, die Abtei kannste eh in der Pfeife rauchen, verrückter als der Abt wird's ned, der Ordern vom Silbernen Drachen ist vollkommen verschroben durch die Rachefantasien vom Cheffe, bei der Winery hätte es fast einen TPK gegeben (ich habe meine Spieler durch Strahd gerettet, das hat sie erstmal richtig verwirrt), darum hatten sie dann Angst vor den Druiden, weswegen der Laden eigentlich inzwischen auch schon durch den Baum platt gemacht worden ist, sie trauen sich da nicht hin.
Vallaki ist ein sowieso ein Pulverfass, inzwischen noch mehr, nachdem die Spieler im Namen von Lady Wachter Izak Strazni beseitigt haben...
irgendwie ist das alles ZU bleak, wenn du verstehst, was ich meine?  ;D

Das ist sicherlich für viele genau das richtige, aber für meine Gruppe passt es nicht so hundertprozentig, weswegen ich es eher als Steinbruch nehme und immer wieder Elemente anpasse.
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Alter Weißer Pottwal am 22.10.2023 | 11:47
Wie habt ihr das denn mit dem Geld gemacht? Alle Preise von Gegenständen sind 5-10mal so hoch wie normal. Aber viel Kohle scheint gar nicht zu erbeuten zu sein, weil es zwar schon Schätze gibt, die aber eben menschlichen Einwohnern gehören und nicht irgendwelchen lootfähigen Monstern.
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Quaint am 22.10.2023 | 11:57
Bei uns war Geld nie Thema. Ye olde magic item shoppe gibt's in Barovia eh ned und für Kost und Logi hat's halt gereicht, zumal wir auch paar Leuten gute Gefallen getan haben, die haben uns dann schonmal aufgenommen oder uns was gegeben.
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Alter Weißer Pottwal am 22.10.2023 | 12:03
Ich lese es halt gerade und da steht bei den Händlern: Gegenstände bis 25GM aber Preise X10 und beim anderen das gleiche nur X5.
Wenn dann was für 25GM auf einmal 250GM kostet, dann könnte das Geld ja schnell weg sein.

Ganz abgesehen von Kost und Logis.
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Quaint am 22.10.2023 | 23:39
Naja aber du hast ja die Ausrüstung mit der du nach Barovia kommst. Und Loot gibt's schon auch. Und wenn es eh nur Kram bis 25gm gibt kaufste ja wenn eh nur Kleinkram. Mich zumindest interessiert der Kleinkram bei DnD eher selten. Zumal man ja theoretisch auch Kleinkram looten kann wenn einem der Sinn danach steht.
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Alter Weißer Pottwal am 25.10.2023 | 14:02
Beim Beginn im Todeshaus kann die Gruppe ja eine Besitzurkunde für eine Mühle finden. Wie ist das bei euch gelaufen?
Ich hab die befürchtung, dass das als Wink mit dem Zaunpfahl aufgefasst wird und die Gruppe dann bei erster Gelegenheit da hingeht. Was ja eine eher schlechte Idee ist.
Ich überlege die Urkunde erst später im Abenteuer zu platzieren und da lieber eine Barovia-Karte reinzupacken.
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Alter Weißer Pottwal am 26.10.2023 | 15:30
Ich überleg gerade wie die Kampagne wohl verlaufen würde, wenn die Abenteurer eine reine Drow-Gruppe sind. Das könnte echt interessant werden: Drow VS Strahd.
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Orok am 26.10.2023 | 16:48
Meine Gruppe ist da tatsächlich recht fix hingelaufen, bzw. liegt ja auf dem Weg, wenn die Jungfer in Nöten aus Barovia rausgebracht werden soll. Die Mühle war jetzt aber auch keine große Herausforderung für die Gruppe. (Ranger, Krieger, Paladin, Barde)
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Alter Weißer Pottwal am 26.10.2023 | 17:24
Meine Gruppe ist da tatsächlich recht fix hingelaufen, bzw. liegt ja auf dem Weg, wenn die Jungfer in Nöten aus Barovia rausgebracht werden soll. Die Mühle war jetzt aber auch keine große Herausforderung für die Gruppe. (Ranger, Krieger, Paladin, Barde)

Auf welcher Stufe?
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Alter Weißer Pottwal am 11.02.2024 | 13:45
Ich bin wieder erschrocken, wie viele Fehler in diesem.Buch sind. Die NSCs heißen alle paar Seiten anders. Mal mit "J", mal mit "Y". mal mit "V", mal mit "W" und mal heißt es "vich" und dann wieder "witsch". Mal Irena, dann Ireena.

Keine Ahnung wie ein Lektor das in der Masse nicht sehen konnte.
Titel: Re: Curse of Strahd - Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks
Beitrag von: Alter Weißer Pottwal am 11.02.2024 | 17:21
Bin ich blind, oder gibt es keinerlei Hinweise für die Spieler, wo sie das entführte Vistani-Mädchen finden können?