Tanelorn.net
Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Spielleiterthemen => Thema gestartet von: Swafnir am 5.11.2018 | 16:42
-
Seit Jahren habe ich ein Problem damit als SL an die passiven Kräfte der SCs zu denken. Was meine ich damit? Damit meine ich Sachen wie "Gefahrengespür" oder "Sechster Sinn", auf die ich als SL denken muss und die nicht vom Spieler aktiviert werden.
Könnt ihr euch das einfach so merken oder habt ihr da bestimmte Tricks/Techniken? Aufschreiben hab ich versucht, das hat zumindest bei mir nicht besonders gut geklappt.
-
Ich hatte bei Rolemaster damals eh ein Papier, wo die wichtigsten Dinge noch einmal drauf standen und auch EP etc. dann hingewandert sind.
-
Wenn ich nicht dran denke tun das meistens die Spieler.
-
Aufschreiben ist meine Methode, aber mach dir eselsbrücken. Bilder und Geschichten kann das Hirn besser als Listen. Mal nen Strichmännchencomic über den Charakter, wie er so einen Superman-style Röntgenblick auf einen Gegner richtet, der einen Totenkopf an die Wand dahinter projiziert. Fertig ist ne Story zu "Böses erkennen " usw.
-
Ich habe kein Problem damit, kurz zurückzuspulen, wenn ein Spieler mit "aber ich hab doch..." um die Ecke kommt.
Bei Klassikern wie Gefahrensinn, Nachtsicht u.Ä. frage ich an passender Stelle auch mal in die Runde, wenn ich es nicht mehr genau weiß.
-
Ja, dieses Problem kenne ich. Wenn ich Zeit habe, mich auf die Runde vorzubereiten, habe ich dafür zwei Strategien entwickelt:
1. Wenn ich ein detailliert ausgearbeitetes oder Kaufabenteuer leite, dann überlege ich mir beim Durchlesen oder Zusammenfassen, an welchen Stellen passive Fähigkeiten relevant werden könnten, und mache mir eine entsprechende Notiz.
2. Handelt es sich um ein Szenario, das mehr auf Improvisation setzt, versuche ich, für jede passive Fähigkeit zwei bis drei Situationen zu visualiseren, in denen diese ausgelöst werden könnte. Das hilft mir, den abstrakten Regeltext in Verbindung mit konkreten fiktionalen Situationen zu bringen und besser im Kopf zu behalten.
-
Als Spieler sage ich das idR. selbst...."aber ich habe doch"....
Als SL sagen es mir idR. die Spieler.
Dinge wie Nachtsicht, Infrarot , die an ein bestimmtes Volk gebunden sind, habe ich idR. dagegen im Kopf.
-
Als Spieler sage ich das idR. selbst...."aber ich habe doch"....
Als SL sagen es mir idR. die Spieler.
Dinge wie Nachtsicht, Infrarot , die an ein bestimmtes Volk gebunden sind, habe ich idR. dagegen im Kopf.
Logikfehler: bei Gefahrensinn können sie ja nichts sagen ;)
-
Logikfehler: bei Gefahrensinn können sie ja nichts sagen ;)
Da kriegen sie sowieso immer einen Wahrnehmungswurf (Das ist bei uns quasi Standard)
Gefahr= Wahrnehmungswurf
Geschafft=Info
Nicht geschafft = keine Info.
Sie wissen dann allerdings nicht, wieso sie einen Wahrnehmungswurf gemacht haben- Könnte auch nur für eine Info sein.
Sie wissen nicht genau, ob es sich hier um eine Gefahr handelt.
Und dann gibt es noch "Sechster Sinn", speziell für Gefahren.
Aber das hat in unserem Hauptsystem quasi jede Figur.
Muss man sich also nicht extra merken.
-
Logikfehler: bei Gefahrensinn können sie ja nichts sagen ;)
Auch bei Gefahrensinn gibt es Situationen, in denen eine präventive Erwähnung mehr oder weniger naheliegend ist.
Und in den Konstellationen, wo es nicht naheliegend erschien, aber sinnvoll gewesen wäre, ist es dann eben "Aber ich hab doch...".
-
Das ist ein ewiges Problem. Genau wie Flüche, die erst in bestimmten Situationen triggern.
Auflisten wäre auch mein Ansatz, aber wenn man erstmal im Spiel-Flow ist, besteht immer die Gefahr etwas zu vergessen.
Ich habe jedenfalls beschlossen: Meine Spieler finden nie wieder ein Blubberhorn! :o
-
Ich hab da auch bis heute keine gute Lösung, höre mir aber gerne eure an! :d
-
Wie wäre es Karten/Token mit den Kräften bereitlegen. Ein bisschen die analoge Variante zu den Icons in Roll20? Habe ich vor einiger Zeit mal gemacht war ganz gut.
-
Was für mich gut funktioniert sind so aufgestellte Namenschilder wie damals in der Schule. Stehen vor jedem Spieler auf dem Tisch, da steht dann der Charaktername und solche besonderen Fähigkeiten (bei meinem Lieblingssystem Motivation und Schwäche) drauf. So kommen auch weder ich, noch die Mitspieler mit den Charakternamen durcheinander.
-
Gute idee. Online bischen blöd umzusetzen aber ich überleg mir da mal was.
-
Was für mich gut funktioniert sind so aufgestellte Namenschilder wie damals in der Schule. Stehen vor jedem Spieler auf dem Tisch, da steht dann der Charaktername und solche besonderen Fähigkeiten (bei meinem Lieblingssystem Motivation und Schwäche) drauf. So kommen auch weder ich, noch die Mitspieler mit den Charakternamen durcheinander.
Das ist ja aber nicht das Problem, oder?
Das Problem sind SC-Fähigkeiten, die eine bestimmte Szene unmöglich gemacht hätten und an die du als Spielleiter hättest denken müssen (Hinterhalt erahnen, Gerüche wahrnehmen, solche Sachen). Die kann ich mir zwar als Post-It in den Spielleiterschirm kleben, aber vergesse sie trotzdem zu 50%.
-
Einfach unter den Namen schreiben, Motivation und Schwäche sind ja nur ein Beispiel, was da drauf stehen könnte. So habe ich das ständig vor Augen und vergesse es in der Regel nicht.
-
Einfach unter den Namen schreiben, Motivation und Schwäche sind ja nur ein Beispiel, was da drauf stehen könnte. So habe ich das ständig vor Augen und vergesse es in der Regel nicht.
Ich verwende sogar solche Namensaufsteller (mit Bild). Aber das heißt natürlich nicht, dass ich im entscheidenen Moment auch draufschaue.
-
Zusätzlich zum bereits genannten: Ich schreibe dem betroffenen Spieler per WhatsApp-Web (geht schneller als am Handy herumzuwischen), weil wenn der SL sagt "Spieler 3, du spürst Gefahr", ist das für alle zu sehr ein Wink mit dem Zaunpfahl. Wenn er es hingegen selber sagt (und sein Handy unauffällig gelesen hat), ist es interessanter.
Ansonsten müsste ich öfter rote Heringe verteilen, dann ginge es auch ohne Handy.
-
Ich schreibe dem betroffenen Spieler per WhatsApp-Web (geht schneller als am Handy herumzuwischen), weil wenn der SL sagt "Spieler 3, du spürst Gefahr", ist das für alle zu sehr ein Wink mit dem Zaunpfahl. Wenn er es hingegen selber sagt (und sein Handy unauffällig gelesen hat), ist es interessanter.
Das macht doch nur dann einen Unterschied, wenn ich als Mitspieler davon ausgehe, dass der Spieler ab und zu rote Heringe verteilt und der SL garantiert nicht.
-
Ich kann mir das gut merken. Aber man wird ja nicht jünger daher interessiert mich das Thema auch.
Die Lösung die ich wohl präferiere: Initiative Tafel aus dem Pathfinder System mit kleinen beschreibbaren Täfelchen in unterschiedlichen Farben. Die benutze ich auch für 13th Age um mich an die Icon Rolls zu erinnern.
-
Das macht doch nur dann einen Unterschied, wenn ich als Mitspieler davon ausgehe, dass der Spieler ab und zu rote Heringe verteilt und der SL garantiert nicht.
Genau. Dinge wie "mir kommt das hier alles spanisch vor", "Jungs, ich hab kein gutes Gefühl bei der Sache" oder "ach was habt ihr, das wird schon!" kriegt man doch oft zu hören, ähnlich wie wenn quasselnde Leute zusammen nen Film gucken.
-
Ich kann mir für keine meiner Runden vorstellen, dass das Wissen um das Vorhandensein von Gefahrensinn & Co. solche Aussagen nicht massiv beeinflussen würde - inklusive Gespräch über spielmechanische Aspekte.
-
Für den Fall mach ich mir immer so einen guten alten "Spielleiterbogen" wo die für mich relevante Charakterskills und magisches Gimmicks draufstehen. Den leg ich mir dann immer nebendran, damit ich gleich sehe, wer mir die Suppe versalzen kann. ;D Nach ner Weile setzt sich das dann fest und man brauch den nicht mehr. Ist auch beim vorbereiten besser, weil man dann gleich im Blick hat wer was gut kann.
-
Ich habe aufgehört, mir darüber Sorgen zu machen oder zu versuchen, mir das zu merken. Vor allem wenn es neben diesen passiven oder verborgenen Kräften noch aktive Kräfte gibt, die man sich zusätzlich merken könnte oder müsste. Nee, sorry, keine Zeit, ich habe ein Spiel zu leiten >;D Was ich gerne mache ist mit den Spielern reden wenn es Verständnisprobleme gibt, um sicherzustellen, dass alle Spieler am Tisch informierte Entscheidungen treffen können.
Hin und wieder ergibt sich natürlich eine Möglichkeit, SC-Fähigkeiten direkt anzuspielen, aber ich arbeite selten gezielt auf sowas hin sondern halte es nach der Art von Matthew Colville, der auch sagt, er bringe die SCs seiner Spieler regelmäßig in schwierige Situationen, ohne zu wissen wie sie da rauskommen sollten. Ich halte mich von den Inhalten und dem Ton der Abenteuer an das, was eingangs mit den Spielern vereinbart wurde. Wann und wie Fähigkeiten der SCs dann erinnert oder benutzt werden, ist das Problem der Spielerschaft. Und natürlich gehen da auch mal Sachen unter und es kommt am Ende der Sitzung ein "Ach, verdammt, ich hatte doch noch X und Y hier, damit hätten wir das doch geschafft..." Tja, nächstes Mal dann. Oder sauberer auf dem Charakterbogen schreiben ^-^