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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Spielleiterthemen => Thema gestartet von: Lord Verminaard am 29.11.2018 | 09:23

Titel: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Lord Verminaard am 29.11.2018 | 09:23
Eigentlich: Warum Vorbereitung für mich wichtig ist. Aber wir schließen ja gerne von uns selbst auf andere, nä? ;)

Ich leite momentan eine Kampagne in meinem Homebrew-Space-Opera-Setting. Zu Beginn der Kampagne habe ich bereits ein paar Ideen und Hintergründe notiert, während der laufenden Kampagne kommen weitere Ideen hinzu, oder diese werden verfeinert. Schon vor einiger Zeit kam mir die Idee zu einem interessanten NSC, der über für die Charaktere sehr interessante Informationen verfügt. Ich hatte auch eine vage Idee, wie die Szene ablaufen könnte, in der die Charaktere die Informationen (hoffentlich) bekommen. Was mir aber fehlte, war der Aufhänger. Der NSC ist nicht leicht zu finden und hat auch kein Interesse daran, gefunden zu werden. Nachdem ich nun in der nächsten Sitzung den NSC ins Spiel bringen möchte, und mir auch schon überlegt habe, wo er zu finden ist, denke ich seit Tagen daran herum, wie ich einen eleganten Aufhänger finde, der plausibel und einigermaßen zwingend ist und aus der vagen Idee einer Szene ein tatsächliches Abenteuer macht.

Und neulich, auf einer längeren Autofahrt, kam mir dann plötzlich die zündende Idee, sodass ich laut ausrief: "Das isses!" Zwei Lehren aus dieser kleinen, banalen Begebenheit:

1) Wenn ich spontan und ohne ausreichende Vorbereitung leiten würde, wäre mir dieser Aufhänger einfach nicht eingefallen. Ich hätte dann im Zweifel mit einem schrottigen Aufhänger antreten müssen. Nun habe ich im Einzelfall schon Spieler erlebt, die in einer völlig improvisierten Runde dann trotzdem solche Einfälle hatten, quasi den Pass spielten, der das Spiel öffnete. Aber meine generelle Erfahrung deutet darauf hin, dass improvisiertes Spiel doch meist hakeliger, inkonsistenter ist. Das mag bei einem One-Shot noch nicht so stark ins Gewicht fallen, aber im Laufe einer Kampagne häufen sich dann einfach die Widersprüche. Und auch so mancher, der von sich behauptet, gaaanz toll improvisieren zu können, steht dann eben doch unvermittelt mal auf dem Schlauch. Will sagen: Wenn's gut werden soll, lohnt es sich, ein bisschen länger drüber nachzudenken und dran rumzufeilen.

2) Dieser "das isses" Moment war super! Wie dieser Moment, wenn du beim Bowling die Kugel loslässt und merkst, die kommt echt gut. Ob es ein Strike wird oder nicht, sehe ich dann natürlich erst in der nächsten Spielsitzung, das ist die andere Hälfte des Spaßes. Aber wenn ich Spaß an dem Material, an den Spielercharakteren und meinem Kampagnenhintergrund habe, dann macht es mir eben auch Spaß, diese Dinge immer weiter in meinem Kopf kreisen zu lassen, die Szenen schon mal für mich durchzuspielen, zu überlegen, was der NSC sagen und machen könnte, etc. pp. Das macht für mich mit den Spaß am SL-Sein aus, und dadurch ist dann der Spielabend selber auch viel stressfreier, als wenn ich schlecht vorbereitet reingehen würde.

Ich bin heute ehrlich gesagt misstrauisch gegenüber Spielleitern, die behaupten, sich nicht vorbereiten zu müssen. Und ich muss mal wieder Bowlen gehen. ;D
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Undwiederda am 29.11.2018 | 09:29
Also ich improvisiere schon sehr viel aber Gedanken über den Plot und wie es weitergehen könnte mache ich mir auch und überlege auch häufig lange wie ich npcs oder orte einbaue aber vieles ist mir zu zeitintensiv erst mühselig vorzubereiten und spieler folgen ja nicht immer den selben pfad wie meinem gedankenkonstrukt
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Hotzenplot am 29.11.2018 | 09:30
2) Dieser "das isses" Moment war super! Wie dieser Moment, wenn du beim Bowling die Kugel loslässt und merkst, die kommt echt gut. Ob es ein Strike wird oder nicht, sehe ich dann natürlich erst in der nächsten Spielsitzung, das ist die andere Hälfte des Spaßes. Aber wenn ich Spaß an dem Material, an den Spielercharakteren und meinem Kampagnenhintergrund habe, dann macht es mir eben auch Spaß, diese Dinge immer weiter in meinem Kopf kreisen zu lassen, die Szenen schon mal für mich durchzuspielen, zu überlegen, was der NSC sagen und machen könnte, etc. pp. Das macht für mich mit den Spaß am SL-Sein aus, und dadurch ist dann der Spielabend selber auch viel stressfreier, als wenn ich schlecht vorbereitet reingehen würde.

Ja! Das ist ein ganz entscheidender Faktor bei meinem Spaß an der Spielleitung. Muss nicht immer zwingend sein, gibt aber ordentlich Punkte. Das Drehen und Wenden von Ideen - gern auch bei Autofahrten (idealerweise mit guter Musik), macht mir irre Spaß. Wenn dann noch was fruchtbares bei rumkommt, umso besser.

Anyway: Ich glaube das, was du beschrieben hast, ist etwas anderes, als sich viele Leute beim SL-Vorbereiten vorstellen. Das Abziehbild des SL-Vorbereitens ist ja eher ein Typ, der vor Zetteln oder einem Rechner hängt und in Kleinstarbeit Dungeons und Encounters zusammenbastelt, oder? Die schweifenden Gedanken - das ist doch gar keine Arbeit.  :think:
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Boba Fett am 29.11.2018 | 09:47
Moin!

Ich gehe mal davon aus, dass Du eine Antwort möchtest...

Ich werde nicht widersprechen...
Ich finde Vorbereitung wichtig! Nicht nur für mich...

Ich denke, das große "unvorbereitet Bass playen, spontan sein" Blablabla war die große Reaktion auf das alte vorgeplottete Kaufabenteuer heruntermeistern, das bei vielen durch die unflexibiltät der jeweiligen Spielleiter aufstieß, alternative Handlungsentwicklungen und -ausgänge zuzulassen. Viva Ergebnisoffenheit!

Und ich finde, auch bei einem noch so spontanen Spielleiterstil sollte der SpL gut vorbereitet sein. Nur sieht die Vorbereitung dann eben anders aus.
- sich mit der Spielwelt und
- sich auf die Location vorbereiten, durch die die Figuren laufen (bei "homebrewsetting" zum beispiel, in dem man diese Orte ausstaffiert und sich überlegt, auf wen man da treffen kann. Dann hat man was zum ausstaffieren)
- sich auch NSCs vorbereiten, die im Spiel auftauchen können.

zu den letzen beden Punkten was zum  Thema Spotlight: Alle predigen ja, dass jeder seinen gesunden Anteil an Spotlight bekommt. Wenn der Bühnenbauer aber nur uninspirierende Scheiße konstruiert hat und die Komparsen auch nur nichtssagend und charakterlos ist, dann bringt das Spotlight überhaupt nichts. Und genau das bedarf eine gute Vorbereitung.

Ohne Vorbereitung bekommen die Settings auch alle den "durch den Spielleiter eingefärbten Einheitsbrei" geschmack. Will man unterschiedliche Kulturen oder Charakteristika darstellen, muss man sich damit beschäftigen.
Bleibt das aus, sieht irgendwann alles gleich aus und die Spieler nehmen immer mehr die von Spielleiter gefärbten Stereotypen durch. Das ist so, wie wenn man jahrelang im Job in die gleiche Kantine essen geht. Der Koch kann noch so gut sein, irgendwann kennt man dessen Stil zu kochen und zu würzen, irgendwann wiederholen sich die Gerichte. Dann wird es fade, nicht weil der Koch schlecht ist, sondern weil die abweichende Handschrift eines anderen fehlt...

... ich führe das mal nicht weiter. Ich glaube man sieht worauf ich hinauswill...

Kurz gesagt: Ohne solche Vorbereitung kann es natürlich trotzdem ein gutes Rollenspiel werden - das ist dann aber glücklicher Zufall, weil eben alles zufällig passte.
Mit der Vorbereitung kann man aber bestimmte Mankos ausgleichen. Und man geht meist motivierter und optimistischer ins Spiel.

noch ein Einwurf:
Mir macht Vorbereitung dann Spaß, wenn ich sehr viel positives Feedback durch die Spieler bekomme. Dann beschäftige ich mich (und sei es nur rein gedanklich) gern damit, wie es weitergehen soll, was (Personen, Orte, Ereignisse) ich im Spiel auftauchen lassen will, und lese auch gern. Und dann wird das Spiel auch gut.
Bleibt das Feedback aus, oder empfinde ich sogar negatives Feedback (kein Feedback wird auch als solches wahrgenommen), dann schwächt sich die Motivation mehr und mehr ab.
Insofern: Spieler, wenn ihr gut vorbereitete und motivierte Spieler haben wollt, gebt Feedback, das motiviert! Spielleiter sind Feedback-Junkeys!!!
"Nicht gemeckert ist gelobt genug!" ist diesbezüglich ein totaler Irrglaube!
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: SeldomFound am 29.11.2018 | 09:52
Ich stimme zu.

Ich habe viele One Shots geleitet und manchmal hatte ich nicht mehr als 30 Minuten Vorbereitungszeit und musste in der Runde selbst viel improvisieren oder sogar komplett mein ursprüngliches Konzept über den Haufen werfen. Aber ohne zumindest vorher eine grobe Skizze von dem Szenario zu haben, hätte ich keine Grundlage gehabt, auf der ich die Handlung während des Spiels zurechtkneten könnte.

Vorbereitung hilft, auch dann wenn innerhalb der Session nichts so läuft wie es geplant war.


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Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Lord Verminaard am 29.11.2018 | 09:53
Vorbereitung hilft, auch dann wenn innerhalb der Session nichts so läuft wie es geplant war.

Ich würde sogar behaupten: Gerade dann!
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Boba Fett am 29.11.2018 | 09:57
...oben noch was ergänzt...
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: aikar am 29.11.2018 | 10:02
Anyway: Ich glaube das, was du beschrieben hast, ist etwas anderes, als sich viele Leute beim SL-Vorbereiten vorstellen. Das Abziehbild des SL-Vorbereitens ist ja eher ein Typ, der vor Zetteln oder einem Rechner hängt und in Kleinstarbeit Dungeons und Encounters zusammenbastelt, oder? Die schweifenden Gedanken - das ist doch gar keine Arbeit.  :think:
+1. Ich glaube, das was du beschreibst würde kaum jemand ernsthaft in Zweifel ziehen. Bücher wie Lazy Dungeonmaster gehen ja eher in die Richtung, unnötig überbordende Vorbereitungen zu vermeiden, nicht völlig waffenlos in den Kampf zu ziehen.

Und ich finde, auch bei einem noch so spontanen Spielleiterstil sollte der SpL gut vorbereitet sein. Nur sieht die Vorbereitung dann eben anders aus.
- sich mit der Spielwelt und
- sich auf die Location vorbereiten, durch die die Figuren laufen (bei "homebrewsetting" zum beispiel, in dem man diese Orte ausstaffiert und sich überlegt, auf wen man da treffen kann. Dann hat man was zum ausstaffieren)
- sich auch NSCs vorbereiten, die im Spiel auftauchen können. 
Alles richtig, zumindest bei Kampagnen. One-Shots funktionieren zumindest bei mir auch immer insofern gut, dass ich den Spielern während der Charaktererschaffung Fragen stelle, aus denen ich das das Szenario konstruiere (PbtA-Ansatz, funktioniert auch mit Fate gut).
Die Vorbereitungszeit, die man statistisch braucht, damit eine gute Idee kommt, wird hier einfach durch die geballte kreative Rechenleistung mehrerer Beteiligter ersetzt. Aber ja, bei Kampagnen kann das zu Widersprüchen führen.

Was bei vielen Systemen auch noch an Vorbereitung nötig ist, ist eine Liste an Gegnerprofilen in Encounter-Paketen. Vor alle bei D&D5 habe ich da inzwischen ein paar Seiten mit Standard-Gegnern, die ich im Notfall verwenden kann, aber interessanter wird es natürlich mit durchdachten Encountern und die kriegt man nicht wirklich improvisiert hin (zumindest nicht bei Systemen wie D&D, bei Fate funktioniert es einigermaßen).
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Boba Fett am 29.11.2018 | 10:09
aikar: Gerade bei Oneshots finde ich, sollte man eine gute Vorbereitung der NSC und der Locations haben. Denn einen Oneshot kann man nicht durch eine zweite Leistung ausgleichen und der Oneshot bringt mit sich, dass die Spieler selbst nur durch den Input inspiriert werden können, den der SpL ihnen bringt.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Boba Fett am 29.11.2018 | 10:11
Was bei vielen Systemen auch noch an Vorbereitung nötig ist, ist eine Liste an Gegnerprofilen in Encounter-Paketen.

Ja, da stimme ich zu. Ist nämlich eine persönliche Schwäche...
Ich hab einfach keinen Bock, mich im Vorfeld mit den Spielwerten möglicher Gegnern zu beschäftigen.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Lord Verminaard am 29.11.2018 | 10:19
Ich glaube das, was du beschrieben hast, ist etwas anderes, als sich viele Leute beim SL-Vorbereiten vorstellen. Das Abziehbild des SL-Vorbereitens ist ja eher ein Typ, der vor Zetteln oder einem Rechner hängt und in Kleinstarbeit Dungeons und Encounters zusammenbastelt, oder? Die schweifenden Gedanken - das ist doch gar keine Arbeit.  :think:

Für mich besteht da eine Wechselwirkung zwischen ausdenken und aufschreiben, ich muss das dann auch zu Papier bringen. Andere haben vielleicht ein so gutes Gedächtnis, dass sie das gar nicht brauchen, oder ihnen reichen ein paar Stichworte statt 17 Seiten Prosa... ;)

Dungeons zeichnen macht ja auch Spaß (mehr als Dungeons spielen, wenn du mich fragst ;D), aber da hat wohl jeder andere Vorlieben. Einige lieben es, stundenlang auf Pinterest nach Bildern zu suchen, das wiederum hasse ich wie die Pest. Ich habe jetzt mal angefangen, pro Spielsitzung 1-2 Tracks für musikalische Akzente rauszusuchen, weiß von anderen, dass sie das viel intensiver machen, bzw. sogar die Musikauswahl ganz am Anfang der Rundenvorbereitung steht.

Wenn natürlich Stunden um Stunden dafür draufgehen, die Spielwerte für NSCs und Monster rauszusuchen bzw. zu entwickeln, und man daran aber eigentlich gar keine Freude hat, dann sollte man sich wohl eher überlegen, ob man vielleicht das falsche System verwendet... wie man sich bettet, so liegt man! ;)

Ich denke, das große "unvorbereitet Bass playen, spontan sein" Blablabla war die große Reaktion auf das alte vorgeplottete Kaufabenteuer heruntermeistern, das bei vielen durch die unflexibiltät der jeweiligen Spielleiter aufstieß, alternative Handlungsentwicklungen und -ausgänge zuzulassen.

Das ist halt aus meiner Sicht auch ein Fall von schlecht vorbereitet. Der SL klebt ja deswegen am Handlungsverlauf, weil er sonst nicht weiß, was er machen soll. Das ist natürlich vor allem die Schuld des Abenteuers, das hierauf nicht hinreichend eingeht. Wenn der SL sich aber vernünftig in die Hintergründe des Abenteuers eingearbeitet hätte, statt es nur mal überflogen zu haben und dann eben, genau wie du sagst, "herunterzumeistern", dann könnte er auch flexibel auf bestimmte Dinge eingehen.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: korknadel am 29.11.2018 | 10:31
Schon vor einiger Zeit kam mir die Idee zu einem interessanten NSC, der über für die Charaktere sehr interessante Informationen verfügt. Ich hatte auch eine vage Idee, wie die Szene ablaufen könnte, in der die Charaktere die Informationen (hoffentlich) bekommen. Was mir aber fehlte, war der Aufhänger. Der NSC ist nicht leicht zu finden und hat auch kein Interesse daran, gefunden zu werden. Nachdem ich nun in der nächsten Sitzung den NSC ins Spiel bringen möchte, und mir auch schon überlegt habe, wo er zu finden ist, denke ich seit Tagen daran herum, wie ich einen eleganten Aufhänger finde, der plausibel und einigermaßen zwingend ist und aus der vagen Idee einer Szene ein tatsächliches Abenteuer macht.

Das Problem resultiert folglich aus Vorbereitung. Du hättest auch sagen können: Ich improvisiere erst dann irgendwelche Informationen, wenn die Chars danach fragen, und dann überlege ich mir spontan, woher sie diese kriegen können und ob der NSC, den ich mir dann möglicherweise als Infogeber aus dem Ärmel schüttele, sich leicht finden lässt oder nicht etc. Aber Dein Vorbereitungsbedarf in diesem Fall ist dem vorbereiteten NCS geschuldet, so zieht eine Vorbereitung die nächste nach sich.

Ich habe mit beidem -- also Improvisieren und Vorbereiten (auch in unterschiedlichen Mischformen) -- gute und schlechte Erfahrungen gemacht, und irgendwie mag ich beides nicht. Ich improvisiere nicht gern, weil ich darin nur in Ausnahmemomenten wirklich gut bin, und ich bereite nicht gern vor, weil ich dann ständig Angst habe, das Vorbereitete könnte nicht ausreichen, um das Geschehen am Spieltisch abzudecken. Und außerdem fällt es mir schwer, immer den Überblick über alle vorbereiteten Details zu haben. Wenn es nicht so großen Spaß machen würde, würde ich gar nicht spielleiten.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Issi am 29.11.2018 | 10:41
Ich würde sagen, man braucht Beides!
(Genügend Vorbereitung, und genügend Improvisationslust)
Und ja -ein gut vorbereiteter SL ist einfach sexy!  ~;D( Ein besseres Wort fällt mir gerade nicht ein,  ihr wisst hoffentlich, wie ich das meine. "cool" wäre einfach zu schwach gewesen)
Wenn er dazu noch nicht  sklavisch an seinem Plot klebt, und genügend Impromoves drauf hat. -Bombe!

Es macht einfach mehr Spaß, wenn NSC Hintergründe und Substanz haben. Man merkt das im Spiel.
(Glaubt`s mir oder glaubt es mir nicht. Mir fällt das auf)
Man merkt auch, ob eine Geschichte Sinn macht.
Man merkt,  ob Handlungen plausibel sind und zu den Charakteren passen.
Man merkt es eben.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Luxferre am 29.11.2018 | 10:43
Eigentlich: Warum Vorbereitung für mich wichtig ist.

Dito  :d

Zitat
Und neulich, auf einer längeren Autofahrt, kam mir dann plötzlich die zündende Idee, sodass ich laut ausrief: "Das isses!" Zwei Lehren aus dieser kleinen, banalen Begebenheit:

hehe, auf langen Autofahrten (davon habe ich so 2-6 pro Monat alleine) und beim Mitm-Hund-Spazierengehen-im-Wald kommen mir mitunter die besten Ideen. Egal ob fürs Setting oder die Storyline.

Zitat
1) Wenn ich spontan und ohne ausreichende Vorbereitung leiten würde, wäre ...

Kenne ich. Spontan passiert schon noch genug am Spieltisch, aber dafür braucht man settingseitig und inhaltlich etwas Fleisch am Knochen. Schön ist natürlich, wenn man sie Spontaneität auch zulässt.

Zitat
2) Dieser "das isses" Moment war super!

Ist bei mir schon etwas her, aber ich musste gerade stark grinsen, weil ich das sehr, sehr ähnlich erlebt habe. Musste sogar an einer Raststätte anhalten, um die wirren Gedanken aufzuschreiben.

Zitat
Ich bin heute ehrlich gesagt misstrauisch gegenüber Spielleitern, die behaupten, sich nicht vorbereiten zu müssen. Und ich muss mal wieder Bowlen gehen. ;D

Ich hatte ja vor einiger Zeit mal über einen meiner SL gerantet. Der sagt nämlich genau das und da kommen wir wieder bei Punkt 1 an: er bereitet seine Story vielleicht vor, den Rest (Setting, Handlungsfäden, NSC [es sind in der Tat viele Namen -sehr einfache Namen- mehr als einmal, teilweise dreimal vergeben - und man merkt, dass er diese NSC eben so gar nicht vorbereitet hat], Entwicklungen, wenn die SC nicht das machen, was er sich ausgedacht hat ...) improvisiert er munter und inkongruent vor sich hin, wie es in sein Buch äh seinen Kram äh seine Kampagne passt. Also seiner Meinung nach passt. Das ist nicht toll, nicht spannend und vor Allem auch nicht vielschichtig. Es ist Mensch-Ärgere-Dich-Nicht meets Diablo. Diablo 1 in Schietgrafik  >;D
Ich denke, für Kampagnen!, macht man einem erfahrenen Spieler nichts vor und Improvisieren kann nicht einem gewissen Anspruch an Qualität und Quantität standhalten.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Evil Batwolf am 29.11.2018 | 10:46
Der bereits erwähnte Lazy Dungeonmaster hat ein paar für mich sehr wertvolle Ansätze im Portfolio:

1. Die Vorbereitung dient dazu, dass die SL sich sicher fühlt. Also versuchen, genau so viel vorzubereiten, dass man dieses Gefühl hat.

2. Bereite in erster Linie NSC's, Locations, Encounter, Items usw. vor und möglichst wenig Plot (der gehört den SC).

Genau so mach ich das inzwischen.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Der Läuterer am 29.11.2018 | 10:48
Planung und Impro schliessen sich nicht aus, sondern ergänzen sich. Das eine kann m.M.n. ohne das andere nichts werden.
Und kaum ein SL wird unvorbereitet seine Session beginnen.

Mit Spielern habe ich da andere Erfahrungen gemacht.
"Ich hab mein Charakter Blatt nicht mehr gefunden."
"Weiss noch jemand, wo wir letztes Mal aufgehört haben?"
"Hat jemand die Handouts gelesen? Oder dabei?"
"Kurze Zusammenfassung. Was ist passiert?"
"Wie heissen Eure Chars doch gleich nochmal?"

Wenn es derart losgeht, möchte ich am liebsten sofort hinschmeissen.
Denn zur Vorbereitung gehört nicht nur das rein physische Erscheinen.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: aikar am 29.11.2018 | 10:51
der Oneshot bringt mit sich, dass die Spieler selbst nur durch den Input inspiriert werden können, den der SpL ihnen bringt.
Habe ich wie gesagt gerade bei Dungeon World und Fate auch und gerade mit Anfängern anders erlebt. Zumindest einer in der Gruppe hat immer eine besondere Idee für seinen Charakter und dann springen die anderen darauf auf. Nach 3-4 solchen Einwürfen hat man als SL normalerweise schon ein ganz gutes Bild von der Szenarie.

Beispiel von gestern Abend: Ich hatte eigentlich vor eine Orkjagd im Unterreich zu veranstalten. Es kam dann sehr schnell ganz anders.

Einer der Spieler hatte bei seinem Druiden-Charakter gewählt "Herkunftsgegend: Wüste" und "Moviation: Chaotisch. Will ein Symbol der Zivilisation zerstören".
Von einem anderen Spieler kam sofort "Das Ziel ist eine Pyramide". Vielleicht nicht die kreativste Variante, aber für einen One-Shot als Einstieg absolut OK.
Dem Rest der Gruppe war ab da klar "Allgemeiner Stil ist pseudo-ägyptisch" und ihre weiteren Kommentare kamen in diesem Kontext.

Jeder suchte mal einen Grund, warum sein/ihr Charakter bei der Zerstörung einer Pyramide beteiligt sein könnte. Zentrales Thema war dann "Die Pyramiden werden von den Priestern genutzt um die Lebenskraft des Landes auszusaugen um ihre Magie zu stärken. Schon bei ihren Bau starben viele Zwangsarbeiter und jetzt stirbt das Land" und jeder brachte für seinen Charakter Details in diesen Hintergrund ein.

Einer fragte dann: Lebt denn der Architekt noch und könnte uns Schwachstellen und Hintereingänge sagen?
Dann kam von der Klerikerin: Falls er nicht mehr lebt, könnte ich seinen Geist befragen (Passender Zauber).

Damit hatten wir den Abenteuereinstieg: Findet das Grab des Architekten, erhaltet von ihm Informationen wie ihr die Pyramiden sabotieren könnt und zieht es durch. Meine Arbeit als Spielleiter beschränkte sich darauf, einzelne Themen aufzugreifen und den nächsten Spieler zu fragen "und was hast du damit zu tun?".

Das ganze hat vielleicht 30 Minuten gedauert. Angenehmer Nebeneffekt: Jeder Charakter ist schon in das Abenteuer eingebunden und motiviert.
Während sie das Grab des Architekten suchten (einschließlich Schleichen-Spähen und Ausschalten der Wachen) konnte ich mir überlegen, was der Architekt ihnen erzählen könnte.
Einer der Spieler hatte bei seinem Krieger die Motivation "Bezwinge eine Bestie". Daraus leitete ich ab, dass sich in der Pyramide gefangene Monster befinden. Ein kurzer Blick ins Bestiarium was einigermaßen in Setting passt und gleich den Ankheg gefunden. Klingt ägyptisch und gräbt sich durch den Boden. Perfekt um sich, wenn befreit, wild durch die Pyramide zu graben und sie zum Einsturz zu bringen.

Von da an führte eins zum anderen.

Von meinem geplanten Plot war nichts mehr übrig, aber es war ein feiner Abend.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Evil Batwolf am 29.11.2018 | 10:55
Dungeon World (und pbta) ist natürlich noch mal was anderes  :).

Obwohl auch da Sachen vorbereitet werden (Fronts z. B., oder Fragenkataloge für die SC).
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: aikar am 29.11.2018 | 11:00
Obwohl auch da Sachen vorbereitet werden (Fronts z. B., oder Fragenkataloge für die SC).
Die Fragekataloge brauchst du nur, wenn du schon ein bestimmtes Szenario vor Augen hast und die Spieler mit Suggestiv-Fragen dorthin lenken willst. Bei One-Shots verzichte ich inzwischen wie gesagt meistens darauf und baue das Szenario nach dem gleichen Schneeball-Prinzip wie ich Dungeon World dann auch leite.

Und ja, Dungeon World ist für diese Herangehensweise sicher besonders gut geeignet, aber wenn man ein gutes Gespür für Schwierigkeiten und Gegnergefährlichkeit in einem System hat und nicht unbedingt eine Materialschlacht mit perfekt ausgewählten Battlemaps und Figuren machen will (nicht falsch verstehen, mache ich auch immer wieder gerne), geht es auch mit anderen Systemen.

Aber klar: Das ist EINE Möglichkeit. Wenn man ein bestimmtes Szenario spielen will, muss man auch (grundlegende) Vorbereitungen treffen. Auf der anderen Seite, WENN man etwas bestimmtes spielen will, hat man diese Vorbereitungen bis zu einem gewissen Grad ja schon gemacht, sonst hätte man die Vorstellung ja nicht.

Fazit meiner Variante: Wenn ihr mal keine Ideen habt, seid euch nicht zu schade den kreativen Input der Spieler einzuholen.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Issi am 29.11.2018 | 11:24
Planung und Impro schliessen sich nicht aus, sondern ergänzen sich. Das eine kann m.M.n. ohne das andere nichts werden.
Und kaum ein SL wird unvorbereitet seine Session beginnen.
Denkst du?
Ich denke schon.
Es ist ja teilweise in Mode gekommen, dass sich Spieler sogar die Plothooks selbst aus dem Ärmel schütteln sollen.

Edit.
Ich war mal als Gastspieler in einer Gruppe gesessen, in der der SL mir sagte:  "Deine Figur ist zu Spielbeginn auf einem Schiff. "
Ich. "Aha, warum und wo möchte sie hin?"
SL. "Das musst du wissen. Ist nicht mein Job mir das auszudenken."
Ich." Ok. Em... ich kenne die Welt  nicht. Von wo könnte meine Figur denn losgefahren sein?"
SL. "Das weiß ich auch nicht."
Ich. "Gibt es wenigstens eine Karte von der Welt? "
Darauf drückt mir der SL ein dickes Buch in die Hand, in der eine winzige Karte abgebildet ist.
Das Spiel soll gleich losgehen, also habe ich nur wenig Zeit sie mir anzuschauen.


Fazit.  ...Nein, das macht, zumindest  mir als SPL, überhaupt keinen Bock.

Edit 2.
Als SL sehe ich es deshalb sowohl als meinen Job an den Spielern beim Abenteuer Einstieg zu helfen, als auch bei Bedarf für Plothooks zu sorgen.
Soviel Mühe sind sie mir Wert.
Diese Einstellung: Geht mich als SL nichts an! Ist euer Problem! Finde ich persönlich mit Verlaub, einfach nur  beknackt.

Ich leite z. B. nicht mit dem Anspruch als SL möglichst wenig gedankliche Arbeit zu haben. Nein, ich will mir auch um die Figuren der Spieler Gedanken machen.
Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen.
Kein: Ich denke für euch (eure Ideen sind mir egal)
und kein: Ihr müsst für euch selbst denken (ich will da nix zusätzlich  investieren)

Oder anders- nix oder nicht zuviel als SL zu investieren macht Spieler selten kreativer!
Man kann Kreativität von Spielern mMn.  nicht erzwingen oder anerziehen.
Man kann sich stattdessen gegenseitig helfen und inspirieren.

(Oh je, ich Rante schon, ich mache mal ne Pause  ;D)
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: nobody@home am 29.11.2018 | 11:33
Ach, Vorbereitung kann sich in jedem Fall auszahlen.

Nur, wie schon angeklungen: wenn ich "Impro" spielen will, muß ich halt andere Vorbereitungen treffen als für "heute Abend ziehen wir genau dieses Szenario durch, weil ich SL bin und MEIN WILLE GESCHEHE (tm)". ;) Das ist aber auch schon (fast) alles.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Der Läuterer am 29.11.2018 | 11:46
aikars Beschreibung zufolge kann ja vieles funktionieren. Und es liest sich, als hätten alle ihren Spass gehabt. Meins wäre das nicht. Auch wenn es passt. Das widerspricht meinen SL Vorstellungen.
Ich käme mir vor, wie nackt in der Wüste ausgesetzt.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Boba Fett am 29.11.2018 | 11:46
Habe ich wie gesagt gerade bei Dungeon World und Fate auch und gerade mit Anfängern anders erlebt.

Das widerspricht ja weder meiner Aussage noch meiner These.
Wenn alles perfekt läuft, genug kreativer Input von den Spielern kommt, der Spielleiter gut drauf ist und so weiter, dann braucht es wenig, um eine gute Spielsitzung zu haben.
Das ist aber die Idealzustand und der ist nicht immer gegeben. Mit einem Job, der einen fordert, Familie und einem beschränkter Freizeit ("Kinder") kommt das häufiger vor.
Und wenn es eben nicht ideal läuft, dann kann Vorbereitung einiges kompensieren - nicht alles, aber einiges.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: aikar am 29.11.2018 | 12:02
Und wenn es eben nicht ideal läuft, dann kann Vorbereitung einiges kompensieren - nicht alles, aber einiges.
Klar.

Diese Einstellung: Geht mich als SL nichts an! Ist euer Problem! Finde ich persönlich mit Verlaub, einfach nur  beknackt.
"Geht mich als SL nichts an", ist sicher nicht gut. Das ist aber auch etwas anderes als, "Da bin ich nicht allein dafür verantwortlich".
Ich sage ja nur, dass man die Ideen der Spieler als Zündfunkten für die "das isses"-Momente nutzen kann, die Lord Verminaard einleitend angesprochen hat, nicht, dass man alles auf die Spieler abwälzen soll. Genauso finde ich es aber auch nicht in Ordnung, dass Spieler verlangen, ohne eigenes Engagement bespaßt zu werden. Ich spiele ja RPs auch als Spielleiter deswegen, weil ich Spaß haben will, nicht weil ich dafür bezahlt werde, den Alleinunterhalter zu machen.

Mit einem Job, der einen fordert, Familie und einem beschränkter Freizeit ("Kinder") kommt das häufiger vor.
Interessant. Ich finde GERADE in so einer Situation gruppengetriebenes stark-improvisiertes Spiel interessant, weil man ja auch als SL mit Job, Familie und beschränkter Freizeit nicht mehr soviel Zeit hat, sich vorzubereiten.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Lord Verminaard am 29.11.2018 | 12:35
Das Problem resultiert folglich aus Vorbereitung. Du hättest auch sagen können: Ich improvisiere erst dann irgendwelche Informationen, wenn die Chars danach fragen, und dann überlege ich mir spontan, woher sie diese kriegen können und ob der NSC, den ich mir dann möglicherweise als Infogeber aus dem Ärmel schüttele, sich leicht finden lässt oder nicht etc.

Hehe ich weiß du köderst mich nur, aber fürs Protokoll: Hätte ich machen können, wäre dann aber kacke gewesen. ;)

Klar gibt es Systeme, die dem SL keinen oder einen geringen Vorbereitungsaufwand versprechen, indem sie, einerseits, zufällige Versatzstücke liefern, und, andererseits, zur Improvisation auffordern. Ich nenne das ja gerne "Schillerstraße-Rollenspiel". >;D Ich habe solche Spiele auch zu Genüge ausprobiert und war meistens enttäuscht, Ausnahmen bestätigen die Regel und waren auch immer One-Shots.

Auf der anderen Seite zog es ja auch mich seinerzeit an, dieses Versprechen, keine Vorbereitung zu benötigen. Ich erinnere mich ja noch an die Runden, in die ich schlecht vorbereitet ging, weil mir die Zeit bzw. die Motivation fehlte, mich ordentlich vorzubereiten. Die angefangenen Kampagnen, die im Sande verliefen, etc. Letztendlich lag es aber glaube ich in Wirklichkeit daran, dass ich mit dem Regelwerk, der Welt, den Charakteren, dem Kampagnenhintergrund einfach nicht richtig warm geworden bin, oder dass die Spieler lustlos waren und mich das nervte. Daher hatte ich dann keine Lust auf die Vorbereitung, und deshalb wurde sie zur Last. Es war also ein Irrweg, ohne Vorbereitung spielen zu wollen. Die Lösung war vielmehr, etwas zu leiten, das mich inspiriert, mit Spielern, die motiviert sind.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: aikar am 29.11.2018 | 12:39
Die Lösung war vielmehr, etwas zu leiten, das mich inspiriert, mit Spielern, die motiviert sind.
Amen.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Megavolt am 29.11.2018 | 12:53
Es gibt viele Fälle, wo Improvisation durch gute Vorbereitung erst möglich wird. Bei den ganzen sehr komplexen und umfangreichen Abenteuern aus der DSA-Schule der 90er bis 2000er war diese Aussage zum Beispiel eigentlich fast immer zutreffend.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Faras Damion am 29.11.2018 | 13:12
Ich leite jetzt etwa 15 Jahre und da war viel Entwicklung dabei.

Erst habe ich sehr viel vorbereitet und jede Improvisation war stressig.
Dann bin ich sicherer geworden und ich habe mehr und mehr Improvisation zugelassen bis zu einem Punkt bei dem ich kaum noch vorbereitet habe.
Das war mir dann zu diffus, ungerecht und dramaturgisch langweilig, daher leite ich mittlerweile wieder deutlich stringenter und bereite wieder mehr vor.

Letztendlich muss man eine gute Mischung für sich und seine Gruppe finden.

Und es gibt bei mir noch viel Faktoren: Wie viel Zeit hat die Spielleiterin, wie extrovertiert sind die Spielerinnen, wie vertraut ist System und Setting, spielt man am Tisch oder Online, wie lang sind die Sessions, wie häufig spielt man, wie wichtig sind der Gruppe Konsistenz und Geschichte.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: bobibob bobsen am 29.11.2018 | 13:24
Ich habe nichts gegen Vorbereitung solange sie nicht ins harte Eisebahnfahren abdriftet. Ich habe schon so einige SL "genießen" dürfen die rechts und links ihrer Vorbereitung nichts zugelassen haben.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: schneeland am 29.11.2018 | 13:30
Ich habe nichts gegen Vorbereitung solange sie nicht ins harte Eisebahnfahren abdriftet. Ich habe schon so einige SL "genießen" dürfen die rechts und links ihrer Vorbereitung nichts zugelassen haben.

Ich glaube, das fällt dann aber gewissermaßen auch unter "schlechte Vorbereitung" - nicht, weil der/die SL keine Zeit investiert hat, sondern weil die investierte Zeit keinen echten Gewinn für's Spiel gebracht hat (fairerweise muss man sagen: Kaufabenteuer verleiten besonders zu dieser Art Vorbereitung).

Ansonsten schließe ich mich weitgehend dem bereits geäußerten "Vorbereiten hilft beim Improvisierung" an. Was ggf. noch zu ergänzen wäre: es hilft auch (zumindest mir), wenn das genutzte System nicht all zu regellastig ist.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Hotzenplot am 29.11.2018 | 13:33
Und es gibt bei mir noch viel Faktoren: Wie viel Zeit hat die Spielleiterin, wie extrovertiert sind die Spielerinnen, wie vertraut ist System und Setting, spielt man am Tisch oder Online, wie lang sind die Sessions, wie häufig spielt man, wie wichtig sind der Gruppe Konsistenz und Geschichte.
Oh ja! Wenn du dir deiner Improvisationskünste sicher bist und nur auf das Input der Spieler wartest und dann...
(https://up.picr.de/34454144ah.jpg)

Ich habe nichts gegen Vorbereitung solange sie nicht ins harte Eisebahnfahren abdriftet. Ich habe schon so einige SL "genießen" dürfen die rechts und links ihrer Vorbereitung nichts zugelassen haben.
Umgekehrt brauchst du zum railroaden aber auch keine Vorbereitung. Das geht auch prima ohne.  :headbang:
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: 6 am 29.11.2018 | 14:22
Oh ja! Wenn du dir deiner Improvisationskünste sicher bist und nur auf das Input der Spieler wartest und dann...
(https://up.picr.de/34454144ah.jpg)
Da wäre dann bei mir schnell der Punkt, an dem ich einsehen würde für die Runde der falsche SL zu sein und ich würde den SL-Posten abgeben.
Been there, done that.
Zitat
Umgekehrt brauchst du zum railroaden aber auch keine Vorbereitung. Das geht auch prima ohne.  :headbang:
Kannste machen. Ist dann halt Kacke.
Gute Plots zum Railroading müssen zwingend vorbereitet sein. Sonst hast Du sehr schnell genervte und gelangweilte Spieler.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Issi am 29.11.2018 | 14:37
Es macht einfach einen riesen Unterschied ob man mit Spielern spielt, die einen Plan haben, wie Rollenspiel bzw. die Welt in der sie spielen funktioniert. Oder ob da Leute sitzen die das zum ersten Mal machen.

Wenn man seine Spieler mit auf eine Reise nehmen will, dann muss man sie ja irgendwo abholen. Undzwar nicht an der Haltestelle an der man meint, dass sie stehen müssten.
Sondern an dem Ort an dem sie tatsächlich stehen.
Und das können sehr unterschiedliche Orte sein.
(Je nach Erfahrung, und Spieler Persönlichkeit)

Das sollte halt in die Vorbereitung miteinfliesen.
Und wenn ich mir nicht sicher bin, wie gut die Spieler improvisieren können, und welche Erfahrung sie mitbringen, dann bereite ich doch lieber etwas mehr vor, um ihnen notfalls entgegen zu kommen, als zuwenig, oder? (zumindest nach meinem Verständnis)

Oder sage ich dann: Dort ist meine Haltehalte, genau da halte ich, und wer nicht rechtzeitig dort ist, verpasst den Einstieg.

(Ja ich weiß- das mit der Haltestelle erinnert wieder an "Eisenbahn"-Railroading-aber das meine ich nicht.
Ich stelle mir eher ein Boot vor, mit dem man zusammen in neue Gewässer steuert. Aber auch da muss ich ja erst mal an Bord kommen.)


Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Saffron am 29.11.2018 | 14:42
Ich reagiere zwar flexibel, wenn meine Gruppe etwas Unerwartetes macht, würde aber nicht ohne gute Vorbereitung leiten, weil ich mich irre schwer tue, ganz aus der leeren Luft etwas Interessantes aus dem Ärmel zu schütteln. Nur wenn die Spielwelt mit ein paar Orten, Organisationen und NSCs schon steht, ich einen groben Plot habe, ist es für mich gut möglich zu improvisieren.

Nun spielen wir aber auch gern lange Kampagnen mit etwas komplexerem Plot, bei denen die Hintergrundgeschichte der Charaktere mit dem Plot verknüpft wird, bei der manche NSC immer wieder auftauchen und auch Ereignisse aus vorigen Abenteuern später aufgegriffen werden und plötzlich Bedeutung bekommen. Vielleicht gibt es SL, die auch sowas improvisieren können, aber ich muss mich dazu gut vorbereiten.

Zur Frage, was zur Vorbereitung gehört: ich lass mir auch gern durch den Kopf gehen, was ich tun kann, falls die Gruppe sich mit X statt mit Y verbündet, wie ich ihnen auf die Sprünge helfen kann, falls sie Hinweise nicht finden, oder was passieren könnte, falls sie Infos anders als geplant deuten. Alles kann man nicht vorhersehen, aber einen Plan B in der Tasche zu haben, hat mich schon öfter gerettet.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Hotzenplot am 29.11.2018 | 14:42
Da wäre dann bei mir schnell der Punkt, an dem ich einsehen würde für die Runde der falsche SL zu sein und ich würde den SL-Posten abgeben.

Absolut.

Kannste machen. Ist dann halt Kacke.
Gute Plots zum Railroading müssen zwingend vorbereitet sein. Sonst hast Du sehr schnell genervte und gelangweilte Spieler.
Humor-Detektoren eingeklappt?  >;D Ich hatte das keinesfalls ernst gemeint. Ich wollte damit eher ironischerweise andeuten, dass es eben landauf landab eine Menge harter Railroader gibt, die sich nicht mal vorbereiten.  ;)
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: 6 am 29.11.2018 | 14:46
Dann redet Ihr beide eigentlich von den gleichen Leuten. :)
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Arldwulf am 29.11.2018 | 15:00
Letztlich ist es auch einfach eine Frage des Spielsystems. Je Spielleiterfreundlicher, Imprivisationsfreundlicher und stärker auf Spielerinput ausgelegt das System ist umso weniger hakelig wird es auch bei einer Improvisitation.

Natürlich profitiert auch das noch so sehr auf diese Dinge ausgelegte System von Vorbereitung. Aber es macht eben einen großen Unterschied ob man 2 Minuten braucht um einen NSC regeltechnisch korrekt vorzubereiten oder 30. Ob man wenn Spieler eine Idee haben sagen kann "mhh - dafür hab ich schon genau das richtige Mittel um dies mechanisch umzusetzen" oder sich erst ein solches überlegen muss. Und ob man problemlos sagen kann "was glaubst du denn wo der gesuchte ist / wie es weitergehen könnte / was würden eure Charaktere denn tun" und trotzdem das Abenteuer weiterführen kann. Oder sich dann erst einmal die Konsequenzen überlegen muss die dies regeltechnisch aufwirft.

Oder kurz gesagt: In einem gutem System ist die Vorbereitungszeit für einzelne Szenen so kurz, dass man auch immer wieder improvisieren kann.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Issi am 29.11.2018 | 15:08
Zitat
Aber es macht eben einen großen Unterschied ob man 2 Minuten braucht um einen NSC regeltechnisch korrekt vorzubereiten oder 30.

Selbst wenn es nur zwei Minuten braucht um einen NSC regeltechnisch korrekt vorzubereiten, hattest Du deshalb noch keine Zeit Dir über seinen Charakter/Persönlichkeit/Hintergrund Gedanken zu machen.
Meine Erfahrung: Regeln kann man notfalls auch mal Handwedeln. (Durch Standard Werte z.B. )Einen konsisten Hintergrund der sich in die Kampagne einfügt eher nicht.
Bzw. kann man schon.....aber man wird das Handgewedel da eher merken. 
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: eldaen am 29.11.2018 | 15:16
Meine Einstellung auf den Punkt gebracht:

"[...] the best generals are those who arrive at the results of planning without being tied to plans[...]"
- Winstons Churchill, 1941

Interessanter, erläuternder Artikel dazu:

https://quoteinvestigator.com/2017/11/18/planning/
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Arldwulf am 29.11.2018 | 15:19

Selbst wenn es nur zwei Minuten braucht um einen NSC regeltechnisch korrekt vorzubereiten, hattest Du deshalb noch keine Zeit Dir über seinen Charakter/Persönlichkeit/Hintergrund Gedanken zu machen.

Zumindest teilweise war dies in der Zeit enthalten  -  in der Form in der diese Eigenschaften regelmechanische Wirkung entfalten. Die 2 Minuten sind jetzt auch gar nicht aus den Händen gesaugt, das war die Zeit welche ich mal pro NSC für eine Gruppe von NSC mit der Vorgabe brauchte "alle haben verschiedene Charaktereigenschaften und unterscheiden sich in dem was sie tun, so dass die Spieler die Unterschiede auch merken sollen"

Aber natürlich geht dort immer mehr. So etwas ist nach oben was den Zeitaufwand angeht ja offen, man kann beliebig viel Zeit in jeden NSC investieren. Aber es ging ja auch nur darum zu sagen, dass nicht jedes System es dem SL hierbei gleich einfach macht. Wenn man als SL merkt es ruckelt beim improvisieren, kann es helfen sich bei anderen Systemen umzuschauen und dort evtl. Hilfsmittel und Techniken zu klauen. Das ist ja auch etwas was dann durchaus beim Vorbereiten ebenfalls helfen kann.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: bolverk am 29.11.2018 | 15:21
Ich reagiere zwar flexibel, wenn meine Gruppe etwas Unerwartetes macht, würde aber nicht ohne gute Vorbereitung leiten, weil ich mich irre schwer tue, ganz aus der leeren Luft etwas Interessantes aus dem Ärmel zu schütteln. Nur wenn die Spielwelt mit ein paar Orten, Organisationen und NSCs schon steht, ich einen groben Plot habe, ist es für mich gut möglich zu improvisieren.

Genau das. Improvisieren klappt bei mir viel besser, wenn ich ein paar Punkte (grobe Plotpoints, NSC, Organisationen oder auch einfach Szenen oder Kämpfe die ich spielen möchte) habe, an denen ich mich entlanghangeln kann. Mitunter ignoriere ich diese Punkte oder verschieben sie. Wichtig ist für mich, im Voraus in alle möglichen Richtungen gedacht zu haben, dann habe ich ordentlich "Futter" auf das ich zurückgreifen kann, wenn es sein muss. Eine Sache, die ich gerne vor dem Spiel festzurre, sind NSC-Namen.

Wie die meisten hier, habe auch ich schon unter einem absolut unvorbereiteten Spielleiter gespielt, der uns z.B. einen leeren Raum 20 Minuten hat untersuchen lassen, weil ihm nichts besseres eingefallen ist.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Issi am 29.11.2018 | 15:44
@
Ardwulf
Jepp
Klar, Systeme die flutschen sind immer von Vorteil .
Oder zumindest SL die ihre Regeln auch halbwegs beherrschen.
Das gehört vermutlich auch zu einer nicht ganz unwichtigen Vorbereitung eines SL- "die Regeln kennen."... :)
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Lord Verminaard am 29.11.2018 | 16:44
Klar kann ich mit einem System mit wenig Crunch und viel erzählerischer Freiheit besser improvisieren. So ein System verwende ich ja schon. Trotzdem wird meine Kampagne einfach stimmiger und interessanter sein, wird der einzelne Spielabend besser von der Hand gehen, werden die Spieler und ihre Charaktere besser zur Geltung kommen, wenn ich gut vorbereitet bin.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Der Oger (Im Exil) am 29.11.2018 | 19:23
Ich habe für mich die Erfahrung gemacht,  das mir eine gründliche Vorbereitung überhaupt erst erlaubt, schnell und flüssig zu improvisieren, einen Fluss beim Leiten zu erleben. Ich greife dabei auf Sachen zurück, die teilweise Jahre alt sind, immer wieder aufgegriffen wurden und dann doch erstmal wieder auf die Halde kamen.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Der Läuterer am 29.11.2018 | 21:42
Sind denn unvorbereitete Spieler kein Problem?
Ich hatte das bereits in #15 angeschnitten, denn so etwas bläht mich als SL kolossal.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Boba Fett am 29.11.2018 | 21:58
Sind denn unvorbereitete Spieler kein Problem?
Ich hatte das bereits in #15 angeschnitten, denn so etwas bläht mich als SL kolossal.

Doch klar.
Aber zum einen ist der nötige Aufwand nicht vergleichbar. Der Spieler muss viel weniger leisten.
Und die Abhängigkeit im Spiel ist eine andere. Wenn der Spielleiter nicht liefert ist es was anderes,
Als wenn ein Spieler nicht liefert.
Wenn der Spieler sein Charakterdokument vergisst, muss er halt heim fahren und der Rest legt los.
Wenn der Spielleiter seine Notizen vergisst, wird nicht gespielt.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Pyromancer am 29.11.2018 | 22:48
Nachdem ich nun in der nächsten Sitzung den NSC ins Spiel bringen möchte, und mir auch schon überlegt habe, wo er zu finden ist, denke ich seit Tagen daran herum, wie ich einen eleganten Aufhänger finde, der plausibel und einigermaßen zwingend ist und aus der vagen Idee einer Szene ein tatsächliches Abenteuer macht.

Und neulich, auf einer längeren Autofahrt, kam mir dann plötzlich die zündende Idee, sodass ich laut ausrief: "Das isses!"

Das, was du da beschreibst, ist schon eine sehr spezielle Art der Vorbereitung, nämlich das "reifen lassen". Das ist etwas anderes als wenn man sich hinsetzt und Gegner-Statblocks zusammenschreibt oder R-Maps zeichnet. Es passiert quasi nebenbei und automatisch, wenn man sich unterbewusst mit dem Thema beschäftigen will, und das halte ich für ein sehr gutes Zeichen.
Deshalb finde ich momentan einen 14-tägigen Rhythmus beim Spielen auch so gut: Da sind die Termine nahe genug beieinander, dass der Handlungsverlauf präsent bleibt, aber auch genug Zeit dazwischen, dass eben Dinge "reifen" können.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Sphinx am 29.11.2018 | 23:40
Ich denke Vorbereitung hängt zu einem guten Teil vom System ab was man Spielt.
Matthew Mercer hat gesagt für ca. 1 Stunde Spielzeit hat er mind. 3 Stunden Vorbereitung gut klar das ganze ist auf einem Level das für eine private Heimrunde wohl den Rahmen sprengt.

Ich selbst ziehe es anders auf, denn mein Ziel ist es mit so wenig Vorbereitung wie möglich durchzukommen. Aktuell bin ich bei ~30 Min für einen Spielabend von ca. 3 Stunden dauer. Das ist die konkrete Vorbereitungszeit, abseits davon denke ich immer wo Zeit ist über das eine oder andere Nach.

Zum einen verwende ich stark das System vom Lazy DM und zum anderen weiß ich mittlerweile was nicht nicht gut Improvisieren kann. Und genau das sind die Dinge die ich Vorbereite. Z.B. ich bin ganz schlecht darin mir spontan magisches Items einfallen zu lassen, also bereite ich sie vor. Ebenso wie ich weiß wohin der Plot führt, heißt ich bereite absehbare kämpfe vor.
Die Handlung überlege ich mir lieber auch in ruhe vorher in groben Zügen nach dem Motto: NPC X möchte Y und versucht das durch Z zu erreichen. Aber ich schreibe sie nicht mehr auf, ich versetzte mich durch das überlegen nur in die NPCs um sie dann entsprechen Improvisiert Handeln zu lassen.

Ich denke es ist eben sehr individuell was jeder einzelne Vorbereiten muss/möchte. Aber was für mich sehr wichtig ist, ist meine Motivation. Die hängt davon ab wie gut die Spieler mitziehen. Es wurde hier schon erwähnt, machen sie sich Notizen, tüfteln sie am Background ihres Charakters, Spielen sie aufmerksam mit. Ist das gegeben bin ich auch bereit mehr zu Geben. Wollen die Spieler aber nur einen geselligen Abend und machen sonst nichts, werde ich auch erheblich weniger vorbereiten. Die sind eben auch wichtig, eine Gruppe mit aktiven Spielern die sich selbst ziele Stecken ist was ganz anders als eine die alles vorgekaut haben möchte.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Deep_Impact am 30.11.2018 | 08:24
zu den letzen beden Punkten was zum  Thema Spotlight: Alle predigen ja, dass jeder seinen gesunden Anteil an Spotlight bekommt. Wenn der Bühnenbauer aber nur uninspirierende Scheiße konstruiert hat und die Komparsen auch nur nichtssagend und charakterlos ist, dann bringt das Spotlight überhaupt nichts. Und genau das bedarf eine gute Vorbereitung.

Ich nehm mal deine Metapher auf und erweitere sie:

Wenn die Schauspieler, aber nicht wissen in welchem Stück sie sich gerade befinden ist das auch nicht besser. Halt so Shakespeare - reicht nicht! Wenn der Spieler verzweifelt statt des Pferds den vorbeikommenden Esel besteigt, schlägt die Souffleuse mit dem Kopf auf den Sommernachtstraum und muss die Unterschiede zu Richard III erklären.

Ja, das ist ein SL-zentriertes-Thema hier, aber Vorbereitung liegt in der Verantwortung aller Beteiligten.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Anro am 30.11.2018 | 08:58
Bei mir habe ich eine sehr lange Vorbereitungszeit zu beginn einer Kampagne/ eines Kapitels. Dann während der Abenteuer selbst kann ich viel anhand der Vorarbeit beantworten, muss nur noch zwischen den Runden die Orte spezifizieren (Karten, NPCs).

Zeitintensiv sind bei mir vor Allem:
Worldbuilding (active NPCs, RegierungsNPCs(Bürgermeister, Mann der Wache), Stadt, Kultur ...),
Systemänderungen und
"Plotten" ~ keine Ahnung, wie die Fancy "Benutze die richtigen Worte" Menschen es ausdrücken (Also wer tut was, warum und wie mit welchen Mitteln und wie wirkt sich das auf alle aus, wie würde er reagieren, wenn Teile des Plans wackeln usw.). NPC-Prognose.

Mal eben eine Taverne ausdenken geht dann meist über nen Persönlichkeitsgenerator (Random-Listen am PC mit einem Klick, Hooray)
und über SpielerInput "Beschreib doch mal den Stil, eher teuer, exotisch oder Bodenständig?"
oder Handwedeln "Verzeih, aber das Verkaufen des Geschirrs spielen wir jetzt nicht aus, da hat keiner was von. Der VB Preis ist 100 Gold, mach deinen Wurf - währenddessen, was macht der Rest in der Zeit, Skleren?"
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Hotzenplot am 30.11.2018 | 09:07
Bei mir habe ich eine sehr lange Vorbereitungszeit zu beginn einer Kampagne/ eines Kapitels. Dann während der Abenteuer selbst kann ich viel anhand der Vorarbeit beantworten, muss nur noch zwischen den Runden die Orte spezifizieren (Karten, NPCs).

Ist bei mir größtenteils auch so. Ich würde sagen, dass 70% der Arbeit vor dein einzelnen Kampagnenabschnitten läuft. Danach habe ich dann genug Werkzeug an der Hand, um die Spieltage mit relativ wenig Aufwand zu betreiben und ich kann dadurch besser improvisieren.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Der Läuterer am 30.11.2018 | 09:11
Suchtest Du das Wort 'Synergie'?
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Issi am 30.11.2018 | 09:21
Spieler die sich extra vorbereiten?
Echt jetzt? ;D
Macht doch in der Praxis  kein 🐖!
Ok man schreibt im Abenteuer mit. Reicht aber wenn das einer in der Gruppe gemacht hat.
Vor der Sitzung fasst einer nochmal kurz zusammen, was das letzte Mal passiert ist.
(Das kann zur Not auch der SL sein)
Und Los gehts.
Der Rest im Spiel ist Improtheater.
(Das gibt es im Reallife auch. -Benötigt weder Text noch Drehbuch )
Die Rolle der Figur kennt der Spieler selbst. Er hat sie erfunden und weiß wie die Figur tickt.
Alles was er im Spiel tun muss, ist in Rolle entscheiden,  handeln oder reagieren.

Wenn es um wichtige Entscheidungen für die Figur  geht, oder um eine verzwickte Situation, grübel ich auch bis zur nächsten Sitzung nach, machen alle Spieler, die ich kenne.
Aber sonst lässt man die Dinge doch eher auf sich zukommen.

Ein SL hat idR. tausend Rollen, plus Plot, plus Weltbeschreibung, und und und. Das ist eine andere Nummer.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: bobibob bobsen am 30.11.2018 | 09:33
Zitat
Spieler die sich extra vorbereiten?
Echt jetzt? ;D
Macht doch in der Praxis  keine Sau!

Bei dir vielleicht. Bei mir schon. Ich als SL fordere das auch ein.
Ich bin übrigens der Meinung das dies zu einem besseren Spielgefühl führt.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Issi am 30.11.2018 | 09:36
Bei dir vielleicht. Bei mir schon. Ich als SL fordere das auch ein.
Ich bin übrigens der Meinung das dies zu einem besseren Spielgefühl führt.
Wie bereiten sich denn deine Spieler konkret vor?
Die Erklärung biste mir jetzt aber schon schuldig.

Und sag jetzt nicht, dass sie ihre Rolle mit Text vor dem Spiegel üben müssen!  ;D

Edit.
Falls du mal wieder nicht antwortest, muss ich wohl raten:

Erwartest Du eventuell das jeder in der Gruppe ein Spiel Protokoll führt, dieses bis zur nächsten Sitzung nochmal sauber zusammen schreibt und lernt?(Damit sie -?dir quasi  sagen können, was als Letztes passiert ist. )
Oder... spielt ihr das Spiel so, dass sich deine Spieler ihr Setting teilweise  selbst ausdenken ?

(Ich würde ja gerne verstehen, warum es für deinen Spielstil notwendig ist, aber dafür müsstest du das etwas ausführen )
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Deep_Impact am 30.11.2018 | 09:50
Settinginformationen lesen, Grundwissen über Länder, Sitten, Götter und so weiter.

Ich finde das als SL unendlich1 anstrengend, wenn ich immer sagen muss: "Vor euch steht ein XYZ (kurzer Exkurs, was das ist und welche Bedeutung das in der Spielwelt hat), der euch einem festen Händedruck begrüßt (kurzer Exkurs, warum das ungewöhnlich ist)...."

Spieler müssen nicht alles lesen, aber eine Grundlage muss es geben, damit wir in einer gemeinsamen Phantasiewelt mit definierten Grenzen spielen können.

Natürlich habe ich auch schon Heartbreaker gesehen, die einen Umfang habe, dass die Nationalbibliothek wegen überfüllen schließen würde. Aber das meine ich nicht, sondern vielleicht mal 20-40 Seiten lesen. Und dazu die eigenen Spezialgebiete.

1 Mimimi!
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Noir am 30.11.2018 | 09:56
Das was Deep_Impact sagt. Findet leider so gut wie nie statt. Zumindest in meinen Gruppen bisher. Mit Glück ist einer so heiß aufs Spiel, dass er das macht ... alle anderen sind einfach nur zum bespaßen da. Und das meine ich nicht einmal böse. Das Spiel funktioniert für die Leute so. Und ich kann mich damit arrangieren. Muss ich, wenn ich überhaupt spielen will ;)
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: 6 am 30.11.2018 | 09:57
Die Rolle der Figur kennt der Spieler selbst. Er hat sie erfunden und weiß wie die Figur tickt.
Alles was er im Spiel tun muss, ist in Rolle entscheiden,  handeln oder reagieren.
Und Zack! Der Spieler hat seine Rolle vorbereitet und ist damit vorbereitet!
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Issi am 30.11.2018 | 10:05
Settinginformationen lesen, Grundwissen über Länder, Sitten, Götter und so weiter.

Ich finde das als SL unendlich1 anstrengend, wenn ich immer sagen muss: "Vor euch steht ein XYZ (kurzer Exkurs, was das ist und welche Bedeutung das in der Spielwelt hat), der euch einem festen Händedruck begrüßt (kurzer Exkurs, warum das ungewöhnlich ist)...."

Spieler müssen nicht alles lesen, aber eine Grundlage muss es geben, damit wir in einer gemeinsamen Phantasiewelt mit definierten Grenzen spielen können.

Natürlich habe ich auch schon Heartbreaker gesehen, die einen Umfang habe, dass die Nationalbibliothek wegen überfüllen schließen würde. Aber das meine ich nicht, sondern vielleicht mal 20-40 Seiten lesen. Und dazu die eigenen Spezialgebiete.

1 Mimimi!
Ah OK. Dankeschön für die Erklärung ! :)
Für den eigenen SC machen Spieler doch idR. schon bei der Figurenerschaffung.
Quasi nachlesen, was für einen Typ sie spielen.

MEn. können sich Spieler zwar auch in das ganze Setting einlesen. (Machen bei uns auch manche.)
Aber so eine Welt lässt sich auch ganz gut über das Spiel selbst kennenlernen. Ich glaube, das schimpft sich "Erkundung".
Ne grobe Beschreibung muss am Anfang klar da sein.
Zur Orientierung. Aber Detailwissen ergibt sich,  zumindest mEn. auch oft mit der Zeit.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: bobibob bobsen am 30.11.2018 | 10:06
Zitat
Falls du mal wieder nicht antwortest, muss ich wohl raten:

Kannst du mal ein Beispiel bringen wann ich nicht geantwortet habe. Ansonsten ziehe ich meine Konsequenzen daraus. 

Zur Vorbereitung als Beispiel:

Die SC kommen in eine Stadt in der gerade ein Fest abgehalten wird. Wie sieht das Fest aus? Was ist vielleicht verboten? Was wid gefeiert? Trifft man vielleicht auf einen NSC den man schon vorher kennen gelernt hat? Wie lange dauert das Fest? Passiert auf dem Fest etwas Unvorgesehenes?
Das sind alles Fragen die die Spieler selbst vorbereiten können und auch sollen. Nur weil du bisher noch auf keine Gruppe getroffen bist die das so macht, die Schlussfolgerung zu ziehen das es die nicht gibt finde ich Mutig. Aus Zeitgründen ist das für mich gar nicht anders Möglich (ich bin in 4 Gruppen die SL und habe ca. 2-3 Termine in der Woche).
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Issi am 30.11.2018 | 10:12
Und Zack! Der Spieler hat seine Rolle vorbereitet und ist damit vorbereitet!
Ja eben.
Jetzt erzählt mir nicht, dass es SPL gibt, die ihre eigene Rolle nicht kennen. .... wtf?
Am Anfang Ok. Da kann das sein. Aber nach ein paar Sitzungen sitzt die doch idR.
Zumindest "wie will ich sie spielen?"

Was halt ein Knackpunkt sein könnte, wären Regeln.
Was kann sie? Wie wende ich das an?
Das würde mich auch nerven, wenn SPL das nach unzähligen Abenteuern immer noch nicht interessiert.

Hatte ich zum Glück noch nicht.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: 6 am 30.11.2018 | 10:21
Ja eben.
Jetzt erzählt mir nicht, dass es SPL gibt, die ihre eigene Rolle nicht kennen. .... wtf?
Ich brauche das nicht. Du hast behauptet Spieler würden sich nicht vorbereiten. Also eigentlich musst Du mir erklären wie Du auf solche Ideen kommst bzw.wieso Du der Meinung bist Charaktererstellung und in die Rolle einfinden keine Vorbereitung wäre.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Noir am 30.11.2018 | 10:25
Jetzt erzählt mir nicht, dass es SPL gibt, die ihre eigene Rolle nicht kennen. .... wtf?

Das kommt jetzt grundsätzlich auf die Definition von "Rolle nicht kennen" an. Aber ich denke schon, dass es viele Spieler gibt, die so sind. Meine Freundin zum Beispiel interessiert sich für ihre Rolle eigentlich gar nicht. Die mag die Geschichte, die erzählt wird und findet "Monster umwürfeln" geil. Für sie macht es vermutlich überhaupt keinen Unterschied, ob sie eine Runde Zombicide oder eine Runde D&D spielt. Wenn man sie fragt was sie spielen will - egal in welchem Spiel oder Rollenspiel - dann antwortet sie immer das gleiche: "Was mit ner großen Axt." oder "Einer der draufhauen kann."

Regeln kann sie nicht. Lernt sie während des Spiels. Die verinnerlicht sie sehr schnell und kann sie dann am Spieltag selbst auch anwenden. Aber man kann sich sicher sein, dass sie die Hälfte davon beim nächsten Spieltag schon wieder vergessen hat.

Das ist schon schade.

Aber sie mag es mit dabei zu sein und sie mag die Zeit mit mir und mit den Freunden und am Tisch selbst ist sie dann mitunter auch ein Gewinn. Sitzt also nicht nur da und sagt nichts ... sie macht schon mit ... aber eher als sie selbst ... und nicht als Rolle.

Ich glaube schon, dass es viele solcher Spieler gibt. Da muss man dann als Spielleiter eben entscheiden, was einem wichtiger ist.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Issi am 30.11.2018 | 10:25

Zur Vorbereitung als Beispiel:

Die SC kommen in eine Stadt in der gerade ein Fest abgehalten wird. Wie sieht das Fest aus? Was ist vielleicht verboten? Was wid gefeiert? Trifft man vielleicht auf einen NSC den man schon vorher kennen gelernt hat? Wie lange dauert das Fest? Passiert auf dem Fest etwas Unvorgesehenes?
Das sind alles Fragen die die Spieler selbst vorbereiten können und auch sollen. Nur weil du bisher noch auf keine Gruppe getroffen bist die das so macht, die Schlussfolgerung zu ziehen das es die nicht gibt finde ich Mutig. Aus Zeitgründen ist das für mich gar nicht anders Möglich (ich bin in 4 Gruppen die SL und habe ca. 2-3 Termine in der Woche).
Erstmal Danke, für die ausführliche Erklärung.
So verstehe ich dich besser. Und so etwas Ähnliches hatte ich auch erwartet.
Aus meiner Sicht machen deine Spieler hier viele Dinge, die klassischerweise der SL macht.
Ohne diese Erklärung für deine Antwort, hätte man das nämlich nur schwer einordnen können.
Jetzt kann ich das.
Und verzeih mir bitte die kleine Provokation.
Aber "Ich mach das anders" (Erklärung fehlt) - ist für mich keine vollständige Kommunikation.

Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Issi am 30.11.2018 | 10:31
Ich brauche das nicht. Du hast behauptet Spieler würden sich nicht vorbereiten. Also eigentlich musst Du mir erklären wie Du auf solche Ideen kommst bzw.wieso Du der Meinung bist Charaktererstellung und in die Rolle einfinden keine Vorbereitung wäre.
Lassen wir die Wortspielchen.
Ich mag den Strang des Lords nicht unnötig strapazieren.
Daher nur kurz:Nach meinem Empfinden würde ich einen Charaktereinstieg von normaler, routinemässiger Vorbereitung abgrenzen wollen. :)
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Luxferre am 30.11.2018 | 10:34
Ich habe nichts gegen Vorbereitung solange sie nicht ins harte Eisebahnfahren abdriftet. Ich habe schon so einige SL "genießen" dürfen die rechts und links ihrer Vorbereitung nichts zugelassen haben.

+

Es gibt viele Fälle, wo Improvisation durch gute Vorbereitung erst möglich wird ...

Zu beidem +1  :d

Für mich als SL bedeutet Vorbereitung:

- ich kenne mein Setting!

- Settinginformationen aufbereiten und planen, diese zu gegebener Zeit zu verteilen
- Plothooks ausdenken, sammeln und aggregieren
- Plotpoints aufbauen und dabei offen bleiben für den vielen Input der werten Spielerschaft
- NSC vorbereiten (und dabei keine Mary Sues erschaffen!) -> Plotrelevanz, Motivation, Wesenszüge, erste grobe Werte
- Gegnerwerte vorbereiten (unmittelbare Gegner, aber auch schon spätere ... spart dann Zeit)
- kleinere Schienen legen, auf denen die Reise der SC an Fahrt gewinnen kann (persönliche Einbindung der SC Hintergründe mit Vorgabe einer klaren Richtung, in die sich das entwickeln wird)

Improvisation passiert dann im Spiel. Ich verknüpfe meine Ideen mit denen der Spieler und lass dann laufen. Dafür bereite ich wirklich viel vor (nnenen wir es mal "viel Kontext"), weil ich natürlich spontan auch ungeplante NSC auftauchen lassen könnte, diese brauchen aber eine gewisse Plausibilität und eine konkrete Einbindung in den Gesamtkontext. Wenn ich ein Setting, das Abenteuer und das Spiel komplett improvisiere, dann kann das nicht klappen. Und ich bin mal so frei zu behaupten, dass SL, die nur den gröbsten Rahmen abstecken und darin frei und wild herumspontaneisieren das nicht für meine Ansprüche ausreichend auf die Reihe bekommen.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: 6 am 30.11.2018 | 10:40
Lassen wir die Wortspielchen.
Ich mag den Strang des Lords nicht unnötig strapazieren.
Daher nur kurz:Nach meinem Empfinden würde ich einen Charaktereinstieg von normaler, routinemässiger Vorbereitung abgrenzen wollen. :)
Aber hier im Thread wird genau diese Abgrenzung auf SL-Seite negiert. Gerade Worldbuilding mit samt Relationmaps und NSC-Erstellung wird dabei als fundamentale Grundausstattung auf SL-Seite hier im Thread gepriesen. Warum sollte daher die Vorbereitung des eigenen Charakters als wichtigstes Werkzeug der Spieler da abgegrenzt werden?
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Issi am 30.11.2018 | 10:44
@
Data
Das ist ja Causual Gaming in Reinkultur!  :D
(Fände ich jetzt nicht schlimm)

Wenn die Runde ausschließlich aus CG bestehen würde, dann könnte es da vermutlich  eher ein Problem geben.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Deep_Impact am 30.11.2018 | 10:45
Für den eigenen SC machen Spieler doch idR. schon bei der Figurenerschaffung.

Ja? Ist das so? Wenn man den Spielern das Regelwerk und Settingbände überlässt, wird vielleicht der eine oder ander tun. Aber ich glaube, dass etliche sich auch anhand der Features und des ersten Eindrucks entscheiden.

Hier kommt natürlich ein starker Unterschied, ob ich Fate oder D&D4 bzw. ein generisches EDO-Fantasysetting oder ein exotisches Nischesgenre mit Twist spiele.

Ich schließe mich da nicht aus: Früher habe ich mich da auch mehr mit beschäftigt, jetzt ist es oftmals so, dass ich sage: Erstmal schauen, ob es mir zusagt und dann beschäftige ich mich mit den Details.

Nein, für mich stimmt das eigentlich nicht.... Aber mehr erwarte ich von keinem Spieler.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Issi am 30.11.2018 | 10:55
Aber hier im Thread wird genau diese Abgrenzung auf SL-Seite negiert. Gerade Worldbuilding mit samt Relationmaps und NSC-Erstellung wird dabei als fundamentale Grundausstattung auf SL-Seite hier im Thread gepriesen. Warum sollte daher die Vorbereitung des eigenen Charakters als wichtigstes Werkzeug der Spieler da abgegrenzt werden?
Der Einstieg in einen Charakter  (Wer ist er?  Wie ist er?  Was ist sein Hintergrund  etc.? ) ist für den SPL selbstverstaendlich Vorbereitung , nur keine routinemässige.
Das muss er sich  nicht immer wieder vor jedem Abenteuer jeder Kampagne immer wieder neu ausdenken.
Darum ging es mir.



Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: 6 am 30.11.2018 | 11:01
Der Einstieg in einen Charakter  (Wer ist er?  Wie ist er?  Was ist sein Hintergrund  etc.? ) ist für den SPL selbstverstaendlich Vorbereitung , nur keine routinemässige.
Das muss er sich  nicht immer wieder vor jedem Abenteuer jeder Kampagne immer wieder neu ausdenken.
Darum ging es mir.
Worldbuilding und NSC-Erstellung mit samt Relationmaps brauchst auch nicht vor jedem Abenteuer machen. Aber um uA genau diese Vorbereitung geht es hier im Thread.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: nobody@home am 30.11.2018 | 11:05
Der Einstieg in einen Charakter  (Wer ist er?  Wie ist er?  Was ist sein Hintergrund  etc.? ) ist für den SPL selbstverstaendlich Vorbereitung , nur keine routinemässige.
Das muss er sich  nicht immer wieder vor jedem Abenteuer jeder Kampagne immer wieder neu ausdenken.
Darum ging es mir.

Nun, auch die Spielleitung muß nicht vor jedem Abenteuer das komplette Setting von Grund auf neu erfinden. ;)

Aber ein entsprechendes Gegenstück an "Dazwischen-Vorbereitung" kann man mMn durchaus auch von den Spielern erwarten. Und sei's bloß, daß sie die letzte Sitzung noch mal in Ruhe Revue passieren lassen und sich überlegen, wie sich diese letzten Erlebnisse auf ihren Charakter auswirken könnten.

Und dann gibt's daneben auch noch den Spielertyp "ich bastle mir erst mal eine Werte- und Ausrüstungssammlung zusammen, Persönlichkeit folgt später, legen wir erst mal los". Der kann dann natürlich schlecht gleichzeitig behaupten, daß sein Charakter nach der allerersten Erschaffungssitzung wirklich schon fertig wäre... 8]
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Issi am 30.11.2018 | 11:07
Ja? Ist das so? Wenn man den Spielern das Regelwerk und Settingbände überlässt, wird vielleicht der eine oder ander tun.
Hm  Ok,  verstehe glaube ich, was du meinst.
Es gibt auch Spieler die lesen nicht gerne oder haben nicht so viel Zeit dazu.
Ich habe mir deshalb angewöhnt, den Spielern mündlich grobe Infos zu ihrem Figuren Typ zu geben. Oder am Anfang Fragen zu beantworten. Machen die meisten SL die ich kenne. Oder die Infos aufzubereiten a la : Hier lies mal diese kurzen Abschnitt, da steht das wichtigste drin.

Problem:Nicht jeder Spieler kauft sich gleich sämtliche Settingsbeschreibungen. Als SL hat man die eher verfügbar..
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Issi am 30.11.2018 | 11:19
Worldbuilding und NSC-Erstellung mit samt Relationmaps brauchst auch nicht vor jedem Abenteuer machen. Aber um uA genau diese Vorbereitung geht es hier im Thread.
Nicht vor jeder Sitzung. Bzw. innerhalb  derselben Kampagne. Klar, da gebe ich dir Recht. Da profitiert man von dem was man vorbereitet hat.
Aber sobald die Gruppe reist, sich die Örtlichkeiten, NSC und Plots ändern, muss der SL wieder neu Arbeit reinstecken.
Und Worldbuilden.

Wenn eine Figur vom 1 in den 6 Grad gespielt wurde,  hat sich der Spieler einmal ihren Hintergrund ausgedacht, und zwischenzeitlich vielleicht hier und da kleine Veränderungen vorgenommen.
In der Zwischenzeit hat der SL vielleicht ganze Städte und Dörfer bevölkert, Landstriche geformt, Politische Situationen entworfen etc.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: 6 am 30.11.2018 | 11:34
Nicht vor jeder Sitzung. Bzw. innerhalb  derselben Kampagne. Klar, da gebe ich dir Recht. Da profitiert man von dem was man vorbereitet hat.
Aber sobald die Gruppe reist, sich die Örtlichkeiten, NSC und Plots ändern, muss der SL wieder neu Arbeit reinstecken.
Und Worldbuilden.
Es sei denn auch das hätte er bereits gemacht. Btw. Von Plot war nicht die Rede. Wenn Du das Eingangsposting nochmal liest, siehst Du, dass Vermi von den Vorzügen der Vorbereitung zur Plotentwicklung spricht. also der Vorteil der Vorbereitung, um überhaupt einen passenden Plot oder Anfangssituation (!) zu entdecken und entwickeln.
Aber davon Mal ab: Natürlich muss der SL häufig noch weitere Arbeit in die Vorbereitung vor einem Abenteuer stecken. Das entwertet aber nicht das vorbereitete Fundament. Gerade die Vorbereitung dieses Fundamentes ist extrem wichtig für die weiteren Vorbereitungen.
Also nochmal zurück, damit wir uns nicht verzetteln: Auch für gute Spieler sollte Vorbereitung eine Selbstverständlichkeit sein
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Issi am 30.11.2018 | 11:56
Also nochmal zurück, damit wir uns nicht verzetteln: Auch für gute Spieler sollte Vorbereitung eine Selbstverständlichkeit sein
Ja, natürlich, wenn man SC ausarbeiten (Persönlichkeit, Hintergrund), Regeln kennenlernen mit reinzählt, dann gehört das klar dazu.
Ich wollte nicht auf ein "Spieler müssen gar nichts tun, und sich nur Bespassen lassen", hinaus.
Sondern eher auf ein "wenn die Figur erstmal läuft (sie kennen Charakter und Regeln), haben Spieler kaum noch Vorbereitung nötig ".
Bzw.  viel weniger als ein SL.

Edit.  Wichtige Frage.
An SL die von ihren Spielern erwarten, dass sie sich ins System bzw. Setting einlesen.: Hat da jeder in der Gruppe extra alle notwendigen Bücher gekauft? Damit er sich Zuhause damit beschäftigen kann?
Bzw. wird erwartet, dass sie das tun?
Ansonsten braucht nämlich der SL jede Menge Exemplare oder muss Kopien davon an die Spieler verleihen.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: 6 am 30.11.2018 | 12:03
Darauf können wir uns einigen. :)
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: bobibob bobsen am 30.11.2018 | 12:10
Zitat
Erstmal Danke, für die ausführliche Erklärung.
So verstehe ich dich besser. Und so etwas Ähnliches hatte ich auch erwartet.
Aus meiner Sicht machen deine Spieler hier viele Dinge, die klassischerweise der SL macht.
Ohne diese Erklärung für deine Antwort, hätte man das nämlich nur schwer einordnen können.
Jetzt kann ich das.
Und verzeih mir bitte die kleine Provokation.
Aber "Ich mach das anders" (Erklärung fehlt) - ist für mich keine vollständige Kommunikation.

Ich bin immer für Kritik zu haben, solange man höflich bleibt. Wo ich jetzt nicht geantwortet habe, bis du mir aber schuldig geblieben.
 Zum Thema
Das kann man auch bei ganz klassischer Rollenverteilung praktizieren:

Als Beispiel:

Dem SC ist etwas Schreckliches /Tolles passiert und nun forder die SL den Spieler auf doch zu erläutern was er jetzt daraus macht, ob er sich neue Ziele setzt, Ob er einen NSC zu seinem Gegner erklärt oder einem Freund dem er auch aus Schwierigkeiten holt etc. Würde das als Charakterentwicklung bezeichnen bei der Spieler und SL die zukünftige Geschichte skizzieren. Wenn man gern mit Überraschungen arbeitet kann die Ausgestalltung von mir aus auch gern in den Händen der SL bleiben. Aber eine grobe Orientierung ist schon nett. Das Risiko das Sl und Spieler eine unterschiedliche Wahrnehmung der Szene kommt durchaus vor.
Ich vermute das geschieht in vielen Runden, wenn auch nicht bewußt/geziehlt.
Immer vorausgesetzt man plant einen längeren Zyklus.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Suro am 30.11.2018 | 12:12
@Wichtige Frage: Ich habe das zwar nicht gefordert, kann aber sagen, wie ich das mache: Ich stelle meist aus den Pdfs, die ich so habe - und wenn es gibt mit Links zu einer entsprechenden Wiki -, einen "Primer" für die Spieler zusammen, den ich dann - manchmal auch mit Zusatzinformationen, die für den individuellen Spielerhintergrund relevant sind - digital verteile. Ich fürchte, bei diesen Vorgehen gibt es aber zumindest theoretisch ein paar urheberrechtliche Schwierigkeiten :p

Nur grundsätzlich zum Thema: Ja, (die richtige) Vorbereitung ist auch gerade bei improvisationslastigem Spiel sehr nützlich; ich bin aber leider trotzdem sehr faul, was das angeht.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Issi am 30.11.2018 | 12:28
Das kann man auch bei ganz klassischer Rollenverteilung praktizieren:

Als Beispiel:

Dem SC ist etwas Schreckliches /Tolles passiert und nun forder die SL den Spieler auf doch zu erläutern was er jetzt daraus macht, ob er sich neue Ziele setzt, Ob er einen NSC zu seinem Gegner erklärt oder einem Freund dem er auch aus Schwierigkeiten holt etc. Würde das als Charakterentwicklung bezeichnen bei der Spieler und SL die zukünftige Geschichte skizzieren. Wenn man gern mit Überraschungen arbeitet kann die Ausgestalltung von mir aus auch gern in den Händen der SL bleiben. Aber eine grobe Orientierung ist schon nett. Das Risiko das Sl und Spieler eine unterschiedliche Wahrnehmung der Szene kommt durchaus vor.
Ich vermute das geschieht in vielen Runden, wenn auch nicht bewußt/geziehlt.
Immer vorausgesetzt man plant einen längeren Zyklus.

Ja, da gebe ich Dir Recht.- Es ist gut wenn der SL über die Wünsche und Ziele der Spieler informiert bleibt. Und um das zu sein, sollten die Spieler sie natürlich äußern.
Das hätte ich jetzt z.B. irgendwie nicht zur "Vorbereitung" im klassischen Sinne gezählt, sondern zum ganz normalen Gedanken -Austausch.
Also das, was man sowieso nach oder vor einer Sitzung zusammen macht.
Das ist quasi der Stoff, den der SL dann für seine Vorbereitung verwenden kann.

Bei euch liegt das alles (Setting- Gestaltung) vermutlich noch etwas mehr in Spielerhand, als klassischerweise.
Aber ein: Das will meine Figur, das hat meine Figur vor, das würde ich mir für meine Figur vom SL wünschen.- Kenne ich auch.

@
Suro
Danke.... :D, die Antwort war jetzt sehr mutig von Dir.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Arldwulf am 30.11.2018 | 13:35
Edit.  Wichtige Frage.
An SL die von ihren Spielern erwarten, dass sie sich ins System bzw. Setting einlesen.: Hat da jeder in der Gruppe extra alle notwendigen Bücher gekauft? Damit er sich Zuhause damit beschäftigen kann?
Bzw. wird erwartet, dass sie das tun?
Ansonsten braucht nämlich der SL jede Menge Exemplare oder muss Kopien davon an die Spieler verleihen.

Alle Bücher zu kaufen ist nicht nötig, aber die Spieler sollten alle für ihren Charakter nötigen Regeln (z.B. Wie ihre Zauber oder sonstigen Fähigkeiten funktionieren) vor sich haben. Bei der Runde selbst will ich eigentlich möglichst kein Nachschlagen in Büchern haben. Versuch ich aber auch als SL möglichst zu vermeiden und mir alles wichtige im SL Schirm zu notieren.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Coltrane am 30.11.2018 | 13:50
@Wichtige Frage: Ich habe das zwar nicht gefordert, kann aber sagen, wie ich das mache: Ich stelle meist aus den Pdfs, die ich so habe - und wenn es gibt mit Links zu einer entsprechenden Wiki -, einen "Primer" für die Spieler zusammen, den ich dann - manchmal auch mit Zusatzinformationen, die für den individuellen Spielerhintergrund relevant sind - digital verteile. Ich fürchte, bei diesen Vorgehen gibt es aber zumindest theoretisch ein paar urheberrechtliche Schwierigkeiten :p


Das ist doch ne prima Vorgehensweise. In der Tat überlege ich grade ein ähnliches Vorgehen für mich, allerdings oldschool mit Fotokopierer und Prittstift. Zum Beispiel ein Zauberdossier bei DnD zu erstellen bei dem die Zauber nach Graden und Klassen sortiert sind, so dass besonders neue Spieler schnell einen Überblick bekommen können, was Sache ist und sich dann entsprechend orientieren können.

Grundsätzlich finde ich, dass Vorbereitung nicht schadet und wichtig ist. Eben auch besonders, wenn man viel improvisiert, weil man so über ein grundlegendes Vokabular verfügt mit dem man spielen kann.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Vasant am 30.11.2018 | 22:18
Danke für den Thread, Vermi. :) Tut auch ganz gut, das zu lesen. Aus der "Als guter Spielleiter ist man über langweiliges Vorbereiten sowieso erhaben und improvisiert alles"-Phase bin ich ja zum Glück sowieso schon raus, aber es ist auch ganz interessant, zu lesen, wie bei euch die Ideen so reifen.
Das trägt jetzt nicht viel zum Thema bei – sorry dafür – aber ich find's einfach sehr schön, immer mal wieder einen Erkenntnisgewinn durch das Lesen im Tanelorn zu haben, ohne das Gefühl zu haben, jetzt von irgendeinem Extrem oder einem Trend zum nächsten zu hüpfen.
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Weltengeist am 1.12.2018 | 07:10
Eigentlich ist hier ja schon alles gesagt worden, was ich auch gesagt hätte: Vorbereitung ja, Improvisation auch ja. Beides wichtig. Es gibt Ideen, die wären mir einfach nicht "auf die Schnelle" gekommen. Und es gibt Ideen, die ergeben sich aus der veränderten Situation am Spieltisch. Auf beides möchte ich nicht verzichten müssen.

Vielleicht als echter Beitrag noch ein Satz, den ich mal vor Jahren von Rudi Carrell (einem perfektionistischen Vorbereiter) gehört habe:
"Um im Notfall ein Ass aus dem Ärmel ziehen zu können, hilft es, beizeiten eins reingetan zu haben."
 :d
Titel: Re: Warum Vorbereitung wichtig ist
Beitrag von: Skasi am 7.12.2018 | 10:33
Ist hier zwar schon etwas ruhiger geworden, aber ich muß auch kurz zustimmen. Weil ich gerade auch einen solchen "Das isses!"-Moment hatte.

Am Ende unserer letzten Runde Blades in the Dark haben sich allen Ernstes 4 Aufhänger für weitere Verwicklungen ergeben. Das fand ich ja schon großartig.
Nun habe ich einige Zeit auf einem der Punkte rumgedacht und mir ist etwas Brauchbares dazu eingefallen. Nicht nur passt es logisch in die Reihe, es ist zudem auch mal was Neues für diese Runde und ich kann es wunderbar mit Zeug verknüpfen, das ich gaaaanz am Anfang mal so hingesponnen habe.
Wenn die Spieler hier nicht mitlesen (Hallo Antariuk! :) ), könnten sie sogar fast glauben, ich hätte das alles von Anfang an so geplant ;)
Und diese Vorbereitung jetzt hilft mir später dabei, spontan auf Spieler-Eingaben zu reagieren.