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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Ein Dämon auf Abwegen am 21.01.2020 | 11:07
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Ich hab gestern auf Youtube ein Video über Spellpunkte in DnD 5E gesehen und der Macher schien nicht wirklich überzeugt von dem Konzept, und schien sich generell nicht wirklich mit der Idee von Spellpunkten anfreunden zu können und sie im Vergleich zu Spellslots zu unhandlich zu empfinden.
Das führt mich gibt zu der Frage: gibt es in den USA eigentlich irgend ein einigermaßen verbreitestes System das ein "Manasystem" benutzt?
Ich mein hier in Deutschland kennen wir das von DSA, aber die großen US Mainstream Systemen die ich gespielt hab (DnD, SR, WOD) benutzt keins sowas.
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Savage Worlds benutzt welche, aber das ist sicher nicht das einzige.
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Das Standardmagiesystem von GURPS läuft über Fatigue aber auch Energy Reserve.
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Die Abneigung gegen Spellpoints kann auch sein, dass damit schnell die Powerlevel verschieben wenn man mal so einfach statt X Stufe 1 Effekten mal einen Stufe X Effekt machen kann.
"Spellpoints" in (A)D&D gab es uebrigens schon bei der Psionik.
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RuneQuest und damit die meisten BRP-Spiele, die überhaupt Magie verwenden, macht das schon ewig. Allerdings ist der MP-Vorrat normalerweise recht eng begrenzt (<= POW-Attributswert, der für so was wie Menschen normalerweise mit 3W6 ausgewürfelt wird), so daß für einzelne Zauberer auch mit dieser Methode schon nach ein, zwei entsprechend teuren Sprüchen erst mal für einen halben Tag oder so Schluß sein kann.
Und ein noch älteres Beispiel ist natürlich Tunnels & Trolls (Jahrgang 1975...), wo Magie ursprünglich einfach Stärkepunkte verbraucht hat und eine der Hauptänderungen über die Editionen wohl darin bestanden haben soll, daß dafür irgendwann ein anderes Attribut zuständig war, damit nicht alle Zauberer automatisch auch als Muskelberge daherkommen. ;) Also, nein, Magiepunktsysteme gab's auch auf dem amerikanischen Markt fast schon von Anfang an und Jahre vor dem ersten originär deutschen Rollenspiel überhaupt.
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WoD benutzt doch Blutpunkte, Gnosispunkte, Quintessenzpunkte, whatever, um für magische Effekte zu bezahlen... warum siehst du das nicht als Manasystem?
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Danke für die Antworten. Hatte auch nicht angenommen das es das garnicht gibt (ich mein die Mechanik ist ziemlich offensichtlich), und mehr ob es wirklich verbeitetete Systeme gibt die das nutzen.
Die Abneigung gegen Spellpoints kann auch sein, dass damit schnell die Powerlevel verschieben wenn man mal so einfach statt X Stufe 1 Effekten mal einen Stufe X Effekt machen kann.
"Spellpoints" in (A)D&D gab es uebrigens schon bei der Psionik.
Weiß ich, es gab mWn auch bei DnD 3.5 igendwo (ich glaub im Unearth Aracana) Optional Regeln für Spellpunkte, das war aber beiden nie so richtig beliebt.
Ich glaub das Problem bei DnD ist halt, daß das Systhem um die Slots rum designed wurde und mit Spellpunkten müsste man das vermutlich anders angehen (sprich es dürfte keine Zauber geben die zu mächtig für niedere oder zu schwach für hohe Level sind).
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Teilweise hat ja die 5e auch schon Spruchpunkte (z.B. beim Sorcerer mit seinen Sorcery Points), bei einem Spellpointsystem muesste man solche Sonderfaelle dann auch nochmal beruecksichtigen. Nicht dass ein Sorcerer mit Sorcery Points danach vielleicht noch schlechter/unflexibler aufgestellt ist als der Rest.
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Klassische pseudo-Vance-Magie a la D&D hat halt den Vorteil, daß sie genaugenommen weniger ein spezielles Magie- als eine Variation des Ausrüstungssystems ist: egal, ob's nun um ein Seil oder einen Feuerball geht, die Frage ist in beiden Fällen "Ja, hast du das denn auch dabei?". Ist für den Designer natürlich einfacher zu handhaben, als sich zwei separate Ansätze aus den Fingern saugen und die dann noch gegeneinander ausbalancieren zu müssen. ;)
Und natürlich ist speziell auf dem US-Markt D&D nach wie vor der Platzhirsch. Da hab' ich online schon offene Anzeigen für "5. Edition"-Rollenspielrunden gesehen, bei denen gar keine weitere Systemangabe dabeistand, weil das "D&D" dazu schon als ganz selbstverständlich vorausgesetzt wurde...mach' das mal hier bei uns, wo neben D&D und DSA noch mindestens zwei andere halbwegs populäre Systeme (Shadowrun und Call of Cthulhu) auch schon längst ihre fünfte Edition erreicht bzw. sogar schon hinter sich gelassen haben.
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Palladium ... Rifts/Megaverse
WW/OP ... Exalted, Vampire
Chaosium... CoC
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Wie verbreiterte ist The Dark Eye (DSA) inzwischen dort? Und wie unterschiedlich die Spieler so sind, ich mag Magiepunkt auf jeden Fall viel lieber als Spellslots.
LG
Clagor
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Rolemaster
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Dragon und Fantasy AGE haben Manapunkte statt Spellslots. Viele Ideen, die in D&D5e so populär sind, waren bereits 5 Jahre vorher in Dragon AGE zu finden.
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5E hat Ideen ?
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Mein Eindruck ist, dass die eine oder andere Form von Manapunkten eigentlich auch in den US die Regel sind, wenn man rein nach Zahl der Systeme geht - mir fällt eigentlich außer D&D und Derivaten (und Shadow of the Demon Lord) auch auf Englisch kein System ein, dass Magie nicht auf die eine oder andere Weise über eine Punkteförmige Ressource regelt.
D&D in seinen verschiedenen Inkarnationen ist wohl nur so vorherrschend und wird von vielen Spielern so ausschließlich als einzig wahres Rollenspiel betrachtet, dass sie grundsätzlich andere Herangehensweisen bei anderen Rollenspielen halt "total komisch" finden.
Ich persönlich kapiere ja nicht, wie man Spell Slots (bei denen man immer eine fette Tabelle vor sich hat und Sprüche mit Namen einzeln verwalten muss) unkomplizierter finden kann, als einfach für jeden gesprochenen Spruch ein paar Punkte abzustreichen ...
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Ich persönlich kapiere ja nicht, wie man Spell Slots (bei denen man immer eine fette Tabelle vor sich hat und Sprüche mit Namen einzeln verwalten muss) unkomplizierter finden kann, als einfach für jeden gesprochenen Spruch ein paar Punkte abzustreichen ...
...oder gleich ein System zu verwenden, in dem der Begrenzte-Ressourcen-Ansatz beim Thema Magie erst gar nicht groß zur Anwendung kommt. Das kann da seinen Nutzen haben, wo es vom Setting oder einfach vom Spielgefühl her keinen rechten Sinn ergibt, daß einem Magier plötzlich mittendrin der "Saft" ausgehen können soll (insbesondere, wenn das anderen Charakteren so normalerweise auch nicht passiert).
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Wie schon gesagt wurde:
Das gesamte Psionics System in D&D 3.5 beruhte auf "Power Points".
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Mein Eindruck ist, dass die eine oder andere Form von Manapunkten eigentlich auch in den US die Regel sind, wenn man rein nach Zahl der Systeme geht - mir fällt eigentlich außer D&D und Derivaten (und Shadow of the Demon Lord) auch auf Englisch kein System ein, dass Magie nicht auf die eine oder andere Weise über eine Punkteförmige Ressource regelt.
Shadowrun arbeitet mit Erschöpfung und WoD ist mMn auch nicht so wirklich mana basiert.
Ich persönlich kapiere ja nicht, wie man Spell Slots (bei denen man immer eine fette Tabelle vor sich hat und Sprüche mit Namen einzeln verwalten muss) unkomplizierter finden kann, als einfach für jeden gesprochenen Spruch ein paar Punkte abzustreichen ...
Ich auch nicht, zumal man bei DnD ja eh auch trefferpunkte in ähnlichen mengen hat, und die zu verwalten ja auch kein Problem darstellt.
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5E hat Ideen ?
Zumindest damals als noch 3.5 und Pathfinder, die heiligen D&D-Grale waren, empfand ich das entschlackte und kohärente System von Dragon AGE als das bessere D&D. Die Manapunkte statt dieser Spell Slot Tabelle, fand ich weitaus angenehmer, da du selber entscheiden kannst, welche Zauber du wie oft anwendest.
D&D5 wurde auch entschlackt, aber an den falschen Stellen und so sind leider nur die langweiligen Teile übrig geblieben.