Zusammenfassung 2020-05-14
Ort: Wald der Königin; Blauwasser
Nachdem die Gruppe Lîpenhus an Bord der „Möwe“ verlassen haben, führt sie ihre Fahrt den Fluss hinunter bald durch den Wald der Königin. Alle vertreiben sich die Zeit auf ihre Weise. Aithne kommt langsam mit der Übersetzung des Buchs der Schuppen voran. Eine erste Erkenntnis ist, dass die vier Perlen die Essenz der vier Drachenherrscher enthalten sollen, die dort hineingegossen wurden. Vidrak hilft bei der Entzifferung eines im Echsenalphabet verfassten Pergaments, das Aithne aus der Bibliothek der Athene mitgenommen hat. Kabes spielt mit der Besatzung Karten und gewinnt etwas Silber, muss aber sein gezinktes Kartenspiel über Bord werfen, um nicht erwischt zu werden. Octavian gelingt es, jeden Seemann, der gegen ihn antritt im Armdrücken zu besiegen. Athene, die er damit beeindrucken will, zeigt jedoch kein Interesse. Garou hingegen ist von diesem Beispiel menschlichen Balzverhaltens fasziniert und führt seinerseits den Balztanz seiner Spezies vor. Octavian hält es für eine gute Idee, diesen Tanz ebenfalls zu erlernen und beginnt, die dafür notwendigen Flügel zu nähen.
Heimische Bären haben Garou bereits davon berichtet, dass im Wald menschliche Geister ihr Unwesen treiben sollen, und als das Schiff am Abend es zweiten Tages an einem kleinen, von Palisaden umgebenen Dorf vor Anker geht, berichten auch die Menschen des Dorfes und der Umgebung, dass gelegentlich Leute verschwinden und im Wald unheimliche Lichter zu sehen seien. Octavian lässt sich vom Wirt teure Weißdornäste andrehen, die angeblich gegen Wiedergänger und ähnliches helfen sollen. In der nächsten Nacht springt ein wie hypnotisiert wirkender Matrose über Bord. Kabes hat noch vergeblich versucht, ihn davon abzuhalten. Auch Shad'Tar kommt schnell hinzu und springt dem bereits versunkenen Mann hinterher. Im Wasser ergreift er den Matrosen, wird dann aber von einer aus der Tiefe emporgestreckten, skelettierten Hand ergriffen und nun ebenfalls hinabgezogen. Garou ist mittlerweile auch an Deck erschienen; er stößt Kabes ins Wasser und wirft ihm ein Seilende hinterher. Mit diesem taucht Kabes den beiden Versunkenen hinterher und bindet Shad'Tar daran fest. Allen gelingt es, dem Sog in die Tiefe zu entkommen. Kabes verliert dabei jedoch seine Geldbörse, von der er auch am nächsten Morgen nur wenige Münzen wiederfindet.
Am nächsten Tag fährt die Möwe weiter den Fluss hinab. Garou fliegt voraus und kann so rechtzeitig eine Barrikade auf dem entdecken, die von bewaffneten Männern und Frauen gehalten wird. Die Mannschaft bereitet sich auf einen Kampf vor, dem Kapitän gelingt es jedoch, diesen abzuwenden und mit einigen Nahrungsmitteln die Durchfahrt zu erkaufen. Bald darauf verlässt das Schiffe den Wald der Königin und gegen Abend erreichen sie die kleine Stadt Blauwasser die an der Mündung in einen größeren See gelegen ist. Hier stauen sich viele Schiffe, deren Weiterfahrt, wie die Gruppe bald erfährt, dadurch verhindert ist, dass drei Oger eine kleine Insel direkt vor der Mündung besetzt halten und sie nicht passieren lassen. Diese Oger, zwei männliche und ein weiblicher, haben auf dieser Insel ein Nonnenkloster in Beschlag genommen und versenken Schiffe, die passieren wollen, mit großen Felsbrocken. Es wird lange diskutiert, wie mit der Situation umgegangen werden soll. Schlussendlich einigt man sich jedoch auf einen Angriff im Schutz der Nacht. Das Betreten der Insel erweist sich als schwierig, gelingt aber und die Oger werden im anschließenden Kampf, vorwiegend durch den Einsatz von Kabes und Garou, getötet. Bei ihrer Rückkehr zu den wartenden Schiffen werden alle mit Jubel empfangen.
[Kabes hat noch 84 Tage, bis seine Zeit ausläuft.]
Ein Spieler hat noch eine Ballade geschrieben, mal sehen wie ich sie einbaue:
Die Ballade von Thyrions Fall
Einst in den Landen des alten D’Kor,
lag tief unter flüssiger Erde
in einem Palast aus kristall’n Elementen
den niemand je betreten.
Aus rauen Kehlen hoch besungen
der Schöpfung höchstes Tier
von Kraft und Wissen tief durchdrungen
die Stimmen alle vier.
Die erste Stimme laut und hart
von feurig Temperament
Die zweite Stimme tief und donnernd
gleich dunklem Firmament.
Die dritte Stimme zischend dünn
die Zunge ein komplott
Die vierte Stimme knarzend brüchig
wie Knochen lange tot.
Der Chor so tief verbunden
in Fleisch und Blut geeint
Vier Schädel, eine Stimme
ein Wille in ihn’ keimt.
Dem Erdreich zu entsteigen
zu erklimmen den Thron
aus Eisen, Pech und Schwefel
und leuchtend Hell im Mond.
Dreimal tausend Jahre sprachen
die Stimmen einen Bann
bis dereinst die Klinge so rein
geführt von göttlich Hand
Zerschlug die Schlange bis ins Mark
die Klinge ward gespalten
das Kleinod am Griff zersprang
die Kinder Treue halten
So nun bald im ganzen Land
die Splitter wohl versteckt
Das Schwert gesegnet ausgestellt
als Pilgerkussobjekt
Doch wehe dem, die Priester singen
der in uralter Gier
Schmuck und Stahl wieder vereint
und beschwört die eins aus vier.