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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Rollenspiel- & Weltenbau => Thema gestartet von: thestor am 8.04.2020 | 18:30
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Ich werkle seit langem an einem Fantasy-Setting und dachte ich könnte das mal etwas ernsthafter betreiben und eine Übersicht hier posten. Vom Gedanken her High-Fantasy in einer pseudo-antiken Welt. Vom Hintergrund her von Exalted inspiriert, vom Feeling her denke ich aber eher an die alte Quest-for-Glory Videospielserie und das neue Rogue-to-Redemption (von denselben Machern), also eher licht als dunkel. Vorher gäbe es noch ein paar offene Punkte zu denen ich gerne eure Meinung hätte:
1. Ein Gedanke ist, dass die meisten Menschen (und sonstige) in dem Setting eine falsche Vorstellung von ihrer Welt haben. Sollte ich zunächst beschreiben wie die Welt gewöhnlich gesehen wird oder lieber gleich anfangen wie es tatsächlich ist?
2. Ich dachte an viele verschiedene Spezies, aber an ein paar „Haupt-“Spezies die einfach weiter verbreitet sind, während andere Exoten bleiben. Bei diesen Hauptspezies spiele ich mit dem Gedanken von verwandten Spezies in Dreiergruppierungen, z.B. Oger-Orks-Goblins und Zwerge-Gnome-Halblinge. Die Menschen würde ich mit den Elfen in eine Gruppe stecken, aber mir fehlt eine dritte Spezies, was würde euch da so einfallen? Vorzugsweise etwas generisches. Eine Möglichkeit wäre noch die Zwerge zu Menschen und Elfen rüberzuschieben und Gnomen und Halblingen eine andere Spezies beizustellen.
3. Die wichtigste Frage, daher auch der Thread-Name, was wäre denn dann von Interesse? Ich hätte immer kurz die Mythologie anhand der Auserwählten („Incarna“) höhere Mächte vorgestellt sowie die größeren Reiche, alles kurz und knapp. Falls jemand seine Lieblingsthemen bei Fantasy hat, nur zu. :)
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Für die 2te Option Wichtel
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Joah, wie wär's denn mit Gnome - Halblinge - Feen.
Wobei, tolkienisch gesehen würde man ja die Halblinge mit den Menschen und Elfen zusammen in eine Gruppe packen.
Oder man macht Halblinge - Menschen - Zwerge und Elfen - Feen - Wichtel.
Wenn man nicht noch mehr kleines Kroppzeugs will böte sich Riesen als Variante der Menschen und Elfen an.
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Wichtel und Feen sind für den angedachten Zweck zu exotisch, insbesondere bei Feen habe ich eher mysteriöse, fremdartige Magiewesen im Sinn.
Riesen, das ist eine interessante Idee., Sind, ich sage mal irdisch und, verglichen mit Feen unmysteriös genug für meine Zwecke, ich frage mich nur ob sie als mehr-oder-weniger Normalrasse taugen? Wenn ich GURPS Fantasy richtig im Kopf habe, würde mich interessieren, was eine gute Größe ist, nicht zu groß, da sie ja noch eine der "normaleren" Spezies sein sollen, aber nicht zu klein, sollen ja doch noch was anderes sein.
P.S.:: Tiermenschen scheiden aus, die sind etwas ganz was eigenes :D
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Ich stelle mir da so eine Art Rübezahl vor: einen bis anderthalb Köpfe größer als Menschen. Breiter, muskulöser. Sehr behaart. Vielleicht auch ein bisschen Neandertaler-mäßig.
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Ich stelle mir da so eine Art Rübezahl vor: einen bis anderthalb Köpfe größer als Menschen. Breiter, muskulöser. Sehr behaart. Vielleicht auch ein bisschen Neandertaler-mäßig.
Sind wir damit nicht schon wieder ziemlich nah am Oger, der ja eigentlich in eine andere Gruppe gehören soll? :think:
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Na, nicht unbedingt. Ich hätte den Oger jetzt als sehr großen Grünling gesehen.
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Na, nicht unbedingt. Ich hätte den Oger jetzt als sehr großen Grünling gesehen.
Ist Interpretationssache, klar. Genauso, wie ich normalerweise Menschen und Elfen einfach nicht in dieselbe Gruppe stecken wollen würde, weil mir Elfen als "Menschen mit spitzen Ohren" weitgehend zum Hals heraushängen (okay, nicht zu wörtlich nehmen ;)) und ich sie lieber unter die Feenwesen und ähnliches Gesocks einsortiere, wenn's keinen guten Grund gibt, in einem bestimmten Setting tatsächlich mal eine echte gemeinsame Abstammung zu postulieren.
Halblinge (so existent) und Menschen passen mMn recht gut zusammen, weil Halblinge, egal, wie man nun andererseits zu Zwergen steht, wirklich einfach nur "kurze Menschen" sind. Allerdings wäre ich mir da auch noch in Sachen "drittem Stamm" etwas unsicher. Eine mir durch den Kopf gehende Möglichkeit wären eventuell so was wie Therianthropen, also Leute, die einfach jeweils eine menschliche und eine tierische Gestalt haben und zwischen denen wechseln können...wohlgemerkt ohne deswegen gleich Hollywood- oder D&D-Nonsens wie "kann nur mit Silber verletzt werden" und ähnliches mitzubekommen.
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Und über Meermenschen haben wir auch noch gar nicht gesprochen. :)
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Ich denke dass mit den Spezies stelle ich mal hintenan, das verdient eine deutlichere Behandlung als ich dem bisher gegeben hatte, war auch was mir zuletzt erst so kam.
Bleiben die beiden anderen Fragen, wenn es Setting eine Art Geheimnis hat, habt ihr so was gleich vorweg dargelegt oder wollt ihr die Welt erst mal so präsentiert bekommen, wie sie sich den Einwohnern darstellt? Und was findest ihr bei Fanatsy-Settings eher spannend und was weniger?
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Ich würde die Menschen mit den Halblingen und Zwerge in die gleiche Gruppe schieben.
Für Elfen könnte man noch Elflinge (Etwas, was wie die Kender aus Dragonlance aussieht, aber nicht deren Charakter hat) und die Gnome in die gleiche Gruppe schieben.
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Ich bin's ein bißchen gewöhnt, daß, wenn die Welt ein tief verborgenes Geheimnis hat, erst mal die falschen oder lückenhaften Kenntnisse der Bewohner selbst präsentiert werden und die Wahrheit dahinter dann ein Stück später (ggf. in einem eigenen Kapitel). Funktioniert beispielsweise ganz gut in "The Dwarves of Rockhome", wo der zwergische Schöpfungsmythos im Zusammenhang mit der gesamten zwergischen Gesellschaft erst mal so präsentiert wird, wie ihn die Zwerge selbst eben kennen, und dann erst später im "für den Dungeon Master"-Kapitel steht, was an realer Spielweltgeschichte dahinter steckt. (Das Buch bietet hier sogar ein Abenteuer an, in dem eine legendäre Gestalt aus der zwergischen Frühzeit ganz in echt zurückkehrt und praktisch einen Bürgerkrieg entfacht.) Umgekehrt stelle ich es mir ein bißchen schwieriger vor, erst die ganz offizielle Objektive Wahrheit (tm) zu präsentieren und dann erst die diversen Illusionen der Spielweltbewohner obendrauf zu packen...aber da bin ich vielleicht nicht ganz unvoreingenommen.
Was mich persönlich dank der Andeutung von "Pseudo-Antiquität" gerade jetzt im Moment vielleicht am meisten interessiert, ist, von ungefähr welchem technischen und zivilisatorischen Stand wir eigentlich hier ausgehen. Bronzezeit? Neolithikum? Eisenzeit bis Völkerwanderungsepoche, wahlweise mit oder ohne dominierendes Imperium analog zum römischen? Doch "nur" wieder Fäntelalter wie gehabt? (Ich geb's ja zu, eine Sache, von der ich gerne mal träume, ist eine pseudo-altgriechische Kultur so richtig mit Triremen und ein paar netten pulpigen Erfindungen frei nach den Legenden um z.B. Archimedes...)
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Was mich persönlich dank der Andeutung von "Pseudo-Antiquität" gerade jetzt im Moment vielleicht am meisten interessiert, ist, von ungefähr welchem technischen und zivilisatorischen Stand wir eigentlich hier ausgehen. Bronzezeit? Neolithikum? Eisenzeit bis Völkerwanderungsepoche, wahlweise mit oder ohne dominierendes Imperium analog zum römischen? Doch "nur" wieder Fäntelalter wie gehabt? (Ich geb's ja zu, eine Sache, von der ich gerne mal träume, ist eine pseudo-altgriechische Kultur so richtig mit Triremen und ein paar netten pulpigen Erfindungen frei nach den Legenden um z.B. Archimedes...)
Bronze- bis Eisenzeit, beziehungsweise frühere Antike.
Ich habe mal an einem Abriss über sechs Länder gewerkelt, hoffe den über Ostern den fertig zu machen. Den Einstieg würde das (kleinere) pseudo-römische Imperium machen und die anderen Mittelmeer-Anrainer der Antike, damit sind die Leute wohl in der Regel am besten vertraut.
Eine Sache nur, ich gedenke das ähnlich zu handhaben wie 7. See. Die Länder bei mir sind also zumeist klare Fanatsy-Gegenstücke zu historischen Zivilisationen. Aber mit anderen Namen, so wie man bei 7. See statt Spanien und Russland Castillien und Ursa hatte. Grund ist, dass ich selbst historisch interessiert bin, mir für das Setting aber große Freiheiten nehmen möchte und jeglichen historischen Anspruch ganz weit von mir weisen möchte. Also Eigennamen für die Gegenstücke historischer Kulturen.
Findet ihr das in Ordnung, oder ist das etwas, weswegen ihr vor Wut und Frust in die Tischkante beißt?
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Bei diesen Hauptspezies spiele ich mit dem Gedanken von verwandten Spezies in Dreiergruppierungen...
Darf ich fragen warum? Also auf welcher Ebene existieren diese Gruppierungen? Bei Agone z.B. gibts die Jahreszeitenlinge und da gibts in der Tat zu jeder Jahreszeit drei und unabhängig davon eben Menschen. D.h. die Jahreszeitenlinge sind durch die vier Jahreszeiten - das sind dort Gottheiten - erschaffen. Die Gruppierungen ergeben dann aber auch nur ex post facto Sinn. Zwar sind Sommerlinge tendenziell größer als die anderen, aber dass Minotauren dabei sind, lässt sich so nicht vorhersehen. Wenn du also beantworten kannst, warum es diese Gruppierungen gibt, bist du vielleicht einen Schritt weiter.
Eine andere Frage könnte sein, welchen Spielwert du durch diese Völker eigentlich erreichen willst. Neuere D&D-Editionen machen das ganz gut. "Spiele einen Gnom, wenn..." Damit kannst du überhaupt erst mal die Liste zusammenstellen.
Und generell kann Symmetrie helfen, mindestens genauso häufig ist es dann aber ein Hemmschuh. Ich würde mich also nicht um der Symmetrie willen daran festhalten.
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Belasse es doch bein dem in-universe-Fakt, dass es eigentlich diese Dreier gibt, aber die Nummer Drei zu Menschen und Elfen scheint zu fehlen. Kannst du dann als Storyelement aufwärmen, wenn dir eine Idee kommt.
Klar, ist schon spitzbübisch, so mit der eigenen Setzung zu spielen, aber ich fände es gut :)
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Darf ich fragen warum? Also auf welcher Ebene existieren diese Gruppierungen? Bei Agone z.B. gibts die Jahreszeitenlinge und da gibts in der Tat zu jeder Jahreszeit drei und unabhängig davon eben Menschen. D.h. die Jahreszeitenlinge sind durch die vier Jahreszeiten - das sind dort Gottheiten - erschaffen. Die Gruppierungen ergeben dann aber auch nur ex post facto Sinn. Zwar sind Sommerlinge tendenziell größer als die anderen, aber dass Minotauren dabei sind, lässt sich so nicht vorhersehen. Wenn du also beantworten kannst, warum es diese Gruppierungen gibt, bist du vielleicht einen Schritt weiter.
Eine andere Frage könnte sein, welchen Spielwert du durch diese Völker eigentlich erreichen willst. Neuere D&D-Editionen machen das ganz gut. "Spiele einen Gnom, wenn..." Damit kannst du überhaupt erst mal die Liste zusammenstellen.
Und generell kann Symmetrie helfen, mindestens genauso häufig ist es dann aber ein Hemmschuh. Ich würde mich also nicht um der Symmetrie willen daran festhalten.
Ausgezeichnete Punkte, ich denke ich werde auf die Symmetrie vorerst verzichten, vielleicht ergibt sich ja noch was, oder eben auch nicht.
Belasse es doch bein dem in-universe-Fakt, dass es eigentlich diese Dreier gibt, aber die Nummer Drei zu Menschen und Elfen scheint zu fehlen. Kannst du dann als Storyelement aufwärmen, wenn dir eine Idee kommt.
Klar, ist schon spitzbübisch, so mit der eigenen Setzung zu spielen, aber ich fände es gut :)
Ui das ist auf alle Fälle schon mal eine gute Idee, weiße Flecken out-Universe in-Universe transportieren!
Habe übrigens mal jetzt einen Abriss über ein paar Länder verfasst, quasi der Mittelmeerraum. Sind nur grobe Zusammenfassungen von ein paar Ländern, würde mich interessieren welche für euch die interessanteren sind. Link: https://www.tanelorn.net/index.php/topic,114895.0.html
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Nicht gut? Es ist schon sehr stark an die historischen Länder soweit angelehnt.
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Findet ihr das in Ordnung, oder ist das etwas, weswegen ihr vor Wut und Frust in die Tischkante beißt?
Ich hab dein Beispiel jetzt noch nicht gelesen, aber da du schon so direkt danach fragst: Für mich waren die neuen Namen bei eigentlich fast historischem Inhalt bei 7te See eigentlich immer der größte Knackpunkt.
Entweder will ich historisch einen Engländer spielen - dann kann man ihn auch so nennen.
Oder ich will gerade nicht historisch spielen, dann ist mir aber lediglich ein neuer Name für England (überspitzt formuliert) zu wenig. Dann sollte es sich auch nach etwas eigenem anfühlen.
Aber das ist nur meine Meinung, kenne auch Spieler, die das genau anders sehen 😁
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1. Ein Gedanke ist, dass die meisten Menschen (und sonstige) in dem Setting eine falsche Vorstellung von ihrer Welt haben. Sollte ich zunächst beschreiben wie die Welt gewöhnlich gesehen wird oder lieber gleich anfangen wie es tatsächlich ist?
Beides gut möglich. Was dir beim Beschreiben eher liegt.
2. Ich dachte an viele verschiedene Spezies, aber an ein paar „Haupt-“Spezies die einfach weiter verbreitet sind, während andere Exoten bleiben. Bei diesen Hauptspezies spiele ich mit dem Gedanken von verwandten Spezies in Dreiergruppierungen, z.B. Oger-Orks-Goblins und Zwerge-Gnome-Halblinge. Die Menschen würde ich mit den Elfen in eine Gruppe stecken, aber mir fehlt eine dritte Spezies, was würde euch da so einfallen? Vorzugsweise etwas generisches. Eine Möglichkeit wäre noch die Zwerge zu Menschen und Elfen rüberzuschieben und Gnomen und Halblingen eine andere Spezies beizustellen.
Bei Pillars of Eternity gibt's die "Godlikes".
3. Die wichtigste Frage, daher auch der Thread-Name, was wäre denn dann von Interesse? Ich hätte immer kurz die Mythologie anhand der Auserwählten („Incarna“) höhere Mächte vorgestellt sowie die größeren Reiche, alles kurz und knapp. Falls jemand seine Lieblingsthemen bei Fantasy hat, nur zu. :)
Das wäre bei mir eher eine Ausschlussliste. Muss jetzt aber die Pizza aus dem Ofen holen :)
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Bei diesen Hauptspezies spiele ich mit dem Gedanken von verwandten Spezies in Dreiergruppierungen, z.B. Oger-Orks-Goblins und Zwerge-Gnome-Halblinge. Die Menschen würde ich mit den Elfen in eine Gruppe stecken, aber mir fehlt eine dritte Spezies, was würde euch da so einfallen? Vorzugsweise etwas generisches. Eine Möglichkeit wäre noch die Zwerge zu Menschen und Elfen rüberzuschieben und Gnomen und Halblingen eine andere Spezies beizustellen.
Wie wäre es mit etwas, das der klassischen "Pixie-Fee" ähnelt. Falls ja, würde ich die Dreiergruppen wie folgt zusammenstellen:
Oger-Orks-Goblin -weil mehr oder weniger "Monsterspezies"
Zwerge-Halblinge-Menschen - bodenständige Handwerker und Bauern
Elfen-Gnome-Pixies - naturverbundenere "Zauberwesen"
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Es geht hier um persönliche Vorlieben, oder?
Ich habe auch eine Welt gebastelt, jetzt nicht fürs Rollenspielen.
Aber vielleicht sind das hilfreiche Punkte: Es gibt darin weder Orks noch Elfen.
Es gibt im Groben nur Menschen und Zwerge. Wobei es bei den Menschen noch magisch begabte, bzw. "verfluchte" gibt. Und dann noch so ein paar gezüchtete "Menschen", die eigentlich eher Monster sind.
(Sie sollten eigentlich dafür geschaffen werden in dunklen Minen zu arbeiten, und deshalb ohne Sonnenlicht und normale Nahrung auskommen. Doch das Experiment ging irgendwie schief. Deshalb sind sie im Tageslicht fast blind, und ernähren sich ausschließlich von rohem, lebendigen Fleisch. Außerdem sind sie bleich, haarlos. Haben lange Krallen und scharfe Zähne. Bei Dunkelheit können sie besser sehen als normale Menschen, und außerdem besser riechen. )
(Ich habe auf spitze Ohren und grüne Monster bewusst verzichtet. Weil die sind irgendwie Tolkiens Werk, und ich finde sie zgg. auch ein Bisschen langweilig )
Die Welt ist auch pseudohistorisch.
Geht Richtung Renaissance/Hoch/Spät Spätmittelalter.
Edit. Für ein High Fantasy Rollenspiel Setting wären das mMn. zu wenig Exoten.
Da würde sich eventuell auch Märchen und Sagen Figuren als Ergänzung anbieten.
(z. B. Trolle, Feen, Wichtel, Wolfsmenschen etc. )
Im Endeffekt solltest du deine eigene Welt basteln, und die sollte deine Welt sein, deine Ideen haben, und irgendwie in sich stimmig sein.
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Ich hab dein Beispiel jetzt noch nicht gelesen, aber da du schon so direkt danach fragst: Für mich waren die neuen Namen bei eigentlich fast historischem Inhalt bei 7te See eigentlich immer der größte Knackpunkt.
Entweder will ich historisch einen Engländer spielen - dann kann man ihn auch so nennen.
Oder ich will gerade nicht historisch spielen, dann ist mir aber lediglich ein neuer Name für England (überspitzt formuliert) zu wenig. Dann sollte es sich auch nach etwas eigenem anfühlen.
Aber das ist nur meine Meinung, kenne auch Spieler, die das genau anders sehen 😁
Ich kann diesen Punkt sogar sehr gut nachfühlen. Die Sache ist nur, als Geschichtsinteressierter sind mir historische Ungenauigkeiten recht unangenehm. Insofern mochte ich den Ansatz von 7. See, man erkennt klar das Vorbild, aber ohne auch nur den ansatzweise den Anspruch zu erheben auch nur im entferntesten korrekt zu sein.
Beides gut möglich. Was dir beim Beschreiben eher liegt.
Bei Pillars of Eternity gibt's die "Godlikes".
Das wäre bei mir eher eine Ausschlussliste. Muss jetzt aber die Pizza aus dem Ofen holen :)
"Godlike", über die muss ich mir in der Tat noch Gedanken machen...
Wie wäre es mit etwas, das der klassischen "Pixie-Fee" ähnelt. Falls ja, würde ich die Dreiergruppen wie folgt zusammenstellen:
Oger-Orks-Goblin -weil mehr oder weniger "Monsterspezies"
Zwerge-Halblinge-Menschen - bodenständige Handwerker und Bauern
Elfen-Gnome-Pixies - naturverbundenere "Zauberwesen"
Ui, das ist auch eine gute Aufteilung, werde ich auf alle Fälle im Auge haben.
Es geht hier um persönliche Vorlieben, oder?
Ich habe auch eine Welt gebastelt, jetzt nicht fürs Rollenspielen.
Aber vielleicht sind das hilfreiche Punkte: Es gibt darin weder Orks noch Elfen.
Es gibt im Groben nur Menschen und Zwerge. Wobei es bei den Menschen noch magisch begabte, bzw. "verfluchte" gibt. Und dann noch so ein paar gezüchtete "Menschen", die eigentlich eher Monster sind.
(Sie sollten eigentlich dafür geschaffen werden in dunklen Minen zu arbeiten, und deshalb ohne Sonnenlicht und normale Nahrung auskommen. Doch das Experiment ging irgendwie schief. Deshalb sind sie im Tageslicht fast blind, und ernähren sich ausschließlich von rohem, lebendigen Fleisch. Außerdem sind sie bleich, haarlos. Haben lange Krallen und scharfe Zähne. Bei Dunkelheit können sie besser sehen als normale Menschen, und außerdem besser riechen. )
(Ich habe auf spitze Ohren und grüne Monster bewusst verzichtet. Weil die sind irgendwie Tolkiens Werk, und ich finde sie zgg. auch ein Bisschen langweilig )
Die Welt ist auch pseudohistorisch.
Geht Richtung Renaissance/Hoch/Spät Spätmittelalter.
Edit. Für ein High Fantasy Rollenspiel Setting wären das mMn. zu wenig Exoten.
Da würde sich eventuell auch Märchen und Sagen Figuren als Ergänzung anbieten.
(z. B. Trolle, Feen, Wichtel, Wolfsmenschen etc. )
Im Endeffekt solltest du deine eigene Welt basteln, und die sollte deine Welt sein, deine Ideen haben, und irgendwie in sich stimmig sein.
Ich tu mein bestes ;D
Aber hast du deine Welt hier oder anderswo auch schon gepostet?
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(Ich habe auf spitze Ohren und grüne Monster bewusst verzichtet. Weil die sind irgendwie Tolkiens Werk, und ich finde sie zgg. auch ein Bisschen langweilig )
(z. B. Trolle, Feen, Wichtel, Wolfsmenschen etc. )
Eh. Die genannten Rassen haben auch spitzige Ohren. ;) 8] >;D ~;D
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Ich tu mein bestes ;D
Aber hast du deine Welt hier oder anderswo auch schon gepostet?
Mehr als nur gepostet.
(Aber nicht hier. Hier bin ich nur zum Spaß)
Worauf ich eigentlich hinaus wollte: Gib deiner Welt was eigenes, neues.
(Meine war nur ein Beispiel für ohne Orks und Elfen )
@
Gunthar
Haben Trolle spitze Ohren?... :think:
Ok, ich geb ja zu: "Spitze Ohren" ist etwas ungenau.
;D
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Ich kann diesen Punkt sogar sehr gut nachfühlen. Die Sache ist nur, als Geschichtsinteressierter sind mir historische Ungenauigkeiten recht unangenehm. Insofern mochte ich den Ansatz von 7. See, man erkennt klar das Vorbild, aber ohne auch nur den ansatzweise den Anspruch zu erheben auch nur im entferntesten korrekt zu sein.
Ja, ich weiß, ist ein schmaler Grad zwischen "die haben nur aus der Geschichte geklaut, trauen sich aber nicht es zuzugeben" und "DAS ist aber nicht historisch korrekt, das kann man so nicht stehen lassen!"
Ich kenn die Zwickmühle, reibe mich regelmäßig daran auf ;)
Mit den Jahren hab ich aber gelernt, das "historisch korrekt" letzten Endes ja nur heißt: "nach unserem derzeitigen Verständnis am wahrscheinlichsten", und ab da konnte ich mit gewissen Freiheiten ganz gut leben. Aber der 7te See Ansatz ist natürlich absolut legitim.
Ist halt nur nicht mein präferierter ;)
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1. Ein Gedanke ist, dass die meisten Menschen (und sonstige) in dem Setting eine falsche Vorstellung von ihrer Welt haben. Sollte ich zunächst beschreiben wie die Welt gewöhnlich gesehen wird oder lieber gleich anfangen wie es tatsächlich ist?
Erzähl gar nicht, wie es wirklich ist, sondern lass das bestenfalls vage, mit verschiedenen Deutungsmöglichkeiten, losen Enden etc. Lass auch im Dunkeln, wer denn nun in welchem Maße recht hat (auch wenn manche definitiv falsch liegen...).
Find ich zumindest als "Konsument" am spannendsten, wenn einem die Autorenschaft Interpretationsmöglichkeiten offen lässt.
2. Ich dachte an viele verschiedene Spezies, (...)
Warum grade Dreiergruppen? Könnte aber i-was ausgestorbenes sein.
Gabs schon mal i-wo Dodo-Menschen? ~;D
3. Die wichtigste Frage, daher auch der Thread-Name, was wäre denn dann von Interesse? Ich hätte immer kurz die Mythologie anhand der Auserwählten („Incarna“) höhere Mächte vorgestellt sowie die größeren Reiche, alles kurz und knapp. Falls jemand seine Lieblingsthemen bei Fantasy hat, nur zu. :)
Ich mag es, das ganze sozusagen hostorisch aufzuziehen. Also den Ist-Zustand zu erklären, indem man ebschreibt, wie er sich entwickelt hat. Gerne auch in Form von IG-Sagen, Geschichten etc (siehe oben), gerade was die ältere Vergangenheit ageht (also je nachdem alles, was vor Großvaters Geburt geschah).
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Gabs schon mal i-wo Dodo-Menschen? ~;D
Homo floresiensis (https://de.wikipedia.org/wiki/Homo_floresiensis) wäre ein erst in diesem Jahrtausend entdecktes potentielles Beispiel, und natürlich gab's da auch noch den guten alten Neandertaler...
...wer will, darf sich nebenbei gerne Gedanken darüber machen, was es für die Gattung Homo eventuell bedeuten mag, daß sie heute anscheinend nur noch in Form einer einzigen Spezies (H. sapiens) vertreten ist. Sind wir nun das ganz tolle Erfolgsmodell, für das wir uns immer halten -- oder vielleicht doch schon nur noch die letzten Überlebenden, wie ja nach gängiger Paläontologenansicht weiland die letzten paar Trilobiten auch? ;)
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Mehr als nur gepostet.
(Aber nicht hier. Hier bin ich nur zum Spaß)
Worauf ich eigentlich hinaus wollte: Gib deiner Welt was eigenes, neues.
(Meine war nur ein Beispiel für ohne Orks und Elfen )
Bin auch nur zum Spaß hier :D
Was meine Welt betrifft, angedacht ist ja High-Fantasy in der Antike. Pseudo-Mittelalter kommt mir im Rollenspiel überrepräsentiert vor, und ich finde Pesudo-Antike bietet sich an für ein Larger-than-Life Setting, die sieben Weltwunder (und übrige aus der Sid Meier'schen Civilization Serie) alleine geben für mich schon einfach einen fantastischen Hintergrund ab.
Ja, ich weiß, ist ein schmaler Grad zwischen "die haben nur aus der Geschichte geklaut, trauen sich aber nicht es zuzugeben" und "DAS ist aber nicht historisch korrekt, das kann man so nicht stehen lassen!"
Ich kenn die Zwickmühle, reibe mich regelmäßig daran auf ;)
Mit den Jahren hab ich aber gelernt, das "historisch korrekt" letzten Endes ja nur heißt: "nach unserem derzeitigen Verständnis am wahrscheinlichsten", und ab da konnte ich mit gewissen Freiheiten ganz gut leben. Aber der 7te See Ansatz ist natürlich absolut legitim.
Ist halt nur nicht mein präferierter ;)
Der Gedanke ist historische Vorbilder zu nehmen und sie fantastisch zu überhöhen. Das alte Rom noch relativ wenig, vielleicht weil man da zu viel darüber weiß und zu wenig Platz für mythisches bleibt.
Wobei ich andererseits sehr wenig über Karthago weiß, bisher war der Gedanke hier das republikanische Rom als Vorbild zu nehmen und das kaiserliche Rom für das eigentlichen Rom Gegenstück, falls aber jemand ein gutes Buch über Karthago kennt bin ich ganz Ohr.
Erzähl gar nicht, wie es wirklich ist, sondern lass das bestenfalls vage, mit verschiedenen Deutungsmöglichkeiten, losen Enden etc. Lass auch im Dunkeln, wer denn nun in welchem Maße recht hat (auch wenn manche definitiv falsch liegen...).
Find ich zumindest als "Konsument" am spannendsten, wenn einem die Autorenschaft Interpretationsmöglichkeiten offen lässt.
Ein Problem dass ich dabei habe ist, dass eine der falschen Vorstellungen der Menschen (und sonstigen) über ihre Welt auch voll auf den "Crunch" durchschlägt. Es gibt zwei ganze "Klassen" sage ich mal, von deren Existenz nur wenige wissen (die Angehörigen oftmals eingeschlossen).
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Bin auch nur zum Spaß hier :D
Was meine Welt betrifft, angedacht ist ja High-Fantasy in der Antike. Pseudo-Mittelalter kommt mir im Rollenspiel überrepräsentiert vor, und ich finde Pesudo-Antike bietet sich an für ein Larger-than-Life Setting,
Antike klingt gut.
Mir fällt dabei sofort der Film "Der Kampf der Titanen" ein. In den frühen Zeitaltern gibt es auch jede Menge mystische Figuren.
(Pegasus, Medusa, Minotaurus, Zyklop etc. )
Falls du dich jemals irgendwann nach Griechenland verirren solltest: Schau dir die Insel Delos an. Dort ist noch eine original Stadt aus alter Zeit. Mit Häusern, Tempeln und Co.
Zum Mittelalter: Das ist ja eigentlich eine recht große Zeitspanne.
Die Zeit, die die meisten darunter verstehen, ist vermutlich eher im Früh- Hochmittelalter angesiedelt.
Das ist tatsächlich das klassische Fantasy Setting.
(Ich habe für meine Welt deshalb auch die Renaissance gewählt. Also etwas später.)
Sobald es Schusswaffen und Kanonen gibt, kriegen Schwertkämpfer und Co evtl. Probleme.
Um das zu umgehen, darf es auch nicht zu spät sein.
Aber die Antike klingt gut. Werde mal meine Geschichts- Homies fragen, ob sie Lektüre über Karthago haben.
Die Karthager waren, glaube ich, in Nordafrika angesiedelt und kamen ursprünglich aus Persien.
Kann als Anregung auch das Brettspiel "Mare Nostrum" empfehlen.
Das gibt es verschiedene Kulturen der Antike:
Die Römer, die Karthager, die Ägypter, die Babylonier, die Griechen, und in der Erweiterung auch die Atlanter.
Und es gibt einen Wettstreit, wer die mächtigste Hochkultur wird.
(Natürlich haben da auch nicht alle Kulturen zeitgleich existiert. Ist also fiktiv.)
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In gewisser Hinsicht ist die Antike auch eine bessere Zeit als das Mittelalter, um tatsächlich aktiv eingreifende Götter und dergleichen unterzubringen (immer vorausgesetzt natürlich, daß man das auch will). Wenn ich heutzutage "Mittelalter" sage, dann steckt ja in der typischen eurozentrischen Perspektive das Christentum mit seinem mehr oder weniger fernen und unpersönlichen einzigen Gott als Haupt- und "einzig wahre" Religion schon praktisch untrennbar mit drin; verglichen damit steckt in beispielsweise den klassischen griechischen Altertumssagen mit ihrem ganzen Sack an durchaus unterschiedlichen göttlichen Persönlichkeiten, die auch tatsächlich schon mal einfach bei den Sterblichen auftauchen, um ein Schwätzchen zu halten und ein paar Tipps fallenzulassen, einfach noch eine ganz andere Art von Weltbild.
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Antike klingt gut.
Mir fällt dabei sofort der Film "Der Kampf der Titanen" ein. In den frühen Zeitaltern gibt es auch jede Menge mystische Figuren.
(Pegasus, Medusa, Minotaurus, Zyklop etc. )
Falls du dich jemals irgendwann nach Griechenland verirren solltest: Schau dir die Insel Delos an. Dort ist noch eine original Stadt aus alter Zeit. Mit Häusern, Tempeln und Co.
Lustig, dass du Griechenland erwähnst, ich und ein amerikanischer Freund wollten dort Urlaub machen, mussten es jetzt aber wegen Corona verschieben. Delos war auf der Liste, leider kann man anscheinend dort nicht übernachten, also muss ein Tag abzüglich An- und Abfahrt reichen.
Zum Mittelalter: Das ist ja eigentlich eine recht große Zeitspanne.
Die Zeit, die die meisten darunter verstehen, ist vermutlich eher im Früh- Hochmittelalter angesiedelt.
Das ist tatsächlich das klassische Fantasy Setting.
(Ich habe für meine Welt deshalb auch die Renaissance gewählt. Also etwas später.)
Mir scheint die klassische Fantasy eher im Spätmittelalter angesiedelt zu sein? Die ausufernden Rüstungen gab es meine ich erst später, Frühmittelalter war das glaube ich noch alles einfacher und schmuckloser, vor allem die Vor-Ritterlichen Panzerreiter.
Sobald es Schusswaffen und Kanonen gibt, kriegen Schwertkämpfer und Co evtl. Probleme.
Um das zu umgehen, darf es auch nicht zu spät sein.
Die Ritter konnten meine ich schon davor in die Bredouille kommen, englische Langbögen haben vielleicht noch ein passendes Schlachtfeld benötigt, aber ich meine, dass disziplinierte Infanterie-Formationen durch die Geschichte hindurch den Sturmangriffen schwerer Kavallerie widerstehen konnten. Ich frage mich, ob die erneute Schaffung solcher disziplinierten Infanterie-Formationen nicht wichtiger für den Neidergang der Ritter war als die frühen Feuerwaffen, die meine ich den späten Böden deutlich unterlegen waren, außer dass sie extrem viel weniger Übung brauchten.
Aber die Antike klingt gut. Werde mal meine Geschichts- Homies fragen, ob sie Lektüre über Karthago haben.
Die Karthager waren, glaube ich, in Nordafrika angesiedelt und kamen ursprünglich aus Persien.
Die Karthager warne meines WissensPhönizier (Levante), ich meine Karthago heißt sogar "Neustadt" auf phönizisch. Angeblich haben die Karthager eine ihrer Städte "Neu-Karthago" genannt, also "neue Neustadt". ~;D
Kann als Anregung auch das Brettspiel "Mare Nostrum" empfehlen.
Das gibt es verschiedene Kulturen der Antike:
Die Römer, die Karthager, die Ägypter, die Babylonier, die Griechen, und in der Erweiterung auch die Atlanter.
Und es gibt einen Wettstreit, wer die mächtigste Hochkultur wird.
(Natürlich haben da auch nicht alle Kulturen zeitgleich existiert. Ist also fiktiv.)
Danke für den Tip, ich werde es mir ansehen. :)
In gewisser Hinsicht ist die Antike auch eine bessere Zeit als das Mittelalter, um tatsächlich aktiv eingreifende Götter und dergleichen unterzubringen (immer vorausgesetzt natürlich, daß man das auch will). Wenn ich heutzutage "Mittelalter" sage, dann steckt ja in der typischen eurozentrischen Perspektive das Christentum mit seinem mehr oder weniger fernen und unpersönlichen einzigen Gott als Haupt- und "einzig wahre" Religion schon praktisch untrennbar mit drin; verglichen damit steckt in beispielsweise den klassischen griechischen Altertumssagen mit ihrem ganzen Sack an durchaus unterschiedlichen göttlichen Persönlichkeiten, die auch tatsächlich schon mal einfach bei den Sterblichen auftauchen, um ein Schwätzchen zu halten und ein paar Tipps fallenzulassen, einfach noch eine ganz andere Art von Weltbild.
Bei Interaktion mit Göttern dachte ich an einen Hauch Exalted, die Götter gibt es und sie greifen auch direkt ein, es gibt aber Sterbliche die es mit ihnen aufnehmen können. Ein angebliches Spielerzitat aus Exalted, im vollen Ernst gesagt: "I am no mere god."
Oder anders, eher Richtung Griechenland als Rom. Habe weder die Aeneis noch die Iliad gelesen, aber ein Lateinlehrer hat mal folgendes erzählt:
In der Aeneis hat sich Aeneas schön in Karthago eingerichtet und es gefällt im dort. Dann kommt auf einmal eine Göttin uns sagt "Das ist nicht dein Schicksal, mach dass du weiter kommt." und Aeneas bricht Hals über Kopf auf ohne sich auch nur von seiner örtlichen Geliebten zu verabschieden.
In der Iliad ist Achilles schwer zornig auf Agamemnon und will ihn umbringen. Da erscheint ihm eine Göttin und sagt ihm, dass er das gefälligst nicht zun soll. Und Achilles antwortet "Warum nicht?" und die Göttin muss ihn mit Engels-, äh, Götterzunge bereden, dass er Agamemnon nicht an Ort und Stelle totschlägt uind ihn auf wüste Beschimpfungen herunterhandeln.
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Oder anders, eher Richtung Griechenland als Rom. Habe weder die Aeneis noch die Iliad gelesen, aber ein Lateinlehrer hat mal folgendes erzählt:
In der Aeneis hat sich Aeneas schön in Karthago eingerichtet und es gefällt im dort. Dann kommt auf einmal eine Göttin uns sagt "Das ist nicht dein Schicksal, mach dass du weiter kommt." und Aeneas bricht Hals über Kopf auf ohne sich auch nur von seiner örtlichen Geliebten zu verabschieden.
In der Iliad ist Achilles schwer zornig auf Agamemnon und will ihn umbringen. Da erscheint ihm eine Göttin und sagt ihm, dass er das gefälligst nicht zun soll. Und Achilles antwortet "Warum nicht?" und die Göttin muss ihn mit Engels-, äh, Götterzunge bereden, dass er Agamemnon nicht an Ort und Stelle totschlägt uind ihn auf wüste Beschimpfungen herunterhandeln.
Stimmt schon. Die Aeneis stammt ja auch schon von Vergil, seines Zeichens selber Römer und Zeitgenosse des Original-Augustus (was man ihr stellenweise konkret anmerkt, etwa bei dem Orakelspruch über die späteren Nachkommen des Protagonisten), die Ilias dagegen noch von Großpapa Homer selbst, den die Geschichte zumindest spekulativ über ein halbes Jahrtausend(!) früher und recht definitiv in Griechenland verortet. Wer das erst mal weiß und sich dann trotzdem noch über die Unterschiede wundern will, über den müßte ich mich selber erst mal wundern. ;D
(Was Homer angeht, sieht man den Unterschied mMn auch recht gut in der Odyssee. Odysseus' ganze Heimreise wird ja überhaupt nur so problematisch, weil er Poseidon verärgert hat, aber ergibt er sich in sein Schicksal oder macht auch nur den großen Entschuldigungskniefall? Äh, zumindest meiner Erinnerung nach eigentlich nie so wirklich...und mit deshalb, weil sich am Ende auch andere Götter wieder für ihn einsetzen, schafft er's am Schluß doch noch gerade rechtzeitig nach Ithaka.)
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Bei Interaktion mit Göttern dachte ich an einen Hauch Exalted, die Götter gibt es und sie greifen auch direkt ein, es gibt aber Sterbliche die es mit ihnen aufnehmen können. Ein angebliches Spielerzitat aus Exalted, im vollen Ernst gesagt: "I am no mere god."
Haha, sehr gut. Gottheiten zu beleidigen hatte auch in meiner Exalted-Solars-Runde eine gute Tradition. Dazu muss man allerdings sagen, dass "Gott" sich hier in vielen Fällen übersetzt mit "Naturgeist" oder "animistische Entität". Das ist schon nochmal ein deutlich anderes Flair als klassische Fantasy.
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Lustig, dass du Griechenland erwähnst, ich und ein amerikanischer Freund wollten dort Urlaub machen, mussten es jetzt aber wegen Corona verschieben. Delos war auf der Liste, leider kann man anscheinend dort nicht übernachten, also muss ein Tag abzüglich An- und Abfahrt reichen.
Am besten erreicht man die Insel von Mykonos aus. Genauer von Mykonos Stadt. (Dort übernachten)
Vom Hafen aus gibt es gute, relativ kurze Schiffsverbindungen dort hin.
Zum klassischen Fantasy Setting: Ich denke, da wird zum Teil auch aus mehreren Jahrhunderten geklaut und zusammen geworfen. (da kann ein Musketier theoretisch zeitgleich mit Prinz Eisenherz und Robin Hood existieren.)
Die Frage ist, ob man das will.
(Anhand von Mode, Kunst und Bauweise funktioniert für mich die zeitliche Abgrenzung am Leichtesten. Aber ich kann mir vorstellen, dass das beim Thema "Antike" nochmal wesentlich schwerer wird, als beim Thema "Mittelalter"/"Renaissance ")
Auf "original historisch" lässt sich da vermutlich schwer bauen. Aber anlehnen an gewisse historische Begebenheiten geht sicher. :)
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Stimmt schon. Die Aeneis stammt ja auch schon von Vergil, seines Zeichens selber Römer und Zeitgenosse des Original-Augustus (was man ihr stellenweise konkret anmerkt, etwa bei dem Orakelspruch über die späteren Nachkommen des Protagonisten), die Ilias dagegen noch von Großpapa Homer selbst, den die Geschichte zumindest spekulativ über ein halbes Jahrtausend(!) früher und recht definitiv in Griechenland verortet. Wer das erst mal weiß und sich dann trotzdem noch über die Unterschiede wundern will, über den müßte ich mich selber erst mal wundern. ;D
Naja, es ging mir mehr darum wie unterschiedlich die Ansichten zu den Göttern waren. Bei den Römern: Kadavergehorsam Bei den Griechen: Schauen wir mal.
(Was Homer angeht, sieht man den Unterschied mMn auch recht gut in der Odyssee. Odysseus' ganze Heimreise wird ja überhaupt nur so problematisch, weil er Poseidon verärgert hat, aber ergibt er sich in sein Schicksal oder macht auch nur den großen Entschuldigungskniefall? Äh, zumindest meiner Erinnerung nach eigentlich nie so wirklich...und mit deshalb, weil sich am Ende auch andere Götter wieder für ihn einsetzen, schafft er's am Schluß doch noch gerade rechtzeitig nach Ithaka.)
Erinnert mich an Ulysses 31, Japanisch-französische Zeichentrickserie, welche die Odyssee in ein Science-Fiction-Setting transferiert und einige Handlungspunkte abwandelt (laut besagtem LAtein-Lehrern in der Antike auch sehr üblich), ich mochte sie.
Haha, sehr gut. Gottheiten zu beleidigen hatte auch in meiner Exalted-Solars-Runde eine gute Tradition. Dazu muss man allerdings sagen, dass "Gott" sich hier in vielen Fällen übersetzt mit "Naturgeist" oder "animistische Entität". Das ist schon nochmal ein deutlich anderes Flair als klassische Fantasy.
Durchaus, so weit unten dachte ich bei meinen Göttern auch nicht, aber auch nicht so weit oben wie noch bei den Griechen. Ich denke an da Götter, die schin ausgesprochen mächtig sind, aber von einer handvoll Sterblicher übertroffen werden, und von gruppen nicht-ganz-so mächtiger Sterblicher.
Würde auch erklären warum die Götter allgemein sich lieber aus den sterblichen Angelegenheiten lieber heraushalten, von einem besonders gewitzten sterblichen ausgetrickst zu werden oder gar eine aufs Dach zu kriegen ist unsagbar peinlich. Und dann gibt es noch jene, welche die Götter um ihre Unsterblichkeit fürchten lassen.
Am besten erreicht man die Insel von Mykonos aus. Genauer von Mykonos Stadt. (Dort übernachten)
Vom Hafen aus gibt es gute, relativ kurze Schiffsverbindungen dort hin.
Danke, ich glaube Mykonos ist auch sehenswert. Allerdings wollen wir auch Santorini besuchen, müssen wir mal schauen, wie da die Verbindungen sind. Für Athen sit natürlich viel eingeplant, von dort auch Delphi und Koritn, möglichst auch Olympia, wobei da die Fahrt wohl etwas lange ist. Ansonsten noch Knossos auf Kreta.
Zum klassischen Fantasy Setting: Ich denke, da wird zum Teil auch aus mehreren Jahrhunderten geklaut und zusammen geworfen. (da kann ein Musketier theoretisch zeitgleich mit Prinz Eisenherz und Robin Hood existieren.)
Die Frage ist, ob man das will.
Prinz Eisenherz und Robin Hood hätte ich kein Problem, der Musketier ist für mich da eher aus der Zeit gefallen.
(Anhand von Mode, Kunst und Bauweise funktioniert für mich die zeitliche Abgrenzung am Leichtesten. Aber ich kann mir vorstellen, dass das beim Thema "Antike" nochmal wesentlich schwerer wird, als beim Thema "Mittelalter"/"Renaissance ")
Auf "original historisch" lässt sich da vermutlich schwer bauen. Aber anlehnen an gewisse historische Begebenheiten geht sicher. :)
So war die Idee :)
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Die Karthager warne meines WissensPhönizier (Levante), ich meine Karthago heißt sogar "Neustadt" auf phönizisch. Angeblich haben die Karthager eine ihrer Städte "Neu-Karthago" genannt, also "neue Neustadt". ~;DDanke für den Tip, ich werde es mir ansehen. :)
Kann ich bestätigen. Hatte 14 Monate in diesem "Carthago-Nova" gelebt. Die Stadt heisst Cartagena und liegt im Südosten an der Küste von Spanien. In der Altstadt hat es noch viele Überreste aus der Zeit der Römer und Karthager.
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Haha, sehr gut. Gottheiten zu beleidigen hatte auch in meiner Exalted-Solars-Runde eine gute Tradition. Dazu muss man allerdings sagen, dass "Gott" sich hier in vielen Fällen übersetzt mit "Naturgeist" oder "animistische Entität". Das ist schon nochmal ein deutlich anderes Flair als klassische Fantasy.
Naja, beleidigen ist eine Sache, aber mein Favorit Diomedes hat auch gut zugehauen und u.a. - mit etwas Hilfe - Aphrodite vermöbelt. Da guckste als Göttin dann auch ein wenig sparsam drein...
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Naja, beleidigen ist eine Sache, aber mein Favorit Diomedes hat auch gut zugehauen und u.a. - mit etwas Hilfe - Aphrodite vermöbelt. Da guckste als Göttin dann auch ein wenig sparsam drein...
Aphrodite ist nach dem ersten Kratzer zurück zu Papa gerannt. Dann kam Ares... und Diomedes hat ihm den Speer in die Eier gerammt.
Diomedes war sowas wie der Chuck Norris des antiken Griechenland.
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Ich hätte es nicht besser ausdrücken können. Ich habe ihn bei der Lektüre der Ilias einfach gefeiert.
:d
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Wurde auch erklärt, warum keine der beiden Gottheiten Diomedes nicht einfach in einen Stein verwandelt hat oder so? Ich tippe auf Schutz durch andere Götter?
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Wurde auch erklärt, warum keine der beiden Gottheiten Diomedes nicht einfach in einen Stein verwandelt hat oder so? Ich tippe auf Schutz durch andere Götter?
Er hatte seinerseits Unterstützung durch und die Erlaubnis von Athene, die in dem Krieg ja auf der Gegenseite stand -- zugestochen hat er aber immer noch selbst.
Wenn ich mich recht entsinne, war das auch an einem Tag, an dem Zeus den Streitparteien unter den Göttern ausdrücklich erlaubt hat, sich aktiv in den Kampf der Sterblichen einzumischen. Daß damit im Gegenzug auch für die Götter ein gewisses Risiko verbunden sein kann (denn egal, wie unsterblich sie sein mögen, unverwundbar sind sie offensichtlich nicht), ist, denke ich, nur fair. :)
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Danke, ich glaube Mykonos ist auch sehenswert. Allerdings wollen wir auch Santorini besuchen, müssen wir mal schauen, wie da die Verbindungen sind. Für Athen sit natürlich viel eingeplant, von dort auch Delphi und Koritn, möglichst auch Olympia, wobei da die Fahrt wohl etwas lange ist. Ansonsten noch Knossos auf Kreta.
Santorini ist superschön!
(Meine Lieblingsinsel)
- Mykonos ist auch schön. Vor Allem die Chora. Aber, und das sollte man wissen- beide Inseln sind idR. keine Low Budget Ziele.
(Wenn man bei Kost und Logie ein bestimmtes Budget nicht überschreiten will, dann lohnt sich eine rechtzeitige Recherche und Buchung)
Auf Kreta sind die Preise wieder normaler.
Abseits von Corona sind/waren die Fährverbindungen von Athen zu den Inseln wirklich gut. Auch zwischen den Inseln. Man kann die Fahrtkarten im Internet auch im Voraus buchen.
(Wobei Mykonos halt direkt neben Delos liegt. Daher gibt es meines Wissens auch von dort aus die Verbindungen dorthin. )