er braucht ein göttliches Artefakt von jedem Valar,Das passt nicht zu Mittelerde
Vielleicht lässt ein (unwichtigerer) Valar beim Krieg im Osten sogar sein Leben. Sein Körper ist gewaltig und ein Teil der Landschaft im Osten gewordensein Grabmal eher oder sein Denkmal
und nun als einfacher, sterblicher Mensch handeln mussein Maiar ist kein Mensch, stark verringert in Macht, Weisheit und Wissen aber kein Mensch
Gerade der Aspekt des freien Willens, der Umkehr und der "Erlösung" kommt mir bei Tolkien zu kurz:den Eidbrechern wurde Erlösung zuteil, Galadriel auch
In der Anregung oben wäre der eine blaue Magier/Maiar seiner Göttlichkeit beraubt worden, und "nur" seine menschliche Hülle und Intelligenz wäre übrig geblieben, jedoch ohne Erinnerung.das geht mMn eben nicht, er könnte stark verringert worden sein aber ihn zum Menschen devolutionieren geht nicht, er bleibt ein Ainur und Ainur sind keine Götter auch Manwe oder die anderen Valar sind keine Götter sondern Engel.
Die Blauen Zauberer haben ihre Aufgabe erfüllt in dem sie ihre Aufgabe verraten haben, sie haben Reiche gegründet - beherrscht, Bündnisse gebildet ggf als graue Eminenz vielleicht auch im Untergrund - ResistenceJa, so habe ich das bisher auch gesehen und aus Tolkiens Anmerkungen zu den blauen Zauberern verstanden. Für mich warf und wirft das bei der Vorbereitung des Ostens nun die Fragen auf: Wo sind diese Reiche gelegen? Wie stehen sie zueinander? Wie stehen sie zu Sauron/Zwerge/Avari?
Wissen unsere Helden überhaupt von den Blauen Zauberern?
Falls nicht, und falls die beiden sich stark genug von Saruman, Gandalf und Radagast unterscheiden, mit denen unsere Helden ja einigermaßen vertraut sind (Saruman ganz besonders), dann könnte es doch sein, dass ihnen gar nicht klar ist, mit wem sie es zu tun haben. Eventuell kommen sie sogar auf den Gedanken, bei den beiden, die da aktiv in der Politik des Ostens mitmischen und Bündnisse schmieden, handelt es sich z.B. zum zwei Nazgul, die ihre alte Heimat für Saurons nächsten Krieg einspannen wollen!
Den Blauen Zauberern könnte es darum gehen, Sauron und den Nazgul möglichst viele der Menschenstämme des Osten auszuspannen, beziehungsweise darum, mit Avari-Elfen, Zwergensippen und möglichen von Sauron abgespalteten Menschenstämmen quasi eine zweite Front zu eröffnen, wenn es zum nächsten Krieg kommt.
Mein Eindruck ist, dass die bisherigen Ideen voll im Erwartungshorizont dessen liegen, was im "Herrn der Ringe" geschieht: Dass es eigentlich Varianten des Bekannten sind: Böse Istari, Sauron als Strippenzieher, Balrogs und Nazgul.
Ich mache mal den gewagten Vorschlag, etwas "Neues, Großes", was aber trotzdem im Rahmen des Bekannten liegt, anzubieten, und fange gleich mal mit etwas sehr Epischen an: Einer der beiden blauen Magier macht zwar wie Saruman gemeinsame Sache mit Sauron, aber - Twist - er wird ihn hintergehen, und versuchen, Melkor aus der ewigen Verdammnis zurück beschwören und dessen Lieblingsmaiar zu werden. Vielleicht hilft er sogar im Westen, Sauron zu stürzen, um später dessen Platz einnehmen zu können, und macht, solange er gegen Sauron vorgeht, einen vertrauenswürdigen Eindruck auf die Helden.
Für die Beschwörung Morgoth's hat er nebenbei schon einiges zusammen gesammelt, er braucht ein göttliches Artefakt von jedem Valar, der an der Verbannung Melkors beteiligt war, aber auch mächtige Verbündete.
Wenn ich mich richtig erinnere, gibt es einige sehr mächtige Kreaturen im Universum Tolkiens, die nicht in die Kategorie Ainur - Eru-Valar-Maiar - fallen oder deren Geschöpfe sind: Ungoliant und Kankra sind etwas Böses von außerhalb, Tom Bombadil gehört auch keiner gesicherten Spezies an. Der Kraken vor Moria - da bin ich mir gerade nicht sicher: Ist er ein Morgothgeschöpf wie die Drachen? Oder ist er ist er auch etwas von außerhalb?
Egal: Es könnte noch ein monsterhaftes Insekt existieren, dass in die Gruppe Kankra-Bombadil gehört, oder eben ein noch größerer Kraken. Entweder diese oder Morgoth (noch körperlos) wollen Mittelerde mit einem blauen Magier von Osten her erobern: Plötzlich sieht der Ringkrieg im Westen wie ein Geplänkel aus, und im Osten entscheiden Deine Helden das wirkliche Schicksal der Welt. Vielleicht lässt ein (unwichtigerer) Valar beim Krieg im Osten sogar sein Leben. Sein Körper ist gewaltig und ein Teil der Landschaft im Osten geworden, und die Helden halten sich in diesem (steingewordenen?) Körper auf, bis sie irgendwann begreifen, dass sie in dem Leichnam eines Valar umherirren.
Die Avari sind keine primitiven Zurückgebliebenen, sondern entpuppen sich als die geschicktesten Strippenzieher aller humanoiden Völker: Sie (Gestaltwandler?) verfügen über ein Informantennetz, dass sich bis in den Westen (ein Protagonist des Ringkriegs (Elrond?) entpuppt sich als gestaltgewandelter Avari) und bis weit nach Valinor spannt. Ihr geheimes Ziel ist, Valinor zu erobern, wenn die Kraft der Valar so geschwächt ist, dass sie Valinor nicht mehr entrücken können. Sie haben Zeit, sich am Ende der Zeit ihren Platz im gelobten Land zu nehmen, der ihnen bis dahin von den Valar verweigert wurde.
Jetzt habe ich sehr unverfrorene Ideen gestreut, die TNT in Pulverfässer auf Atombomben bedeuten. Mögliche Gegenkräfte könnten sein: Geistervölker wie die Eidbrecher, die gegen die Einheiten des blauen Magiers vorgehen; Mammutreiter; Hexenmeister, die sich Ungoliants Brut als Reittiere "gezähmt" haben (was irgendwann nicht mehr gut geht); ein freundliches Volk, dass in den zahlreichen Flüssen des Osten wohnt, und so friedlich wie die Hobbits ist; der andere blaue Magier, der in Stasis war nachdem ihm sein Kollege etwas Göttlichkeit genommen hat (für Melkors Beschwörung) und von Deinen Helden erweckt wird, aber auch keinen blassen Schimmer hat, was in der Zwischenzeit im Osten abging, und nun als einfacher, sterblicher Mensch handeln muss; und (ich weiß: das ist gewagt) ein Balrog, der versucht, seine sehr falsche Entscheidung, einst in Melkors Dienste getreten zu sein, rückgängig zu machen versucht und dafür wohl sein Leben gibt.
@Chaos
Ich würde sagen, dass die Charakter bis jetzt keine Kenntnis von den blauen Zauberern haben, am ehesten hätte die der Noldo Tinulin, wobei das sicherlich auch nur eine sehr vage Kenntnis wäre, da sie lange vor seiner Geburt nach Mittelerde gekommen und in den Osten verschwunden sind.
Die Idee für die Zauberer-Agenda mit der zweiten Front ist schon mal gut. Etwas in der Art hatte ich mir auch schon überlegt. Könnte vielleicht auch sein, dass es ihnen aber gar nicht / nicht in erster Linie darum geht, eine "Armee gegen Sauron" aufzubauen, sondern dass dies ein netter Nebeneffekt einer anderen Agenda ist, die weniger offensichtlich ist und die selbst ein grosses "Schreckenspotential" für den Westen beinhalten könnte.
Gleichzeitig ist diese zweite Front gegen Sauron für alle, die wissen, wer die blauen Zauberer sind, ein ziemlich naheliegendes Ziel. Wenn die blauen Zauberer also andere Ziele haben, können sie Außenstehende (potentielle Freunde ebenso wie Feinde) recht leicht zu der Schlussfolgerung verlocken, dass es ihnen genau darum geht... so dass niemand ihre wahren Ziele erkennt, bis es zu spät ist.
Zum Beispiel könnten die Ringgeister, oder wer auch immer Saurons Interessen in der Region vertritt, so darauf fixiert sein, eine Anti-Sauron-Allianz unter der Schirmherrschaft der blauen Zauberer zu verhindern, dass sie nie auch nur versuchen, deren wirklichen Plan zu verhindern.
Oder aber die Spielercharaktere denken sich, solange sowohl die blauen Zauberer als auch Saurons Schergen mit der Anti-Sauron-Allianz beschäftigt sind, können wir hier ungestört Was-Auch-Immer erledigen und uns danach wieder vom Acker machen, bevor wir zwischen die Fronten geraten... nur leider ist Was-Auch-Immer der Kern der wirklichen Pläne der blauen Zauberer - und irgendwelche Schergen Saurons, die eigentlich nur diese Störenfriede aus dem Westen erledigen wollen, sind versehentlich in der Position, eben diese Pläne zu durchkreuzen.
Danke, dass ich hier den ganz großen Pinsel herausholen durfte und einmal (in vollem Bewusstsein) s e h r epische Ideen skizzieren durfte, die Ihr mir ohne Prügel habt durchgehen lassen. :) Zum dem Thema "Epik" möchte ich noch woanders einen Thread eröffnen, hier noch ein Kurzplädoyer gegen den HdR-Erwartungshorizont.
Wäre ich Dein Spieler, Torben, dann würde ich mich bei den aktuell genannten Antagonisten sehr zuhause fühlen, oder um es weniger positiv zu formulieren: Sauron als der BigBad gäbe mir nichts neues mehr, und ich wüsste, wie die Geschichte für ihn ausgeht. Analog wäre für mich ein blauer Magier als Saruman-Gegenstück langweiliger als eine mir unbekannte Macht. Dieses Unbekannte würde mir fehlen. Wenn sich jedoch ein anderer BigBad als Sauron herauschälen würde, dann hätten die mir vertrauten Gegner als Teil des Antagonisten-Ensembles keine Nachteile für mein Spielempfinden.
Darum möchte ich ein wenig angepasst gegenüber meinen Vorschlägen oben für einen anderen BigBad als Sauron plädieren. Am nächsten am HdR wäre da eine weitere Nachkommin von Ungoliant: Kankra war vielleicht eine Enkelin der Komplizin von Morgoth, die Sauron taktisch im Westen unterstützt hatte. Die (noch namenlose) Mutter Kankras (Turúmëa?) könnte im Osten als BigBad die Position einnehmen, die im Westen Sauron hat.
Nach der Verbannung Morgoths hatte sein schwächerer Diener Sauron noch genügend Macht, die Welt zwei weitere Zeitalter mit seinen Herrschaftsplänen zu dominieren. Potentiell könnte Turúmëa eine etwas schwächere Gefahr als Sauron darstellen (sie wäre der Juniorpartner in der Allianz) und trotzdem wäre sie noch gefährlich genug. Einer dämonischen Kreatur wie Tolkiens Spinnen traue ich auch zu, noch eine Gefahr darzustellen, selbst wenn Sauron vernichtet wäre.
So wie die Geschichte der Ringe im HdR ein wenig an die Geschichte der Silmarill erinnert, so könnte eine Allianz zwischen Sauron und Turúmëa die Allianz von Morgoth und Ungoliant widerspiegeln.
Wenn Ungoliant eine formidable Gegnerin sogar für Valar war und die Düsterwaldspinnen und Kankra von Elben und Hobbits besiegt werden können, so ist in meinen Augen noch Platz zwischen den Spinnengenerationen für eine kluge Gegnerin der SCs, die trotzdem noch besiegbar wäre. Sie müsste nicht viel stärker als Kankra sein, nur um einiges intriganter.
Ich muss vielleicht vorweg sagen, dass ich es bisher immer vermieden habe, den Charaktern die ganz bösen Jungstm vorzusetzen, also kein Sauron, keine Nazgûl, kein Smaug. Wir spielen quasi die "2. Liga". Jetzt das ABER ;)
Aber diese 2. Liga hat's dennoch in sich. Da sind zum einen von Sauron/dem Hexenkönig zu Schattenwesen korrumpierte Menschen (jetzt den Nazgûl gleiche Schattenwesen), die rein von den Spielwerten einem Nazgûl "locker" das Wasser reichen können. Da sind Drachen, die bei Tolkien keine wörtliche Erwähnung finden, die aber an die Spielwerte von Smaug oder Scatha kommen. Da ging es um die Entdeckung und Erkundung Belegosts die Wiederauffindung der Perle Nimphelos; um die Vernichtung eines Schergen des Hexenkönigs, welcher die eigentliche Ursache für den Langen Winter im Jahre 2758/59 3Z war, und dabei um die eigentliche Rettung Rohans; um die Suche nach König Arvedui und die Sichtung eines Palantirs und um die Rettung der Eisbucht von Forochel vor einer Armee aus untoten Eiswesen, die früher oder später über Eriador hergefallen wären, hätten nicht die Charakter die Völker des Nordens zum Kampf vereint usw.
Sprich: Bei uns haben die Charakter Kontakt und pflegen Beziehungen zur obersten Elite (Elrond, Truchsess Beregond, König Fréaláf, Saruman), spielen aber dennoch in einer Liga ein Stück darunter und fliegen so quasi "dicht unter dem Radar der gondorianischen Geschichtsschreiber", weshalb sie in den Annalen der Könige nicht namentlich genannt werden. Ihre Taten haben aber gleichwohl grossen Einfluss auf die Geschichte, wie sie bei Tolkien niedergeschrieben wurde.
Daher würde ich sagen, dass wir durchaus epische Geschichten spielen und damit dazu beitragen, dass am Ende das geschehen kann, was die Geschichtsschreiber von Gondor in den Annalen der Könige festgehalten haben. Und es ist diese "Vermischung" unserer Geschichten mit Tolkiens eigentlichem Plot, der für uns den Reiz ausmacht. Dass man nach einer Kampagne hingehen kann und sagen "Schau mal der Eintrag zum Jahr 2758/59 3Z, der Lange Winter. Da steht, der sei erst im März gebrochen. Da steht aber nicht wieso, aber wir wissen, was da wirklich geschehen ist (dabei in Erinnerung an eine grosse Kampagne schwelgend ;D ).
Jetzt könnte man sich schon vorstellen, dass die blauen Zauberer Melkor zurückholen wollen, da wäre aber aus meiner Sicht die klare Vorgabe, dass ihnen dies gar nicht gelingen kann, auch wenn ihnen selbst das vielleicht nicht bewusst sein sollte (im Sinne von "Lass uns versuchen, so schnell mit dem Fahrrad zu fahren, dass aus dem Huhn da drüben ein Eichhörnchen wird. Das soll gehen, habe ich gehört/gelesen...") Wie ich Tolkien verstehe, ist Melkor aus der Welt gestossen und durch die Maiar sicher nicht rückholbar... aber wer weiss schon, was sie Pallando drüben für einen Floh ins Ohr gesetzt haben... ~;D
So ganz grundsätzlich muss es irgendwie gelingen können, dass Melkor zurückkommt, denn es ist ja schon in Tolkiens Texten beschrieben, dass er die Verbannung überwindet (am Ende der Zeiten). Dreh- und Angelpunkt ist das das Tor der Nacht, soweit ich mich erinnere. Das könnte man auch super zum epischen Gegenstand einer Kampagne machen: Erstmal herausfinden, dass es das gibt bzw. dass die Gegner dahin wollen. Dann überlegene, wie man überhaupt dahin kommt. Dann wie man es öffnet/den Wächter überwindet (Earendel, oder?) bzw. eben das verhindern. Und dann vllt. noch wie man Melkor Bescheid gibt, dass es offen ist bzw. eben das verhindern. Wäre aber schon sehr episch. Vllt. aber als Finale geeinget, wenn man gerne eine Weltrettungskampagne spielt?
Oha! Ich hatte als Extra zwar das Silmarillion gelesen. Die anderen Bücher schienen mir einen zu geringen Mehrwert zu bieten. Ich weiß nicht, ob ich von Dagor Dagorath hätte wissen wollen...