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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Bookworm am 3.01.2021 | 20:47
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Wie haltet ihr es denn mit der Dokumentation während einer Spielsitzung? Schreibt jeder alles mit, gibt es einen designierten Dokumentar, oder wird einfach darauf vertraut, dass man sich schon irgendwie an alles Wichtige erinnern wird?
Ich bin auf diese Frage gekommen, weil bei uns im Prinzip jeder jederzeit (fast) alles dokumentiert. "Fast" deshalb, weil immer wieder mal nur die Sachen aufgeschrieben werden, die den jeweiligen SC direkt betreffen. Das hilft natürlich ungemein, in bestimmten Situationen (z.B. bei Nachforschungen) wichtige Details wie Namen von NSCs, gewisse Zusammenhänge oder Infos aus Gesprächen parat zu haben.
Aber es bremst ziemlich stark aus und kann dadurch auch die Stimmung, die man als SL aufzubauen versucht, zunichte machen. Da versucht man möglichst stimmungsvoll die Situation zu beschreiben oder steckt in einem wichtigen Dialog, und dann kommt die Frage "Wie war das nochmal? Kannst du das nochmal wiederholen? Was stand da genau in dem Brief? Wie hieß der Typ? Wie schreibt sich das?". Und dann ist man mehr mit der forensischen Beschreibung solcher Details beschäftigt als damit, die Handlung voranzubringen. :(
Wie läuft das bei euch?
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Das kommt drauf an, was für eine Art Runde, wie sehr Details dann relevant sind und in welcher Frequenz man sich trifft.
Meist hat sich dann einer als Chronist gemeldet und der SL bekommt eine Kopie, die er für sich dann noch einmal ergänzen kann (oder ggf grobe Missverständnisse noch einmal klären kann)
Schreibweisen sind erst einmal egal, aber Missverständnisse in der Situation haben deutlich größeres Katastrophenpotential, wenn man sie nicht klärt als es ein wenig "Stimmung" wert wäre.
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In der längeren Runde, in der ich mitspiele, wird immer zu Beginn der Runde kurz festgelegt, wer sich Notizen macht. Die werden dann in einem internen Forenthread veröffentlicht, wo der SL gegebenenfalls korrigiert, wenn irgendwas sinnentstellend notiert wurde. Das Ergebnis ist eine ungemein wichtige Gedankenstütze, weil wir ja nur so selten spielen.
Da ich persönlich besser zuhören kann, wenn ich mir nebenher Notizen mache und ziemlich schnell mitschreiben kann, musste ich deswegen noch nie das Spiel unterbrechen. Das würde mich selbst auch total stören. Es ist mir bislang auch nur selten passiert, dass es wichtig war, auf genaue Schreibweisen oder Wortlaute zu achten. Paar grobe Stichpunkte reichen meist.
Wenn eure Spielrunde so penibel mitschreibt, dass es das Spiel aufhält, wäre es eventuell sinnvoll, einzuräumen, dass OT auch nachgefragt werden darf ("Wie wars das gleich ...?") und nicht alles, was gerade mal keiner mehr parat hat, IT nicht verfügbar ist. Das führt nämlich genau dazu, dass Leute sich jeden Fussel mit notieren, weil man ja nie weiß.
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in den meisten Runden in denen ich aktiv mitspiele, schreibt niemand mit.
Da dies auch nicht allein an mir hängen bleiben soll und ich auch nicht immer den Nerv habe mitzuschreiben, führe ich dort auch kein Buch mehr.
In einer einzigen Runde, schreiben wir reihum und das klappt meist ganz gut, dafür benutzen wir Google Docs.
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Chronist. Aber ich mache Kurznotizen, die ich mit einem Gedankenprotokoll und der Chronik ergänze, im Anschluss. Derzeit in OneNote.
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In meiner damaligen 7ten See Runde habe ich mir Snfangs immer Notizen gemacht, der Plan dahinter war, das mein Char IT Tagebuch schreibt.
Irgendwann wurde mir dann vorgeworfen, das ich nicht ansprechbar wäre / abwesend wirke und ich möchte das bitte sein lassen.
Habe dann mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln eine Lösung gefunden und meine damalige Digitalkamera als Videokamera "missbraucht"... einfach auf den Tisch gestellt und die Sitzung aufgenommen, wobei es mir nur um den Ton ging.
Zuhause habe ich diese Daten dann auf meinen Rechner gezogen und als erstes zu MP3 konvertiert, danach so wie Zeit war abgehört und mir meine Notizen in Word mitgeschrieben und nach und nach zum Tagebuch umformuliert.
Das war Anfangs für die Runde etwas merkwürdig, aber nach und nach war das kein Problem mehr und wir hatten ab da ein vollständiges Archiv unserer Sitzungen wo "bei Bedarf" zu einem späteren Zeitpunkt nachgehört werden konnte...
Leider gibt es diese Runde seit 8 Jahren nicht mehr, würde das aber jederzeit wieder so handhaben, wenn die Gruppe zustimmt.
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Habe dann mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln eine Lösung gefunden und meine damalige Digitalkamera als Videokamera "missbraucht"... einfach auf den Tisch gestellt und die Sitzung aufgenommen, wobei es mir nur um den Ton ging.
Mit so einem Gedanken spiele ich auch schon länger rum.
Ich verpasse auch einfach zu viel, wenn ich mitschreibe.
Ich bekomme sogar mehr mit, wenn ich nebenbei was Anderes mache
Ich weiß nur nicht, wie meine Mitspieler es auffassen würden, wenn ich die Runde mitschneide
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Mit so einem Gedanken spiele ich auch schon länger rum.
Ich verpasse auch einfach zu viel, wenn ich mitschreibe.
Ich bekomme sogar mehr mit, wenn ich nebenbei was Anderes mache
Ich weiß nur nicht, wie meine Mitspieler es auffassen würden, wenn ich die Runde mitschneide
Also ich habe Sie damals in einem höflichen Gespräch vor die Wahl gestellt: entweder schreiben oder mitschneiden, da es für meinen Charakter nicht in Frage käme auf das Tagebuch zu verzichten.
Ihnen war nur wichtig das Sie auf dem Video nicht zu sehen wären, und das war ja kein Problem. Kamera auf den Tisch gestellt und zur Trinkflasche oder Snack ausrichten. Maximal war dann mal ne Hand zu sehen + die Tatsache das dann am PC direkt konvertiert wurde.
Natürlich war das Anfangs komisch, aber nach den ersten Paar Sitzungen wars dann kein Problem mehr und man hat die Kamera "vergessen"
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Am Tisch ist es auch einfacher, auf Discord bräuchte ich da die geeignete Software für, die mein Mikro und die Ausgabe aufnimmt.
Soll ja auch bei mir nicht einfach veröffentlicht werden.
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In meiner damaligen 7ten See Runde habe ich mir Snfangs immer Notizen gemacht, der Plan dahinter war, das mein Char IT Tagebuch schreibt.
Irgendwann wurde mir dann vorgeworfen, das ich nicht ansprechbar wäre / abwesend wirke und ich möchte das bitte sein lassen.
Habe dann mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln eine Lösung gefunden und meine damalige Digitalkamera als Videokamera "missbraucht"... einfach auf den Tisch gestellt und die Sitzung aufgenommen, wobei es mir nur um den Ton ging.
Ich hab die Aufnahmen sogar noch. ;)
Und ich glaube wir waren da auch ein wenig empfindlich. Deine Mitschriebe haben uns ja auch weitergebracht.
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Hallo zusammen,
ich habe das in verschiedenen Runden ganz verschieden erlebt.
In unser Warhammer Runde hat eine Mitspielerin eine Mitschrift geführt. Da hat es niemanden gestört und war sehr hilfreich.
Bei einem Detektiv Abenteuer in Mechwarrior habe ich Mal Karteikarten für alle möglichen Täter angelegt. Das hat zwar Zeit gekostet aber dafür ist einem auch kaum ein Hinweis entgangen. So konnten wir dann tatsächlich den Fall wie in einem Fernsehkrimi lösen und hatten kaum nervige Denkzeiten wenn keinem ein nächster Schritt einfiel.
In verschiedenen Discord Runden gibt es eigentlich immer einen Kanal "Was bisher passiert". Da findet sich dann meistens jemand der während des Spiels etwas mitschreibt, am Ende eine Zusammenfassung schreibt oder ich als Spielleiter mache das um Abweichungen vom geschriebenen Abenteuer eben nicht zu vergessen. Gerade meine derzeitige Paranoia Runde zeigt sich da sehr kreativ. Zudem baue ich jetzt eine einzelne Mission in einen Kampagnenrahmen ein.
In den Runden in denen niemand mitschreibt stellt man dann fest wie schnell Sachen doch vergessen werden, wir spielen monatlich. Ich finde da sind ein paar Einschränkungen durch Mitschriften das kleinere Übel.
Gruß Jochen
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In verschiedenen Discord Runden gibt es eigentlich immer einen Kanal "Was bisher passiert". Da findet sich dann meistens jemand der während des Spiels etwas mitschreibt, am Ende eine Zusammenfassung schreibt oder ich als Spielleiter mache das um Abweichungen vom geschriebenen Abenteuer eben nicht zu vergessen
Oh, nette Idee! Schon eingerichtet! :)
Was die Spieler angeht, halte ich mich da nämlich generell raus - ich habe meine Notizen. Bis jetzt haben sie eine Gruppenkasse Datei in Roll20, aber das ist mehr technisch mit Gold und so... aber ich bin mir sicher, das irgendwo Zettel mit Notizen rumfliegen. Seh ich ja nicht. ;D
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Früher haben verschiedene Gruppenmitglieder mitgeschrieben, wobei sich da ein oder zwei feste Chronisten rauskristallisiert hatten, einer für die Kasse und mag. Kram und einer für die Abenteuer.
Als SL hatte ich dann nochmal meine eigenen Notizen.
Später blieb das immer mehr an mir hängen. Irgendwann hab ich es gelassen.
Ich mach das noch gern für mich als SL und auch als Spieler. Am besten in ein Schulheft, dann ist es ordentlich aufgeräumt, auch da bin ich wohl oldschool. :)
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Ich hab die Aufnahmen sogar noch. ;)
Und ich glaube wir waren da auch ein wenig empfindlich. Deine Mitschriebe haben uns ja auch weitergebracht.
Ich habe auch noch einiges, bis hin zum Ende der Runde....
Irgendwann bist du ja leider ausgestiegen (was ich aus der damaligen Situation auch irgendwie nachvollziehen konnte, schade wars trotzdem)
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Ich führe jetzt meine erste Spielrunde endlich mal mit einem Wiki - und es funktioniert sehr gut! Aktuell trage ich selbst die Sitzunglogs in kurzen Sätzen mit.
Momentan ist ein Log aufgeteilt in
Aufgaben
wo ich kurz zusammenfasse, was die offenen Punkte der Gruppe sind
Ablauf
für das eigentliche Log
Ergebnis
Stand am Ende der Runde, aktuell offene Punkte, neue Punkte usw
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Ich schreibe bei mehreren Runden mit, als SL wie auch als Spieler. Finde ich schön und es hilft mir, alles zu behalten und auch nachzuschlagen.
Mache ich inzwischen in einem Wiki, wo ich dann direkt sachen verlinken kann wie Leute, Orte, Gegenstände etc.
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Mir ist noch eingefallen, ich habe ja sogar Rundenzusammenfassungen auf meinem Blog gepostet - aber alles in allem war das zu viel Aufwand und hat mich irgendwann einfach nur noch gestresst... Ist auch schon ein paar Jahre her, mit PF und so. :)
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Bei unserer L5R Runde gibts Kurzberichte die dienen aber eher als Info für die anderen SLs bzw die potenziellen SLs die sind aber sehr knapp gehalten.
In meiner Exalted Runde gabs das auch in Form von der Timeline. Bei StarWars schreibs ich mir nur für mich auf das ich nicht die gleiche Geschichte 2x mit den gleichen Leuten mach... wie es schon befreundeten SLs passiert ist ::)
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In unseren Onlinerunden haben wir für Cthulhu miro und für eine Fantasy-Runde ein einfaches cryptpad — beides zum gemeinsamen Schreiben:
https://cryptpad.digitalcourage.de/code/
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In meiner damaligen 7ten See Runde habe ich mir Snfangs immer Notizen gemacht, der Plan dahinter war, das mein Char IT Tagebuch schreibt.
Ja, das ist, neben der Verfügbarkeit aller Informationen, auch einer der Gründe, weswegen ich eigentlich ganz gerne mitschreibe. Und für so ein IT Tagebuch (ich nenne es immer "meine Memoiren") muss man sich halt leider auch einiges notieren, wenn nicht irgendwas Wichtiges verloren gehen soll.
Irgendwann wurde mir dann vorgeworfen, das ich nicht ansprechbar wäre / abwesend wirke und ich möchte das bitte sein lassen.
Und das ist halt die Kehrseite der Medaille und punktgenau das Problem, das mich auf dieses Thema gebracht hat. Irgendwann kommt der Punkt, wo die Dokumentation der Handlung wichtiger ist als die Teilnahme an der Handlung, und dann wird's natürlich störend.
Habe dann mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln eine Lösung gefunden und meine damalige Digitalkamera als Videokamera "missbraucht"... einfach auf den Tisch gestellt und die Sitzung aufgenommen, wobei es mir nur um den Ton ging.
Sowas Ähnliches hab ich auch mal probiert, aber meine Mitspieler waren nicht sonderlich begeistert davon, weshalb ich das schnell wieder gelassen habe (und heimlich aufnehmen wollte ich ja dann auch nicht).
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Sowas Ähnliches hab ich auch mal probiert, aber meine Mitspieler waren nicht sonderlich begeistert davon, weshalb ich das schnell wieder gelassen habe (und heimlich aufnehmen wollte ich ja dann auch nicht).
Anfangs waren Sie mit der Idee auch nicht glücklich, aber schlussendlich fanden Sie es gar nicht mehr schlimm
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In unseren Onlinerunden haben wir für Cthulhu miro und für eine Fantasy-Runde ein einfaches cryptpad — beides zum gemeinsamen Schreiben:
https://cryptpad.digitalcourage.de/code/
Warum einmal das eine, einmal das andere? Ich frage für mich.
Genauer gesagt, Miro läuft in Notion und jenes kann damit in Prinzip alles, was man für Rollenspiel brauchen könnte, außer halt die Session zu integrieren.
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In der Runde, in der ich spiele (werewolf - the Apocalypse), haben wir einen, der auf seinem Tablet immer ein paar stichwortartige Notizen macht. Inzwischen schreibe ich aber auch mit - meist, wenn die Hauptaktion vorbei ist oder der Fokus auf einem der anderen Spieler liegt. So ist der Spielfluss auch nicht wirklich unterbrochen. Da wir oft längere Pausen zwischen den Sitzungen haben, ist es nötig, daß wir einen Überblick haben. Wenn ich Zeit habe, bastle ich dann noch einen "Bericht" aus der subjektiven Sicht meines Charakters, den ich dann der Gruppe zuschicke und frage dann die SL gegebenenfalls nach entfallenen Namen etc und den anderen Mitschreiber zum Abgleich nach seiner Stichwortliste.
In der Runde, die ich leite, habe ich die Chronisten-Aufgabe an zwei Spieler delegiert, die sich ein paar Notizen machen - auch vor allem wegen der niedrigen Spielfrequenz, um die alternden Hirne zu unterstützen. Ich notiere mir in meinen Aufschrieben nur wichtige Entscheidungen der Spieler, die längerfristig plotrelevant sind (die kurzfristig relevanten haben ja meist schon in der jeweiligen Spielsession ihre Auswirkungen) und notiere mir dann noch ein paar Stichworte zum Abschluss der Spielsitzung ("Wollen mit X reden", "Planen über die Kanalisation in de Stadt zu schleichen" oder so.). Meine Chronisten sind sehr minimalistisch, aber ich denke das liegt auch an der Gruppenzusammensetzung, die eher ein "lösungsorientiertes" Spiel betreibt und so auch wenig an einem stimmungsvollen Abenteueraufschrieb interessiert ist.
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Warum einmal das eine, einmal das andere? Ich frage für mich.
Genauer gesagt, Miro läuft in Notion und jenes kann damit in Prinzip alles, was man für Rollenspiel brauchen könnte, außer halt die Session zu integrieren.
Weil Cryptpad (a) freie Software ist und (b) nur verschlüsselte Daten an den Server sendet, für die der Server selbst keinen Schlüssel hat (der Schlüssel ist im Fragment-Teil des Links, der nicht an den Server geht).
Datenschutz und Ethik.
Miro wird in einer Runde genutzt, in die ich eingestiegen bin, für neue/eigene Runden würde ich es aus diesen beiden Gründen nicht nutzen.
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Weil Cryptpad (a) freie Software ist und (b) nur verschlüsselte Daten an den Server sendet, für die der Server selbst keinen Schlüssel hat (der Schlüssel ist im Fragment-Teil des Links, der nicht an den Server geht).
Datenschutz und Ethik.
Miro wird in einer Runde genutzt, in die ich eingestiegen bin, für neue/eigene Runden würde ich es aus diesen beiden Gründen nicht nutzen.
Jo, kann ich respektieren. Proprietäre Sachen an sich finde ich aber im reinen Freizeitbereich für mich ok.
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In meinen Runden wird es sehr unterschiedlich gehandhabt. Spielen wir D&D, schreiben alle mehr oder weniger mit, notieren sich was für sie wichtig ist und das wird dann zu Beginn der nächsten Sitzung kurz zusammengefasst. Bei Rippers haben wir begnadete Zeichner in der Runde, die die einzelnen Szenen mit ihren wichtigen Informationen aufzeichnen. Das werden richtig coole Comics!
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Bei uns schreibt mit und notiert jeder das, was ihm als wichtig erscheint. Das variiert bei den Spielern dann. Einer schreibt gefühlt jedes Detail auf, ich selber notiere mir nur das mMn Wichtigste.
Als SL schreibe ich für meine Solomon Kane- Kampagne eine Art Abenteuerzusammenfassung: Was ist passiert, was haben die SC gemacht, wenn getroffen, wenn umgelegt usw. Das hat sich nicht nur als nett zu lesen herausgestellt, es erleichtert auch die Verknüpfung des Geschehenen in den Kampagnenfluss, wenn ich z.B. einen NSC- Namen brauche für :Du hast vor zwei Jahren in London beim Duell meinen Bruder getötet!" Das ist dann nicht so ein Kai-aus-der-Hintergrund-)Kiste - das Ereignis gab es wirklich.
Sehr sinnvoll bei Kampagnen, die sich real über mehrere Jahre ziehen.
Probleme durch das Notizenmachen gab es in über 3 Jahrzehnten nie - eher, wenn niemand irgendwas aufgeschrieben hat.
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Vor Corona hat jeder für sich immer am Tisch in den Runden mitgeschrieben.
Jetzt müssen wir leider die Runden per Discord machen.
Dort gibt es einen Text-Kanal mit dem Namen #session-log
Hier schreiben wir immer gleich direkt rein, wenn was wichtiges passiert ist.
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Hier schreiben wir immer gleich direkt rein, wenn was wichtiges passiert ist.
Gute Idee.
Mein Problem ist nämlich eher andersherum: Gar nicht so selten improvisiere ich Details, die aber teils später nochmal wichtig werden. Auch bei den Dingen, die ein NSC sagt (und man schreibt Dialoge ja vorher), kann das wichtig sein. Es geht dabei nicht unbedingt um wörtliche Rede, aber schon die wichtigsten Sachen. Wenn man an einem Spielabend Wochen später überlegt, was im Spiel jemand gestern Abend sagte, ist das blöd, da würde eine Dokumentation helfen.
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Bei mir schreiben meist zwei bis drei Mitspieler mit. Wir spielen hauptsächlich investigative Abenteuer daher ist das für die mitspieler sehr nützlich.
Bei unserer abgeschlossenen Kingmaker Kampagne hat eine mitspielerin die Handlung grob zusammengefaßt und ein anderer eine NSC Liste geführt.
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Aber es bremst ziemlich stark aus und kann dadurch auch die Stimmung, die man als SL aufzubauen versucht, zunichte machen. Da versucht man möglichst stimmungsvoll die Situation zu beschreiben oder steckt in einem wichtigen Dialog, und dann kommt die Frage "Wie war das nochmal? Kannst du das nochmal wiederholen? Was stand da genau in dem Brief? Wie hieß der Typ? Wie schreibt sich das?". Und dann ist man mehr mit der forensischen Beschreibung solcher Details beschäftigt als damit, die Handlung voranzubringen. :(
Viele dieser Fragen kann man durch gute Vorbereitung aushebeln - Briefe gebt man als Handout raus,... am besten kann sie dann einer der Spieler vorlesen und der SL kann mal selbst einen schluck Wasser trinken und die Stimme schonen - ausserdem kommt dann definitf nicht die Frage was drin stand da jeder Spieler wieder darauf zugriff hat.
Wie ein Typ heißt oder wie sich etwas schreibt - auch das kann man als Handout rausgeben.
In den Coronazeiten wenn man mit R20 spielt ist das in der Regel keine große Sache. Aber auch offline funktioniert das ganz Passabel. In einer Runde hatte der SL zu jedem NSC ein Bild mit Namensunterschrift das er dann an eine Pinwand heftete als der NSC auftauchte.