Hallo zusammen, in meinem (pseudo-antiken) Fantasy Setting soll es elf „Göttersphären“ geben, also Wirkungsbereiche der Götter. In den Spoilertag die elf die ich mir überlegt hatte.
1. Herrschaft, Ordnung, Recht
2. Krieg, Kampf
3. Tod
4. Ungezähmte Wildnis,
5. Heim, Familie
6. Lust
7. Ackerbau, Viehzucht
8. Kunst, Weisheit
9. Handwerk
10. Reisen, Handel
11. Kult, Geheimnisse, Mysterien (mit der Sphäre bin ich etwas unsicher, habe ich vielleicht eine bessere übersehen?)
Allerdings gedenke ich, keine einheitlichen Pantheon wie bei DSA zu machen, sondern viele verschiedene, ein Pantheon pro Kultur etwa. Was sich da meiner Meinung nach anbietet, wäre anhand der Unterschiede zwischen Göttern derselben Sphäre die Unterschiede zwischen den verschiedenen Kulturen aufzuzeigen.
Ein Beispiel, die Gottheit von Herrschaft, Ordnung und Recht kann auch eine Gottheit der Gerechtigkeit sein, muss aber nicht. Der berüchtigte Hungernde, der den berühmten Laib Brot stiehlt, wird von den Priestern der einen Gottheit bestraft werden, weil Diebstahl ist Diebstahl und ihr Gott nimmt einen solchen Verstoß gegen die Ordnung nicht hin. Die Priester einer anderen Gottheit werden stattdessen das reiche Opfer fragen, wie es denn sein kann, dass seine Vorräte prall gefüllt sind, wenn andere in der Stadt Hunger leiden, denn für Ohren Gott ist das ein Verstoß gegen die gute Ordnung.
Ein anderes Beispiel, die Gottheit des Krieges mag den ehrenhaften Zweikampf favorisieren. Oder aber sie kann sich ein Sprichwort der Klingonen („In war, there is nothing more honorable than victory“) auf die Fahnen geschrieben haben.
Die Gottheit der Ungezähmten Wildnis ist mit am Meisten von der Kultur abhängig, bei einem Wüstenvolk könnte das die tiefe, wasserlose Wüste sein, bei einem Küsten- oder Inselvolk das ungezähmte Meer, ansonsten könnten es dunkle weite Wälder sein, bei Zwergen vielleicht auch die unterirdische Tiefe.
Ferner können sich die Pantheone in der Hierarchie der Gottheiten unterscheiden. Klar, die Gottheit des Bereichs Herrschaft bietet sich als Oberfürst an und wird dies wohl auch in der Regel sein, aber Ausnahmen gäbe es. So wäre bei den Menschen pseudo-Ägyptens die Gottheit des Todes die Oberste, da dies ihrer kulturellen Obsession entspricht.
Haltet ihr das für einen tauglichen Ansatz? Habt ihr vielleicht Erfahrungen mit ähnlichen Konzepten aus anderen Spielen? Ich würde gerne eure Meinungen hören.
Und wenn du deine aktuelle Verteilung nur für das vorherrschende Volk nutzt? Gerade, wenn andere Rassen/Völker andere Götter anbeten (die u.U. nichtmal die Götter des Hauptvolks mit anderem Namen sind), würde es sich doch anbieten, die Portfolios für diese Götter anders zu verteilen.
Pantheon 2 z.B.
Herrschaft, Krieg - ein kriegerisches Volk, dass Konflikt mit Macht gleichsetzt
Kampf, Tod - Körperliche Auseinandersetzung bringt Ehre und eine besondere Rolle im Leben nach dem Tod
Ordnung, Recht, Weisheit - Die Auslegung der Gesetze erfolgt nicht durch die Mächtigen, sondern durch die Leute der Schrift und des Wortes
Kunst, Handwerk - Etwas erschaffen
Geheimnisse, Viehzucht, Ackerbau - Das Kultivieren von Tier und Pflanze hat es dem Volk ermöglicht, feste Siedlungen zu gründen - das Wissen darum ist heilig
Lust, Kult, Mysterien - Alles, das dem Lebenden Antrieb gibt - im Guten wie im Schlechten
Ungezähmte Wildnis, Reisen - Reisen ist gefährlich - man sollte die Welt dort draußen respektieren
Heim, Familie - Die Säule, die neben Vieh und Pflanze die Gemeinschaft stützt
Handel - Recht neu - man hat Sachen über, die man gegen andere Sachen tauscht
Weitere Göttergemeinschaften können z.B. auch nur Teile der Portfolios enthalten, wenn die Anbetenden einige Themen nicht für wichtig erachten oder gar nicht kennen.